Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Thommy the Blogger » Freitag 14. August 2009, 20:25

Der Artikel über die Wiki Admins und ihre Darstellung von MCS auf Wikipedia ist jetzt auch in italienischer Sprache nachzulesen:

http://www.infoamica.it/articolo.asp?a=11&sa=33&art=625
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Lady in Black » Freitag 14. August 2009, 20:56

Richtig, dass es weltweit verbreitet wird wie mit Kranken und Behinderten in Deutschland umgesprungen wird.
Wenn das sich jemand mit Krebs- oder AIDS Kranken wagen würde, wäre die Presse sofort da.
Wir sind durch Chemikalien krank, das heißt nicht, dass wir stillhalten, wenn man uns öffentlich als Spinner und psychisch Gestörte hinstellt.
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Melville » Freitag 14. August 2009, 22:04

Die Wiki Admins reden von Studien und haben noch keine 10 Studien als Referenz. Was dort als Referenz steht ist eindeutig tendenziös.

Wieso ist keine Studie aufgeführt die Roß und Reiter nennt?

Finden kann man sie in dieser Aufstellung von Prof. Steinemann/University of Washington

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/27/wissenschaftlicher-stand-der-forschung-ueber-multiple-chemical-sensitivity-mcs

Am Ende des Artikels ist die Bibiliographie die Albert Donnay von Johns Hopkins zusammengestellt hat.


Bei mir stirbt die Hoffnung zum Schluss, deshalb hoffe ich, dass die Wiki Admins anfangen die Literatur über MCS zu sichten und einen vernüftigen Artikel auf die Beine stellen. Einen Artikel ohne Begriffe wie "Krankheitskonzept"...
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Abwehrexperten sollen WIKI retten

Beitragvon MCS Wachhund » Freitag 14. August 2009, 22:32

Die Wikipedia Admin Mesenchym droht jetzt Studien der Abwehrexperten Staudenmayer, WEsseley, Röttgers und Henningsen, etc. in den MCS Artikel einzubringen. Woher kennt er ausgerechnet diese Namen???


ZITAT Mesenchym:
Hier mal ein bißchen Literatur, anhand derer der Artikel überarbeitet werden könnte: PMID 15189046, PMID 15189047, PMID 10375340, PMID 17620903, PMID 17368156, PMID 17002176. --Mesenchym 20:45, 14. Aug. 2009 (CEST)
ZITAT ENDE



PMID 15189046 führt zu
einem IEI Paper von Staudenmayer, (den in USA bei Gerichten keiner mehr anhört - ein ausgedienter Abwehrexperte)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15189046?dopt=Abstract
Idiopathic environmental intolerance: Part 1: A causation analysis applying Bradford Hill\'s criteria to the toxicogenic theory.
Staudenmayer H, Binkley KE, Leznoff A, Phillips S.



PMID 15189047 führt zu
Teil II des Staudenmayer Papers:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15189047?dopt=Abstract
Idiopathic environmental intolerance: Part 2: A causation analysis applying Bradford Hill\'s criteria to the psychogenic theory.
Staudenmayer H, Binkley KE, Leznoff A, Phillips S.



PMID 10375340 führt zu Funktionellen somatischen Syndromen
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10375340?dopt=Abstract
Functional somatic syndromes
Barsky AJ, Borus JF.


PMID 17620903 führt zu Wesseley, (einem englischen Abwehrexperten)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17620903?dopt=Abstract
Multiple chemical sensitivities: review.
Das-Munshi J, Rubin GJ, Wessely S.


PMID 17368156 führt zu Henningsen, (allseits bekannt)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17368156?dopt=Abstract
Management of functional somatic syndromes.
Henningsen P, Zipfel S, Herzog W.


PMID 17002176 führt zum allseits bekannten H. Röttgers (Genre Rückversicherung)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17002176?dopt=Abstract
Versicherungsmedizin. 2006 Sep 1;58(3):126-32.Related Articles, Links
[Questionable procedures in environmental medicine using an example of \"multiple chemical sensitivity\"]
Röttgers HR, Nedjat S.


http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit

----

Wikipedia wünscht die Ergänzung dieses Passus

\"Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anhängeleiter aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (verlinkt nach http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite) und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation (verlinkt auf die lokale Kopie der GNU-Lizenz) und CC-BY-SA 3.0 Unported (verlinkt nach http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren (Direktlink zur jeweiligen Versionsgeschichte des Artikels, Bsp. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Multiple_Chemical_Sensitivity&limit=500&action=history) verfügbar.\"
- Editiert von Webmaster am 05.09.2009, 08:39 -
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Beitragvon Toxicwarrior » Freitag 14. August 2009, 22:38

Das soll der "Mesenchym" ruhig mal machen, nur hinterher bzw. in naher Zukunft steht er genauso als Depp da, wie die, die er heute zitiert. Zudem gehe ich davon aus, dass ich seine wahre Identität bald kenne. Ich freue mich schon auf sein Outing.
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Beitragvon Croft » Freitag 14. August 2009, 22:47

Neues und Bewährtesaus der klinischen Toxikologie: Umweltmedizin


Fortbildungsveranstaltung
Samstag, 20. Oktober 2007

9:00 -14:30Uhr
Hörsaal D
Klinikum rechts der Isar
Ismaninger Str. 22
81675 München

Veranstalter:
Toxikologische Abteilung, 2.Medizinische Klinik


9:45 -10:15 Uhr Herman Staudenmayer, PhD
BehavioralMedicine Clinic,Denver, CO, USA
MMPI-2 data for 70 IEI cases claiming chemical injury

http://www.toxinfo.org/publikationen/FortbildungTox2007-10-20.pdf
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Juliane » Freitag 14. August 2009, 22:52

Brauchen wir eigentlich Wiki?

Wer liest es schon?

Ein paar Journalisten vielleicht.

Wichtiger ist doch eigentlich, dass
möglichst viele Menschen erfahren,
was MCS ist. Erfahren, dass ihre
Symptome, die falsch etikettiert werden
MCS Symptome sein können.

Wer den Suchbegriff MCS in die Suchmaschine
steckt, der kennt ja die Bezeichnung schon

Welche Eltern eines Säuglings mit Exzessives Schreien
werden aber auf die Idee kommen, nach MCS zu googeln.

Also twittern wir doch einfach MCS Symptome und das
ganze hier zusammengetragene Wissen. In deutsch,
in englisch, in französisch, italienisch, spanisch, norwegisch....

Twitter ist doch ein besseres Medium als ein langweiliges Lexikon, dessen
Fachchinesisch eh Keiner liest.

Stellt euch mal vor, die evangelische Kirche hat es geschafft ihre
Botschaft in twitter-nachrichten zu verpacken. Das werden wir doch auch hinkriegen.
Juliane
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Beitragvon Toxicwarrior » Freitag 14. August 2009, 23:02

Was bei Wikipedia so läuft, ist weltweit schon lange bekannt, und Wiki sollte auch nicht unbedingt bzw. nicht jedes Thema als vertrauensvolle Quelle genutzt werden.

Ansonsten sehe ich es wie Juliane und Millionen andere - Wer liest das schon.
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Totale Panik wegen MCS

Beitragvon Frank-N-Furter » Freitag 14. August 2009, 23:21

Jetzt haben sie sagar die MCS Definition gelöscht.

Sag bloß da hätten sie auch keine Ahnung dazu. Wieso schreiben diese Admins überhaupt zu MCS?

Das ist ja zum Piepen was da abläuft.
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Wiki

Beitragvon Frank-N-Furter » Freitag 14. August 2009, 23:25

Staun:

wen fügen sie als Quelle neu ein? Bekannte Gesichter


Thomas Eikmann; Caroline Herr: ''Multiple Chemical Sensitivity Syndrome (MCS)'' [http://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/infostelle-humanbiomonitoring/pdf/GSF-MCS-Eikmann.pdf PDF 29 KB]


http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit&diff=63387632&oldid=63383924
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Juliane » Freitag 14. August 2009, 23:31

Lassen wir ihnen ihren Spielplatz.

Besser sie toben nachts im Netz als sie beruhigen zu Hause oder in der Klinik exzessiv schreiende Säuglinge oder andere Lebewesen.
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Amazone » Freitag 14. August 2009, 23:34

Aus http://www.kliniken.de - Artikel stammte von Wikipedia

Da steht z.B. auch etwas für die Diskussionsteilnehmer, die sich mit den Diagnoseschlüsseln im ICD-10 angeblich so gut auskennen: "MCS ist, wie alle seltenen Gesundheitsstörungen, nur in dem "Offiziellen Alphabetischen Verzeichnis IDT 10" zur Deutschen Ausgabe der "ICD 10 2006 GM" enthalten".


Multiple Chemikalienunverträglichkeit

Die Multiple Chemikalienunverträglichkeit - auch als Chemikalien-Intoleranz, multiple Chemikaliensensitivität, chemische Mehrfachempfindlichkeit, idiopathische Chemikaliensensitivität oder MCS von engl. Multiple Chemical Sensitivity bezeichnet - ist eine Gesundheitsstörung (Krankheit), deren Symptome durch Umweltfaktoren ausgelöst werden. Eine Umwelt-Assoziierung psychischer Symptome reicht nicht aus. Die korrekte medizinische Bezeichnung in Deutschland lautet: "Multiple-Chemical-Sensitivity"

Sie wurde erstmals im Jahr 1948 von dem Allergologen Theron Randolph festgestellt und wird bis heute kontrovers diskutiert.
Inhaltsverzeichnis

* 1 Definition
* 2 Symptome
* 3 Ursachen
* 4 Behandlung
* 5 Studien
* 6 Weblinks
* 7 Literatur
* 8 Siehe auch

Definition

Laut der Arbeitshypothese nach MR Cullen ist MCS eine erworbene Störung, die charakterisiert ist durch rezidivierende Symptome an mehreren Organsystemen. Verursacht wird MCS nach Cullen durch nachweisbare Expositionen gegenüber verschiedenen chemischen Stoffen, die bei Dosen auftreten, die von der klassischen toxikologischen Dosis-Wirkungs-Beziehung erheblich abweichen.

