Ärzte und SHG"s im Dienst der Pharmaindustrie

Ärzte und SHG"s im Dienst der Pharmaindustrie

Beitragvon mirijam » Samstag 25. Februar 2012, 21:52

Autor Freiheitskämpfer Betreff des Beitrags: Die Mietmäuler der PharmaindustrieVerfasst: Fr 30. Sep 2011, 23:39


"Hallo allerseits,

den "guten Ruf" ihrer Produkte lässt sich die Pharmaindustrie einiges kosten. 40 Prozent der Einnahmen fliessen ins Marketing erklärt der Pharmakologe und Korruptionsexperte Peter Schönhofer.
Nur zehn Prozent werden dagegen in die Produktentwicklung und Forschung investiert.
"Das heißt es geht viel mehr um Werbung, Information, in Unterstützung von Menschen die die Produkte fördern, als in die Entwicklung neuer Produkte" sagt der Pharmaexperte Peter Schönhofer. Quelle: ZDF.

Der Korruptionsexperte Peter Schönhofer kritisiert, das auch manche Selbsthilfegruppen für Marketingzwecke instrumentalisert werden. Mitte der 80er Jahre habe die Pharmaindustrie die Patientenorganisationen als Marketingagenten entdeckt.
"Wenn sie finanziert werden, geben sie den Finanzierern zurück, das sie für deren Produkte werben" sagt Schönhofer.
" Nicht alle, aber viele Selbsthilfegruppen sind nicht viel besser als der verlängerte Arm der Pharmaindustrie."

Korruption beginnt im Stillen

Besonders wichtige Produktverteiler sind nach Schönhofer auch viele Ärzte. "Das ist leider eine verbreitete Spezies von "Medizinexperten" die gegen Geld verzerrte Informationen verbreiten, Produkte loben, ohne auf die Risiken hinzu weisen. Das sei nicht akzeptabel.
"Solche Experten sind das, was wir in unserem Slang als "Mietmäuler" bezeichnen.
Sie reden das was ihnen vorgesetzt wird, nicht um den Patienten oder die Ärzte zu informieren, sondern um ihnen Fehlinformationen blumenreich zu vermitteln." sagt Schönhofer.

Wenn Pharmavertreter einen verschreibenden Arzt für sich gewinnen können, kann das enormen Umsatz bringen.
Deshalb sind auch niedergelassene Ärzte ein wichtiges Ziel für manche Unternehmen.
Ermittler Dolata berichtet, dass Korruption immer "im Stillen" beginne. "Mal eine Einladung zum Essen oder auch das Anbieten von Software, von Hardware für die Arztpraxis - oder eben Annehmlichkeiten, die geboten werden , Reisen in Form von Vorträgen. Die Pharmaindustrie investiere viel Geld um Abhängigkeiten zu schaffen.
Etwa 90 Prozent der Fortbildungen für Ärzte sind von der Pharmaindustrie gesponsert, sagt Dolata.
Ermittler Uwe Dolata. Quelle: ZDF"

Uwe Dolata zufolge gibt es wenig Abschreckung.

Aus Dolatas Sicht gibt müssen die Pharmamanager vor juristischen Konsequenzen wenig Sorge haben,
weil es noch keine Verurteilung in Deutschland gegeben hat, die auf Bestechung, Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr
auf Korruption durch die Pharmaindustrie zurück zu führen ist, die auch eine Abschreckung darbieten könnte,
sagt der Fahnder.

In München etwa fanden Ermittler heraus, das vermutlich tausende Klinikärzte bestochen wurden.
Tausende Strafverfahren wurden eingeleitet - und meistens wieder eingestellt. Verurteilt wurden bisher Ärzte und kleine Pharmavertreter, Pharmamanager blieben in der Regel ungestraft.

Für Dolata steht fest: Die Pharmaindustrie kann eigentlich machen, was sie will.

Gruß

Der Freiheitskämpfer

_________________
Was jedermann für ausgemacht hält, verdient am meisten untersucht zu werden.

Georg Christoph Lichtenberg"



Gefunden hier: http://forum.meinungsverbrechen.de/viewtopic.php?f=8&t=513
mirijam
 

Zurück zu Behandlungsmethoden

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste