Med 2 click nennt MCS nur IEI

Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Pianist » Samstag 4. September 2010, 16:09

Med 2 click
Das Nachschlagwerk der klinischen Medizin

"Die idiopathische, umweltbezogene Unverträglichkeit ist eine Gruppe heterogener Syndrome mit ätiologisch ungeklärten Beschwerden verschiedenster Art, die auf die Unverträglichkeit gegenüber kleinsten Konzentrationen von Stoffen aus der Umwelt zurückgeführt werden."

Therapie
Idiopathische, umweltbezogene Unverträglichkeit

Die therapeutischen Möglichkeiten bei der idiopathischen, umweltbezogenen Unverträglichkeit umfassen folgendes:

*Versuche symptomatischer Therapie sind meist wirkungslos
*patientenzentrierte Psychotherapie zur Entwicklung von "Coping"-Strategien

Epidemiologie
Idiopathische, umweltbezogene Unverträglichkeit

Die idiopathische, umweltbezogene Unverträglichkeit ist häufig.

*Prävalenz in Deutschland: 500/100.000"

http://www.med2click.de/Neurologie/Andere%20neurologische%20Störungen/Befindlichkeits-%20und%20Verhaltensstörungen%20von%20unklarem%20Krankheitswert/Idiopathische,%20umweltbezogene%20Unverträglichkeit.17887.html
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Beitragvon Morlock » Samstag 4. September 2010, 18:59

Dieses "Werk" beschreibt folglich eine Erkrankung, die es in der Realität so nicht
gibt. Wenn der Rest der "medizinischen Fachgebiete" ebenso seriös und "fundiert" ist,
dann sollte man sich gut überlegen, wo man sich informiert.
Morlock
 

Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Dienstag 7. September 2010, 23:03

Hallo,
ich antworte als Mitarbeiter von med2click auf Ihre Kritik.
Es liegt uns absolut fern, Patienten zu verunglimpfen oder zu psychiatrisieren, weswegen wir unsere Seite ungerne in diesem Thread sehen. Nichts destotrotz setzen wir uns offen mit konstruktiver Kritik auseinander.
Pianist schreibt Med 2 click nennt MCS nur IEI und wertet damit den Fachbegriff idiopathische umweltbezogene Unverträglichkeit schlechter, als MCS = multiple Chemikaliensensitivität. Die Formulierung erzeugt den Eindruck, als würde die Schwere der Krankheit nur unzureichend benannt, vielleicht auch das Leid der Kranken nur unzureichend eingefangen.
Wenn Sie die beiden Begriffe aber einmal genauer unter die Lupe nehmen, stellen Sie fest, dass IEI ein

1. weiter gefasster,
2. passenderer und
3. ehrlicherer Begriff ist als multiple Chemikaliensensitivität. Warum?

1. Nicht alle Sensiblen reagieren gegen Chemikalien, auch von Reaktionen auf (nichtchemischer) Strahlung wird geschrieben.
2. Multiple bedeutet Vielfache. Aber ist jeder Erkrankte gegen viele Stoffe verschiedene Stoffe sensibel? Amalgamunverträglichkeit ist ein gutes Beispiel für eine einfache Unverträglichkeit.
3. Idiopathisch, bedeutet, wie der Pianist richtig zitiert, ätiologisch (von der Ursache her) nicht geklärt. Der Ausdruck drückt offen aus, dass die medizinischen Wissenschaftler nicht in der Lage sind, eine Ursache zu finden, die sich behandeln liesse.

Die Aussage von Morlock, die Krankheit existiere nicht, lässt sich daraus nicht folgern. Viele Krankheitsursachen sind bis heute nicht geklärt. Relativ häufig sind zum Beispiel der idiopathische Spontanpneumothorax:
http://www.med2click.de/Chirurgie/Thorax%20und%20Thoraxwand/Brustwand%20und%20Pleura/Pneumothorax/Idiopathischer%20Spontanpneumothorax.13349.html

oder die idiopathische Trigeminusneuralgie:
http://www.med2click.de/Neurologie/Krankheiten%20mit%20anfallsartigen%20Symptomen/Kopfschmerzen%20und%20Gesichtsneuralgien/Trigeminusneuralgie%20und%20andere%20Gesichtsneuralgie/Idiopathische%20Trigeminusneuralgie.17434.html

Sollte er sich auf den Satz: NB: Manche Autoren sprechen dem Syndrom den Status einer Krankheit ab. beziehen, so muss ich Ihn bitte ein wenig gewissenhafter in seiner Wortwahl zu sein.
Durch das NB = Nebenbemerkung distanziert sich unser Autor unmissverständlich von dieser Aussage. Und keine Angst, diese Ärzte werden mit Sicherheit niemanden mit IEI oder MCS behandeln, da sie nicht an die Existenz dieser Krankheit glauben.

Sollten Sie der Therapie ausser der Coping - Behandlung (die mitnichten psychiatrisiert (also Psychopharmakatherapie beinhaltet), sondern wie ein Nocebo wirkt) noch andere Therapieformen hinzufügen wollen, so können Sie mir diese gerne
unter Angabe wissenschaftlicher Primärliteratur zukommen lassen. Auch für weitere (konstruktive) Anregungen sind wir immer offen.

Beste Grüße

Stefan Gansweid
Step
 

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Beitragvon Janik » Dienstag 7. September 2010, 23:32

Guten Abend Herr Gansweid,

es freut uns, dass Med2.click für konstruktive Anregungen offen ist.
Wir werden Ihnen gesicherte Informationen, sowie wissenschaftliche Literatur zukommen lassen.

Beste Grüße,
Janik
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 8. September 2010, 05:56

