Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon CSN Blogger » Donnerstag 8. Januar 2009, 18:40

In einer Langzeitstudie untersuchten amerikanische Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Pestiziden und Depressionen. Sie stellten fest, dass bestimmte Pestizide und Herbizide zu Depressionen, Angstzuständen, Neurosen und anderen psychiatrischen Störungen führen können.

Eine häufige Ursache für Depressionen und Angstzustände: Pestizide
http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/08/eine-haeufige-ursache-fuer-depressionen-und-angstzustaende-pestizide/
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Sileah » Donnerstag 8. Januar 2009, 21:15

Heftig.

Wobei the brain is my target organ- leider (noch). Meine schlimmsten MCS-Leiden sind Konzentrationsstörungen, Deralisation (fühle mich nicht wach- wie nach 60h ohne Schlaf- es wurden auch Minderperfussionsareale im SPECT nachgewiesen :-( ) und depressive Stimmungen. Besonders in Kaufhäusern, aber Mitte der 90-ger war es auf dem Land schlimm. Ich gehe davon aus, es kam durch die Landwirtschaft. In der Stadt war es oft besser.
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Lucca » Freitag 9. Januar 2009, 08:28

Wer direkt in der Nähe von Feldern lebt, könnte auch betroffen sein,
weil die Pestizide ausgasen (Nebel, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung)
und mit Staub ins Haus eingetragen werden.

Wäre interessant zu wissen wie es Feldanwohnern geht.
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Desert Rose » Freitag 9. Januar 2009, 08:32

Ich wohne in der Nähe von Feldern. Mit Depressionen habe ich zum Glück nichts am Hut, jedoch genügend andere massive Beschwerden, was wohl kaum ein Wunder ist.

Die Forschungsergebnisse sind ganz schön heftig. Aber es ist nichts Neues, dass sich die Menschheit selbst zu Grunde richtet.

Lieben Gruß
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Sileah » Freitag 9. Januar 2009, 08:34

In dem Haus, in dem es mich und andere *erwischte*, lagen die Felder gleich daneben. Zudem kam der Wind meist aus der Richtung (Westen).

Es gab 3 Leute, die Selbstmord begangen, bzw Selbstmordversuche machten. 2 davon allerdings erst, als sie umgezogen sind.

Alle wohnten jedoch im selben Haus, in dem noch irgendwas anderes war- ich vermute Schimmel oder Heizöl (Tank lief aus). Das Haus daneben (auch genau vor den Feldern) war nicht \"auffällig\".

- Editiert von Sileah am 09.01.2009, 09:01 -
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Lucca » Freitag 9. Januar 2009, 08:38

Wenn Heizöl ausläuft, zieht es in die Wände.
Das ist sehr gefährlich wie sich jeder denken kann.

Mehrere Chemikalien zusammen können einen Potenzierungeffekt ergeben (siehe Witte).
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Sileah » Freitag 9. Januar 2009, 10:03

Da fällt mir noch was ein.
Als ich aus der Türkei zurück kam, war ich furchtbar depressiv. Ob das wohl mit dem Flug zusammenhing?
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Yol » Freitag 9. Januar 2009, 22:03

Wir leben am Rande der Felder. Reaktionen gibt es bei mir, wenn Chemikalien ausgebracht werden (oder das naiverweise als harmlos gepriesene RoundUp). Depressionen habe weder ich noch ein anderes Familienmitglied. Depressionen haben auch etwas mit Mineral/Vitaminmangel zu tun.
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Silvia K. Müller » Freitag 9. Januar 2009, 22:09

Hallo Yolande,
es kommt auch auf die Art der Pestizide an.
Primär lösen Organophosphate durch ihren Wirkmechanismus solche Reaktionen aus.

Liebe Grüsse,
Silvia
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Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Sileah » Samstag 10. Januar 2009, 05:52

Zudem habe ich von Mitte der 70-ger bis 1992 da gewohnt. Ich gehe davon aus, da waren die Spritzmittel noch heftiger.

Als es mir in den 90-gern sehr schlecht ging, fiel es mir schwer Freunde und Verwandete aufm Dorf zu besuchen. Ich war immer froh, wenn ich wieder in der Stadt war.

