DBU Online Umweltmedizinische Leitlinie erschienen

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Beitragvon Kira » Mittwoch 7. Dezember 2011, 10:40

@Renntier,
wo sonst gibt es ein öffentliches Forum von Betroffenen für Betroffene unzenziert und ohne Maulkorb in Sachen toxische Schäden und MCS ?????
CSN hat in meinen Augen dass Recht seine Plattform von Unterwanderungen frei zu halten.
Es ist richtig das Tohwanga in der Vergangenheit konstruktive Beiträge geleistet hat, das haben auch andere - die sich aber dann selbst ins Abseits gedrängt haben .... sorry, jeder ist letzt endlich selbst für sich verantwortlich !!

@Thommy,
danke für deine /eure Gradlinigkeit und Wachsamkeit.
- Editiert von Kira am 07.12.2011, 10:50 -
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Beitragvon Thommy the Blogger » Mittwoch 7. Dezember 2011, 10:58

@ Renntier und wen es noch betreffen sollte

Als Admin spreche ich Warnungen aus, wann ich es für notwendig halte.
Vergangenheit interessiert nicht.

Wer versucht, Kranke wie auch immer geartet, in die Irre zu führen, findet dafür hier keine Plattform.

Abschließend bitte ich darum, das wichtige Thema des Threads jetzt wieder weiterzuverfolgen.

Danke,
Thommy the Blogger

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Beitragvon Juliane » Mittwoch 7. Dezember 2011, 11:41

Weiter zum Thema:



Ich trage hier noch mal meinen Strang zu dem Vergleich zweier Leitlinien ein:

viewtopic.php?t=16734


Das hier ist die geplante AWMF Leitlinie Fibromyalgiesyndrom


Zitate zu Anamnese



AWMF-Leitlinien-Register

Diese Kurzfassung basiert auf der zitierbaren Langfassung (leitlinien.net)

der interdisziplinären Leitlinie „Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie

des Fibromyalgiesyndroms“

Autoren: W. Häuser (DIVS), C. Sommer (DGN), M. Schiltenwolf (DGOOC), M.

Offenbächer (DGPMR), D. Nutzinger (DGPPN), K. Thieme (DGPSF), V. Köllner

(DGPM), P. Henningsen (DKPM), B. Arnold (DGSS), H. Michels (GKJR), W. Eich

(DGRh)



Seite 5


3.6 Anamnese Beeinträchtigungen: Es wird empfohlen, die mit den körperlichen

und psychischen Beschwerden assoziierten Beeinträchtigungen in Alltagsfunktionen

(Arbeit, Haushalt, Freizeit, Sexualität) zu erfragen.




3.7 Anamnese Ursachenüberzeugungen/subjektive Krankheitstheorie(n): Es

wird empfohlen, die Ursachenüberzeugung/subjektive Krankheitstheorie(n) sowie

Ressourcen, Bewältigungsstrategien und krankheitsfördernde Mechanismen zu

erfragen.





3.8 Anamnese psychosoziale Stressoren: Es wird empfohlen, aktuelle

psychosoziale Stressoren (Beruf, Partnerschaft, Familie) und biographische

Belastungsfaktoren zu erfragen.



http://www.dgppn.de/fileadmin/user_uplo ... ersion.pdf


http://www.awmf.org /uploads/tx_szleitlinien/041-004l_01.pdf




Das hier schlagen die Leitlinien-Schreiber zur Anamnese von UME




Seite 15

4.6 Anamnese von Beeinträchtigungen

Es wird empfohlen, die mit den körperlichen und psychischen Beschwerden assoziierten Beeinträchtigungen

in Alltagsfunktionen (Arbeit, Haushalt, Freizeit, Sexualität) zu erfragen.


4.7 Anamnese von Ursachenüberzeugungen

Es wird empfohlen, die Ursachenüberzeugung bzw. subjektive(n) Krankheitstheorie(n) sowie

Ressourcen, Bewältigungsstrategien und krankheitsfördernde Mechanismen zu erfragen.



4.8 Anamnese von Stressoren

Es wird empfohlen, aktuelle Stressoren (biologische, biochemische, biophysikalische und

psychosoziale Stressoren (z.B. Beruf, Partnerschaft, Schule, Familie)) und biographische

Belastungsfaktoren zu erfragen. Personen mit deutlich erhöhtem Level an Stressoren gehören

zu den Risikogruppen bezüglich der Entwicklung einer UME. Sie tragen ebenfalls ein erhöhtes

Risiko, chronifizierte Folgeerkrankungen entwickeln.


http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 7. Dezember 2011, 11:41

Der Begriff Ursachenüberzeugung hat insbesondere durch Prof. Dr. Peter Henningsen
in die Diskussion über MCS /CFS/ Fibromyalgie Einzug gehalten.

Siehe auch


Henningsen Review neuerer Arbeiten

viewtopic.php?t=16038




Hier noch Links zu Originaltexten:

Somatoforme Störungen

herausgegeben von Peter Henningsen 2002
http://books.google.de/books?id=I6v924g ... FS&f=false


Alter Wein in neuen Schläuchen?
Erklärungsmodelle bei MCS, CFS und FMS
Jahrestagung ANB Würzburg 7.5.2005

“Begutachtung im Grenzgebiet zwischen Neurologie und Psychosomatik”
Henningsen

http://www.anb-ev.de /ANB_Tgg_2005_Henningsen_Erklaerungsmodelle_bei_MCS_CFS_FMS.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 7. Dezember 2011, 11:43

Es stellt sich die Frage:

Kommt die Interdisziplinäre Leitlinie UME/AWMF

viewtopic.php?t=16738
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 7. Dezember 2011, 13:40

Amazone schrieb im Strang "Startseite Klinikumsrechts der Isar " viewtopic.php?t=9961

am 15.06.2009, über Prof. Dr. Henningsen von der TU München:

Zitat


Er arbeitet gezielt darauf hin, dass CFS, MCS und FMS demnächst als psychische Erkrankungen im ICD-11 klassifiziert werden. Viele haben es allem Anschein noch nicht gemerkt, dass er viel Unheil anrichten wird.

http://meagenda.wordpress.com/category/ ... ng-centre/

Näheres siehe auf der Website unter dem markierten Link: EACLPP Working group on MUS version 16 Jan 2009

Auszugsweise von der Website
News:

Working Groups

Medically Unexplained Symptoms and Somatisation

Patients with medically unexplained symptoms and somatisation – a challenge for European health care systems

A white paper of the EACLPP Medically Unexplained Symptoms study group
by Peter Henningsen and Francis Creed can be downloaded at:

http://www.eaclpp.org /documents/Patientswithmedicallyunexplainedsymptomsandsomatisation.doc

“You can see the first draft of the report following the above link.
It is still “work in progress” and will be revised further.