1. Danke an Hr. Gansweid das Sie sich damit auseinander setzen wollen.
2. Gerade das CSN-Forum und der Blog wimmelt nur so von Informationen, dort findet man jede Menge Studien und wissenschaftliche Aussagen zu umweltbedingten Krankheiten.
3. Warum erscheint IEI bei der Suchmaske, wenn ich MCS eingebe? Es gibt nun mal leider den Begriff MCS und dieser hat sich im Laufe etlicher Jahre manifestiert warum soll dieser Begriff für diese Erkrankung nicht benutzt werden sondern IEI? Sie würden ja auch nicht den Begriff Krebs oder Cancer abschaffen wollen?
4. Ja, vielleicht reagiert man am Anfang "nur" auf eine Chemikalie aber das ändert sich sehr rapide, bei fing es mit Weichmacher in Kunststoffen an, es folgten Desinfektionsmittel, Duftstoffe in Haarshampoos und es wurde laufend mehr, heute nach ca. 15 Jahren davon 5 Jahre mit der Diagnose MCS kann ich nicht mehr einkaufen gehen, habe immer Sauerstoff (wird von der GKV nicht bezahlt) Filtermasken und sogar noch eine schwere Vollmaske immer griffbereit. Es reicht heute schon ein Raucher in der meinen Weg in 15m Entfernung kreuzt oder ein 2-Takter der mich überholt, denn das schaffen weder die Filter im Auto noch die einfache Maske. Das Wetter ist schön? Das heißt ALARM, alles verriegeln denn die Nachbarn hängen ihre stark duftende Wäsche draußen auf, sitzen auf ihren Terrassen gut eingeduftet abends kommt dann der Grill und noch später der Feuerkorb durch diese vielen Sachen bin ich selber nicht in der Lage meinen eigenen Garten zu nutzen.
5. Wenn sie gefragt werden weshalb sie so eine grausige Maske tragen und sie antworten darauf, dass sie MCS haben und das kurz erklären hören sie sehr häufig "ja da habe ich schon von gehört. Warum also sollte man den jetzt etablierten Begriff verändern?
6. MCS kann man NICHT heilen man müsste viel mehr tun, das diese moderne, hausgemachte "Seuche" der Neuzeit sich nicht weiter ausbreiten kann.

PS vor 2 Jahren konnte ich noch Rad fahren, vor einem Jahr noch selber einkaufen heute - morgen - nächstes Jahr? Ich merke jedenfalls, das ich nicht mehr MCS im Griff habe sondern das mich MCS im Würgegriff hat.

MfG
Clarissa
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Kira » Mittwoch 8. September 2010, 08:38

Guten Morgen Herr Gansweid

Zitat: "Durch das NB = Nebenbemerkung distanziert sich unser Autor unmissverständlich von dieser Aussage. Und keine Angst, diese Ärzte werden mit Sicherheit niemanden mit IEI oder MCS behandeln, da sie nicht an die Existenz dieser Krankheit glauben."

Frage: Was glauben diese Ärzte denn???

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Beitragvon Yol » Mittwoch 8. September 2010, 14:39

Worauf ich als MCS-Kranke nicht mehr eingehe:

Auf sinnlose Diskussionen.
Und das sind alle die nicht die Basis haben über das zur Diskussion stehende Thema zu debattieren.

Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt (seit ich mir das sinnlose Diskutieren abgewöhnt habe) die Leute reden zu lassen, reden verflüchtigt sich mit der Zeit oder schnell. Es handelt sich nur um reden, reden oder schreiben, schreiben über Themen zu denen man keinen Bezug hat, nicht ausreichend informiert ist usw. usw. usw. usw. usw. usw., das merkt der ausreichend geistig bemittelte Leser selbst.
Also bleibt es beim reden - schreiben, morgen schon verflogen...

Meine Energie ist mir zu kostbar geworden jemanden der alles besser "weiss" auf den Status des Wissens bringen zu wollen.

Wer sich betroffen fühlt ist - wie immer - betroffen, was mich nicht stört und nicht beeinflusst.

Dann denk ich heute auch noch, dass es durchaus sein kann, dass alle Besserwisser/Alleswisser unsrer Zeit eventuell morgen hier auftauchen mit Symptomen die sie nicht einordnen können, sie nicht und die die sie vorher so vehement vertreten haben (mitsamt den Produkten)werden das sicher nicht können, vor allem nicht wollen. Manch einer (oder einer seiner Nächsten) wird zu der zukünftigen Masse an Chemikalienkranken gehören (ich sage das mal bewusst so, weil auf dem Buchstaben geritten wird) die unsere Zeit leider produziert. Dann braucht man nicht mehr zu reden/schreiben - dann hat man verstanden! Und dann braucht man nicht mehr die Befriedigung über die Köpfe von schwerkranken Menschen Halbwahrheiten in die Welt zu setzen - mit oder ohne Erfolg, das wird zweitrangig dann.Ich wünsche niemandem MCS, aber manchen Zeitgenossen würde auch nur 3 Monate MCS ausreichen um vom Wahnsinn der Normalität und dem blauäugigen Glauben an das was man uns so "serviert" - geheilt zu sein.

Und unsere Zeit produziert nicht nur nur MCS in Massen - der massenhafte Krebstanstieg hat auch mit Umwelt zu tun, nur auch darüber wird das Leichentuch verhängt, dann wenn man daran genug verdient hat und das tut man.

Und wo bleibt die kritische Vernunft, die all dies hinterfragt?
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Donnerstag 9. September 2010, 18:52

Guten abend,

vielen Dank für die Rückmeldungen. Zu den Aussagen im einzelnen:

@ Janik: es wäre sehr nett, wenn Sie mir die Unterlagen/ Links per Mail zukommen lassen könnten, da mir die Zeit fehlt, dass sehr umfangreiche Forum auf valide Daten zu durchforsten.

@Clarissa: IEI als Überschrift zu nutzen ist kein Dogma, nur eine Vereinbarung unserer Redaktion. Sie bringen das Beispiel Krebs, vergleichen Sie einmal diesen Artikel:

http://www.med2click.de/Urologie/Onkologie%20und%20Tumoren/Prostatatumoren/Prostatakarzinom.19860.html

Karzinom in der Überschrift, Krebs in den Synonymen. Der Ausdruck Karzinom trifft nur auf bestimmte Krebsarten zu, ist also aus medizinischer Sicht genauer. Aus selben Grund finden Sie IEI in der Überschrift und MCS in den Synonymen.

Ihr Leid als Betroffene ist schrecklich. Als medizinischer Auto muss ich aber das Leid möglichst aller Betroffener einfangen, darum der weiter gefasste Begriff IEI.

@Kira: Wie geschrieben, ich habe mit diesen Menschen nichts am Hut, weiss also auch nicht, woran Sie glauben oder was Ihre Argumente sind.

@Yol: Worauf ich als MCS-Kranke nicht mehr eingehe:

Auf sinnlose Diskussionen.
Und das sind alle die nicht die Basis haben über das zur Diskussion stehende Thema zu debattieren.

Eine Aussage, die ich nur unterstützen kann. Versuchen Sie sich daran zu halten.

Über weitere Statements würde ich mich freuen.

Stefan Gansweid
Step
 

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Beitragvon Thommy the Blogger » Donnerstag 9. September 2010, 20:48

Guten Abend Step,

wir werden die Informationen hier im Thread einstellen.
Es gibt sicher mehr Leute die daran interessiert sind.

Wie kam eigentlich Ihre Redaktion auf IEI als Oberbegriff?

