DBU Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen

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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 14:09

@ Leckermäulchen

na ja, das Gesundheitssystem heißt ja nur so. Es bietet viele Möglichkeiten des Missbrauchs.

Aber wozu aufregen? Die Lüge ist allgegenwärtig. Lieber sachlich analysieren und Schlussfolgerungen machen. Ich habe vor einiger Zeit aufgehört, mich aufzuregen. Und fing an, nachzudenken. ;-)
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 18:10

Hallo Tohwanga,

man kann die falschen, problematischen Aussagen in den Leitlinien nicht einfach zerreden, indem man Sätze aus dem Zusammenhang reißt, die o. a. Zitate ignoriert, psychiatrisierende Aussagen beschönigt, die Ursache und Wirkung vertauschen.

MCS, CFS und Co. haben keine psychische Entstehung, wie in den Leitlinien behauptet wird. Deine Argumentation diesbezüglich ist nicht neu und erinnert genau an die Argumentation und Taktik der Riege der Psychiatrisierer von Umweltkranken.

Du wirfst den Kritikern der Leitlinie Verleumdung vor. Dabei bist du hier diejenige, die Verleumdung betreibt, indem du berechtigte Kritik falsch interpretierst und sachliche Kritik-Argumente ignorierst. Bleibe bitte sachlich, sonst kannst du niemanden überzeugen, der seine Sinne beisammen hat.
mirijam
 

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Beitragvon Juliane » Samstag 19. November 2011, 18:40

@Tohwanga

Auch wenn es nicht so einfach zu verkraften ist, wenn Menschen, denen man vertraut hat, sich auf einmal ganz anders entwickeln, muss man trotzdem der Realität ins Auge schauen.

Da hilft kein Idealisieren, verklären.

Mag sein, dass die DBU-ler dereinst mal ausgezogen sind, die Welt zu verändern. Und jetzt hat die Welt sie verändert.

Realistisch gesehen hat so eine handvoll Mediziner ja auch wenig Chancen im Medizinsystem.

Und was können sie auch schon ausrichten? Die Kassen bezahlen keine notwendigen Untersuchungen, sie können die Trigger im Wohn- Schul- Arbeitsumfeld nicht abstellen und selbst wenn sie dem Patienten mit Infusionen und Nahrungsergänzungsmittel helfen wollen, können sie dafür keine Kassenrezepte ausstellen.

Bedenkt man dazu jetzt noch, dass die Berufswahl Medizin nicht nur von finanziellen Anreizen gelenkt wird, sondern in vielen Fällen auch eine ganz andere Motivation hat (siehe Wolfgang Schmidbauer), kann man nachvollziehem, wie es zu solchen "Sinneswandlungen" kommt.

Es kränkt den Arzt, wenn er nichts ausrichten kann. So ist das.

Gesetzt der Fall ein Arzt nimmt es ernst, die Welt verändern zu wollen, müsste er im Fall
MCS politisch aktiv werden. Einen anderen Weg gibt es nämlich nicht.

Sehr wohl gibt es aber die individuelle Lösung:

Man passt sich einfach den Verhältnissen an. Verleugnet (das meine ich jetzt ganz und gar im Sinne Freuds) was man weiss, schafft sich irgendwelche Theorien und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

Und findet man dann noch eine Gruppe, die das alles mitträgt, fühlt man sich ganz auf der sicheren Seite. Man bestätigt sich sozusagen gegenseitig.

Traurig aber wahr.
Juliane
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Beitragvon Tohwanga » Samstag 19. November 2011, 21:01

ich versuche noch mal was in den Raum zu werfen. Unrund und eckig, da mir Zeit und Kraft fehlt.

Schadstoffe gelangen über verschiedene Wege ins Gehirn und „greifen“ dort den Präfrontalen Cortex / Stirnvorderlappen an. Wichtige Nervenzellen degenerieren, es führt zum Zelltod. Der Stirnvorderlappen enthält u.a. das Limbische System, eine Funktionseinheit des Gehirns. Hier werden die Emotionen verarbeitet und die Entwicklung von Triebverhalten, sowie die intellektuellen Leistungen verarbeitet, vor allem die Speichermöglichkeiten von Lernstoffen (sprich das Lernen mit Eselsohren). Das limbische System ist auch für die Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen), körpereigenen Opioiden (Belastbarkeit) verantwortlich. Die aktuelle Forschung weiß, dass Duftstoffe Psychosen auslösen können. Die Chemikalien schädigen vor allen Dingen das Kurzeitgedächtnis und somit das nachhaltige Lernen, sowie die Konzentrations- und Merkfähigkeit. Weiterhin können sie Aggressionen, Hyperaktivität und andere Verhaltensauffälligkeiten auslösen. Es ist bekannt, dass Chemikalien Auslöser von neurodegenerativen Erkrankungen sind.

Quelle: Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS); Eine Krankheitsbild der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI); Umweltmedizinische, toxikologische und sozialpolitische Aspekte; Ein Blick in den aktuellen Forschungsstand; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage 2008; Autoren: Hans-Ulrich Hill, Wolfgang Huber und Kurt E. Müller; zu beziehen im Shaker-Verlag, Rubrik Medizin, ISBN 978-3-8322-7098-8


Die chronische Eigenschaft von MCS und anderen verwandten Multisystemerkrankungen ergibt sich wahrscheinlich aus einem biochemischen „Teufelskreis“, dem NO/ONOO--Zyklus, der von verschiedenen Stressoren ausgelöst wird, die die Stickoxid- und Peroxynitritkonzentration erhöhen (wobei die Wirkung einiger, aber nicht aller Stressoren auf NMDA-Stimulierung beruht).
Die wichtigsten Stoffklassen, die die Krankheit MCS auslösen, sind die große Klasse der organischen Lösungsmittel und der damit verwandten Verbindungen sowie drei Klassen von Pestiziden…
Weitere Chemikalien, von denen die Auslösung von MCS berichtet wird, sind Quecksilber, Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxid…

Tabelle 2: In der Literatur genannte Stressoren für die Auslösung der Erkrankungen
Chronisches Erschöpfungssyndrom/myalgische Enzephalomyelitis CFS/ME)
Virusinfektionen, bakterielle Infektionen, Exposition gegenüber Organophosphor-Pestiziden, Kohlenmonoxidexposition, Ciguatoxinvergiftung, physisches Trauma, schwere psychische Stressbelastung, Toxoplasmose (Protozoeninfektion), Exposition gegenüber Ionenstrahlung

Multiple Chemikaliensensitivität
Exposition gegenüber leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln, Exposition gegenüber Organophosphor-/Carbamatpestiziden, Exposition gegenüber Organochlorpestiziden, Pyrethroidexposition; Schwefelwasserstoff; Kohlenmonoxid; Quecksilber

Fibromyalgie
Physisches Trauma (insbesondere Kopf- und Nackenverletzungen), Virusinfektion, bakterielle Infektion, schwere psychische Stressbelastung, Vorbelastung durch Autoimmunkrankheit

Posttraumatische Belastungsstörung
Schwere psychische Stressbelastung, physisches Trauma (Kopf)

Quelle: http://www.martinpall.info/files/mcs/#Übersicht & Einleitung


MCS / Umwelterkrankungen sind unwiederbringlich mit der Psyche verbunden. Vielfältige Symptome können nur mit Ausdrücken/Beschreibungen betitelt, die auch in der sog. psychiatrischen Fachnomenklatur verwandt werden.

Die Umweltmedizin ist mit den Fachbereichen Neuropsychologie, Nervenheilkunde, etc. eng verbunden und verwoben. Ein Herauslösen der Umweltmedizin aus dem medizinischen Ganzen wäre in meinen Augen auch fatal, weil wir damit einen Rückschritt um 80 Jahre machen würden.

Unsere Umweltmediziner versuchen meines Erachtens, mit dieser Leitlinie, eine Integration der Umweltmedizin in die klassische Medizin zu erlangen. Dies ist ein wichtiger Schritt der Anerkennung und Anerkennung auf allen Gebieten, sodass in z.B. im Hartz-Reglement, den Empfehlungen des Deutschen Verein, den gutachterlichen Tätigkeiten, etc. MCS und andere Umwelterkrankungen Einzug einhalten. Nicht nur eine namentliche Nennung wäre möglich, sondern ein klares Statement: Expositionsstoff und –vermeidung. Daraus resultierend müsste sich zwangsläufig unser Hauptproblem kristallisieren: mcs-gerechter Wohnraum muss geschaffen werden, sowohl auf dem freien Markt im Besonderen im Sozialen Wohnungsbau.


Hier werden Wörter, Satzpassagen oder Sätze als psycholastig hingestellt, die aber bei genauer Betrachtung gar nicht diese Aussage haben.

Somatoformen = körperliche Beschwerden

ökonomisch sinnvoll = haushälterisch, wirtschaftlich durchdacht

gesundheitlichen Beschwerden oder auffälligen Untersuchungsbefunden = aus Anamnese oder Labordiagnostik auffällig

sozialen Beeinträchtigungen = gemeinsam; Behinderung einer Körperfunktion oder –struktur

subjektiven Krankheitstheorien = Annahmen / persönliche Meinung über das Krankheitsbild

psychosozialen Stressoren = weitestgehend erforscht der am Arbeitsplatz. Stressoren sind Stressfaktoren, entspr. Ereignisse in der Umgebung, die eine Stressreaktion auslösen. Man unterscheidet biophysiologische und psychosoziale Stressoren. Biopyhsiologische Stressoren wirken als sog. Stimulant physiologisch auf den Körper ein und verursachen i.d.R. » Stress (wie u.a. Amphetamine, Koffein, Nikotin) Psychosoziale Stressverursacher sind tatsächliche Ereignisse, die Stressreaktionen hervorrufen. Negative Stressoren bezeichnet man als Distress (Langeweile, Unterforderung), Eustress (Herausforderung), steht für positive Stressoren. Quelle: http://www.wellnessberatung24.de/begrif ... index.html
psychosozial ist aber auch der Familien, Freundes- und Bekanntenkreis, die Nachbarschaft, jegliches soziale Umfeld.

Komorbidität = Begleiterkrankung

Anamnese von expositionsunabhängigen Risikofaktoren = Nicht nur Toxine belasten, Krebs z.B. belastet, etc.

