Zur Verbreitung von Trojanischen Pferden
Ein neuerartiger Trojaner schließt Anwender aus ihrem Windows-PC aus und fordert anschließend Lösegeld, das berichten mehrere Hersteller von Antivirensoftware. Nach Angaben von Dr. Web soll der Trojan.Winlock getaufte Schädling bislang nur im russischen Teil des Word Wide Web kursieren und sich als Video-Codec tarnen. Per Download gelangt er auf den Rechner, den er so manipuliert, dass der Anwender beim Start nur einen (russischen) Dialog mit Hinweisen zum Freischalten sieht. Dazu soll das Opfer eine angezeigte Zahl an eine sogenannten SMS-Premiumnummer mit hohen Gebühren senden und erhält als Antwort den Freischaltcode.
Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/Trojaner-Geld-oder-Windows--/meldung/136608
Trojanische Pferde können über jeden Weg auf einen Computer gelangen, mit dem Daten auf den Computer gebracht werden. Dies sind insbesondere Datenträger oder Netzwerkverbindungen wie das Internet (z. B. Tauschbörsen, präparierte Webseiten [1] (siehe auch Drive-by-Download), Versand durch E-Mails). Die Verbreitung des Trojanischen Pferdes erfolgt danach durch den Anwender des Computers selbst. Je nach Bedeutsamkeit des Scheinprogramms steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Anwender das Programm an weitere Anwender weitergibt.
Für die Verbreitung mittels E-Mails wird meistens ein Computerwurm verwendet, der das Trojanische Pferd transportiert. Der Trojaner selbst wird dadurch, dass er sich augenscheinlich verbreitet, jedoch nicht zu einem Virus. Vielmehr kommen hier zwei Schädlinge in Kombination zum Einsatz: Der Wurm, welcher im Anhang das Trojanische Pferd transportiert.