Diagnostik - Erlebnisse zu MCS

Diagnostik - Erlebnisse zu MCS

Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 21:23

Diagnostik - Erlebnisse zu MCS

Meine Diagnostik Erlebnisse fingen erst einmal mit einer langen Krankheitsvorgeschichte an, denn ich kannte das Wort und die Krankheit MCS nicht. Aber es ging mir immer schlechter... und ich stellte trotz ALLER Abraten anderer selbst einen Rentenantrag und einen Antrag beim Versorgungsamt zur Feststellung des GdB (Grad der Behinderung).
Wichtige kassenärztliche Diagnosen waren für mich zusätzlich:

Allergieteste, - die sich untereinander teilweise widersprachen und negativ ausfielen.

Lungentestung/-Untersuchung, - die eine bronchonale Hyperreagibilität ergaben.

Was sich Diagnostisch bei mir nicht so einfach hat feststellen lassen, waren die chronischen Schmerzen, Muskelsteifheit, Müdigkeit usw...

Aber letzteres wurde durch den langen Kranheitsverlauf und der vielen dazu aufgesuchten Ärzte und Befunde indirekt dokumentiert.

Weiterer Nebenbefund war eine chronische Behandlung wegen Venenerweiterungsproblemen.

Aus (Welche Diagnostik ist bei MCS am sinnvollsten?) - viewtopic.php?t=18339


Durch die damaligen Widerspruchsverfahren zur Rentenbewilligung und Feststellung des Grades der Behinderung wurde mir letztendlich vom Sozialgericht die Teilnahme zu einer 2-3 Tägigen Begutachtung / Prüfung auferlegt. Das sozialgerichtliche Gutachten wurde von einem Team durchgeführt, bestehend aus je einem Psychiater und Orthopäden, zur Erstellung eines psychiatrischen Zusatzgutachtens.

Ich konnte einwilligen, dass der QEESI Test mit durchgeführt wird. Allerdings würde er im Gutachten selbst keine Erwähnung finden, da er in Deutschland nicht ANERKANNT sei. Es wäre jedoch zu meinem Vorteil, wenn dadurch für ihn (dem Psychiater) zusätzlich Gewißheit für die Diagnose erzielt werden kann. Ich willigte damals mit ein, ohne die Bedeutung dessen zu wissen oder zu erahnen. (So ungefähr, habe ich das wieder in Erinnerung bekommen können).


Das Gutachterverfahren umfasste folgende Themenbereiche:

- Vorgeschichte nach eigenen Angaben
- Soziale Anamnese
- Schulischer und beruflicher Werdegang
- Familienanamnese
- Aktuelles Beschwerdebild
- Vegitative Anamnese
- Ärztliche, medikamentöse und sonstige Behandlungsmaßnahmen
- Tagesablauf
- Orientierender körperlicher Befund
- Psychometrische Testdiagnostik
- Psychiatrische Diagnostik
- Zusammenfassung und Beurteilung
- Beantwortung der Beweisfragen der Rentenstelle bezüglich der Leistungsfähigkeit


Folgende Leistungs- und Intelligenztests wurden durchgeführt:

MWT-B. : Mehrfachwahl - Wortschatz - Intelligenztest

Benton - Test

Test d2 : Aufmerksamkeits - Belastungs - Test

KVT : Konzentrations - Verlaufs - Test

BDI : Beck - Depressions - Inventar

SOMS - 2 : Screening - für Somatoforme Störungen

ABI : Angstbewältigungsinventar

PD - S : Paranoid - Depressivitäts - Skala

SEL : Skalen zur Erfassung der Lebensqualität

MMPI - 2 : Minnesota Multiphasic Personality Inventory

FBF : Frankfurter Beschwerde Fragebogen

(Der QEESI Test (er nannte ihn MILLER-Test aus den USA) wurde offiziell nicht erwähnt.)

Im Gutachten wurden vier psychiatrische Befunde festgestellt, welche aber nur teilweise indirekt etwas mit MCS zu tun hatten bzw. MCS in einzelne psychische Erkrankungsformen ohne Bezug verfälscht haben. MCS wurde NICHT erwähnt, nur meine Irritationen und Leistungseinbußen durch Duftstoffe, Reinigungsmittel, Waschmittel, Benzin usw..
Da das psychiatrische Zusatzgutachten keine auffälligen psychischen Erkrankungen feststellen konnte, wird davon ausgegangen, dass es sich um körperliche Beschwerden handeln muß.
Es wurde aber auf eine Hypersensibilität gegenüber Chemikalien hingewiesen, auch aufgrund des Befundes bronchonale Hyperreagibilität vom Lungenfacharzt.

Die Rente wegen völliger Erwerbsminderung wurde nur aufgrund der geringen Leistungsfähigkeit bewilligt.
Anschließend erhielt ich vom Psychiater Atteste mit dem Diagnoseschlüssel ICD 10: T 78.4 V MCS (V steht für Verdacht) - was mir schon 8 Monate zuvor, also vor der Verhandlung des Sozialgerichts, von ihm mündlich mitgeteilt wurde.
Diese Bezeichnung wandelte sich nach dem Betreuer-Gerichtsbeschluß zu ICD 10: T 78.4 MCS und wird seitdem von den Ärzten für mich benutzt.

Letztendlich bin ich über die komplette Durchleuchtung und psychiatrische Begutachtung meiner Person entsetzt.
Sie hatte nichts mit einer adäquaten MCS-Diagnostik zu tun gehabt, sondern stellte ein Ausschlußverfahren dar.

Der QEESI-Test hätte neben den anderen Befunden des ALLERGOLOGEN, ORTHOPÄDEN, SCHMERZTHERAPEUTEN und LUNGENFACHARZT ausgereicht.

Näheres zum QEESI-Test siehe - http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... d-prazise/
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 21:32

MWT-B. : Mehrfachwahl - Wortschatz - Intelligenztest

Anwendung...

Die MWT-Versionen sind Leistungstests zur Messung des allgemeinen Intelligenzniveaus, speziell des Niveaus der kristallisierten Intelligenz. Sie können als Individual- und Gruppentest bei Erwachsenen eingesetzt werden. Mit ihnen erhebt man eine Wissensstichprobe, was nur geringe Anforderungen an die aktuell verfügbare Leistungsfähigkeit stellt. Daher werden die Ergebnisse kaum von leichten bis mittelschweren psychischen Störungen beeinflusst (Intelligenzspurentest). Bei derartigen Zuständen wendet man MWT-Versionen zur Abschätzung des prämorbiden Intelligenzniveaus an. Dies gilt beispielsweise für Befindlichkeitsstörungen, aber auch Depressionen und Demenzen.
Die Testabnahme beträgt bei psychiatrisch unauffälligen Personen etwa fünf Minuten.
Die verbreitetste Version ist der MWT-B, der als Beispiel für alle MWT-Versionen im Folgenden näher beschrieben wird.


Aufbau des MWT-B ...

Er besteht aus einer kurzen Anweisung für die Testperson, in jeder der folgenden Zeilen herauszufinden, ob es eines der präsentierten Wörter gibt. Dieses sei gegebenenfalls durchzustreichen. In jeder Zeile steht nach dem Mehrfachwahl-Prinzip (multiple-choice) ein umgangs- oder wissenschaftssprachlich bekanntes Wort unter vier fiktiven Neukonstruktionen. Beispiele (etwas verändert):

Oher – Ohr – Ehr – Ereh - Hor
Sukiff - Fasek – Siuke - Fiskus - Fuske
Nadir – Ridan – Nailer – Radin – Nidar

Die insgesamt 37 Items sind nach dem Schwierigkeitsgrad angeordnet. Die Gesamtzahl der richtig angekreuzten Zeilen wird mit den Leistungen einer repräsentativen Stichprobe deutschsprachiger Erwachsener von 20 bis 64 Jahren (n = 1.952) verglichen. Danach lassen sich Standards (IQ, Standardwert und Prozentrang) ermitteln.


Auswertung und Interpretation ...

Mit dem MWT-A und TPL liegen Parallelformen vor. Während man beim MWT-A wie beim MWT-B IQ-Punkte, Standardwerte und Prozentränge erhält, liefert der TPL eine Abschätzung der Kapazität des Arbeitsspeichers (= Kurzspeicherkapazität) in der Maßeinheit Bit.

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrfachwa ... igenz-Test
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 21:38

Benton - Test

Der Benton-Test, auch als Benton Visual Retention Test bekannt, untersucht die Merkfähigkeit für visuell-räumliche Stimuli. Er wird bei der diagnostischen Abklärung organischer Hirnschädigungen eingesetzt und ist einer der verbreitetsten Tests seiner Art....


Ablauf...

Der Untersucher zeigt dem Patienten standardisierte Stimuluskarten mit geometrischen Mustern für jeweils wenige Sekunden. Dann soll der Patient die Muster, entweder direkt im Anschluss oder nach einer Latenzzeit wiedergeben. Bei alternativer Anwendung soll der Patient die Muster entweder abzeichnen oder er soll Muster aus Vorlagen auswählen.