Grüße,
Thommy the Blogger

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Beitragvon Step » Freitag 10. September 2010, 03:34

Hallo Thommy,

Wäre es dann nicht besser, einen neuen, passenderen Thread zu eröffnen?
So werden die Infos besser gefunden und die Zuordnung ist passender.

Warum wir den Begriff gewählt haben, habe ich in meinen anderen beiden Posts erläutert ;-), die Begrifflichkeit ist wie vieles zum Thema Anlass ausschweifender Diskussionen auf Kongressen und in der Fachpresse. Wir haben die Möglichkeit beide Begriffe zu bringen.
Wir können auch diskutieren die Überschrift zu ändern, bis jetzt habe ich aber noch kein triftiges Argument bekommen, was eine grössere Aussagekraft von MCS gegenüber IEI untermauert.

Beste Grüße,
Stefan Gansweid
Step
 

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Beitragvon Clarissa » Freitag 10. September 2010, 06:08

[quote]Hallo Thommy,

Wäre es dann nicht besser, einen neuen, passenderen Thread zu eröffnen?
So werden die Infos besser gefunden und die Zuordnung ist passender.

Warum wir den Begriff gewählt haben, habe ich in meinen anderen beiden Posts erläutert ;-), die Begrifflichkeit ist wie vieles zum Thema Anlass ausschweifender Diskussionen auf Kongressen und in der Fachpresse. Wir haben die Möglichkeit beide Begriffe zu bringen.
Wir können auch diskutieren die Überschrift zu ändern, bis jetzt habe ich aber noch kein triftiges Argument bekommen, was eine grössere Aussagekraft von MCS gegenüber IEI untermauert.

Beste Grüße,
Stefan Gansweid[/quote]Weil der Begriff MCS viel stärker verbreitet ist und die meisten Menschen die dann den Begriff IEI lesen verunsichert werden und dann viele weitere Infos über Suchmaschinen nach IEI suchen und dort finden sie sehr viel mangelhafte bis bösartige Falschaussagen. Vielleicht sollten Sie den Artikel anders aufbauen, sie können ja ruhig erwähnen, das es in Fachkreisen eher mit IEI betitelt wird und landläufig sich der Begriff MCS eingebürgert hat. Ich habe schon etliche Überweisungen von meinen Hausärzten erhalten und überall stand die Diagnose MCS T78.4 drauf und nichts von IEI, wenn MCS so falsch ist, warum verwenden ihn dann die Ärzte?
Lesen Sie bitte hier weiter dort wird erklärt warum MCS, MCS ist und nicht IEI oder ähnliches. http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/28/analyse-neuer-wortschoepfungen-die-den-etablierten-fachausdruck-chemikaliensensitivitaet-mcs-ersetzen-sollen-teil-ii/
MfG
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Beitragvon Clarissa » Donnerstag 16. September 2010, 10:07

Eigenartig, schon 6 Tage her und immer noch kein Feedback von med2click, war es zu viel Input oder ist man noch am verdauen? Ich hatte ja auch noch 2 mails mit Infos an step gesendet. Auch hier erfolgte bis dato kein Feedback.
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Beitragvon Janik » Donnerstag 16. September 2010, 13:16

Als ich diesen Satz von H. Gansweid las, habe ich Abstand davon genommen Informationen dorthin zu schicken.

"Durch das NB = Nebenbemerkung distanziert sich unser Autor unmissverständlich von dieser Aussage. Und keine Angst, diese Ärzte werden mit Sicherheit niemanden mit IEI oder MCS behandeln, da sie nicht an die Existenz dieser Krankheit glauben."

Es dürfte reichen, dass ich anmerke, dass Ärzte sich nach in Deutschland geltendem Recht strafbar machen, wenn sie Krankheiten nicht korrekt diagnostizieren und nicht korrekt verschlüsseln. MCS - Multiple Chemical Sensitivity hat einen Code. Er laute im ICD-10 T78.4. Einen Code für IEI gibt es nicht.

DIMDI was in Deutschland für die Klassifikation von Krankheiten die WHO vertritt sagt dazu:
http://www.csn-deutschland.de/dimdi_icd-schreiben.pdf
http://www.csn-deutschland.de/mcs_class.pdf

Den wissenschaftlichen Sachstand vermittelt u.a. diese Literaturliste:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/31/wissenschaftlicher-sachstand-zu-multiple-chemical-sensitivity-mcs/
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Beitragvon Kira » Donnerstag 16. September 2010, 18:53

Denke dem Step ist die Argumentation ausgegangen :0)
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Beitragvon Yol » Donnerstag 16. September 2010, 23:42

@ Kira

Wer sich auf Glatteis bewegt, rutscht gern aus - selbst dann wenn man meint man sei rutschfest. Da braucht es adequate Ausrüstung...

Aus meiner Sicht - wir sind zu uninteressant für sein Niveau.
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Beitragvon Amazone » Freitag 17. September 2010, 17:33

Bevor hier weiter wegen Step spekuliert wird, hier ein Zitat:

vielen Dank, dass Sie uns darauf aufmerksam machen, dass das genannte Krankheitbild einer neuen Einordnung bedarf.
Wir werden uns darum kümmern. Schuld war nicht der Autor des Bildes (wenn Sie in die Diagnose schauen, sehen Sie, dass er von MCS schreibt) sondern unser Planungsteam, dass den Verzeichnisbaum geschrieben hat. Bei einem solchen Projekt, das über 5000 Krankheitsbilder präsentiert lassen sich solche Fehler leider nicht vermeiden. Da es mehr Schritte bedarf, als einer einfachen Namensänderung (die Krankheitsbilder sind miteinander vernetzt), wird die Änderung ein wenig Zeit in Anspruch nehmen.

Wenn Sie weitere, gerne auch inhaltliche Kritik üben möchten, können Sie dies auch in folgendem Forum öffentlich mit mir diskutieren:

viewtopic.php?t=13793


Der Begriff Verhaltensstörung bezieht sich vor allem auf das Krankheitsbild des Münchhausen Syndroms, nicht auf die MCS.

Für weitere Einwände oder Kritiken stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Stefan Gansweid
Autorenbetreuung Deutschland
0173/ 740 44 49
s.gansweid@med2click.de
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Juliane » Freitag 17. September 2010, 22:29

Sehr internetaktiv ist er, der Herr Gansweid.
Und wohl noch im Studium:


Kommentar 36

14.04.10 - 21:28

Stefan Gansweid
Student/in der Humanmedizin

http://news.doccheck.com/de/article/199334-vorsicht-fuck-up-unktur/
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Samstag 18. September 2010, 20:15

Hallo Zusammen,

entschuldigen Sie die verzögerte Antwort, ich habe momentan einfach viel um die Ohren. Das Sie dies dazu bringt, sich in mehr oder weniger herablassender und unsachlicher Weise zu äussern, finde ich beschämend.

@ Yol: Wären sie zu uninteressant, hätten wir uns mit diesem Thema gar nicht erst beschäftigt.
@ Clarissa: Ich habe die Artikel gelesen und mit anderen verglichen. Wir haben darüber diskutiert und werden den Namen ändern. (Siehe Amazone)
@Kira: Nein, aber ich habe mich überzeugen lassen.
@ Janik: Wo kein Kläger, da kein Richter. Wenn Sie einen dieser Ärzte finden und schwere Fahrlässigkeit in seinem Handeln nachweisen, können Sie ihn verklagen. Die Heftigkeit (und teils fehlende Objektivität) mit der die Konflikte um MCS ausgetragen zeigt, wie das Thema polarisiert. Auch unter Ärzten. Unsere Aussage beschreibt die extreme Haltung einiger Mediziner. Ich mache mich doch nicht strafbar, wenn ich schreibe, das es Verbrecher gibt. Das Sie deswegen keine Informationen zum Thema weitergeben möchten, muss ich akzeptieren.
@ Juliane: Stimmt, ich studiere Humanmedizin. Ausserdem habe ich eine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeite nicht als Arzt bei med2click. Meine Arbeitsfelder sind Logistik und Öffentlichkeitsarbeit. Bei dem hier ausgefochtenen Thema geht es um den Namen der Krankheit, also eine Definition. Um den zu finden, braucht es weder klinische Erfahrung noch eine Approbation. Ich recherchiere und analysiere dazu - wie Sie - Quellen.

Ich hoffe, die Namensänderung wird für Sie zufriedenstellend sein. Wie aus dem Zitat meiner Mail zu entnehmen ist, wird es ein bischen dauern, bis die Namensänderung abgeschlossen ist. Ich bitte Sie, sich in dieser Zeit in Geduld oder in produktiver Kritik zu üben und von weiteren Spekulationen abzusehen. Für Studien den Inhalt und die Therapie von MCS betreffend, sind wir immernoch offen.
Alles Gute,

Stefan Gansweid
Step
 

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Beitragvon Clarissa » Samstag 18. September 2010, 20:38

Danke, ich werde ab und zu mal bei med2click nach schauen.
Sorry aber viele hier im Forum wurden schon stundenlang vera....t und werden teilweise etwas heftiger. Wenn sie wüssten was uns für Steine in den Weg gelegt werden und wir oft wie der berühmte Don Q. kämpfen müssen und doch nicht vorwärts kommen, vor diesem Hintergrund könnten sie den einen oder anderen etwas schärferen Ton verstehen.

Gute Nacht
Clarissa
- Editiert von Clarissa am 18.09.2010, 23:05 -
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Beitragvon Kira » Samstag 18. September 2010, 22:53

Zitat:
"Nein, aber ich habe mich überzeugen lassen."
Das freut mich zu hören, danke. Der Stand der Wissenschaft liefert genügend begründete Hinweise.

Und vergessen sie nicht, es kann jeden treffen.
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Frank-N-Furter » Sonntag 19. September 2010, 20:28

Wir haben Tote zu verzeichnen Herr Gansweis,
deshalb sind wir vielleicht etwas schnell aufgebracht.

Für einige davon haben wir versucht einen Platz zum Überleben zu finden, es gelang uns nicht.
Und glauben Sie bloß nicht, dass die Opfer Psychopathen waren. MCS ist hart, mancher packt es nicht.
Treffen kann es jeden, wir haben im Forum auch Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger dabei, Rechtsanwälte, Unternehmensleiter,...

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/01/die-letzten-monate-im-leben-der-chemikaliensensiblen-angelika-s/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/07/31/in-gedenken-an-brigitte-s/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/05/nachwort-zum-freitod-von-heide-n/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/04/italienischer-mcs-kranker-offenbart-durch-seinen-tod-eine-unbequeme-wahrheit/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/31/angelika-musste-sterben/

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/08/01/fuer-brigitte-chemical-sensitivity-eine-krankheit-die-ein-zeichen-fuer-uns-alle-setzt/

Das sind beiweitem nicht alle Todes- und Suizidfälle. Irgendwann beschlossen wir nicht mehr länger zu schweigen.

Eine Rubrik in der wir trauern: http://www.csn-deutschland.de/forum/showboard.php?id=38

Herr Ganswein, wir möchten nichts weiter, als das MCS als das dargestellt wird, was es wirklich ist.
Eine Krankheit, die jeden treffen kann und zu der ist in der Tat ausreichend medizinische Fakten und Studien gibt.

Grüße, Frank
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Clarissa » Montag 20. September 2010, 05:26

Eine Seite zum Andenken an die gestorbenen MCS-Kranken finden sie hier: http://mcs-infogate.de/memory/zum-gedenken
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Kira » Montag 20. September 2010, 07:42

Außerdem trifft es immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Sie werden ihrer Kindheit und Jugend beraubt. Auch sie müssen mit den alltäglichen Einschränkungen und chronischen Schmerzen leben. Gleichzeitig werden sie von ihrer Umwelt diskriminiert , nicht ernstgenommen (u.a. schnell psychiatrisiert).
Hinsichtlich Schule und Ausbildung fallen sie durch unser Bildungssystem, jeder Schulverweigerer bekommt seine Chance - ein MCS-kranker Jugendlicher nicht (die werden geoutet).
Berufsausbildung kaum dran zu denken.
Beziehungen und Freunschaften werden aufgebaut bzw. versucht, sind jedoch zum Scheitern verurteilt.
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Maria Magdalena » Montag 20. September 2010, 14:24

Ich als alter Hase in Sachen Recherche und Psychoprofiling empfehle dem Gruenschnabel Herrn Gaensewein oder Gansweid zu allererst zu lernen, wie man recherchiert. Denn seine Recherche ist keine Recherche, sondern aus den Fingern gesaugt.
Maria Magdalena
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon carbo_m » Montag 20. September 2010, 23:24

[quote]Med 2 click
Das Nachschlagwerk der klinischen Medizin

\"Die idiopathische, umweltbezogene Unverträglichkeit ist eine Gruppe heterogener Syndrome mit ätiologisch ungeklärten Beschwerden verschiedenster Art, die auf die Unverträglichkeit gegenüber kleinsten Konzentrationen von Stoffen aus der Umwelt zurückgeführt werden.\"

Therapie
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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der idiopathischen, umweltbezogenen Unverträglichkeit umfassen folgendes:

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Die idiopathische, umweltbezogene Unverträglichkeit ist häufig.

