Unterricht im verseuchten Klassenzimmer?
Gutachter verharmlost Gesundheitsgefahr in Grundschule
Sonntag, 9. November 2014, 18:00 Uhr
Eltern und Lehrer der Johannes-Gutenberg-Grundschule in Hainburg sind besorgt. Bis heute wissen sie nicht, wie hoch die Klassenräume mit sogenannten Weichmachern belastet sind. Ein Gutachten aus dem Jahr 2009 stellt die gemessene Schadstoffbelastung als ungefährlich dar. Doch defacto hat das Gutachten nochmals überprüfen lassen.
Bei den Schadstoffen handelt sich um sogenannte Phtalate. Diese Chemikalien werden weltweit in großen Mengen hergestellt und verwendet. Der Mensch nimmt die Stoffe vorwiegend mit der Nahrung und der Atemluft auf. Von dort wirken sie sich auf den menschlichen Hormonhaushalt aus. Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau kann die Folge sein. Die zuständige Aufsichtsbehörde, der Kreis Offenbach, versichert, es bestehe keine Gesundheitsgefahr und verweist dabei auf ein Gutachten der Universität Gießen aus dem Jahr 2009.
Die Empfehlung des Gutachters die Klassenräume häufiger nass zu wischen und kontaminierte Stofftiere und Kissen aus den Räumen zu entfernen, hat allerdings nicht dazu geführt, dass die Belastung geringer geworden wäre. defacto hat sich das Gutachten des Professors mal etwas genauer unter die Lupe genommen.
http://www.hr-online.de/website/fernseh ... t_53497547
http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/G ... Id=3437388