Suche verträglichen Bodenbelag

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Beitragvon Seelchen » Donnerstag 18. Februar 2010, 21:27

Möchte vielleicht jemand mit MCS einen verträglichen Bodenbelag abgeben?
Suche einen solchen für mein Zimmer.evtl.Eichendielen oder Buche oder naturbelassener Teppich ohne Mottenschutz und Formaldehyd oder Steinplatten evtl.oder Lehmplatten.
Bitte meldet euch,wenn ihr da etwas passendes habt.

Alles Liebe von Seelchen
Seelchen
 

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Beitragvon kf-forum » Donnerstag 18. Februar 2010, 21:38

Buche würde ich nicht nehmen, da diese einen hohen Anteil an natürlichem Formaldehyd hat! Ich habe für die Küche Kieferdielen genommen und mit dem Sealer von PN gestrichen - einwandfrei.
kf-forum
 

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Beitragvon Gatano » Donnerstag 18. Februar 2010, 22:06

Wir haben Dielen aus Kastanienholz die rochen von Anfang an nicht.

Lehmplatten sind nicht gut Mona, das Material saugt sich mit Feuchtigkeit voll
oder Du musst es wachsen oder ölen. Normale gute Fliesen wären besser und günstiger.
Gatano
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Beitragvon Schnaufti » Freitag 19. Februar 2010, 09:13

Bitte Vorsicht mit Kiefer und Nadelhölzern, die enthalten
Terpene, die verträgt nicht jeder.

LG
Schnaufti
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Beitragvon Juliane » Freitag 19. Februar 2010, 09:23

Mona sucht, wenn ich das richtig verstanden habe, einen gebrauchten Bodenbelag.
Juliane
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Beitragvon Seelchen » Samstag 20. Februar 2010, 10:58

Ja,genau Juliane..ich suche eigentlich einen von einem MCS Betroffenen gebrauchten Bodenbelag,der herausnehmbar ist..zum Bsp.zum Klicken oder einen verträgl.Teppich ohne Mottenmittel und Formaldehyd etc.Manch einer möchte etwas Neues und das alte ist noch gut und das suche ich.Mit neuen Sachen habe ich fast immer Probleme,schon allein,wo sie lagern in Geschäften oder Baumärkten.
Na ja,war ja mal so eine Idee,aber vielleicht möchte ja jemand seine Eichendielen abgeben oder so ähnlich oder Steinboden?
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Beitragvon Clarissa » Samstag 20. Februar 2010, 11:22

Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2016 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Anna-Lena » Samstag 20. Februar 2010, 12:44

Das sieht ja toll aus...
Aber muss man nicht auch hier darauf achten, dass das Ausgangsmaterial aus kontrolliert biologischem Anbau stammt (wegen Pestiziden etc.)?
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Beitragvon Yol » Samstag 20. Februar 2010, 18:16

@ Clarissa,

Es gibt zuwenig Informationen um das Pro und Kontra abzuklären. Da Bambus ein Hohlgras ist, ist anzunehmen, dass es verklebt wird um daraus Bretter in dieser Breite herzustellen.
Unbehandelt oder lackiert, das sagt auch nichts aus. Die Herstellungsweise wäre hier wichtig zu erfahren.
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Beitragvon Clarissa » Samstag 20. Februar 2010, 19:11

Massive Platten
Die hohlen Rohre werden maschinell in Längsrichtung gespalten, in schmale Streifen gefräst und unter hohem Pressdruck zu massiven Platten verklebt. Um die nötige Gesamthöhe zu erreichen, werden drei Plattenlagen parallel miteinander verbunden. Die Laufsohle ist fünf Millimeter dick.
Für extrem belastete Böden bietet der Handel auch Parkettriemen aus Hochkantlamellen an. Sie bestehen aus einer durchgehenden Plattenlage, deren Nutzschicht sieben Millimeter hoch ist und daher häufiger abgeschliffen werden kann.


Versiegelung
Die Oberfläche kann mit synthetischem Lack versiegelt oder alternativ mit Oel und Wachs eingelassen werden. Bambusholz ist wegen seiner dichten Struktur wenig saugfähig und benötigt deshalb nur geringe Mengen der jeweils gewählten Materialien. Es wird die Verwendung von umweltfreundlichem Oel und Wachs empfohlen. Sollten später einmal kleine Schäden im Parkett auftreten, sind diese leichter auszubessern als bei lackierten Oberflächen.


Pflege
Bambusparkett unterscheidet sich in der Pflege nicht von anderen Parkettböden. Die Wahl der Pflegemittel ist von der jeweiligen Versiegelung abhängig. Zur regelmässigen Reinigung genügt Saugen, Kehren und feuchtes Wischen. Wasserlachen müssen sofort entfernt werden, sonst können Stockflecken entstehen. Ein konstantes Raumklima mit einer Temperatur von 18 bis 22 Grad Celsius und eine Raumluftfeuchte von 55 bis 65 Prozent ist nicht nur für die Bewohner angenehm, sondern auch für das Bambusparkett optimal. Wenn Sie während der Heizperiode auf genügend Luftfeuchte achten, können sich keine Fugen durch Austrocknung bilden. Weiche Rollen unter Sesseln und Bürostühlen und Filzgleiter unter Tisch- und Stuhlbeinen verhindern Kratzer und Druckstellen auf dem Parkett.


