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Beitragvon nora » Dienstag 5. April 2011, 14:08

Wie soll das funktionieren,wenn die Ärzte selber nicht weiter wissen?

Fakt ist,dass ich auf Arbeit gesundheitliche Probleme habe,die sich verstärken,je länger ich dort bin.
Zuhause verbessert sich mein Zustand,wenn auch nicht mehr so schnell,wie zu Anfang.
Andere sind auch betroffen,haben aber kein Attest dafür!
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Beitragvon Amazone » Dienstag 5. April 2011, 15:35

Hallo Nora,

ich weiß nicht, wo du wohnst. Habe hier mal drei Adressen von Umweltmedizinern für dich rausgesucht.


Dr. med. Peter Rothkegel
Umweltmediziner, Allgemeinarzt und Internist, Butzbach
Anschrift und Kontakt
Wetzlarerstraße 17
35510 Butzbach
Telefon:
06033-96990
Fax:
06033-969917


Dr. med. Wolfgang Baur
Arzt, Allgemeinmedizin, Hygiene und Umweltmedizin, Hausarzt, Psychotherapie, Umweltmedizin
Lohnbachstr. 5
38690 Vienenburg

Tel.: 05324/6107Tel.: 05324/6107



Dr. med. Joachim Meyer
Arzt, Allgemeinmedizin, Hygiene und Umweltmedizin, Hausarzt
Sollnitzer Str. 4
06785 Oranienbaum

Tel.: 034904/20258Tel.: 034904/20258


Vielleicht kannst du dir dieses MCS-Merkblatt für Ärzte ausdrucken lassen (http://www.dbu-online.de /fileadmin/news/Aerzteinfo_MCS_mit_dbu_Kontaktadresse.pdf)
und zu deinem nächsten Arztbesuch mitnehmen und besteh darauf, dass dir eine AU ausgestellt wird.
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Beitragvon nora » Mittwoch 6. April 2011, 12:37

Danke Amazone.
ich habe meiner Ärztin schon ein Info-Blatt mitgebracht,sie gab mir daraufhin den Artikel vom BUND (Staubuntersuchungstest).Aber weiter wußte sie nicht.
Ich lebe in Südwestsachsen.
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Beitragvon nora » Donnerstag 12. Mai 2011, 19:45

Nun habe ich einen Pflastertest hinter mir, bei einem Hautarzt (Fachbereich Umweltmedizin).
Ergebnis: ein Allergiepass auf Paraben-Mix.
Eine weitere Epikutantestung ist nötig,wegen einiger Unklarheiten.
Mal sehen,ob mein Arbeitgeber nun reagiert.
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Beitragvon Amazone » Freitag 13. Mai 2011, 03:50

Hallo Nora,

was arbeitest du denn?

Übrigens, ein Epikutantest sagt nicht unbedingt aus, dass man auf inhalative Raumluftbelastungen allergisch reagiert.

Siehe auch dieses Zitat:
Verschiedene Studien der DKG und Analysen von Daten des IVDK zeigten, dass bei weitem nicht jede positive Reaktion auf den Paraben-Mix auch tatsächlich gleichbedeutend
mit einer Paraben-Allergie ist.
Vielmehr ist hier in hohem Maße mit falsch positiven Reaktionen zu rechnen [6].


http://abd.dermis.net/content/e03abd/e1046/e1047/e1065/Parabene_db56160.pdf


LG Amazone
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Beitragvon Stier » Freitag 13. Mai 2011, 12:38

Parabene sind wohl nicht ohne!

http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=2189&t=

13.5.2011

PARABEN-HALTIGE DEOS MÖGLICHERWEISE AUSLÖSER VON BRUSTKREBS

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) empfiehlt, auf Paraben-haltige Deodorants und Kosmetika zu verzichten.

Hintergrund ist eine kürzlich im Journal of Applied Toxicology veröffentlichte Studie, nach der Rückstände des Konservierungsmittels in 18 von 20 Brusttumoren nachgewiesen wurden.


Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Paraben und Brustkrebs kann durch die bisherigen Untersuchungen jedoch nicht bewiesen werden, aber eben auch nicht ausgeschlossen werden, erklärt die DKG.

Die britischen Forscher haben in 18 von 20 Brustkrebsproben Paraben (para-hydroxy-Benzoesäure) nachweisen können. Die chemische Substanz wird als Konservierungsmittel in Deodorants, Körpersprays, Kosmetika und Arzneimitteln verwendet und hat eine dem weiblichen Hormon Östrogen ähnliche Aktivität. Östrogen wiederum gilt als Wachstumsfaktor für Brustkrebs. Die britische Studie zeigte auf, dass im Brustkrebsgewebe von Frauen, die Deodorants benutzen, Paraben nachweisbar ist. Die Forscher hatten Frauen untersucht, die häufig ihre Achselhaare rasierten und danach Deodorants verwendeten.