“If you have any comments or additions to suggest, please email them to Gill
Dunkerley ( Gillian.D.Dunkerley @ manchester.ac.uk ) who will pass them on to the
working group.”

Draft document is approx 76 pages long, including tables and charts can also be opened here

EACLPP Working group on MUS version 16 Jan 2009

(Let me know if there are any problems opening this draft report.)
A white paper of the EACLPP Medically Unexplained Symptoms study group

Patients with medically unexplained symptoms and somatisation – a challenge for
European health care systems

Draft – prepared by: Peter Henningsen and Francis Creed January 2009

“The report arises from the EACLPP working group “Improving the management of patients with medically unexplained symptoms/somatisation”. The group is open to all EACLPP members but a core group have been responsible for the fist draft of this report . The core group (listed below) includes (24 – to be revised?) members, who have contributed so far. They represent 9 EU countries (currently – increase?). All have a special interest in the treatment of patients with medically unexplained symptoms; most have a research interest as well as clinical one and all are motivated to see an improvement in the treatment of these patients who are served poorly by most, if not all, health care systems across Europe.”

viewtopic.php?t=9961
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Beitragvon mirijam » Mittwoch 7. Dezember 2011, 15:02

Hank zitierte:

\"6.3.1 Somato-psychische und/oder psycho-somatische Differentialdiagnose?

Es wird empfohlen,

den P UME zu vermitteln,

dass seelische Folgen

oder Primärerkrankungen

zu ihrem Krankheitsbild beitragen können

und gleichfalls behandlungsbedürftig sein können.\"

(Text aus der vorgestellten Leitlinie)


Es wird empfohlen, den Patienten vorgefasste unwissenschaftliche Meinungen zu suggerieren, um sie in die Irre zu führen, und das aus finanziellen Beweggründen. Und wer denkt an das Wohl des Patienten?



- Editiert von mirijam am 28.02.2012, 22:52 -
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Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 7. Dezember 2011, 16:45

Es wird dringend empfohlen, endlich anzuerkennen, wer die Fachleute und wer die Stümper, wer die Hilfebedürftigen und wer die Geldgeier, wer diejenigen mit klarem Verstand und Denkvermögen und wer die Verblendeten sind.
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Beitragvon Blonde Babe » Mittwoch 7. Dezember 2011, 20:51

Dieser Thread wird irgendwann ein Zeitdokument sein für das, was Ende 2011 von einer kleinen Gruppe Umweltmediziner und Psychiatern geschaffen wurde,
um die Zukunft von MCS Kranken negativ zu beeinflussen.
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Beitragvon Riccardo Tisici » Donnerstag 8. Dezember 2011, 16:15

Schon 1999 bahnte sich bereits einiges an:

Gemeinsame Stellungnahme der ISEM und des dbu
16. Januar 1999

Der Beginn des Jahres 1999 war für die Umweltmedizin ein Neubeginn in dem Bemühen, daß klinische Fach Umweltmedizin weiter zu etablieren. Am 16. Januar 1999 trafen sich in Gießen Vertreter des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (Dr.Fabig, Dr. Friedrichsen, Dr. Müller, Dr. Ohnsorge) und der Internationalen Gesellschaft für Umweltmedizin (ISEM) International Society of Environmental Medicine (Prof. Drexler, Prof. Eikmann, Prof. Gieler, Dr. Herr) zu einem Gedankenaustausch über die zukünftige Entwicklung des Faches Umweltmedizin.

Trotz bestehender Differenzen zeigen sich in dem von gegenseitigem Interesse geprägten Gespräch, daß sowohl der dbu als auch die ISEM beidseitige Anliegen haben, die im Rahmen eines gemeinsamen Konsens weiterverfolgt werden sollten....

...Insbesondere wurde vom dbu vorgeschlagen, daß sich die ISEM als wissenschaftliche Fachgesellschaft engagiert und tätig wird....

..Das gemeinsame Vorgehen hinsichtlich der Verbesserung und Anerkennung von umweltmedizinischen ärztlichen Tätigkeiten in kassenärztlicher Sicht wird durch beide Seiten gesehen und als allgemeines Interesse verstanden...

Vollständiges Dokument: http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/1008
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 8. Dezember 2011, 18:00

@
Riccardo Tisici


Deshalb hatte ich diesen Strang eröffnet:

Rückblick ins Jahr 2000 - 03.12.2011

viewtopic.php?t=16697
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Beitragvon Janik » Donnerstag 8. Dezember 2011, 20:32

Oder nichts entgegensetzen wollten weil man endlich an der Umweltmedizin verdienen will und nicht drauflegen bei den zeitaufwendigen Umweltpatienten.

Es wird höchste Eisenbahn dass die Umweltkranken die Köpfe zusammenstecken und eine schlagkräftige Strategie entwickeln und sich zur Wehr setzen.

Die Naivität und Gutgläubigkeit der letzten Jahre muss komplett abgelegt werden. Wenn es richtig zu spät ist, braucht keiner mehr jammern "Hätten wir doch...".
Janik
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Beitragvon Beobachter » Freitag 9. Dezember 2011, 05:38

Zu "Janik":

Ich kann dir nur zustimmen.

dbu e.V. und AWMF e.V. sind offensichtlich meinungsführend und einflussreich; beide basteln an Leitlinien, die für Umweltkranke nachteilig sind (um es sehr freundlich auszudrücken).
Die Leitlinien des dbu e.V. sollen im Februar 2012 bei diesem Kreuzfahrtschiff-Seminar ("Von den Anamnese zur Therapie") vorgestellt und auf den Weg gebracht werden;
die Leitlinien der AWMF e.V. - wann sollen die bindend festgeschrieben werden?

Jedenfalls:
Wenn beide Leitlinien-Projekte erst einmal "durch sind" und als bindende Vorschriften zur Anamnese-Erhebung, Diagnostik, Therapie (alles "interdisziplinär") auf den Schreibtischen von
niedergelassenen Ärzten,
Klinik-Ärzten,
Ärzten in Umweltambulanzen (Uni-Kliniken) liegen,

ist es wirklich zu spät.

Deshalb sollte alles versucht werden, sie zu verhindern - sofern das überhaupt noch möglich ist, weil schon über Jahre hinweg zielgerichtet darauf hin gearbeitet worden ist (was viele Threads/Recherchen zum Thema offen legen).