Checkliste Bambusparkett
Nun arbeiten allein in China über 200 Fabriken an der Fertigung von Bambusparkett.
Der Laie kann anhand einer kleinen Checkliste bewerten, ob er hochwertiges Parkett vor Augen hat. Diese Checkliste wurde von Jürgen Hildebrand von GST & T, dem Vertreiber von "Asia-Bambus-Parkett" zusammengestellt:
Keine bläulichen oder andere nicht für Bambus charakteristische Flecken (kommt bei älterem Material vor)
Keine Hohlräume zwischen den einzelnen Stäbchenlagen
Einzelstäbe sollen sich nicht durch Fugen voneinander abheben
Einzelstäbe dürfen an den Rändern keinen Farbabfall aufweisen
Nut- und Federdicke müssen an Längs- und Stirnseite identisch sein
Sie sollte für vollflächige Verlegung und für schwimmende Verlegung geeignet sein
Die Nutzschicht sollte mindestens 5 mm betragen und auf der gesamten Dielenlänge und –breite gleich dick sein
Die Nutzschicht darf keine Kratzer, Lacknasen oder –lücken haben
Formaldehyd- und Lösungsmittelausgasungen aus dem Parkett müssen weit unter den zulässigen Normen liegen (Europäisches Gutachten verlangen)
Fragen Sie, ob bei der Verpackung und bei der Produktion Chemikalien eingesetzt wurden
Die Materialfeuchte muss sich zwischen 7.5 und 0.5 bewegen (Sommer-Winter-Unterschied)


Die Herstellung
Bambus:
Aus einem hohlen Stamm wird Parkett – der Herstellungsprozess

Von den ca. 15m hohen Bambusstämmen werden aufgrund der Krümmung und Wandungsstärke nur die unteren Meter für die Herstellung von Bambusparkett verwendet. Nach dem Ernten werden die Bambusstämme zu Lamellen aufgesägt. Danach werden die Lamellen grob gehobelt, wobei die grüne Bambushaut entfernt wird. Nun werden die Lamellen gekocht, damit der Zucker aus dem Material entweicht und entweder mit dem vorhandenen hellen natürlichen Farbton getrocknet oder vor dem Trocknen gedämpft. Beim Dämpfen wird durch eine rein physikalische Druck- und Hitzebehandlung ein brauner Farbton erzeugt. Die getrockneten Lamellen werden anschließend fein gehobelt und bieten somit die Ausgangsbasis für das Verpressen zu Bambus- bzw. Parkettrohlingen. Aus den Rohlingen wird entweder Massivparkett hergestellt oder nach dem Auftrennen zu Deckschichten, die unterschiedlichen Arten von Fertigparkett (2-Schicht, 3-Schicht).

Beim Strand Bambus werden die Bambusstämme geschält, grob zerfasert (Strand = Faser), anschließend gekocht und gedämpft oder ungedämpft getrocknet. Mit einem speziellen Pressverfahren wird der so vorbereitete Bambus unter enormem Druck verpresst, so dass sich die Fasern ineinander drücken (Komprimierungsprozess). Durch diese Komprimierung entsteht eine lebendige und leicht exotische „Holzstruktur“. Die großen Rohlinge werden in dünnere Rohlinge für Strand Massivparkett und zu Deckschichten für Strand Bambus 2-Schichtparkett aufgetrennt. Hieraus wird dann das enorm harte und hochwertige Parkett endgefertigt.

Bambus - Varianten
Hochkantlamelle Classic

Die natürliche Erscheinungsform des Bambus zeigt sich durch die horizontal angeordneten Nodien, welche auf der fertigen Parkettoberfläche gut sichtbar sind. Der classic Bambuston setzt einen weiteren Akzent und schafft eine edle und warme Atmosphäre.
Hochkantlamelle Naturhell

Die feingliedrige Oberfläche der Hochkantlamelle entsteht durch die vertikal aneinander gepressten Lamellen, wodurch eine moderne und zeitlose Optik geschaffen wird. Der naturhelle Bambuston setzt einen weiteren Akzent und schafft eine helle und freundliche Atmosphäre.
Horizontallamelle Classic

Die natürliche Erscheinungsform des Bambus zeigt sich durch die horizontal angeordneten Nodien, welche auf der fertigen Parkettoberfläche gut sichtbar sind. Der classic Bambuston setzt einen weiteren Akzent und schafft eine edle und warme Atmosphäre.
Horizontallamelle Naturhell

Die natürliche Erscheinungsform des Bambus zeigt sich durch die horizontal angeordneten Nodien, welche auf der fertigen Parkettoberfläche gut sichtbar sind. Der naturhelle Bambuston setzt einen weiteren Akzent und schafft eine helle und freundliche Atmosphäre.
Strand Bambus

Strand Bambusparkett ist eine der härtesten Parkettarten. Diese herausragende Härte entsteht durch das Verpressen des gefaserten Bambus unter extrem hohem Druck. Optisch ist Strand Bambus mit seiner feinen charakter-istischen Maserung eine edle und moderne Alternative.


