geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

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Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 28. November 2012, 13:17

Leckermäulchen
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geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Beobachter » Donnerstag 29. November 2012, 08:35

Update:

The European.de:

http://www.theeuropean.de/sebastian-pfeffer/5556-geschoenter-armutsbericht-der-bundesregierung

\"Was nicht sein darf
Die Koalition schreibt den Armutsbericht um, weil dieser eine Realität aufzeigt, die nicht in den Kram passt. Das nennt man dann wohl Propaganda.\"
(Zitat, Auszug)

Süddeutsche Zeitung.de:

http://www.sueddeutsche.de/politik/geschoenter-armutsbericht-opposition-wirft-merkels-koalition-vertuschung-vor-1.1535451

\"28. November 2012 13:19 Geschönter Armutsbericht
Opposition wirft Merkels Koalition Vertuschung vor

Mit massiver Kritik reagieren SPD, Linke und Grüne auf den Umgang der Bundesregierung mit dem Armuts- und Reichtumsbericht. Die von der SZ aufgedeckten Glättungen seien der Beweis, dass Schwarz-Gelb ein \"gestörtes Verhältnis zur Wirklichkeit\" habe. Linken-Chefin Kipping fordert bei Süddeutsche.de, anstelle der Regierung solle künftig der Bundestag die Einkommensverteilung untersuchen lassen.\"

\"Empört hat die Opposition im Bundestag kritisiert, dass die Bundesregierung den Armuts- und Reichtumsbericht an entscheidenden Stellen umarbeiten ließ. \"Die Schönung des Berichts ist schäbig\", sagte Linken-Chefin Katja Kipping zu Süddeutsche.de. Ähnlich formulierte Andrea Nahles ihre Kritik: Sie sprach von einer Vertuschung von Seiten der Bundesregierung. \"Wer die Realität ausblendet und ignoriert, kann keine gerechte Politik machen\", erklärte Nahles auf Anfrage von SZ.de.

Claudia Roth, Parteivorsitzende der Grünen, sagte SZ.de: \"Die Wirklichkeit, für die Schwarz-Gelb verantwortlich ist, ist selbst der Regierung Merkel zu düster. Sie will sich ihr verweigern, statt das Problem anzupacken.\" Anders seien die Streichungen im Armutsbericht nicht zu erklären. Die Regierung Merkel verkaufe die Menschen in Deutschland für dumm. Aber \"die merken längst, dass die Politik von Schwarz-Gelb sie ärmer macht und nur einer ganz bestimmten zahlungskräftigen Klientel nützt.\"

(Zitate, Auszug)

Anmerkungen/Fragen meinerseits:

Weshalb gibt es immer mehr \"Tafeln\"?
Weshalb wird über zunehmende Altersarmut öffentlich diskutiert?
Weshalb wird eine private Pflegezusatzversicherung gefördert (wer kann sich die leisten?)? - Stichwort: \"Pflege-Bahr\"
Weshalb können \"Geringverdiener\" von ihrem Lohn nicht leben?
Wem kommt der so viel beschworene \"wirtschaftliche Aufschwung\" zu Gute?

usw., etc. ...


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- Editiert von Beobachter am 29.11.2012, 10:23 -
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geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Beobachter » Donnerstag 29. November 2012, 09:24

... und dazu auch:

TAZ.de:

http://taz.de/Armuts--und-Reichtumsbericht-/!106385/

"ARMUTS- UND REICHTUMSBERICHT
Kränkende Schönfärberei
Die Regierung hat den Armutsbericht aufgehübscht: Kritische Sätze zur Ungerechtigkeit wurden gestrichen. Wie aber gelangt Erkenntnis zur Politik?"