Falls es nicht mehr möglich ist, was wahrscheinlich ist, sollte man diesen Leuten zumindest "die Suppe versalzen", indem man als Umweltkranker "nicht mehr hingeht" -
und ihnen so die "Geschäftsgrundlage", d.h. die Abrechnungsmöglichkeiten entzieht und
um sich nicht in die Fänge dieser Maschinerie zu begeben.

Was man statt dessen tun kann, um angemessen und kompetent behandelt zu werden (besonders und gerade als Kassenpatient!), ist dann tatsächlich eine Frage der (Überlebens-)Strategie, der Information, der Aufklärung, der eigenen Kenntnis über den wissenschaftlichen Stand der Dinge.

Umweltkranke werden also mehr denn je auf sich selbst angewiesen sein bzw. auf eine solidarische und kommunikative Zusammenarbeit untereinander.

Abschließend eine (vielleicht naive) Frage:
Gibt es Bereich Umweltmedizin noch andere vergleichbare ärztliche "Standesorganisationen"?
dbu und AWMF sind ja "nur" eingetragene Vereine; wenn auch in anscheinend federführender Funktion.
Wenn ja, welche und mit welchen Mitgliedern in welcher Position (auch außerhalb der Organisation)? Wird dort die gleiche Haltung/Interessenlage vertreten?


Viele Grüße
Beobachter
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Beitragvon Juliane » Freitag 9. Dezember 2011, 07:10

@ Beobachter

Zu Deiner Frage, wer in der Bundesrepuplik das Sagen hat, stelle ich dir mal diesen Link ein:


SMS (Schnell-Merk-System):

viewtopic.php?t=8426


Hier gibt es noch ein Gruppenbild mit Damen, das ganz schnell einen Überblick gibt:

http://www.helmholtz-muenchen.de /infostelle-humanbiomonitoring/veranstaltungen/nachlese-fachtagung-kinder-kranke-und-senioren/index.html
Juliane
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Beitragvon Kira » Freitag 9. Dezember 2011, 08:47

Die \"Psychiatrisierung\" als faule Ausrede - warum kann man nicht bei der Wahrheit bleiben?
Da gibt\'s genügend wissenschaftliche Abhandlungen über Toxine, Chemikalien etc. und ihre Wirkungen auf den menschlichen Körper, über Berufserkrankungen und, und ....
Und dann wird auf einmal (oder schon wieder ??) hier in Deutschland von gewissen Umweltmedizinern weissgemacht dass stimme nur z. Teil, aber auf dem Wege der Psychiatrisierung werde die Anerkennung der Erkrankung erfolgen ...LOL (feines Deckmäntelchen).
Die Betroffenen die Geld haben, bekommen ihre richtige Diagnostik da privat abgerechnet werden kann, die keins haben werden psychiatrisiert!!! 2-Klasse-Medizin oder wer reich ist hat Anspruch auf medizinische Hilfe und wer arm ist \"Pech gehabt\", irgendwie errinnert mich das an .... na ihr wißt schon wass ich meine.
Warum nennt man das Kind nicht beim Namen - nur weil toxisch Erkrankte keine Lobby haben, sollte man sich seitens der Umweltmediziner eine andere Ausrede einfallen lassen, als zu psychiatrisieren.
Die wahre Rolle der Umweltmediziner/Ärzte - der Mensch als Ware und sonst nichts!! Die Arztpraxis der König und der Patient der Bettler - dieses Bild wird immer mehr gepflegt von gewissen Ärzteschaften, die allzu herrisch und von Patienten die zu unterwürfig sind. Als wäre es ein Gnadenakt, überhaupt eine Behandlung zu bekommen - pfui, in was für einer Gesellschaft leben wir. Hier gehts alleine nur noch um das Mangagement und das Ausselektieren unbequemer Patienten!!
- Editiert von Kira am 09.12.2011, 10:24 -
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Beitragvon Beobachter » Freitag 9. Dezember 2011, 10:16

Zu "Juliane":

Danke für deine vielen Recherchen und Informationen.



Zu "Kira":

Was hier abläuft, ist beschämend für die ganze "ärztliche Zunft".
Diese Leute wissen genau, welche Auswirkungen ihr "Tun und Lassen" hat; es gab ja auch schon kritische Stimmen unter ihnen ... und es ist noch nicht lange her.
Diese Stimmen sind verstummt.

Und das hat fatale Auswirkungen:
Denn diese beiden oben genannten "Leitlinien-Papiere" werden auch auf den Schreibtischen (interessierter) Hausärzte landen, die sich an die Empfehlungen der "Fachkollegen" halten werden.

Hier wird wie gesagt die Zwei-Klassen-Medizin zementiert - und eine gut abrechenbare Psychiatrisierung von Umweltkranken.


Viele Grüße
Beobachter
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Beitragvon Kira » Freitag 9. Dezember 2011, 10:43

@Beobachter,
aber sie machen die Rechnung ohne Wirt!! Letztendlich sind und bleiben aber stets wir die Opfer.

D.h. Zivilcourage ist hier angesagt - jeder einzelne von uns sollte aktiv werden und bleiben. Dazu gehört eine Portion Mut und Durchhaltevermögen. Mut haben NEIN zu sagen, zu sagen bis hierhin und nicht weiter,nicht mehr schweigen sondern laut werden,und, und ......
“Zivilcourauge setzt auf der individuellen Ebene viel vorraus: einen Kritischen Verstand, Charakterstärke, Mut, Offenheit, Konfliktbereitschaft und vor allem einen kultivierten Umgang mit der eigenen Angst” (Dieter Deisenroth, Richter am BVG …. aus “Helden im Schatten der Gesellschaft” von Antje Bultmann)
und
“Das Recht schützt – auch bei uns – die dunklen Geheimnisse der Mächtigen. Wer rechtswidrige oder gemeinschädliche Handlungen staatlicher Stellen oder seines Arbeitsgebers offen legt, verletzt regelmäßig Verschwiegenheitspflichten und setzt sich Maßregelungen aus” (Jürgen Kühling, Richter des BVG a.D. …… aus “Helden im Schatten der Gesellschaft” von Antje Bultmann)
Was hindert es uns die Wahrheit zu benennen und wo nötig anzuklagen??
Wo kein Kläger da kein Richter - also wehren wir uns, je mehr sich wehren um so eher wird dieses Lügengespinst wieder vernichtet. Handeln ist angesagt und nicht Stillhalten.

