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Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 23. Juli 2008, 00:03

Neue Wollteppiche waren der Anfang meiner Chemikaliensensibilität. Ich hatte sie beim Einzug in die Wohnung vom Vormieter übernommen (allerdings dann nach ca. einem Jahr sukzessive aus den Räumen entfernen lassen, als ich merkte, dass sie mich oft in Todesnähe brachten) und in der Folge acht Jahre lang unwissentlich an eine "Wollallergie" geglaubt, bis ein außergewöhnlicher glücklicher Zufall mir die Augen öffnete dafür, dass Chemikalien die Ursache sind.

Was für Auswirkungen muß das dann erst bei Krabbelkindern haben?

Vor Jahren hatte ich ein älteres Ehepaar zu Besuch. Der Mann erzählte, er hat durch das bloße Verlegen eines Wollteppichbodens auch eine dauerhafte Sensibilisierung erfahren. Er hatte vorher nichts dergleichen.

Jetzt würde ich natürlich gern von den schlauen Permethrin-Experten erfahren wollen, welche Anwendungsfehler hier gemacht wurden...
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Beitragvon Arnfried » Mittwoch 23. Juli 2008, 01:23

Die Artikel in der Umschau sind halt nur so gut wie deren jeweilige Berater. In einer der Juni-Ausgaben der Umschau war ein Artikel über Reizdarm. Dort wurde betont, dass die Symptome zwar durch psychiche Faktoren beeinflusst oder ausgelöst werden können, aber die Krankheitsursache definitiv nicht psychisch ist und die genauen Vorgänge, die zum Reizdarm führen, noch nicht genau geklärt sind.

Ganz meine Meinung.
Arnfried
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Beitragvon Maria Magdalena » Mittwoch 23. Juli 2008, 01:52

Hallo Amazone!

Wenn sich das Kind am heißen Herd verbrennt, dann speichert das Gehirn die Info, notwendig, um in Zukunft unversehrt zu bleiben, d. h. um zu überleben.

Wenn ein Virus meine Existenz bedroht, merke ich mir das Virus ( im Gehirn, jawohl! ), um mich in Zukunft vor diesem Erreger zu schützen, um zu überleben.

So ist eben die Natur. Und Chemikalien wirken auf Nervensystem und Gehirn. Die Nerven wiederum geben die Info an Immunsystem und andere Organe weiter. Wo ist hier das Problem? Und was hat Pavlov damit zu tun?
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Beitragvon Mary Poppins » Mittwoch 23. Juli 2008, 09:47

Diese Theorien werden ab und zu von industrietreuen Ärzten ins Spiel gebracht.
Pavlow ist nichts worüber man sich ernsthaft Gedanken machen muss, dass es absurd ist
bei MCS ist durch über 50 Jahren Forschung logisch nachvollziehbar. Pavlows Thesen in
Hinsicht auf MCS nicht, sie sind lächerlich.

Ich habe die "Antworten" von Professor Herr gelesen und mich ernsthaft gefragt,
warum die AU überhaupt ein Forum zur Verfügung stellt. Was Herr geantwortet hat,
hätte in einen Satz gepasst: "Wenden Sie sich an Uni Giessen oder München."
Von Experten sollte man mehr erwarten dürfen.
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Beitragvon Maria Magdalena » Mittwoch 23. Juli 2008, 11:12

@ Amazone und Mary Poppins

Nach der " Pavlovschen " Erklärung für MCS kann man auch Allergien und viele andere Erkrankungen als psycho-somatisch erklären.

Ich denke, dass es sogar für einen Laien einfach zu unterscheiden sein sollte und müsste, ob ein Symptom somatisch oder psycho-somatisch ist.

Wenn ein Mensch eine Voodoo-Puppe sieht, dann kann es passieren, dass er Angst bekommt und diese bei ihm Herzklopfen auslöst, obwohl diese Puppe völlig harmlos ist.

Wenn ein Mensch Schadstoffe ( Chemikalien etc. ) aufnimmt, dann versucht sein Körper durch bestimmte Reaktionen auf eine tatsächliche Gefahr aufmerksam zu machen, um die Funktion Selbstschutz auszuführen.
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Beitragvon Frank-N-Furter » Mittwoch 23. Juli 2008, 11:15

Hat jemand heute im AU Forum einen Beitrag geschrieben?
Sieht aus als würden sie nichts mehr online lassen.
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 23. Juli 2008, 11:24

Die Krönung im AU Forum war die Bitte um Hilfe weil die Dame von ihrer Tochter und ihrem Mann tyrannisiert wird, ihr Duft gehört zu ihr wie eine zweite Haut behauptet sie. Ich weis wirklich nicht, was ich davon halten soll, ist ein Hoax oder ist die Dame wirklich so drauf?
Mir haben sich beim lesen die Nackenhaare aufgestellt und ich rege mich immer noch darüber auf.

hier nun der Link: >>> https://http://www.gesundheitpro.de/forum/viewthread?thread=3833&post=11285
- Editiert von Clarissa am 23.07.2008, 11:27 -
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Blueberry Hill » Mittwoch 23. Juli 2008, 11:34

@ Maria Magdalena

Du schreibst:

Wenn ein Mensch Schadstoffe ( Chemikalien etc. ) aufnimmt, dann versucht sein Körper durch bestimmte Reaktionen auf eine tatsächliche Gefahr aufmerksam zu machen, um die Funktion Selbstschutz auszuführen


Andressiertes Verhalten kann man Löschen.Man dressiert einfach ein neues Verhalten.