Die Forschungsergebnisse widersprechen einer Studie, die vor knapp vier Jahren durchgeführt wurde. Damals konnten die Forscher vom Fred Hutchinson Cancer Research Center keinen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Deos, der Achselrasur und einem erhöhtem Brustkrebsrisiko nachweisen. Die aktuelle Studie könne nur Anlass zu weiteren wissenschaftlichen Nachforschungen sein.
Die DKG sieht es als unwahrscheinlich an, dass Paraben an anderer Stelle als im brustnahen Bereich der Achselhöhle aufgenommen (z. B. andere Hautpartien oder der Magen-Darm-Trakt) zu einem Brustkrebs führen kann. Die Substanz werde im Körper abgebaut und könne somit nicht über das Blut in das Brustdrüsengewebe gelangen, meint die DKG in ihrer Aussendung.

Die krebsauslösende Wirkung ist damit noch nicht belegt und muss in weiteren Analysen abgeklärt werden. Bis zur endgültigen Klärung empfiehlt die DKG allerdings auf Paraben-haltige Deodorants zu verzichten und gegebenenfalls das Produkt zu wechseln.

Quelle: http://www.pte.at
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Beitragvon Amazone » Freitag 13. Mai 2011, 15:04

@ Stier,

das ist korrekt, aber ich denke, bei Nora geht es um eine inhalative Belastung am Arbeitsplatz.

LG Amazone
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Beitragvon nora » Samstag 14. Mai 2011, 08:46

Amazone........richtig.
Ich arbeite in einer Kindereinrichtung,wo rund um die Uhr gewischt wird.Seit vor 2 Jahren eine Reinigungsfirma mit ihren Mittel kam,bin ich gesundheitlich sehr eingeschränkt.( Kollegen geht es auch so....)
Zuhause geht es mir besser.....und Kosmetika u.ä. habe ich schon lange umgestellt,daran kann es nicht liegen......
Mir fehlt einfach eine eindeutige Diagnose........
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Beitragvon Amazone » Samstag 14. Mai 2011, 12:45

Hallo Nora,

an deiner Stelle würde ich mir eine Probe von dem Reinigungsmittel besorgen und damit zu einem Allergologen mit Zusatzausbildung Pneumologie gehen, und ihn bitten erst einmal einen IgE Allergietest damit zu machen, auch wenn dabei wahrscheinlich nichts rauskommt. Anschließend könnte er noch einen Lungenfunktionstest mit dem Zeugs machen.
Wichtig wäre, vor dem Arztbesuch ein Protokoll deiner gesundheitlichen Beschwerden zu machen und deine Kolleginnen zu fragen, ob sie ähnliche Symptome wie du haben oder andere.

Vielleicht kannst du mal bei Dr. Kuklinski in Rostock anrufen und fragen, ob sie dir einen Kollegen in deiner Nähe empfehlen können und auch, welche Allergietests in diesem Zusammenhang am besten geeignet sind.

LG Amazone
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Beitragvon nora » Donnerstag 23. Juni 2011, 21:24

Nun habe ich einen Termin bei Dr. Bartram,und hoffe,dass er mir weiterhelfen kann..............

Habt ihr Tipps,welche Diagnoseuntersuchungen wesentlich wären?
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Beitragvon Karlheinz » Freitag 24. Juni 2011, 08:45

Vielleicht Epikutantest mit besagten Reinigungsmitteln. Mit etwas Glück sieht man schon nach zwei Tagen was.
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Beitragvon Lilienblüte » Freitag 24. Juni 2011, 11:58

Einen Epicutantest vielleicht besser stationär in einer Klinik, weil Nora schon stark reagierte.
Nicht das sie eine Schockreaktion bekommt und ist schon daheim.
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Beitragvon Mister Giersch » Freitag 24. Juni 2011, 20:02

Vielleicht Epikutantest mit besagten Reinigungsmitteln. Mit etwas Glück sieht man schon nach zwei Tagen was.


würdet ihr euch wirklich Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel als Epicutan auf die Haut machen?
die Produkte sollen ja eigentlich nicht auf die Haut gelangen.

habe auch gerade einen Epicutantest hinter mir. wurde auf 2 Duftstoffmixe und auf das an meinem Arbeitsplatz verwendete Händedesinfektionsmittel getestet. ergab eine einfach positive Reaktion.

war am Testtag fast den ganzen Tag im Bett, sehr erschöpft, müde, kraftlos, Schleier vor den Augen, Kribbeln im Kopf,...

die schlimmsten Symptome bekomme ich aber auf das Flächendesinfektionsmittel und die Putzmittel.
weiß jemand wie man diese heftigen Sachen testen kann ohne den Körper damit zu belasten.

benötige auch Beweise, damit auf meinem Arbeitsplatz andere bzw. verträgliche Produkte eingeführt werden.

besten Dank
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Beitragvon nora » Samstag 25. Juni 2011, 20:13

Epicutantest war beim Hautarzt erfolgt, ich reagierte ähnlich wie Mister.........

mal sehen,ob ein LTT-Test weiterhilft........