"Siehe da: Der Entwurf ist ein wenig kürzer geworden. Stand zuletzt noch im Entwurf: „Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt“ (Seite IX, Einleitung), fehlt dieser Satz jetzt komplett. Auch der Umstand, dass die Einkommensspreizung „das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung“ verletze und „den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden“ könne (Seite XX), war offenbar überflüssig.
Nicht nur Wertungen, auch Zahlen mussten dran glauben. „Allerdings arbeiteten im Jahr 2010 in Deutschland knapp über vier Millionen Menschen für einen Bruttostundenlohn von unter sieben Euro“, stand früher auf Seite XIX. Jetzt nicht mehr. Was sollen dazu die Sozialverbände sagen? Ihnen wird der Bericht vorgelegt, bevor er vom Kabinett verabschiedet und durch den Bundestag gereicht wird, laut Plan noch dieses Jahr.
Stark gewachsene Ungleichheit
Muss man einen Bericht noch ernst nehmen, der um genau die Anteile entschärft wurde, die eine Debatte über die so stark gewachsene Ungleichheit in Deutschland befördern würden?
Aber ja – eben als genau das, was er ist: ein Dokument, das die Leistungen und Wohltaten der jeweils regierenden Koalition besingt und das von niemandem als Beitrag zur Wahrheitsfindung verstanden werden braucht. Das ist übrigens mit den anderen Regierungsberichten über Kinder und Jugend, über die Alten und das Altwerden und so weiter ganz genauso.
Bedauernswert sind dabei allerdings die Wissenschaftler, die sich immer so freuen, wenn eine Bundesregierung anruft und sagt: „Bitte trage uns deine schönsten Statistiken für den Regierungsbericht zusammen, und dein Stern wird niemals untergehen.“ Welcher Forscher wünscht sich nicht, dass seine handverlesenen Daten, seine rasant geschwungenen Grafiken eines Tages in Politik münden?
Dann aber passiert Politik tatsächlich. All das wertvolle Material gerinnt zu einer Fußnote. Es wird womöglich im falschen Kontext verwendet. Es spielt ganz und gar überhaupt nicht mehr die zugedachte Rolle.
Unabhängige Sachverständige notwendig
„Natürlich ist der Wissenschaftler dann gekränkt“, sagt Gert G. Wagner. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung berät seit vielen Jahren in Räten und Kommissionen alle möglichen Regierungen. „Aber ich habe dazugelernt“, erzählt er. „Die Kränkung ist irrelevant.“ Es sei „das gute Recht einer Regierung, sich abzustimmen“ – und nur Papiere mit eigenem Gepräge herauszugeben. „Der Webfehler ist doch“, sagt Wagner, „dass die Regierung an diesen Regierungsberichten festhält.“ Dabei seien unabhängige Sachverständige geeigneter, um einen Erkenntnisstand zu bündeln, der als Grundlage für Politik dienen solle.
Walter Hanesch, Armutsforscher in Darmstadt, war dabei, als 2000 Rot-Grün die Armutsberichterstattung einführte. „Wir haben schon damals kritisiert, dass das Ministeriumsberichte werden sollen“, sagt er. Eigentlich hätten alle außer der Regierung selbst für eine unabhängige Kommission plädiert."

(Zitate, Auszüge)


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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Nachtigall » Donnerstag 25. Februar 2016, 18:17

Armutsbericht 2016: Diese Gruppen sind besonders von Armut gefährdet


Dienstag, der 23.02.16
Anja Schlicht



Der neue Armutsbericht 2016 zeigt zwar, dass die Armutsquote im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. Dennoch sind in Deutschland nach wie vor viele Menschen von Armut bedroht. Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei Alleinerziehenden, Erwerbslosen und Rentnern. Bei letzteren ist die Quote in den letzten Jahren sogar deutlich gestiegen.
...

http://www.finanzen.de/news/17067/armut ... gefaehrdet

23.02.16


Armutsbericht 2016: Verbände kritisieren anhaltend hohe Armut und fordern von Bundesregierung sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel
Kategorie: Pressemeldung

Pressemeldung vom 23.02.2016

Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erscheint. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.
...

http://www.der-paritaetische.de/nc/pres ... ierung-soz
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Armuts- und Reichtumsbericht: Bundesregierung zensiert unlie

Beitragvon shadow » Freitag 16. Dezember 2016, 18:37

15. Dezember 2016 von Christina Deckwirth | 4 Kommentare

Armuts- und Reichtumsbericht: Bundesregierung zensiert unliebsame Studie


Das Fazit der Forscher ist so banal wie brisant: Wer mehr Geld hat, dessen Interessen werden bei politischen Entscheidungen in Deutschland stärker berücksichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines Forscherteams des Osnabrücker Professors Armin Schäfer, die dieser im Auftrag der Bundesregierung für den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht verfasst hat. Doch noch brisanter als dieses Ergebnis ist: Die Bundesregierung möchte, dass die Öffentlichkeit davon lieber nichts erfährt – und hat die relevanten Passagen kurzerhand aus dem Bericht gestrichen.