Reaktionen auf Schimmel und Chemikalien kann man nicht löschen.
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Beitragvon Maria Magdalena » Mittwoch 23. Juli 2008, 11:37

Hallo Clarissa!

Ich habe es als Ironie, als Fangfrage, als Provokation, eine Art Hoax verstanden.
Maria Magdalena
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Beitragvon Franz » Mittwoch 23. Juli 2008, 12:21

Von den 7 gestellten Fragen sind mittlerweile 7 Antworten von Prof. Herr erstellt:


"aus den obigen angaben wird nicht klar, inwiefern schon eine arbeitsmedizinische untersuchung mit expositionsabschätzung stattgefunden hat. das erscheint mir als vordringlich.


"Ich rate zur Vorstellung in einer Umweltmedizinischen Ambulanz, z.B. Prof. Nowak, LMU München, Klinikum Innenstadt.

dieser Aspekt wurde nicht übersehen, jedoch gibt es aus wissenschaftlichen Studien verschiedene Hinweise über die Ursache der steigenden Zahlen. Welche Rolle Umweltfaktoren spielen, ist unklar.


indiviuelle arbeitsmedizinischen Diagnostik bieten die Arbeitsmedizinischen Ambulanzen der UNIs München und Erlangen.

Die Umweltmedizinische Ambulanz an der Uni Gießen bietet die komplette Palette der medizinischen Diagnostik im Rahmen einer Vorstellung im Hessischen Zentrum für Klinische Umweltmedizin

Der Einsatz von Insektiziden erfordert immer ein sorgfältig Nutzen-Risiko Abwägung. Am Bundesinstitut für Risikobewertung gibt es einen Stelle, die sich spezielle mit Vergiftungen beschäftigt. Ansprechpartner wäre Dr. Hahn.

Umweltmedizinische Beratung gibt es kompetent bei Prof. Nowak in der Arbeits und Umweltmedizin Klinikum Innenstadt, LMU."


https://http://www.gesundheitpro.de/forum/listthreads?forum=43

Jetzt hat offenbar keiner mehr Fragen.
Franz
 

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Beitragvon Maria » Mittwoch 23. Juli 2008, 12:52

Die Antworten der Experten strotzen ja nur so von "Qualität".
Dermaßen schwammige nichts aussagende Antworten,
da kann ich nur sagen "arme deutsche Umweltmedizin",
aber das ist ja nichts Neues!
Maria
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 23. Juli 2008, 13:01

Wozu ein Expertenforum? Man könnte auch ein Branchen-Telefonbuch nehmen.
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Beitragvon Maria Magdalena » Mittwoch 23. Juli 2008, 13:14

Hallo Blueberry Hill!

Die Reaktion des Körpers, von der ich gesprochen habe, ist kein andressiertes Verhalten.

Die Frage, ob man Reaktionen auf Schimmel und Chemikalien löschen kann, ist interessant. Wer könnte sie am besten beantworten?

Prof. Eikmann versucht anscheinend seine MCS-Patienten zu sorglosen, reaktionslosen, unkomplizierten Organismen zu erziehen, zu einer Art neue Spezies, roboterhaft, die nur seine Anweisungen ausführt, wie auf Knopfdruck. Er scheint den Versuch zu wagen, die Naturgesetze zu eliminieren. Er scheint seine eigenen Naturgesetze erfunden zu haben. Solche Einstellungen sind selbstverständlich zum Scheitern verurteilt. Die Natur duldet solche Unvernunft nicht.

Dr. Miller soll eine Technik entwickelt haben, mit der man chemikalien-sensible Patienten wieder chemikalien-unempfindlich machen kann. Dieses Verfahren und seinen Nutzen kann ich nicht beurteilen.
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 23. Juli 2008, 13:22

@ Horst1952
Falls du in dieses Forum schaust: Entschuldigung, ich nehme meine Insider-Vermutung zurück. Waren wohl technische Probleme des Expertenforums.
Vielleicht bringt dich die Antwort von Frau Prof. Herr, die das Problem treffend umrissen hat, bei der Krankenkasse doch weiter?
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 23. Juli 2008, 13:32

zu Dr. Miller, was Maria Magdalena gerade angesprochen hat:

Das funktioniert bei einigen natürlichen Substanzen. Bei Chemikalien funktioniert es nicht. Da soll es sogar mehr Schaden als Nutzen anrichten. Ich glaube (!), das habe ich in einem Buch von Runow gelesen. (Wenn es wichtig ist, woher diese Aussage von mir stammt, kläre ich das ab.)
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Beitragvon Maria Magdalena » Mittwoch 23. Juli 2008, 13:41

@ Annamaria

Wenn das stimmt, dann heißt es, dass der menschliche Körper so perfektioniert sein muss, dass er Gifte immer ablehnen wird.