@Mister..........hast du schon eine BG-Meldung gemacht?
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Beitragvon Mister Giersch » Samstag 25. Juni 2011, 20:24

@ Nora

BG - Meldung bereitet gerade meine Ärztin vor. LTT wird denke ich eh nicht anerkannt. kannst dir die Kosten dafür erst mal sparen.

hast du auch Symptome auf der Haut?

vielleicht können wir uns mal per PN austauschen, mich würde mal interessieren durch was du die Beschwerden bekommst? mir geht es ähnlich wie dir. auf der Arbeit je nachdem ob und mit was und wie viel geputzt wird geht es mir miserabel. zu Hause weitestgehend gut.
Mister Giersch
 

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Beitragvon nora » Mittwoch 29. Juni 2011, 20:22

War in Weißenburg........ein Traum! Endlich jemand ,der die Symptome ernst nimmt und versteht..........
PM wurde abgeschickt........Mister
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Beitragvon nora » Dienstag 27. September 2011, 22:43

Leider haben mir die Termine nun doch nicht weitergeholfen.........
ich soll Auslöser meiden......

Neuester Stand auf Arbeit: 2 Kolleginnen haben Brustkrebs....( ein Schelm, der Böses dabei denkt ).
Zwei weitere BG-Verfahren laufen.
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Beitragvon Hannibal64 » Mittwoch 12. Oktober 2011, 19:18

also das war bei mir so ähnlich...insofern kann ich aus Erfahrung nur den Rat geben, suche dir eine andere Arbeit, bevor es zu spät ist. auf jeden Fall baldmöglichst die Auslöser meiden (also wnenigstens Krankschreibung), wird alles sonst nur schlimmer und womöglich irreparabel. ich habe leider zu lange gewartet und zu viel versucht...so habe ich außer MCS auch noch Blutkrebs davon getragen.

gegen die BG werdet ihr sowieso nicht ankommen. eine lückenlose Beweiskette, dass eure Beschwerden vom Arbeitsplatz kommen, kann i.d.R. nicht geführt werden. oder ihr habt viel Geld für private Gutachter, die muss aber der AG in die Räume lassen. wird er vmtl. nicht machen.
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Beitragvon Mister Giersch » Mittwoch 12. Oktober 2011, 20:29

...kann ich aus Erfahrung nur den Rat geben, suche dir eine andere Arbeit, bevor es zu spät ist. auf jeden Fall baldmöglichst die Auslöser meiden (also wnenigstens Krankschreibung), wird alles sonst nur schlimmer und womöglich irreparabel.


Hallo Hannibal64,

zuerst gebe ich dir mal vollkommen recht mit deinem Ratschlag. bin in der gleichen Situation wie Nora. leider wird alles nicht wirklich einfacher wenn man sich der finanziellen Grundlage entzieht. habe auch schon mit dem Gedanken gespielt zu kündigen und habe mich auch schon auf dem Arbeitsamt informiert. versuche erst mal einiges auf der Arbeit zu ändern. wenn dies nichts hilft, kein Verständnis entgegengebracht wird und auch keine Besserung eintritt muss ich meiner Gesundheit zu Liebe schweren Herzens kündigen. was aber dann? habe mir auch schon überlegt einfach mal 1 oder 2 Jahre ne Auszeit zu nehmen, um wieder fit zu werden. schau'n wir mal.
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Beitragvon nora » Sonntag 16. Oktober 2011, 12:26

Das ist wohl unser aller Problem: die finanzielle Absicherung.

Der Arbeitsplatzwechsel hat nur eine geringe Besserung ergeben,
da dort dasselbe Mittel verwendet wird.

Ich habe mal meinen Gentest hiermit verglichen.........

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/02/umweltmedizin-genvariationen-bei-chemikalien-sensitivitaet-festgestellt/


....und habe meine Werte wiedergefunden!

