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Beitragvon Juliane » Montag 5. Dezember 2011, 20:20

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Beitragvon Juliane » Montag 5. Dezember 2011, 20:21

Dr. med. Peter Ohnsorge ist Mitautor der neuen Leitlinien



Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie

Autoren: Bartram F, Bauer A, v. Baehr V, Bückendorf C-H, Donate H-P, Engelhardt V,
Huber W, Klehmet M, Müller K, Ohnsorge P, Mai C, Träder J-M

http://www.dbu-online.de/fileadmin/reda ... Praxis.pdf

Siehe auch


viewtopic.php?t=16692
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Beitragvon Juliane » Samstag 10. Dezember 2011, 09:20

Für alle MCS Patienten, die künftig einen niedergelassenen Umweltmediziner bzw. die Fachkliniken Nordfriesland aufsuchen wollen, hier eine Checkliste, damit der Besuch auch gut vorbereitet ist:


Checkliste für den Besuch beim niedergelassenen Umweltmediziner


Sie haben sich entschlossen einen niedergelassenen Umweltmediziner aufzusuchen.

Dann informieren Sie sich vorab, ob der Umweltmediziner Mitglied der Anwenderzielgruppe ist, die die handlungsortientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie in einer Pilotstudie testet.

Informieren Sie sich, welcher Ausschlussdiagnostik sie sich unterziehen müssen
(z.B. Labor, Neurologie, Ernährungsmedizin, Rheumatologie, Allergologie, Psychologie,etc .ggf. Konsile)


Ein „umweltmedizinisches Basislabor“, welches bei jedem Patienten durchgeführt werden sollte, gibt es nicht. Informieren Sie sich, welche Laboruntersuchungen ihr Mediziner beabsichtigt.

Fragen Sie nach, welche ausgewählter Substanzen in ihrer Umwelt untersucht werden müssen (Umweltmonitoring) und ob quantitative Bestimmung von Noxen und/oder deren Metaboliten in Körpermaterialien vorgesehen sind.

Klären Sie, ob "Biologisches Effektmonitoring" oder "Suszeptibilitätsmarker" vorgesehen sind.

Informieren Sie sich, welche Kosten durch erforderliche Untersuchungen auf Sie zukommen können.


Bedenken Sie auch, dass der Umweltmediziner überzeugt ist, dass Ihre Beschwerden vor dem Hintergrund ihrer Krankheitstheorien und ihrer Ursachenüberzeugungen zu sehen ist.

Der Umweltmediziner wird sich Zeit für Sie nehmen, denn er wünscht sich , dass Sie ihm vertrauen.

Der Umweltmediziner wird Sie nach ihren Beschwerden bei der Arbeit,im Haushalt,in der Freizeit und auch bei der Sexualität fragen.

Der Umweltmediziner muss wissen, welche Belastungen in ihrer Lebensgeschichte auftraten, ob Sie Probleme in der Partnerschaft, der Familie, im Beruf, in der Schule hatten oder haben.

Der Umweltmediziner muss das alles über Sie wissen, damit er die richtige Diagnose und die angemessene Therapie für Sie auswählen kann.

Der Umweltmediziner wird Ihnen vermitteln, dass seelische Folgen oder Primärerkrankungen zu ihrem Krankheitsbild beitragen können und gleichfalls behandlungsbedürftig sein können.

Der Umweltmediziner wird sie über ihr Krankheitsbild aufzuklären und Ihnen verdeutlichen, dass Beeinträchtigungen in körperlichen, seelischen und sozialen Bereichen auftreten können, die einer multifaktoriellen Therapie bedürfen.