Was die kritischen Stimmen angeht ... ich glaube nicht dass diese verstummt sind, eher glaube ich, dass sie wissen das sich jetzt die Spreu vom Weizen trennt!!!
- Editiert von Kira am 09.12.2011, 10:47 -
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Beitragvon bling.bling » Freitag 9. Dezember 2011, 11:00

Ein Schulterschluss aller ernstzunehmenden MCS Selbsthilfegruppen
und entsprechendes, scharfes Vorgehen könnte
ein Schuss vor den Bug für die Umweltmediziner auf der "Color Magic" sein.
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Beitragvon Clarissa » Freitag 9. Dezember 2011, 11:19

@bling.bling kennst du ernst zunehmende mcs gruppen? mir fallen zur zeit keine ein!
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon bling.bling » Freitag 9. Dezember 2011, 11:26

Schwer. Aber vielleicht hat diese Leitlinie ein paar vormals Vernünftige wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht.
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Beitragvon Clarissa » Freitag 9. Dezember 2011, 11:48

nun weiss ich zumindest, dass meine alzheimer noch nicht so schlimm sein kann ;-)


- Editiert von Clarissa am 09.12.2011, 12:56 -
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Juliane » Freitag 9. Dezember 2011, 13:44

Zitat aus dem Konzept der Fachkliniken Nordfriesland:


"Eine Besonderheit weisen die „Umweltbezogenen Körperbeschwerden“ (UKB) auf. Hier sind die Betroffenen überzeugt, dass Umweltfaktoren (Strahlung, Schadstoffe u. a. m.) Ursache ihrer Symptome sind. Therapiestudien sind nicht bekannt, möglicherweise ist hier auch die CBT wirksam (Fallstudien: E IV)......"

http://www.fklnf.de /fileadmin/downloads/Psychosomatik/Konzept_Reha_Psychosomatik.pdf
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Beitragvon Galaxie » Freitag 9. Dezember 2011, 19:24

hier habe ich noch ein interessanten Beitragüber Ernst Klee gefunden und sein Behindertenreport. Nach ihm ist sogar eine Schule benannt... http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=8445 dort gibt es auch noch andere interessante Beiträge.

LG
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Beitragvon Juliane » Samstag 10. Dezember 2011, 09:04

Für alle MCS Patienten, die künftig einen niedergelassenen Umweltmediziner bzw. die Fachkliniken Nordfriesland aufsuchen wollen, hier eine Checkliste, damit der Besuch auch gut vorbereitet ist:


Checkliste für den Besuch beim niedergelassenen Umweltmediziner


Sie haben sich entschlossen einen niedergelassenen Umweltmediziner aufzusuchen.

Dann informieren Sie sich vorab, ob der Umweltmediziner Mitglied der Anwenderzielgruppe ist, die die handlungsortientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie in einer Pilotstudie testet.

Informieren Sie sich, welcher Ausschlussdiagnostik sie sich unterziehen müssen
(z.B. Labor, Neurologie, Ernährungsmedizin, Rheumatologie, Allergologie, Psychologie,etc .ggf. Konsile)


Ein „umweltmedizinisches Basislabor“, welches bei jedem Patienten durchgeführt werden sollte, gibt es nicht. Informieren Sie sich, welche Laboruntersuchungen ihr Mediziner beabsichtigt.

Fragen Sie nach, welche ausgewählter Substanzen in ihrer Umwelt untersucht werden müssen (Umweltmonitoring) und ob quantitative Bestimmung von Noxen und/oder deren Metaboliten in Körpermaterialien vorgesehen sind.

Klären Sie, ob "Biologisches Effektmonitoring" oder "Suszeptibilitätsmarker" vorgesehen sind.

Informieren Sie sich, welche Kosten durch erforderliche Untersuchungen auf Sie zukommen können.


Bedenken Sie auch, dass der Umweltmediziner überzeugt ist, dass Ihre Beschwerden vor dem Hintergrund ihrer Krankheitstheorien und ihrer Ursachenüberzeugungen zu sehen sind.

Der Umweltmediziner wird sich Zeit für Sie nehmen, denn er wünscht sich , dass Sie ihm vertrauen.

Der Umweltmediziner wird Sie nach ihren Beschwerden bei der Arbeit,im Haushalt,in der Freizeit und auch bei der Sexualität fragen.

Der Umweltmediziner muss wissen, welche Belastungen in ihrer Lebensgeschichte auftraten, ob Sie Probleme in der Partnerschaft, der Familie, im Beruf, in der Schule hatten oder haben.

Der Umweltmediziner muss das alles über Sie wissen, damit er die richtige Diagnose und die angemessene Therapie für Sie auswählen kann.

Der Umweltmediziner wird Ihnen vermitteln, dass seelische Folgen oder Primärerkrankungen zu ihrem Krankheitsbild beitragen können und gleichfalls behandlungsbedürftig sein können.

Der Umweltmediziner wird sie über ihr Krankheitsbild aufzuklären und Ihnen verdeutlichen, dass Beeinträchtigungen in körperlichen, seelischen und sozialen Bereichen auftreten können, die einer multifaktoriellen Therapie bedürfen.

Bedenken Sie, dass die Untersuchungen beim Umweltmediziner auch die Möglichkeit einer (teil-)stationärer multimodalen Therapie eröffnet. Und dass der Umweltmediziner Sie auch zur Behandlung in einem Krankenhaus ,das Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin hat,einweisen kann. Eine solche Behandlung ist immer dann angezeigt, wenn der Umweltmediziner die Behandlungsnotwendigkeit komorbider körperlicher und psychischer Erkrankungen feststellt.


viewtopic.php?t=16762
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Beitragvon Annamaria » Samstag 10. Dezember 2011, 15:23

Betrifft geplante Leitlinien und deren Autoren


MCS: anerkannter Wissensstand:
Organische Erkrankung, hervorgerufen durch Kontakt mit Stoffen aus der Umwelt (z.B. diverse Chemikalien, Schimmelpilze u.a.).

Die geplanten Leitlinien weichen von diesem anerkannten Wissensstand gravierend ab:
1. Sie verquicken MCS und Psychische Erkrankung. Sie unterscheiden nicht zwischen Therapie MCS, Therapie einer psychischen Erkrankung.
2. Die Ursachen für die Erkrankung MCS werden nicht korrekt genannt. Psyche ist keine Ursache für MCS.

Wenn Ärzte weiterhin abweichen vom anerkannten Wissensstand und die Patienten nicht hinweisen auf die tatsächlichen Ursachen von MCS, werden immer wieder ehemals gesunde Menschen - von den Ärzten! - in die Erkrankung hineingetrieben. So lange, bis deren Gesundheit unwiederbringlich ruiniert ist.

