Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon CSN Blogger » Freitag 25. Mai 2012, 19:01

Kompetente Wissenschaftler, die sich von keiner Lobby vor den Karren spannen lassen, um Tatsachen zu vertuschen, bedeuten
Hoffnung für zukünftige Generationen.
Wenn man verstanden hat, dass winzigste Konzentrationen von Chemikalien bestimmter Chemikaliengruppen,
in gewissen Zeitfenstern einer Schwangerschaft, entscheidend für die Existenz, die Entwicklung und das ganze vor ihm liegende Leben eines Menschen sind,
weiß man wie wichtig kompetente, aufrichtige Wissenschaftler sind. Und wie wichtig es ist, dass sie sich in ihren Forschungen frei entfalten können.

Hormonwirksame Chemikalien sind ein brandheißes Thema, weil sie in Produkten enthalten sind die unseren Alltag mitbestimmen.
Die herstellende Industrie wehrt sich mit Händen und Füssen um zu verhindern, dass die Allgemeinheit realisiert, was durch diese Chemikalien
passiert. Es gibt aufrichtige, kompetente Wissenschaftler, die sich nicht vor den Karren der Industrie spannen lassen und ihre Forschungen
publizieren und der Öffentlichkeit mitteilen was ist.

Lest im EMM Blog ein Interview mit einer solchen aufrichtigen, kompetenten Wissenschaftlerin:


Own Policy for Endocrine Disrupters?
http://www.csn-deutschland.de/blog/en/own-policy-for-endocrine-disrupters/


oder auf Deutsch im CSN Blog:

Eigene Regulierung für endokrine Disruptoren?
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/05/25/eigene-regulierung-fur-endokrine-disruptoren/
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Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon Beobachter » Samstag 26. Mai 2012, 00:34

Danke an BrunO für`s Übersetzen.

Werden solche Interviews/Artikel/Studien (international) auch für Medizinische Fachzeitschriften und für die sonstige interessierte Öffentlichkeit (national) übersetzt?

Wenn ja, wo?

Wenn nicht, warum nicht?


LG Beobachter
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Beitragvon mirijam » Samstag 26. Mai 2012, 13:08

Unsere Mediziner sind Handelsvertreter für chemische Produkte. Da bleibt kein Raum für Wissenschaft.
mirijam
 

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Beitragvon Beobachter » Samstag 26. Mai 2012, 13:13

"Nur" für chemische Produkte ...?!

LG Beobachter
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Beitragvon Moriko » Samstag 26. Mai 2012, 13:30

Nein, der eine oder andere Doktor auch für Vitamine, Eso-Firlefanz, Wunderheiler-Kongresse, ausufernde Labordiagnostik, Baubiologen-Messungen, Öko-Häuser, Anti Aging Produkte, Dessous,...
und was sonst noch so vertrieben und vermittelt wird. Da bleibt keine Zeit für Forschung.
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Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon Pianist » Samstag 26. Mai 2012, 14:04

So geht's bei uns zu. Ein paasender brandaktueller Spiegel Artikel:

Möglicher Einfluss auf Bundesinstitute

Lobbywächter rügen Macht der Genfood-Industrie

Haben Nahrungsmittelkonzerne deutsche Behörden unterwandert? Zahlreiche Mitglieder wissenschaftlicher Gremien, die gentechnisch veränderte Lebensmittel bewerten, sollen mit der Industrie verbandelt sein. Der Vorwurf: Die Gesetzgebung wird von Unternehmen beeinflusst.

Hamburg - Die Vorwürfe wiegen schwer: Die Industrie soll sich in den wissenschaftlichen Gremien jener Bundesinstitute festgesetzt haben, die Empfehlungen über die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen verfassen. Das schreiben die Organisationen LobbyControl und Testbiotech in einem ausführlichen Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/genfood-lobby-beraet-bundesforschungsinstitute-a-835211.html
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Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon mirijam » Samstag 26. Mai 2012, 19:51

Und nicht nur dort, sondern auch in Brüssel, eigentlich schon überall, wo die wischtigsten Entscheidungen getroffen werden, sitzen alle möglichen Lobbyisten. Die totale Machtkontrolle in allen Sektoren ist vermutlich schon längst vollzogen.

Deshalb darf man nicht viel erwarten und sich nicht wundern, warum die Dinge in Euroland und Deutschland so laufen. Allerdings ist das keineswegs neu, sondern schon ein alter Hut. Oder hat jemand wirklich geglaubt...?
mirijam
 

Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon Beobachter » Sonntag 27. Mai 2012, 08:06

Auch wenn es schon für Viele ein alter Hut ist -
man muss es immer wieder öffentlich machen und immer wieder dagegen aufbegehren;
sonst wird es noch "normaler", als es sowieso schon ist ...


LG Beobachter
Beobachter
 

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Beitragvon mirijam » Sonntag 27. Mai 2012, 11:53

Ja, das wird öffentlich gemacht und es wird vermutlich noch etwas gegen Lobbyismus getan.

Das Problem ist, dass die Bürger wählen und vertrauen, indem sie erwarten, dass nun die Gewählten sich gewissenhaft kümmern. Kontrolle ist eher ein Waisenkind.

Außerdem ist der Kampf hinter den Kulissen viel härter als es den Anschein hat. Manchmal kommt es zum Vorschein, wenn eine unbequeme Person auf einmal, quasi aus heiterem Himmel, in eine kompromittierende Affäre verwickelt ist und öffentlich angeprangert wird und zurücktreten muss oder wenn einer ohne Affäre und ohne sichtbare oder nachvollziehbare Gründe plötzlich zurücktritt.