Bedenken Sie, dass die Untersuchungen beim Umweltmediziner auch die Möglichkeit einer (teil-)stationärer multimodalen Therapie eröffnet. Und dass der Umweltmediziner Sie auch zur Behandlung in einem Krankenhaus ,das Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin hat,einweisen kann. Eine solche Behandlung ist immer dann angezeigt, wenn der Umweltmediziner die Behandlungsnotwendigkeit komorbider körperlicher und psychischer Erkrankungen feststellt.


viewtopic.php?t=16762
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Beitragvon Juliane » Samstag 10. Dezember 2011, 17:28

Bartram und Ohnsorge zitiert in


dbu -Presseinformation vom 25.11.2011


"Die beiden umweltmedizinischen Verbände haben sich nun mit anderen Autoren zu einer
interdisziplinären Autorengruppe zusammengetan und stellen anlässlich des Internationalen Umweltmedizinischen Symposiums in Würzburg erstmals die „Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie“ dem Fachpublikum vor. Die Leitlinie orientiere sich an der Realität in der Praxis der niedergelassenen Kollegen, so Bartram und Ohnsorge"

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads ... omatik.pdf

http://www.dbu-online.de /index.php?id=482
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Dezember 2011, 14:39

Zur Erinnerung

Ambulante Therapie von Umwelterkrankungen

Fr, 22.09.2000 16:17 / Peter Ohnsorge

http://www.umweltmedizin.de/content/articles/511/539/171/index.html?catid=171&artid=514&nosum=1&sID=91bea5586d662a2e62f642449491e023


Ambulante Therapie von Umwelterkrankungen

Fr, 22.09.2000 16:17 / Peter Ohnsorge


http://www.facharzt.de/content/red.otx/171,514,0.html?sID=bcb48f4d006f5cf16ac0d5f582ae4a87



Zitat aus dem Text:


Psycho-soziale Hygiene spielt wichtige Rolle


Psychisch auffällige Effekte sollten fachlich fundiert angegangen werden. Schon gleich nach erstellter Verdachtsdiagnose einer Umwelterkrankung wäre eine begleitende psychotherapeutische Diagnostik und gegebenenfalls Führung sinnvoll. Dabei müssen neben der Behandlung reaktiver psychischer Alterationen auf Neurotoxine auch psycho-soziale Ängste mitbeachtet und behandelt werden. Wenn überhaupt können Psychopharmaka nur in einigen Fällen einen passageren und kurzzeitigen Therapieversuch darstellen.

Schließen sich die psychotherapeutischen Untersuchungen und Behandlungen erst am Ende der Diagnostik und Therapie an, glaubt möglicherweise der Patient, er werde wieder abgeschoben – wie er es meist schon vorher erlebt hat. Von Anfang an ins diagnostische und therapeutische Team mit eingebunden akzeptiert der Patient den Psychotherapeuten besser, der aus diesem Grunde mit ins Behandlungsteam von Umwelterkrankten gehört.

Auch das soziale Umfeld reflektiert sehr oft die innere Spannung, die im Rahmen einer chronischen, aufzehrenden Umwelterkrankung entsteht. Ehepartner oder andere Familienangehörige, Arbeitskollegen, Mitschüler oder Freunde stellen sich meist nicht auf die für den Patienten geänderte Lebenssituation ein, da ihnen das daraus resultierende Verhalten zunächst völlig uneinsichtig ist.

Durch die oft selbst zu bezahlenden Veränderungen des Belastungsumfeldes können finanzielle Engpässe, sogar Nöte entstehen. Der Patient kann manchmal nicht weiter an seinem bisherigen Arbeitsplatz arbeiten, neue verträgliche Arbeitsplätze finden sich nicht so schnell. Hier müssen ebenfalls verhaltenstherapeutische Maßnahmen Hilfestellung leisten, eventuell sind auch Sozialarbeiter einzuschalten.

Ein Stressmanagement sollte der umweltkranke Patient sowohl im Beruf als auch in der Partnerschaft bewältigen. Falls nötig, kann dazu psychotherapeutische Hilfe angeboten werden, um einer psychoimmunologischen Irritation vorzubeugen. Ein optimierter Biorhythmus beruhigt die individuelle Stresssituation wesentlich.