Ich hoffe, unsere Leitlinienautoren waren sich dieser Folge ihres Tuns bislang nicht bewusst.
Ich hoffe, ihr Wissen und ihr ärztliches Gewissen werden sie von diesen Leitlinien Abstand nehmen lassen.

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Beitragvon Juliane » Samstag 10. Dezember 2011, 18:02

dbu -Presseinformation vom 25.11.2011


"Die beiden umweltmedizinischen Verbände haben sich nun mit anderen Autoren zu einer
interdisziplinären Autorengruppe zusammengetan und stellen anlässlich des InternationalenUmweltmedizinischen Symposiums in Würzburg erstmals die„Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie“ dem Fachpublikum vor. Die Leitlinie orientiere sich an der Realität in der Praxis der niedergelassenen Kollegen, so Bartram und Ohnsorge"

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Pressinfo_Leitlinie_2011_12.pdf

http://www.dbu-online.de /index.php?id=482
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Beitragvon Juliane » Samstag 10. Dezember 2011, 18:03

Ja, so steht das dort:



"Die Leitlinie orientiere sich an der Realität in der Praxis der niedergelassenen Kollegen, so Bartram und Ohnsorge"
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Beitragvon Flaunt » Samstag 10. Dezember 2011, 18:22

Bis zu dieser dbu Presseinformation vom 25.11.2011 dachte ich noch, dass es möglich sei, dass sich die dbu Umweltmediziner,
von Dr. Mai und Dr. Bauer überrumpeln ließen.
Diese naiven Gedanken habe ich aufgegeben nachdem die Pressemitteilung herauskam.

Die Leitlinie ist das, was diese Unterzeichner durchsetzen wollen und sie ist richtig schädlich für uns Umweltpatienten.
Man kann diese "dbu Umweltärzte", die mit ihrem Namen für die "Umweltmedizinische dbu Leitline" bürgen, tatsächlich nur noch boykottieren.
Flaunt
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Beitragvon Silvia K. Müller » Samstag 10. Dezember 2011, 19:05

Wer die Szenerie schon länger intensiv verfolgt, ist nicht verwundert.
Es zeichnete sich seit geraumer Zeit ab, dass sich eine erhebliche Anzahl von Umweltmedizinern umorientiert hat.
Die Publizierung der dbu Leitlinie und der Pressemitteilung dazu, fasst das, was Insider längst erahnten, nur in Worte.

Wir stehen vor einem Scherbenhaufen. Umweltmedizin, wie man sie als MCS-Patient erwarten dürfte, gibt es in Deutschland nicht (mehr). Hier kooperiert man mit Psychiatern, Wunderheilern, Eso-Scharlatanen und grenzwertigen Glaubensgemeinschaften, statt sich am internationalen Wissenschaftsstand zu orientieren.

Eine Entschuldigung für das was gerade passiert ist gibt es nicht. Die dbu Leitlinie Umweltmedizin ist ein Desaster für die Umweltkranken und es bleibt zu hoffen, dass MCS-Kranke es rechtzeitig erkennen und ihre persönlichen Konsequenzen ziehen.
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Beitragvon Leckermäulchen » Samstag 10. Dezember 2011, 19:37

Wie sehen die persönlichen Konsequenzen aus?
Bekommt man denn wie all die Jahre zuvor problemlos weiterhin seine nötigen Medikamente, manche davon auf Rezept?
Stellt der Arzt das Rezept dafür noch aus? Oder wird einem das jetzt verweigert? Dann treten ja wieder die Schäden von vor der Therapie auf.
Man kann so ja keinen Arzt mehr konsultieren.

Muss man dafür jetzt ins Ausland?
Das sind ja echt Zustände, da findet man keine Worte mehr....
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Dezember 2011, 06:49

Die Konsequenzen werden weitreichend sein, Leckermäulchen.

Die neuen Leitlinien werden auch Auswirkungen haben für Berufskrankheiten- und Rentenrecht sowie Versicherungen, Krankenkassen und Behörden:



Auf Seite 5 steht:

"Diese Leitlinien sollen Grundlage der in Praxen, Ambulanzen und Kliniken umweltmedizinischtätigen Ärzten sein. Es werden die Voraussetzungen geschaffen, Anamnese, klinische Befunderhebung und diagnostische Methoden standardisiert, wissenschaftlich basiert, effektivund ökonomisch sinnvoll einzusetzen. Das daraus resultierende bessere Verständnis derPathophysiologie umweltmedizinischer Krankheiten erlaubt es, Therapiekonzepte zu optimierenund die Zielgenauigkeit der anzustrebenden Primärprävention zu verbessern. Die Leitlinien sollen aber auch denjenigen Ärzten Hilfestellung sein, die in beratenden Funktionen bei
Behörden, Krankenkassen und Versicherungen tätig sind. Weiterhin sollen sie die Bewertungsmaßstäbe im Berufskrankheiten- und Rentenrecht verbessern helfen und die Grundlagen der Rechtssprechung auf diesem Sektor dem zeitgemäßen Wissen und Anspruch anpassen helfen."

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Dezember 2011, 06:54

Was man unter "zeitgemäßen Wissen" zu verstehen hat, dazu braucht man nur eine Schlüsselaussage auf Seite 27 der neuen Leitlinien nachzulesen:


"Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen
und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.
Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlauf der Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient möglich. Bezüglich der mnestischen Probleme sollte Zeit eingeplant und ggf. Hilfspersonen (Partner, Kinder o.ä.) mit hinzugebeten werden........


Obsolete bzw. schädliche Verfahren

Folgende Verfahren sind als obsolet oder nachteilig für den Verlauf zu betrachten:


Monokausale Zuschreibungen („Vergiftungshypothese“) bei chronischen Verlaufsformen "

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Leckermäulchen » Sonntag 11. Dezember 2011, 09:00

Wie soll man so etwas eigentlich verstehen, wenn ein Arzt, der zuvor jahrelang bei seinen Patienten richtig vorgegangen ist mit der Diagnoseerstellung, der diese also kennt, denselben Patienten nun „plötzlich“ sich das Beschwerdebild berichten lassen soll – das er doch hinreichend kennt – und dann anders reagieren soll. Da nimmt doch keiner mehr den anderen ernst.