Pseudoallergien = Unverträglichkeitsreaktion, die in ihrer klinischen Symptomatik sehr stark einer klassischen allergischen Reaktion („Soforttyp“) ähnelt, allerdings ohne dass eine immunologische Reaktion nachweisbar wäre. Die häufigsten Auslöser sind Arzneimittel und Lebensmittelzusatzstoffe
allergieforme Gesundheitsstörungen = Symptome die auf allergische Prozesse zurück zuführen sind, z.B. Naselaufen

Sonstige Auffälligkeiten = natürlich können neben MCS noch andere Erkrankungen mit ihren spez. Symptomen bestehen

die Ursachenüberzeugung bzw. subjektive(n) Krankheitstheorie(n) sowie = berichte Annahmen oder persönliche Meinung

Ressourcen = Mittel, Quelle, materielles oder immaterielles Gut

Bewältigungsstrategien = Copingstrategien = bezeichnet die Art des Umgangs mit einem als bedeutsam und schwierig empfundenen Lebensereignis oder einer Lebensphase

Krankheit = ist die Störung der Funktion eines Organs, der Psyche oder des gesamten Organismus.

Fördernde = begünstigen, beschleunigen

Mechanismen = Gefüge, System, Organismus

Krankheitsfördernde Mechanismen = Beschleunigung von Störungen im System

Migräne, sonstige Kopfschmerzen = ein sehr häufig genanntes Symptom bei Umwelterkrankungen

Personen mit multiplen Allergien oder multiplen Pseudoallergien = Vorerkrankungen, Immunschwächen, Begleiterkrankungen, etc. können mit MCS einhergehen

Personen mit erhöhtem Level an Stressoren (s. 4.8), siehe NO/ONOO—Zyklus z.B. diese Quelle: http://www.dr-kersten.com /stress/nitrosativer-stress/biochemischer-teufelskreis-als-ursache-chronischer-zivilsationserkrankungen nitrosativer und oxidativer Stress

Personen mit ängstlicher Persönlichkeitsstruktur oder manifesten Angststörungen = Angst löst Stress aus und löst ganze Kettenreaktionen aus, siehe http://www.medizinfo.de/kopfundseele/an ... ette.shtml

Multimorbidität = Mehrfacherkrankungen

Reaktive = Handeln erst/nur auf Anstoß von außen, aufgrund von Fehlern, Mängeln, Forderungen

seelische = emotional, mental, psychisch, die innere Verfassung des Menschen betreffend

Reaktive seelische Erkrankungen = vielleicht so: erworbene mentale Störungen

zusätzliche Stressoren = Provokanten, Auslöser, Faktoren, Als Stressoren werden alle inneren und äußeren Reiz-Ereignisse bezeichnet, die eine adaptive Reaktion (Anpassungsfähigkeit) erfordern.

soziale Benachteiligungen (Verlust des Arbeitsplatzes, Nicht-Akzeptanz des Erkrankungsbildes im sozialen Umfeld oder bei medizinischem Personal) = ein Stressor

neurologische = Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems

neuropsychologische = ist ein interdisziplinäres Teilgebiet der Psychologie und der Neurowissenschaften. BITTE LESEN http://de.wikipedia.org/wiki/Neuropsychologie

und irritative = irritare = reizen http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Bi ... onFile&v=3
Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe können obstruktive Atemwegserkrankungen entstehen. http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m4302.htm

Symptome = Begebenheit, Krankheitszeichen, Beschwerden

neurologische, neuropsychologische und irritative Symptome = nervenerkrankende, durch Gehirnzelltod hervorgerufene und durch Reize ausgelöste Krankheitszeichen

Vor allem neurologische, neuropsychologische und irritative Symptome treten bei den umweltmedizinischen Patienten signifikant häufiger und schwerer auf als in der Bevölkerung oder bei stationären psychosomatischen Patienten
Depressivität und Ängstlichkeit. = körperliche Beschwerden treten häufiger auf als, …

Umweltmedizinische Patienten mit einer komorbiden Diagnose aus dem Abschnitt „F“ des ICD-10 (psychiatrische und psychosomatische Diagnosen) sind in allen gesundheitlichen Beeinträchtigungen besonders schwer betroffen. = Patienten mit einer Umwelterkrankung UND einer weiteren Erkrankung einer psychiatrische und psychosomatische Erkrankung sind besonders schwer betroffen.
Tohwanga
 

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Beitragvon Beobachter » Samstag 19. November 2011, 21:33

Einige Anmerkungen zum Eintrag von Juliane:

Kein niedergelassener Arzt (besonders Labor-, Röntgen-, Chirug.-; Hausärzte haben es schwer) kein Klinikleiter, kein Vorstandsmitglied in einer etablierten Ärztevereinigung nagt am Hungertuch (ich rede hier nicht von den überlasteten, unterbezahlten Assistenz-Krankenhausärzten).

Wer Klinikleiter oder Vorstandsmitglied ist, hat sich schon mit den bestehenden Verhältnissen arrangiert, sonst wäre er nicht auf dieser Position. Hier duldet man (im Kreise der Kollegen auf Augenhöhe) von vornherein niemanden, der "gegen den Strom schwimmt" oder gar auf der politisch "falschen Seite" aktiv ist (jedoch z.B. CDU/FDP-, Burschenschafts,-Rotary-Club-Angehörigkeit natürlich willkommen).
Auch heute noch ist die Hauptmotivation zum Medizinstudium der finanzielle Anreiz und der hohe gesellschaftliche Status; in den wenigsten Fällen will man "die Welt verändern" oder unterliegt einem "Helfersyndrom" (was vielleicht mit "anderer Motivation" gemeint war).

M. E. geht es bei diesen Leitlinien des DBU hauptsächlich um die möglichst umfassende Abrechenbarkeit (bei den Krankenkassen) aller in Frage kommender Leistungen aus der Psychologie/Psychiatrie/-Schublade bei Verdacht oder Bestehen einer umweltbedingten Erkrankung.
Denn das ist bedeutend bequemer, problemloser, lukrativer (und weniger mühselig, als nach den auslösenden äußeren schädigenden Einflüssen zu suchen und sie nachzuweisen).
Wo viel (Geld) ist, soll noch mehr hinzu kommen ...

Und oft wäre es nicht mal "mühselig", die wahre Ursache zu finden; siehe z.B. "altbekannte" Berufskrankheiten (Asbest, Glaswolle, Feinstaub, Lacke, Farben usw.; Schicht-, Band-, Akkordarbeit; Lärm usw.).
Und welcher Arbeiter am Band kann sich einen guten kompetenten Gutachter leisten, wenn er nach Jahren ein kaputtes Kreuz hat und dazu noch die Beweispflicht bei ihm als Betroffenem liegt?
Selbst eine durchgesetzte Frühberentung macht ihn nicht wieder gesund.
Warum verbietet man nicht best. krankmachende Stoffe (und sucht, wenn nötig, nach Ersatz)?
Warum verändert man nicht best. Arbeitsbedingungen?

MCS, Allergien und Unverträglichkeiten nehmen zu, weil der Einsatz von Chemikalien, Pestiziden, Zusatzstoffen etc. zunimmt, und zwar im alltäglichen Lebensbereich von jedermann.
Wo bleiben hier die Toxikologen?
Warum bemüht man sich nicht (weiter) verstärkt um Nachweismethoden?

Weil jede verantwortungsbewusste, kompetente Umweltmedizin zwangsläufig politisches Handeln zur Änderung der krankmachenden äußeren Einflüsse implizieren muss.
Es ist schlicht unmöglich, davon abzusehen.
Und Lobbyismus bestimmt die Politik; und statt sich quer zu stellen, macht man lieber mit - und das möglichst unauffällig.
Ist das eine akzeptable "individuelle Lösung"?

Grüße
Beobachter
Beobachter
 

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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 22:02

bezüglich der Motivation der Ärzte und ihrer system-konformen Karriere muss ich Beobachter zustimmen. Es gibt immer weniger Ärzte, die auch eine ärztliche und keine geschäftsmännische und karrieristische Motivation haben, obwohl es auch Geschäfte gibt, bei denen sowohl der Geschäftsmann als auch der Kunde zufrieden sein können, wie es übrigens wünschenswert wäre.

Solche Ärzte haben allerdings in einer entarteten Gesellschaft kaum eine Chance.

Aber wie Juliane mit bitterer Ironie und Bedauern festgestellt hat, hat der einzelne bzw. eine kleine Gruppe leider nicht das nötige Potenzial, um sich gegen eine mächtige Lobby zu behaupten.

Ich persönlich kann keinem einzelnen Arzt böse sein oder von ihm erwarten, dass er für mich den Helden spielt. Ich ziehe es vor, selber auf mich aufzupassen, z. B. indem ich Mediziner und Schadstoffe meide. Das allein brachte mir bisher Besserung. Ich weiß, das nicht jeder so verfahren kann wie ich, aber meine Erfahrung ist nun mal diese.

Es gibt nur wenige Anlässe, bei denen ich bereit wäre ärztliche Einmischung zu dulden: Unfall (z. B. komplizierte Brüche), aber auch da bin ich misstrauisch.

Ich weiß, dass es auch gute und gewissenhafte Ärzte immer noch gibt, doch die Mehrzahl der Fälle, die ich kenne, ist stark abschreckend. Und ich stehe mit meiner Meinung, meinen Erfahrungen und Beobachtungen nicht alleine da.
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 22:07

@ Tohwanga

Du hast dich anscheinend inzwischen besser auf die Diskussion vorbereitet, obwohl dir \"Kraft fehlt\", wie du in deinem bisher letzten Post anmerkst. Nicht schlecht.

Zitat aus deinem Post- betrifft die Ursachen von MCS:

\"Multiple Chemikaliensensitivität
Exposition gegenüber leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln, Exposition gegenüber Organophosphor-/Carbamatpestiziden, Exposition gegenüber Organochlorpestiziden, Pyrethroidexposition; Schwefelwasserstoff; Kohlenmonoxid; Quecksilber\".


Ich lese hier keine psychische Ursache.

- Editiert von mirijam am 19.11.2011, 22:31 -
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 22:32

Pall weiß, worum es bei MCS wirklich geht- Zitat:

\"Multiple Chemikaliensensitivität

Exposition gegenüber leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln, Exposition gegenüber Organophosphor-/Carbamatpestiziden, Exposition gegenüber Organochlorpestiziden, Pyrethroidexposition; Schwefelwasserstoff; Kohlenmonoxid; Quecksilber\".


Es wurde bereits festgestellt, dass alle an der Auslösung von MCS beteiligten Chemikalien über eine gesteigerte NMDA-Aktivität einen Anstieg des Stickoxidspiegels bewirken.

Dieses Schema liegt nahe, dass speziell für die Auslösung von MCS eine gesteigerte NMDA-Aktivität erforderlich ist. Warum dies der Fall sein kann, soll nachstehend erläutert werden.

Dem NO/ONOO--Zyklus als Erklärungsmodell liegen fünf Prinzipien zugrunde:

1) Kurzzeitig einwirkende Stressoren lösen Multisystemerkrankungen aus, indem sie den Stickoxidspiegel erhöhen und/oder andere Elemente des Zyklus anregen.

2) Nach dem Auslösungsvorgang führen die Mechanismen des Teufelskreises zu einer chronischen Erkrankung, wobei chronisch erhöhte Spiegel von Peroxynitrit und anderen Elementen des Zyklus erzeugt und aufrechterhalten werden. Nach diesem Prinzip liegen die verschiedenen Elemente des NO/ONOO--Zyklus in der chronischen Phase der Erkrankung in erhöhten Konzentrationen vor.

3) Symptome und Anzeichen der Erkrankungen werden durch erhöhte Stickoxidspiegel und/oder andere wichtige Auswirkungen des vorgeschlagenen Mechanismus erzeugt. Dazu gehören erhöhte Spiegel von Peroxynitrit oder proinflammatorischen Zytokinen, oxidativer Stress, erhöhte NMDA- und TRPV1-Rezeptoraktivität, ATP- und BH4-Mangel und weitere.

4) Da die beteiligten Verbindungen Stickoxid, Superoxid und Peroxynitrit nur über kurze Strecken durch biologisches Gewebe diffundieren können und da die am Zyklus beteiligten Mechanismen auf der Ebene der einzelnen Zelle wirken, sind die wesentlichen Mechanismen lokaler Natur*. Die Folgen des in erster Linie lokalen Mechanismus zeigen sich im Falle von Multisystemerkrankungen anhand der erstaunlichen Vielfalt und den Unterschieden der Symptome und Anzeichen bei den einzelnen Patienten. Die unterschiedliche Gewebebelastung durch den NO/ONOO--Zyklus führt voraussehbar zu genau diesen Variationen der Symptome und Krankheitszeichen. Belege für dieses vierte Prinzip bei MCS und verwandten Multisystemerkrankungen finden sich auch in den veröffentlichten Studien mit bildgebender Darstellung des Gehirns (17, 22-26), in denen die variable Gewebeverteilung in den Gehirnen von Patienten mit MCS oder einer der verwandten Erkrankungen direkt bildlich dargestellt werden konnte (1, 5, 20). Dieses Prinzip erklärt auch die erstaunliche Vielfalt des Schweregrades, aber auch der Symptome und Zeichen, die von Patienten mit jeder dieser Erkrankungen beschrieben werden (1, 4, 27).

5) Die Therapie sollte sich auf die Herabregulierung der Biochemie des NO/ONOO--Zyklus konzentrieren. Anders ausgedrückt sollte die Ursache und nicht die Symptome behandelt werden.


Es ist offensichtlich, dass diese fünf Prinzipien gemeinsam ein praktisch vollständiges Erklärungsmodell für die durch den NO/ONOO--Zyklus verursachten Krankheiten bilden. Vorstehend wurden bereits die Belege zur Gültigkeit des ersten Prinzips für MCS angesprochen. Belege für die Gültigkeit aller fünf Prinzipien bei MCS gehen aus den Literaturzitaten 1, 9, 10, 28 und Kapitel 7 im Literaturzitat 5 hervor. Diese Belege werden weiter unten noch kurz besprochen werden.

Die Gültigkeit jedes dieser fünf Prinzipien für eine bestimmte Krankheit/Erkrankung stellt einen besonders wichtigen Beleg dafür dar, dass die Krankheit/Erkrankung durch den NO/ONOO--Zyklus verursacht wurde. Aus diesem Grund dient jedes der fünf Prinzipien als Kriterium für die Feststellung, ob eine bestimmte Krankheit/Erkrankung der Gruppe von Krankheiten zugeordnet werden kann, deren Mechanismus auf dem NO/ONOO--Zyklus beruht.

Somit haben diese fünf Prinzipien für Krankheiten, die durch den NO/ONOO--Zyklus verursacht werden, ungefähr die gleiche Bedeutung wie die Postulate von Robert Koch für die Infektionskrankheiten.\"


Hier kann man es nachlesen:
http://www.martinpall.info/files/mcs/#Übersicht


Also nichts da mit psycho-sozial! Psycho-soziale Thesen, das biopsycho-soziale Modell eingeschlossen, sind grober Unfug, da wissenschaftlich nicht haltbar.
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Beitragvon Soulsister » Samstag 19. November 2011, 22:43

PFLICHTLEKTÜRE

Prof. Martin Pall:

Neun Gründe, warum die Hypothese, MCS sei psychisch bedingt, vom medizinischen Standpunkt her absurd ist

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/02/neun-grunde-warum-die-hypothese-mcs-sei-psychisch-bedingt-vom-medizinischen-standpunkt-her-absurd-ist/
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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 22:47

Anmerkung zu den Stressoren. Bei den MCS-Auslösern meint Pall chemische Stressoren, keine psychischen.

Sie werden wie folgt aufgezählt (s. o. Post):

"Exposition gegenüber leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln,

Exposition gegenüber Organophosphor-/Carbamatpestiziden,

Exposition gegenüber Organochlorpestiziden,

Pyrethroidexposition;

Schwefelwasserstoff;

Kohlenmonoxid;

Quecksilber\".
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Beitragvon mirijam » Samstag 19. November 2011, 22:54

Mein Verbesserungsvorschlag zu den umweltmedizinischen Leitlinien lautet:

Man sollte richtiger und fairer Weise

anstelle des vollkommen irreführenden, unseriösen und witzig anmutenden Begriffes "Biopsycho-sozial"

besser und treffender den wissenschaftlich fundierten Begriff "bio-chemisch" verwenden.
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Beitragvon Soulsister » Samstag 19. November 2011, 23:04

Eine von Prof. Martin L. Pall erstellte Liste, die darlegt, welchen Stellenwert die Psycho-Hypothese im Fall von MCS tatsächlich hat.

Zusammenfassung der Mängel für die psychogene Hypothese bezüglich MCS

Prof. Martin Pall:

Die Vertreter der psychogenen These für MCS und verwandte Erkrankungen haben

1. zahlreiche gegenteilige Hinweise auf die toxikologischen Wirkungen der mit MCS in Verbindung gebrachten Chemikalien, auf die physiologischen Veränderungen bei Patienten, die an MCS und verwandten Erkrankungen leiden, auf genetische Hinweise zur Anfälligkeit für MCS, auf objektiv messbare Reaktionen nach Exposition gegenüber niedrig dosierten Chemikalien bei MCS-Patienten, auf Tiermodelle zu MCS und auf klinische Studien über mit MCS verwandte Erkrankungen ignoriert.

2. pauschale Schlussfolgerungen auf der Grundlage von nur wenigen oder keinen Daten gezogen.
ihre Hypothese mit dem Konzept der somatoformen Störungen und der Somatisierung begründet, Konzepte, die sowohl in der Theorie als auch in der Praxis erhebliche Mängel aufweisen und in der wissenschaftlichen Literatur zunehmend infrage gestellt werden.

3. ihre Ansichten mit einem angenommenen Dualismus zwischen einerseits psychologischen/psychiatrischen/mentalen Aspekten und andererseits physischen/physiologischen/biologischen Aspekten begründet, wobei dieser Dualismus von der modernen Wissenschaft verworfen worden ist.

4. wiederholt unlogische Argumente vorgebracht.

5. die lange Geschichte irrtümlicher psychogener Zuordnung in der Medizin ignoriert, eine Geschichte, die die Frage aufwirft, ob dieser Personenkreis nicht die Fehler wiederholt, die in der Vergangenheit zu irrigen psychogenen Thesen geführt haben.

6. zahlreiche ihrer Veröffentlichungen in hohem Maße durch emotionsgeladene Rhetorik geprägt, anstatt der bewährten wissenschaftlichen Praxis zu folgen, ihre Argumente von einer gut strukturierten Theorie, verfügbaren Erkenntnissen und schlüssiger Logik leiten zu lassen.

7. umfangreiche Literatur mit gegenteiligen Argumenten nicht berücksichtigt, obwohl es dafür kaum oder gar keinen Grund für gibt.

8. in der Regel keine nachprüfbaren Annahmen gemacht, die dazu verwendet werden können, die Hypothese nachzuprüfen und ggf. zu widerlegen. Es gibt zwar zwei einzelne Ausnahmen von diesem Verhaltensmuster, diese wurden jedoch widerlegt und führen somit zu einer Zurückweisung der Hypothese.

9. Jeder dieser Mängel ist schwerwiegend. Einige davon, insbesondere Nr. 1, 2, 5, 8 und 9, sind nach meiner Auffassung bereits für sich allein mehr als ausreichend, um die These von der Psychogenese für MCS abzulehnen. Die Kombination aller neun kann nur als vernichtender Schlag gegen die psychogene These betrachtet werden.

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/02/neun-grunde-warum-die-hypothese-mcs-sei-psychisch-bedingt-vom-medizinischen-standpunkt-her-absurd-ist/
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Beitragvon Twei » Samstag 19. November 2011, 23:48

Es geht ja um die dbu Leitlinien und da hat Tohwanga in ihren letzten Ausführungen gute Erklärungsarbeit geleistet - Danke (für mich wichtig).

Vielleicht helfen diese Leitlinien ja doch zum menschenwürdigerem Umgang mit MCS und CFS Patienten. Wichtig dabei ist nur, dass ALLE-ALLE-ALLE Psychiater, Neurologen, Umweltmediziner, Allergologen und Psychologen über MCS und CFS aufgeklärt sein müssten, um keine Fehldiagnose zu stellen und dann schlimmsten Falls den Patienten in den Teufelskreis oder die falsche Behandlung zu schicken. (Und einige med. Fachrichtungen sollten einfach akzeptieren, dass sie für weitere Diagnosen und Behandlungen nicht zuständig sein sollten).

Nicht akzeptabel finde ich diese Textstelle:
"Patienten mit einer Umwelterkrankung UND einer weiteren Erkrankung einer psychiatrische und psychosomatische Erkrankung sind besonders schwer betroffen"

Die Aussage ist richtig, jedoch könnte dieser Satz auch bedeuten, dass jeder Patient grundsätzlich zu einem Psychiater zu gehen hat, um seinen psychischen Zustand für die schwere seiner Erkrankung bzw. Erkrankungen testen lassen zu müssen.

Vermutlich wird der Psychiater einer der ersten Ärzte sein, auf den man trifft.....

Im Übrigen sind die Fragen eines Psychiaters intimsverletzend und vor Täuschungen und Falschaussagen des Patienten nicht sicher.
Ein Weg, den ich jedem MCS und CFS Erkrankten ersparen möchte, zumal die Auswertung des Psychiaters von persönlichen Faktoren beeinflusst wird.

Echte Ergebnisse zeigen maschinelle und Laborteste.......

(Der Mensch hat meiner Auffassung nach, auch das Recht auf seine eigene Verrücktheit. Dieses gehört zur Menschheit und ich finde sowas nicht "unnormal". Eine psychiatrische und psychologische Untersuchung dürfte bei MCS und CFS Überhaupt nicht zur Standartuntersuchung gehören.
Ein freiwilliger Besuch bei einem Verhaltenstherapeut, um sich Ratschläge zu krankheitsbedingten Zwangssituationen einzuholen, könnte eine nützliche Alternative sein.)
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 20. November 2011, 01:16

STOP Wie war das mit dem Huhn und dem Ei, was war zuerst da?
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Astwerk » Sonntag 20. November 2011, 07:04

Zitat Tohwanga: "MCS ist nun mal mit den drei Buchstaben Psy verknüpft. Ein gänzlicher Ausschluss ist nicht möglich. Wie sonst sind Konzentrationsstörungen, Merkfähigkeitsstörungen, etc. zu beschreiben? "

Lies im CSN über die PET, SPECT Befunde bei MCS, dann weißt Du woher sie kommen.
Nicht aus den Psyche.

Diese dbu Leitlinie ist ein unschönes Beispiel wie saubere Umweltmedizin demontiert wird und ersetzt mit systemkonformer, abrechenbarer Diagnostik und Therapie. Tohwangas wild durcheinander gewürfelte, ellenlange Ausführungen sind nicht geeignet vom Gegenteil zu überzeugen.
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 20. November 2011, 07:22

Ein Gegenbeispiel: Keiner würde damit einverstanden sein wenn man Leitlinien zur Behandlung von z.B. Depressionen oder BurnOut aufstellen würde und dort immer nur von organischen Erkrankungen und Behandlungen evtl. sogar OP's geschrieben würde, denn man weiß ja das es eine Erkrankung der Psyche ist.

Der Aufschrei der auf so eine Leitlinie erfolgen würde, wäre so laut, den könnte man noch in der nächsten Galaxie hören. Okay das ist jetzt a bisserl übertrieben aber er wäre sicher sehr laut.

Vielleicht hilft das jetzt meine Abneigung gegenüber diesem Pamphlet klarer zu machen.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Beobachter » Sonntag 20. November 2011, 08:01

Zu mirijam:

Niemand kann und sollte von einem Arzt (oder sonst irgendwem) erwarten, dass er "den Helden spielt".
Aber man kann erwarten, dass ein verantwortungsbewusster und gewissenhafter Arzt bestimmte Entscheidungen in Gremien, in denen er selbst maßgebend beteiligt ist, nicht mitträgt (hier: mangelhafte, irreführende bis falsche verbindliche Leit-/Richtlinien), wenn er sie nicht für richtig hält.
Das ist seine persönliche Entscheidung.
Zumal in dieser Position niemand gezwungen wird, aus Existenzangst heraus "mit den Wölfen zu heulen" - denn diese Ärzte haben in finanzieller Hinsicht ihre Schäfchen schon längst im Trockenen.
Hier bedeutet "politisches Handeln" einfach: nicht mitmachen ...

Das gilt übrigens m.E. in allen Bereichen und für jeden verantwortungsbewussten Menschen mit wachem Verstand.
Es braucht niemand "heldenhaft auf die Barrikaden zu steigen".

Ärzte bzw. Arztbesuche/-Konsultationen prinzipiell zu meiden und sich nicht oder zu spät behandeln zu lassen, kann fatale und schlimme Auswirkungen haben - besonders bei akuten Erkrankungen.


Was mir zunehmend auffällt ist die steigende Tendenz, den Menschen (hier: Patienten) an eine veränderte, schädigende Umwelt (hier: Expositionen) anpassen zu wollen; statt umgekehrt mit dafür Sorge zu tragen, dass schädigende äußere Einflüsse abnehmen und/oder erst gar nicht entstehen.

Die von vornherein verklärende Haltung vieler Patienten, die Ärzten/"Doktoren" automatisch uneingeschränkte Kompetenz, Uneigennützigkeit, Verantwortungsbewusstsein, "Nicht-Anfälligkeit für Machtmissbrauch" und heere Humanität unterstellen bzw. bei diesen voraussetzen, ist nicht gerechtfertigt.
Siehe dazu auch die vielen Forums-Threads mit belegbaren Beispielen zu dieser Thematik ...

Grüße
Beobachter
Beobachter
 

RENATE M. SCHREIBT:

Beitragvon Thommy the Blogger » Sonntag 20. November 2011, 08:09

Ein Kommentar von Renate M., der per E-Mail eingereicht wurde:


RENATE M. SCHREIBT:

Betrifft: Leitlinie


Es ist eindeutig das anhand der Leitlinien MCS-Patienten in der Psychiatrie landen könnten und die verantwortlichen Autoren das gelassen hinnehmen. Nehmen wir als Beispiel folgenden Abschnitt auf Seite 26:


7.4.1 Einweisung in ein Krankenhaus
"-Stationäre Behandlungsnotwendigkeit komorbider körperlicher und psychischer Erkrankungen
-Notwendigkeit (teil-)stationärer multimodaler Therapie bei chronischen Verlaufsformen,die ambulant nicht mit ausreichendem Erfolg therapiert werden können
-Die Behandlung sollte in einem Krankenhaus erfolgen, welches Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin vorweisen kann. (EVG= V, Konsens= A / 100%)"


Es wird darin lediglich erwähnt, dass das Krankenhaus über Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin verfügen soll. Das sind dann laut Gesetz, alle Universitäten, die Ärzte und Fachpersonal umweltmedizinisch auszubilden und über umweltmedizinsiche Abteilungen verfügen.

Es wird in der Leitlinie nicht ausführlich erwähnt, dass es für MCS-Patienten in wirklichkeit keine geeigneten universitären Kliniken gibt und das MCS-Patienten auf keinen Fall in ein Krankenhaus eingewiesen werden darf, indem die üblichen Desinfektionsmittel benutzt werden und das Personal duftstoffhaltige Produkte trägt, wie Parfüm, Haarspray, Weichspüler. Ausserdem gibt es keine umweltmedizinischen Abteilungen in denen die Räume tatsächlich Chemikalienfrei gestaltet sind und die Mitpatienten sind meist nicht an MCS erkrankt, sondern benutzen dufthaltige Produkte. Dadurch wird die MCS verstärkt und verschlimmert, dies wird mit keinem Wort darin erwähnt.

Es wird darin nicht erwähnt, dass die Inhalation der in der Raumluft befindlichen Desinfektionsmittel der umweltmedizinischen universitären Krankenhäuser, erhebliche Schübe der MCS auslösen, die u.a. mit Symptomen einhergehen, die psychischen Symptomen stark ähneln können (Verwirrtheit, Wortfindugsstörungen, Appartie,).

Es wird nur erwähnt, dass MCS-Patienten in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen, das umweltmedizinische Fachkenntnis besitzt. Ohne darauf hinzuweisen, dass das Einweisen eines MCS-Patienten in ein konventionelles Krankenhaus, das nicht den räumlichen Gegebenheiten einer Chemikalienfreien Klinik entspricht, zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden führt.

Es wird vorgetäuscht, dass angeblich alle umweltmedizinischen Fachabteilungen über ausreichende Kenntnis verfügen würden. Denn mit keinem Wort wird darin klargemacht, dass es in Deutschland keine einzige umeltmedizinische Klinik gibt, die tatsächlich über ausreichend verträgliche Standards für MCS-Patienten verfügt. Die Leitlinie weist über diesen Mißstand in Deutschland nicht hin.

Im Gegenteil, diese Leitlinie empfiehlt dringend, dass der behandelnde Arzt den MCS-Patienten in eine umweltmedizinische Fachabteilung einweisen soll. Das ist üblicherweise in Deutschland also sehr wohl eine universitäre Station einer Universitätsklinik, denn darin befinden sich derzeit immerhin alle sExperten die einem üblichem Gutachter bzw. Hausarzt bekannt sind. Die Leitlinien dienen letztendlich den Gutachtern und Hausärzten, für die Beurteilung des ihm zugetrauten Patienten. Also weist dieser einen MCS-Patienten, laut Anweisung dieser Leitlinie, in eine umweltmediznische Abteilung in einer Universitätsklinik ein, weil wdiese universitären Abteilungen üblichweise die erste Anlaufstelle für den verdacht auf MCS sind. Mit anderen Worten, die MCS-Patienten sollen in die Universitäten eingewiesen werden. Diese verfügen jedoch bis heute über keine einzigen Chemikalienfreie Räume, das Personal ist parfümiert, die Angestellten sind Raucher, die Inneneinrichtung besteht aus Chemikalienhaltigen Möbeln, die Bettwaren und Matratzen sind aus Synthetik, die Bödenbeläge und Wände ebenfalls, die Nahrung besteht meistens aus konventionellem mit Pflanzenschutzmittel haltigen Nahrungsmitteln, es liegen beduftete Mitpartienten in den Räumen, etc.

Wie wir alle wissen, gibt es ausserdem in den Universitäten diverse umweltmedizinische Fachärzte und umweltmediznische Professoren, die MCS als eine psychische Erkrankung halten und MCS-Patienten letzendlich zu den Psychiatrien verweisen. Das heisst also, wenn der MCS-Patient von seinem Gutachter bzw. Hausarzt in eine umweltemdizinische Fachabteilung eingeweisen wird, so wie es diese Leitlinie empfiehlt, landet dieser Patient mit höchster Gewissheit anschließend in einer Psychiatrie. Weil seine Symptome in der umweltmedizinsichen Fachabteilungen der derzeitig vorhandenen Krankenhäuser nicht besser werden, sondern schlechter. Und genau dies führt dann zu diesem Ende das diese Leitlinie hervorruft.

Denn wie wir alle wissen, ist eigentlich genau genommen jeder MCS-Patient sehr krank und benötigt eine medizinische Behandlung. Denn ansonsten wären wäre die Situation für MCS-Patienten nicht schlecht, sondern herrlich, man könnte seine freie Zeit dann wunderschön mit Freizeitaktivitäten ausfüllen, anstelle sie krank und geschwächt zu verbringen. Aber das können wir nicht, wegen der starken Erkrankung, weil wir krank sind. Und die Leitlinie empfiehlt für uns Erkrankten, die wir alle sind, die Einweisung in die umweltmedizinischen Fachabteilungen. Ohne Hinweis darauf, dass es darin nicht einmal geeignete Räumlichkeiten gibt und wir in den bisher vorhandenen Kliniken kränker werden.

Diese Leitlinie ist pure Körperverletzung den MCS-Patienten gegenüber, sie klärt nicht auf, sie schadet erheblich.

Renate M.
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Beitragvon Thommy the Blogger » Sonntag 20. November 2011, 08:24

Allgemeiner Hinweis für die Diskussion:

Bitte fasst Euch kurz. Schreibt mehrere Einträge statt einem Eintrag der 1 Din4-Seite und länger ist.
Das ist unhöflich, weil Leser dadurch überfrachtet werden (ganz besonders Leser mit neurotoxischer Hirnschädigung)

Schreibt übersichtlich. Fügt Absätze ein.

Wenn Ihr zitiert, bitte die Quelle (Autor, wo steht es) benennen und einen Link setzen,falls vorhanden.
Zitate von anderen Webseiten kurz antexten und dann verlinken.
Setzt Anführungszeichen oder schreibt Zitat über eine zitierte Stelle.

Enthält Euer Eintrag Zitate und persönliche Meinung, dies bitte hervorheben.
Vermischungen, die nicht kenntlich gemacht werden, um eine Position durchzudrücken, sind unhöflich und unaufrichtig.

Bitte beachtet diese Netiquette, danke!
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 20. November 2011, 08:32

Danke Renate, du hast die wesentlichen Punkte sehr gut herausgearbeitet und kommentiert. Ich bin ja selber zur Zeit mit der Charitè beschäftigt und die behandeln MCS in einer Psychosomatikklinik nur wie möchten sie noch nicht so recht verraten, ich bleibe da aber dran.

Nachzulesen hier: http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/15/tag-beim-kieferchirurgen-und-der-mund-kiefer-gesichtsklinik-der-charite/#comment-20462
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Juliane » Sonntag 20. November 2011, 08:40

Zur Erinnerung eine Pressemitteilung vom 26.5.2003

veröffentlicht in umwelt·medizin·gesellschaft | 16 | 3/2003

Zitat



MCS-Kranke sind schwer erkrankte Patienten
und keine Hypochonder!

Resolution Umweltmedizinischer Verbände zur MCS-Studie des Robert Koch-Instituts


Im Frühjahr 2002 wurde die durch das Umweltbundesamt veranlasste

und das Robert-Koch-Institut geleitete multizentrische Studie

zur Multiplen Chemikalien Sensitivität (MCS) abgeschlossen und

nun erst ein Jahr später veröffentlicht. Ein Anspruch auf die Erforschung

der damals weitgehend unbekannten Ätiologie der Krankheit

wurde nicht erhoben. Die einzelnen teilnehmenden Zentren

trugen in der Mehrzahl zu der Studie nur kleine Fallzahlen bei und

unterschieden sich in ihrer Bewertung von einander teilweise wesentlich.

Jedes teilnehmende Zentrum kam zu den Einschätzungen,

die jeweils vor Studienbeginn bestanden hatten, so dass die Studie

in weiten Teilen durch die Subjektivität der Untersucher geprägt ist.

Unabhängig davon stellt die Studie allerdings zu den MCS-Kranken

fest, dass es sich um besonders schwer erkrankte Patienten handelt.

Der Schweregrad dieser Erkrankung wird nur von wenigen uns

bekannten Krankheiten übertroffen.Weiterhin kommt die Studie zu

dem Ergebnis, dass MCS keinem psychischen, psychosomatischen

oder somatoformen Krankheitsbild zugeordnet werden kann, wie

es in der Vergangenheit in der Regel geschehen ist.

Anlässlich der Umweltmedizinischen Tagung in Würzburg vom 23.-

25. Mai 2003 fordern der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner

(dbu), die Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin

(IGUMED), der Ökologische Ärztebund (ÖÄB) und die

Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie

(DGHUT) deshalb:

• ab sofort eine angemessene Einschätzung des Schweregrads von

MCS in der sozialmedizinischen Bewertung,

• die Berücksichtigung von MCS im Berufskrankheitenrecht,

• die Intensivierung der somatisch orientierten Forschung zu MCS,

• die stärkere Einbeziehung und Unterstützung der praktisch tätigen

Umweltmedizin, die seit langem über wesentlich größere

Fallzahlen und weiterentwickelte somatische Diagnostik verfügt,

und

• dass die Ministerin für Gesundheit und Soziales die MCS Problematik

endlich zur Chefsache macht.

Pressemitteilung 26.5.2003


http://www.oekologischer-aerztebund.de /htm/umg_3_03.pdf
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Beitragvon Kira » Sonntag 20. November 2011, 08:48

@ALL,
Danke an alle die hier den Mut haben nicht länger zu schweigen!

Die Pilotstudie (um welche handelt es sich konkret??)
in den Leitlinien gibt nicht die tatsächliche Situation der MCS-Kranken wieder. So werden psycholastige Folgesymptome immer mehr in den Vordergrund geschoben, das Augenmerk der medizinischen Diagnostik verlagert sich so zugunsten der Umweltmediziner (Vorteile bei der Leistungsabrechnung) und zum zerstörenden Ausselektieren unbequemer Patienten (da die umweltbedingten Ursachen eigentlich verleugnet werden sollen).
Tatsächlich sagt die Leitlinie recht wenig über die echte Situation der MCS-Kranken aus,sie weicht von der Realität ab – viele MCS-Kranke stehen mit dem Rücken zur Wand, sie haben keinen Spielraum um kurz- und/oder langfristig zu aggieren.
Durch rethorische Tricks möchten die Unterzeichner einzig und allein zu ihrem Recht kommen, unabhängig und wenn nötig entgegen der Sachlage.

Was ist hiermit http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=1.100.1142.1145
Grundsätze ärztlicher Ethik (Europäische Berufsordnung)
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Beitragvon Kira » Sonntag 20. November 2011, 09:03

„... Für die von Chemikalien-Überempfindlichkeit betroffenen Patienten haben diese Bedingungen mehre fatale Auswirkungen:
1. Eine Prävention durch wirksame Verminderung der Chemikalien-Exposition im Rahmen der staatlichen Umweltschutz-Politik wird bislang weiterhin verhindert und verzögert, wenn auch das EU-Verfahren zur Verabschiedung der REACH-Verordnung erste schwache Ansätze zu einer Verbesserung aufzeigt.....
2. Gleichzeitig werden die Betroffenen mit dem Makel von psychisch bedingten Krankheiten versehen und entsprechend falsch therapiert.
3. Andere Krankheitsursachen und Diagnosen werden erst garnicht erwogen.
4. Klinische Forschungen zu diesen Krankheiten werden meist nicht finanziert und garnicht erst begonnen. ….“
aus Hill, Huber,Müller: Multiple Chemikalien-Sensitivität,2010, Seite 298
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Beitragvon Beobachter » Sonntag 20. November 2011, 09:37

zu "Kira" und besonders Punkt 4 ihres Zitats:

Warum wohl?
Es ist bequemer und lukrativer, sich mit den eventuellen psychischen Folgeschäden einer körperlichen Erkrankung, ausgelöst und bedingt durch schädigende Umwelteinflüsse, zu beschäftigen - statt mit den tatsächlichen Ursachen der körperlichen Erkrankung selbst.
Und Ursachenklärung/-Bekämpfung hätte wirtschaftliche bzw. politische Konsequenzen; das wollen die Lobbyisten nicht, das wollen best. Unis nicht, weil sie von "externen Geldern" abhängig sind, das wollen best. Klinikleiter und niedergelassene Ärzte nicht (weil sie zunehmend mit Pseudotherapien u.ä. arbeiten).

Eine etwas sarkastische Anmerkung:
Die "alten Griechen" waren ca. 400 v.Chr. unter den damaligen Bedingungen weiter als "wir" unter denen von heute ...