Der Kampf geht weiter.
nora
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Beitragvon Hannibal64 » Donnerstag 24. November 2011, 22:03

Das ist wohl unser aller Problem: die finanzielle Absicherung.


irgendwie gehts immer weiter; nur rückblickend würde ich lieber früher ALG II kassieren und vlt. noch halbwegs gesund sein, als krank und nicht reversibel und jetzt auch ALG II.


Der Arbeitsplatzwechsel hat nur eine geringe Besserung ergeben,
da dort dasselbe Mittel verwendet wird.


das ist natürlich Mist. melde das doch mal an die Eltern der Kinder in der Kita. auch die Stadt würde ich informieren. wird zwar nichts bis wenig bei rumkommen, aber man weiß ja nie. allein schon im Interesse der Gesundheit der Kinder.
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Beitragvon nora » Samstag 10. Dezember 2011, 10:07

Die Stadt ist schon lange informiert, ist ja mein Arbeitgeber........
Nun werden wir ab Januar eine neue Reinigungsfirma erhalten!

Mal schauen, was diese für Mittel einsetzt, da sie nun vorinformiert ist.
nora
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Beitragvon Mister Giersch » Samstag 10. Dezember 2011, 10:32

Hallo Nora,

dann mal viel Glück das es dir hiermit besser geht.

Grüße

MG
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Beitragvon nora » Donnerstag 2. Februar 2012, 00:15

Aktueller Stand:
die Kollegen und ich reagieren (obere Atemwege, Haut,Augenreizungen ),bei Kindern treten gehäuft Hautentzündungen auf.
Anweisung derzeit: wegen der Kälte nur kurz lüften und bei Minusgraden drin bleiben!
Morgen gehts wieder zum Arzt.
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Beitragvon nora » Donnerstag 14. Juni 2012, 13:07

Seit gestern liegt das BG-Gutachten vor.
Festgehalten wurde "eine leichtgradige teilreversible obstruktive Ventilationsstörung, die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit im Sinne der Verschlimmerung durch die Reinigungs- und Desinfektionsmittel am Arbeitsplatz verursacht wurde."

"Da die Tätigkeit nicht aufgegeben wurde,liegt aktuell keine BK vor.
Im Anerkennungsfalle wäre die BK der Nummer 4302 gemäß Reichenhaller Merkblatt mit einer MdE von 20 v.H. einzuschätzen."

Kann mir bitte jemand den letzten Absatz erklären?
Liegt eine Anerkennung erst bei Arbeitsplatzverlust vor????
nora
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Beitragvon Kira » Freitag 15. Juni 2012, 08:06

Joooo, so ist es
übersetzt heisst das:
da du deine Arbeit noch ausübst liegt keine Berufserkrankung vor!
würdest du Renten- oder Sozialleistugen erhalten/beantragen,würde die Berufserkrankung Nr. 4302 gemäß Reichenhaller Merkblatt mit einer MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit) von 20 v.H. eingeschätzt.
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon nora » Sonntag 17. Juni 2012, 12:07

Danke Kira für die Erklärung,
also werde ich der BG weiter auf die Füße treten.....;)
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Beitragvon Kira » Sonntag 17. Juni 2012, 12:51

@nora,
mach' das !!!!!
Wo kein Kläger, da kein Richter ;0)
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Re: Beweispflicht

Beitragvon nora » Montag 17. Juni 2013, 20:56

Den BG-Fall habe ich einem Anwalt übergeben,
deshalb jetzt wahrscheinlich das 2. Gutachten.
Derzeit bin ich im Krankengeld-Modus.
Eine Schwerbehinderung wurde abgelehnt.Den 2. Antrag stelle ich derzeit.
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Re: Beweispflicht

Beitragvon hank » Montag 17. Juni 2013, 23:22

nora hat geschrieben:Den BG-Fall habe ich einem Anwalt übergeben,
deshalb jetzt wahrscheinlich das 2. Gutachten.
Derzeit bin ich im Krankengeld-Modus.
Eine Schwerbehinderung wurde abgelehnt.Den 2. Antrag stelle ich derzeit.


Schwerbehinderung wurde abgelehnt durch wen ?

Kennst Du die kassenärztliche Praxis Dr. Straube und Dr. Donate http://www.gesundheitspark-cham.de/die- ... cal-center ?
Vielleicht kann man Dir dort helfen bei Deiner Problematik.



lg
Die "Dosis macht das Gift" gilt nur bei Substanzen, welche der Körper benötigt. Alles andere ist immer Gift und schädigt.
hank
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Re: Beweispflicht

Beitragvon FriedrichZum » Dienstag 18. Juni 2013, 08:35

@ nora

Du hättest Widerspruch beim Versorgungsamt einlegen können. Ebenfalls wird Dich nun Dein Rechtsanwalt in dieser Angelegenheit ordentlich vertreten können.