Siehe auch

Ohnsorges Therapievorschläge im Sept. 2000


viewtopic.php?t=12613
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Beitragvon Cimon » Dienstag 13. Dezember 2011, 10:18

MMW Fortschr Med. 2003 Aug 7;145(31-32):16.
Multiple chemical sensitivity. Environment victim or imaginary patient?
[Article in German]
Ohnsorge P.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14524065
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Beitragvon Cimon » Dienstag 13. Dezember 2011, 10:21

Laryngorhinootologie. 1991 Oct;70(10):556-8.
[Is it appropriate to consider wood preservative poisoning in the differential diagnosis of chronic recurrent respiratory tract infections?].
[Article in German]
Ohnsorge P.
Abstract

Wood preservatives as pentachlorophenol and lindane containing the highly toxic compound dioxin were common to be used to protect woods inside the house. In a case report a couple of symptoms are shown as upper airway irritation with dry mucosa, headaches, sleeplessness, lack of concentration and psychosomatic problems caused by those wood preservatives. The typical sequence of the symptoms is given. The results of blood and urine analysis on pentachlorophenol and lindane lead to investigations on indoor materials, air and dust. Taking out the contaminated materials is the best and only treatment.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1741884
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Beitragvon Cimon » Dienstag 13. Dezember 2011, 10:25

Der MCS-Fragebogen: Erste Befunde eines neuen Verfahrens zur Beschreibung MCS-auslösender Stoffe und Symptome

Michael Hüppe; Peter Ohnsorge; Brigitte Krauß; Peter Schmucker

Korrespondenzautor: Priv.-Doz. Dr. M. Hüppe, Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Anästhesiologie, Ratzeburger Allee 160, D-23538 Lübeck

Gegenwärtig besteht ein Defizit an Messinstrumenten zur Beschreibung und Diagnostik von multipler chemischer Überempfindlichkeit (MCS). Es wird ein neu konzipierter Fragebogen beschrieben, der aus zwei Listen besteht, die die beschwerdeauslösenden Stoffe (Liste 1) und die Symptome/Beschwerdebereiche (Liste 2) erfassen, die in der Literatur zum Störungsbild MCS erwähnt werden. Die Itemformulierungen berücksichtigen, dass bei MCS die Symptome als Reaktionen auf Umweltbedingungen auftreten, und dass die Beschwerden bei geringer Konzentration eines Umweltstoffes ausgelöst werden. Das Verfahren enthält außerdem Items zur Kontrolle von Umweltstoffen, die andere Störungen als MCS auslösen und Items zur Kontrolle von Zustimmungstendenzen. Es wurde in einer Untersuchung zusammen mit anderen psychometrischen Verfahren (FPI-R, SVF-120, SCL-90-R) bei n = 28 Patientinnen mit der Diagnose MCS und n = 28 Allergikerinnen (Typ I) als Vergleichsgruppe erprobt. Es weist hinreichende Zuverlässigkeit auf und trennt sehr gut zwischen den zwei Diagnosegruppen.

Die Befunde deuten darauf hin, dass MCS-Patienten keine Population sind, die völlig stimulusgeneralisierend Symptome als Reaktion berichten und dass die Hauptbeschwerden der MCS-Untersuchungsgruppe psychische Störungen im Bereich Aktivierung und Leistung sind.

http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/abstract/ArtikelId/1734
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Beitragvon Thommy the Blogger » Dienstag 13. Dezember 2011, 11:10

Per Mail (inkl. Zeitungsscan) eingegangen:

Hallo zusammen,

ich habe heute in einem Wochenblättchen, das hier an alle Haushalte verteilt wird, einen Artikel über ein wohnmedizinisches Symposium an der hiesigen Hochschule für Architektur gefunden. Den Artikel habe ich ausgeschnitten und als PDF mit dem Anfang der 1. Seite des Blättchens zur Info eingescannt. Die Datei ist beigefügt. Das interessiert euch doch bestimmt.

