Fatale Unstimmigkeiten im Gesundheitssystem

Fatale Unstimmigkeiten im Gesundheitssystem

Beitragvon shadow » Dienstag 5. Januar 2016, 19:42

ZDF zoom - die Patientenfabrik 09.01.2013

Veröffentlicht am 08.02.2013


http://zdf.de/ZDFzoom/Die-Patientenfa...

Früher waren Krankenhäuser Orte, an denen Menschen geheilt wurden. Die dabei entstandenen Kosten wurden den Kliniken erstattet. Heute funktioniert das Gesundheitssystem anders: Kliniken sind Wirtschaftsunternehmen, die mit dem Rohstoff Patient Geld verdienen müssen. Das zeigt am 9. Januar 2013 die "ZDFzoom"-Dokumentation "Die Patientenfabrik -- Wie Kliniken Profit machen". Darin legen die Autoren offen, mit welch fragwürdigen Methoden dies erreicht wird und was die Folgen für die Patienten sind.

https://www.youtube.com/watch?v=F_E9cZrfWug
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ZDFzoom: Kranke Kassen - Wettbewerb auf dem Rücken der Patie

Beitragvon shadow » Dienstag 5. Januar 2016, 19:44

ZDFzoom: Kranke Kassen -- Wettbewerb auf dem Rücken der Patienten

Veröffentlicht am 21.02.2013


Im Schnitt geht jeder Deutsche 17 Mal im Jahr zum Arzt. Die Kosten für Behandlung, Medikamente oder Heilmittel bezahlt eine Krankenversicherung, meist eine gesetzliche. Für alle Versicherten gilt das gleiche Versprechen: Egal ob jung oder alt, reich oder arm, gesund oder krank, die Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen ist für jeden da. Niemand wird aussortiert, jedem wird geholfen, wenn es medizinisch nötig ist. „ZDFzoom" will wissen, ob dieses Versprechen noch gilt. Die Autoren Jörg Göbel und Christian Rohde haben Menschen getroffen, die um notwendige Operationen, unentbehrliche Tabletten oder einen dringend erforderlichen Rollstuhl kämpfen müssen. Der Film beginnt mit der Geschichte der fünfjährigen Romy, einem Pflegekind, für das neue Eltern gesucht werden. Das Mädchen wurde mit einer Zwerchfelllähmung geboren. Als Romy wenige Monate alt ist, muss sie operiert werden. Danach soll sie in ihr neues Zuhause geflogen werden. Die Ärzte raten dazu. Doch Romys Krankenkasse stellt sich quer, will die Kosten für den teuren Transport nicht voll bezahlen. Statt zu den neuen Pflegeeltern soll Romy in ein Hospiz. Zum Glück zahlen andere den Flug, doch die Probleme mit der Krankenkasse hören auch im neuen Zuhause nicht auf. Dass die Pflege eines schwerbehinderten Kindes nie einfach sein wird, damit hatten Romys neue Eltern gerechnet, mit dem Widerstand der Krankenkasse nicht. Die Autoren zeigen, wie in den vergangenen zehn Jahren der politisch gewollte Wettbewerb das solidarische Krankenversicherungssystem zersetzt hat. Sie haben recherchiert, wie gesetzliche Krankenkassen schwer kranke und deshalb besonders teure Versicherte aussondern. So decken die Autoren auf, wie die gesetzliche Krankenversicherung KKH-Allianz in einer geheimen Telefonaktion hunderte Versicherte dazu gedrängt hat zu kündigen. Sie reden mit Betroffenen, schwer Kranken, chronisch Kranken, alte Menschen. Insider berichten über die Ziele der Krankenkassen: Kosten sparen bei Versicherten, die besonders teuer sind. Risikoselektion nennt das die Branche. Die ist zwar verboten, doch offenbar kann es jeden treffen. Die Autoren konfrontieren Krankenkassenmanager und Politiker. Die einen wollen keine Fehler erkennen, die anderen sehen nur bedauernswerte Einzelfälle. Der Film zeigt aber auch, dass andere gesetzliche Versicherungen Spezialabteilungen gegründet haben, die sich gezielt um Hochnutzer „kümmern". Einige Kassen wollen erst gar keine chronisch Kranken aufnehmen. Auch arme Menschen sind offenbar nicht willkommen. Die Recherche ergibt: Im Solidarsystem der deutschen Krankenversicherung ist der Mensch vor allem eines: Kostenfaktor. Wer jung und gesund ist, wird umworben. Wer alt und krank ist, stört. „ZDFzoom" über den kranken Wettbewerb der Krankenkassen -- auf dem Rücken der Schwächste

https://www.youtube.com/watch?v=3Pirp30h11c
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NDR Panorama:Sparen am Patienten: Der Trick der Krankenkass

Beitragvon shadow » Dienstag 5. Januar 2016, 19:46

Sparen am Patienten: Der Trick der Krankenkassen | Panorama | NDR

Veröffentlicht am 14.06.2014


Was der Arzt verschrieben und der Medizinische Dienst bestätigt hat, sollte die Krankenkasse zahlen. Doch oft erhalten Patienten nicht, was ihnen zugedacht wurde.

http://www.daserste.de

https://www.youtube.com/watch?v=3r801BCH6Mw
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Re: Fatale Unstimmigkeiten im Gesundheitssystem

Beitragvon Kira » Montag 25. Januar 2016, 10:36

netzfrauen.org
19. Januar 2016
von Netzfrau Doro Schreier


Fresenius/Helios, Asklepios, Sana Kliniken, Rhön-Klinikum : Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Sind kranke Menschen noch Patienten oder längst auch Kunden? Was bedeuten Kostendruck, Bürokratie und demografischer Wandel für unser Gesundheitssystem?