Vielleicht könnte ein selbstgestellter paralleler Antrag auf Rente wegen völliger Erwerbsminderung Deiner Situation weiteren Ausdruck verleihen. Während dieser Rentenprüfungsphase wirst Du ebenfalls als "krank" eingestuft; Widerspruchsverfahren sind dabei ebenfalls möglich wie auch nötig.

In diesen Angelegenheiten würde Dir ein Rechtsanwalt gleichfalls ordentliche Auskünfte vermitteln können.
Mit besten Grüßen
FriedrichZum
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Re: Beweispflicht

Beitragvon nora » Dienstag 18. Juni 2013, 18:29

Hank, was ist mit deinem Link los? Bei mir sprang eine Warnmeldung an.
Ablehnung erfolgte durch den KSV Sachsen.

Der Widerspruch bei der Schwerbehinderung wurde abgelehnt, da habe ich mich leider nicht richtig ausgedrückt.

Das mit dem Antrag auf Rente wegen völliger Erwerbsminderung werde ich demnächst in Angriff nehmen,danke für den Hinweis.
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Re: Beweispflicht

Beitragvon Maggy » Donnerstag 20. Juni 2013, 12:02

Die Frage ist, ob sich das überhaupt lohnt.

Ich würde weniger Rente als Hartz 4 bekommen. Somit müsste ich dann noch immer ergänzend H4 beziehen. Das macht es nur komplizierter und kostet mich auch noch Nerven, weil die DRV sich weigern wird... Gutachten... Schreiben... Anwalt... das ist mir alles zu viel.
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Re: Beweispflicht

Beitragvon Twei » Donnerstag 20. Juni 2013, 14:53

Die Frage ist, ob sich das überhaupt lohnt.
Maggy

Eine Rente beantragt man nicht deswegen, damit es sich "lohnt", sondern weil mein auf Dauer keine wirtschaftliche Leistung mehr auf dem Arbeitsmarkt erbringen kann!

Im Übrigen erhält man zusätzlich zur Grundsicherung von der "geringen" Rente 30 Euro FREIBETRAG, da die Rente als "eigenes Einkommen" zählt.

Wer als Schwerstbehinderter dem Arbeitsmarkt weiterhin frei zur Verfügung stehen kann, der sollte selbstverständlich weiterarbeiten oder sich ordnungsgemäß um einen Arbeitsplatz bemühen, - also auf eine Rente wegen völliger oder teilweiser Erwerbsminderung verzichten....

Zur Erinnerung:

Hat MCS einen progressiven Krankheitsverlauf? - viewtopic.php?t=19219
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Re: Beweispflicht

Beitragvon Hannibal64 » Samstag 6. Juli 2013, 11:34

Twei hat geschrieben:
Die Frage ist, ob sich das überhaupt lohnt.


Wer als Schwerstbehinderter dem Arbeitsmarkt weiterhin frei zur Verfügung stehen kann, der sollte selbstverständlich weiterarbeiten oder sich ordnungsgemäß um einen Arbeitsplatz bemühen, - also auf eine Rente wegen völliger oder teilweiser Erwerbsminderung verzichten....



wer ernsthaft an MCS erkrankt ist, dem stellt sich irgendwann nicht mehr die Frage, ob sich das "lohnt" oder er vollumfänglich arbeiten kann. das geht dann gar nicht mehr....
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Re: Beweispflicht

Beitragvon nora » Samstag 28. Februar 2015, 19:43

Inzwischen hatte ich den Rentenantrag gestellt.Er wurde abgelehnt.
Heute kam nun die Ablehnung des Widerspruchs.
Das heißt,Montag geht es wieder zum Anwalt.
Ich kann einfach nicht klein beigeben, da die Krankenkasse seit Herbst nicht mehr zahlt.
Glücklicherweise gibts von der ARGE derzeit die Nahtlosigkeitsregelung für mich.
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Re: Beweispflicht

Beitragvon Twei » Samstag 28. Februar 2015, 19:58

Ja - das muß nun zum Sozialgericht ;)
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Re: Beweispflicht

Beitragvon Kira » Montag 2. März 2015, 09:48

@Nora
wünsche dir weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen.
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Re: Beweispflicht

Beitragvon nora » Dienstag 12. April 2016, 12:14

Neuester Stand:
Die Klage wegen einer Berufserkrankung wurde vom Gericht abgewiesen.
Zitat: "....Beweisschwierigkeiten gehen stets zu Lasten der beweisbelasteten Partei......"
Berufung wurde von meinem Anwalt eingereicht.
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