Der Organisator dieses Symposiums ist Dr. med. Manfred Pilgramm, der auch als Gutachter bei der DGAUM gelistet ist (PLZ 3...) und jetzt wohl auch an der Hochschule mit eingestiegen ist.
Ich habe schon ein wenig im Internet über ihn gesucht, bin aber nicht so fit in der Materie. Hier einige Adressen:

http://www.hno-weibel-pilgramm.de
http://www.tinnituszentrum-detmold.de
http ://www.laermampel-lippe.de/
http ://www.hs-owl.de/fb1/forschung/wohnmedizinisches-smposium.html
http://www.werkstatt-emilie.de gucken unter Weiterbildung Seminarangebote und dann unter den Details zu dem Seminar (hier gibts auch Weiterbildungspunkte für Ärzte)
http://www.lz.de/lokales/lemgo/4619409_ ... ohnen.html (hier auch Baubiologe Jockel http://www.baubiologie-jockel.de, Mitglied im http://www.netzwerk-naturheilkunde.de, http://www.gesund-in-lippe.de, http ://www.provit-team.de, http ://www.biolysa.de,http://www.verband-baubiologie.de)
http://www.patent-de.com/20060601/EP1648435.html

Dr. Ohnsorge tritt als Referent auf.


Man beachte im Artikel: "Neben den baubiologischen Aspekten sollten Allergien beim Arzt abgeklärt werden. Auch das richtige Lüften (Stoßlüften) und die Psychologie spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, sagt Pilgramm".

Bei der DGAUM steht unter "Aus- / Fort- und Weiterbildung -> Themen- und Lernzielkatalog Arbeitsmedizin / Umweltmedizin -> Themenkatalog Umweltmedizin" unter Punkt 3. "Psychische Belastung und Beanspruchung" Punkt 3.3. " Spezielle Erkrankungen wie Burnout, Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS), psychosomatische Störungen und Erkrankungen".

Ein kleiner Beitrag von mir.
Liebe Grüße

xxxx
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Beitragvon Astwerk » Dienstag 13. Dezember 2011, 14:19

Auf der Praxiswebseite von Dr. Ohnsorge bei "Leistungsspektrum Umweltmedizin" - Kein Eintrag.

http://www.hno-juliuspromenade.de/leistungsspektrum9.html
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Beitragvon Astwerk » Dienstag 13. Dezember 2011, 14:41

Ohnsorge Handout Seite 39:

Umweltmedizinische Therapie:

Es gibt zur Zeit kein absolut heilendes Therapieverfahren für schwere Umwelterkrankungen wie MCS, CFS, FM

• Symptome sind behandelbar

• Endgültige Heilung noch nicht möglich

• Man braucht 2-3 Jahre bis zur Wiederherstellung einer erträglichen Befindlichkeit

http ://192.168.0.250:1813/download-5sP11q/Berlin_ohnsorgehandout_100410.pdf
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Beitragvon Astwerk » Dienstag 13. Dezember 2011, 14:41

Ohnsorge Handout Seite 37:

Umweltmedizinische Therapie:

- Wahrnehmung, Akzeptanz

- Fokuselimination

- Noxenelimination, bzw. Minimierung

- Nutrienteb, Antioxidantien, Antiinflammation

- Symptombehandlung

- Psychosomatische Behandlung

- Ernährungsoptimierung

- Ausleitende Verfahren, Physikalische Therapie

http ://192.168.0.250:1813/download-5sP11q/Berlin_ohnsorgehandout_100410.pdf
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Beitragvon Twei » Dienstag 13. Dezember 2011, 18:34

Oberer Link funktionierte bei mir nicht - dieser hier scheint gleichen Inhalts zu sein, es fehlen aber Seitenzahlen:
http://www.i-gap.org/app/dokumente/Berl ... 100410.pdf
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Beitragvon Astwerk » Dienstag 13. Dezember 2011, 21:41

Video Dr. Peter Ohnsorge im Ganzimmunchannel

Anamnese in der Umweltmedizin
Wie in der Allgemeinmedizin steht auch in der Umweltmedizin vor jeder Diagnose die Anamnese. In der Regel handelt es sich bei Umwelt verursachten Erkrankungen nicht um ein linear kausales Geschehen. Vielmehr liegt meistens eine von verschiedenen Ursachen ausgelöste Multisystem-Erkrankung vor. Deshalb ist die Anamnese in der Umweltmedizin erheblich umfangreicher und komplexer.