Anwendbarkeit ...

Der Test ist ab dem 7. Lebensjahr anwendbar.

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Benton-Test
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 21:43

Test d2 : Aufmerksamkeits - Belastungs - Test

Der Test d2: Aufmerksamkeits-Belastungs-Test ist ein psychologischer Test, welcher mit Testbogen und Bleistift zur Bewertung der Aufmerksamkeit (Konzentration) zu bearbeiten ist. Er wurde vom Psychologieprofessor Rolf Brickenkamp im Jahr 1962 entwickelt. Inzwischen liegt auch eine Computer-Version vor.

Der Test besteht aus den Buchstaben d und p, welche in 14 Reihen zu je 47 Zeichen angeordnet sind und oben und/oder unten mit 1 bis 4 Strichen markiert sind.
Die Aufgabe des Probanden besteht darin, in jeder Reihe innerhalb von 20 Sekunden möglichst viele der mit 2 Strichen markierten d durchzustreichen und dabei weder Auslassungs- noch Verwechslungsfehler zu produzieren: Ein d, das mehr oder weniger als zwei Striche hat, darf nicht durchgestrichen werden. Ebenso darf ein p niemals durchgestrichen werden, unabhängig davon, mit wie vielen Strichen es markiert ist.

Der Untersucher erklärt ausführlich die Testdurchführung und fordert dazu auf, so schnell wie möglich, aber natürlich auch ohne Fehler zu arbeiten. Zunächst wird eine Testzeile bearbeitet. Anschließend gibt der Untersucher das Startsignal und fordert jeweils nach 20 Sekunden zum Wechsel zur nächsten Zeichenreihe auf.

Der Test ist für viele unterschiedliche Probandengruppen normiert und kann sowohl bei Kindern ab neun Jahren und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen angewendet werden....

weiter zu lesen - http://de.wikipedia.org/wiki/Test_d2
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 21:52

KVT : Konzentrations - Verlaufs - Test

...Einsatzbereich:
14 bis 60 Jahre. Einzel- und Gruppenversuch. Verwendung in der Personalauswahl, in Kliniken und Schulen und bei der Berufsberatung.

Das Verfahren:
Der Konzentrations-Verlaufs-Test erlaubt eine genaue Analyse des Arbeitsverhaltens unter Daueraufmerksamkeitsbedingungen. Der Proband soll einen Kartenstoß nach vier Kriterien durchsehen und dahingehend sortieren, ob die Karten die eine oder andere von zwei vorgegebenen Zahlen enthalten oder alle beide bzw. keine von beiden. Gemessen werden Arbeitszeit und Fehlerzahl; es ergibt sich eine Arbeits-Verlaufskurve.

Normen:
Standardwerte für Fehler, Zeit und eine Kombination aus Zeit- und Fehlerwerten.

Bearbeitungsdauer:
Ca. 15 Minuten....

aus - http://www.testzentrale.de/programm/kon ... -test.html
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 21:59

BDI : Beck - Depressions - Inventar

...Das Beck-Depressions-Inventar (BDI – Beck, Ward, Mendelson, Mock & Erbaugh, 1961) ist ein psychologisches Testverfahren, das die Schwere depressiver Symptomatik im klinischen Bereich erfasst. Es wurde nach Aaron T. Beck benannt. In dem Fragebogen mit 21 Fragen bestimmt der Teilnehmer, welche der vier Aussagen für ihn/sie in dieser Woche am zutreffendsten ist. Zur Auswertung werden die Summenwerte der einzelnen angekreuzten Aussagen addiert. Im Laufe der Zeit wurde das zuerst als standardisiertes Interview gedachte Verfahren zu zwei bearbeiteten Formen weiterentwickelt, dem BDI – 1A (1978) und dem BDI – II (1996).

... BDI ...

Der ursprüngliche BDI besteht aus 21 Fragen darüber, wie sich der Patient in der letzten Woche gefühlt hat.[4] Zu jeder Frage gibt es jeweils vier Antwortmöglichkeiten, die nach ihrer Intensität geordnet sind.[4]
Beispiel:
(0) Ich bin nicht traurig.
(1) Ich bin traurig.
(2) Ich bin die ganze Zeit traurig und komme nicht davon los.
(3) Ich bin so traurig oder unglücklich, dass ich es kaum noch ertrage.

... BDI-II ...

Für die 1996 veröffentlichte revidierte Version BDI-II der Ursprungsversion wurden einerseits speziell auf die DSM-IV-Kriterien für major depression passende Items konstruiert und andererseits schon bestehende Items gezielt aus bessere Verständlichkeit und höheren Informationsgewinn umformuliert. Neue beschriebene Symptome sind Unruhe, Wertlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Energieverlust. Items zu den Symptomen Veränderungen des Körperbilds, intensive Beschäftigung mit körperlichen Symptomen, Gewichtsverlust und Arbeitsschwierigkeiten wurden aus dem Verfahren eliminiert....

Durchführung ...

Das Ausfüllen des Tests (mit Papier und Bleistift oder am Computer) besitzt keine Zeitvorgabe. Es wird lediglich die Beantwortungsdauer jedes einzelnen Items vermerkt. Es besteht also kein Zeitdruck bei der Bearbeitung. In der deutschen Version des BDI gibt es zu jeder Aussage vier Antwortmöglichkeiten.[4] Die Durchführungsdauer beträgt durchschnittlich 5 bis 10 Minuten inklusive Instruktion....

weiteres unter - http://de.wikipedia.org/wiki/Beck-Depressions-Inventar
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:04

SOMS - 2 : Screening - für Somatoforme Störungen

...Einsatzbereich:
Ab 15 Jahre. Einsatz im gesamten Bereich der Medizin und Psychosomatik, klinischen Psychologie und Gesundheitspsychologie.

Das Verfahren:
Das Screening für Somatoforme Störungen dient der Erfassung von körperlichen Beschwerden, die nicht auf eine organische Erkrankung zurückzuführen sind. Dabei werden sowohl die Kriterien nach ICD-10 als auch die Kriterien nach DSM-IV berücksichtigt. Mit SOMS-2 und SOMS-7T liegt jeweils eine Form zur Statusdiagnostik und eine Form zur Veränderungsmessung vor. Anhand der Ergebnisse aus SOMS-2 können drei Somatisierungsindizes gebildet werden: a) Somatisierungsindex nach DSM-IV, b) Somatisierungsindex nach ICD-10 und c) SAD-Index zur Abklärung einer somatoformen autonomen Funktionsstörung. Darüber hinaus lässt sich für SOMS-2 auch ein klassifikationsübergreifender Somatisierungsindex bestimmen. Eine Verlaufsmessung kann anhand von SOMS-7T vorgenommen werden. Mit der 2., vollständig überarbeiteten und neu normierten Auflage werden nun auch Normen für die Veränderungsmessung bei gesunden Personen angeboten....

...Bearbeitungsdauer:
Die Durchführungsdauer beträgt für beide Fragebogen etwa 5 Minuten....

näheres unter - http://www.testzentrale.de/programm/scr ... ungen.html
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:09

ABI : Angstbewältigungsinventar

...EINSATZBEREICH:
Erwachsene. Forschung, Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie.

VERFAHREN:
Das ABI basiert auf dem Modell der Bewältigungsmodi von Krohne (1989, 1993) und erfasst individuelle Unterschiede der Angst- bzw. Stressbewältigung auf den Dimensionen Vigilanz und kognitive Vermeidung. Das ABI beschreibt acht fiktive Bedrohungssituationen (je vier Szenarien in den beiden Untertests physische Bedrohung und Selbstwertbedrohung), die unterschiedliche Grade von Vorhersagbarkeit bzw. Kontrollierbarkeit realisieren.
Jedem der Szenarien ist ein gleich großes Repertoire vigilanter bzw. kognitiv vermeidender Bewältigungsstrategien zugeordnet. Der Proband soll für jede Strategie entscheiden, ob er sie angesichts der vorgegebenen Situation oft bzw. häufig oder nie bzw. selten zeigt. Innerhalb der beiden Untertests werden die Antworten für jede der beiden Strategien getrennt aufsummiert....

...GÜLTIGKEIT:
Die Klassifikation auf der Grundlage des ABI korrespondiert eng mit der entsprechenden Klassifizierung nach Sensitizern und Repressern bei Verwendung von Skalen zur Erfassung von Ängstlichkeit und sozialer Erwünschtheit. Faktorenanalysen, Untersuchungen zur prognostischen und Konstruktvalidität bestätigen das zu Grunde liegende Modell....