Möchten Sie so behandelt werden? Ruhiggestellt und abgeschoben statt liebevoll gepflegt – so sieht der Alltag in vielen Pflegeheimen aus. Kaum ein Pflegebedürftiger weiß wirklich, was ihn im Pflegeheim erwartet. Anders sieht es auch nicht in den Krankenhäusern aus. Gewinnmaximierung durch Personalabbau oder durch Einsetzen von Zeitarbeitern.

Oft wollen wir ein Thema, über welches wir bereits berichteten, nur kurz updaten und es entpuppt sich dann als solch großer Skandal, dass sich damit ein ganzes Buch füllen lässt. Wir haben schon oft auf den Pflegenotstand hingewiesen, hofften, dass sich etwas ändern würde. Aber auch mit der neuen Koalition hat sich nicht wirklich etwas zum Positiven verändert. Die Pflege liegt am Boden. Und wir stellen fest: Die Änderungen unter Gesundheitsminister Hermann Gröhe dienen nur wieder den Pharmakonzernen. Bevor wir uns den Änderungen widmen, hier erst einmal aktuelle Schlagzeilen, die uns wieder auf das Problem Pflege aufmerksam machten:
...

https://netzfrauen.org/2016/01/19/frese ... zfrauen%29
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Unikliniken kassieren für umstrittene Studien

Beitragvon Kira » Freitag 25. März 2016, 08:15

ndr.de
Stand: 22.03.2016
von Jan Körner, Niklas Schenck, Christian Baars

Unikliniken kassieren für umstrittene Studien


Die deutschen Universitätskliniken sollen heilen und forschen. Sie sehen sich selbst als "Innovationsmotor". Doch offenbar nehmen sie auch an Studien teil, deren Sinn umstritten ist, die aber finanziell lukrativ sein können: sogenannte Anwendungsbeobachtungen. Dies sind Studien, die nach der Zulassung eines Medikaments durchgeführt werden. Auftraggeber sind in der Regel Pharma-Unternehmen. Sie zahlen den Kliniken Geld dafür, dass sie Daten zum Einsatz eines Medikaments weitergeben - Daten, die sie ohnehin routinemäßig bei der Behandlung von Patienten erheben, wie etwa Laborwerte, Angaben zur Dosierung des Mittels oder zu möglichen Nebenwirkungen.

100 Millionen pro Jahr für Anwendungsbeobachtungen

Wie viel Geld für Anwendungsbeobachtungen gezahlt wird, verraten allerdings meist weder die Kliniken noch die Pharma-Unternehmen. Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" in Kooperation mit "correctiv.org" haben jetzt eine Reihe solcher Vereinbarungen zutage gefördert und öffentlich zugänglich gemacht. Demnach bekommen Ärzte beziehungsweise Kliniken meist Hunderte, teils sogar mehr als 1.000 Euro pro Patient. Die Pharma-Industrie zahlt jährlich in Deutschland etwa 100 Millionen Euro an Honoraren für diese Art von Studien.
...

http://www.ndr.de/nachrichten/Uniklinik ... en104.html
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Re: Fatale Unstimmigkeiten im Gesundheitssystem

Beitragvon shadow » Dienstag 6. September 2016, 08:07

Dienstag, 06. September 2016

Mega-Deal auf Rekordniveau

Fresenius kauft sich zweites Standbein

Mit seiner Tochter Helios ist Fresenius bereits Deutschlands größter Klinikbetreiber. Aber das reicht dem Dax-Konzern nicht - er schnappt sich Spaniens Nummer eins. Billig ist das aber nicht.

Der Gesundheitskonzern Fresenius stemmt die größte Übernahme seiner Geschichte. Für 5,76 Milliarden Euro kauft er Quironsalud, den größten privaten Klinikbetreiber Spaniens. Stephan Sturm, der erst seit gut zwei Monaten an der Spitze von Fresenius steht, tütet damit seinen ersten Mega-Deal als Vorstandschef ein. "Zwei in Qualität und Größe führende Unternehmen schließen sich zusammen", sagte Sturm.

Für die Fresenius-Kliniktochter Helios, die bisher nur in Deutschland tätig ist, sei die Übernahme ein wichtiger strategischer Schritt. Die Tochter, die bereits ...

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Fresenius ... 72151.html
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Re: Fatale Unstimmigkeiten im Gesundheitssystem

Beitragvon Nachtigall » Sonntag 8. Oktober 2017, 17:02

Überlastung in den Kliniken
„Der Pflegenotstand ist zum ernsten Gesundheitsrisiko geworden“

Von Anette Dowideit | Stand: 06.10.2017

Die Patientenzahlen in Krankenhäusern steigen immer weiter, während die Zahl der angestellten Pfleger stagniert. Deren Arbeitsbelastung ist mittlerweile besorgniserregend. Das Thema drängt bei den Koalitionsverhandlungen auf die Agenda.
...

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... shared.web
Nachtigall
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