Prof. Eikmann plant größte Fluglärmstudie

Prof. Eickmann plant größte Fluglärmstudie

Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 06:26

giessener-anzeiger.de

Zitat


"Im Oktober wird der Frankfurter Flughafen die neue Landebahn Nordwest in Betrieb nehmen. Schon jetzt befürchten viele Menschen in der umliegenden Region und im gesamten Rhein-Main-Gebiet eine starke Zunahme des Fluglärms. Wie sich dieser auf Gesundheit und Lebensqualität auswirkt, soll in den kommenden drei Jahren im Rahmen einer Studie untersucht werden.

„Es ist die bisher größte internationale Studie zu Fluglärm überhaupt“, sagt Prof. Thomas Eikmann. Das von ihm geleitete Institut für Hygiene und Umweltmedizin (IHUM) der Justus-Liebig-Universität (JLU) wird dafür bei 2000 repräsentativ ausgewählten Personen Blutdruckwerte erheben, die Herz-Kreislauf-Belastung und das Schlafverhalten untersuchen sowie die Teilmodule im Bereich Gesundheit koordinieren. Dafür stehen den Gießenern 1,6 Millionen Euro aus dem Gesamtkostenvolumen von 7,2 Millionen Euro zur Verfügung.

„Die Politik ist an den Ergebnissen sehr interessiert. Denn daraus lassen sich zielgenau Lärmschutzmaßnahmen entwickeln“, betont Eikmann......



Das zu kontrollierende Gebiet reicht weit über den Frankfurter Flughafen hinaus, von Mainz im Westen bis Aschaffenburg im Osten. Im Norden allerdings nur bis etwa zur Höhe von Bad Vilbel. „Die gesamte Region ist in verschiedene Lärmzonen unterteilt“, aus denen 2000 Personen mit unterschiedlicher Lärm-Exposition für das Blutdruckmonitoring ausgewählt werden, erläutert die Projektleiterin Diplom-Ingenieurin Anja zur Nieden das Verfahren. Jedem von ihnen wird ein Blutdruckmessgerät zur Verfügung gestellt, mit dem man zwei Wochen lang zweimal täglich die Werte ermitteln und zusätzlich einen Fragebogen ausfüllen soll. Dies wird aber erst 2012 nach der Umstellung des Flughafenbetriebs sein und dann im Folgejahr wiederholt, um etwaige Veränderungen festzustellen....."


http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/10760948.htm
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Prof. Eickmann plant größte Fluglärmstudie

Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 06:28

Er lässt sogar Studentische Hilfskräfte anheuern:



"Zur Durchführung einer Lärmwirkungsstudie sucht das Institut für Hygiene und Umweltmedizin 12-13 Studentische Hilfskräfte für Juli-September 2011.


Schlafstudie: Anlegen (abends 21:30-22:30)/ Abnehmen (morgens 05:45-6:30) von Schlafphysiologischen Messgeräten bei Studienteilnehmern zu hause (im Rhein/Main-Gebiet), Aufstellen von Schallpegelmessgeräten in der Wohnung

Blutdruckmonitoring: Einweisen von Studienteilnehmern (Rhein/ Main-Gebiet, teilweise identisch mit Teilnehmern der Schlafstudie) in Blutdruckselbstmessung zu hause und weitere punktuelle Betreuung der Teilnehmer.

Ende Juni wird es bereits eine umfassende Einweisung und Schulung geben, alle Hilfskräfte sollen jeweils beide Studienteile betreuen....


http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb11/studium/artikelinfos/hygienehiwis
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Prof. Eickmann plant größte Fluglärmstudie

Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 06:30

Wie kam Herr Eickmann auf die Idee mit der größten Studie?

Hier ein Hinweis:

3 2010 • Hessisches Ärzteblatt

Zitat

"Vor diesem Hintergrund sollte angesichts

der Besorgnis vieler Menschen in der Region

statt einer weiteren Studie mit Sekundärdaten,

die erneut nur Assoziationen

erbringen jedoch keine kausalen Zusammenhänge

untersuchen kann, endlich

der Forderung nach einem Gesundheitsmonitoring

nachgekommen werden. Gerade

die guten Daten aus der Region (Schreckenberg

et al. 2009), welche insbesondere

die möglichen Einflussfaktoren Lärmsensitivität

und erlebte Wohnqualität, individueller

Umgang mit Lärmbelastung

detailliert erfragt und in die Bewertung

mit einbezogen haben, sind als Ausgangsbasis

für die weitere Untersuchung der

aufgeworfenen Fragen besonders geeignet...."


weiterlesen hier

Neue Studie zu Krebs durch Fluglärm – näher betrachtet
Thomas Eikmann1, Anja zur Nieden1, Caroline Herr1,2


http://www.aerzteblatt-hessen.de/pdf/haeb10_158.pdf
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 06:33

Ja und was stellt denn ein Herr Schreckenberg zum Fluglärm fest?