Faszinierend!
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 23. Juli 2008, 14:07

@ Maria Magdalena

Bei Empfindlichen und / oder ab einer gewissen Menge wahrscheinlich schon.
Könnte ich mir auch gut vorstellen: Wenn man auf die vorhandenen Kunststoff-Füllungen schon reagiert, wird man durch ein bisschen mehr neue Kunststoff-Füllung wahrscheinlich nicht gerade unempfindlicher.
Andere Leute vertragen die Kunststoff-Füllungen aber.
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Beitragvon Blueberry Hill » Mittwoch 23. Juli 2008, 17:08

Das Beste auf der Seite der Apotheker Zeitung sind die Kindermund-Witze.
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Beitragvon Eva v. A. » Mittwoch 23. Juli 2008, 19:25

Meine Frage lautete, was das MCS-Syndrom sei und ob das MCS-Syndrom im ICD 10 Code unter den organischen oder den psychischen Erkrankungen gelistet wird, wurde nicht im Forum veröffentlicht und nicht beantwortet.



Es ist möglich für diese Ausgabe der Apotheken Umschau zu voten, es stand auf volle Sternchenzahl für SEHR GUT ! Ganz unten auf der Seite auf die Sternanzahl klicken die ihr geben wollt:

http://www.gesundheitpro.de/Inhaltsverzeichnis-gesundheit-A080624FLG0P082532-2.html
Eva v. A.
 

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Beitragvon Maria » Mittwoch 23. Juli 2008, 20:03

Danke Eva für den Tipp!

Die Tendenz ist schon fallend, durch rege Teilnahme könnte diese Linie sicher fortgesetzt werden!
Maria
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 23. Juli 2008, 21:03

@ Eva v. A.

Liebe Eva, die Fragen werden vielleicht erst jetzt beantwortet.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so leichte Frage, wie z.B. ob das MCS-Syndrom im ICD 10 Code unter den organischen oder den psychischen Erkrankungen gelistet wird, nicht beantwortet wird.

Das wäre doch ein zu großes Armutszeugnis für die Apotheken-Umschau oder das Forum!

Viele Grüße
Annamaria

PS Ich stelle hier schon mal einen Blanko-Link zur Antwort der Experten ein (Experten zu MCS und ICD 10),
und für die Experten den Link: http://www.med-kolleg.de/icd/M/18239.htm

Dein Tipp mit dem Sternchen der Apotheken-Umschau war übrigens sehr gut.
Annamaria
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Beitragvon Ma Baker » Mittwoch 23. Juli 2008, 22:11

Meine Freundin hat auch Fragen im AU Forum gestellt.
Sachliche Fragen von hohem öffentlichen Interesse.
Sie wurden nicht online geschaltet.

Ich frage meine Freundin obsie ihre Fragen hier einstellt,
dann sind sie wenigstens hier nachlesbar.
Ma Baker
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Beitragvon Annamaria » Donnerstag 24. Juli 2008, 00:41

Falls das Expertenteam Unterstützung bei der Beantwortung der vielen Fragen braucht, ich könnte Donnerstag Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr mal kurz mithelfen.

Meine Vorgehensweise wäre sehr zügig:
Jede erste Frage würde ich beantworten mit: "Wenden Sie sich an ... " (eine Uni-Abteilung Hygiene etc. in Süddeutschland. Norddeutschland wäre mir, rein aus dem Bauch heraus, zu riskant).
Jede zweite Frage würde ich weglassen.
Jede dritte Frage würde ich beantworten mit: "Darüber liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor."
Falls ich dann noch Zeit habe, würde ich, als Highlight sozusagen, eine Frage auswürfeln und diese individuell anders beantworten. Ich denke da zum Beispiel an etwas Originelles wie: " Leider haben Sie Ihre Frage so gestellt, dass niemand sie verstehen kann."

Falls meine Hilfe gewünscht wird, bitte hier im Forum melden.
Annamaria
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Beitragvon Betty Zett » Donnerstag 24. Juli 2008, 09:34

Auch Prof. Herr ist verstummt, nachdem Prof. Eikmann überhaupt nicht auftauchte im Apotheken-Umschau-Forum.