Folgende Kriterien nannte eine Studie des Robert Koch-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes im Jahr 2003 für das MCS:

* Initiale Symptome im Zusammenhang mit einer belegbaren Expositionssituation (jedoch ggf. auch einschleichender Beginn)
* Die Symptome werden bei der gleichen Person durch unterschiedliche chemische Stoffe bei sehr geringen Konzentrationen, auf die andere Personen im Allgemeinen nicht mit Gesundheitsbeschwerden reagieren, ausgelöst
* Die Symptome stehen mit der Exposition in erkennbarem Zusammenhang (Symptome durch Exposition reproduzierbar; Besserung bei Expositionskarenz)
* Die Symptome treten in mehr als einem Organsystem auf (nicht in allen Falldefinitionen gefordert)
* Es handelt sich um eine chronische Gesundheitsstörung
* Die Beschwerden sind nicht auf bekannte Krankheiten zurückzuführen.

Symptome

* Leitsymptome: Chemikaliensensibilisierung, Geruchsempfindlichkeit, Kakosmie (Wahrnehmung übler Gerüche)
* Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Leistungsminderung, Schlafstörungen
* uncharakteristische zentralnervöse Beschwerden: Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen
* neuropsychiatrische Störungen: depressive Verstimmung, Reizbarkeit, Entfremdungsgefühl, Konzentrationsstörungen
* periphernervöse Beschwerden: Gefühlsstörungen
* Hypoxie-Intoleranz
* Magen-Darm-Beschwerden: Sodbrennen, Übelkeit, Appetitmangel, Stuhlunregelmäßigkeiten
* Herz-Kreislauf-Symptome: Herzrasen (Tachykardie)
* Hautstörungen: verschiedene Hautveränderungen
* Gelenk- und Muskelschmerzen, Muskelschwäche.

Es ist jedoch zu beachten, dass alleine aufgrund des Vorliegens der unspezifischen Allgemein-Symptome keine Diagnose MCS möglich ist. Solche können naturgemäss durch ganz andere Krankheiten bedingt sein, wie Infektionen, Allergien vom Typ I - IV, Autoimmunkrankheiten, Migräne, usw.

MCS kann seit 1996 in Deutschland als Behinderung anerkannt und mit der Kennung "DIMDI- IDT 10 T 78.4" als "sonstige Unverträglichkeit" von Ärzten diagnostiziert werden. MCS ist, wie alle seltenen Gesundheitsstörungen, nur in dem "Offiziellen Alphabetischen Verzeichnis IDT 10" zur Deutschen Ausgabe der "ICD 10 2006 GM" enthalten.
Ursachen

Zu den Ursachen von MCS gibt es im Wesentlichen zwei Positionen:

* MCS als arbeits- oder umweltbedingte Störung (mit möglicher genetischer Beteiligung), wie: Vergiftung, Entgiftungsstörung, Fehlfunktion von Nerven-, Immun-, Hormonsystem oder Atemwegen, Herabsetzung nervlicher Auslöseschwellen für Mißempfindungen, Schmerzen und Fehlfunktionen. Chemische Auslöser von MCS können u.a. Lösemittel, Pestizide, bestimmte Metalle und ihre Legierungen, Verbrennungsprodukte und andere Schadstoffgemische sein (Ashford/Miller 1998).

* MCS als psychosomatische oder psychiatrische Störung z.B.: Depression, Zwangsneurose, Ökochondrie oder Chemophobie. Zahlreiche psychosomatisch orientierte Untersucher sehen die Symptome als Ausdruck einer Panikattacke oder das Krankheitsbild als eine Somatoforme Störung an. Dabei wird davon ausgegegangen, dass sich die Diagnose der Umweltbezogenheit ausschließlich auf die Überzeugung des Betroffenen, unabhängig vom objektiven Nachweis einer Exposition bezieht. Die klinische, umweltmedizinische, laborchemische Untersuchung erbringt nach dieser Auffassung keinen Nachweis einer Exposition, eines Kausalzusammenhangs zwischen Exposition und Ausmaß der Beschwerden und/oder von organisch begründbaren Erkrankungen, die die Beschwerden ausreichend erklären können. Was gegen diese Position spricht ist die Tatsache, daß durch Psychotherapien bei MCS-Kranken bisher praktisch keine nennenswerte Heilungserfolge erzielt wurden.

* Nach einem relativ neuen Gedankenansatz auf dem Hintergrund eines "Bio-psycho-sozialen" Krankheitsmodells, sind Schadstoffe in Kombination mit psychischen oder körperlichen Vulnerabilitätsfaktoren (wie z.B. starker Stress, allergische Disposition, Asthma u.Ä.) als Risikofaktoren für MCS anzusehen (Bauer, Schwarz, Martens, 2004).

Bei einer zweiphasigen Gesundheitsstörung ist zu unterscheiden zwischen a) der Ätiologie und b) den symptomauslösenden Ursachen.

Die Aufklärung der Ätiologie wird im Einzelfall in vielen Fällen nicht gelingen, denn es gibt keine validierten differenzialdiagnostischen Methoden, die es erlauben würden, zwischen umweltbedingten oder psychogen bedingten psychischen Störungen zu diskriminieren.

Ob andere Krankheiten, wie psychosomatische, psychiatrische oder andere organisch bedingte Gesundheitsstörungen, überhaupt zur MCS zu rechnen sind, ist nach der Literatur leider unklar. In Deutschland gilt für die Diagnose der MCS das Prinzip der Ausschlussdiagnostik. Die genannten anderen Krankheiten sind von Ärzten bei der Diagnose ganz anderen Kategorien der deutschen Ausgabe der ICD 10 zuzuordnen. Man sollte dabei bedenken, dass die Patienten über Symptome entzündlichen Charakters klagen (ZNS-Vaskulitis) und dass diesen eine unnötige Stigmatisierung durch eine Diagnose auf der Basis einer psychogenen Hypothese und der damit verbundene Stress, nicht zumutbar ist.
Behandlung

Laut den Erfahrungen des Fachkrankenhauses Nordfriesland können bei MCS hilfreich sein (Schwarz und Bauer, 2006):

* Schulungsmaßnahmen die das Coping (=Umgang mit der Erkrankung) verbessern
* Schulungsmaßnahmen die den Wissenstand über die Erkrankung verbessern
* Expositionsvermeidungs- bzw. minderungsstrategien
* Eliminations-/Rotationskost u.a.
* Behandlung und Supplementierung mit Mikro- und Makronährstoffen
* Hyposensibilisierung nach der modifizierten Millertechnik
* psychotherapeutische Unterstützung

Ein Positionspapier des Arbeitskreises „Klinische Umweltmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin aus dem Jahr 2002 empfiehlt zur Behandlung von MCS Psychotherapie und kognitive Verhaltenstherapie. Eine stützende psychiatrische oder psychologische Behandlung sei sinnvoll wenn sie die Vermittlung von Bewältigungsstrategien zum Ziel habe. (Vgl.: Deutsches Ärzteblatt 99, Ausgabe 38 vom 20. September 2002).

Liegen neben nichtallergischen Reaktionen auch andere Krankheiten entzündlichen Charakters vor, so müssen diese austherapiert werden.

Die Deutsche Gesellschaft Multiple-Chemical-Sensitivity warnt vor einer Selbstmedikation mit einer Megadosierung von Antioxidantien (7g tgl.) wegen der dabei bekannten pro-oxidativen Wirkung, verbunden mit vermehrter Freisetzung von freien Radikalen.

Nachdem Allergien nicht zur MCS rechnen, muss berücksichtigt werden, dass für nichtallergische Reaktionen mit unbekanntem Pathomechanismen keine validierte Therapie bekannt ist. Eine bei einer vasculitis allergica als gelegentlich Begleitsymptomatik auftretende Hypersensibilitäts-Vaskulitis rechnet ebenfalls nicht zur MCS. Sie ist auch in der Versorgungsmedizin nach einer anderen Ziffer der gutachterlichen Anhaltspunkte zu bewerten. Ebenfalls nicht zur MCS rechnen durch akute Noxen und Sick-Building-Syndrom bedingte Symptome. MCS ist demnach als Reaktion auf eine toxikologische Hintergrundbelastung charakterisert.
Studien

* Gemäss eines Beschlusses der Bundesregierung im Jahr 1996 (BT-Drs. 13/6423, BT-Drs. 14/7463, Ziff. 4) wurden Haushaltsmittel für eine multizentrische MCS-Studie, sowie die Gründung eines entsprechenden Forschungsverbunds, zur Verfügung gestellt. Die Studie zum MCS-Syndrom, bestehend aus vier Forschungsprojekten, wurde vom Robert Koch-Institut koordiniert. Es beteiligten sich an den Projekten die umweltmedizinischen Ambulanzen der Universitäten Aachen, Berlin/Charité, Freiburg, Gießen und München/Ludwig-Maximilians-Universität sowie des Fachkrankenhauses in Bredstedt. Einbezogen wurden in diese Studie nicht etwa nur potentielle MCS-Patienten, sondern - mit dem Ziel der Qualitätssicherung in den Kliniken - alle Patienten mit umweltbezogenen Beschwerden. 84% dieser Patienten erfüllten bezogen auf die Lebenszeit die Diagnosekriterien für mindestens eine psychische Störung. Dabei wurde die Diagnose "Undifferenzierte Somatisierungsstörung" am häufigsten gestellt. Es war jedoch von vorneherein klar, dass die MCS-Fallkriterien nur von einer Minderheit der erfassten Patienten erfüllt werden würden. Eine Aufklärung der Ätiologie (der initalen Ursachen) war nicht möglich. Deshalb bleibt die Hypothese einer psychosomatischen Verursachung weiterhin fragwürdig. Aber auch ohne neue Erkenntnisse zur Ätiologie und zu den Pathomechanismen handelt es sich um eine existente Gesundheitsstörung. Die Studie kommt weiter zum dem Schluss, dass für MCS weder eine eigene Krankheitsentität gefunden werden konnte, noch war ein gleichartiger Symptomenkomplex erfassbar. Zudem gebe es noch erheblichen Forschungsbedarf. Der Dissens ob der Begriff MCS als Sammelbegriff umweltbezogener Symptome oder - unter Beachtung des Prinzips der Ausschlußdiagnostik - als eine Gruppe von Symptomen mit unbekannten Pathomechanismen verstanden werden soll, besteht weiter. Konsens herrschte dagegen darüber, dass MCS-Patienten schwer krank sind und einen hohen Leidensdruck haben. Duftstoffe sollten gemieden werden. Wegen der individuell ausgeprägten Sensitivitäten stehe derzeit keine validierte Testmethode zur Verfügung.

