Hirnforschung: fMRT-Messungen massenweise fragwürdig

Hirnforschung: fMRT-Messungen massenweise fragwürdig

Beitragvon Kira » Montag 11. Juli 2016, 17:04

fMRT - funktionelle Magnetresonanztomografie

05.07.2016
von Philipp Hummel

Hirnforschung

fMRT-Messungen massenweise fragwürdig

Falsche Datenauswertungen könnten zehntausende funktionelle Magnetresonanzaufnahmen betreffen. Wichtige Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte stehen damit in Zweifel. Doch es gibt angeblich auch eine Lösung.

Sie ist eine der beliebtesten Methoden der neurowissenschaftlichen Forschung. Man kann mit ihr dem Gehirn beim Arbeiten zusehen. Sogar Schlangen hat man schon mit in die Röhre geschoben, um im Probandenhirn zu schauen, wo die Angst denn nun genau sitzt: Die Rede ist von funktioneller Magnetresonanztomografie, kurz fMRT. Bei diesem modernen Bildgebungsverfahren lassen sich physiologische Prozesse im Körper quasi live filmen. Starke Magnetfelder machen beispielsweise die Sauerstoffsättigung des Blutes in bestimmten Hirnarealen mit hoher räumlicher Auflösung sichtbar. Eine höhere Sauerstoffsättigung gilt als Indikator für eine stärkere Aktivität der jeweiligen Region und voilà – schon hat man ein sogar für den Laien einfach nachzuvollziehendes mächtiges Werkzeug für Forschung und Medizin.

Die Hirnaktivität beobachten, ohne von außen störend einzugreifen: Das ist der Stoff, aus dem die Träume von Psychologen, Psychiatern und Hirnforschern sind. ...


http://www.spektrum.de/news/fmrt-messun ... ig/1415510

Cluster failure: Why fMRI inferences for spatial extent have inflated false-positive rates

Anders Eklunda,b,c,1, Thomas E. Nicholsd,e, and Hans Knutssona,c


Edited by Emery N. Brown, Massachusetts General Hospital, Boston, MA, and approved May 17, 2016 (received for review February 12, 2016)

http://www.pnas.org/content/early/2016/06/27/1602413113
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

Bloggen statt Schweigen
Benutzeravatar
Kira
Alleswisser
 
Beiträge: 10331
Registriert: Dienstag 15. September 2009, 12:56

Sind Tausende Hirnscan-Studien falsch?

Beitragvon Kira » Samstag 10. September 2016, 07:23

Erstellt: 07.09.2016
von Matthias Meili


Sind Tausende Hirnscan-Studien falsch?
...
Die modernen Scanner, die ein Aktivitätsmuster des Gehirns aufzeichnen, insbesondere die Magnetresonanztomografie (MRI), sind aus der Neurologie und der Hirnforschung nicht mehr wegzudenken.
...

Schwedische Forscher haben eines der wichtigsten bildgebenden Verfahren überprüft und entdeckt, dass die Auswertungen der Messungen in vielen Fällen falsch sind.
...


Doch jetzt kommen schwedische Forscher zum Schluss, dass die Software hinter den bunten Bildern fehlerhaft ist. «Unsere Ergebnisse stellen 40'000 Studien infrage», teilte Anders Eklund von der Universität Linköping mit, als er die Studie Ende Juni im Fachjournal «PNAS» publizierte. Die Arbeit sorgte für gehörigen Wirbel unter den Hirnforschern. Inzwischen haben die Autoren die Zahl 40'000 freilich zurückgenommen und sprechen noch von 3500 möglicherweise falschen Studien.

25 Jahre Forschung für nichts?
...

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medi ... y/12529303
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

Bloggen statt Schweigen
Benutzeravatar
Kira
Alleswisser
 
Beiträge: 10331
Registriert: Dienstag 15. September 2009, 12:56


Zurück zu Behandlungsmethoden

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron