Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet wird

Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet wird

Beitragvon Maus 22 » Mittwoch 4. Dezember 2013, 23:19

LSG Baden-Württemberg, 21.06.2013 - L 1 U 3109/11

http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=17066

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Der Arbeits- und Umweltmediziner Prof. Dr. Dr. K. hat in einem am 28.03.2013 für das LSG erstellten Gutachten den Standpunkt der Beklagten gestützt. Bei dem Kläger bestünden ein Multiple Chemical Sensitivity (MCS)-Syndrom ICD-10 F 59, eine somatoforme autonome Funktionsstörung mit Angioödem und Kribbelparästhesien ICD-10 F 45.3 und eine craniomandibuläre Dysfunktion. In der Verursachung dieser Diagnosen komme der beruflichen Tätigkeit des Klägers als Maler und Lackierer keine überragende Bedeutung zu; vielmehr sei die Ursache in der Person des Versicherten zu sehen. Die beruflichen Einwirkungen hätten auch nicht die Bedeutung einer wesentlichen Mitursache. Weder die Voraussetzungen einer BK 1303 oder 1317 noch diejenigen einer Wie-BK nach § 9 Abs. 2 SGB VII seien erfüllt.
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Ich bin entsetzt :o
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Maus 22 » Mittwoch 4. Dezember 2013, 23:43

Ich war heute wegen eines Erörterungstermins vor Gericht.
nachdem ich der Richterin den Stand der Wissenschaft der US-Behörde NRC erklärt habe, ihr erklärt habe, dass die MAK-Kommission nichts anderes aussagt, das MCS nach der WHO in T 78.4 eingeordnet sei und ich ihr von der Liste der sensibilisierenden Arbeitsstoffe berichtet habe, unterbrach sie meinen Redeschwall.
"Frau ... Ich habe hier ein neues Urteil (siehe oben) und ich kann deshalb ihre MCS nicht als Wie-BK anerkennen. Der Stand der Wissenschaft zählt in diesem Falle nicht.!!!!!! :shock:
Ich muss mich an die letzte Entscheidung richten, und hier wurde die MCS nicht anerkannt. "
Sie gab meinem Anwalt das Urteil. Hätte ich das im Gericht gesehen, ich glaube, da wären Tische und Stühle geflogen. Hatte ich nicht zuvor noch erwähnt, das MCS nach der WHO in T 78.4 eingeordnet ist weder psychisch noch somatisch ????? Doch das hatte ich !!!!!
"Eine BK nach 1102 wäre nach dem Gutachten von Dr. ... wohl kein Problem" (das hatte ich überhaupt nicht beantragt/beklagt, allesdings hatte der Gutachter eine Quecksilbervergiftung festgestellt.). Ziehen sie ihren Widerspruch bezüglich MCS als Wie-BK zurück und die BG wird dazu verpflichtet ihren Fall auf BK11022 erneut zu überprüfen."
Nach langem überlegen, (ich hatte ja in das oben genannte Urteil nicht geschaut) hab ich gesagt, nicht nur BK1102 sondern dann auch BK1317. Zuvor habe ich der Richterin allerdings noch das Konsensuspapier der Europeam gezeigt, dass dieses ziemlich neu ist. Sie hat das Datum verglichen mit dem Datum vom Urteil und gesagt, dass das urteil nach dem Konsensuspapier gefällt worden ist und dann gemeint, ich hätte mit MCS "jetzt" noch keine Chance - in 10 Jahren aber vielleicht schon.
Da auch mein Anwalt die Rücknahme meines Widerspruchs empfahl, willigte ich schließlich ein.
Nun muss die BG entscheiden, ob ich BK 1102 und BK 1317 habe.

Ich bin stinke sauer. Aber auf mich selber. Morgen ruf ich meinen Anwalt an. Mal sehen, was man noch machen kann.
Schließlich hat der obrige Fall überhaupt nichts mit meiner Diagnose zu tun, denn meine MCS ist nicht eine F-Diagnose sondern eine T-Diagnose Vergiftung, äußere Verletzung.
Zudem hat der Maler keine festgestellte Vergiftung woher die MCS resultieren könnte. Diese Fälle kann man nicht miteinander vergleichen empfinde ich.
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Maus 22 » Mittwoch 4. Dezember 2013, 23:57

Ach, ich hab noch was vergessen.
Also, Die US-Behörde National Research Counsil (NRC) die für den Stand der Wissenschaft , weltweit, zuständig ist, ist nicht für Deutschland zuständig.
Ebenso ist die Europeam (Europäische Fachgesellschaft) fürs Ausland zuständig und nicht für uns. Die WHO (World Human Organisation)(wie der Name schon sagt, "Welt" ) ist ebenso nicht für Deutschland zuständig. Ich müsste schon den deutschen Stand der Wissenschaft belegen. Ausländische Behörden und Gesellschaften sind für Deutschland nicht zuständig.

Da hat es mir zuerst die Sprache verschlagen und dann hab ich gefragt, ob Deutschland nicht ein Teil von Europa und ein Teil von der Welt ist. Das war der Richterin dann wohl auch zu doof und sie ging darüber hinweg, ich sollte sie nicht unterbrechen. Ich glaube, ich frage mal unsere Angelika Merkel und den neuen Gesundheitsminister, wo jetzt genau Deutschland liegt. :evil:
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon The Passenger » Dienstag 10. Dezember 2013, 07:05

Absurd :o und das nennt sich Rechtsstaat. Nun, dass was Frau Richterin da verzapft, erklärt so einiges. Was sagt der Anwalt dazu und was hast du jetzt vor?