* Eine deutsche Studie zum Zusammenhang von MCS und Beruf fand MCS-Betroffene stark überrepräsentiert in einigen gewerblichen Berufen mit hoher Schadstoffexposition, z.B. Laborpersonal, Drucker, Fußbodenleger, Maler/Lackierer.

* Eine schwedische Vergleichstudie von 15 Maler/Lakierern mit MCS mit Maler/Lakierern ohne MCS bei Konfrontation mit Lösungsmitteln unter Laborbedingungen ergab eine erhöhte Anzahl subjektiver Beschwerden bei den MCS Betroffenen. Objektiv war weder eine vermehrte Rötung der Augen, noch eine Veränderung der Nasenschleimhäute oder der Serumkortisonwerte feststellbar. Tendenziell zeigten die MCS Patienten einen Abfall des Prolaktinspiegels im Vergleich zur Kontrollgruppe. Der Prolaktinspiegel variiert bei Menschen allgemein unter Stressbedingungen. Die MCS Patienten zeigten im Vergleich zu den Kontrollpersonen deutlich höhere Anzeichen von Angst und Depression unabhängig von der Exposition. Antonis Georgellis, Birgitta Lindel, Anders Lundin, Bengt Arnetz, Lena Hillert, multiple chemical sensitivity in male paninters, a controlled provocation study, Int. J. Hyg. Environ. Health 206, 531 ± 538 (2003)

* Zum Vergleich mit den Umweltpatienten untersuchte man dort eine Kontrollgruppe in Alter und Geschlecht angeglichener, beruflich schadstoffexponierter Arbeitnehmer in der Halbleiterindustrie (Siemens AG München-Neuperlach). Im Unterschied zu den MCS Patienten fand man bei diesen Personen bei tendenziell höherer Chemikalienbelastung durch den Arbeitsplatz lediglich eine psychiatrische Morbidität von ca. 25%, was ungefähr der in der Normalbevölkerung entspricht. Vor allem die somatoformen Störungen spielten im Kontrollkollektiv im Gegensatz zu den MCS Patienten eine deutlich untergeordnete Rolle. S. Bornschein et al., 50 Jahre MCS – Alte Theorien und neuere Erfahrungen an einer universitären Umweltambulanz Umweltmed Forsch Prax 10 (6) 2005

* Eine amerikanische Studie mit 917 Befragten, die sich selbst als MCS-Betroffene sahen, berichtet über deren Erfahrungen mit 101 Therapiearten. Dabei schnitten eine schadstoffarme Umgebung und Chemikalienvermeidung sowie Beten als die drei hilfreichsten Maßnahmen ab. Eine schadstoffarme Umgebung und Chemikalienvermeidung empfanden 56,5% bzw. 56,2% als sehr hilfreich. 38% bzw. 38,6% stuften dies als etwas hilfreich ein und 4,7% bzw. 4,5% konnten dabei keinen Effekt feststellen. Beten empfanden 28,6% der Befragten als sehr hilfreich. 35,6% als etwas hilfreich und 34,4% als nicht hilfreich. Psychotherapeutische Maßnahmen, die darauf zielten die Erkrankung zu heilen empfanden 4,7% als sehr hilfreich. 15,5% als etwas hilfreich und 65,3% stellten dadurch keinen Effekt fest. Psychotherapie als unterstützende Maßnahme im Sinne von Coping bewerteten 17,3% als sehr hilfreich, 47,7% als etwas hilfreich und 24,1% als nicht hilfreich. (Vgl.: P.R. Gibson u.a.; 2003).

* Bei der Hyposensibilisierung nach der modifizierten Millertechnik steht der endgültige Nachweis der Wirksamkeit durch eine großangelegte placebokontrollierte Doppelblindstudie noch aus. Es überwiegen positive Berichte (z.B. Miller, 1977; Rapp, 1978; Scadding und Brostof, 1986; Boris, 1988; King et al., 1988a+b, King, 1992; Dixon 1999, Fox 1999) dem einige Studien mit negativen Ergebnissen gegenüberstehen (Caplin, 1973; Lehman, 1980; Jewett, 1990) Alle Studien weisen Mängel auf (z.B.: Fallberichte, kleine Fallzahlen, unklare Selektierung, keine Placebos, keine Blindung: vgl. King et al. (1984 und 1988)). (Vgl.: Klinische Erfahrungen in der Behandlung von MCSE. Schwarz 09/2004)

* Im Rahmen der Münchener MCS-Studie wurde der Entzündungsfaktor Interferon Gamma als hochsignifikant bei der Analyse von MCS-Patienten im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe gemessen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich MCS-Patienten in einer permanenten proinflammatorischen Reaktionslage unter anderem ihrer Lymphozyten durch Schad- und Reizstoffkontakte befinden. (Vgl.: Zeitschrift für Umweltmedizin; 2002/3)

* In einer Studie wurden 36 MCS Patienten mit 37 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Alle atmeten im Wechsel normale Raumluft und ein Gemisch mit erhöhter CO2 (Kohlendioxid bzw Kohlenstoffdioxid) Konzentration ein. Kohlendioxid ist stets in der Atemluft aller Menschen vorhanden. Die MCS Patienten entwickelten unter CO2 gehäuft Panikattacken. Es ist bekannt, dass bei Patienten mit Panikattacken durch CO2 Atmung Panikattacken ausgelöst werden können. Die Autoren gehen davon aus, dass MCS ein Angstsyndrom sei und nur die Ursachenzuschreibung den Unterschied zu Angststörungen ausmacht. Poonai N, Antony MM, Binkley KE, Stenn P, Swinson RP, Corey P, and others. Carbon dioxide inhalational challenges in idiopathic environmental intolerance. J Allergy Clin Immunol 2000;105:358–63.

Weblinks

* [1] Die Deutsche Gesellschaft Multiple-Chemical-Sensitivity e.V., Bayreuth
* [2] Handbuch Chemikalienunverträglichkeit]
* [3] für fundierte Informationen rund um das Thema MCS und andere Umwelterkrankungen.
* [4] AWMF online - Leitlinie Psychotherapeutische Medizin: Somatoforme Störungen; Stand: 1999
* [5] Eine Literaturzusammenstellung aus neurologischer und psychiatrischer Sicht.
* [6] Studie des Umweltbundesamtes zu MCS
* [7] Multiple Chemical Sensitivity: A Spurious Diagnosis auf der Quackwatch Home Page
* [8] ABC von MCS - Internationale website über MCS
* [9] MCS auf HiLife e.V.]
* [10] MCS Liga Schweiz
* [11]Wohnräume für MCS Kranke - Literaturhinweise
* [12]: Fachinformationen zum Thema MCS und Literaturhinweise

Literatur

* Nicholas Ashford & Claudia Miller: Chemical Exposures; John Wiley & Sons Inc; 1998; ISBN 0471292400
* Werner Maschewsky; Handbuch Chemikalienunverträglichkeit (MCS); Pro Medico Verlag; Hamburg 1996; ISBN 3-9803957-4-X
* Hans-Ulrich Hill: Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS) Ein Krankheitsbild der chronischen Multisystem-Erkrankungen; Shaker Verlag; Aachen 2005; ISBN 3-8322-4583-9
* Beate Maria Schiele & Irmtraut Eder-Stein: Leben mit MCS. Betroffene berichten und raten. Ein Ratgeber zum Leben mit Multipler Chemischer Sensibilität.; BoD GmbH, Norderstedt; Februar 2002; ISBN 3831129983
* Heinz A. Guth: MCS - Chronische Gesundheitsstörung und Behinderung; DGMCS-Selbstverlag; Bayreuth 2006; ISBN 3-00-016294-1
* Heinz A. Guth: Zur Charakterisierung der MCS und zur Bedeutung der Genpolymorphismen für die Diagnose der MCS; UMG-Verlag; umwelt-medizin-gesundheit; Heft 3/2006, S. 239
* Andreas Bosch: Die Rettungsinsel; BoD GmbH, Norderstedt; Oktober 2003; ISBN 3833402245
* Schwarz E, Bauer A: Therapeutische Optionen bei Patienten mit Multiple Chemical Sensitivity (MCS) und anderen chronischen umweltmedizinischen Erkrankungen. Umwelt Medizin Gesellschaft 19; Heft 2: 29-34; 2006
* Bauer A, Schwarz E Und Martens U: Vergleich umweltmedizinischer Patienten mit und ohne MCS am Fachkrankenhaus Nordfriesland (FKH-NF) - Exposition und Vulnerabilität als Risikofaktoren für MCS. Umwelt Medizin Gesellschaft; 17:151-159; 2004
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon schlumpf » Samstag 15. August 2009, 09:13