Ärztlicher Eid des Hippokrates:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates

Grüße
Beobachter
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Beitragvon Kira » Sonntag 20. November 2011, 10:28

" .....Zur Begründung liefert die offizielle Schulmedizin eine reflexartige Erklärung:
“Unerklärliche“ Krankheiten müssen psychisch bedingt sein. Andere Ursachen und Faktoren werden quasi automatisch ausgeschaltet. Damit schließt sich für die Betroffenen ein argumentativer „Teufelskreis“:
Ihre Krankheiten können nicht kausal begründet werden, weil dazu nötige Forschungs-ergebnisse und Kausalbeweise bislang angeblich nicht vorlägen, und andererseits wird notwendige Forschung zu diesem Thema für nicht notwendig erachtet, da es ja die psychische Erklärung gibt.
Auch liegt die Annahme nahe, das die Forschung bewußt oder unbewußt systematisch behindert wird, um die These von der psychischen Ursache dieser bislang „unerklärlichen“ Krankheiten nicht zu erschüttern – und dies um so rigider, je stärker die Evidenz von physiologisch bedingten Krankheitsmechanismen und Ursachen auf internationaler Ebne wird.
.... "
aus Hill, Huber,Müller: Multiple Chemikalien-Sensitivität,2010, Seite 299
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Beitragvon Hamilton » Sonntag 20. November 2011, 10:54

Unter der dbu Leitlinie Umweltmedizin steht dieser Hinweis mit den E-mail Adressen der Verantwortlichen:

Weitere Konsensmeldung im email-Austauschverfahren:
email-Verteiler:
dr-anke-bauer@web.de, v.baehr@IMD-Berlin.de, v.engelhardt@web.de, klehmet-zahnarzt@web.de,
bartram-weissenburg@t-online.de, bueckendorf-dr@t-online.de, kurt.mueller@preventamed.de,
ohnsorge@dbu-online.de, peter.donate@inus.de, prof.huber@gmx.de
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Beitragvon Mike » Sonntag 20. November 2011, 10:57

Zitat: "Angststörungen, Anpassungsstörungen, Depressionen oder psychosozialer Stress treten bei chronischer MCS nicht häufiger auf als bei anderen chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus
oder Asthma bronchiale, aber häufiger als in der Bevölkerung allgemein."
http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin ... 8_b_ua.pdf

Schauen wir uns doch mal eine andere Krankheit an: Diabetes
http://213.157.24.142/downloads/hessendiabetes.pdf
Diabetes Leitlinie: 87 Seiten ! lang und nur 5 Fundstellen für "psy"

DBU Leitlinie
nur 39 Seiten und 74 Fundstellen für psychische Begriffe
http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
Mike
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Beitragvon Harry Voss » Sonntag 20. November 2011, 11:27

Aus dem Anhang der "dbu Leitlinie Umweltmedizin", S. 36

03.11.2011
Protokoll über die Konsenzkonferenz zur S2-Leitlinie Umweltmedizin (Innenraumschadstoffe)

Datum: 27.2.2010
Ort: Hotel Wiesenmühle, Fulda

Tagesordnungspunkt: Leitlinie 13.40 – 16.10

Die von Frau Anke Bauer vorbereiteten Passagen wurden verlesen und anschließend diskutiert.
1. Einleitung - nach Diskussion und Modifikation 10/10 Konsens
2. Definition - 10/10 Konsens nach Streichung des letzten Satzes (Anwenderzielgruppe)
3. Methodik - 10/10 Konsens
4. Anamnese - Änderung des Schemas, Begrenzung auf Anamnese, kein Konsens
4.2. Ganzkörperstatus – 10/10 Konsens
4.3. Labor - kein Konsens, Neufassung wird an alle versandt
4.4. Anamnese weiterer funktioneller somatische Syndrome – 10/10 Konsens
4.5. Anamnese multifaktorieller Syndrome – 1 Gegenstimme: 9/10
4.6 Anamnese Beeinträchtigungen - 10/10 Konsens
4.7 Anamnese Ursachenüberzeugungen/subjektive Krankheitstheorie(n) - 10/10 Konsens
4.8 Anamnese psychosozialer Stressoren - 10/10 Konsens
5.1 Prävalenz der UME – Diskussion, 2 Gegenstimmen: 8/10 Konsens
5.2 Risikogruppen – 10/10 Konsens
5.3 Verlauf – 10/10 Konsens

Für die Punkte 5.4. bis 8. wurde vereinbart, dass diese später im email-Austauschverfahren
abgestimmt werden.

Protokollführer
Dr. Volker von Baehr

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
Harry Voss
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Beitragvon Amazone » Sonntag 20. November 2011, 16:56

Dr. Merz in der umg Zeitschrift 1/2001 zur Konsensfalle:

Ein derartiges Vorgehen hat es nach der Entwicklung
der Orthomolekularmedizin und der Umweltmedizin
erst gegeben, als aus einer “wissenschaftlichen
Debatte eine öffentliche Diskussion wurde”
(ASHFORD 1999). Neu ist nicht die Erkenntnis der
komplexen Wirkweise chronischer Intoxikation, neu
ist die Art und Weise des Umgangs mit dem Problem.
Jene “bissige Schärfe” (ASHFORD 1998a) mit der hier
gefochten wird, verfehlt - zusammen mit den
Schwierigkeiten bei der ärztlichen Abrechnung - ihre
einschüchternde Wirkung nicht. Eine Rückkehr zum
wissenschaftlichen Diskurs ist nicht in Sicht. dbu,
IGUMED, DGUHT etc. bemühen sich um Konsens
und tragen u.a. den RKI-Fragebogen mit. Dafür gibt es
ein modernes politisches Wort: Konsensfalle. Selbst
Selbsthilfegruppen adaptieren etwa die Meinung, es
gäbe keine Diagnostik und Therapie für MCS, oder es
gäbe keine Erkenntnisse der Ätiologie für CFS. Der
Rückgang im Besucherinteresse bei Veranstaltungen
beider Seiten dürfte eine Konsequenz aus der
Tatsache sein, dass längst kein Expertenstreit um den
Stand der Wissenschaft mehr stattfindet.
In den Leserbriefen zum Röttgersartikel im Deutschen
Ärzteblatt (ACKERMANN 2000, MEYER zu
SCHWABEDISSEN 2000) finden sich viele Ansätze,
die zum Verständnis beitragen. In der Abfolge der
Beiträge lesen sie sich aber kontrovers. Sie sind jedoch
Teilaspekte des Gesamtzusammenhangs. Kein
Wunder, dass manchmal “niemand weiß, ob die verschiedenen
Verfasser über die gleiche Gruppe von
Patienten reden” (TRETTER 1999).
Seit Anfang der 80er Jahre sind immunologische und
nonimmunologische Mechanismen der MCS-Ätiologie
bekannt (BELL 1982, REA 1992). MCS tritt zu 80%
zusammen mit Nahrungsmittelallergien auf (REA
1997, vgl. a. ROGERS 1994), was durch neuere Forschung
auch bei den Golfkriegsveteranen bestätigt
wurde (MILLER 2000). Für CFS wird eine komplexe
Ätiologie gezeigt, die durch Viren, Bakterien, Toxine,
Allergene und anderen Stress in Gang gesetzt werden
kann (PALL 2000). Umgekehrt können Organophosphate
ein psychoneurologisches Syndrom, CFS
oder MCS auslösen (EPA 1997, ASHFORD 1998, BEHAN
1996). Diese Erkrankungen lassen sich nicht
durch Ausschlussdiagnose diagnostizieren. Chemikalien
schädigen die Regelmechanismen des Organismus:
Nerven, Immunabwehr und Endokrinum (DÖRNER
2000, REA 1992). Bei den einzelnen Patienten
sind die Schwerpunkte unterschiedlich verteilt. Sie
müssen als individuelle Dysfunktionen begriffen werden,
da der Mensch eine biochemische Individualität
besitzt. Eine nicht geringe Anzahl dieser biochemischen
Mechanismen ist bekannt und wird auch im Zusammenhang verstanden. Hierin ist vor allem
Jaumann rechtzugeben (JAUMANN 2000). Um diese
Zusammenhänge bemüht sich vor allem die “Functional
Medicine”, die die sich verbreitenden chronischen
Krankheiten insgesamt als individuelle Dysfunktionen,
gewissermaßen als Inkompatibilität von
genetischer Anlage, Ernährung und Umwelteinflüssen
begreift (BLAND 1999). Dazu gibt es diagnostische
Hilfen (GREAT SMOKIES o.J.) und therapeutische
sowie präventivmedizinische Ansätze (BLAND
1999, vgl. a. MERZ 1999ab).
Ashford deutete auf einem Hearing in Bonn eine sehr
weitgehende grundsätzliche Perspektive der Medizin
an: “Die Chemikaliensensitivität könnte die Folge
eines neuen Mechanismus’/Paradigmas für Krankheit
- durch Giftstoffe induzierter Toleranzverlust -
sein, das eine Erklärung für viele chronische und
kostenintensive Erkrankungen, darunter Erschöpfung,
Depression, Kopfschmerz und Asthma, bieten
kann” (ASHFORD 2000). Die “Funktional Medicine”
ist die Realisierung dieser Perspektive.



http://www.dr-merz.com/resources/Stand_der_Wiss.pdf
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Beitragvon Tohwanga » Sonntag 20. November 2011, 16:58

lasst uns doch einfach mal konstruktive Korrekturvorschläge zusammen tragen. Und diese dann an den DBU schicken.

Dieses Abschlachten im Forum bringt uns nicht weiter, das hören und sehen die Verantwortlichen nicht.

Was haltet Ihr davon?

7.4.1 Einweisung in ein Krankenhaus
...
-Die Behandlung sollte in einem Krankenhaus erfolgen, welches Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin vorweisen kann. Stand 11/2011, da es noch keine solchen Einrichtungen gibt, die eine Umweltmedizinische Abteilung nach EHC-Standard (einer kennt bestimmt diese Nummer dafür) hat, ist derzeit eine Behandlung noch nicht möglich.

Hinzufügen eines weiteren Punktes in der Einleitung. !finden von Standards!
Ausstattungsmerkmale einer umweltmedizinischen Abteilung
Weisung an das Personal einer umweltmedizinischen Abteilung
Umgang mit Patienten einer umweltmedizinschen Abteilung


...

Sind unabhängige psychische Erkrankungen vor oder nach der MCS nicht möglich?

Kann MCS keine psychische Belastungen auslösen? So wie es viele schwere Erkrankungen, z.B. Krebs, verursachen.

Bedarf MCS keines Coping oder verhaltestherapeutischer Unterstützung?

Ist völlig auszuschließen, dass Chemikalien psychische Symptome auslösen?

Sollten es überhaupt keine psychischen Erkrankungen geben?

Fragen die ich hätte noch gerne gestellt. Da ich auf Only read gestellt bin, kann ich keinen neuen Post eröffnen. Schade, das man Andersdenken nicht mehr zuläßt.

An dieser Stelle kann ich mich nur verabschieden, Euch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünschen. Rutscht gut rein ins neue Jahr. Ich wünsche Euch eine beschwerdefreie Zeit und alles Gute. Tohwanga


- Editiert von Tohwanga am 21.11.2011, 12:33 -
Tohwanga
 

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Beitragvon mirijam » Sonntag 20. November 2011, 17:39

Das ist kein Abschlachten, sondern eine wichtige, lebhafte, interessante Diskussion, die jedem die Moglichkeit gibt, seine persönlichen Impressionen mitzuteilen und eine vielseitige und kritische sowie wissenschaftlich untermauerte Analyse mitzugestalten.