Ebenso verhält es sich mit dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses. Da sträuben sich einem doch die Haare: Der längere Verlauf der Behandlung liegt doch bei den ihm seit Jahren bekannten und von ihm betreuten Patienten bereits in der Vergangenheit. Derselbe Arzt kann jetzt mit diesem lächerlichen Konzept unter Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses höchstens noch bei Neuen, die er nicht kennt und die noch nie von ihm gehört haben EVENTUELL (!!!) damit punkten.

Man kann doch nicht eine umweltkranke mündige Bevölkerung dahingehend oktroyieren, einem Wendehals nur deswegen Vertrauen zu schenken, weil es die Lobby so will und die Einrichtungen des Gesundheitswesens darauf spekulieren, denn alle wollen definitiv nur Geld, Geld, Geld.

Ich würde dringend vorschlagen, den weißen Kittel aus- und das Clownskostüm anzuziehen. (Damit will ich keineswegs Clowns diskreditieren.) Dann erkennt man wenigstens sofort, wer wie ernst zu nehmen ist.
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Beitragvon Twei » Sonntag 11. Dezember 2011, 09:17

Hätten Hilfsbedürftige in Zukunft auch mit finanziellen Einbüßungen seitens der Behörden, Kranken- und Rentenkassen zu rechnen, wenn sich diese auf die dbu-ll zur notwendigen Maßnahme einer Rehabilitation beziehen?

(Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, Grundexistenseinkommens/-rente, Mindestrente oder ähnlichen Bezeichnungen dafür, hätten bei mir eine gewisse Sorglosigkeit walten lassen.)

Die Aussagen der dbu-ll auf Seite 5 (Zitate s.o.) scheinen größere Auswirkungen auf die Gesamtbevölkerung erahnen. Wenn sich jemand weigert an einer "Umweltmedizinischen Rehabilitation" teilzunehmen, also sich in eine psychiatrische Behandlung zu begeben, hat mit 30% Leistungseinbußen zu rechnen..... so ähnlich könnten eventuell zukünftige behördliche Schreiben aussehen, die sich auf die dbu-ll berufen - oder?
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Dezember 2011, 09:26

Ich empfehle auch immer mal einen Blick zurück:

Rückblick ins Jahr 2000
viewtopic.php?t=16697
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Beitragvon Wüstenfieber » Sonntag 11. Dezember 2011, 09:58

Hallo Leute,


kleiner Tipp:

die ICD-Diagnoseauskunft (App auf IPAD) der TKK führt nach aktuellem Update MCS unter ICD-10 T78.4 auf.

UND SONST NIRGENDWO IM ICD-10!

Im Internet z.B.:

http://www.icd-code.de/suche/icd/recherche.html?sp=0&sp=Smcs


Die Einordnung ist doch ganz eindeutig, oder?

Psychiatrisierende MCS-Fehldiagnosen können also auch juristisch angegangen werden, inklusive Schmerzensgeld etc. etc. etc.!


In diesem Sinne


Wüstenfieber
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 11. Dezember 2011, 10:16

sehr gut wüstenfieber habe ich gleich auf meinen androiden istalliert, danke für den app tipp.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Dezember 2011, 12:09

Aber da gibt es den Stolperstein Ausschlussdiagnostik.


Ich hatte das ja schon mal vor einem Jahr geschrieben
viewtopic.php?f=94&t=14684
am 06.12.2010

Man diagnostiziert MCS in den Umweltambulanzen bekannterweise schon immer über die sogenannte Ausschlussdiagnostik.

Ja und was das heißt hat Caroline Wella Herr mal im Experten-Forum der AU geschrieben:


Zitat aus dem Forum

Sehr geehrte Frau Prof. Herr, sehr geehrter Herr Prof. Eikmann
Sie weisen in einer vorangegangenen Frage darauf hin, dass die Umweltmedizinische Ambulanz an der Uni Gießen die komplette Palette der medizinischen Diagnostik im Rahmen einer Vorstellung im Hessischen Zentrum für Klinische Umweltmedizin bietet.

Wie viele Fälle von MCS (ICD-10 T78.4) konnten Sie in den vergangenen Jahren in Ihrer Umweltambulanz in Giessen diagnostizieren?

Welche Therapien bieten Sie den von Ihnen diagnostizierten MCS Patienten an?
Ist Ihre Umweltambulanz zwischenzeitlich umweltkontrolliert, im Sinne von Duftverbot, Einsatz von Luftfiltern, schadstoffarme Ausstattung, etc.?

Vielen Dank für eine Beantwortung meiner Fragen,
Jolokia

Antwort Prof.Herr - 28.07.2008 15:39

Ihre Fragen zur Ausstattung werden Ihnen bei einem persönlichen Gespräch mit der Ambulanz in Gießen beantwortet werden. Bisher haben wir kein Patienten mit dieser Diagnose. Es fanden sich immer andere Erklärungen für die beklagten Beschwerden.
viewtopic.php?t=6859




Die Ausschlusssdiagnose ist immer das Mittel zum Zweck, auch in den neuen Leitlinien:


Ausschlussdiagnostik (z.B. Labor, Neurologie, Ernährungsmedizin, Rheumatologie, Allergologie, Psychologie,etc .ggf. Konsile)

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf


"Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen
und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.
Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlauf der Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient möglich. Bezüglich der mnestischen Probleme sollte Zeit eingeplant und ggf. Hilfspersonen (Partner, Kinder o.ä.) mit hinzugebeten werden........


Obsolete bzw. schädliche Verfahren

Folgende Verfahren sind als obsolet oder nachteilig für den Verlauf zu betrachten:


Monokausale Zuschreibungen („Vergiftungshypothese“) bei chronischen Verlaufsformen "

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf


Also man wird in Zukunft wahrscheinlich auch bei den niedergelassenen Ärzten immer etwas anderes finden
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Beitragvon Juliane » Sonntag 11. Dezember 2011, 12:44

Die Autoren werden wissen, warum Sie eine bestimmte Art und Weise der Anamnese vorschreiben:

Seite 15

4.6 Anamnese von Beeinträchtigungen

Es wird empfohlen, die mit den körperlichen und psychischen Beschwerden assoziierten Beeinträchtigungen

in Alltagsfunktionen (Arbeit, Haushalt, Freizeit, Sexualität) zu erfragen.



4.8 Anamnese von Stressoren

Es wird empfohlen, aktuelle Stressoren (biologische, biochemische, biophysikalische und psychosoziale Stressoren (z.B. Beruf, Partnerschaft, Schule, Familie)) und biographische

Belastungsfaktoren zu erfragen. Personen mit deutlich erhöhtem Level an Stressoren gehören

zu den Risikogruppen bezüglich der Entwicklung einer UME. Sie tragen ebenfalls ein erhöhtes

Risiko, chronifizierte Folgeerkrankungen entwickeln.