Der Artikel über MCS ist jetzt noch viel schlechter als vor der Berichterstattung. Das ganze läuft auf Kindergartenniveau ab. Wer sachliche Kritik übt wird mit einer noch stärker verfälschten Version bestraft. Mal sehen ob die weltweiten Veröffentlichungen zu dem Thema einen Erfolg bringen. Man wird sich vielleicht noch andere Wege überlegen müßen um hier eine sachliche Darstellung zu erzielen.
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Beitragvon MCS Wachhund » Samstag 15. August 2009, 09:47

Der Wikipedia Admin Mesencym äußert sich in der Wikipedia Medizin Redaktion wie folgt:

ZITAT Mesenchym:
Fortsetzung des Krankheitsverhaltens. Überhaupt keine Chance, die Abwehr aufzuweichen. Vernetzt wird die Somatisierungsstörung besonders effektiv aufrecht erhalten. Gut veröffentlichte Arbeiten sind fast alle aus psychosomatischer Perspektive; in dieser Hinsicht ist der Artikel der MCS-These sogar noch besonders gewogen. --Mesenchym 20:53, 14. Aug. 2009 (CEST)
ZITAT ENDE

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:RM
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Panik wegen MCS: Wiki

Beitragvon Thommy the Blogger » Samstag 15. August 2009, 10:49

Was will uns der Wiki Admin "Mesenchym" denn damit sagen?

"Fortsetzung des Krankheitsverhaltens. Überhaupt keine Chance, die Abwehr aufzuweichen. Vernetzt wird die Somatisierungsstörung besonders effektiv aufrecht erhalten."

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:RM
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Beitragvon Janik » Samstag 15. August 2009, 11:05

@ Wiki Admins

Die MCS Kranken wollen ausschließlich einen objetiven Bericht über MCS, ohne industrietypische Rhetorik und ohne Pushen in Richtung psychische Erkrankung und Spitzen.

Es ist durchaus möglich einen ordentlichen Wiki Artikel zu MCS auf die Beine zu stellen. Ein Artikel, der eine Definition, ICD-10, Symptome, Ursachen, Auswirkungen und wichtige Studien enthält. Wenn Ihr Literatur (seriös, peer review) dazu braucht, liefere ich sie Euch gerne.

Gruß,
Janik
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Beitragvon kf-forum » Samstag 15. August 2009, 12:07

Über andere menschen wissentlich falsche Angaben zu machen nennt man VERLEUMDUNG und gegen die kann man klagen.
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Juliane » Samstag 15. August 2009, 12:32

@Thommy

Er meint die vernetzten, vor der jene schon länger vernetzten schon immer gewarnt haben.

Zens-ursula lässt grüßen.
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Beitragvon Lucca » Samstag 15. August 2009, 12:33

@ Janik

Vernüftiger Vorschlag.
Bei der zur Verfügungstellung von wissenschaftlichen Hintergrundmaterial, Studien und Fakten bin ich auch behilflich.
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Beitragvon Juliane » Samstag 15. August 2009, 12:35

Repeat-Taste:


Das Internet macht aus Expertenwissen Allgemeingut. Das ist für die Experten bedrohlich.

In ihrer Dissertation "Streitpunkt:Krankheit.
Die Kontroverse um funktionelle Syndrome zwischen Medizinern und Laien in den USA" warnt Gesine Küspert 2006 :

"Aufklärung und Aktivismus wird mit Hilfe des Internets betrieben […]. Die Patientenorganisationen stellen eine ‘Patientenelite’ dar, die den ‘neuen Patienten’ im Gesundheitswesen verkörpern."

Gesine Küspert hat gar herausgefunden, dass das "Internet […] Mittel politischer Aktion" ist.

http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2006/359/pdf/Diss%20Kuespert.pdf

Professor Gerd Gigerenzer Max-Plank-Institut Berlin verunsichern diese "Neuen Patienten" offenbar nicht. In einem aktuellen Interview sagte Gigerenzer im Deutschlandfunk:

"Wir brauchen eine Gesellschaft, in der die Information, die in medizinischen Studien gesammelt wird, auch an den Bürger kommt, an Otto Normalverbraucher und auch an den Arzt. Wir brauchen Bürger, dir Fragen stellen. Die fragen, was nutzt denn eine bestimmte Früherkennung? Was ist denn der Schaden davon? Und die auch die Information, die immer statistische Information ist, verstehen können. Und wir brauchen Ärzte, die in der medizinischen Ausbildung lernen, Risiken und Unsicherheiten zu verstehen und auch an den Patienten verständlich zu kommunizieren [...].“
Und schließlich brauchen wir alle etwas mehr Mut und Neugierde, um in einer Welt, die Unsicherheiten birgt, entspannt statt ängstlich zu agieren."

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1015081/

Also meine Damen und Herren von der Wiki-Dauer-Edition: Nicht so hektisch agieren. Fragen Sie mal Ihren Psychotherapeuten oder lesen Sie bei Wiki nach.(Einfach Agieren eingeben).

Entspannen, auf Nachtschlaf achten und dann gelingt auch die Wahrnehmung der Realität wieder ein Stück besser. MCS ist Realität. Und das wird sich auch nicht durch noch so wildes Agieren, Editieren, Verschleiern, Verdrängen ändern.

Nur Mut Augen auf und durch!
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Beitragvon Maria » Samstag 15. August 2009, 14:30

Hallo Frank,

dass in Wiki nun die altbekannten Namen als sExperten auftauchen ist nicht verwunderlich. Das dort stattfindende "fachliche" Niveau kam mir die ganze Zeit schon bekannt vor. Manche sExperten haben eben eine sehr prägnante Darstellungsweise von MCS, die am internationalen wissenschaftlichen Sachstand komplett vorbeigeht.

Wiki nimmt sich mit dieser Aktion selbst die Wurst vom Brot, denn ernst nehmen kann man die dort verbreiteten Infos nun wirklich nicht. Da die aktuelle Manipulation auf Wikipedia bei MCS gerade weltweit die Runde macht, werden sich viele Leute nun darüber Gedanken machen, was von Wiki tatsächlich zu halten ist.

Dass die Einträge dort unterwandert werden, davon habe ich schon gehört, nur wusste ich nicht, dass es auch tatsächlich so ist.

Nun weiß ich genau, dass es Tatsachen sind und ich werde es weitererzählen, wie viele andere auch, die von den aktuellen Vorgängen mitkriegen. Tja, das Internet macht´s möglich, auch über solche Dinge ist man informiert...
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Beitragvon Toxicwarrior » Samstag 15. August 2009, 18:47

Was den Schreiberling bei Wiki mit dem Namen "Mesenchym" angeht, das ist ein medizinischer Jungfuchs. Der hat nicht einmal ein Examen bzw. vielleicht steht er gerade davor. Der Typ profiliert sich über Wikipedia, weil er mit den großen noch nicht spielen darf. Unglaublich, und solche medizinischen Frischlinge schreiben bei Wikipedia über das große Thema MCS. Kein Wunder dass dort so ein Chaos zum Artikel MCS abläuft. Zudem wurde er von den großen bei Wikipedia in der Vergangenheit schon öfters zu anderen Themen zurecht gestutzt. Seinen wahren Namen veröffentliche ich vorerst nicht, vielleicht kann aus ihm ja noch ein guter Arzt werden.

So Mesenchym, a griesle ins Ländle gell.
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Beitragvon Clarissa » Samstag 15. August 2009, 21:06

gell, isn interessanter Name, und das verbirgt sich hinter diesem Pseudonym, bzw. dem Begriff "Mesenchym" http://www.tiho-hannover.de/einricht/anat/lit/mwenth/bdgw/mes_bdgw.htm
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
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Beitragvon Juliane » Samstag 15. August 2009, 23:02

Na, dann gibt es Nachhilfe für die Medizinanwärter.

Unbedingt editieren, die berühmte Fallstudie.

Also das, was für Freud die Anna war, war für deutsche Experten dieser Fall:


Fremdberichtete Heilung einer s-MCS

viewtopic.php?t=9533
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Beitragvon MCS Wachhund » Sonntag 16. August 2009, 07:53

Neues Betätigungsfeld der Wikipedia Admins, sie sind am überlegen den Begriff (Lemma, Keyword)für die Krankheit zu ändern.

Ein begründeter Einwand war der Anfang:

ZITAT
Admin Ute Erb:
== Lemma ==
Auf der Begriffsklärungsseite für [[MCS]] steht:
\'\'Multiple Chemical Sensitivity, Multiple Chemikaliensensitivität, gelegentlich auch als multiple Chemikalienunverträglichkeit bezeichnet\'\'.

+ Wieso ist eine gelegentliche Bezeichnung als Lemma genommen worden? In welchen Kreisen wird diese gelegentliche Bezeichnung umgangssprachlich verwendet? Kann das belegt werden?