...BEARBEITUNGSDAUER:
Ca. 8 Minuten....

näheres unter - http://www.testzentrale.ch /de/tests/tests-a-z/flexShow/testDetail/testUid/572/
oder http://books.google.de/books?id=8jeLmkB ... ar&f=false
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:16

PD - S : Paranoid - Depressivitäts - Skala

...Das Verfahren

Die Paranoid-Depressivitäts-Skala (PD-S) erfasst das Ausmaß des subjektiven Erlebens von ängstlich-depressiven Verstimmungen sowie die Misstrauenshaltung und Realitätsfremdheit. Zusätzlich werden Motivation, Antwortkonsistenz und Krankheitsverleugnung gemessen. Die Items bestehen aus Aussagen, die mittels einer vierstufigen Skala bewertet werden sollen. Der Fragebogen kann bei Gesunden wie bei körperlich Kranken im Alter von 20 bis 64 Jahren eingesetzt werden. Es liegt eine Parallelform PD-S' vor.

Beschreibung der Skalen bzw. Merkmale

Der Fragebogen besteht zum einen aus der D-Skala, welche mit 18 Items das Ausmaß der ängstlich-depressiven Stimmung erfasst. Die P-Skala zur Erfassung paranoider Tendenzen beschreibt eine kognitive Dimension, auf der Misstrauenshaltungen, Realitätsfremdheit und Wahnhaftigkeit mit 16 Items erfasst werden. Darüber hinaus wird die Neigung des Patienten zur Krankheitsverleugnung mit 8 Items gemessen und 3 Items dienen zur Erfassung der Motivation....

...Einsatzbereich

Einsatz in der klinischen Diagnostik zur individuellen Fallbeschreibung, als "Screening"-Instrument, zum Angleichen von Stichproben. Die PD-S eignet sich als Wiederholungsinstrument zur Verlaufsmessung des psychischen Zustandbildes....

...Bearbeitungsdauer
PD-S : 10.00 min : 43 Itemzahl...

näheres unter - http://www.unifr.ch/ztd/HTS/inftest/WEB ... ce2/hb.htm
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:22

SEL : Skalen zur Erfassung der Lebensqualität

...Dauer
Kurzfassung ca. 5 bis 15 Minuten; Langfassung ca. 20 bis 30 Minuten

Durchführung
Individuell und Gruppe


Anwendungsbereiche
SEL erfasst das Konstrukt der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Es eignet sich zum einen für den Bereich der Statusdiagnostik, z.B. bei der Entscheidungsfindung für Therapiemodalitäten bei chronischer Krankheit, zum anderen als Verlaufs- und Erfolgskontrolle, z.B. bei medizinischer oder psychologischer Behandlung.

Der Fragebogen liegt vor in einer Langfassung, die für verschiedene Zielpopulationen einsetzbar ist, und in mehreren Kurzfassungen, die jeweils für verschiedene Zielpopulationen spezifiziert sind (z.B. Erwachsene, Patienten mit gastrointestinalen und soliden Tumorerkrankungen, Patienten mit hämoblastischen und lymphoproliferativen Erkrankungen, HIV-Infizierte, Patienten mit systemischem Lupus erythematodes). Während die Langfassung die Lebensqualität des Klienten so differenziert erfasst, dass auch eine Diagnose spezifischer Defizite in Teilbereichen möglich ist, stellen die Kurzfassungen eine Alternative dar, die eine sehr ökonomische Erfassung des Konstrukts erlaubt, wie sie eventuell im klinischen Alltag oder bei größeren, z.B. längsschnittlichen Studien nötig wird.


Aufbau
Das dem Fragebogen zugrunde liegende Konzept von Lebensqualität geht von den drei Dimensionen Inhalt, zeitlicher Bezugsrahmen und subjektiver Relevanzgrad aus. Die Dimension Inhalt ist im SEL realisiert durch den körperlichen, den sozialen und den kognitiv-emotionalen Bereich. SEL enthält im kognitiv-emotionalen Bereich auf der Dimension des zeitlichen Bezugsrahmens sowohl kurzfristig als auch mittel- und langfristig orientierte Skalen.

Die Dimension verschiedener subjektiver Relevanzgrade wird im SEL dadurch operationalisiert, dass sowohl eher objektive Gegebenheiten - seien sie körperlicher oder sozialer Art -, als auch die jeweilige perzipierte und subjektiv interpretierte "Wahrheit" des Klienten selbst - also die subjektive Verrechnung zwischen Ist-Zustand und einem individuellen Sollwert - berücksichtigt werden. Die resultierenden sieben Skalen des SEL sind: Objektive körperliche Beschwerden, Subjektive körperliche Verfassung, Objektives soziales Umfeld, Subjektives soziales Umfeld, Stimmung, Grundstimmung, Lebensorientierung....

näheres unter - http://shop.pearsonassessment.de /index.php/cat/c37_SEL.html
oder http://franke-stendal.de/WS0910/M.Sc.I. ... iedacz.pdf
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:38

MMPI - 2 : Minnesota Multiphasic Personality Inventory

...Der Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI) ist einer der weltweit am häufigsten verwendeten Persönlichkeitstests in der klinischen Psychologie und Psychiatrie. Er dient als Hilfsmittel bei der Untersuchung der Persönlichkeitsstruktur, insbesondere bei psychischen Störungen....

...Beschreibung ...

Das Testheft des MMPI-2 besteht aus 567 kurzen Feststellungen („Items“ genannt, ähnlich wie: „Ich sammele gerne Kunstkataloge“, „Ich kann die Zukunft vorhersagen“, „Mir ist immer angst und bange“), die mit „Trifft zu“ oder „Trifft nicht zu“ beantwortet werden. Bei der Auswertung werden die Antworten für einzelne Bereiche oder „Skalen“ zusammengezählt und die Antwortsummen mit den Werten einer Bezugspopulation verglichen. Gesunde Probanden brauchen eine knappe Stunde, Patienten bis zu 90 Minuten zur Beantwortung aller Items.

Eine seltener benutzte Kurzform besteht aus den ersten 370 Items des Tests. Damit lassen sich die klassischen Skalen des ursprünglichen MMPI auswerten, nicht aber die beim MMPI-2 neu hinzugekommenen. In den USA ist auch eine Version für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren im Gebrauch, MMPI-A genannt. Bei Jugendlichen ist die Kongruenz von selbst eingeschätztem und tatsächlichem Verhalten weniger eng, daher müssen Fragebogenverfahren bei Jugendlichen vorsichtig interpretiert werden.

Der MMPI ist das Paradebeispiel eines rein empirisch konstruierten Testverfahrens, bei dem die Items nur aufgrund der gemessenen Antwortwahrscheinlichkeiten ausgewählter Patientengruppen zu entsprechenden Skalen zusammengefasst wurden. So besteht (als Beispiel) die Paranoia-Skala aus den Items des ganzen Tests, die zum Zeitpunkt der Skalenkonstruktion von Patienten mit einem paranoiden Syndrom häufiger in Schlüsselrichtung beantwortet wurden als von Patienten mit anderen oder keinen Diagnosen.

Diese Methode der Testkonstruktion steht im Gegensatz zu anderen damals wie heute gebräuchlichen („rationalen“) Konstruktionsprinzipien, die sich an ein theoretisches Konzept anlehnen und Items letztlich vom Textinhalt her bestimmten Skalen zuordnen. Durch seine atheoretische Konstruktion erfasst der MMPI empirisch abgrenzbare und sinnvolle psychopathologische Syndrome, unabhängig vom Wechsel der theoretischen Bezugssysteme.

Einsatzbereich [Bearbeiten]

Der MMPI ist von seiner ganzen Konstruktion her eher ein Inventar für psychische Störungen als ein allgemeiner Persönlichkeitstest (wie zum Beispiel der NEO-PI-R). Ziel der Testautoren war es, ein objektives, von der Person des Untersuchers und seiner theoretischen Orientierung und Vorbildung unabhängiges Hilfsmittel zur Diagnose psychischer Störungen zu konstruieren. Dementsprechend liegt der Anwendungsschwerpunkt auf klinisch-psychologischen und psychiatrischen Fragestellungen.

Auch bei psychologischen und psychiatrischen Gerichtsgutachten wird der MMPI-2 häufig verwendet, wenn die Diagnose einer psychischen Störung oder die Einschätzung von Aspekten des Verhaltens unter emotionaler Belastung gefragt sind. Gewisse Überschneidungen gibt es zum Freiburger Persönlichkeitsinventar, das eigentlich mit Blick auf die Normalpersönlichkeit konstruiert wurde, aber häufig im Grenzbereich zur psychischen Auffälligkeit eingesetzt wird....

ausführlicher unter - http://de.wikipedia.org/wiki/Minnesota_ ... _Inventory

...Einsatzbereich

Der Verwendung des MMPI-2 empfiehlt sich in der klinischen Psychologie und Psychiatrie wie auch bei persönlichkeitsdiagnostischen Fragestellungen allgemeiner Art. Er ist als Einzel- und Gruppenverfahren für Erwachsene ab 18 Jahren einsetzbar....