Die meisten glauben dann, was in den Medien darüber berichtet wird, und das war's. Was wirklich dahinter steckt, fragen sich viele nicht.

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum so unverhältnismäßig viele Politiker und andere wichtige Entscheidungträger und wichtige Personen in Politik, Finanzwelt und dergleichen zurückgetreten sind bzw. zurücktreten mussten? Und warum andere, die eigentlich auch zurücktreten müssten, unbehelligt bleiben und weiter agieren dürfen?
mirijam
 

Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon mirijam » Sonntag 27. Mai 2012, 12:07

Um beim Thema Medizin zu bleiben. Abrechnungsbetrug ist unter den Ärzten bestimmt keine Seltenheit. "Ärzte sind auch Menschen." ;-) Trotzdem passiert es verhältnismäßig selten, dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Kritische und gewissenhafte Ärzte, die bei der Verteidigung der berechtigten Interessen ihrer Patienten in Konflikt mit den Interessen ihrer Kollegen und/oder anderer Interessengruppen geraten, werden sogar ohne Grund angezeigt und angeklagt, man erfindet eben etwas. Bestes Beispiel- der Fall Dr. Peter Binz.
mirijam
 

Umweltmedizin: Kompetente Wissenschaftler

Beitragvon mirijam » Sonntag 27. Mai 2012, 12:24

Der kritische Arzneimittelprüfer Peter Sawitzki erhielt keinen neuen Vertrag, er war zu unbequem:

http://www.stern.de/gesundheit/iqwig-chef-sawicki-ein-opfer-der-pharmalobby-1537740.html


Hier kommt der Mann eines Medikamentenopfers zu Wort.

Zitat:

"My name is Lothar Schröder, I am German and 45 years old. I studied mathematics and actuaries at Cologne University. After graduation I have worked for several insurance companies as a fixed income portfolio manger. Now I work for a bank.
I am a widower since my wife Monika killed herself three years ago.

My wife took ZOLOFT, an SSRI-antidepressant manufactured by the pharma company Pfizer. At the time she took the drug, the package insert did not warn that ZOLOFT can make people suicidal. I blame the drug for her death, because she loved live and would never have done that. She had so many plans for the future. The medical documents show that it is very likely, that there was a causal relationship between the drug ZOLOFT and her suicide.

The risk of suicide was concealed in Germany by Pfizer until August 2005, when the European Commission forced the pharmaceutical companies like Pfizer to warn about the suicide risk for children and adolescents. Some weeks ago, Pfizer has increased the age at higher risk from 18 years to 25 years. But this is nonsense. All ages are at higher risk from these SSRI- Antidepressants!
Other SSRI antidepressants are Prozac (in Germany Fluctin) and Paxil. They all carry the same risk!
This blog is about these SSRI- antidepressants and CONTRA PFIZER.
It is named after one article by Dr. David Healy who has written a book on SSRI, it is titled “Let them eat Prozac”.
I have decided to fight Pfizer and tell my story to the public."


Google hat den englischen Text folgendermaßen übersetzt (ich habe es ein wenig korrigiert):

"Mein Name ist Lothar Schröder, ich bin deutsche und 45 Jahre alt. Ich studierte Mathematik und Aktuare an der Universität Köln. Nach dem Abitur habe ich für mehrere Versicherungsgesellschaften als Fixed-Income-Portfolio Krippe gearbeitet. Jetzt arbeite ich für eine Bank.
Ich bin Witwer seit meine Frau Monika sich umgebracht hat vor drei Jahren.

Meine Frau nahm Zoloft, ein SSRI-Antidepressivum von der Pharmafirma Pfizer hergestellt. Zu dieser Zeit nahm sie das Medikament hat die Packungsbeilage nicht warnen, dass Zoloft kann die Menschen in den Selbstmord treiben. Ich klage das Medikament für ihren Tod an, denn sie hat das Leben geliebt und hätte es nie freiwillig getan. Sie hatte so viele Pläne für die Zukunft. Die medizinischen Dokumente zeigen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Medikament Zoloft und ihrem Selbstmord gibt.

Das Risiko von Selbstmord wurde in Deutschland von Pfizer bis August 2005, als die Europäische Kommission die Pharmaunternehmen wie Pfizer, über die das Suizidrisiko bei Kindern und Jugendlichen zu warnen gezwungen verborgen. Vor einigen Wochen hat Pfizer das Alter ein erhöhtes Risiko ab 18 Jahren auf 25 Jahre erhöht. Aber das ist Unsinn. Alle Altersgruppen sind einem höheren Risiko aus diesen SSRI-Antidepressiva!
Andere SSRI-Antidepressiva sind Prozac (in Deutschland Fluctin) und Paxil. Sie alle tragen das gleiche Risiko!
Dieser Blog ist über diesen SSRI-Antidepressiva und CONTRA Pfizer.
Es nach einem Artikel von Dr. David Healy, der ein Buch geschrieben hat, auf SSRI genannt wird, wird es mit dem Titel "Let them eat Prozac".
Ich habe beschlossen, gegen Pfizer zu kämpfen und meine Geschichte zu erzählen, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen."


http://contra-pfizer.blogspot.de/2010/01/arzneimittelprufer-sawicki-erhalt.html
mirijam
 


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