+ Dient die Verwendung dieser gelegentlichen Bezeichnung als Lemma gleich eingangs in unverblümter POV-Manier als Gelegenheit für den Hinweis, dass es nicht ganz korrekt ist, überhaupt davon zu reden?
--[[Benutzer:Ute Erb|Ute Erb]] 12:36, 15. Aug. 2009 (CEST) ---ZITAT ENDE



Jetzt kommt der Wiki Admin Experten Vorschlag:

ZITAT---Die Frage von Ute Erb verstehe ich weitergehend, obwohl ich ihre in Frageform verpackte Unterstellung (\"unverblümte POV-Manier...\") bisher unbegründet sehe. Ich schlage vor: MCS-Syndrom (Multiple chemical sensitivity syndrom, Multiple Chemikalien-Sensitivität-Syndrom, multiple Chemikalienunverträglichkeit, multiple Chemikalienüberempfindlichkeit, vielfache Chemikaliensensitivität, idiopathische Umwelt-Unverträglichkeit) (alle diese Begriffe gefunden und angelehnt an das [http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene3.html?id=1880">http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene3.html?id=1880 hier]). Von einer \"umgangssprachlichen Umschreibung\" und einer \"korrekten medizinischen Bezeichnung\" zu sprechen, kommt mir ohne Beleg etwas willkürlich vor. Gruß, --[[Benutzer:Sti|RainerSti]] 21:59, 15. Aug. 2009 (CEST)---ZITAT ENDE


Das ist die zitierte \"wissenschaftliche Quelle\": Gesundheit Heute

http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene3.html?id=1880">http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene3.html?id=1880


----

Wikipedia wünscht die Ergänzung dieses Passus

\"Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anhängeleiter aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (verlinkt nach http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite) und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation (verlinkt auf die lokale Kopie der GNU-Lizenz) und CC-BY-SA 3.0 Unported (verlinkt nach http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren (Direktlink zur jeweiligen Versionsgeschichte des Artikels, Bsp. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Multiple_Chemical_Sensitivity&limit=500&action=history) verfügbar.\"
- Editiert von Webmaster am 05.09.2009, 08:41 -
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 16. August 2009, 09:07

Bei den nachfolgenden Auszügen des Impressums und der Vita wundert mich der o.g. Text kein bisschen mehr. Ihr könnt ja mal suchen aber ich habe nichts von Umweltmedizin oder einer adäquaten Zusatzausbildung lesen können. Es wird sich wohl um einen sExperten handeln.
[hr]
Der Artikel ist von Dr. Arne Schäffler erstellt, siehe auch, Inhalt des Impressums:

Dr. med. Arne Schäffler, 86157 Augsburg (Texte Selbsthilfe; Krankheitsfinder; Erste Hilfe; Reisemedizin; Verhütung; Reproduktionsmedizin; Sexualmedizin; Schwangerschaft; Geburt und Wochenbett; Aging und Anti-Aging; Erkrankungen im Alter; HNO, Atemwege und Lunge; Magen und Darm; Herz, Gefäße, Kreislauf; Stoffwechsel; Niere und Harnwege; Männerkrankheiten; Frauenkrankheiten; Orthopädie und Unfallmedizin; Rheumat. Erkrankungen; Blut, Krebs, Infektionen; Haut, Haare und Nägel; Psychische Erkrankungen; Schmerz- und Schlafmedizin; Diagnose- und Therapieverfahren in der Schulmedizin; Patient sein heute; Labor);
[hr]
Ferner ist der Verantwortliche im Sinne des §55 Abs. 2 RStV:

Dr. med. Arne Schäffler
Schäffler & Kollegen
Prinzregentenstrasse 5
86150 Augsburg
Tel. (0821) 3195400
(hr)
Der Anbieter des Dienstes gesund-heute.de

hat folgende Kennung:

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart
Postadresse:
Birkenwaldstraße 44
70191 Stuttgart
Postfach: 10 10 61
70009 Stuttgart

Telefon:
0711/2582-0

Telefax:
0711/2582 290
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Beitragvon Juliane » Sonntag 16. August 2009, 09:42

War Amazone auch schon mal aufgefallen, Clarissa:

MCS in Gesundheitheute

viewtopic.php?t=9416
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Beitragvon CSN Tweetie » Sonntag 16. August 2009, 11:21

Während auf Wikipedia sinniert und editiert wird, wird auf Twitter berichtet was abläuft:
z.B. vom Arkansas Educational Televison Network

http://www.aetn.org/engage/twitter/messages?sq_content_src=%2BdXJsPWh0dHAlM0ElMkYlMkZzZWFyY2gudHdpdHRlci5jb20lMkZzZWFyY2glM0ZxJTNEJTI1MjNNQ1MmYWxsPTE%3D
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Beitragvon Janik » Sonntag 16. August 2009, 16:17

An die Wikipedia Admins, alle Außenstehenden und wen es sonst noch betrifft

Zum besseren Verständnis, warum wir uns dafür einsetzen, dass auf Wikipedia ein vernünftiger Beitrag über MCS steht.


- Wikipedia wird von vielen Menschen gelesen und deshalb soll diese Informationsquelle neutral und sachlich sein
- Viele Menschen, die MCS hinter ihren Beschwerden vermuten, schauen als Erstes auf Wikipedia nach
- Sogar viele Journalisten holen sich auf Wiki ihre Einstiegsinfos, weil es schön komprimiert ist
- Der Wikipedia Eintrag zu MCS steht im Google Ranking oben, das bedeutet, viele klicken ihn an


Wir haben weitere Gründe, weshalb wir darauf bestehen, dass auf Wikipedia die Wahrheit zum Thema MCS Einzug hält und keine verdrehte Inustriemeinung und dünne Psychothesen:

- Menschen, die gerne noch gelebt hätten und durch Chemikalien starben. Menschen, um die wir sehr trauern:

http://www.csn-deutschland.de/forum/showboard.php?id=38

- Die vielen MCS Kranken, die tagtäglich unter der Diskriminierung leiden, die ihnen durch Fehlinformation über die Krankheit angetan wird

- Fälle, wie der Jüngste von Brigitte und andere liebe, rechtschaffene Menschen, die Suizid als einzigen Ausweg sahen, Fälle, die nicht hätten sein müssen:

viewtopic.php?t=10376

viewtopic.php?t=8769

Dr. H.U. Hill zu Suizid bei MCS, Chemikalien:
viewtopic.php?t=8632
viewtopic.php?t=7078



Außenstehende werden sicher nachvollziehen können, dass wir solche Fälle vermeiden wollen und uns erbittert dagegen einsetzen, damit sie sich nicht wiederholen:

viewtopic.php?t=5397

20.11.2007
Heute eine schlimme Nachricht:
Gestern sprach ich mit jemand aus der Wohngemeinschaft, in der Gudrun zuletzt lebte. Mir wurde gesagt, daß Gudrun sich umgebracht habe, Sie habe es ganz klar geplant.
In der Nacht,gegen 1 Uhr, lief sie zu einer Tankstelle und hat sich dort mit Benzin übergossen und angezündet.

Man versuchte sie noch zu retten, doch sie ist gegen 12 Uhr in Tübingen gestorben. Es ist so schrecklich!

Sie war vor ca. 2 Jahren durch ihre MCS so geschwächt, daß sie notfallmäßig in eine Klinik mußte. Vermutlich hat sie als MCS Patientin den Klinikaufenthalt und alles, wss damit zusammenhing, nicht vertragen.Sie reagierte mit zeitweiser geistiger Verwirrung. Das brachte sie in die Psychiatrie.
Nachdem ich ein Gespräch mit Dr. Merz geführt hatte, habe ich einige Zeit versucht Aufklärungsarbeit bei den Angehörigen zu führen. Nach dem Dr. Merz sich bereiterklärte selber mit den Anghörigen zu sprchen und ich dieses weitergab, wurde der Kontakt zu mir abgebrochen.

Ich war dann mit Frau Dr. Domen,Gudruns Umweltmedizinerin, länger in Kontakt und schaltete Dr. Ohnsorge noch ein. Frau Dr. Domen führte mehrereTelefonate mit den Ärzten. Ich schrieb einen Brief an die Stationsärztin und schickte Aufklärungsmaterial. Es dauerte lange, aber dann war es geschafft. Die Justiz und die Klinik stimmten der Entlassung zu. Frau Dr Domen bekam für sie einen Platz in Bredstedt.
Ein Ehepaar aus unserer Gruppe fuhr sie dort hin.
Dort erholte sie sich gut, war aber von Unruhe getrieben und beendete die Behandlung frühzeitig. Später bereute sie es sehr. Sie sagte zu mir: "Bredstedt war das Beste,was mir in den letzten 2Jahren passiert ist.

Sie mußte wegen einer Hüftoperation wieder ins Krankenhaus und war dann wiederholt in der Psychiatrie. Sie kam aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus. Das langsame Absetzen der Medikamete funktionierte auch nicht mehr. Der Aufenthalt in der Wohngemeinschaft war zeitweise nicht mehr möglich.
Sie sah ihre Situation sehr klar Etwa 14 Tage vor ihren Tod hatte ich ein längeres Telefongespräch mit ihr. Sie sprach vollkommen klar und geordnet. Ich sagte ihr noch, daß ich noch nie so lange mit ihr telefonieren konnte(sie vertrug es nicht), und zeigte Ihr, daß es doch auch imnerwieder kleine Besserungen gebe.

Vielleicht hätte eine Klinik für MCS-Kranke, in der auch ganz normale Krankheiten behandelt werden könnten, diesen fatalen Kreislauf erst garnicht entstehen lassen.

Ich bin traurig und entsetzt.

Hildegard Jung

---


NEIN, wir sind nicht "besessen" wie es die Wikipedia Admins titulierten, wir sind Menschen mit Herz und vielen eigenen leidvollen Erfahrungen. Wir erdulden jeden Tag Schmerzen, wir haben wegen MCS keine Freiheit mehr...


Ich könnte weiter ausführen, ich hoffe, dass meine Zeilen ausreichen für Wikipedia Admins, die über MCS - Multiple Chemical Sensitivity schreiben und sie zum Nachdenbken bewegen. Ich möchte zum Nachdenken noch mit auf den Weg geben, dass hier im CSN Forum einige der Erkrankten selbst in medizinischen Berufen arbeiteten und dadurch erkrankten. Krankenschwestern, Pfleger, Servicepersonal und Ärzte.