Leichte Fragen - keine Antwort = Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 24. Juli 2008, 23:23

Über das Forum GesundheitPro werden nicht viele Menschen erreicht. Frau Prof. Herr war in dieser Woche das aktivste Mitglied:


Gesamtzahl der Beiträge im Forum: 9785


Aktivste Mitglieder in der letzten Woche: Prof.Herr

https://http://www.gesundheitpro.de/forum/index
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Beitragvon Lennox » Donnerstag 24. Juli 2008, 23:30

Das verwundert mich nicht Juliane, wir haben die
Qualität dieses GesundheitPro Forums die letzten Tage
live und in Farbe kennengelernt. Wer geht da nochmal drauf?!
Jemand der sich ein wenig mit seiner Krankheit auskennt merkt
wie da die Hasen laufen. Und sagt: Tschüss und weg!
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Beitragvon Jolokia » Freitag 25. Juli 2008, 08:25

Meine am 22.7. gestellten Fragen im GesundheitPro Forum wurde nicht online geschaltet und nicht beantwortet.
Ich hätte die Antworten gerne gewusst von den Giessener Umweltmedizinern.

Gruß, Jolo


Sehr geehrte Frau Prof. Herr, sehr geehrter Herr Prof. Eikmann,

Sie weisen in einer vorangegangenen Frage darauf hin, dass die Umweltmedizinische Ambulanz an der Uni Gießen die komplette Palette der medizinischen Diagnostik im Rahmen einer Vorstellung im Hessischen Zentrum für Klinische Umweltmedizin bietet.

Wie viele Fälle von MCS (ICD-10 T78.4) konnten Sie in den vergangenen Jahren in Ihrer Umweltambulanz in Giessen diagnostizieren?

Welche Therapien bieten Sie den von Ihnen diagnostizierten MCS Patienten an?

Ist Ihre Umweltambulanz zwischenzeitlich umweltkontrolliert, im Sinne von Duftverbot, Einsatz von Luftfiltern, schadstoffarme Ausstattung, etc.?


Vielen Dank für eine Beantwortung meiner Fragen,

Jolokia
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Beitragvon Annamaria » Freitag 25. Juli 2008, 09:59

Oh je, Jolokia,

da wäre ich mit meinem Beantwortungsschema nicht weitergekommen. Gut, dass ich da nicht mithelfen musste.
Hätte ich da vielleicht sagen sollen: "Keine, Psychotherapie, nein"? oder " Diese Erkrankung ist nicht diagnostizierbar, daher gibt es sie nicht, und umgekehrt. - Keine, da wir keine Erkrankung diagnostizieren und von daher keine Therapie nötig ist. - Hier sind immer Aufwand und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Auch von daher entfällt die Notwendigkeit zu den von Ihnen genannten Maßnahmen."

Ne,ne, da wäre mir nur eines eingefallen:"Technischer Defekt im Forum. Leider alle Fragen verloren gegangen. Nicht zu beheben. Leider. Schade."
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Beitragvon Annamaria » Freitag 25. Juli 2008, 10:57

Halt, jetzt ist mir etwas Besseres eingefallen. Vielleicht kann ich dem Expertenteam damit doch noch behilflich sein:

"Dieses Forum beschäftigt sich mit Fragen zu Umwelt und Schadstoffen. In einer groß angelegten multizentrischen Studie wurde hinsichtlich der sogenannten Erkrankung MCS keinerlei Bezug zu Schadstoffen nachgewiesen. Von daher lassen wir in diesem Forum sämtliche Fragen zu MCS außen vor."
Genial!

Liebes Expertenteam, bitte übernehmen. Ich stelle momentan noch keine Ansprüche bezüglich Urheberschaft.
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Das Neueste von den Experten Herr und Eikmann

Beitragvon Amazone » Samstag 26. Juli 2008, 23:13

Deutsches Ärzteblatt: Archiv \"Klinische Umweltmedizin\" (25.07.2008)
Herr, Caroline; Otterbach, Isabelle; Nowak, Dennis; Hornberg, Claudia; Eikmann, Thomas; Wiesmüller, Gerhard Andreas. Klinische Umweltmedizin ...
http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994 - Ähnliche Seiten

Zitat:
\"Verläßliche Daten zu den Ursachen dieser Syndrom- oder Symptomkomplexe wie MCS uneinheitlich und nicht ausreichend geklärt! Verlässliche Daten aus Deutschland zum Vorkommen dieser Beschwerdebilder liegen kaum vor!\"

Wie darf man das denn verstehen? Und das trotz RKI-Studie, wo sich doch angeblich herauskristallisierte, dass bei MCS überwiegend eine Psychogenese vorliegt?
______________________________________________________________________________________

Amazone
- Editiert von Amazone am 26.07.2008, 23:14 -
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Beitragvon Annamaria » Sonntag 27. Juli 2008, 01:10

Zu Amazones Link (der Frei-Haus-Information an Deutschlands Ärzte?)

Habt ihr auch einen "glasierten Keramikkrug, der aus dem Urlaub importiert wurde"?

Mein Gott, wie ich es satt habe!

