Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Beitragvon schlumpf » Dienstag 4. Januar 2011, 10:58

Sind Bio-Produkte eigentlich auch betroffen?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,737631,00.html
schlumpf
 

Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Beitragvon Peri » Dienstag 4. Januar 2011, 13:33

Dioxin-Eier: vzbv fordert mehr Information und bessere Kontrollen
Die Lebensmittelüberwachung ist zehn Jahre nach BSE nicht ausreichend gut aufgestellt

Pressemitteilung der Verbraucherzentralen

04.01.2011 - Mehr Transparenz und bessere Kontrollen fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) als Konsequenz aus dem Skandal um dioxinverseuchte Eier. "Die Behörden müssen die Öffentlichkeit aktiv informieren, welche Hersteller, Händler und Chargennummern betroffen sind", so Vorstand Gerd Billen. Zudem müssten die Kontrollen zahlreicher und effizienter werden. Dies betreffe die staatliche Lebensmittelüberwachung und die Eigenkontrollen der Wirtschaft gleichermaßen.

Das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) bietet bereits heute eine Grundlage zur aktiven Information der Öffentlichkeit. Ob und in welcher Form dies tatsächlich stattfindet, liegt allerdings im Ermessen der Behörden. Die Folge: Während einige Länder und Kommunen namentlich über die Ergebnisse von Kontrollen informieren, ist dies in anderen Gegenden nicht der Fall. Die anstehende Novellierung des VIG muss die rechtliche Grundlage zur Veröffentlichung klarer fassen.

Ein Kontrolleur für 1.000 Betriebe
Bei den Kontrollen sieht der vzbv Staat und Wirtschaft in der Pflicht. Die Hersteller tragen die Verantwortung für sichere Lebensmittel. Die Kontrollbehörden überprüfen, ob die Wirtschaft ihrer Sorgfaltspflicht nachkommt. Doch dafür fehlt ausreichend Personal. Der vom vzbv veröffentlichte Verbraucherschutzindex 2010 offenbarte bei der Kontrolldichte zwischen den Bundesländern gravierende Unterschiede. Während in Baden-Württemberg ein Kontrolleur für 1.000 Betriebe zuständig ist, sind es in Niedersachsen zwölf. "Um ein einheitliches Niveau der Lebensmittelüberwachung zu schaffen, brauchen wir eine länderübergreifende Qualitätssicherung", so Billen. Welche Inhaltsstoffe von wem wohin geliefert und verarbeitet werden, ist ein komplexer Prozess. Speziell ausgebildetes Personal sollte identifizieren, welche Probleme für die Lebensmittelsicherheit entstehen können und den Überwachungsbehörden Empfehlungen für ihre Kontrolltätigkeit geben.

Aigner beim verbraucherpolitischen Forum
Am 27. Januar veranstaltet der vzbv im Rahmen der Grünen Woche ein verbraucherpolitisches Forum zum Thema "Sichere Lebensmittel?! - Zehn Jahre nach BSE". Dabei wird es sowohl um die Lebensmittelkontrollen gehen, als auch um die Risikobewertung und -kommunikation. An der abschließenden Podiumsdiskussion nimmt auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner teil.

Ort: Funkturm-Lounge, Messegelände, Eingang Ost, Messedamm, 14055 Berlin
Termin: Donnerstag, 27. Januar 2011, 14 - 16 Uhr
Peri
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Beitragvon Thommy the Blogger » Mittwoch 5. Januar 2011, 14:52

Der Toxikologe Hans-Ulrich Hill im CSN Blog über den Dioxine in Eiern:


Toxikologe zur Dioxin-Belastungen in Eiern

Hill: Der „Dioxin-Skandal“ ist nichts Neues
Dioxine sind giftiger, als die Behörden bei ihren Abwiegelungsmanövern weismachen

http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/05/toxikologe-zu-dioxin-belastungen-in-eiern/

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Verbreitet den Link!
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Beitragvon Zdenka » Mittwoch 5. Januar 2011, 15:46

Im Öko-Landbau sind isolierte Fettsäuren, die im aktuellen Fall die Kontaminationsquelle sind, nicht erlaubt. Entsprechend ist unter den gesperrten Betrieben kein Bio-Betrieb. Alexander Gerber, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW): "Verbraucher können deshalb unbesorgt weiterhin Eier und Fleisch aus ökologischer Erzeugung kaufen".
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Beitragvon Thommy the Blogger » Mittwoch 5. Januar 2011, 19:45

Dr. Hills Artikel als Leitartikel in der heutigen CSN News Daily:

http://paper.li/SilviaMueller/csn-news/2011/01/05

Zitat aus Hill's Artikel:

" Ursache sind letztlich Vermischungen von Herstellungs- und Warenströmen der Chemie- und Lebensmittelindustrie, die zu unglaublichen und unkontrollierten Schweinereien auf einzelnen Stationen dieser Ströme führen. Der jetzige erneute „Dioxin-Skandal“ ist also nichts Neues, er ist systembedingt und besteht schon länger!