*Prävalenz in Deutschland: 500/100.000\"

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Grüß Sie, Herr Gansweid,

Sie zitieren ein \"Nachschlagewerk der klinischen Medizin\".
Danach sind Versuche symptomatischer Therapie meist wirkungslos.
Das ist fast richtig. Heilung gibt es bei symptomatischer Therpie nicht, manchmal eine geringe Besserung durch geeignete Substitutionstherapie.

Der zweite Vorschlag im Zitat:
\"patientenzentrierte Psychotherapie zur Entwicklung von \"Coping\"-Strategien\"

Dazu kann ich etwas mehr sagen.
Ich habe insgesamt 22 Jahre verschiedener Psychotherapien sehr engagiert wegen des hohen Leidensdrucks und der enormen Qualen in Zusammenhang mit den entsprechenden Expositionen absolviert. Es waren Einzeltherapien und Gruppentherapien; die meisten waren als Verhaltenstherapien deklariert aber auch Gesprächstherapien, kathathymes Bilderleben, systemische Therapie und sogar eine Psychoanalyse.

Natürlich ging es da neben den üblichen vermuteten Konfliktbereichen: Kindheit, Partnerschaft, Arbeitsplatz, Freizeitgestaltung - auch um Bewältigungs also Coping-strategien.

Keine der Therapien hat etwas an meinen überschießenden Reaktionen auf verschiedene Stoffe ändern können.

Ich habe anfangs noch mit Begeisterung und Engagement experimentiert, meine innere Einstellung zu ändern, wenn ich z.B. auf der Fahrt zur Arbeit und auf der Arbeit selber (dort über die Klimaanlage) mit Zigarrettenrauch konfrontiert war.
Es gab Tage da fühlte ich mich so ausgeglichen und stark, dass ich mir ziemlich sicher war, heute wirst Du weniger oder vielleicht nicht auf diesen Zigarettenrauch mit den bekannten Folterqualen reagieren.
Leider hat mich wirklich jedesmal die Realität wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht.

Warum war ich da so engagiert? Ich habe in Kiel, Freiburg und Saarbrücken Psychologie studiert und einige Zeit in Göppingen in der Psychiatrie in der TG (Therpeutischen Gemeinschaft) mit Schwerpunkt Sucht und Neurosen gearbeitet.
Da lag es nahe, dass ich über die mir vertrauten Wege eine Besserung meiner Beschwerden zu erreichen versuchte.

Dies ist mir auf diesem Wege in keiner Weise gelungen. Ich sehe es heute so:
Für mcs gibt es keine coping-strategien, die die Beschwerden und bei mir sind es oft Folterqualen, auch nur im geringsten abschwächen oder zeitlich abkurzen könnten.
Mich haben die Therapien sehr viel Geld und Energie gekostet und ich musste enormes Unverständnis insbesondere in den Gruppentherapien zusätzlich zur Erkrankung einstecken.

Was mir noch mehr Aufschluss gegeben hat, war die Tatsache, dass ich manchmal schon deutlich reagierte aber z.B. bei Schnupfen oder bei sehr geringen Konzentrationen den auslösenden Duftstoff noch gar nicht wahrgenommen hatte.
Meine Frau stiess mich dann auf der Strasse an, um mich darauf aufmerksam zu machen, damit ich z.B. die Strassenseite wechsele.
Ein gedankliches produzieren der Symptome war da unmöglich, weil die Wahrnehmung des Geruchsstoffs erst nach Eintreten meiner vertrauten Beschwerden stattfand.

Nach und nach verfolgte ich auch den Weg, auf der physiologischen Ebene Parameter dingfest machen zu können, die mit den Beschwerden einhergehen. Leider hat es viele Jahre gedauert bis z.B. auch Entzündungsmediatoren u.A. TNF-a und IL-g im Blut nach Exposition auf für mich unverträgliche Stoffe nachgewiesen wurden.

Gewebeschäden waren schon lange nachgewiesen aber da wird überlicherweise kein Kausalzusammenhang hergestellt. Z.B. Verschlimmerung der Polyneuropathie nach Phasen häufiger Expositionen mit Stoffen auf die mein Körper so heftig reagiert.

Was habe ich in den Jahren daraus gelernt?

Psychotherapie und insbesondere das Vermitteln von Bewältigungsstrategien können in keinster Weise die mit mcs oder wie manche sagen iei einhergehenden enormen Beschwerden modifizieren oder gar heilen.

Am meisten habe ich aber aus den Todesfällen, die es bei mcs und ehs erschreckend häufig gibt, gelernt.
Das Leiden kann man bei den Schwerbetroffenen mit Worten kaum ausdrücken. In den Nachrufen kommen oft Angehörige zu Wort oder Freunde, die den Verstorbenen gut kannten. Wer wirklich verstehen will was mcs bedeutet, sollte sich auf das Einlassen, was diese Menschen in den letzten Monaten ihres Lebens erfahren müssten.

Mir kommt es dann manchmal schon wie Hohn vor (auch wenn es sicherlich so nicht beabsichtigt ist) dass man in Bredstedt z.B. als vorrangiges Ziel ansieht, dass der mcs Patient lernen solle - seine Beschwerden in der Öffentlichkeit auszuhalten.

Auch Suizide sind nicht selten - und wenn man genauer liest oder den Menschen gekannt hat, stellt man fest, dass diese Menschen das Leben bejaht haben, solange es noch irgendwie ging und oft noch eine wunderbare Partnerschaft hatten. - Was das bedeutet - eine Partnerschaft trotz und mit dieser Erkrankung aufrecht zu erhalten - kann nur der nachvollziehen, der mcs hat oder Partner eines mcs-kranken Menschen ist.

Warum schreibe ich das?
Ich will deutlich machen, dass der Reflex immer dann auf psychotherapeutische Intervention zu verweisen, wenn man eine Erkrankung nicht versteht oder sie unbequem ist, niemandem hilft. Im Gegenteil das schadet enorm!
Auch das immer wieder stattfindende zitieren dieses Irtums schadet letztlich und trägt nicht zur Aufklärung bei.