Es muss einen nicht treffen, damit man objektiv über eine Krankheit schreibt, anstatt nach Psychostudien zu graben von denen man genau weiß, dass der Studienautor in Abhängigkeit steht.

In diesem Sinne,
Janik
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Beitragvon Juliane » Sonntag 16. August 2009, 23:28

Update


Diese Seite wurde zuletzt am 16. August 2009 um 21:21 Uhr geändert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit
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Beitragvon Gatano » Sonntag 16. August 2009, 23:46

es wird immer peinlicher. Oder hat von Euch jemand jemals sowas gehört:

""idiopathische umweltbezogene Unverträglichkeiten, idiopathische Umwelt-Unverträglichkeit, idiopathische Chemikaliensensitivität""

Zitat:

Syonym oder im gleichen Zusammenhang werden Bezeichnungen wie Multiple Chemical Sensitivity-Syndrom (MCS-Syndrom), multiple Chemikaliensensitivität, multiple Chemikalienunverträglichkeit, multiple Chemikalienüberempfindlichkeit, vielfache Chemikaliensensitivität, chemische Mehrfachempfindlichkeit, Idiopathic Environmental Intolerances (IEI), idiopathische umweltbezogene Unverträglichkeiten, idiopathische Umwelt-Unverträglichkeit, idiopathische Chemikaliensensitivität, Umweltkrankheit, Ökosyndrom benutzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit
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Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 00:09

Die/der Gute hat sicher gerade ein Intensivseminar bei einer Werbeagentur durchlaufen. Kreativitätstraining. So was lernt man da. Immer neue Wortkompositionen. Jetzt testet sie/er seine neuerworbenen Kenntnisse auf Kosten des guten Rufs von Wiki.
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 00:13

Definition

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit">http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit


Symptome und Beschwerden

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit">http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit
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Beitragvon MCS Wachhund » Montag 17. August 2009, 03:36

Eintrag : Diskusion 01:24, 17. Aug. 2009

Bevor zwischen Nacht und Nebel wieder gelöscht wird, eine Dokumentation:



----ZITAT ----:: Naja die Frage wie man mich ernst nehmen kann, fasse ich jetzt mal als Hilflosigkeit auf und nicht als rhetorischen Elitismus. Die gebildeten Leser, die sich in das Thema näher einarbeitet, werden auch bemerken, dass an diesen genannten Studien zwar MCS-Probanden teilnahmen die aber nicht auf Chemikalien reagierten, dann aber dennoch als Chemikaliensensible ''MCS-Patienten'' bezeichnet wurden, obwohl im Test rausgefunden wurde, dass diese Patienten keine Chemikaliensensibilität hatten, aber dennoch für MCS-Patienten gültig seien und deshalb diese MCS-Probanden dann der Beweis dafür wären, das MCS-Patienten keine Chemikaliensensibilität hätten. Ähm, wo bleibt dabei der logische Sinn. Ein Patient der nicht auf Chemikalien reagiert, kann logischer Weise nicht an Chemikaliensensibilität (MCS) erkrank sein. Sowas gehört eher in den Bereich "Hypochondrie" unter die Kategorie "Ökosyndrom", "Chemiephobie", "Idiopathische Unverträglichkeit" oder sost was. Aber nicht in einen Artikel der über die Erkrankung MCS (Chemikaliensensibilität) handelt. Schade ist, dass im Wikipedia Text nicht näher darauf eingegangen wird, sondern der Artikel so verfasst wurde, als sei dies für MCS-Patienten gültig. Dabei kann dies nicht für MCS-Patienten gültig sein, denn MCS heisst ''Multiple Chemikalien Sensibilität'', ergo reagieren MCS-Patienten auf Chemikalien. Der Artikeltext liest sich so, als seien Chemikaliensensibile chemikalien-unsensibel, sehr logisch ist das ehrlich gesagt nicht. Heute wurde der ICD-10 GM Schlüssel T78.4 auch wieder mal gelöscht [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Multiple_Chemical_Sensitivity&diff=prev&oldid=63443641], wurde schon mal gelöscht, weil das Schreiben vom DIMDI keine "repultare Quelle" sei [http://www.csn-deutschland.de/dimdi_icd-schreiben.pdf]. Aber ok, dann schauen wir uns hier mal die momentan im Artikel gelisteten Studien etwas genauer an:
+
+ ::''"So zeigen wissenschaftliche Studien eine hohe psychosomatische bzw. psychiatrische Komorbidität von MCS-Patienten.[][][][]Unter kontrollierten Bedingungen durchgeführte Provokationstests erlauben keine auf spezifische Chemikalieneinwirkung zurückgehende Unterscheidung zwischen subjektiv von MCS betroffenen Patienten und Vergleichspopulationen[][]"''
+
+ ::''"Double-blind placebo-controlled provocation study in patients with subjective Multiple Chemical Sensitivity"'' - Im Text beschrieben als: ''"Unter kontrollierten Bedingungen durchgeführte Provokationstests erlauben keine auf spezifische Chemikalieneinwirkung zurückgehende Unterscheidung zwischen subjektiv von MCS betroffenen Patienten und Vergleichspopulationen."'' - Bedeutet: Diese MCS-Probanden haben im Test nicht auf Chemikalien reagiert. Für mich schlußfolgert sich daraus, dass diese Probanden also nicht Chemikaliensensibel waren, also keine MCS hatten. Dennoch wird der Text so ausgelegt, als seien diese Chemikalienunsensiblen Probanden gültig für Chemikaliensensibilität. Ähm, wo ist der Sinn dabei?!
+
+ ::''"The German Multicentre Study on Multiple Chemical Sensitivity (MCS)".'' - Diese "Multizenter Studie" war eine vom Robert-Koch-Institut (RKI) groß angelegte Studie, an dieser nahmen verschiedene Institutionen teil. Als ''MCS-Probanden'' wurden alle Patienten eingestuft die von sich erwähnten dass sie auf Chemikalien reagieren. Es gab darunter ganz unterschiedliche Probanden mit verschiedenen Erkrankungen. Die Hauptsache war, das die Probanden von sich aus erwähnten, dass sie auf Chemikalien sensibel reagieren. Sicher, man merkt tatsächlich selber wenn man auf Chemikalien unverträglich reagiert, aber wer vergibt denn für so eine Studie dann die Sicherheit dass diejenigen Patienten, die nicht aus dem Bereich der Erkrankung MCS kamen, dennoch wirklich auf Chemikalien reagieren. Diese Probanden wurden dennoch als "MCS-Probanden" bezeichnet und als "sMCS" betitelt, das steht für "selbstberichteter MCS". Die Studie diente der Einschätzung dieser MCS-Erkrankten anhand psychologischer Tests und persönlichen Befragungen. Diese "sMCS"-Patienten wurden einer Kontrollgruppe von "nicht-MCS"-Patienten gegenüber gestellt (nMCS), also "selbstberichtete MCS" gegenüber "Nicht-MCS". Hier ist das Studienendergebnis einsehbar, einfach mal eingeben "selbstberichteter MCS": [http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2231.pdf] Ob so eine Studie überhaupt gültig ist für die Erforschung der Erkrankung MCS, bleibt mir bis Dato also sehr fraglich. Denn sogar die Studienleiter räumten ein, dass diese Studie gravierende Mängel aufwies [http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/05/mcs-studie-des-rki-hatte-erhebliche-maengel-im-studiendesign-stellten-studienleiter-fest/]. Zitat: ''„Die vorliegende Multi-Center-Studie ist als deskriptive Studie angelegt, und führt daher nicht zu wesentlichen neuen Erkenntnissen der Ätiopathogenese, was aufgrund des Studiendesigns auch nicht zu erwarten war. Sie weist eine Reihe methodischer Schwächen auf, die bei einer Fortführung oder bei weiteren Untersuchungen vermieden werden sollten. Nur auf diese Weise kann das Ziel einer einheitlichen Dokumentation von Patienten mit (selbstberichteter) MCS nach klinisch-diagnostischen und wissenschaftlich fundierten Kriterien erreicht werden."''[http://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/effekte/mcs/info/04-Stinner.pdf]. Wenn man auf diese Tatsachen im Wiki-Artikel hinwies und hier klar und deutlich erwähnte, dass die genannten Studien nur immer die jeweiligen Probandenkollektive wiederspiegelt und deshalb nicht für alle MCS-Patienten gültig sein können, wurde das sofort wieder aus dem Wikipedia-Artikel rausgelöscht und alles wieder so hingeschrieben als seien diese Studien allgemeingültig für jeden. Die Studie ist ausserdem nicht aktuell, sie ist schon zich Jahre alt (2000-2003) und die daran teilnehmenden MCS-Probanden hatten auch wieder mal keine genetischen Dispositionen, Zitat: ''"Multicenter Studie: nor was there any evidence for a genetic predisposition",'' siehe Seite 24 [http://www.aerztekammer-bw.de/25/15medizin09/B30/4.pdf]. Eine andere groß angelegte, viel aktuellere deutsche Studie (2007), die von der Universität Bremen und einem Institut für Genetik und einem Krankenhaus in Hannover durchgeführt wurde [http://www.ehjournal.net/content/6/1/6 Full Text], bewies jedoch eindeutig das Gegenteil, die daran teilnehmenden MCS-Probanden wiesen signifikate genetische Dispositionen auf. Also muss logischerweise ein Unterschied gezogen werden zwischen den jeweiligen Studien und deren jeweiligen daran teilhabenden MCS-Probandenkollektiven. Da die einen die von sich dachten sie hätten Chemikalienunveträglichkeit keine genetischen Dispositionen aufwiesen, und die anderen die ebenfalls auch selbst über ihre Chemikalienunverträglichkeit berichteten hatten es aber wirklich hatten. Doch diese Studie wurde von mesenchym auch wieder gelöscht [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Multiple_Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit&diff=63346972&oldid=63346928]. Obwohl das klar und deutlich den Unterschied zwischen denjenigen MCS-Probanden und den anderen MCS-Probanden aufweist. Auch ein weiterer Hinweis darauf, dass es aufgrund jeweiliger genetischer Dispositionen zu Chemikalienunverträglichkeiten kommt, wurde gelöscht [http://www.imd-berlin.de/index.php?id=384]. Die Begründung der Löschungen durch Mesenchym war: ''"+Überarbeiten, eine einzige Katastrophe"''. Weshalb ist es "eine einzige Katastrophe" wenn hier über die genetische Chemikalienunverträglichkeit berichtet wird und wenn es Publikationen darüber von der Ärztekammer Nordwürttemberg gibt. Auch andere wichtige Literatur zum MCS-Syndrom, von Prof. Nicholas Ashford und Dr. Claudia Miller (zwei angesehene Experten), wurden von Mesenchym als ''"unsinniges blabla"'' und ''"nicht reputabel"'' gelöscht [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Multiple_Chemical_Sensitivity&diff=63345460&oldid=63345400]
+
+ ::''"Multiple chemical sensitivities: A systematic review of provocation studies."'' - An dieser Studie nahmen Probanden teil, die im Test nicht auf Chemikalien reagierten, sie hatten also keine Chemikalienunverträglichkeit, somit hat auch diese Studie nichts in einem Artikel zu suchen der über Chemikaliensensibilität handelt.
+
+ ::''"Dysfunctional cognitions in idiopathic environmental intolerances (IEI)--an integrative psychiatric perspective."'' - "Idiopathic environmental intolerances (IEI)" ("Ohne-Ursache-Umwelt-Intoleranz"), das kann intelligenter Weise nichts mit Chemikalienunverträglichkeit zu tun haben, denn diese heisst logischer Weise "Chemikaliensensibilität". Im ICD-10 GM wird dieses "IEI" auch nirgendwo gelistet. Das IEI kann nur gültig sein für Patienten die keine Chemikalienunverträglichkeit haben, also die Patienten aus der erwähnten Studie die nicht auf Chemikalien reagierten.
+
+ ::''"Personality, mental distress, and subjective health complaints among persons with environmental annoyance."'' - In dieser Studie ist im Paper nur wieder die Rede von "idiopathic environmental intolerance (IEI)", aber nicht von "Multiple Chemical Sensitivity (MCS)". Also wieder nichts mit Chemikalienunverträglichkeit, denn wenn es sich dabei um Chemikalienunverträglichkeit handelt, dann muss diese so bezeichnet werden. Andere Unverträglichkeiten tragen schliesslich auch die Auslöserbezeichung, zum Beispiel "Pollenallergie" heisst nicht "Ohne-Ursache-Aber-Immer-Im-Frühjahr-Und-Sommer". Wenn jemand im Frühjahr und Sommer eine Allergie hat und diese nicht auf Pollen zurückzuführen ist und derjenige nur von sich selbst denkt, er habe Pollenallergie, aber dann in Wirklichkeit keine hat, dann kann man diese auch nicht einfach in den Artikel zur Pollenallergie hinzuschreiben. Also "IEI" ist soweit mir bekannt keine Bezeichung für MCS.
+
+ ::Über "IEI" habe im Netz nur folgendes darüber gefunden, Zitat: ''"Die Bezeichnung "IEI" (idiopathic environmental intolerance) beinhaltet die zwingende Logik, Chemikalienunverträglicheit und hieraus folgende Symptome auf psychogene Ursachen zurückzuführen ("idiopathische umweltbezogene Unverträglichkeit"). Unter diesem Vorwand werden viele Einzelverfahren der anspruchsabweisenden Entscheidung zugeführt. Vielfach wird behauptet, daß es sich bei der den Begriff "IEI" prägenden Veranstaltung im Februar 1996 in Berlin um eine Veranstaltung der WHO gehandelt habe. Veranstalter war aber das "Internationale Programm für Chemikaliensicherheit" IPCS. Vom Ergebnis der Veranstaltung hat sich eine Vielzahl international bekannter Wissenschaftler persönlich und die WHO mittels Protestschreiben distanziert (21.03.1996, Dr.M.Marcier an Dr.A.Donnay, FCS C18/87/32)."'' zu lesen im 3. Artikel von ganz unten, ''Objektive Gutachter in Fachgremien?'' , Quelle: Rechtsanwälte H.-P.Herrmann / G. Hübler, Stuttgart [http://www.service.herrmann-huebler.de/20]
+
+ Also wie man sieht ist der derzeitige Wikipedia Artikel im Moment nicht sehr referent. --[[Benutzer:ChRe77|ChRe77]] 01:24, 17. Aug. 2009 (CEST)
---ZITAT ENDE
MCS Wachhund
 

Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 07:24

Danke Lieber Wachhund für Deine Arbeit.

Ich denke zwar, dass bei Wiki schon Hopfen und Malz veroren ist, aber bleiben wir am Ball. Immerhin gibt es ja auch Leser, die trotz Wiki-Dominanz auf den ersten Plätzen in den Suchmaschinen auch noch CSN finden.

Und hier soll doch ein Jeder finden, was ersucht.
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Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 07:25

Ich ergänze die Diskussion der Literaturquellen:


Anmerkung zu der Literaturquelle der Professoren Herr und Eickmann:

Diese Literarurquelle findet man als pdf auf der Internetseite


Informationsstelle Human-Biomonitoring

http://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/infostelle-humanbiomonitoring/pdf/GSF-MCS-Eikmann.pdf

http://www.helmholtz-muenchen.de/infostelle-humanbiomonitoring/veranstaltungen/nachlese-fachtagung-kinder-kranke-und-senioren/fachtagung-der-informationsstelle-human-biomonitoring/index.html



Hierzu eine Pressemitteilung jener Informationsstelle Human-Biomonitoring


"Auch manche Erwachsene nehmen von sich an, dass sie besonders sensibel auf Chemikalien reagieren – man spricht oft von der Multiple Chemical Sensitivity (MCS) oder anderen umweltbezogenen Syndromen. Prof. Dr. Thomas Eikmann, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, hat an einer großen deutschen Studie zu MCS mitgearbeitet: „Die Patienten sind schwer erkrankt und haben einen hohen Leidensdruck. Doch die genauen Ursachen von MCS sind noch ungeklärt“. Hier bestehe Forschungsbedarf.


Um der zunehmenden Bedeutung des Human-Biomonitorings auf nationaler wie internationaler Ebene Rechnung zu tragen, hat das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt die Informationsstelle Human-Biomonitoring eingerichtet. Das Projekt wird aus Mitteln des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. gefördert. Inhaltlich verantwortlich ist das Helmholtz Zentrum München. "

http://www.helmholtz-muenchen.de/infostelle-humanbiomonitoring/veranstaltungen/nachlese-fachtagung-kinder-kranke-und-senioren/index.html
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Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 07:26

MERKSATZ

"Um der zunehmenden Bedeutung des Human-Biomonitorings auf nationaler wie internationaler Ebene Rechnung zu tragen, hat das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt die Informationsstelle Human-Biomonitoring eingerichtet. Das Projekt wird aus Mitteln des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. gefördert. Inhaltlich verantwortlich ist das Helmholtz Zentrum München. "
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Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 07:32

Für alle Mitleser, die sich noch nichts unter einen Human-Biomonitoring vorstellen können, stelle ich nochmal meine Hässchenschule Umweltkunde ein.



..In der allerersten Stunde , Häschen haben Umweltkunde:

Was ist ein Human-Biomonitoring?

Wir schlagen die Seiten des Umweltbundesamtes auf:

"HBM ist ein Werkzeug der gesundheitsbezogenen Umweltbeobach-tung. Im Human-Biomonitoring werden menschliche Körperflüssigkeiten und -gewebe untersucht, um ihre Belastung mit Schadstoffen zu bestimmen....Im Umweltbundesamt gibt es eine Kommision Human-Biomonitoring. Deren Aufgabe besteht darin, den Präsidenten und andere Mitarbeiter des Amtes sachkundig zu Fragen des HBM zu beraten."

Aha. Merken!

Wer kann denn Fragen des UBA und der Kommissionsmitglieder beantworten?

Wir schlagen die Seiten des GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit auf.

" Um der Bedeutung des Human-Biomonitorings ... Rechnung zu tragen, richtet das . GSF .. ... eine Informationsstelle zu Fragen des Human-Biomonitorimgs ein. In dem ... Projekt ... wird ein Informationspaket ... für Multiplikatoren des Umwelt-und Gesundheitswesens zur Verfügung gestellt".

Wer bezahlt dieses Paket?

" Das Projekt wird aus Mitteln des Verbandes der Chemischen Industrie e. V. gefördert".

Aha. Merken!

Was ist den eigentlich die GSF?

Wir schlagen nochmals die Seiten der GSF auf:

"Die GSF erforscht Grundlagen einer zukünftigen Medizin ... Im Mittelpunkt stehen chronische, degenerative Krankheiten wie Lungenerkrankungen, Allergien, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen ... ..Die GSF ist eine Forschungseinrichtung des Bundes und des Freistaats Bayern ... Als ... Forschungszentrum .. analysieren die ...Forscher der GSF grundlegende Prozesse der Krankheitsentstehung , der Schädigung sowie der Abwehr- und Kompensationsfähigkeit des Organismus."