In einer Schule (ALLES war aus Holz...Decke, Wände, Boden) war das auch so. Spätestens nach der 6. Stunde konnte ich nicht mehr.

Als ich Jahre später Klienten besuchte, musste ich mit der S-Bahn eine Strecke entlang eines Weinanbaugebietes fahren. Da wurde im Frühjahr auch heftig gesprüht. Ich war dann auch immer ganz deprimiert drauf. Eine S-bahn hat ja eine Klimaanlage, da kam sicher was rein.

Als es mir wieder besser ging, war die extreme Überempfindlichkeit weg. Geblieben ist nur der ganz normale Wunsch in einer Stadt(rand) zu leben.


Ich bin ein Stadtmensch. Das ich derzeit aufm Dorf bin, macht mir JETZT, da nichts gesprüht wird, wenig aus- damals war\'s ziemlich übel. Ich fühlte mich, als habe jemand ein schwarzes Tuch über mich gestülpt. Ich fühlte mich schlagartig ganz schlecht.

Das geht mir manchmal (in abgeschwächter Form) in Kaufzentren, Zügen, Bussen, Flugzeugen immer noch so. Ich werde nicht nur benommen, unkonzentriert, müde und erschöpf...ja...auch manchmal depressiv. Wenn ich draußen bin erhole ich mich wieder.

Ich habe lange Zeit gebraucht, um diese Zusammenhänge zu verstehen, da sich meine MCS zuerst durch massive Schlafstörungen, Schwindel und Gelenkschmerzen zeigte. Mir haben diesbezüglich Sherry Rogers Bücher die Augen geöffnet.
Ist ja auch komisch, wenn man an bestimmten Orten *so mies drauf kommt* und nach einer Erholungsphase wieder ein lebensbejahender Mensch ist.





- Editiert von Sileah am 10.01.2009, 08:18 -
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Re: Pestizide häufige Ursache für Depressionen & Angst

Beitragvon Twei » Sonntag 4. August 2013, 08:19

Neue Studie: 2. August 2013
google-übersetzt
Pestizidexposition und selbst berichteten Vorfall Depressionen bei Frauen in der Landwirtschaft Health Study

John D. Beard a , b ,Jane A. Hoppin b ,Marie Richards c ,Michael CR Alavanja d ,Aaron Blair d ,Dale P. Sandler b ,Freya Kamel b ,Entsprechender Autor Kontaktinformationen, E-Mail an den entsprechenden Autor
eine Abteilung für Epidemiologie, Gillings School of Global Public Health, University of North Carolina in Chapel Hill, Chapel Hill, NC, USA

...Abstrakt
Hintergrund
Depression bei Frauen ist ein Problem der öffentlichen Gesundheit. Studien haben positive Assoziationen zwischen Pestiziden und Depressionen berichtet, aber nur wenige Studien waren prospektive oder präsentierten Ergebnisse für Frauen getrennt. ...

... Schlussfolgerungen
Unsere Studie fügt ein weiterer Beweis, dass hohe Pestizid-Exposition, wie Vergiftungen durch Pestizide, mit einem erhöhten Risiko von Depressionen assoziiert ist und setzt eine untere Grenze auf der Höhe der Exposition im Zusammenhang mit Depressionen, wodurch die Gewissheit, dass die moderaten Pestizidbelastung von Bauern erlebt 'Frauen wahrscheinlich nicht erhöhen Risiko....
ausführlicher und im Originaltext http://www.sciencedirect.com/science/ar ... 5113001096

#Studie #Depression #Pestizid #Gift #Chemikalien #Frauen #Gesundheit
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Depressionen durch Nervenentzündungen im Gehirn verursacht

Beitragvon Kira » Montag 3. Oktober 2016, 09:57

Depressionen durch Nervenentzündungen im Gehirn verursacht


Geschrieben von Dr. Angela Vogel
März 2015




Depressionen schlimmer als Arthritis oder Asthma,

das meldeten Forscher um Somnath Chatterji 2007, nachdem sie im Auftrag der WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine Studie mit 245.000 Probanten durchgeführt hatten. Lange vor dem Freitodes des Fußballers Enke, der seine Depressionen nicht mehr ausgehalten hat, hatten sie im selben Jahr in der Wissenschaftszeitschrift "The Lancet" geschrieben:

"Depressionen beinträchtigen die Betroffenen mehr als Angina Pectoris, Arthritis, Asthma oder Diabetes. Depressiven Patienten, die zusätzlich an einer chronischen Erkrankung wie Dia­be­tes leiden, geht es besonders schlecht." Ihrem Urteil lag eine Befragung der Teil­neh­merInnen am World Health Survey zu Grunde, die aus sechzig Nationen stammten.