Falls jemand mal irgendeine Sammelklage gegen die deutsche Wissenschaft vorhat, ich bin dabei.

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Beitragvon Juliane » Sonntag 27. Juli 2008, 09:07

Hallo Amazone, hallo Annamaria,


die interessanteste Aussage dieses Artikels steht am ganz unten:



"Interessenkonflikt
Prof. Dr. med. Nowak und Prof. Dr. med. Herr hatten Teil an Drittmittel-geförderten Studien durch das Robert-Koch-Institut und erhielten Honorare für umweltmedizinische Vorträge
Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht."

http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994
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Beitragvon Annamaria » Sonntag 27. Juli 2008, 09:22

Hallo an alle,

die Experten des Apotheken Umschau-Forums werden wohl sich selbst, ganz aktuell, zitieren.
Daher nur rasch und kurz einiges

zu dem Artikel von Herr et al. "Klinische Umweltmedizin" im Ärzteblatt.
http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994">http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994

Der Artikel basiert nicht auf neuen Untersuchungen. Es ist ein reiner Literaturartikel.
("Auf der Basis einer selektiven Literaturrecherche und eigener Erfahrungen..." Ja, das trifft es.)

Er wurde vor mehr als 1 Jahr (am 18. 7. 2007) beim Ärzteblatt eingereicht.

Die Literatur ist entsprechend alt und älter. Hauptsächlich wird auf eigene Gießener Literatur verwiesen.

Was ist mit der Aussage "Anhaltspunkte für eine umweltbedingte Erkrankung finden sich nur bei bis zu 15 % der Patienten" ?
Als Quelle für diese Aussage wird ein Gießener Artikel angegeben, der in der Gießener Zeitschrift "Journal of Hygiene and Environmental Health" im Januar 2004 gedruckt wurde.
Die eigentliche Untersuchung stammt also aus dem Jahr 2003 oder früher. Sie fand an 51 Patienten in Gießen statt.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14762972?dopt=Abstract

Ich frage mich u.a., warum ich es für vermessen halte, aus 51 Gießener Patienten (des Jahres 2003 oder früher) hoch zu rechnen und daraus eine allgemein gültige Aussage zu machen.

(Allerdings: Für Gießen und das Jahr 2003 oder früher ist es ein erstaunlich hoher Prozentsatz.)


Auch hinsichtlich "Psychosomatik" bietet der Artikel nur altbekannte Literatur, zu der die Kritikpunkte allgemein bekannt sind, vgl. Literaturliste. Auch wenn gleich 5 Literaturstellen benannt werden: es ist Altbekannt-Widersprochenes aus 3 mal Gießen, 1 mal RKI, 1 mal Kranke ohne Diagnosestellung.
Die Behauptung "... und eine Somatisierung ist in vielen Fällen das zentrale Problem" bleibt eine leere Behauptung, es sei denn, die Autoren des Artikels wollen aus dem vorhergehenden Satzteil die Begründung ableiten: " Die beklagten körperlichen Beschwerden lassen sich nicht oder nicht hinreichend durch eine organische Erkrankung erklären und eine Somatisierung ...". Eine eigenartig versuchte Pseudo-Beweisführung!

Was zu MCS gesagt wird: Unter allem Niveau, besonders unter dem internationalen.
MCS als Randnotiz, ohne die bekannten und anerkannten Diagnosekriterien oder den ICD-Code zu nennen.
Ja Gießen, wenn du MCS nicht erkennen willst, nicht diagnostizieren willst, nicht nachweisen und untersuchen willst, woher willst du dann Zahlen über die Häufigkeit nehmen? Willst du ja gar nicht, die Zahlen etc. (Andere können und wollen.)

Unter anderem auch falsch: Aspekte zur Genetik und LTT.
Außerdem aufgebauschte Tabellen, die einen Normal-Mediziner vor dieser Thematik zurückschrecken lassen.

Tenor: Ab in die Uniklinik. Dort sind die Experten.

Mein Fazit: Dieser Übersichtsartikel ist leider kein Beweis für Expertentum.

(So, das war mal ein Teil zu dem Artikel "Klinische Umweltmedizin".)
Annamaria

NB Wer möchte einen Leserbrief an das Deutsche Ärzteblatt schreiben?
http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994">http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994
rechte Spalte, ziemlich weit oben.
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Beitragvon Maria Magdalena » Sonntag 27. Juli 2008, 10:58

Es werden ganz gezielt die alten Lügenmärchen hartnäckig und unverschämt aufgetischt. Das ist die konsequente Ausführung einer Anweisung. Es soll allen die unverschämte Lüge eingehämmert werden, dass es nur sehr wenige Umwelterkrankte gebe und dass deren Beschwerden hauptsächlich durch Mitbringsel aus dem Urlaub verursacht seien.