Es müssen Schädigungen und Beeinträchtigungen an Haut- und Schleimhäuten, besonders aber des Neuro-Endokrine-Immun-System abgefragt werden. Durch Beeinträchtigung der Stoffwechselwege und der Energiehaushalte sowie Membranstörungen der Zellen können erhebliche sekundäre Erkrankungsprozesse eingeleitet werden. Die Anamnese muss sich auf eine mögliche Betroffenheit nahezu aller Organe erstrecken. Sie muss neben den vielen ursächlichen Faktoren auch die unterschiedlichen zeitlichen Einwirkungen erfassen. Dabei sind Abfragen des Arbeitsplatzes, der Wohnsituation, des Hobbybereiches, der Ernährung und versteckter Infektionsherde ebenso durchzuführen, wie die Fragen nach eventuellem psychosozialen Stresses.

Es muss auf physikalische oder toxische Belastungen im Langzeit- Niedrigdosisbereich geachtet werden, ebenso auf Multimorbidität, gesundheitliche Vorschäden, Vulnerabilität und individuelle Suszeptibilität. Für einen geschulten Umweltmediziner sind die zu erkennenden Symptome und Symptomenketten meist so typisch, dass sie sehr schnell und relativ sicher den Verdacht einer Umwelt ausgelösten Erkrankung aufkommen lassen, der dann durch gezielte und gestaffelte Diagnostik bestätigt werden muss.

http://www.ganzimmun.de/seiten/videos.php?video_type_id=&video_id=2135
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 17:28

Galaxie schrieb am 18.12.2011, 14:28:46 im Strang DBU Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen

Zitat

"eine Betroffene hat mir mitgeteilt, das die Leitlinie im AWMF = Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften awmf.org/ im Februar 2012 kommen soll."


viewtopic.php?t=16581
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. März 2012, 11:38

Aktuell kann man auf http://www.fklnf.de zu den Leitlinien

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads ... omatik.pdf


folgende Mitteilung lesen:

"Wir möchten deshalb darauf hinweisen, dass es sich nicht um eine Leitlinie zur MCS handelt."

http://www.fklnf.de/projekte/umweltmedizin.html

Der Satz lässt viele Interpretationen offen.


Ich bevorzuge die klare Ansage eines Kaufmanns.

Ebenfalls nachlesbar auf der Internetseite der Fachkliniken:


Ingo Tüchsen Geschäftsführer der Firma Fachkliniken Nordfriesland gGmbH
schreibt in der Hauspostille

Zitat

"Meilensteine in der Umsetzung.....

Wechsel in der umweltmedizinischen Versorgung von einem somatischen in
ein psychologisches Behandlungsangebot"

http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads ... 2011_2.pdf
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Beitragvon mirijam » Sonntag 18. März 2012, 14:54

Die Mitteilung der FKLNF (s. o. Post von Juliane):

"Wir möchten deshalb darauf hinweisen, dass es sich nicht um eine Leitlinie zur MCS handelt."



Kennt man seine eigene Leitlinie nicht mehr? In der DBU-Leitlinie wurde MCS ausdrücklich mitaufgezählt (genannt).

Bitte sehr- hier ist der Beweis:

"Zitat Seite 15 oben:

"4.5 Anamnese von multifaktoriellen Syndromen

Es wird empfohlen multifaktorielle Syndrome, welche häufig mit UME assoziiert sind, systematisch
zu erfassen (vgl. Risikogruppen und Folgeerkrankungen).