Massivparkett

Unser Massivparkett ist aufgrund seiner soliden Ausstrahlung eine beliebte Variante für hochwertiges Ambiente. Die Nutzschicht ist in der Regel geringfügig höher als bei 2- und 3-Schichtparkett. Aufgrund der exakten Passgenauigkeit können wir Massivparkett in allen Variationen, roh, fertig geölt oder lackiert auch ohne Fase anbieten. Dies führt zu einer Kostenersparnis bei der Verlegung.
Industrieparkett

Das Industrieparkett ist das klassische Hochkantlamellenparkett. Das Design ist aufgrund der feinen Linienführung an der Oberfläche zeitlos modern. Bei Industrie-parkett werden die Lamellen lose mit Tape fixiert, welches nach dem Verlegen abgeschliffen wird. Um die Haarfugen zwischen den Lamellen zu schließen, wird der unbehandelte Parkettboden mit Fugenkitt geschlämmt und anschließend versiegelt oder geölt. Der besondere Vorteil des Industrieparketts ist seine enorme Nutzschicht (10, 15 oder 20mm). Die Optik ist etwas robuster als bei den Stabelementen.
Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2016 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Seelchen » Montag 22. Februar 2010, 11:24

Danke Clarissa für die Ausführungen..nur wer hat das Bambus PArkett schon mal ausprobiert und wie riecht es und was gast es noch aus?
Ausserdem lagert es im Baumarkt und hat eine lange Reise hinter sich.Ich glaube nicht,dass ich das toleriere mit schwerer MCS.

Habt ihr noch Alternativen????
Seelchen
 

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Beitragvon Yol » Montag 22. Februar 2010, 12:20

@ Seelchen

Obwohl ich Hobbyschreiner bin - Holz auf den Boden würde ich nie mehr machen. Wir haben Teppichboden ersetzen müssen, deshalb waren wir limitiert und mussten uns soweit anpassen, dass das neue Material nicht wesentlich dicker und schwerer war als der vorherige Bodenbelag.
Für die Schlafzimmer haben wir Eichenstabparkett gewählt, vom Labor gestestet - in allen Punkten ok. Leider musste dieses Parkett aber geklebt werden, das geht in der Regel mit 2-Komponenten-Polyurethankleber, der nach Abhärtung eigentlich "inert" ist.
Die Galerie, die zum Lebensbereich gehört wurde mit Eichenkopfholzparket schwimmend verlegt. Dieses Produkt gab es leider nur versiegelt - auch vom Labor getestet und ok.

Was allerdings nun immer das Problem ist und bleibt - Ich vertrage überhaupt keine Pflegemittel - und Holz braucht das aber. In den Schlafzimmer haben wir es roh belassen - ich muss nur zur Pflege zu den alten Metallspänen greifen, was körperlich wie vom Staub her auch nitch zu empfehlen ist. Das versiegelte Parkett ist mit Teppichen (getestet) soweit zugestopft, dass es keine Pflege braucht, weil unmöglich. Auch um den Trittschall zu dämmen. Also beides in allen Punkten nicht zweckmässig!

Selbst als Holzmade werde ich nie mehr einen Fussboden aus Holz akzeptieren.

Es gibt Keramikplatten die 1cm dick sind, nicht glasiert - das volle Material durch und durch (Villeroy & Boch) Wenn man in den Dimensionen bis zu 30x 30 bleibt, sind auch die Verlegekosten "normal". Grössere Platten zu verlegen, da sind die Verlegepreise überproportional hoch und andere Probleme zusätzlich (Rissgefahr bei Unebenheiten, Dehnung usw).
Und Keramikplatten kann eigentlich jeder sauber halten, die brauchen keine Pflege. Mit einem Lappen drüberwischen, das schafft meist noch jeder - auch ältere.
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Re: Suche verträglichen Bodenbelag

Beitragvon Lilli » Mittwoch 8. Januar 2014, 20:07

@Gatano: Hi Gatano, von welcher Firma sind Deine Dielen aus Kastanienholz, die von Anfang an nicht gerochen haben? Dann bist Du also zufrieden mit Deinen Dielen? Ich bin auf der Suche nach einem Vollholzfußboden für meine neue Wohnung, der möglichst emissions- & geruchsarm ist. Sind Deine Dielen irgendwie behandelt?
Vielen Dank schon mal für Deine Hilfe!
Liebe Grüße Lilli
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