...Bearbeitungsdauer
Testform ____ Dauer ca. ____ Itemzahl
Standard ____ 90.00 min ____ 567
Kurzform ____ 60.00 min ____ 370...

interessantes unter - http://www.unifr.ch/ztd/HTS/inftest/WEB ... da2/hb.htm
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Beitragvon Twei » Dienstag 28. August 2012, 22:45

FBF : Frankfurter Beschwerde Fragebogen

...VERFAHREN:
Der Frankfurter Beschwerde-Fragebogen ist ein spezielles Verfahren für schizophren Erkrankte. Die enthaltenen Beschreibungen von Störphänomenen stammen ursprünglich von sprachflüssigen und reflexiven Patienten selbst. Die Mehrzahl der Betroffenen ist jedoch überfordert, wenn spontane Schilderungen oder eine abstrakte Krankheitseinsicht erwartet werden.

Wiedererkennen als stabilste Gedächtnisfunktion dagegen ist auch schwerer Gestörten noch möglich, wenn z.B. wie im FBF Beschreibungen vorgelegt werden, die konkret genug sind. Zur Auswertung der erhaltenen Aussagen bietet das Manual Informationen über theoretische Bezüge, Gütekriterien, Anwendungsprinzipien und empirische Ergebnisse....

aus - http://www.testzentrale.ch/de/tests/tes ... stUid/809/
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 29. August 2012, 02:13

Wahnsinn Twei, ich wäre ausgerastet und hätte den Laden in eine mexikanische Würfelbude verwandelt. Der letzte Gutachter der so etwas mit mir versucht hat war nach 30 Minuten reif für eine Klinik. So eine Unverschämtheit lasse ich mir seit meinem 16. Lebensjahr nicht mehr gefallen. Jeder der so etwas mit mir versucht holt sich eine blutige Nase. Hier in Berlin war ich eine Weile geradezu verschrien, es eilte mir ein gewisser Ruf voraus und viele haben schon gezuckt wenn sie nur meinen Namen gehört haben.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Kira » Mittwoch 29. August 2012, 08:02

@Twei,
danke für deine Mühe und Offenheit
...... das ist mal wieder ein Zeugnis mehr, wie erbärmlich mit toxisch Erkrankten umgegangen wird (gleichzeitig erinnert es mich an unseren eigenen Kampf um Gerechtigkeit und Anerkennung)
Hat jemand Krebs, ist querschnittsgelähmt oder ähnliches, der wird nicht durch solch eine Aussortiermaschine gejagt!!
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Twei » Mittwoch 29. August 2012, 11:05

@ Claraissa,

ich durfte nicht ausrasten. Es ging mir zu diesem Zeitpunkt sehr elendig. Zu dieser Zeit war ich sehr vielen Expositionen ausgesetzt und keiner wollte mir glauben woher denn meine "untypischen" Körperreaktionen bzw. jenes "Verhalten" von mir kam.

(Ich bin aber innerlich ausgerastet und hatte lange Zeit meine Kollegen damit genervt!)

Zu diesem Zeitpunkt kannte ich den Begriff MCS noch nicht, hatte kein Internet und mußte mich irgendwie beweisen. Glücklicherweise waren die Gutachter sehr nett und der Psychiater kannte die Krankheit MCS und klärte mich in einem anschließendem Gespräch auch auf. Er machte mich darauf Aufmerksam, dass MCS in Deutschland nicht allgemein Anerkannt sei und dass er für mich nicht mehr tuen könne!

Meiner Meinung nach, liegt der Fehler hier nicht bei den Gutachtern, sondern bei den Umweltmedizinern, welche mich zuvor komplett im Stich gelassen hatten.

Der nächste Fehler liegt bei der Rentenstelle, weil der Amtsarzt nicht einen adäquaten Umweltmediziner hinzugezogen hat. Anstelle dessen wurde mit Ablehnungen zur Rentenbewilligung geantwortet.

Zuvor wurde ich von der Rentenversicherung zu einer REHA - Arbeitsbelastungsprobe geschickt, welche ich nach kurzer Zeit abbrechen mußte, weil meine Krankheitsbeschwerden immer schlimmer wurden, siehe "Kann man mit MCS Duftstoffe aushalten/vertragen? - 27.01.2012, 21:52:55" - viewtopic.php?t=17028

Bei dieser Maßnahme wurde eine Anamnese durchgeführt, die eindeutig die Verschlechterung des Gesundheitszustandes dokumentiert. Auch wurde ein Abschlußbericht verfasst. Ein umfassender Bericht des dortigen Psychiaters ist auch dabei, welcher meine Krankheitsbeschwerden "ehrlich" dokumentiert hatte.

Von diesem Zeitpunkt an, wußten Rentenkasse, Krankenkasse und JobCenter, um meinen Krankheitszustand....... - er wurde aber ignoriert.
Der Bericht der REHA-Einrichtung wurde von mir weiterverwendet, da er für mich ein eindeutiger Beweis darstellte. Jeder weiterer Arzt hat ihn bekommen, auch das Versorgungsamt.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt, wäre ein adäquates Handeln jeder behördlichen Stelle und jedes Arztes unabdingbar gewesen. Ein QEESI - Test hätte die weitere Verschlechterung des Krankheitszustandes minimieren können. Ich hätte zu einem Lungenfacharzt geschickt werden können, welcher dann die "körperliche" Bestätigung erbracht hätte....

Aber so irrte ich immer weiter rum... suchte nochmal Allergologen auf und zuletzt einen Lungenfacharzt...
...Aber erst das sozialgerichtliche Gutachten konnte Abhilfe leistet. Allerdings frage ich mich heute noch, warum schickte mich das Sozialgericht zu einem Psychiater und Orthopäden Team?

(Allerdings muß ich noch bemerken, dass der Orthopäde zum "Hauptgutachter" ernannt war; die Begutachtung / Prüfung wurde aber in der Praxis des Psychiaters durchgeführt...)
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Beitragvon Kira » Mittwoch 29. August 2012, 11:57

Allerdings frage ich mich heute noch, warum schickte mich das Sozialgericht zu einem Psychiater und Orthopäden Team?

(Allerdings muß ich noch bemerken, dass der Orthopäde zum "Hauptgutachter" ernannt war; die Begutachtung / Prüfung wurde aber in der Praxis des Psychiaters durchgeführt...)


Antwort: Weil MCS eine "politische Angelegenheit" ist und man bewußt vorbei diagnostizieren will oder muss!!!
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Twei » Mittwoch 29. August 2012, 12:31

@ Kira,

Letztendlich wurde damals meine Rentenbewilligung auf F-Diagnosen bezogen.
Vermutlich wurde ich dazu zu einem Psychiater geschickt!
Im nachhinein wurde mir die Bezeichnung ICD 10: T 78.4 MCS zuerkannt, aber nicht von der Rentenstelle!

Wenn ich meine Krankheitsgeschichte mit dem heutigen Wissen nach vollziehe, dann sind die Statistiken für "psychiche Erkrankungen" falsch. Dann sind die Studien auf "verfälschte" Ergebnisse aufgebaut.
Es wird versucht, mit dem Lebenslauf eines Menschen, systematisch "psychische Krankheiten" anzudichten Mittels zweifelhafter "Testbögen" und "Testauswertungen", nur um einen Krankheitsbezug zu einer körperlichen Erkrankheit zu vertuschen.

Ein Psychiater hat vermutlich deshalb eher F - Diagnosen zu erstellen anstelle von T - Diagnosen, weil letztere entweder nicht in sein Aufgabengebiet gehören oder weil sie politisch unerwünscht sind.

Aufgrund meiner eigenen Erlebnisse, bin ich deshalb auch so ablehnend gegenüber dem "Bio-Psycho-Sozialen-Modell", das Umweltmediziner als Standart Diagnostik und Therapie bundesweit einführen wollen, siehe - http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... reuzfahrt/

Ich bin strikt gegen das Hinzuziehen eines "Fachpsychiatrischen Gutachtens" zur Feststellung einer Umwelterkrankung wie MCS, CFS und EMS.

Erst sollte nach "Umwelterkrankungen" getestet werden, um eine Hinzuziehung eines Psychiaters auszuschließen. Dazu reicht der QEESI - Test!

Um meine Worte besser zu verstehen, verweise ich auf den Thread "boykottieren wir die Umweltmediziner", siehe - viewtopic.php?t=16692
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. August 2012, 15:41

Man findet halt, wie uns das die GHUP-Chefin, Caroline Herr, schon mal so blumig im Forum der Apotheken-Umschau berichtet hat, immer etwas Anderes.

http://www.ghup.de /vorstand/index.html

viewtopic.php?t=6859


Die kurativen Umweltmediziner spielen da noch nicht mal die erste Geige. Die Leitlinien dieser Ärztegruppe stehen ja auch nicht auf AWMF.