Hierunter sind chronische Multisystemerkrankungen zu verstehen, deren Entstehung mit Risikofaktoren
aus dem

-somatischen,

-psychischen und

-sozialen Bereich

assoziiert ist

(„biopsycho-soziales“ Krankheitsmodell),

insbesondere:

· eine besondere Chemikaliensensitivität (Chemical Sensitivity/CS, Multiple Chemical
Sensitivity /MCS)

· Chronisches Erschöpfungssyndrom/CFS

· Chronische Schmerzsyndrome, Fibromyalgie

· Posttraumatisches Belastungssyndrom"


http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads ... omatik.pdf

Siehe auch hier: viewtopic.php?t=16581
mirijam
 

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Beitragvon Juliane » Donnerstag 24. Januar 2013, 08:19

Leitlinienautoren bei IGUMED;


Gleichberechtigter Vorstand
seit 2005v
Dr. med. Frank Bartram,
http://www.igumed.de/

IGUMED Mitgliederliste

Dr. med. Peter Ohnsorge
Dr. med. Hans-Peter Donate
Prof. Dr. med. Wolfgang Huber
http://www.igumed.de/
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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Sonntag 28. Juli 2013, 09:44

Vorankündigung: VHS Vortragsreihe
"Vergiften wir uns?"
Die VHS Coburg plant für den Herbst eine kleine Vortragsreihe unter der Überschrift "Vergiften wir uns?". ...


Als "Highlight" ist es gelungen, für den Abschlußvortrag einen der führenden klinischen Umweltmediziner in Deutschland zu gewinnen ...


Vortrag: Alloplastische Materialien und Allergien

02.12.2013, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr,
Ort: Hochschule Coburg, Aula, Friedrich-Streib-Str. 2

Die moderne Medizin ist immer mehr in der Lage, nach Unfällen oder Erkrankungen Gliedmaßen mit Prothesen oder auch künstlichen Gelenken zu versorgen. Selbst innere Organe werden zum Teil mit Fremdgewebe ersetzt, Zahn-Implantate und Versorgung der Zähne mit körperfremden Materialien sind geläufig. Wir haben uns an Intrauterinspiralen zur Schwangerschaftsverhütung ebenso gewöhnt wie an künstliche Augenlinsen oder Mittelohrprothesen, ja sogar schon an Innenohrprothesen.

Körperpflegemittel beinhalten Nanopartikel von Farbstoffen und Metallen, Nahrungsmittel sind durchsetzt mit anorganischer und organischer Chemie. Der Alltag ist ohne solche Fremdstoffe, die auch in den Körper aufgenommen werden, nicht mehr denkbar. Wie immer liegen Nutzen und Schaden, Fluch und Segen nah beisammen.

In den vergangenen Jahren bemerken wir eine deutliche Zunahme chronischer Erkrankungen, Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Multisystem-Erkrankungen, die wir durchaus mit immunologischen Reaktionen (Allergien und Unverträglichkeiten) auf diese Fremdmaterialien in Zusammenhang bringen. Vor allem aber erschreckt uns das exponentielle Anwachsen neuro-psychischer Symptome. Aufmerksamkeitsstörungen (wie ADHS), Burn Out und chronisches Müdigkeits-Syndrom (CFS), oder auch nur allgemeine Erschöpfung sind an der Tagesordnung.

Hier kann aus Sicht der klinischen Umweltmedizin eine eindeutige Ursachenzuweisung erfolgen. Diesen Erkenntnissen folgend lassen sich Gegenmaßnahmen einleiten und Erfolge bei der Behandlung erzielen. Letztlich werden rechtzeitige Vorsorgemaßnahmen und ein gesundheitsorientierter Lebensstil dem Einzelnen sowie der Volksgesundheit und damit dem gesamten Gesundheitssystem positive Perspektiven eröffnen.

