Wirksamkeit von Formica rufa und Eigenblut-Injektionen bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis
Eine doppelblinde, randomisierte Studie
K. P. Schirmer, M. Fritz und W. H. Jäckel
Zusammenfassung
Trotz der zunehmenden internationalen Verbreitung der naturheilkundli-chen und speziell der homöopathischen Behandlung mangelt es bisher an kontrollierten Untersuchungen zu deren Wirksamkeit. In der vorliegenden Studie sollte die Frage beantwortet werden, ob eine Behandlung mit einer Kombination von Formica rufa D6 und Eigenblut-Injektion wirksamer ist als eine Placebo-Behandlung.
104 Patienten mit einer ankylosierenden Spondylitis in einer Rehabili-tationsklinik wurden in die prospektive, randomisierte, placebokontrollierte und doppelblinde Studie aufgenommen und erhielten – zusätzlich zu den balneophysikalsichen Maßnahmen – über vier Wochen entweder zweimal wöchentlich 1 Ampulle Formica rufa D6 und 1 ml Eigenblut intramuskulär oder 1,5 ml NaCl. Vor Beginn der Studie und am Ende der Behandlung wurden Beweglichkeitsausmaß, Atembreite und die Arzteinschätzung zum Gesundheitszustand erhoben. Zusätzlich wurde der Gesundheitszustand aus Patientensicht mit einer deutschen Version der Arthritis Impact Measu-rement Scales zu Beginn und am Ende der Behandlung sowie drei, sechs und zwölf Monate nach der Behandlung erfasst.
Bei keinem der genannten Parameter fanden sich Unterschiede zwi-schen der Verum- und der Kontrollgruppe. Somit ergaben sich keine Hin-weise auf eine Wirksamkeit der untersuchten Behandlungsform bei Patien-ten mit ankylosierender Spondylitis.
http://www.carstens-stiftung.de/wissen/hom/pdf/Klin_schirmer_jb7.pdf