Diese freie Meinungsäußerung ist von erheblicher demokratischer und aufklärerischer Bedeutung. Es geht um die Zukunft von Millionen von MCS- und anderen Umweltkranken in diesem Land.
mirijam
 

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Beitragvon Kira » Sonntag 20. November 2011, 18:04

Dies habe ich mal irgendwo in einer Zeitung als Karrikatur gesehen und finde es seeeehr zutreffend:
"Die Folgen von ärztlichen Bestechungsversuchen: "Sie haben doch nichts dagegen wenn mein Anwalt bei der Untersuchung dabei ist.""
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Kira » Sonntag 20. November 2011, 19:59

„... Der Staat habe eine große Verpflichtung, seine Bürger zu schützen, wenn tatsächlich eine Vielfalt von miteinander nicht verwandter Chemikalien ein Krankheitsbild wie MCS auslösen würde (Spencer, Schur, 2009) Dies hätte gravierende Folgen für die bislang geübte Risikoabschätzung bezüglich Chemikalieneinwirkungen auf die Bevölkerung sowie auch für die Gesetzgebungen und Regulierungen bezüglich Chemikalienbelastungen in der Umwelt. …..
Es geht also um nichts anderes als ein Systemwechsel in vielen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft.
Systeme haben aber die Tendenz, sich selbst zu stabilisieren. Sie entwickeln daher Methoden der Selbsterhaltung, die oft auf Kosten von gesellschaftlich benachteiligten Gruppen, hier die MCS-Patienten, gehen.......“
aus Hill, Huber,Müller: Multiple Chemikalien-Sensitivität,2010, Seite 300
- Editiert von Kira am 20.11.2011, 20:00 -
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
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DBU Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen

Beitragvon Janik » Sonntag 20. November 2011, 20:40

@ Tohwanga

2. Versuch - Bitte lies meinen Eintrag vom 17.11. s.u.

1. Versuch: Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen - 17.11.2011, 17:16:52

Medizinische Laien sollen Umweltärzten, die andere Ärzte zu Umweltmedizinern ausbilden, Änderungsvorschläge
für die von ihnen verfasste Leitlinie machen? meh

Tohwanga, jeder von uns weiß was eine Unterschrift bedeutet. Eine Unterschrift hat Konsequenzen.
Die Umweltärzte haben ihre Unterschrift unter dieses Papier gesetzt und es ist schlecht.
Sie wissen, dass sie im Kritikfeuer sind. Das Ding steht immer noch auf ihrer dbu Webseite und
der Flyer zur Bewerbung ihrer Kreuzfahrt, bei der sie besagte Leitlinie feiern wollen, ist auch noch online.

Nein, so einfach kommt keiner aus dieser Nummer, die den Umweltkranken die Luft zum Atmen nehmen wird.
Wer sich psychiatrisieren lassen will, bitte. Ich nicht. Deshalb akzeptiere ich auch keine
psycholastige Leitlinie Umweltmedizin, nur weil ein Arzt irgendwann nett war.

Tohwanga, lies das Teil von hinten nach vorne. Wer die Mehrzahl existierender MCS Studien gelesen hat,
der weiß wer da zitiert wird und dass es Studien und wissenschaftliche Nachweise gibt,
die eine völlig andere Sprache sprechen.

Ich sag Dir was hier los ist:
Das ist eine Leitlinie, die dazu gedacht ist, umweltbedingte Krankheiten abrechenbar zu machen
- für die Verfasser, ihre Praxen und ihre Kliniken.
Gleichzeitig macht sie den Diener vor Eikmann, dem RKI, UBA, etc..

Das nächste Ding ist dann den ICD-10 für MCS zu kippen. Versucht wurde auch das schon ein paarmal.
Die Belege stehen noch im Netz.
Janik
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DBU Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen

Beitragvon Janik » Sonntag 20. November 2011, 20:49

Bitte die abschließende Konsensbestimmung de dbu Leitlinie Umweltmedizin genau lesen und verstehen.

Zitat, Seite 35:

Abschließende Konsensbestimmung:
Nach Gewinnung von Prof. Dr. J.-M. Träder und Dr. Christoph Mai als Mitautoren (Konsensmeldung und Texte wurden von diesen ergänzt), ergibt sich folgendes Endbild von 12 Autoren, incl. Änderungsschritte und Korrekturen:

12/12 = 100%
11/12 = 92%
10/12 = 83%
9/12 = 75%

1. Einleitung - nach Diskussion und Modifikation: 100%

2. Definition - Konsens nach Streichung des letzten Satzes (Anwenderzielgr.) 100%

3. Methodik - Konsens: 100 %

4. Anamnese - Änderung des Schemas, Begrenzung auf Anamnese, kein Konsens
Anamnese überarbeitetes Schema, Konsens: 92%
4.2. Ganzkörperstatus – Konsens: 100
4.3. Labor - kein Konsens, Diskussion, Neufassung wird an alle versandt ,
Labor: überarbeitetes Schema, Konsens: 92%
4.4. Anamnese weiterer funktioneller somatische Syndrome - Konsens: 100 %
4.5. Anamnese multifaktorieller Syndrome – 1 Gegenstimme, Konsens: 92%
4.6 Anamnese Beeinträchtigungen - Konsens: 100%
4.7 Anamnese Ursachenüberzeugungen - Konsens: 100%
4.8 Anamnese psychosozialer Stressoren - Konsens: 100%

5.1 Prävalenz der UME, Diskussion – Konsens: 83 %
5.2 Risikogruppen – Konsens: 100 %
5.3 Verlauf – Konsens: 100 %
5.4 Schweregrad der Erkrankungen im Vergleich – Konsens: 100%

6. Ätiopathogenese – Konsens: 100%
6.1 Toxikologie – Konsens: 100%
6.2 Arbeitsmedizin: 1 Gegenstimme – Konsens: 92%
6.3 Psychologie – Konsens: 100%
6.3.1 Differentialdiagnose: Umweltmedizin und/oder Psychosomatik?
1 Gegenstimme – Konsens: 92%

7. Therapie
7.1 Basistherapie
7.1.1 Expositionsstopp oder Verminderung der Exposition – Konsens: 100%
7.1.2 Antidote: 2 Gegenstimmen – Konsens: 83%
7.2 Adjuvante Therapie:
7.2.1 Psychoedukation – Konsens: 100%
7.2.2 Adjuvante medikamentöse Therapie: : 2 Gegenstimmen,
Wunsch nach weiteren Nennungen, Diskussion – Konsens: 83%
7.3 Evaluation Wirksamkeit – Konsens: 100%
7.4 Weiterführende Behandlung: :
7.4.1 Einweisung in ein Krankenhaus – Konsens: 100%
7.4.2 Veranlassung einer (teil-)stationären Rehabilitationsmaßnahme – Konsens:100%

8. Patientenkommunikation – Konsens: 100%

9. Obsolete Verfahren: : 2 Gegenstimmen, Diskussion um weitere Verfahren – Konsens:83%

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 20. November 2011, 23:01

Man braucht eigentlich keine Fliegenbeine sprich Silben zu zählen.

Man braucht nur mal zu schauen, wie sich jene Sprache der s-Experten -auch bekannt als universitäre Umweltmediziner- jetzt auch im den Sätzen der DBU-ler findet:

Prof. Dr. Thomas Eikmann, Direktor eines Instituts für Hygiene- und Umweltmedizin
in der Fernsehdiskussion im ZDF-Dokukanal vom 13. Februar 2008, zum Thema MCS


"MCS Patienten zeichen sich dadurch aus, dass sie sich belastet fühlen", "wir diskutieren das gar nicht, wir akzeptieren, so wie sie zu uns kommen...auch mit ihrer Selbsteinstufung", "natürlich sind die Patienten häufig psychisch belastet" , "viele Patienten wollen darüber hinweg kommen", "sie wieder in normales Leben hineinführen", "wir finden ein nicht angemessenes Umgehen mit der Problematik",


Prof. Eickmann in der Apothekenumschau Juli 2008

"'Diese Leute sind keine Simulanten'", betont Eikmann, 'sie sind ernsthaft krank.'Nur, so der Umweltmediziner: Statt eines vermeintlichen 'multiplen Chemikalien-Syndroms' haben die Symptome meist vielfältige andere Ursachen"



Prof.Dr. Nowack in der FR vom 3.11.2007 "Wenn Parfüm zur Ohnmacht führt"


"Es ist wenig hilfreich wenn Schulmediziner sagen, ,Sie haben nichts, Sie müssen jetzt
zum Irrenarzt!'"Er bespreche deshalb mit den Patienten, „dass es eben eine Menge Phänomene
gibt, die man nicht erklären kann. Und genauso wie ich das Krankheitsbild der Patienten nachvollziehe, bitte ich sie darum, hinzunehmen, dass ich MCS naturwissenschaftlich nicht erklären kann. Um dann zu überlegen: Wie kann der Patient konzeptionell mit der Krankheit umgehen?" ..."Es bringt nichts, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, warum etwas nicht geht. Wir müssen den Betroffenen helfen, sich Teile des Alltags zurück zu erobern."



Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie

Seite 27


"Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen

und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.

Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlauf

der Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen

Arzt und Patient möglich."


Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie
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DBU Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen

Beitragvon Juliane » Sonntag 20. November 2011, 23:23

"Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen

und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.

Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlauf

der Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen

Arzt und Patient möglich."


Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie

Seite 27


Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie
http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf


Ich hätte zu einem Mediziner, der diese Anleitung verinnerlicht hat kein Vertrauen.
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Beitragvon mirijam » Sonntag 20. November 2011, 23:39

Tohwanga zitierte auf Seite 6 dieses Threads aus den Leitlinien den Satz: "monokausale Zuschreibungen sollten vermieden werden...."


Dieser Satz war mir gleich am Anfang, als dieser Strang eröffnet wurde, aufgefallen.



Zitate aus den Leitlinien


Zitat Seite 24:

"6.3.1 Somato-psychische und/oder psycho-somatische Differentialdiagnose?

Es wird empfohlen,

anzuerkennen, dass

Erkrankungen aus beiden Bereichen

gleichzeitig vorkommen und

sich gegenseitig verstärken können.