Sie wurden gefragt, wie es um ihre Schlafqualität, Schmerzen, Schwierigkeiten mit dem Ge­dächtnis oder ihre Konzentrationsfähigkeit stehe. Zusätzlich wollten die Forscher von den Depressiven unter den TeilnehmerInnen wissen, wie sie mit ihren alltäglichen Tätigkeiten zu Recht kämen.

Nachdem sie Faktoren wie Armut oder andere Erkrankungen mit ähnlichem Wirkspektrum als sog. Störfaktoren ausgeschlossen hatten, zeigte sich, dass Depressionen den Gesund­heits­zustand der Menschen stark wie keine andere Erkrankung verschlechterten. Depressive aber, die zusätzlich auch noch an einer oder mehreren chronischen Erkrankungen litten, kamen auf die miserabelsten Punktebewertungen.
...


...
So z.B. am 29. Januar 2015. An diesem Tag berichtete der Medizinjournalist der Süddeut­schen Zeitung, Werner Bartens, über die neurologischen Forschungsergebnisse des kanadi­schen Ärzteteams um Elaine Setiawan und Jeffrey Meyer, Toronto, unter dem Titel

"Entzündungen im Gehirn können Depressionen verursachen."

Es sind Erkenntnisse, die das arbeits- und umweltmedizinischen Wissen hier zu Lande bestä­tigen, aber um sehr wichtige Detailnachweise ergänzen. Wie bekannt, sind toxische Enzepha­lo­pa­tien und Polyneuropathien, also Schäden des Zentralen und peripheren Nervensystems (ZNS und PNS), verursacht durch organische Lösemittel oder deren Gemische, unter der Zif­fer 1317 in der Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt und entschädigungsfähig.

Depres­sio­nen gehören ausdrücklich dazu. Sie sind u.U. Ausdruck von bzw. Frühwarn­anzeichen für ent­sprechende Cognitionsschäden im Zentralen Nervensystem im Hirn (= En­ze­phalopathien),

Diese werden, te­legrammartig ausgedrückt, durch Toxine (giftige Stoffe) verursacht wie es organische Lösemittel (das sind nur z.B. Benzol, Toluol, Styrol und alle halogenierten Koh­lenwasserstoffe bzw. Substanzen, die Halogenierten/Chlorierten enthalten und aus den Aus­puffen unserer PKW (PAK) strömen, in unseren Textilien und unseren Schuhen sind oder die die meisten Pestizide spritzfertig machen).

Diese Toxine überwinden die Blut-Hirn-Schran­ke und verursachen in verschiedenen Hirn­arealen Entzündun­gen, in deren Folge Nervenzellen schrumpfen und untergehen.

Der Nachweis von Entzündungen erfolgte bis jetzt aber nur indirekt, z.B. durch die dia­gnostische Funktionsprüfung der Blut-Hirn-Schranke mittels des Parameters S 100. Doch jetzt ist es dem kanadischen Ärzteteam offenbar gelungen, Entzündungen im Hirn Depres­siver direkt nachzuweisen[1] - und das ist ein wirklich beachtlicher Fortschritt.

Da Entzündungen immer auch Abwehrreaktionen sind, vermutete das kanadische Team denn auch, dass es diese "chronischen Abwehrreaktionen" sein könnten, die "erklär(t)en", "warum Antidepressiva häufig nicht wirken", sondern, möchte ich hinzufügen, die depressiven Episo­den sogar eher noch und u.U. verstärken.
...

http://www.altenstadt-an-der-nidder.de/ ... verursacht
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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