Es dient weder dem Ansehen der Therapeutengemeinschaft wenn sie nur Mißerfolge bei der psychotherapeutischen Behandlung von mcs erkennen und eigentlich auch zugeben müssen - aber am meisten schadet es den Betroffenen. Denn es wird viel Zeit und Geld (auch Geld der Versichertengemeinschaft) vergeudet.
Da mcs bei vielen Erkrankten über die Jahre voranschreitet, wenn nicht konsequent die Exposition mit den Stoffen gemieden wird, die immer wieder die Entzündungskaskaden ausösen, ist es nötig so früh wie möglich dies zu erkennen und soweit in unserer Gesellschaft mögich umzusetzen.

Ich habe viel zu lange versucht weiterzuarbeiten trotz der täglichen heftigen Reaktionen/Beschwerden auf dem Weg zum Arbeitsplatz und auf der Arbeit.
Der Preis war ein enormes Fortschreiten der Erkrankung. Aber eine andere Wahl hatte ich nicht, da ja von Gutachterseite zu 99% eine psychische Erkrankung unterstellt wird, die ja damit auch behandelbar sei.

Vielleicht machen Sie sich mal die Mühe die Nachrufe auf die Todesfälle hier bei csn nachzulesen. Telefonieren Sie mit den Beratungsstellen einschlägiger Selbsthilfegruppen. Die Erfahrungen, die Sie dann machen, kann kein Nachschlagewerk der klinischen Medizin und keine Statiskik ersetzen. - Allerdings muß man das aushalten können - ich wünsche Ihnen viel Kraft dabei, falls Sie den Mut dazu haben.

mfg
Carbo-m
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon schlumpf » Dienstag 21. September 2010, 06:47

Eine Bekannte von mir hat auch mit großer Motivation und Hoffnung Psychotherapien gemacht. Sie war voll überzeugt davon wenigstens eine gewisse Besserung erzielen zu können. Ich hab sie dann am Schluß gefragt: Ist die MCS jetzt besser geworden? Die Antwort war: Null - Nicht die geringste Besserung. Ich kenne noch einen Fall mit dem gleichen Ergebnis! Wer verbreitet Psychotherapien seien zur Behandlung von MCS geeignet soll dies doch bitte erst mal mit aussagekräftigen Studien belegen.
schlumpf
 

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Beitragvon Gundermann » Dienstag 21. September 2010, 10:53

Es gibt keine einzige Studie die den Erfolg oder Nutzen von Psychotherapie bei MCS belegt.
Warum sollen die Krankenkassen dann zahlen? Wäre es nicht angebrachter, wenn die KK Therapien
zahlen würden, von denen zumindest Besserung zu errwarten ist? Ich denk schon, dass das
ökonomischer wäre.
Gundermann
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Beitragvon Juliane » Dienstag 21. September 2010, 14:41

Hier noch eine Info für Herrn Gansweid

http://www.dbu-online.de/fileadmin/news/Aerzteinfo_MCS_mit_dbu_Kontaktadresse.pdf

Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner
Geschäftsstelle
Siemensstraße 26a
12247 Berlin

Telefon: 030/7715 - 484
FAX: 030/7715 - 484
E-Mail: dbu@dbu-online.de
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Beitragvon Step » Dienstag 21. September 2010, 14:44

Vielen Dank für die doch noch positive Kritik am Inhalt.

Ihre Erfahrungen mit der Psychotherapie decken sich mit meinen Erfahrungen, die aus einer anderen Ecke kommen. In der psychosomatischen Medizin, die sich um das Coping von Krebspatienten kümmert habe ich ähnliches erlebt. Einige Krebspatienten profitieren durch enormen Anstieg von Lebensqualität, andere fühlen sich schlicht verar.... Trotzdem kann ich Ihre Einzelschicksale nicht als Beleg für die Unwirksamkeit der Copingtherapie nennen.

Hier ist der Link zu einer Studie, die den Nutzen belegt. Wenn Sie eine Studie finden, die dies entkräftet lassen Sie es mich wissen.

http://ehp03.niehs.nih.gov/article/fetchArticle.action?articleURI=info:doi/10.1289/ehp.5936

Demnach hat diese Therapie 65% der Behandelten geholfen. Nur 4% der Betroffenen hat sie geschadet.
Andere genannte Therapieverfahren werde ich auf med2click integrieren. Die Studie ist aus dem Jahr 2003, aber mit fast 1000 Patienten gemacht worden. Knapp 350 haben eine (Coping -)Psychotherapie bekommen. Die Studie ist aus den Vereinigten Staaten, es ist möglich, dass die Psychotherapie dort anders gestaltet und deswegen wirkungsvoller ist.

viewtopic.php?t=1398

Dieser Thread zitiert hier das laut Autor kompetente Fachkrankenhaus Nordfriesland mit den Worten:

Das Fachkrankenhaus Nordfriesland hat vieljährige psychiatrische und psychosomatische Erfahrungen und ist über psychisch und psychiatrisch gestörte PatientInnen (Depressionen, Ängste, Erschöpfungssyndrome u.a.) auf dieses Störungsbild gestossen worden. Wir mussten vor Jahren feststellen, dass unsere herkömmlichen klinisch psychologischen und neuropsychiatrischen Behandlungsmodelle nur begrenzten Erfolg hatten. Erst die Hereinnahme weiterer (somatischer) Behandlungsansätze brachte einen grösseren Behandlungserfolg. Umweltmedizinische und psychologisch/psychiatrische Behandlungsansätze werden jetzt zusammen entsprechend ihrer Gewichtung bei den PatientInnen angewandt.

Der einleitende Auszug aus dem Buch von Dr. Rapp bezieht sich auf die Vorraussetzung, "dass das durch Umweltkrankheiten bedingte Reaktionen bei einigen Allergikern und/oder Chemikaliensensiblen leicht mit einem rein psychologischen Problem verwechselt werden können". Also auf eine Fehldiagnose. Sie sagt nichts über den Nutzen von Psychotherapie an.

