Gemobbt wegen Allergien

Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon CSN Blogger » Mittwoch 26. Dezember 2012, 12:45

Etwa die Hälfte aller Kinder mit Allergien wird gemobbt, das hat eine Studie des renommierten Mount Sinai Hospital
herausgefunden. Die Wissenschaftler appellieren an Eltern und Kinderärzte immer wieder nachzufragen ob das Kind gemobbt wird
und dann angemessen darauf zu reagieren.

Lest im EMM Blog:


Study Shows That Nearly Half of Children with Food Allergies Experience Bullying
http://www.csn-deutschland.de/blog/en/study-shows-that-nearly-half-of-children-with-food-allergies-experience-bullying/
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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Husky » Mittwoch 26. Dezember 2012, 13:53

Eine Umfragen unter MCS Kranken würde wahrscheinlich eine Quote von fast 100% erbringen.
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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Yol » Mittwoch 26. Dezember 2012, 15:53

Mobbing ist doch mittlerweile fast zu einer Kommunikationsebene geworden. Alles was sich nicht gleichschalten lässt wird eben gemobbt.
Und wie sollte man denn diesem Mobbing begegnen, bezw. darauf reagieren, wenn es sich um Menschen/Kinder handelt, die sich selbst nicht wehren können?

Mobbing ist ein Zeitzeichen - wo der Geist der Masse steht - und da könnte nur ein Mentalitätswandel etwas bewirken. Ob das möglich ist?

Ich selber bin noch nie gemobbt worden - auch nicht mit MCS - vielleist weil ich wüsste mich zu wehren? Wer mobbt hat irgendwo ein Defizit - und wer den Pfad der Humanität verlässt (und das ist ja wohl Mobbing) der muss bei mir damit rechnen dass ich den Finger in eben diese Schwachstelle lege, notfalls auch ein bisschen drin bohre - damit derjenige das Gefühl besser nachvollziehen kann was er andern mit Mobbing antut. Wir haben hier eine Mobbinganlaufstelle, die sich mit den Parteien auseinandersetzt - letztendlich kommt es aber immer wieder darauf raus, dass der Gemobbte den Platz verlassen muss - was ja wohl keine Hilfe ist.
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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 26. Dezember 2012, 16:07

Mobbing, ja hat man mir versucht, nur meine Reaktion darauf hat den jenigen beigebracht das man mich besser nicht mobbt. Ich konnte ihnen jede Aktion nachweisen und habe ihnen mit div. Anzeigen gedroht,das hat sie ganz schnell handzahm gemacht.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Mia » Freitag 28. Dezember 2012, 08:41

Ich bin entsetzt. Eltern und Lehrer sind dringend gefordert, Aufklärung zu betreiben! Was machen die Schulen gegen dieses Mobbing?
Solange die Werbung suggeriert, dass man gegen Allergien nur täglich eine Tablette schlucken muss, wird sich nicht viel ändern.
Wenn Kinder und junge Leute den biochemischen Vorgang bei Allergien im Körper verstehen lernen, erfahren sie, dass es jeden treffen kann.
Kindergärten und Schulen könnten Projektwochen veranstelten, in denen über Allergien aufgeklärt wird.

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Beitragvon Moritz » Sonntag 30. Dezember 2012, 20:53

Das stimmt Mia. Es muss sich nicht erst ein süßes Kind wegen Mobbing umbringen damit sich etwas ändert.
An Schulen sollte Aufklärung und Prävention selbstverständlich sein.
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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Kira » Montag 31. Dezember 2012, 09:48

Und wenn das Kind toxisch erkrankt ist scheren sich Schulen , Lehrer und andere Eltern einen Dreck drum!
Im Gegenteil, sie tragen dann an der Verschlimmerung des progressiven Krankheitsverlaufs durch Diskriminierung des Betroffenen, durch falsche Beschuldigungen und unterlassene Hilfeleistung einen nicht gerade erheblichen Teil mit dazu bei. Auch hier wird vorrangig die Psychoschiene geritten und man versucht die Familie bzw. den Betroffenen selbst als Versager hinzustellen ..... ein riesiges Defizit in unserem Schul- und Bildungssystem.
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Yol » Montag 31. Dezember 2012, 10:41

....Defizit in unserem ganzen Gesellschaftssystem. Solange die, die mobben oder andere sonstwie quälen - ungeschoren aus der Situation kommen - die Gesellschaft sich nicht drum schert - wird die Tendenz steigend sein. Im Berufsleben ist es ja schon IN - in allen Etagen, in den höheren am schlimmsten. Mobbing in den Schulen - wie soll denn das anders sein, wenn diese Schüler ins Berufsleben kommen? Sie haben's ja in der Schule schon gelernt...

In den Schulen könnten Lehrer, Politiker und Eltern - ALLE zusammen eine merkliche Besserung dieses destruktiven Verhaltens herbeiführen, wenn alle zusammen es nicht zulassen würden. Wenn jeder Schüler wisse, dass - WENN ER MOBBT - ER SELBER IN DER ÖFFENTILICHKEIT ALS MOBBER gekennzeichnet wird - ausgegrenzt wegen Mobbing von den andern Schülern usw. usw. - solange bis er das Verhalten aufgibt, dies sollte dann auch öffentlich als positiv angezeigt werden. Was nicht akzeptiert wird hört notgedrungen auf - die Nichtakzeptanz muss aber konsequent sein - auf breiter Front. Mobbing dürfte als Verhaltensform absolut nirgendwo und in keiner Form geduldet werden.
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Gemobbt wegen Allergien

Beitragvon Twei » Montag 31. Dezember 2012, 11:25

Mobbing gehört leider zur Entwicklungsgeschichte der Menschheit dazu - ob man es will oder nicht - es ist gehört zum Lernprozess eines jeden. Entscheidend ist nur, dass es nicht ausufert und dass Lehrkräfte mit pädagogischer Ausbildung, so wie z.B. Lehrer, Erzieher usw., früh entgegenwirken und in der Gemeinschaft mit allen Betroffenen zur Diskussion stellen.
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