Armuts- und Reichtumsbericht: Neuer Schwerpunkt Reichtum
...

https://www.lobbycontrol.de/2016/12/arm ... ame-studie

https://twitter.com/lobbycontrol/status ... 4834244608

https://twitter.com/lobbycontrol/status ... 6977002496
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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Kira » Montag 9. Januar 2017, 17:52

faz.net
08.01.2017
von Britta Beeger


Armuts- und Reichtumsbericht
Kritik von allen Seiten
Die Arbeitgeber kritisieren den Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts: von zunehmend unsicheren Beschäftigungsverhältnissen könne keine Rede mehr sein. Der deutsche Gewerkschaftsbund sieht das natürlich anders.
...

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... l#GEPC;s30
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Kira » Freitag 14. April 2017, 17:33

siehe auch

Armut in Deutschland - ein verdrängtes Problem viewtopic.php?f=91&t=20579&p=127534#p127534
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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon shadow » Donnerstag 15. Juni 2017, 09:09

24. März 2017 von Team

Aktion: Die Macht der Reichen aufdecken!


Ein Milliardär spendet eine halbe Million Euro an seine Wunschpartei. Politische Entscheidungen berücksichtigen vor allem die Interessen von Reichen, sagt eine Studie, die im Auftrag der Bundesregierung erstellt wurde. Das Kanzleramt tilgte den brisanten Befund fast vollständig aus dem offiziellen Armuts- und Reichtumsbericht. Und nun versucht die Union, eine Bundestagsdebatte dazu zu verhindern. Wir finden: Das geht gar nicht!
...

https://www.lobbycontrol.de/2017/03/die ... -aufdecken
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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon shadow » Mittwoch 28. Juni 2017, 16:01

LobbyControl‏
@lobbycontrol



Guter Artikel zu #Ungleichheit in der #Demokratie: "Die Interessen von Armen werden kaum vertreten": http://gegenblende.dgb.de/artikel/++co+ ... 5400e5a74a … #Armutsbericht

28. Juni 2017

https://twitter.com/lobbycontrol/status ... 9534042112
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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Kira » Mittwoch 28. Juni 2017, 18:07

Denke jedoch nicht nur alleinstehende Frauen ...
27. Juni 2017

Letnapark‏
@Letnapark

Letnapark hat FAZ.NET retweetet

Armut gibt es schon jetzt, die geschönten Zahlen verschleiern das bloß: Das ist der eigentliche Skandal.
https://twitter.com/faznet/status/879257929341313024


https://twitter.com/Letnapark/status/879688398033833985
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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Kira » Samstag 1. Juli 2017, 17:23

28. 6. 2017
Anna Lehmann



Bundestagsdebatte zum Armutsbericht

Armes Deutschland

Jeder Sechste in Deutschland ist armutsgefährdet. Bei der Debatte um den Armutsbericht versucht die Koalition gar nicht mehr, Einigkeit vorzutäuschen.

BERLIN taz | Nun also doch: Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist am Mittwoch im Bundestag zu bester Parlamentsfernsehenssendezeit diskutiert worden. Ursprünglich wollte die Unionsfraktion den immerhin 650-Seiten-starken Wälzer im Regierungsauftrag nämlich nicht zur Debatte stellen. Erst durch hartnäckige Nachfragen, insbesondere aus der Linksfraktion wurde das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, wie Linken-Abgeordnete Katja Kipping süffisant erinnerte.

Und tatsächlich steckt politischer Sprengstoff in dem Bericht:
...

http://www.taz.de/!5425468
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Re: geschönter Armuts-u.-Reichtumsbericht m. Filmaussc

Beitragvon Nachtigall » Montag 23. Oktober 2017, 18:27

Studie der Bertelsmann-Stiftung
Jedes fünfte Kind ist jahrelang arm


Stand: 23.10.2017

Wer einmal in die Armut abgerutscht ist, braucht meist lange, um sich wieder daraus zu befreien. Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt jahrelang in Armut, wie eine Studie zeigt. Auch wenn die Grundversorgung meist gelingt, fehlt es diesen Kindern an vielem.

21 Prozent der Kinder in Deutschland leben einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge länger als fünf Jahre in armen Verhältnissen. Für weitere zehn Prozent der Kinder in der Bundesrepublik ist Armut ein Problem, unter dem sie zumindest zeitweilig persönlich leiden.

"Kinderarmut ist in Deutschland ein Dauerzustand. Wer einmal arm ist, bleibt lange arm. Zu wenige Familien können sich aus Armut befreien", sagt Stiftungsvorstand Jörg Dräger zum Ergebnis der Studie, die der der Nachrichtenagentur dpa vorab vorlag und heute offiziell vorgestellt wird.
...

http://www.tagesschau.de/inland/kinderarmut-127.html
Nachtigall
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