Darüber lachen sogar die Hühner. Ich allerdings finde dieses Affentheater peinlich und menschenfeindlich. Pfui. Und die Behauptung, es gebe keine zuverlässigen, aussagekräftigen Untersuchungsmethoden und keine ausreichenden Befundsergebnisse, um MCS und andere Umwelterkrankungen zu diagnostizieren, ist schlicht und einfach eine dicke Lüge, wie aus der bisherigen Forschung bekannt.

Es wurde ja nur selektierte Literatur benutzt, wie die Autoren des Artikels selbst zugeben. Also keine medizinisch fundierten Studien und wissenschaftlichen Ergebnisse über MCS, wie wir sie kennen, sondern ihr eigener Müll, der nur dazu produziert wurde, um die Lüge zu " beweisen ", MCS und andere schadstoffbedingte Krankheiten seien verhältnismäßig selten.

Diese Lüge können sie nicht mehr lange aufrechterhalten. Dafür ist es zu spät.

Das ist wie mit dem Rauchverbot. Sie haben es mit Hilfe von ein paar Millionen geschafft, hierzulande das Rauchverbot zum Schutz der Nichtraucher um einige Jahre aufzuschieben, obwohl wissenschaftliche Studien längst die Schädlichkeit und die kanzerogene Wirkung des Passivrauchens beweisen und daher in vielen anderen Ländern schon früher Rauchverbot bestand.
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 27. Juli 2008, 11:49

was haltet ihr von einer forderung nach warnaufklebern wie bei zigaretten jedoch für alles was duftstoffe enthält bzw. stoffe auch in geringsten mengen, von denen bekannt ist oder die im verdacht stehen problematisch zu sein.

Achtung, Inhaltsstoffe verursachen Krebs!

Kleinste Mengen von dieser Substanz können zu lebenslangen schwersten Schädigungen führen!

Achtung, Sie schädigen bei Gebrauch dieses Produktes Kinder, Asthmatiker, Allergiker und andere kranke Menschen!

Achtung, Inhaltsstoffe sind Nerven schädigend und können das Gehirn schwer schädigen!


da gibt's bestimmt noch viel mehr was euch einfällt.
Wenn wir genug zusammen haben würde ich das grafisch bearbeiten und als PDF zur verfügung stellen, selber ausdrucken und zurecht schneiden und dann schön verteilen.
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Beitragvon Annamaria » Sonntag 27. Juli 2008, 19:35

Mir hat dein Vorschlag gut gefallen, Clarissa.
Man könnte diese Warnhinweise, evtl. zusammen mit der neuen Millqvist-Studie zu Ethanol in Parfums und Duftstoffen (http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/25/alkohol-in-parfums-und-duftstoffen-verstaerkt-gesundheitsbeschwerden/), auch Unikliniken zukommen lassen.
Ich meine das jetzt nicht als irgendeine Retour-Kutsche, sondern ganz ernst.
Wenn man schon mit Kompetenzbehauptungen wirbt um den Besuch von Umwelterkrankten, dann ist es wohl das Mindeste, Rahmenbedingungen zu schaffen.
Viele Grüße
Annamaria
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Beitragvon Annamaria » Sonntag 27. Juli 2008, 22:27

Über "werben um Erkrankte" kam ich zu IGEL und dann, leider, doch noch zu einer Kutsche:
Deutschlands Universitäten verfolgen die falsche Marketing-Strategie.

Wenn Herr und Kollegen "somatische und/oder psychische Erkrankungen" immer weiter propagieren, gehen die leichtgläubigen Umwelterkrankten gleich zum niedergelassenen Psychologen. Dann hat es sich in der Uni-Abteilung rasch ausgeIGELt. Stellen müssen abgebaut werden, Fördergelder bleiben aus, ... Dies alles ließe sich sogar durch "interdisziplinäre" Uni-Angebote nicht mehr stoppen.

Nicht-leichtgläubige Umwelterkrankte (Merkt ihr? Ich habe hier eine neue Kategorie Erkrankter geschaffen, brauchbar für zukünftige multizentrische Versuche.)- also nicht Leichtgläubige sind besser als universitär informiert und lassen daher zunächst beim niedergelassenen Umweltmediziner IGELn. Nach genug IGELn schließen sie sich dann der Gruppe der "ungläubigen" Umwelterkrankten an und vertrauen wie diese auf sich selbst und IGELlose Heilung.

Zum Schluss müssen sich alle deutschen Umwelt-Universitäten um den einen Menschen mit dem bleihaltigen Auslandskrug bemühen. So viele IGEL kann dieser Krugbesitzer aber gar nicht ... !

Ende, auch für die deutschen Universitäten.
Annamaria
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Beitragvon Lucca » Montag 28. Juli 2008, 08:55

Hallo Annamaria,
Dein Vorschlag ist prima, den sollten wir umsetzen.

Meine Anmerkung dazu: Nicht nur Duftstoffe sind oft alkoholhaltig, sondern auch die Desinfektionsmittel.
Kein Wunder also, dass es viele von uns in desinfizierten Räumen auf den Puschen haut.