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon hank » Montag 12. Dezember 2011, 01:31

weitere Zeilen an die Verfasser der Leitlinie:

Zum Punkt



Die gängige Praxis in Deutschland ist die Psychiatrisierung aller Patienten, wo die übliche Betäubungsmasche ihrer individuellen (Warn)Symptome nicht mehr funktioniert !
Patienten, bei denen -folgerichtig- kein Heilungserfolg eintrat, suchen nun ggf. Hilfe in der Umweltmedizin.
Und eines steht dabei fest: Jegliche festgestellte psychiatrische Vorerkrankung wurde OHNE Ausschluss ursächlicher Umweltvergiftungsfolgen erhoben.

An dieser Stelle gibt es nur eine Aufgabe für die Umweltmedizin: Eben diese Ursachensuche nachzuholen !
Werden Ursachen gefunden, z.B. Allergien gegen chemische und chemo-toxische Substanzen, ist mindestens die Diagnose der psychiatrischen Vorerkrankung hinfällig.


Und hier sollte die Umweltmedizin immer wieder betonen: Psychische Symptome sind nie Ursache von Umweltvergiftungen, sondern immer Folge.


- Editiert von hank am 12.12.2011, 01:39 -
Die "Dosis macht das Gift" gilt nur bei Substanzen, welche der Körper benötigt. Alles andere ist immer Gift und schädigt.
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Beitragvon Hamilton » Montag 12. Dezember 2011, 03:21

Hank, die dbu Ärzte haben es anders herum vor. Deren Leitlinie fordert psychisch/ psychiatrische Ursachenforschung bei den Umweltkranken.
Geradezu grotesk, wenn man realisiert, dass es HNO Ärzte, Allgemeinmediziner, Sportmediziner, etc. von Haus aus sind, die Beurteilung der Psyche übernehmen wollen. Skurril wird es werden wenn die dbu Ärzte, wie in der Leitlinie angegeben, Gründe in der Sexualität der Umweltkranken suchen.
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Beitragvon Kira » Montag 12. Dezember 2011, 06:51

Montag, 12. September 2011
Umweltmedizin in Deutschland kaum etabliert
Fulda – Umweltmediziner haben die Situation ihres Faches in Deutschland. Trotz aller Bemühungen gebe es bis heute keine Strukturen für eine angemessene umweltmedizinische Versorgung der Bevölkerung, hieß es Anfang September aus dem Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner (dbu).

Dabei gebe es durchaus Ansätze, das Fach zu fördern: So finde sich in der Schlussresolution der Ministeriellen Konferenz der Gesundheits- und Umweltminister in Budapest im Jahr 2004 der Vorsatz, dieses Gebiet der Medizin besonders zu fördern. Auch der sogenannte European Environment and Health Action Plan hebe die besondere Bedeutung dieses Fachs hervor.

Umweltmedizinische Erkrankungen werden laut dem dbu immer häufiger, gleichwohl vernachlässige die Politik das Thema. Gleiches gelte für Universitäten und Krankenkassen.

Der Berufsverband fordert, „diesen wichtigen Bereich der Medizin in die universitäre Lehre aufzunehmen, angemessene berufs- und gesundheitspolitischen Voraussetzungen für die Ausübung diese Gebiets zu schaffen und die dringend notwendige Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“.
Montag, 12. September 2011
Vermischtes Umweltmedizin in Deutschland kaum etabliert
Fulda – Umweltmediziner haben die Situation ihres Faches in Deutschland. Trotz aller Bemühungen gebe es bis heute keine Strukturen für eine angemessene umweltmedizinische Versorgung der Bevölkerung, hieß es Anfang September aus dem Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner (dbu).

Dabei gebe es durchaus Ansätze, das Fach zu fördern: So finde sich in der Schlussresolution der Ministeriellen Konferenz der Gesundheits- und Umweltminister in Budapest im Jahr 2004 der Vorsatz, dieses Gebiet der Medizin besonders zu fördern. Auch der sogenannte European Environment and Health Action Plan hebe die besondere Bedeutung dieses Fachs hervor.

Umweltmedizinische Erkrankungen werden laut dem dbu immer häufiger, gleichwohl vernachlässige die Politik das Thema. Gleiches gelte für Universitäten und Krankenkassen.

Der Berufsverband fordert, „diesen wichtigen Bereich der Medizin in die universitäre Lehre aufzunehmen, angemessene berufs- und gesundheitspolitischen Voraussetzungen für die Ausübung diese Gebiets zu schaffen und die dringend notwendige Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=47305&src=suche&p=dbu
- Editiert von Kira am 12.12.2011, 07:41 -
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Juliane » Montag 12. Dezember 2011, 10:40

@ Hank

So wird man in Zukunft mit Patienten umspringen:


"Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen
und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.
Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlauf der Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient möglich. Bezüglich der mnestischen Probleme sollte Zeit eingeplant und ggf. Hilfspersonen (Partner, Kinder o.ä.) mit hinzugebeten werden. (EVG= V, Konsens: A /100%).

9. Obsolete bzw. schädliche Verfahren

Folgende Verfahren sind als obsolet oder nachteilig für den Verlauf zu betrachten:

· Ausschluss oder Annahme einer UME auf der alleinigen Basis von nicht-validen Messwerten

· Ausschluss einer UME auf der Basis des Mangels an geeigneten Messwerten

· Ausschluss einer UME auf der alleinigen Basis von nicht-trennscharfen psychometrischen

Tests oder Fragebogen

· Ausschluss einer UME auf der Basis einer psychiatrischen Diagnose"

· Monokausale Zuschreibungen („Vergiftungshypothese“) bei chronischen Verlaufsformen

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Alex » Montag 12. Dezember 2011, 12:00

Der dbu scheint etwas desinformiert zu sein oder es macht sich keiner dort die Mühe sich zu informieren.
Qualitätssicherung ist das Zauberwort der Stunde für den dbu - das ist meine Meinung.

Montag, 12. September 2011
ZITAT:
Der Berufsverband fordert, „diesen wichtigen Bereich der Medizin in die universitäre Lehre aufzunehmen, angemessene berufs- und gesundheitspolitischen Voraussetzungen für die Ausübung diese Gebiets zu schaffen und die dringend notwendige Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news. ... uche&p=dbu

Umweltmedizin wird an deutschen Universitäten gelehrt. Wie gut oder wie schlecht sei dahingestellt.