Der Referent: Dr. med. Peter Ohnsorge ist seit 1981 als HNO-Arzt in eigener Praxis in Würzburg niedergelassen mit Schwerpunkt Allergologie und Umweltmedizin. Er ist Gründer des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (dbu) und der European Academy for Environmental Medicine (EUROPAEM). National und international richtet er für Ärzte klinisch umweltmedizinische Weiterbildungen aus. Er ist in viele wissenschaftliche Forschungsprojekte eingebunden. Seit 1993 organisiert er nationale und europäische Fachkongresse, Workshops und Seminare und ist dort regelmäßig auch selbst als Referent vertreten. Sein umweltmedizinischer Sachverstand ist gefragt bei Regierungs- wie Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), in Brüssel ebenso wie in Berlin, z. B. beim Robert-Koch-Institut (RKI) oder dem Umweltbundesamt (UBA). ...



http://hp.rh5.de/veranstaltungen/
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Donnerstag 10. April 2014, 10:11

Vortrag von Dr. Peter Ohnsorge bei der Jahrestagung der dbu 2013
Brauchen wir die Fachrichtung "Klinische Umweltmedizin"?

http://www.dbu-online.de/fileadmin/reda ... edizin.pdf
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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Montag 21. April 2014, 18:11

Umwelt-Medizin-Gesellschaft, 27. Jahrgang, Ausgabe 1/2014

Wahrnehmung, selbständiges Denken und Handeln gefragt
PETER OHNSORGE


http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin ... 14_edi.pdf
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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Sonntag 28. September 2014, 07:54

siehe auch

Neuer Online-Kurs „Klinische Umweltmedizin“ 2014 viewtopic.php?f=77&t=20910
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Sonntag 8. Februar 2015, 11:48

Kongress für menschliche Medizin
Update 2015

Biozentrum der Goethe Universität Frankfurt/Main

18./19. April 2015

Umwelt im 3.Millenium: Mehr Schaden als Nutzen?



Referenten u.a.

...
Dr. med. Kurt E. Müller Kempten
Schädigung biologischer Membranen durch Umweltgifte

Dr. med. Peter Ohnsorge Würzburg
Klinische Umweltmedizin – Evidenzbasierte Medizin, ein komplexer Prozess

Dr. med. Martin Klehmet Bremen
Belastungen aus der Zahnmedizin als Kausaltrigger für chronische Erkrankungen

http://www.dsgip.de/media/downloads/150 ... webneu.pdf

http://www.dsgip.de/allgemeines/menschl ... dizin.html
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Mittwoch 26. August 2015, 18:36

Warum brauchen wir klinische Umweltmedizin ^
Europaem – Europäische Akademie für Umweltmedizin
von Dr. Ohnsorge


http://www.dbu-online.de/fileadmin/reda ... edizin.pdf
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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Freitag 20. November 2015, 12:42

Vortrag bei der 14. Umweltmedizinische Jahrestagung
13. bis 14. November 2015

Resümee - Die Bedeutung der "Klinischen Umweltmedizin" in der Zukunft
Dr. Peter Ohnsorge


http://www.dbu-online.de/fileadmin/reda ... edizin.pdf
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Re: Dr. Peter Ohnsorge Leitlinienautor

Beitragvon Kira » Sonntag 6. November 2016, 18:57

Kira hat geschrieben:siehe auch

Neuer Online-Kurs „Klinische Umweltmedizin“ 2014 viewtopic.php?f=77&t=20910


Kira hat geschrieben:
Kira hat geschrieben:siehe auch

Ärztliche Fortbildung Klinische Umweltmedizin viewtopic.php?f=77&t=21588


Fort- und Weiterbildung



Die Akademie führt die Fortbildung Klinische Umweltmedizin nach einem strukturierten Curriculum nicht mehr selbst durch. Organisation und Durchführung übernimmt die scopro learning solutions GmbH.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildung finden Sie auch unter dem Punkt Curriculum.

EUROPAEM wird aber weiterhin eigene Seminare oder Workshops anbieten. Die Informationen dazu finden Sie im Bereich Termine.

Die Online-Fortbildung

Inzwischen haben sich allgemein Lernkonzepte mehr und mehr den Ansprüchen der zunehmend digitalisierten und multimedialen Gesellschaft angepasst. Auch wir haben das Bildungskonzept modifiziert, von den bisherigen Präsenz­veranstaltungen hin zum modernen Blended Learning. Aus diesem Grund wurde die Durchführung des Kurses an die scopro learning solutions GmbH übertragen.
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Kira
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