Kennt sich einer näher mit Desinfektionsmitteln in Krankenhäusern / Umweltambulanzen / Umweltkliniken aus?

Wir sollten Infos sammeln und dann zur Tat schreiten.

Gruß, Lucca
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Beitragvon Annamaria » Dienstag 29. Juli 2008, 08:33

Lieber Lucca,
du hast Recht mit den Desinfektionsmitteln. Die sind noch wichtiger. Ich bin am Suchen.
Viele Grüße
Annamaria
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Beitragvon Annamaria » Dienstag 29. Juli 2008, 08:35

Na, Frau Prof. Herr hat geantwortet.
Mein Schema mit jeder 1.,2. und 3. Frage wäre doch gut angekommen.
Die Antwort auf brisante Fragen von M.Krüger muss wohl erst noch abgestimmt werden. Wie peinlich!
Annamaria
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Beitragvon Jolokia » Dienstag 29. Juli 2008, 08:53

Frau Prof. Caroline Herr hat mir geantwortet. Wenn Ihr jetzt noch nicht ganz wach seid, werdet Ihr gleich wach sein.



Sehr geehrte Frau Prof. Herr, sehr geehrter Herr Prof. Eikmann
Sie weisen in einer vorangegangenen Frage darauf hin, dass die Umweltmedizinische Ambulanz an der Uni Gießen die komplette Palette der medizinischen Diagnostik im Rahmen einer Vorstellung im Hessischen Zentrum für Klinische Umweltmedizin bietet.

Wie viele Fälle von MCS (ICD-10 T78.4) konnten Sie in den vergangenen Jahren in Ihrer Umweltambulanz in Giessen diagnostizieren?

Welche Therapien bieten Sie den von Ihnen diagnostizierten MCS Patienten an?
Ist Ihre Umweltambulanz zwischenzeitlich umweltkontrolliert, im Sinne von Duftverbot, Einsatz von Luftfiltern, schadstoffarme Ausstattung, etc.?

Vielen Dank für eine Beantwortung meiner Fragen,
Jolokia

Antwort Prof.Herr - 28.07.2008 15:39

Ihre Fragen zur Ausstattung werden Ihnen bei einem persönlichen Gespräch mit der Ambulanz in Gießen beantwortet werden. Bisher haben wir kein Patienten mit dieser Diagnose. Es fanden sich immer andere Erklärungen für die beklagten Beschwerden.


https://http://www.gesundheitpro.de/forum/viewthread?thread=3839
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Beitragvon Franz » Dienstag 29. Juli 2008, 09:29

@ Jolokia

"Bisher haben wir kein Patienten mit dieser Diagnose. Es fanden sich immer andere Erklärungen für die beklagten Beschwerden", schreibt Frau Herr.

Dann werden die beklagten Beschwerden wohl beklagt werden müssen. Frau Herr und ihre Mitstreiter müssen öffentlich den Beweis antreten, dass es in unser Republik keine chemikaliensensitiven Menschen gibt. Man findet nur wonach man sucht.


@ Amazone

Kann man eine Dienstaufsichtsbeschwerde auch gegen Universitätsprofessoren einreichen?
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Beitragvon Juliane » Dienstag 29. Juli 2008, 09:37

Manchmal ist es halt schwierig für Professoren in dieser komplizierten Welt.

"Interessenkonflikt
Prof. Dr. med. Nowak und Prof. Dr. med. Herr hatten Teil an Drittmittel-geförderten Studien durch das Robert-Koch-Institut und erhielten Honorare für umweltmedizinische Vorträge
Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht."

http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/artikel.asp?id=60994



Eingeworbene Drittmittel

Siehe Seite 6

http://www.uniklinikum-giessen.de/hygiene/pdf/publikationen_herr.pdf
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Beitragvon Amazone » Dienstag 29. Juli 2008, 10:49

@ Franz

Das weiß ich leider nicht, aber ich denke, dass die oberste Aufsichtsbehörde in solchen Fällen evtl. das Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes ist.
________________________________________________________________________________

Gruß Amazone
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Beitragvon green poison » Dienstag 29. Juli 2008, 11:33

Außerordentlich steile Karriere, meint mein Lebensabschnittspartner. Er
hat sich gerade den Lebenslauf von Frau Herr angesehen. Wirklich außer-
ordentlich, muss man schon sagen.

http://www.uniklinikum-giessen.de/hygiene/pdf/herr.PDF
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Dienstag 29. Juli 2008, 11:52

Hallo,
ich habe das Thema Desinfektionsmittel aufgegriffen und dazu unter MCS & Umwelt Aktionen geschrieben. (Ich war mir nicht ganz sicher, wohin damit.)
viewtopic.php?t=6922
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Beitragvon Juliane » Dienstag 29. Juli 2008, 12:03

@ Amazone und Franz

Die Uniklinik Gießen hat Roland Koch schon verkauft:

