Genbehandlung bei MCS

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Beitragvon Alex » Mittwoch 21. November 2007, 13:01

Würdet Ihr eine Genbehandlung durchführen gegen Eure MCS?
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Beitragvon Lawya » Mittwoch 21. November 2007, 13:53

Die Frage ist mir zu pauschal. Es kommt darauf an. Habe ich mich noch gar nicht damit befasst.
Als Versuchskaninchen sicher nicht.
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Beitragvon Yol » Mittwoch 21. November 2007, 23:41

Hab mir schon gedacht, dass das irgendwann mal zur Sprache kommen wird. Ich hatte eigentlich vor mit MCS zu sterben, nicht dran aber noch viel weniger an einer waaghalsigen Behandlung. Ich errinnere mich, dass für irgendeine genetische Krankheit bei einem jungen Mann ein Eingriff in die Genetik gemacht wurde, leider ist er aber bei dieser Gelegenheit gestorben... Sicherlich wäre es möglich, dass hier eine Hoffnung für uns liegt (für Menschen mit MCS, nicht mehr für mich, dazu ist mein Alter zu weit fortgeschritten). Ich habe schon lange an diese Möglichkeit gedacht, doch bisher gelingt es nicht mal wirklich gezielt in den Mineralhaushalt des Körpers einzugreifen, ohne wiederum Folgeschäden hiervon zu produzieren. Selbst in diesem Bereich gibt es nur 3 Kliniken weltweit, die sich hier einigermassen auskennen. Und ein Eingriff in den Mineralhaushalt ist vielleicht berechenbarer als ein Eingriff in die Gene. Für diese Möglichkeit sind wir zu früh dran, mit der Krankheit MCS....
LG
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Beitragvon Alex » Montag 26. November 2007, 12:05

Hallo Lawya,
entschuldige, die Frage war bei mir nach dem Lesen eines Artikels über Gentherapie gegen Parkinsons aufgetaucht.
Es wird irgendwann kommen, daß man uns auch Genmedikamente anbietet. Ehrlich gesagt mir graust es davor und vor den Bemerkungen wenn man es verweigert. So nach dem Motto, dann kannst nicht so schlimm sein.
Ich weigere mich jedenfalls etwas in der Richtung einzunehmen. Wie Du schon als Stichwort sagst, Versuchskaninchen eben.

Gruß,
Alex
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Beitragvon Lulabee » Mittwoch 28. November 2007, 13:58

Dazu hätte ich kein Vertrauen. Selbst wenn die Wirkung erst gut ist, was
ist in 10 Jahren danach? Nein, kommt nicht in Frage für mich!
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 28. November 2007, 21:55

Mit der Genforschung ist es wie mit allem, es kommt immer drauf an, was man draus macht.

Wenn es zum Beispiel möglich wäre, bestimmte Entgiftungsenzyme, die ein Mensch von der Anlage her nicht hat, nachzubauen, könnte das eine große Hilfe sein.

Einem Menschen, der keine Lactose verträgt, kann man auch u.U. mit Lactase helfen.
Mein Literaturtipp: J. Craig Venter, A Life Decoded, My Genome:My Life, New York,2007
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Beitragvon Lawya » Donnerstag 29. November 2007, 10:50

Ich habe prinzipiell nichts gegen Genbehandlungen und bin für alles offen. Das Problem ist, dass wir Lichtjahre entfernt sind, diese am Menschen mit einem akzetablen Risiko einzusetzen.
Dagegen ist wohl die Herstellung von Lactase ein Klacks.
Was nutzt aber LActase, wenn die Ärzte nicht mal wissen, wie man richtig und zuverlässig eine Intoleranz herausfindet (für mich einer der größten Hämmer des Jahres!) Selbst auf der Verpackung vom MinusL-Pudding steht es: H2-Atemtest. Warum gibt dann eine Spezial-Klinik aus dem Land Brandenburg einem Multiallergenen Menschen Kapseln mit Lactose? (aus welchem jahrzehnt ist das?) Ich löse die Pointe auf: Die Klinik hat die Lactoseintoleranz nicht diagnosiziert!!! OT off

Oder ich habe zum Genproblem die Eingangsfrage falsch verstanden.
- Editiert von Lawya am 29.11.2007, 09:51 -
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 29. November 2007, 17:03

@ Lawya

Ärzte haben in erster Linie Krankheitsbilder auswendig gelernt. Von Biochemie haben sie in der Regel Null Ahnung.

Deshalb ist man in vielen Fällen -wenns nicht gerade um Knochenbrüche, Blinddarm etc. geht - mit einem Biochemiker besser bedient.

Dass es hierzulande keine Aufklärung über Intoleranzen gibt, hat einen sehr schlichten Grund. Hier setzt sich die Lobby der Produzenten einfach durch.

Wie weit wir von gentechnisch hergestellten Enzymen entfernt sind, weiss niemand.

Aber es hat sich ja auch gezeigt, dass Venter sehr viel schneller das Human Genom entziffert hat, als zu erwarten gewesen wäre. Venter ist übrigens der Meinung, dass für das Militär schon ganz andere Sachen ausprobiert werden. Ich denke er meint damit Enzyme, die es dem Soldaten möglich machen, Nervengifte abzubauen u.ä.

Venter ist ein sehr eigenwilliger, kreativer Kopf . Er hat seine Kritiker schon oft verblüfft und er geht auch unkonventionelle Wege.
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Beitragvon Lawya » Freitag 30. November 2007, 12:33

Ich habe gestern mit einem Mitarbeiter eines Produzenten lactosfreier Produkte gesprochen. Man hat dort kein Interesse an einer "Gegenlobby", setzt jetzt aber auf die Patientenaufklärung. Über die Ärzte hat man es aufgegeben.

Es soll auch gerade von irgendeiner Firma eine Fernsehwerbung mit Aufklärung laufen (MinusL ?).

Neue Tests (Gene für 50 €) soll es bei http://www.andiatec.com geben + Download infos.
Lawya
 


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