Aha. Merken!

Jetzt schlagen wir die Seite Zahlen , Daten , Fakten der GSF auf:

"Wirtschaftsplan 2007:

Gesamtbudget: 182,6 Mio. Euro
Drittmittel: 87, 7 Mio Euro
Zuwendungen Bayern: 9,5 Mio. Euro
Zuwendungen Bund: 85,3 Mio Euro ".

Merksatz aufschreiben: Die GSF erhält 87,7 Millionen Drittmittel.

Hausaufgaben: Finde heraus was Drittmittel sind!

So nun ist die Schule aus.
Alle Häschen gehn nach Haus.

"Auf dem Heimweg - stillgeschwiegen!
Nicht von Wegen seitwärts springen!
Nicht in dunkle Büsche dringen!
Hat der Rotfuchs euch am Kragen,
hilft kein Betteln, hilft kein Klagen"
(Aus Die Häschenschule)
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Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 07:36

Die ehemalige GSF hat sich im Jahr 2008 umbenannt:


"GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit wird zu Helmholtz
Zentrum München

Mit neuem Namen präsentierte sich das Helmholtz Zentrum
München im Rahmen eines Festakts am 28. Februar 2008
als das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und
Umwelt. Aber nicht nur der Name hat sich geändert: Bisher
lag der Forschungsschwerpunkt des Helmholtz Zentrums
München mehr auf den Mechanismen der Krankheitsentstehung.
Heute will das Zentrum verstärkt das Ganze in den
Blick nehmen: den Menschen in seiner Umwelt, das Wechselspiel
zwischen genetischer Disposition, Umweltfaktoren
und Lebensstil...


http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/10579
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Beitragvon Lucca » Montag 17. August 2009, 14:12

Einer der "Wikipedia Ärzte" hat sich im Blog mit einem Kommentar verewigt.
Man fühlt sich offensichtlich auch noch mißverstanden.

Ich habe einige Fragen gestellt.

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/08/12/schwer-mcs-kranke-sind-psycho-wikipedia-admins-lassen-keine-andere-meinung-zu
Lucca
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Hat da etwa wer Panik wegen MCS? Wiki

Beitragvon Alex » Montag 17. August 2009, 22:06

Die Wiki Leute zeigen sich etwas kooperativer.
Wie wäre es denn, wenn man jetzt einen richtig vernüftigen MCS Artikel auf Wikipedia auf die Beine stellt?
Wenn den Wiki Ärzten wirklich an einen guten Artikel gelegen ist, wie sie sagen, dann dürfte dem doch nichts
entgegen stehen.

Mich würde es jedenfalls freuen, wenn dort ein fundierte Artikel stünde.
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Beitragvon Juliane » Montag 17. August 2009, 23:37

Update

Diese Seite wurde zuletzt am 17. August 2009 um 19:10 Uhr geändert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemical_Sensitivity
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Beitragvon Juliane » Dienstag 18. August 2009, 08:53

Update

Diese Seite wurde zuletzt am 18. August 2009 um 07:38 Uhr geändert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemical_Sensitivity
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Beitragvon Silvia K. Müller » Dienstag 18. August 2009, 09:04

Danke Juliane, dieser Hinweis ist aus einem bestimmten Grund besonders wertvoll.
Habe gerade einen Screenshot gemacht.
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Beitragvon Clarissa » Dienstag 18. August 2009, 10:12

und was lesen wir zu gesundheitsthemen in wikipedia? das hier: "Wichtiger Hinweis für Beiträge im Bereich Gesundheit

Informationen aus der Wikipedia sollten niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwandt werden. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt.

Die Artikel der Wikipedia werden offen und ohne direkte redaktionelle Begleitung und Kontrolle bereitgestellt. Auch wenn zahlreiche Teilnehmer ständig an ihrer Verbesserung arbeiten, können Beiträge falsch sein und möglicherweise sogar gesundheitsgefährdende Empfehlungen enthalten."


Was dieser Satz wohl bedeuten könnte? "Die Artikel der Wikipedia werden offen und ohne direkte redaktionelle Begleitung und Kontrolle bereitgestellt."


Nehmen wir uns folgenden Absatz vor: "Die als Administrator oder „Sysop“ bezeichneten Benutzer der Wikipedia sind zudem keine offiziellen Vertreter der Website-Anbieterin, sondern lediglich Benutzer, denen weitergehende technische Möglichkeiten eingeräumt wurden. Diese Personen helfen in der Regel gern und schnell bei eventuellen Fragen oder Beanstandungen, sind jedoch nicht persönlich für diese Website verantwortlich."

Frage: Nach welchen Kriterien werden die ausgesucht, so, so sie sind nicht verantwortlich für das was sie dort hinterlassen. Sie dürfen also ungestraft ohne jegliche Konsequenzen falsche Informationen zum Schaden von Tausenden von schwer Erkrankten Menschen verbreiten, das nenne ich Diskriminierung vom Feinsten. Ja da wünsche ich mir das MCS ansteckend wäre und ich ihnen das per e-Mail rüber-beamen könnte, damit sie hautnah erleben müssen was sie so hartnäckig leugnen, vielleicht finden sie ja eine Psychotherapie die sie heilt!
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Maria » Dienstag 18. August 2009, 14:04

Mit den unsachlichen Berichten schneidet sich Wikipedia ins eigne Fleisch.
Dass es unhaltbar ist, sich über die Einklassifizierung der WHO von MCS als organische Erkrankung, hinwegzusetzen und sExperten heranzuziehen, um die dort angeführten Darstellungen zu “belegen”, dürfte selbst für die Initiatoren offensichtlich sein. Außerdem zeugt es nicht gerade von sachlichem Können und Seriosität, auf Kosten von schwerst Erkrankter und Behinderter, zu solchen Mitteln zu greifen.

Man beachte, einer der angeführten sExperten gab beim Forum der Apotheken-Umschau an, bisher noch keinen einzigen MCS-Fall diagnostiziert zu haben. Auch hält die RKI keinesfalls dem aktuellen wissenschaftlichen Sachstand von MCS stand - fachliche Mängel am Studiendesgin waren Realität, hinzu kommt, dass die Erkenntnisse der bereits in die Jahre gekommenen RKI-Studie längst überholt sind. Aber in Deutschland wird sie wahrscheinlich noch in 100 Jahren herangezogen werden, um die wahren Ursachen für MCS nicht benennen zu müssen.

Hier ein wenig Lektüre zur Information:

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/05/mcs-studie-des-rki-hatte-erhebliche-maengel-im-studiendesign-stellten-studienleiter-fest/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/27/wissenschaftlicher-stand-der-forschung-ueber-multiple-chemical-sensitivity-mcs/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/12/24/die-psychiatrisierung-von-mcs-kranken-stellt-in-deutschland-den-tatbestand-der-diskriminierung-koerperlich-behinderter-dar/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/10/10/mcs-multiple-chemical-sensitivity-who-icd-10-t784/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/03/umweltmedizin-mcs-psycho-studien-halten-kritischer-betrachtung-nicht-stand/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/31/wissenschaftlicher-sachstand-zu-multiple-chemical-sensitivity-mcs/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/02/14/auslaendische-wissenschaftler-in-der-medizin-fragen-whats-up-in-germany/
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Beitragvon Thommy the Blogger » Dienstag 18. August 2009, 15:56

Ein Wikianer hat sich im CSN mit einem zweiten Kommentar zu Wort gemeldet.
Der Kommentar ist noch in Moderation.
Wir haben den Herren per Mail angeschrieben und um eine Klarstellung gebeten.
Wenn nichts kommt, schalten wir seinen Kommemtar on und sagen etwas dazu.

Wie ich schon im Blog schrieb: MCS Kranke sind zwar krank, aber nicht verblödet.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 18. August 2009, 23:17

Update

Die Nachmittagsschicht:

Diese Seite wurde zuletzt am 18. August 2009 um 16:51 Uhr geändert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Chemical_Sensitivity
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 19. August 2009, 11:28

Für Uwe

absolut nicht off topic:



"Berlin. Die Schweinegrippe-Impfung ist beschlossene Sache. Das Bundeskabinett gab grünes Licht für die rechtlichen Grundlagen. Vom Herbst an sollen bis zu 35 Millionen Bundesbürger gegen den neuen Grippe-Erreger geimpft werden. Die Länder können nun mit den Kassen Impfvereinbarungen schließen.

Die Krankenkassen sollen die Kosten für diese erste Impfwelle tragen - etwa eine Milliarde Euro. Das Ziel der Bundesregierung ist, dass sich darüber hinaus jeder impfen lassen kann, der dies will. Die Kosten hierfür sollen Bund und Länder aus Steuermitteln tragen.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1888542_Schweinegrippe-Kabinett-beschliesst-Impfung.html




"Der Schweizer Soziologe und frühere UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, kritisierte scharf den Umgang mit der Schweinegrippe. Vor allem die WHO-Kampagne schüre Angst und stehe in keinem Verhältnis zu den wirklichen Problemen.

"Von 6,2 Milliarden Menschen sind vermutlich seit einigen Wochen etwa 45 an der Grippe gestorben. Aber 100.000 Menschen sterben jeden Tag an Hunger und seinen unmittelbaren Folgen", sagte er. Alle fünf Sekunden verhungere ein Kind. "Das nehmen wir hin mit eisiger Normalität."

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1749505_Scharfe-Kritik-an-der-WHO-Gibt-Schlimmeres-als-die-Schweinegrippe.html

Ein Fallbeispiel, Uwe aus der Reihe "Wissen wo's herkommt"
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 19. August 2009, 11:43

"etwa eine Milliarde Euro"

Was man damit alles machen könnte.

Unglaublich
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