Die industrielle Tierhaltung versucht, die Kosten für die Futtermittel zu drücken, indem sie das Futter mit technischen Fetten streckt. Dabei dient das Futter als Entsorgungs- weg für die Giftindustrie."
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Beitragvon Toxicwarrior » Mittwoch 5. Januar 2011, 21:01

Vermutlich ist das weitreichender als nur in Futtermittel. Theoretisch könnte das auch sämtliche Ölsorten betreffen - Oliven .....
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Beitragvon Blonde Babe » Mittwoch 5. Januar 2011, 21:55

Die Bevölkerung ist gefragt, lückenlose Aufklärung und gnadenlose Zurechenschaftziehung der Täter zu verlangen.
Nicht wieder nach einer Woche zu vergessen.
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Beitragvon Westi » Donnerstag 6. Januar 2011, 13:35

Antwort auf die Frage von schlumpf:

Bio-Eier sind nicht betroffen.
Bio-Eier haben an erster Stelle des aufgedruckten Codes eine 0 (i. W. Null).
- Editiert von Westi am 06.01.2011, 13:35 -
- Editiert von Westi am 06.01.2011, 13:35 -
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Beitragvon schlumpf » Donnerstag 6. Januar 2011, 16:20

Danke!
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Beitragvon Husky » Donnerstag 6. Januar 2011, 16:24

Im CSN Blog erfahrt Ihr Näheres:

KEIN DIOXIN IN BIO EIERN
http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/06/kein-dioxin-in-bio-eiern/
Husky
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Beitragvon Riccardo Tisici » Donnerstag 6. Januar 2011, 19:46

Wie erkennt man ob ein Brathähnchen mit Dieselöl verunreinigt ist?

Achtung Satire:
http://www.kojote-magazin.de/2011/fuenf-anzeichen-dass-ihr-brathaehnchen-mit-dieseloel-gefuettert-wurde/1669/
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Beitragvon schlumpf » Freitag 7. Januar 2011, 08:05

Pressebericht: Seit März 2010 war schon bekannt das Futtermittel mit Dioxin verunreinigt waren. Gehandelt wurde offensichtlich nicht.

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/22/0,3672,8187222,00.html
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Beitragvon Mia » Freitag 7. Januar 2011, 08:12

Die Satire im Kojote-Magazin ist einfach köstlich!

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Beitragvon Sausewind » Freitag 7. Januar 2011, 09:46

Dioxin-Skandal: Tierfutter schon seit Monaten verseucht

Einem Zeitungsbericht zufolge wusste ein Hersteller seit März von den zu hohen Dioxin-Werten. Im gesamten Land wurden inzwischen mehr als 4700 Höfe gesperrt...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,738227,00.html
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Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Beitragvon Sausewind » Freitag 7. Januar 2011, 09:51

Und es wird sich noch weiter ausweiten: KOSMETIK

Lest den ganzen Artikel in der taz: http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/die-boese-industrie-soll-buessen/

"...Gut 0,5 Prozent des eingesetzten Pflanzenöls bleibe nach der Verarbeitung zu Biodiesel als freie Fettsäuren zurück. Je nach Ausstattung würden die Fette entweder in der Produktion bleiben oder zu Industriezwecken verkauft. Für etwa 450 Euro pro Tonne, sagt ein Branchenvertreter.

Das wesentlich häufigere und auch lukrativere Nebenprodukt ist hingegen der Fettbaustein Glycerin. Etwa ein Zehntel des eingesetzten Öls bleibt bei der Produktion als Glycerin zurück. "So gut wie alle Biokraftstoffhersteller bereiten auch Glycerin anschließend auf", erklärt Bockey. In der Futtermittelherstellung wird Glycerin aufgrund seines hohen Energiegehalts gerne als Zusatzstoff eingesetzt.