Allerdings drängt sich mir da die Frage auf, wenn die WHO für Deutschland nicht zuständig ist, wiso wird dann auch hirzulande der ICD10 -Code auf jedem Rezept und auf jeder Krankschreibung verwand, der ja eine ureigene WHO-Erfindung ist?
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon PappaJo » Donnerstag 12. Dezember 2013, 22:15

Das ist doch ganz einfach! Deutschland ist ein TEIL von Bayer und Pfizer und deren Schergen! An den Grenzen werden ja auch demnächst neue Schilder installiert, mit einem ähnlichen Wortlaut wie: "Herzlich Willkommen - Sie betreten gerade das Betriebsgelände der Bayerwerke! Betreten auf eigene Gefahr & Eltern haften für Ihre Kinder!" :lol: :lol: :lol:

Man könnte so einem Richter auch Befangenheit unterstellen oder per se die Korruption! Meint Ihr denn da findet man nichts? OK, ist auch immer die Frage wer da sucht...von welchem Verein...auf welcher Lohnliste...usw.

Die Mafia in Italien finde ich aber viel ehrlicher, denn die verstecken sich ja nicht, die kennt jeder und jeder weis das es sie gibt. Hier auf unserem Betriebsgelände darf man nicht drüber reden, steht wohl auch so in der Hausordnung...ähhmm...Betriebsordung. :roll:
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Hannibal64 » Freitag 13. Dezember 2013, 02:11

The Passenger hat geschrieben:Absurd :o und das nennt sich Rechtsstaat. Nun, dass was Frau Richterin da verzapft, erklärt so einiges. Was sagt der Anwalt dazu und was hast du jetzt vor?

Allerdings drängt sich mir da die Frage auf, wenn die WHO für Deutschland nicht zuständig ist, wiso wird dann auch hirzulande der ICD10 -Code auf jedem Rezept und auf jeder Krankschreibung verwand, der ja eine ureigene WHO-Erfindung ist?


wenn man genau liest, wird man feststellen, dass nicht die Legitimität der Krankheit MCS an sich angzweifelt wird, sondern in dem konkreten Fall die Anerkennung als Berufskrankheit. das ist immer sehr schwierig.

die BGs erkennen so gut wie nichts an. da kannste in einem AKW kalte Brennstäbe putzen und hast Leukämie, gibts für die da trotzdem keinen Zusammenhang.

das sagt aber nichts darüber aus, dass MCS in anderen Sozialgerichtsverfahren (z.B. SB oder Rente) nicht anerkannt würde. die Praxis zeigt ja, es wird, wenn auch selten.
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Moritz » Freitag 27. Dezember 2013, 20:19

Soo ist es. Aus dem Grund habe ich meinen BG Fall aufgegeben. Nur den Gerichtsfall nicht das Kämpfen um MCS.
Es ist Korruption und Falschheit die bei den Gerichten gegen Berufserkrankte spricht. Nichts anderes.
Denn es ist schon auffällig wenn die BG Leute nach dem Gerichtstermin mit der Richterin ins Kämmerchen verschwinden und über eine
Stunde lang nicht rauskommen.
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Clarissa » Freitag 27. Dezember 2013, 20:46

Maus 22 hat geschrieben:LSG Baden-Württemberg, 21.06.2013 - L 1 U 3109/11

http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=17066

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31

Der Arbeits- und Umweltmediziner Prof. Dr. Dr. K. hat in einem am 28.03.2013 für das LSG erstellten Gutachten den Standpunkt der Beklagten gestützt. Bei dem Kläger bestünden ein Multiple Chemical Sensitivity (MCS)-Syndrom ICD-10 F 59, eine somatoforme autonome Funktionsstörung mit Angioödem und Kribbelparästhesien ICD-10 F 45.3 und eine craniomandibuläre Dysfunktion. In der Verursachung dieser Diagnosen komme der beruflichen Tätigkeit des Klägers als Maler und Lackierer keine überragende Bedeutung zu; vielmehr sei die Ursache in der Person des Versicherten zu sehen. Die beruflichen Einwirkungen hätten auch nicht die Bedeutung einer wesentlichen Mitursache. Weder die Voraussetzungen einer BK 1303 oder 1317 noch diejenigen einer Wie-BK nach § 9 Abs. 2 SGB VII seien erfüllt.



Ich bin entsetzt :o
Diese Pappnase soll mir mal doch im Thesaurus zeigen wo er da denn MCS in der F-Kiste findet, sollte er wirklich lesen können und der deutschen Sprache mächtig sein findet er MCS nur und wirklich nur in der T-Kiste, ich habe es kontrolliert und wenn er MCS in der F findet soll er es mir bitte belegen, vielleicht hat er ja ein Plagiat ICD10GM Exemplar (Made in China) So etwas dreistes habe ich noch nicht gehört, dem hätte ich vor Ort noch den ICD 10GM Thesaurus um die Ohren gehauen! Wissentliche Falschaussage, (Meineid).
§ 153 StGB
Falsche uneidliche Aussage

(1) Wer vor Gericht oder vor einer anderen zur eidlichen Vernehmung von Zeugen oder Sachverständigen zuständigen Stelle als Zeuge oder Sachverständiger uneidlich falsch aussagt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2018 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Husky » Samstag 28. Dezember 2013, 18:31

Noch ist MCS nicht in F59 gelistet.
Ergo: Bewusste Falschaussage, oder irre ich mich da?
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Re: Unverschämt: Neues Urteil in dem MCS als F59 bezeichnet

Beitragvon Clarissa » Samstag 28. Dezember 2013, 19:16

Husky hat geschrieben:Noch ist MCS nicht in F59 gelistet.
Ergo: Bewusste Falschaussage, oder irre ich mich da?

Nein, du irrst nicht auch in der 2014er Ausgabe findest du MCS nur unter T78.4 und an keiner anderen Stelle!
Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2018 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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