Es wird empfohlen, den PUME zu vermitteln,

dass seelische Folgen oder Primärerkrankungen zu ihrem Krankheitsbild beitragen können und

gleichfalls behandlungsbedürftig sein können."


Zitat Seite 25:

"7.2.1 Psychoedukation

Es wird empfohlen die Patienten über ihr Krankheitsbild aufzuklären,

wobei ein multifaktorielles und individuelles Modell der Erkrankung vermittelt werden sollte.

Bei chronischen Verlaufsformen sollte die grundlegende Problematik chronifizierter Gesundheitsstörungen
angesprochen werden.

Es sollte vermittelt werden, dass Beeinträchtigungen

in körperlichen,

seelischen und

sozialen Bereichen auftreten können,

die einer multifaktoriellen Therapie bedürfen.

Monokausale Zuschreibungen sollten vermieden werden!"


Zitat Seite 26:

"Die Hinführung

zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell"



http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon mirijam » Sonntag 20. November 2011, 23:46

Noch einmal:

Zitat

"Es wird empfohlen, den PUME zu vermitteln,

dass seelische Folgen oder Primärerkrankungen zu ihrem Krankheitsbild beitragen können und

gleichfalls behandlungsbedürftig sein können.


Es sollte vermittelt werden, dass Beeinträchtigungen

in körperlichen,

seelischen und

sozialen Bereichen auftreten können,

die einer multifaktoriellen Therapie bedürfen.

Monokausale Zuschreibungen sollten vermieden werden!


ein multifaktorielles Modell der Erkrankung vermittelt werden sollte.


Die Hinführung

zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell."




http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Achtung! Neue Leitlinie führt z.Psychiatrisierung

Beitragvon mirijam » Sonntag 20. November 2011, 23:55

"Keine monokausalen Zuschreibungen" bedeutet, dass die psychische Kausalität immer dabei ist.

Immer soll eine psychische Entstehung diagnostiziert und dem Patienten "eingeredet" werden, also multi-kausal oder multi-faktoriell"

Das entspricht auch voll und ganz dem postulierten "Biopsycho-sozialen" Modell.

Somit wäre die (Zwangs-)Psychiatrisierung ein Faktum, jedoch nicht die behauptete psychische Entstehung, denn letztere ist falsch (siehe Pall und andere Autoren).
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Montag 21. November 2011, 00:10

Also dieses "Biopsycho-soziale Modell" ist untragbar und eine Geburt der Fantasie. Es ist wissenschaftlich falsifiziert.

falsifizieren=widerlegen, als falsch bestätigen, als falsch nachweisen, die Unrichtigkeit beweisen, entkräften


Deshalb hatte ich oben vorgeschlagen, das "Biopsychosozio-Modell" (Anm.- klingt wirklich witzig!) durch das wissenschaftlich verifizierte und deshalb richtige bio-chemische Modell zu ersetzen.

verifizieren=die Richtigkeit beweisen, als richtig beglaubigen, als richtig bestätigen, als richtig nachweisen
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Montag 21. November 2011, 00:18

Denn die Konsequenzen dieses psychiatrisierenden "biopsycho-sozialen" Modells kann man sich vorstellen in Bezug auf

Einweisung in psychiatrische Einrichtungen,

Rentenansprüche,

Durchsetzung von Behindertenrechten

und vieles mehr.

Ich sehe keine Vorteile und keinen gesundheitlichen Nutzen für Umweltpatienten, sondern eher Entrechtung durch Aushebelung der Fakten.
mirijam
 

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Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 06:44

Übrigens für all Jene, die die zur Schau getragene Einfühlsamkeit ihres Mediziners immer noch für echt halten:

Das "wie bekomme ich meinen Patienten dahin, wo ich ihn gerne abholen möchte", das lernt man bei einfühlsamen Experten.

Eickmann hat es schätzungsweise bei Gieler gelernt.

Gieler, das ist ein Mann der ersten Stunde, wie weiter oben nachlesbar.

Nein, Gieler ist kein Umweltmediziner.
Juliane
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Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 06:44

Wo haben die DBU-ler wohl ihre neue Einfühlsamkeit gelernt?

Fachkenntnisse hat Dr. Mai.

Ob diese Psychoedukation freiwillig war?
Juliane
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Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 07:00

Welche Rolle spielt wohl Dr. Anke Bauer ?


Frau Dr. rer. nat. Anke Bauer hat an der Christian-Albrechts-Universit ä tzu Kiel Ökotrophologie studiert und an dem Institut f ü r Umwelttoxikologie der Universit ä t in den Bereichen Krebsepidemiologie und Umweltepidemiologie gearbeitet und promoviert. Seit dem Jahr 2000 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an dem Fachkrankenhaus Nordfriesland besch ä ftigt und betreut dort angesiedelte umweltmedizinische Forschungsprojekte.


Foto von Dr. Anke Bauer (Link anklicken- ganz unten am Ende der Datei)

Bauer A et al. Patienten mit multiplen Chemikalienintoleranzen … Z Allg Med 2007; 83: 442 – 446

http://www.online-zfa.de/media/archive/ ... 991153.pdf


Aus dem Anhang der "dbu Leitlinie Umweltmedizin", S. 36

03.11.2011
Protokoll über die Konsenzkonferenz zur S2-Leitlinie Umweltmedizin (Innenraumschadstoffe)

Datum: 27.2.2010
Ort: Hotel Wiesenmühle, Fulda

Tagesordnungspunkt: Leitlinie 13.40 – 16.10

Die von Frau Anke Bauer vorbereiteten Passagen wurden verlesen und anschließend diskutiert.



Korrespondenzadresse:

Fachkliniken Nordfriesland gGmbH
Dr. rer.nat. Anke Bauer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Abteilung für Psychosomatik, Psychotherapie und Umweltmedizin
Krankenhausweg 3
25821 Bredstedt

Erstellungsdatum: 15 Juli 2010
Letzte Überarbeitung: 31.10 2011
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Beitragvon Mike » Montag 21. November 2011, 07:53

Wir sollten die Autoren der Leitlinie anschreiben und bitten die "unklaren" Punkte zu erklären. Es wäre interessant zu lesen, wie die einzelnen Ärzte verschiedene Punkte erklären wollen!
Mike
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Beitragvon Kira » Montag 21. November 2011, 07:58

@Mike,
dann leg mal los ;0)
Kannst dann die Antworten hier posten!!
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Beitragvon Kira » Montag 21. November 2011, 08:27

Soviel zur Vorsorge, was auch jetzt noch praktiziert wird:

„..... Im Rahmen des öffentlichen Gesundheitswesen spielen die an fast allen Universitätskliniken bestehenden Umweltambulanzen eine wichtige Rolle. Hausärzte überweisen Patienten häufig dann quasi automatisch dorthin, wenn sie mit den Multisystem-Symptomen umweltbedingter Krankheiten nicht mehr weiterkommen. Umweltkranke haben jedoch mit nahezu allen Umweltambulanzen extrem schlechte Erfahrungen gemacht. Dort wurden bis 2009 Umweltkranke häufig unbegründet als Hypochonder oder als Psychopathen deklariert und damit diffamiert.
Toxikologische Aspekte der Krankheit wurden häufig abgelehnt oder nicht zur Kenntnis genommen. In der Öffentlichkeit läuft eine regelrechte Desinformationskampane, …...

In den offiziell anerkannten umweltmedizinischen Ambulanzen der Universitätskliniken wurde häufig noch nicht einmal eine Minimaldiagnostik vorgenommen. Dagegen wurden bisweilen irrelevante Untersuchungen durchgeführt, mit denen Patienten dann „bewiesen“ wird, sie hätten keine „Vergiftung“. Dazu gehört auch die Bestimmung von Chemikalien und Schadstoffen in Blut oder Urin, die in den meisten Fällen negativ ausfällt, obwohl schwere Krankheitssyptome vorliegen.
Chronische Vergiftungen und die Chemikaslien-Überempfindlichkeit (MCS) sind aber in der Regel nicht durch ein Biomotoring von Schadstoffen im Blut nachweisbar, weil der zeitpunkt der Schadstoffexposition meist lange vor dem ersten Auftreten von Symptomen eines andauernden chronischen Krankheitsverlauf liegt, und weil die Schadstoffe zum zeitpunkt der chronischen Syptome, wenn ärztliche Hilfe notwendigwird, meist abgebaut, ausgeschieden oder in bestimmten Organen, z.B. m Gehirn gespeichert sind.

Teilweise werden an diesen Ambulanzen auch für Umweltpatienten gefährliche und schwer verträgiche Giftexpositions-Testungen oder Provokationstests vorgenommen.
Diese Tests sind häufig so angelegt, dass sie mit dem Ergebnis nur die Aussage zulassen, es läge keune umweltbedingte Erkrankung vor. Darauf folgt für die Betroffenen meist eine Fehlbehandlung, nämlich eine Psychotherapie und die Verabreichung von Psychopharmaka ohne weitere umweltmedizinische Therapie, die für die „offiziellen“ Umweltambulanzen geradezuTypisch scheint.
Die Annahme liegt nahe, dass dies vorsätzlich und zwar aus politischen Gründen geschieht (zit. nach Nowak, 2007). ….....
aus Hill, Huber,Müller: Multiple Chemikalien-Sensitivität,2010, Seite 300
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Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 10:04

@ Mike

Versuche es. Fraglich, ob man antworten wird.
Denn es gibt eine


Korrespondenzadresse:

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Dr. rer.nat. Anke Bauer
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Abteilung für Psychosomatik, Psychotherapie und Umweltmedizin
Krankenhausweg 3
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http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 10:14

Vielleicht off topic vieleicht aber auch nicht?


Es wird gebaut. Im großen Stil:

Juni 2011: Erster Spatenstich

September 2011: Grundsteinlegung mit 100 geladenen Gästen und vielen Mitarbeitern der Großbaumaßnahme in Riddorf.


http://www.fklnf.de/projekte/grossbaumassnahme-in-riddorf.html#c430


Und Frau Bauer hatt noch ein Betätigungsfeld:


Projekt 4. "Telemedizin in der Psychiatrie"

Ansprechpartnerin: Dr. rer.nat. Anke Bauer (anke.bauer@fklnf.de)

http://www.fklnf.de/projekte/telemedizin-in-der-psychiatrie.html
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