Der Preis von Glycerin bei der Tierfutterherstellung orientiere sich am Preis des Weizens, momentan liegt er bei etwa 250 Euro pro Tonne. Etwas besser aufbereitet gibt es für Glycerin aber satte 600 Euro pro Tonne - in der Kosmetikindustrie etwa für Zahnpasta, Feuchtigkeitscreme oder Weichmacher.
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Dr. Jaumann zum Dioxin-Skandal

Beitragvon Thommy the Blogger » Dienstag 11. Januar 2011, 19:41

Dr. Michael Jaumann, HNO-und Umweltmediziner, Mitglied im Ausschuss Umwelt und Prävention der Ärztekammer Baden-Württemberg, sowie Landesvorsitzender Württemberg Berufsverband deutscher HNO-Ärzte,
hat zwei Statements zum aktuellen Dioxinskandal verfasst, die er als Reaktion auf Artikel in der FAZ und in der Stuttgarter Zeitung schrieb.

Lest im CSN Blog sein Statement an die Stuttgarter Zeitung:


Umweltmediziner zur gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Dioxine
Die Belastung der deutschen Bevölkerung mit Dioxinen und verwandten Stoffen ist hoch
http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/11/umweltmediziner-zur-gesundheitlichen-beeintrachtigung-durch-dioxine/
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Beitragvon CSN Tweetie » Mittwoch 12. Januar 2011, 19:03

Dr. Jaumann's Artikel ist Leitartikel in unserer heutigen Twitterzeitung UMWELT DAILY:

http://paper.li/tag/Umwelt/2011/01/12

Viele weitere spannende Artikel erwarten Euch.
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Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Beitragvon Thommy the Blogger » Sonntag 16. Januar 2011, 16:27

Dr. Germann in 3Sat über den Dioxin-Skandal (Video):

http://www.3sat.de/mediathek/?obj=22622
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Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Beitragvon Cosi » Dienstag 18. Januar 2011, 14:30

und jetzt auch Gift in Gemüse bei vielen Supermärkten nachgewiesen, nicht nur in Parika. (Greenpeace Meldung)

Tja, nüchtern betrachtet wird die Bevölkerung auf Schritt und Tritt vergiftet.
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Dioxin-Skandal - Eier und Fleisch vergiftet

Beitragvon kf-forum » Dienstag 18. Januar 2011, 17:28

Gestern wurde von Lebensmittelchemikern erklärt, dass es sich um PIKO-Gramm Dioxin handelt (1 Millionstel von einem Millionstel Gramm) und dass selbst bei 2 solchen Eiern pro TAG (!!!) noch keine gesundheitlichen Wirkungen feststellbar seien....

Volksverdummung oder Realität?

Und - manche Bio-Eier sin wegen der Freilandhaltung ohnehin mit Dioxin belastet, da sich dieses inziwschen überall befindet, auch in verschiedenen Gemüsen, Salaten, etc.

Tja ... war das eine Dioxin-Panikmache in typischer Medienmanier?????????
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Beitragvon kf-forum » Dienstag 18. Januar 2011, 17:32

Gerade im CSN-Artikel gefunden:

Untersuchungen bei dort aufgewachsenen Lämmern ergaben eine Belastung des Muskelfleisches mit 24,7 pg/gramm Gesamt-TEQ an Dioxinen und Verwandten. Eine einmalige Fleischportion von 200 Gramm würde fast der Gesamtjahresdosis für diese Stoffe entsprechen die man seitens der Behörden für “ungefährlich” hält.

Der Typ in der von mir erwähnten TV-Sendung kam auch vom BfR und der Lebensmittelchemiker war Polmer...... (der Wendehals!). Tja, versucht man also doch die Bevölkerung zu verarschen.
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Beitragvon Osmanthus » Samstag 22. Januar 2011, 13:14

Dioxin im Tierfutter - Panscherei ungeahnten Ausmaßes

"Der Futterproduzent Harles und Jentzsch hat offenbar viel mehr Tiernahrung mit Dioxin verunreinigt als bisher bekannt. Mehr als jede zweite Probe soll verseucht sein. Verbraucherschutzministerin Aigner fordert die Deutschen derweil auf, mehr Geld für Essen auszugeben.
Der Fetthersteller Harles und Jentzsch hat offenbar regelmäßig und in viel größerem Ausmaß dioxinbelastete Fettsäuren gemischt und ausgeliefert als bislang bekannt.

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat nach Informationen der Berliner Zeitung in 60 Prozent der untersuchten Futtermischungen zu viel Dioxin gefunden. Das geht aus Messergebnissen hervor, die der Zeitung vorliegen..."


http://www.sueddeutsche.de/politik/dioxin-skandal-um-tierfutter-panscherei-ungeahnten-ausmasses-1.1049201
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