Gruß

Stefan Gansweid

P.S. Bei allem Leidensdruck, der wohl in Ihren Worten steckt, sollte Maria Magdalena sich Bewusst sein, dass sie mit Ihrer abstrusen und gezielt beleidigenden Aussage der Sache, für die Sie hier alle eintreten schadet.
Step
 

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Beitragvon Amazone » Dienstag 21. September 2010, 15:18

Zitat:

Aschermann, Christine
Psychisch Kranke in der Umweltmedizin: Zunahme umweltmedizinischer Krankheitsbilder
MEDIZIN: Diskussion
zu dem Beitrag von Dr. med. Hanns Rüdiger Röttgers M.A. in Heft 13/2000
Meiner Ansicht nach werden oft Menschen, die über psychische Beschwerden klagen, vorschnell mit dem Etikett der psychogenen Ursache versehen. Leider wird das Ausmaß der allgemeinen Schadstoffbelastung von der so genannten Schulmedizin noch weitgehend geleugnet. Beispielhaft werden in dem Artikel die großen akuten Umweltkatastrophen der letzten Jahre erwähnt, die Problematik der Dauerexposition im Niedrig-Dosis-Bereich wird ignoriert, die vielfache Kombination von Schadstoffen, zum Beispiel in einer einzigen Wohnung, findet keine Beachtung. Von den ungezählten Giftstoffen ist nur ein sehr kleiner Teil toxikologisch gut erforscht. Der Ausdruck „Patienten ohne toxikologisch fassbare Einflüsse“ ist von daher eine leere Formel ohne Aussagekraft. Wenn solche Krankheitsbilder wie CFS, MCS, Fibromyalgie und andere beschrieben werden, ist es leicht für Organmediziner, eine psychogene Ursache anzunehmen und die Verantwortung den Psychotherapeuten/Psychiatern zu überlassen. Ohne Zweifel sind diese Menschen teilweise auffällig, zum Beispiel bei CFS, definiert als mehr als sechs Monate bestehende chronische Erschöpfung, mit Lymphknotenschwellungen, oft mit erhöhter Temperatur, mit mehr als 50-prozentiger Reduktion von normalen Alltagsaktivitäten.
Ich bin seit mehr als 25 Jahren im psychotherapeutischen Bereich tätig und sehe in den letzten drei bis vier Jahren eine Häufung solcher Krankheitsbilder. Selbstverständlich kenne ich auch solche Patienten wie im Bericht geschildert und selbstverständlich kann der Mensch wie mit jeder Krankheit in neurotischer Weise umgehen. Ich sehe in meiner Praxis aber häufig den umgekehrten Fall: Die Patienten sind schwer depressiv, von ihrem Versagen überzeugt, oft von extremer Unruhe und Ängsten geplagt. In der umweltmedizinischen Diagnostik findet sich dann eine gravierende Immunstörung.
Wenn eine größere Anzahl von so genannten funktionellen Störungen bei einem Menschen auftritt, sollte der Psychotherapeut oder Hausarzt eine schleichende Vergiftung in Betracht ziehen und nach eindeutigen Anzeichen einer hirnorganischen Störung fahnden: Störung der Merkfähigkeit und Konzentration, Vergesslichkeit, Neigung zu Fehlhandlungen. Gerade differenzierte Menschen, die die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung haben, registrieren diese Symptome deutlich, erwähnen sie aber aus Scham meist nicht spontan. Wenn solche Störungen sich erfragen lassen, dann erscheinen auch Depression und Unruhe in einem anderen Licht, nämlich hirnorganisch verursacht und werden nicht mehr als psychogen fehlgedeutet.
Es bleibt die Hoffnung, dass, wenn solche für unsere bisherige Organmedizin unergiebigen Krankheitsbilder in ihrer Bedeutung erkannt werden, sich eine echte Prophylaxe der großen bekannten Volksseuchen wie thromboembolische Erkrankungen, Rheuma und Tumoren betreiben lässt.
Dr. med. Christine Aschermann
Nervenärztin – Psychotherapie
Eichenstraße 6, 88299 Leutkirch
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Yol » Dienstag 21. September 2010, 15:32

Als externer Betrachter, der mitliest stelle ich allgemeines zu diesem Thread fest:


Könnte man hier die Transaktionsanalyse einsetzen - ja dann wäre es möglich sich auf EINEM objektiven Niveau zu bewegen und dann tatsächlich einen konstruktiven Dialog aufbauen. Es wäre die Basis dazu.


Das gilt auch für die vielen hier genannten Institutionen, die das auch nicht beherrschen, sonst gäbe es einen Dialoge mit dem Patienten. Und das würde die Basis schaffen, die es braucht um überhaupt mit Patienten umzugehen - Vertrauen.

Leider ist in meinem Nachbarland noch nichts über die Transaktionsanalyse bekommt, was mich wundert, weil es eben grade ein Proffessor aus diesem Nachbarland war, der das hier bei uns unterrichtete - und in der Uni Basel.
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Clarissa » Dienstag 21. September 2010, 15:48

@step Ihre Waschmaschine ist kaputt, sie fragen einen Klempner um Rat, der wird sich als erstes auf alle Wasser führenden Wege konzentrieren, rufen sie einen Elektriker der wird sich auf die Elektrik stürzen, rufen sie nun einen Spezialisten der sich mit so etwas auskennt, der wird beide Seiten betrachten und den Fehler schnell finden.

Genauso verhält es sich mit ihrer angegebenen Studie, sie wurde von einer Psychologischen Klinik durchgeführt, was erwarten sie da eigentlich für ein Ergebnis?

So etwas gehört in die Hände von Umweltmedizinern und dann werden sie auch die richtigen Ergebnisse erhalten.

MfG
Clarissa
- Editiert von Clarissa am 21.09.2010, 16:49 -
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Juliane » Dienstag 21. September 2010, 16:05

Noch ein Blog für Herrn Ganswein:

Fehlinformationen über MCS in TV-Doku

Psychiatrie deckt “Marktnische”

http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/20/fehlinformationen-uber-mcs-in-tv-doku/
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Dienstag 21. September 2010, 16:43

Hallo,


@Clarissa: In der Studie wurde gefragt, wer wegen der Waschmaschine angerufen wurde, ob er geholfen hat und ob die Waschmaschine nachher weniger funktionierte. Sie ist zudem in einem umweltmedizinischen Blatt veröffentlicht ;-)

Wir haben den Artikel ein bischen verbessert, Ihre Meinung würde uns Interessieren.

Gruß

Stefan Gansweid
Step
 

Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Clarissa » Dienstag 21. September 2010, 17:10

Und noch immer erscheint bei der Suchmaske IEI wenn ich nach MCS suche, ich geb's auf, sorry aber ich spiele nicht gerne mit Windmühlen.
MfG
Clarissa
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Dienstag 21. September 2010, 17:33

Entschuldigung, das war mißverständlich, die Überarbeitung bezog sich nur auf die inhaltliche Kritik. Abgeschlossen ist das Bild damit noch nicht.
Wie oben beschrieben braucht die Namensänderung ein wenig mehr Zeit (ist aber im Gange, keine Angst)

Stefan Gansweid
Step
 

Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Juliane » Mittwoch 22. September 2010, 06:30

Lieber Herr Gansweid,


in der Leiste "Medizinische Fachgebiete" von Med 2 click feht die Umweltmedizin.