Und jene Fachgesellschaften, die Leitlinien für MCS erbringen müssten, GHUP und DGAUM nämlich, schreiben an Leitlinien mit, deren Ziel es ist, MCS mittels Ausschlussdiagnostik aus dem Blickfeld zu nehmen.http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-001.html
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Beitragvon Twei » Mittwoch 29. August 2012, 16:40

Interessant Juliane,
es fragt sich nun, ob Behörden oder Seilschaften von Ärzten und Verbänden dahinter stecken könnten.... aber irgendwas stimmt hier nicht!


Behörden und Ärzte können den ICD 10: T 78.4 MCS auch umgehen, indem die Krankheitssymptome fehlinterpretiert werden wie z.B. in:


ICD 10: F 45.4 anhaltende somatoforme Schmerzstörung

psychogene Hyperosmie (Geruchsempfindlichkeit)
ICD 10: F 45.8V Sonstige somatoforme Störungen (Verdacht), R 43.1 Parosmie

Bruxismus (Zähneknirschen)
ICD 10: F 45.8 Sonstige somatoforme Störungen

Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und zwanghaften Zügen
ICD 10: F 61


Weitere Verschleierungsmöglichkeiten können hier nachgelesen werden "Was soll man davon halten?", siehe - viewtopic.php?t=16653

Desweiteren halte ich es für unverantwortlich, wenn "organische" bzw. "körperliche" Befunde bei einer psychiatrischen Begutachtung nicht hervorgehoben werden.

Diverse Allergien waren bewiesen,
bronchonale Hyperreagibilität ebenfalls,
Röntgenaufnahmen mit Wirbelsäulenfehlstellungen,
Fehlformung der Kniescheibe,

Bruxismus, rührt auch von "Verdauungsproblemen" bzw. "Blähungen" her,
Muskelverspannungen, von "Überbelastung" oder "Umweltgiften",
"Venenerweiterungen", auch im Enddarm, zeugen von "komplexen" körperlichen Zusammenhängen,

die eindeutig nichts mit psychischen Nachwirkungen aus der Kindheit, der Familie oder irgendsonstwas zu tun haben!


Und da müssen von Gutachtern, welche auch Ärzte sind und deshalb zum "Helfen" verpflichtet sind, falsche ICD-Codes gewählt werden (aber begründet) und ein riesiger Roman aus dem Leben eines Patienten fälschlich zusammengedichtet werden, nur - damit der Patient endlich in eine Verrentung gelangt, die jenem erstmals nach langem Streit eine gewisse Hilfe verspricht.

Und anschließend bekommt man die richtige MCS Diagnose ICD 10: T 78.4V (natürlich als V, damit man niemandem was anhaben kann) vom gleichen Arzt in die Hand gedrückt, was aber auf das Rentenverfahren kein Einfluss mehr haben kann ???

Ich denke mir, hinter einem solchen "Fachpsychiatrischen Gutachten" gehört ein doppel V, für
VV = VOLL VERDÄCHTIG

und für die Verantwortlichen, welche alles in die "Wege" geleitet haben, ebenfalls...
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Beitragvon Kira » Mittwoch 29. August 2012, 18:14

Auch Ärzte, Behördenmitarbeiter, Pschologen, Therapeuten etc. werden durch ihr Tun – und vor allem durch den Wunsch, daran zu verdienen – immer mehr zum Teil einer allgemeinen Funktionalisierungs- und Anpassungsmaschinerie, die in Gefahr steht, Menschen zu domestizieren.
Man nimmt es nicht nur mit der Wahrheit nicht so genau, nein man täuscht und trickst noch dazu. Schäbiger geht es nicht mehr. Ich frage was noch alles passieren muß.
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Beitragvon Silvia K. Müller » Mittwoch 29. August 2012, 19:00

"Ich frage was noch alles passieren muß."

Es passiert noch viel an Elend, wenn die Erkrankten nicht endlich aufstehen und sich wehren.
Erst wenn dass passiert, und zwar mit geeigneten Mitteln und laut genug, wird zurück gerudert.

Möglichkeiten gibt es, denkt nicht es wird ein anderer für uns richten.
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Beitragvon Twei » Donnerstag 30. August 2012, 16:58

Eine wichtige Möglichkeit ist die Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit.

Es muß verhindert werden, dass unwissende kranke Menschen von Medizinern untersucht werden, welche keine Ahnung von den Umweltkrankheiten wie z.B. MCS, CFS und EMS haben oder haben wollen.

Desweiteren sollten diese Krankheiten auch Bedingungslos anerkannt werden und zwar von jeder Behörde.

Gerade das Jobcenter und die Rentenkasse sowie der Amtsarzt sollten Umwelterkrankungen mehr in ihrem Blickfeld haben. Es kann nicht sein, dass kranke Menschen erstmal als "Arbeitsscheu" eingestuft werden.

In meinem Fall wurden alle Mediziner und demnach auch Behörden von meiner Krankengeschichte eingehendst informiert. Ich bin auf taube Ohren gestoßen.

"Sie sehen doch gesund aus, sie haben doch nichts"; "Ein junger starker Mensch könne doch nicht so früh die Rente einreichen, er solle doch noch für meine Rente einzahlen"; "Sie sind wohl ein Ökochonder und haben gestern was im Fernsehen gesehen".

Solche und ähnliche Sprüche mußte ich mir anhören und es wurden sogar medizinische Behandlungen abgelehnt und die Umweltmediziner, die ich aufsuchte, verwiesen auch immer zu einem Psychiater!
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Beitragvon Twei » Donnerstag 30. August 2012, 17:32

Letztendlich entschloss ich mich tatsächlich einmal zu einem Psychiater zu gehen, damit die Behörden sehen, dass ich mich um "Therapien" bemühe.
Denn jeder Umweltmediziner wollte mich nur behandeln, wenn ich mich zuvor in eine psychotherapeutische Behandlung begeben hätte.

Nach einigen Sitzung gab ich die psychotherapeutische Behandlung auf, da sie mir nichts gebracht hatte. Der Psychiater wollte mir immer Medikamente aufschwatzen, obwohl ich ihm immer wieder sagte, dass ich mit Medikamenten körperlich nicht klar komme.
Ebenfalls sagte mir der Psychiater, dass er für mich sonst nichts tun könnte, außer dass er meine Erzählungen protokolliert und spezifische Fragen stellen würde.

Diese Fragen waren auch vorwiegend zur Sexualität, Elterbeziehung, Kindheit, Mißhandlung usw.. Letztendlich kam mir das so vor, als wolle er mir laufend eine "verborgende" Mißhandlung nachweisen. Mir ging das fürchterlich auf die Nerven, wenn er permanent versuchte meinen Eltern "Fehlern" nach zu weisen.

Ebenfalls wiederholte sich der Psychiater laufend mit seinen Fragen und wußte selber nicht, was er mit mir anfangen sollte.
Weil der Weg dorthin auch sehr erschwerlich war und meine Gesundheit darunter litt, meldete ich mich ab.

Dieses wurde im späteren Gutachten von den Gutachtern wie folgt ausgelegt:

"Auf den Gedanken an mögliche psychische (Mit-)Ursachen seiner Beschwerden sei er erst spät gekommen. Anfang .... habe er deshalb .. psychotherapeutische Sitzungen.... wahrgenommen."
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Beitragvon Clarissa » Donnerstag 30. August 2012, 18:50

ach ja die psychofraktion, immer wieder niedlich mit an zu sehen wie die ticken. die ganzen fragen zu sexualität, eltern, familie sind standard. egal was immer du da auch sagst oder sogar die aussage verweigerst, es ist immer das falsche und spielt in ihre hände und schon drehen sie dir die worte im mund um und packen noch eine gehörige portion fantasie mit schneegestöber dazu und dann schreiben sie die tollsten diagnosen, stellungnahmen uvam.

ich habe bei so einem typen mal kpl. dicht gemacht und gar nichts gesagt, was der alles daraus gemacht hat, einfach toll.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Twei » Donnerstag 30. August 2012, 18:59

Was ich den Ärzten ebenfalls immer mitteilte ist folgendes und teilweise auch im Gutachten enthalten:

- im Grundschulalter mußte ich 2 mal zu je 6 Wochen zur Kur wegen Bronchitis und mehrfachen Lungenentzündungen,

- zu jenem Zeitpunkt vertrug ich schon kein Haarspray und einige Parfüms, weshalb für mich ein Gang zum Friseure sehr anstrengend war,

- häufig mußte ich Penicillin und später auch Antibiotika einnehmen; ersteres hörte auf zu wirken, (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- im 11. Lebensjahr wurde unsere Wohnung mit Holz verkleidet und mit Holzschutzmittel (Lindan) imprägniert, mein Bett ebenfalls, alle Zimmerpflanzen starben auf unerklärliche Weise innerhalb von einem Jahr, seitdem litt ich unter leichtem Dauerschnupfen und häufigem Augenbrennen (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- im 12. Lebensjahr manifestierte sich ein Heuschnupfen, eine 2 jährige Desensibilisierung schlug fehl,

