Schisandrafrüchte wuweizi

Schisandrafrüchte wuweizi

Beitragvon Juliane » Montag 8. Juni 2009, 22:57

Seit über 2000 Jahren werden in Ostasien Schisandrafrüchte in Aufbau- und Stärkungsmitteln verwendet.

Die lange Tradition führte sogar zur Aufnahme in die chinesischen und japanischen Arzneibücher. In der chinesischen Pharmakopoe sind die getrockneten, reifen Früchte von zwei Arten (Schisandra chinensis und Schisandra sphenanthera) unter der gemeinsamen Bezeichnung Wuweizi monographiert.

Die Shengmài-sãn-Rezeptur hat in kleineren Untersuchungen Ischämieschäden (Infarkt) verhindern können , analoge Befunde liegen auch aus Tierversuchen vor. Die berichtete Hemmung der Alterung von Nervenzellkulturen könnte ebenfalls den antioxidativen Effekten zugeschrieben werden.

Weniger gut belegt sind Konzentrationsverbesserung und kognitive Leistungssteigerung (GABA-Abbauhemmung nur in vitro

gesicherte Wirkung ist der Leberschutz, sowohl für die Einzeldroge als auch für Drogenmischungen wie Shengmaisan. Die möglicherweise auf den antioxidativen Effekte beruhenden weiteren Indikationen – Verhinderung oder Verringerung einer Schädigung von Muskelzellen, Beeinflussung der Zellteilung, krebshemmende sowie neurologische Effekte – sind möglicherweise auch reproduzierbar, aber noch schlechter belegt als der Leberschutz. Für die Vielzahl weiterer Indikationen fehlt es an ernsthaften Belegen.

http://www.pharma24.de/wuweizi.html

http://www.apotheke-online-internet.de/advanced_search_result.php?keywords=wu+wei+zi
http://www.pharma24.de/impressum.html

http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article2150309/Chinesisches_Kraut_kann_Fettleber_heilen.html
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Schisandrafr�chte wuweizi

Beitragvon Juliane » Dienstag 26. Januar 2010, 00:47

Schisandra-Zubereitungen sind ein essenzieller Bestandteil der überlieferten ostasiatischen Heiltraditionen. Sie enthalten eine Vielzahl wirksamer Inhaltsstoffe, deren Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist. Für einige Indikationen könnten sich in Zukunft auch nach wissenschaftlichen Kriterien vertretbare Einsatzmöglichkeiten ergeben. Eine aktive Empfehlung kann aber zurzeit – mit Ausnahme des Einsatzes zum Leberschutz – weder für Nahrungsergänzungs- noch für Arzneimittel begründet werden. Heilversuche durch qualifizierte Therapeuten erscheinen tolerierbar.


http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm4_05_2005
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 26. Januar 2010, 01:09

Schisandra soll nach der Lehre der TCM Leber, Herz und Lunge stärken.

Manche Personen berichten von einer aufputschenden Wirkung, die zur Schlaflosigkeit führt. Das könnte bedeuten, dass bei MCS Vorsicht angebracht wäre- falls das Nervensystem und Immunsystem zu sehr stimuliert werden sollte, was bei MCS ohnehin der Fall ist, könnte dies zu unerwünschten Reaktionen führen.

Wer unbedingt probieren will, sollte vorsichtshalber anfangs niedrig dosieren und langsam steigern.
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 26. Januar 2010, 02:10

Noch ein Warnhinweis: nicht in der Schwangerschaft einnehmen, da die Pflanze die Kontraktionen des Uterus' auslösen/verstärken soll.

Dagegen könnte Schisandra während der Geburt eventuell unterstützend wirken.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 26. Januar 2010, 10:10

Es gibt unterschiedliche Berichte zu der Wirkung chinesischer Kräutermedizin.Ein Problem -aus westlicher Sicht- ist sicher auch die Frage nach "Standardisierung".

Ich habe das Mittel mal aufgegriffen, weil es mir beim Recherchieren immer wieder aufgefallen ist.

Wer es ausprobieren will, sollte auf geprüfte Ware achten. Es gibt im Internet Adressen, die auch Zertifikate vorlegen können.

Und da ist noch etwas:

Man darf nicht vergessen, dass TCM nie auf einem Standbein steht. Das sind wir hier im Westen so gewohnt.

TCM heißt Anwendung der Ernährungslehre, der Kräutertherapie, der Akupressur/Akupunktur, Quigong und Taiji.

Um es mal aus Sicht der westlichen Schulmedizin zu betrachten:

Was nützt es, wenn ich einen stark übergewichtigen Menschen mit Diabetes etc. diverse Pillen verordne und der Mensch behält seinen Lebenswandel bei.

Das Beste wäre man sucht sich einen TCM Therapeuten und investiert in eine fundierte Diagnostik. Und man versucht es mit der ganzheitlichen Anwendung der TCM. Dabei ist Akupressur die Alternative zu Akupunktur mit Metallnadeln.

Moxibustion, die auch in der TCM angewendet wird, wird bei MCS sicher nicht möglich sein. Das Abbrennen des Moxakrauts (Beifuß) hinterlässt natürlich auch "Duftspuren" in den Behandlungsräumen. Man muss also bei einer Terminvereinbarung nachfragen, welche Möglichkeiten es gibt für MCS Kranke.
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 26. Januar 2010, 16:07

Das Moxakraut Beifuß ist auch ein Allergen. Bei Allergie gegen Korbblütler sicher kontraindiziert.

Die machen auch Moxa mit Ingwer und Knoblauch. Immerhin eine Alternative.

Gegen Schmerzen finde ich die TCM (Akupunktur und Akupressur) super. Die Akupunktur mit Nadeln aus Silber, wenn keine Elektrosensibilität vorliegt, wäre eventuell möglich, wenn man behutsam vorgeht.

Die Anregung der Entgiftung wäre bei MCS ein großes Problem und erfordert sicher Fingerspitzengefühl, gute Fachkenntnisse über MCS und die Zusammenarbeit mit einem echten Umweltmediziner. Da wäre größte Vorsicht geboten.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 27. Januar 2010, 01:35

Ingwer und Knoblauch habe ich gelesen als Zugabe zu Moxa verwendet.
Aber auch Ingwer und Knoblauch alleine sind nicht unbedingt "MCS-kompatibel"


Mit TCM Entgiftung anzuregen ist sicher sehr problematisch.

Der bessere Weg wäre chinesisch zu denken:

Ying und Yang harmonisieren. Qi einen freien Fluss in Meridianen/Organen zu ermöglichen.

Akupressur kann ein Anfang sein, auch Qigong und eine ausgleichende Diät.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 27. Januar 2010, 11:56

Bernd Michel

Indikationsliste für Akupunktur und chinesische Medizin

"Diese Indikationsliste für Akupunktur wurde von verschiedenen Heilpraktiker - und Ärzteverbänden für Akupunktur erarbeitet.
Viele der hier angegebenen Krankheiten sprechen zum Teil besser auf chinesische Kräuter oder in Kombination der verschiedenen Verfahren an.
Ich habe die Beschwerden, bei denen ich Kräuter für sinnvoll halte mit (K) gekennzeichnet"


http://www.michel-tcm.de/
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