Universitätsklinik Gießen-Marburg an Rhön übergeben
Mitte Dezember 2005 verkaufte das Land Hessen 95% des Klinikums Gießen-Marburg für 112 Millionen € an Rhön. Rhön verpflichtete sich zu Investitionen in Höhe von 367 Millionen €. Das Gesamtvolumen der Transaktion wurde auf 640 Millionen Euro beziffert. (Was bedeutet das?) Es handelt sich um die erste Privatisierung einer Universitätsklinik in Deutschland


http://www.ungesundleben.de/privatisierung/index.php/Uni-Klinika_Gie%C3%9Fen_und_Marburg
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Beitragvon Analytiker » Dienstag 29. Juli 2008, 12:52

Das kann ja noch heiter werden.

Juliane, bei dem von Dir eingestellten Link lässt sich Folgendes zum Thema Forschung nachlesen:

...
Interdisziplinäre Forschung und Drittmittel
Der Bereich der interdisziplinären Forschung ... [hat] in Marburg – politisch durchaus gewollt – erfolgreich einerseits Schwerpunktsetzungen innerhalb der Zielvereinbarungen und andererseits durch Drittmittel geförderte Sonderforschungsbereiche (SFBs) hervorgebracht ... Diese Verbindungsstränge werden durch die neuen Strukturen mindestens erschwert, wenn nicht gar durchtrennt, weil die Trennungsrechnung bezüglich der Finanzen, Geräte und Räume in den vielen Einzelfällen außerordentlich aufwändig oder unmöglich ist. Eine Privatisierung wird diesen aus wissenschaftlicher Sicht überaus wichtigen Verbünden möglicherweise den Todesstoß versetzen. ...
Bei einer privaten Trägerschaft bestünde zusätzlich ... das Problem der Zweckentfremdung von Drittmitteln.
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Beitragvon Analytiker » Dienstag 29. Juli 2008, 13:13

Weiter heißt es:

...
Freiheit von Forschung und Lehre

Änderungen in Universitätsklinika wirken sich auf die Forschung an der Universität aus. Ein privater Klinikbetreiber nimmt über betriebswirtschaftliche Entscheidungen Einfluss auf die universitäre Forschung. Nach einer Privatisierung sind die Entwicklungsmöglichkeiten einer Klinik langfristig nicht mehr gesichert. Die langfristige Planung von Forschungsvorhaben und –zielen wird erschwert.
Nach einer Privatisierung der fusionierten Klinika ist absehbar, dass Forschung nur mit Rücksicht auf den share-holder value betrieben werden kann. Dies bedeutet zum einen die Verabschiedung aus Forschungsbereichen, die sich nicht unmittelbar in klingender Münze auszahlen, zum anderen ist auch vorhersehbar, dass Drittmittel spärlicher fließen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Fächer, die für die Ausbildung unverzichtbar, aber im Bereich der Krankenversorgung nicht gewinnbringend sind, wegfallen. Damit ist die Lehre ... grundsätzlich gefährdet. ...
Aus Klinikumssicht ist ein Operateur, der quasi am Fließband Geld hereinholt, in jedem Fall interessanter als ein Chefarzt, der Grundlagenforschung betreibt. Wenn die Berufung eines Hochschullehrers von der Zustimmung des privaten Betreibers abhängt, existiert keine Freiheit in Lehre und Forschung mehr.
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Beitragvon Eva v. A. » Dienstag 29. Juli 2008, 18:23

Ich glaube die haben das Forum Umwelt ganz gesperrt ich komme nicht rein! Auch nicht zum lesen! Es ist wichtig hat es jemand vielleicht noch irgendwie abgespeichert?

Jemand stellte die Frage wie MCS diagnostiziert wird usw..

Prof. Herr schrieb Zitat 28.07.2008, 16:39:41Uhr:
"Bisher haben wir kein Patienten mit dieser Diagnose. Es fanden sich immer andere Erklärungen für die beklagten Beschwerden."

Ich wollte dann schreiben: Sie hatten also noch nie Patienten mit MCS? Wie kann es dann dazu kommen dass eine groß angelegte Studie, an der Ihre Universitätsabteilung teilnahm, mit an "MCS erkrankten" Patienten stattfand und an Hand dieser dann das MCS-Syndrom erforscht wurde, wenn Sie doch nach Ihrer eigenen Aussage bis jetzt gar keine an MCS erkrankten Patienten kennen? Dann waren die Patienten also gar nicht an MCS erkrankt? Wie kann es dann dazu kommen dass die Studie trotzdem Bezug auf das MCS-Syndrom fassen soll, wenn Sie doch gar keine an MCS erkrankten Patienten kennen? Gibt es eine Erklärung für diese Zweideutigkeit?


.....Dann flog ich raus und nun ist das Forum weg oder ist es nur bei mir weg?? Ist das eine vorrübergehende Forumstörung oder haben sie es nun gelöscht?
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