- in der 5. Klasse zogen wir um in einen Schulneubau an dem noch gebaut wurde. Ich litt besonders bei Hitze und mußte immer in Fensternähe sitzen, meine Augen brannten und stetige Müdigkeit war vorhanden, (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- seit dieser Zeit litt ich auch besonders unter den Parfüms und Hygieneartikeln meiner Mitschüler und reagierte mit Augenbrennen, Müdigkeit, Schnupfen und Niesen,

- nach und nach erhielt ich von einigen Waschmitteln Hautausschlag und die Marke mußte gewechselt werden, (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- wegen Akne wurde mir Antibiotika und Cortison verabreicht, (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- meinen ersten gelernten Beruf mußte ich wegen der "Vergußmittel", Lösungsmittel und Klebstoffe aus gesundheitlichen Gründen aufgeben,

- in einem anderen Beruf wurde ich indirekt wieder starken Lösungsmitteln, Kunstoffspritzsgußdämpfen und sonstigen Chemikalien ausgesetzt (wurde im Gutachten nicht vermerkt!) - aber dass unter diesem Beruf ein "Venenleiden", Schlafstörungen und körperliche Schmerzen begannen,

- seit dieser Zeit mußte ich für ca. 3 Jahre dauerhaft Schleim ausspucken (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- ich konnte seitdem nur noch sensitive Waschmittel verwenden,

- eine spätere Umschulung brachte mich mit vielen Menschen zusammen, die mir mit ihren Duftstoffen, Waschmitteln und Hygieneartikeln schwer zusetzten - auch dieser Beruf konnte nicht mehr ausgeübt werden - die Muskelschmerzen und Skelettschmerzen wurden chronisch,

- ich zog in eine Altbauwohnung mit frisch verlegtem PVC-Boden (geleimt), Holzspanplatten als Fußboden und für die Decken, Nachtspeicherheizung, (wurde im Gutachten nicht vermerkt!) obwohl ich ihnen auch mitteilte, dass ich schon mal in jüngeren Jahren eine solche Wohnung hatte und ich dort auch sehr unter den Ausdünstungen litt,

- 6 Jahre lang wurden die Beschwerden immer schlimmer, konnte auch wegen zig körperlichen Einschränkungen keine Arbeitsstelle finden, eine REHA - Arbeitsbelastungsprobe schlug ebenfalls fehl, ich litt unter kontinuierlichen Schmerzen,

- ich mußte in eine jahrelange Schmerztherapie gehen, welche mir erst einmal Abhilfe verschuf, jedoch reagierte ich plötzlich neben der ganzen Duftstoffe der anderen Patienten auch auf die Desinfektionsmittel, so konnte man mir nur noch "ohne" die Infusion verabreichen, (wurde im Gutachten nicht vermerkt!)

- ich vertrug die chemischen Gerüche meiner Nachbarn nicht mehr, draußen nicht mehr, die Beschwerden weiteten sich so aus, dass ich überhaupt keine Waschmittel und Hygieneartikel mehr vertrug, alle Möbel und deren Inhalte mußte ich beseitigen usw..

- ein Allergietest ergab zig weitere Allergien, die fortan mit zu meinem Leben gehörten,

- ein anderer Allergietest gab nur den Heuschnupfen und Roggen an, die Allergieteste begannen sich zu unterschiedlichen Jahreszeiten zu widersprechen,

- und: ...weitere Befunde hatte ich teilweise schon in vorherigen Posts angeben und meinen ganzen Lebenslauf und jede Reaktion von mir auf die zig verschiedenen Auslösern, möchte ich jetzt hier nicht eingehen, ist aber in anderen Threads teilweise vermerkt.


Schlußsatz:

Diese umfangreichen Angaben sind auch den maßgebenden Ärzten bekannt gewesen, sowie den Behörden. Ein Psychiater hätte meiner Meinung nach erst gar nicht konsultiert werden dürfen. Es liegt ein Abschieben eines hilfesuchenden Patienten vor bzw. das Abwälzen eines Problemfalles. Dadurch wurde mein Krankheitszustand dauerhaft verschlechtert.

Und die BEURTEILUNGEN in den Gutachten spiegeln nicht die tatsächliche Erkrankung wieder als auch der Urteilsspruch der Gerichte.

Ich wurde überrumpelt... eingeschüchtert... und indirekt ruhiggestellt mittels der "Zuweisung" einer medizinisch begründeten "Arbeitsunfähigkeit"...
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Beitragvon Twei » Freitag 31. August 2012, 00:41

@ Clarissa

...schon drehen sie dir die worte im mund um und packen noch eine gehörige portion fantasie mit schneegestöber dazu und dann schreiben sie die tollsten diagnosen, stellungnahmen uvam.


Ja - ganz genau - obwohl ich noch an einen Psychiater geraten bin, welcher es aus seiner Sicht gut mit mir meinte. Seine letztendlichen Beantwortungen der 10 Fragen bezüglich meiner Arbeitsfähigkeit und der Rehabilitierungsmöglichkeiten, waren vorwiegend korrekt.

Allerdings blieb zum Ende eine mehrfache "Werbung" für seinen "Kollegenstand" nicht aus, was für Umwelterkrankte eine gefährliche Konsequenz bedeutet:
...Aus fachpsychiatrischer Sicht ist begründet davon auszugehen, dass die vorliegenden Leistungseinbußen ...durch eine adäquate Psychotherapie ... innerhalb von 2 Jahren wesentlich gebessert werden könnten.
... empfehle ich eine Nachbegutachtung in etwa 2 Jahren...



Wie diese Behandlung auszusehen hat, wurde im Vorfeld unter "Prognose" definiert:

- alle seine festgestellten psychischen Störungen sind grundsätzlich behandelbar,

- empfohlen wird eine Verhaltenstherapie

- eine ambulante Psychotherapie sollte erst nach stationären Therapie erfolgen, da die Komplexität und Chronifizierung der psychischen Erkrankung und die Einsichtsfähigkeit den Therapieerfolg gefährden,

- deshalb eine stationäre Psychotherapie in einem multimodalen verhaltensmedizinischen Setting zur Förderung des Krankheitsverständnisses und der Therapiemotivation, spezialisiert auf psychosomatische Störungen sowie chronischer Schmerzstörungen,

- ABER die Intoleranz der Duftstoffe in einer solchen Klinik stehen dem vorerst im Wege,

- darum sollte trotzdem unbedingt eine ambulante Psychotherapie mit "vorbereitenden Charakter", aber für eine stationäre Klinikbehandlung, unterstützt werden.

_____________________________________________________________________________________________________


MCS mitunter als psychische Riechstörung und Schmerzstörung (trotz Skelettschädigungen) als auch "Verhaltensstörungen" fehlzudiagnostizieren und dann noch zu behaupten, dass man jene Krankheitsprobleme mit einer Psychotherapie innerhalb von 2 Jahren wesentlich verbessern könnte, halte ich für eine fatale Fehleinschätzung (Begünstigung einer Körperverletzung), siehe "MCS-Patienten hilft der Psycho-Trip nicht weiter" - viewtopic.php?t=17757

und siehe - http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... ivity-mcs/

sowie - http://www.csn-deutschland.de/blog/2009 ... risierung/
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Beitragvon nicki2012 » Sonntag 2. September 2012, 18:20

@ Twei , glückwunsch das du bei all den mist so ruhig geblieben bist!!!!!
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Beitragvon Kira » Sonntag 2. September 2012, 18:28

@All,
ich würde mir wünschen, das noch mehrere von euch den Mut haben und auch über ihre Erlebnisse hier berichten würden.
Das sind nun einmal Fakten, sie sollten an die Öffentlichkeit. Schweigt nicht mehr länger, habt Mut und legt endlich los!!
Wehrt euch, werdet laut .... nur gemeinsam sind wir stark und können was erreichen.
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Beitragvon nicki2012 » Sonntag 2. September 2012, 20:02

@ Kira
Da gebe ich dir recht! Aber erreichen wir was wenn wir es hier nur schreiben?
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Beitragvon Melville » Sonntag 2. September 2012, 20:09

Es liegt an Dir Nicki, ob Du nur schreibst, oder Dich auch sonst aktiv an Aufklärung und Aktionen beteiligst.
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Beitragvon nicki2012 » Sonntag 2. September 2012, 21:58

Ich versuche es, da ich selber in der Medizin gearbeitet habe und es unfair finde das andere mit Krankheiten die in meinen Augen zwar schlimm aber nicht so schlimm ist! Besser unterstütz werden!!!!!!
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Beitragvon Kira » Montag 3. September 2012, 07:20

@Mel,
danke;0)

@ Kira
Da gebe ich dir recht! Aber erreichen wir was wenn wir es hier nur schreiben?

