Pestizidbindung durch Aktivkohle
Hartnäckig und gesundheitsschädlich - Pestizide wie DDT sind in der Landwirtschaft leider keine Vergangenheit. Selbst Jahrzehnte später lassen sie sich noch in Ackerböden und Gemüse nachweisen. Dank des Einsatzes von Biokohle könnten sich die Schadstoffe effektiv und günstig binden lassen...
...Zur Lösung des Problems stellten wir uns die Frage: Wie können Pestizide im Boden so gebunden werden, dass sie nicht mehr für die Pflanzen verfügbar sind? Dazu führten wir Aktivkohleexperimente mit von Dieldrin verseuchten Böden durch. Die vergifteten Bodenproben wurden mit Aktivkohlepulver (1g/kg) vermischt und sodann mit Salatgurken bepflanzt. Im Vergleich zum Kontrollboden konnte dadurch die Dieldrinkonzentration in den reifen Gurkenfrüchten um bis zu 66% reduziert werden. Die Makro- (N, P, K, Ca, Mg) und Mikronährstoffe (Cu, Zn, B, Mn, Mo) in Blättern und Früchten der Gurkenpflanzen wurden ebenfalls während des Wachstums gemessen. Würde die Aktivkohle nämlich Nährstoffe binden, so wäre diese Möglichkeit der Bodensanierung für die Praxis ungeeignet. Ein solcher Effekt wurde allerdings weder für die Nährstoffverfügbarkeit noch für den Ernteertrag beobachtet. Einige wichtige Vorbedingungen für die erfolgreiche Anwendung von Aktivkohle zur Bindung von OCP im Boden sind damit erfüllt.
In den kommenden Jahren werden weitere Experimente mit dieser viel versprechenden Methode folgen. So soll die Effektivität der Bindung erhöht werden, um eine Pestizidbelastung in Kürbisfrüchten künftig zu vermeiden. Dazu muss man die Menge der Aktivkohle erhöhen...
http://www.delinat.com/ithaka/pestizidbindung-durch-aktivkohle?rc=N05+090