Im "Wissenschaftlichen Beirat" gibt es keinen Umweltmediziner

http://www.med2click.de/de/wissenschaftlicher_beirat


Die Finanzierung des Internetportals läuft über Werbung

http://www.med2click.de/de/werben_mit_med2click/
http://www.med2click.de/de/pharma_medizintechnik/
http://www.med2click.de/de/zielgruppe_arzt

und Koopertionen
http://www.med2click.de/de/kooperationen/


Das macht verständlich, warum das Internetportal sich so schwer tut mit dem Thema MCS.


Herzliche Grüße Juliane

Übrigens haben sich die Macher der Seite keine Zertifikate von afgis* geholt.
Aber das ist vielleicht schon wieder symphatisch ;-).


*
viewtopic.php?t=6766
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Juliane » Mittwoch 22. September 2010, 06:54

Falls Med 2 click Autoren sucht in Sachen Umweltmedizin hier mal drei Mediziner, die auch schon einschlägige Artikel veröffentlicht haben:

Dr. med. Frank Bartram
Dr. med. Peter Ohnsorge
Dr. med. Kurt E. Müller
http://www.dbu-online.de/index.php?id=109
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 24. September 2010, 14:20

An Herrn Gansweid

Die Wahrheit tut weh, doch sie waehrt am laengsten.

Fazit: Bleibe bei der Wahrheit.
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 24. September 2010, 14:28

An Herrn Gansweid

Der Begriff "Leidensdruck", den Sie oben benutzten, wird eigentlich nur von den Leugnern der Umweltkrankheiten benutzt. Sehr interessant.
Maria Magdalena
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Kira » Freitag 24. September 2010, 21:41

An Herrn Gansweid

Zitat:"Wir haben den Artikel ein bischen verbessert"
Für wie dumm halten sie uns eigentlich:0(
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Freitag 24. September 2010, 23:29

@ Kira: Die Kritikpunkte, die hier diskutiert wurden, sind eingefügt. Können sie das "Für wie dumm halten Sie uns eigentlich" ein wenig sachlicher ausdrücken und klar darstellen, was Ihrer Meinung nach dringend verbessert werden muss? Der Artikel ist noch entfernt davon perfekt zu sein, das wissen wir. Dafür suchen wir momentan einen Experten, da sich in unserem Team keiner befindet (Danke Juliane, für die Namen, wir werden Kontakt aufnehmen)
Also wie gesagt: Bleiben Sie geduldig, es wird sich sicher noch ein wenig hinziehen.

@ Maria Magdalena: Wirklich interessant ist, dass sie mir fehlende Sorgfalt in der Recherche vorwerfen und dann schreiben, das nur Gegner von Umweltkrankheiten den Begriff Leidensdruck benutzen. Der Begriff Leidensdruck bezeichnet ganz allgemein den Druck, der durch Leid entsteht. Er beschreibt ein normales psychologisches Phänomen und wird darum auch in erster Linie von Psychologen verwendet. Möglicherweise waren die Psychologen, die sie kennengelernt haben auch Gegner von Umweltkrankheiten. Beides gleichzusetzen ist falsch.
Step
 

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Beitragvon Husky » Samstag 25. September 2010, 04:26

@ Step
Kleiner Tipp am Rande
Maria Magdalena ist Psychologin.
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Kira » Samstag 25. September 2010, 08:12

@Step
und ich bin Diplom-Sozialarbeiterin:0)
Ich habe in meinem Beruf jahrelang mit schwer behinderten Menschen gearbeitet und weiß auch was Leidensdruck bedeutet.
Das was bisher ihrerseits rübergekommen ist ist nur "Bullshit" also an der Wahrheit und den wissenschaftlich fundierten Fakten vorbei.
Dabei werden Ursache und Wirkung bewußt vertauscht, damit ein bestimmtes "erwünschtes" Ergebnis erhalten wird. Das geschieht im Sinne gewisser Interessengruppen (Agrar- und Chemielobby) unserer Gesellschaft.Und dann wollen sie sich noch von schwerstkranken toxisch geschädigten Menschen die Arbeit abnehmen lassen,anstatt die Hausaufgabe selbst zu machen!
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Step » Samstag 25. September 2010, 17:42

Hallo Zusammen,

die Namensänderung ist geschafft:

http://www.med2click.de/Neurologie/Andere%20neurologische%20St%C3%B6rungen/Befindlichkeits-%20und%20Verhaltensst%C3%B6rungen%20von%20unklarem%20Krankheitswert/multiple%20Chemikalien%20-%20Sensitivit%C3%A4t.17887.html

Das Thema dieses Threads hat sich darum erledigt. Wir werden uns, wenn der Artikel durch einen praktisch erfahrenen Fachmann bearbeitet wurde an CSN - Deutschland wenden.

Vielen Dank für die Anregungen und alles Gute,

Stefan Gansweid
Step
 

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Beitragvon Frank-N-Furter » Samstag 25. September 2010, 19:04

Vielen Dank Herr Gansweid,

Frank
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Clarissa » Samstag 25. September 2010, 19:26

manchmal geschehen ja doch noch zeichen und kleine wunder, danke für die verbesserungen. wenn sie fachleute benötigen die sich mit umweltkrankheiten auskenn, hier sind sie richtig!
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Blonde Babe » Samstag 25. September 2010, 19:33

Vielen Dank Herr Gansweid.

Einen letzten Hinweis hätte ich noch, vielleicht habe ich auch etwas überlesen:
Der ICD-10 für MCS fehlt. Er lautet T78.4. Für Mediziner ist das ein sehr wichtiger Hinweis,
der nicht fehlen sollte.

Beste Grüße
Blonde Babe
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Med 2 click nennt MCS nur IEI

Beitragvon Amazone » Sonntag 26. September 2010, 11:40

Hallo Herr Gansweid,

erst einmal vielen Dank für die Mühe, die Sie sich gemacht haben.

Trotzdem habe ich ein, zwei Kritikpunkte.

Ihre Ausführungen über MCS sind immer noch unter "Neurologie" eingeordnet, und das ist schlichtweg falsch. Lesen Sie hierzu auch den Beitrag von Blonde Babe, dass MCS im ICD-10 unter
T 78.4 gelistet ist und das DIMDI-Schreiben, das Sie vor einiger Zeit erhalten haben.

Ihre Literaturquellen sind bis auf eine Ausnahme ausschließlich aus dem Bereich "Neurologie". Ihnen liegen Informationen aus dem Bereich Umweltmedizin vor, in denen jede Menge anderer Literaturstellen genannt sind.

Es wäre sinnvoll, wenn Sie diese Schwachstellen noch korrigieren/ergänzen würden.

Vielen Dank
Amazone
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