@nicki2012,
trau dich und danke für deinen Mut.
Mel hat dir es ja schon gesagt!!
Viele toxisch Geschädigte sind doch durch ähnliche Erlebnisse total eingeschüchtert, mutlos und ausgebremst .... das MUSS sich ändern. Internet ist mächtig und auch solch ein Thread wird gelesen, verlass dich drauf.
Viele haben vielleicht echt kaum Kraft genug um zu posten ..... aber es sind ganz wichtige Bausteine, um gerade diese an uns begangene Ungerechtigkeit an den Pranger zu stellen - die Frage aufzuwerfen: "Haben die Verantwortlichen das Recht dazu?"
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Beitragvon Leckermäulchen » Montag 3. September 2012, 08:40

Ich weiß nun nicht, ob dies hier der richtige Strang ist, da die Diagnostik ja korrekt ist, ich also nicht in der direkten Kommunikation verunglimpft wurde, sondern die unerlässliche Kommunikation blieb konsequent aus und ich wurde durch eine meiner Diagnose diametral entgegengesetzte „Be“-handlung zu dem gemacht, was ich heute bin.

Meine Diagnostik-Erlebnisse hatte ich schon einmal hier in einem anderen Strang gepostet. Dürfte schon weit über ein Jahr, vielleicht auch mehr als zwei Jahre her sein. Leider wurde das offline genommen. Nicht ich habe also geschwiegen.

Es handelte sich bei dem Behandler um jemand mit ganzheitlich-biologischem Anspruch und entsprechendem Praxisschild, der öffentlich auch demgemäß korrekt redet und Vorträge hält, also nur zu genau weiß, wovon er spricht, nicht zuletzt, da er auch mit über 15 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet auftrumpft.

Im Einzelfall geht er jedoch mit Patienten (damals mit mir und ich habe mittlerweile ein weiteres sehr erbostes Opfer persönlich kennen gelernt!) den genau umgekehrten Weg. Denn was er dabei zu beachten hat (vorgelegte Atteste und weitere relevante Bescheinigungen), umgeht er mit härtester Konsequenz hinterhältig, perfide und ignorant, was man zunächst ja nicht ahnt und, da unter Betäubung, auch nicht spürt. Er verweigert sich aber, während sein Tun absehbar geworden ist, jeglicher zielführender Kommunikation sowohl mündlich als auch schriftlich und weiß allzu genau, dass er vom System gestützt wird. Alle meine jahrelangen Anstrengungen nämlich, ihn am Kragen zu packen, sind in Leere gelaufen.

Bevor er diese unselige Vergiftungs-Behandlung bei mir anfing, war ich fit wie ein Turnschuh (zuvor auch jahrelang, wenn man von kurzen abstellbaren Episoden absieht). Er hat mir ein jahrelanges Siechtum aufgezwungen. Dadurch bin ich jetzt auf Dauer dermaßen eingeschränkt und behindert, dass ich nicht mehr in der Lage bin bestimmte einfachste und wirklich notwendige Dinge zu tun bzw. zu erledigen.

Solch einen „Umweltmediziner“ an den Pranger zu stellen, da stellt sich das System auch in allen Bereichen quer, um es zu verunmöglichen, ist meine jahrelange Erfahrung. Da nehmen also die Diagnostik-Erlebnisse den falschen Weg nicht direkt, was schon bösartig ist, sondern indirekt, was m. E. noch viel bösartiger ist, da es dem Mediziner in diesem Lande viel mehr Möglichkeiten der Gegenwehr lässt, sollte man Schritte dagegen unternehmen wollen.
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Beitragvon Twei » Montag 3. September 2012, 19:15

Bei einer psychometrischen Untersuchung mit Fragebögen (siehe erstere Posts) gibt selbst ein Psychiater in seinen Gutachten den Hinweis, dass die Ergebnisse mit Vorbehalten zu werten sind, weil:

- die Daten durch Selbstauskunft des Patienten erfasst werden,

- die persönlichen Eigenschaften selbst verfälscht dargestellt werden können,
z.B. durch eine geringere Motivation oder Misstrauen...

- die Übertreibung der Symptome (Aggravationstendenz),
z.B. zur Erschleichung eines Vorteils.
______________________________________________________________________________________________

Die Items bzw. Werte, die am Ende der Tests erhoben werden, geben auf vorgegebenen Skalen eine Richtungsweisung an, ob nun z.B. folgende Persönlichkeit als auch Krankheiten in welchem Maße vorliegen könnten.

Es wird also der Mensch über einen Kamm geschert. Mit dem intimen Lebenslauf und den persönlichen Erzählungen des Patienten wird eine Geschichte zusammengedichtet.

Und da ist es meiner Meinung nach wichtig, auf welchen Psychiater man stößt.
Denn dessen Charakter und Verfassung, ist mit ausschlaggebend für die Auslegung bzw. Aussagen des Gutachtens.

Meine Erfahrung zeigt mir aber auf, dass es letztendlich nur "schlechte" (halbwahre) bis "sehr schlechte" (unwahre) psychiatrische Gutachten für Umwelterkrankte geben kann, - weil ein Psychiater psychisch Gesunde Menschen zu beurteilen hat, aber die Fragebögen so ausgelegt sind, dass eine psychische Krankheit zu erfassen ist.

Dieses geschieht vermutlich nicht aus Absicht, sondern weil jeder Mensch seinen persönlichen Charakter und entsprechenden Eigenschaften besitzt, die grundsätzlich nicht in Norm-Fragebögen passen.

Ebenfalls werden sozialer Status, Sprachgebrauch, wohngeographische Umgangsformen und Lebenserfahrungen ebenfalls unterschiedliche Testergebnisse hervorrufen, ohne dass ein Mensch deshalb psychisch Krank sein muß, jedoch aber die Testergebnisse als auch die persönliche Meinung des Psychiaters eine andere aufweisen können.

Demnach findet meiner Meinung nach nicht nur eine Psychiatrisierung statt, sondern auch eine äußerst fragwürdig medizinisch erlaubte Diskriminierung.


Ja - der Psychiater ist wohl Kassenpatienten und unerfahrenen Umwelterkrankten auferlegt. Das sollte aber so nicht sein! Deshalb schrieb ich für Euch diese Zeilen.
Ich wünsche mir, dass andere, die ihren Weg noch vor sich haben, dass sie Ausweichmöglichkeiten finden, ihren Weg zur "Anerkennung" verkürzen können, entsprechende MCS-Dokumente benutzen und mit Aufklärung leisten, damit "Unerfahrene" rechtzeitig von MCS, CFS und EMS erfahren und sich wappnen können.

Ebenfalls brachte mir das Niederschreiben sehr viel. Es ist mir eine Genugtuung und ich möchte andere damit anregen, von ihren leichten bis schweren "Diskriminierungen" zu berichten.

Die Öffentlichkeit liest mit und schweigen ändert nichts...

mfg Twei


Ps: Jener Blog hier, paßt auch noch recht gut zu diesem Thema, siehe - http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... ltmedizin/
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Beitragvon Kira » Dienstag 4. September 2012, 09:43

Im Streit zwischen K.-kassen und den Ärzten fällt mir folgendes Zitat besonders auf:
"«Wir suchen verzweifelt nach einer Lösung»,..... und äußerte Unmut über die Kassen: «Wir fühlen uns zunehmend von unserem Vertragspartner diffamiert und angegriffen.» Die Krankenkassen verunglimpften den Berufsstand der Ärzte, sagte Köhler (Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung) "
http://www.zeit.de/news/2012-09/04/gesu ... t-04095404

Was ist mit den Patienten????
Auch wir, Opfer der Chemieindustrie, suchen verzweifelt nach einer Lösung (Anerkennung und Umsetzung unserer Rechte).
Wir werden seit über 30 Jahren in Deutschland diffamiert und angegriffen (in allen Sparten).
Toxisch Geschädigte werden verunglimpft,diffamiert, diskriminiert, psychiatrisiert,der Menschenwürde beraubt und, und ......
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Beitragvon Hannibal64 » Dienstag 18. September 2012, 12:06

Im Streit zwischen K.-kassen und den Ärzten fällt mir folgendes Zitat besonders auf:
\\\"«Wir suchen verzweifelt nach einer Lösung»,.....


bei mir hat man jetzt eine Lösung gefunden....

nach einem psychiatrischen Gutachten wurde fesgestellt, dass ich vmtl. keine psychischen Probleme habe. wenn dann wären die \\\"erfolgsbedingt\\\". soll heißen, bis zur vermeintlichen Erkrankung ist alles zu gut gelaufen. ganz neue These...

so, da es die Psyche eben nicht ist, es MCS aber irgendwie offiziell nicht gibt, ich \\\"nicht blass und schwach aussehe\\\", bin ich jetzt ein Hypochonder bzw. Simulant wg. Erschleichung einer Rente\\\". mit dem verbalen Nachsatz \\\"Rentenbegehren kann auch Erkrankungen auslösen\\\"...

herrlich, das alles...