Beispiele:

Umweltmedizin im Medizinstudium
viewtopic.php?f=47&t=7692

Uni Köln - MCS Begutachtung
viewtopic.php?f=47&t=16238&p=8772

Uni Kiel - Umweltmedizin im Studium
viewtopic.php?f=47&t=16235

Leibniz-Institut f. Umweltmedizinische Forschung
viewtopic.php?f=47&t=16232&p=87699

Klinische Umweltmedizin - Lehrangebote
viewtopic.php?f=47&t=15362&p=8269

Uni Frankfurt - Umweltmedizin über MCS
viewtopic.php?f=47&t=15363&p=82694

RUHR UNIVERSITÄT BOCHUM
Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin
viewtopic.php?f=47&t=14876&p=793891

Kongress für Umweltmedizin d. Uni Mainz in Karibik
viewtopic.php?f=47&t=14872&p=79388

Forschungsprojekt der FH Gießen Innenraumluft
viewtopic.php?f=47&t=14282&p=76258
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Beitragvon hank » Montag 12. Dezember 2011, 22:51

Auszug aus der ersten Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung (1. VersMedVÄndV) vom 1.3.2010 http://www.buzer.de/gesetz/9214/index.htm


d) In Nummer 18.4 werden die Wörter „Die Fibromyalgie und ähnliche Somatisierungs-Syndrome (zum Beispiel CFS/MCS)" durch die Wörter „Die Fibromyalgie, das Chronische Fatigue Syndrom (CFS), die Multiple Chemical Sensitivity (MCS) und ähnliche Syndrome" ersetzt.




Auch diese amtliche Verordnung wurde wohl nicht beachtet.
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Beitragvon Juliane » Montag 12. Dezember 2011, 22:57

@Hank

Es sieht so aus als hätten die LEID-Liner da gerne eine andere Formulierung:

Seite 5 der Leitlinien

"Diese Leitlinien sollen Grundlage der in Praxen, Ambulanzen und Kliniken umweltmedizinischtätigen Ärzten sein. Es werden die Voraussetzungen geschaffen, Anamnese, klinische Befunderhebung und diagnostische Methoden standardisiert, wissenschaftlich basiert, effektivund ökonomisch sinnvoll einzusetzen. Das daraus resultierende bessere Verständnis derPathophysiologie umweltmedizinischer Krankheiten erlaubt es, Therapiekonzepte zu optimierenund die Zielgenauigkeit der anzustrebenden Primärprävention zu verbessern. Die Leitlinien sollen aber auch denjenigen Ärzten Hilfestellung sein, die in beratenden Funktionen bei
Behörden, Krankenkassen und Versicherungen tätig sind. Weiterhin sollen sie die Bewertungsmaßstäbe im Berufskrankheiten- und Rentenrecht verbessern helfen und die Grundlagen der Rechtssprechung auf diesem Sektor dem zeitgemäßen Wissen und Anspruch anpassen helfen."

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 14. Dezember 2011, 20:59

Nochmal zu Leitlinienautor Prof. Dr. med. Jens-Martin Träder:

Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH)

• Mitglied der Abgeordnetenversammlung

• Mitglied des Beirates der KVSH, Kreisstelle Lübeck

• Mitglied im Fachausschuss hausärztliche Medizin

• Mitglied der Arbeitsgruppe Geriatrie und der Sonographiekommission

• Mitglied im HVM-Ausschuss und der Diabetes-Kommission

• Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses

• Vorsitzender des „Vereins zur Förderung der Umweltmedizin e.V.“

• stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Nordlicht“, Organ der KVSH

Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH)

• Stellvertretendes Mitglied der Kammerversammlung der ÄKSH

• Mitglied des Kreisausschusses Lübeck der ÄKSH, Kreisstelle Lübeck

• Mitglied im Leitungsteam der „Kursweiterbildung Allgemeinmedizin“

• Referent und Moderator „Kursweiterbildung Allgemeinmedizin“

Mitglied im Vorstand der Bereitschaftsambulanz Lübecker Hausärzte

Mitglied im Vorstand des „Vereins zur Förderung der Rehabilitationsforschung“ vffr

Gründer und Moderator des „Hausärztlichen Qualitätszirkels Lübeck“

Gründer und Moderator des „Qualitätszirkels Umweltmedizin Lübeck“

http://www.gha-info.de/mediapool/46/461942/data/Semesterberichte/Luebeck.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 14. Dezember 2011, 21:00

Jens-Martin Träder auf degam.de

März 2004
Dr. Jens-Martin Träder wurde zum Honorarprofessor an der Universität Lübeck ernannt.
http://www.degam.de/index.php?id=archivpersonalia

Lübeck: H, L
Leiter: Prof. Dr. Jens-Martin Träder
Peter-Monnik-Weg 3
23562 Lübeck
Tel.: 0451/501816
Fax: 0451/503573

Sekretariat: Frau S. Heldt
Ratzeburger Allee 160, Pav. 21
23562 Lübeck
Tel.: 0451/5003057
Fax: 0451/5003740

E-mail: Lehrauftrag.Allgemeinmedizin@uni-luebeck.de

Internet: allgemeinmedizin.tk/
http://www.degam.de/index.php?id=hochschulstandorte
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 14. Dezember 2011, 21:01

Vielleicht wissen das manche Leser hier im Forum:

DEGAM hat eine "Ständige Leitlinien-Kommission der DEGAM"

Vielleicht wissen das auch manche Leser hier im Forum:

Mitglieder der Ständigen Leitlinien-Kommission der DEGAM
Prof. Dr. med.BaumErika

LL-Thema/Aufgabe: Müdigkeit

http://leitlinien.degam.de/index.php?id=namenslistedesarbeitskreises



DEGAM-Leitlinie Nr. 2: Müdigkeit

Update der LL Müdigkeit

Die Leitlinie wurde vom Präsidium der DEGAM am 21. September 2011 autorisiert und wird momentan für den Druck vorbereitet. (Stand Oktober 2011)

http://leitlinien.degam.de/index.php?id=72
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 14. Dezember 2011, 21:02

Zitat aus der Kurzversion Muedigkeit Leitlinie


"Therapie

Strukturiert, individuell und flexibel –

nach Ätiologie und Situation mit

Schwerpunkt Aktivierung und

Verhaltenstherapie

Gespächsbereitschaft, Planung von

Folgeterminen, Offenheit für breites

Spektrum biologischer, psychischer

und sozialer Faktoren.."

http://leitlinien.degam.de/uploads/media/Kurzversion_Muedigkeit_A5_01.pdf
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