- Editiert von Hannibal64 am 18.09.2012, 13:07 -
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Beitragvon Alex » Dienstag 18. September 2012, 13:07

Leg Beschwerde ein Hannibal.

MCS ist anerkannt - ICD-10 T78.4
Nimm die Artikel von Dr. Merz pick Dir die Facts raus und stell die Nichtswisser bloß. Nicht schweigen!!!
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Beitragvon Hannibal64 » Montag 24. September 2012, 16:23

Leg Beschwerde ein Hannibal.

MCS ist anerkannt - ICD-10 T78.4
Nimm die Artikel von Dr. Merz pick Dir die Facts raus und stell die Nichtswisser bloß. Nicht schweigen!!!


bin doch schon vor Gericht. die verzapfen den Unsinn mit ihren Gutachtern ja. der eine sagt, kann nichts finden (Internist), der andere psychisch ist es auch nicht. und Arztbefunde werden einfach mal ignoriert, weil s.o., also Simulant.

wehren könnte man sich nur, mit Gegengutachten, die viel Geld kosten, was ich nicht mehr habe. und dann? dann biste am Ende. wenn du dann sowieso aufgrund anderer Erkrankungen nicht mehr lange hast, lässt die Kraft auch nach...das ist, zumindest je nach Richter und Region, ein Kampf gegen Windmühlen.
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Beitragvon Juliane » Montag 24. September 2012, 16:38

MCS ist durchaus kein Einzelfall wenn es darum geht Krankheiten zu psychopathologisieren

schaut euch mal die Videos an, leider nur noch auf youtube und nicht mehr beim swr:

viewtopic.php?t=18497
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Diagnostik - Erlebnisse zu MCS

Beitragvon Miss Excel » Montag 15. Oktober 2012, 10:05

ach ja die psychofraktion, immer wieder niedlich mit an zu sehen wie die ticken. die ganzen fragen zu sexualität, eltern, familie sind standard. egal was immer du da auch sagst oder sogar die aussage verweigerst, es ist immer das falsche und spielt in ihre hände und schon drehen sie dir die worte im mund um und packen noch eine gehörige portion fantasie mit schneegestöber dazu und dann schreiben sie die tollsten diagnosen, stellungnahmen uvam.


Mein Gutachter hat in seinem Gutachten mein Sexualleben - ich sag mal - ausgebreitet. Also wie oft ich Sex habe. Ich weiß überhaupt nicht, was das die DRV angehen soll und was das mit MCS zu tun hat. Fühle mich gedemütigt, weil etwas so privates nun öffentlich ist.

Ich habe ihn gefragt, wozu er das ins Gutachten schreiben will. Er meinte, weil man bei MCS auch seelische Hintergründe berücksichtigen muss.

Was soll ich dazu sagen, es ist, wie Clarissa schreibt. Hätte ich mich dagegen gewehrt und darauf bestanden, dass er das weglässt, wäre es mir zum Nachteil ausgelegt worden.

Ebenso die körperliche Untersuchung... Er meinte von sich aus, ich könnte sie ablehnen, weil ich mich immerhin vor ihm, einem Neurologen, bis auf die Unterwäsche ausziehen müsste. Ja, und? Hätte ich abgelehnt, hätt er mir ebenso einen Strick draus drehen können.

Wir sind doch den Gutachtern völlig ausgeliefert. Wehren wir uns, sieht unser Gutachten definitiv ungünstig für uns aus. Wehren wir uns nicht, haben wir eine Chance von 50:50.
- Editiert von Miss Excel am 15.10.2012, 11:07 -
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Beitragvon Kira » Montag 15. Oktober 2012, 11:42

Wir sind doch den Gutachtern völlig ausgeliefert. Wehren wir uns, sieht unser Gutachten definitiv ungünstig für uns aus. Wehren wir uns nicht, haben wir eine Chance von 50:50.

Antwort:
NEIN wir sind ihnen nicht ausgeliefert!! Habe den Mut und wehre dich gegen solch eine Behandlung, solch ein Gutachten solltest du nicht auf dir sitzen lassen.
Lese mal hier alles, auch die Kommentare:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... sche-spur/
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Beitragvon Maus 22 » Montag 15. Oktober 2012, 11:58

Ich war 2009 zu Dr. Brüning als Gutachter eingeladen worden und hatte auch mit ihm den Termin. Doch Dr. Brüning war überhaupt nicht im Haus und ein anderer Arzt untersuchte mich und nahm mir das Blut ab. Er war mir sehr unsympatisch und liess auch dreckt die sterile Nadel vor der Blutabnahme auf den Tisch fallen bevor sie dann in meinem Arm verschwand. Als ich plötzlich mitbekam wie eine Krankenschwester den Arzt mit einem anderem Namen ansprach.
"Was, sie sind gar nicht Dr. Brüning," fragte ich. Nein, aber er hätte den Auftrag von Dr. Brüning mich zu Untersuchen und sich mit mir zu Unterhalten. "Ja, ok. Die Laborergebnisse können sie dann auch benutzen, das Gespräch findet dann an einem anderem Tag mit Dr. Brüning statt. Mit Dr. Brüning war der Termin ausgemacht und nicht mit Ihnen. Das Vertrauensverhältnis ist gestört, da sie mir vorgegaukelt haben ein anderer zu sein."
Später stand in dem Bericht von Dr. Brüning, ein Vertrauensverhältnis zu dem Arzt am Untersuchungstag konnte nicht aufgebaut werden, darum fand das Gespräch mit Dr. Brüning an einem anderem Tag statt.

Also zum Nachteil wurde es mir nicht ausgelegt. Nur musste ja iwie begründet werden, warum ich 2 mal beim Gutachter war.
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Diagnostik - Erlebnisse zu MCS

Beitragvon Twei » Sonntag 21. Oktober 2012, 20:03

Dr. Tino Merz schreibt zu Hyperreagibilität:
Archiv des Autors: Dr. Merz

Hyperreagibilität – Fehldiagnose und VersmedV
Publiziert am 8. Oktober 2012 von Dr. Merz
Hyperreagibilität des Bronchialsystems (HRB) ist oft Folge von Chemiebelastung in der Luft, besonders dann, wenn die Stoffe immunschädigend sind. Es ist eine Immunkrankheit – keine Lungenkrankheit. Atemnot (Obruktion, eng werden) tritt dann schon bei geringer Luftbelastung auf - ggf. verstärkt bei … Weiterlesen...
siehe zum Weiterlesen - http://www.blog.dr-merz.com/?p=261
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _

(Dieser Artikel wird erwähnt wegen dem 1.Post im Thread vom 28.08.2012, 22:23:29)!
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Re: Diagnostik - Erlebnisse zu MCS

Beitragvon Kira » Sonntag 25. Januar 2015, 10:30

aus
Lexikon der Psychiatriekritik

von Dr. Hans Ulrich Gresch


Psychosomatische Störungen


Prolog: Alles psychisch?

Ein Mensch zum Arzt, er hat dies oder das. Der Doktor untersucht ihn. Er sagt, er könne so recht nichts finden, was für dies oder das verantwortlich sei. Doch so schnell gibt er sich nicht geschlagen. Wenn der Arzt nicht mit bloßem Auge sehen oder mit den Händen ertasten kann, was dem Menschen fehlt, so ist er heutzutage noch lange nicht aufgeschmissen. Moderne medizinische Apparaturen und Labore helfen ihm herauszufinden, worunter sein Patient leidet und woran es liegt.

Allein, nicht immer. Der Mensch kommt zum zweiten Termin, um die Ergebnisse der aufwändigen Tests und Durchleuchtungen zu erfahren, doch der Doktor zuckt nur mit den Schultern, nichts gefunden! Der Mensch schaut ihn ratlos an. So etwas hat der Arzt nicht gern. Niemand soll ratlos seine Praxis verlassen, unter dies und das leidend - ratlos nach wie vor, ohne eine Erklärung seines misslichen Befindens - auch wenn der Doktor mit seinem kleinen Mediziner-Latinum am Ende ist.

Also rückt sich der Mediziner hinter seinem Schreibtisch zurecht, nimmt eine aufrechte, stramme Positur ein, blickt seinem Patienten zugleich milde und streng ins Auge und spricht also: Es könnte etwas Psychisches sein.

Dies wird und muss auch dem Patienten einleuchten:
•Wenn weder der erfahrener Arzt, noch die modernen Apparaturen und Labore Licht ins Dunkel von diesem oder jenem, was den Menschen plagt, zu bringen vermochten,
•was denn, wenn nicht der ureigentliche Mensch, also seine Psyche, sollten wohl dafür verantwortlich sein, dass es ihm schlecht geht.

Und der Doktor hat ja auch nicht ewig Zeit. Also, Mensch, nimm den schwarzen Peter und gib wenigstens bis zur Chronifizierung Ruhe!

Fakten und Fiktionen ...

http://lexikon.ppsk.de/lexikon/krankhei ... stoerungen
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