Das UBA hat eine pdf online:


Zitat


"Die Annahme eines direkten Effekts der Flugverkehrsgeräusche auf die

körperliche Gesundheit konnte allerdings nicht bestätigt werden.

Aus der Stressforschung abgeleitete Annahme der vermittelnden Funktion

psychischer Stressreaktionen wird bestätigt. Ein rekursiver Prozess ist hierbei

wahrscheinlich, in Querschnittsstudien aber kaum nachweisbar.



Zentrales Erfolgskriterium wirksamer Lärmschutzmaßnahmen ist die Reduktion

psychischer und physischer Stressreaktionen....."

weiterlesen hier:


http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/veranstaltungen/nachtfluglaerm/schreckenberg.pdf
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 11:58

Hört, hört, das schreibt die FR online aktuell:

"...Das Verfahren sei mit dem Datenschutzbeauftragten abgestimmt, versichert Psychologie-Professor Rainer Guski von der Ruhr-Universität Bochum, der die Untersuchung leitet...."

http://www.fr-online.de/rhein-main/verkehrs--und-fluglaerm-was-krach-mit-uns-macht,1472796,10971584.html
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Beitragvon Mia » Donnerstag 6. Oktober 2011, 13:34

Klar, man nehme junge, gesunde Studenten, die sich ein Zubrot verdienen wollen und nehme an ihnen Messungen vor. "Sehr aussagekräftig" für die all die Bürger, die schon seit Jahren und jeden Tag mit Fluglärm belästigt werden. Dafür werden Forschungsgelder herausgeschmissen?

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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 15:36

@ Mia


Die Studentische Hilfskräfte sollen nur das Einweisen von Studienteilnehmern vornehmen.

Interessant ist aber, dass die Studie von
Psychologie-Professor Rainer Guski von der Ruhr-Universität Bochum geleitet wird.

Und auch die Aussagen von Eickmann und Herr im Ärzteblatt lassen schon vermuten, was bei der Studie als Ergebnis zu erwarten ist.
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 18:14

Mal schauen, was Prof. Guski so macht:

Zitat aus

Umwelt-Wahrnehmung und Umwelt-Bewertung

Rainer Guski & Anke Blöbaum

Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Psychologie Kognitions- und Umweltpsychologie


"Ähnlich wie bei der Geruchsbelästigung wirken auch bei der Lärmbelästigung unterschiedliche (Geräusch-)Quellenarten unterschiedlich belästigend. So zeigt die zusammenfassende Analyse von Bevölkerungsuntersuchungen zu Straßen-, Schienen- und Fluglärm (Miedema & Vos, 1998), dass Fluglärm bei vergleichbarer objektiver Belastung wesentlich lästiger wirkt als Straßen- oder Schienenlärm, was u. a. auf die stärkere potenzielle Gefährdung der Bevölkerung durch Abstürze zurückgeführt wird. ......


So konnten Finke, Guski und Rohrmann (1980) zeigen, dass die Belästigung durch Verkehrslärm auch abweichend vom Mittelungspegel je nach Uhrzeiten deutlich schwankte. Ebenso können auch personale Faktoren die empfundene Belästigung verstärken oder abschwächen. Hier sind besonders die individuelle Lärmempfindlichkeit, die subjektive Bewertung der Schallquelle und die Beurteilung eigener Bewältigungsstrategien zu nennen...... "

http://eco.psy.ruhr-uni-bochum.de/ecopsy/download/PJS_Stadtbeleuchtung/Guski+Bloebaum_enzyklopwahr_Mai_06.pdf
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 18:48

Schon 2004 interdisziplinär beschäftigt, Prof. Guski
(übrigens nicht der Einzige aus der Psychoecke in diesem Arbeitskreis)




"Fluglärm 2004

Stellungnahme des Interdisziplinären Arbeitskreises für
Lärmwirkungsfragen beim Umweltbundesamt

Prof. Dr. Rainer Guski, Bochum

Dir. und Prof. i. R. Dr. Hartmut Ising, Falkensee

Prof. Dr. Dr. Gerd Jansen, Heiligenhaus

Prof. Dr. Peter Költzsch, Dresden

Prof. Dr. Klaus Scheuch, Dresden

Prof. Dr. August Schick, Oldenburg

Prof. Dr. Wolfgang Schönpflug, Berlin

Prof. Dr. Manfred Spreng, Erlangen...."


http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/publikationen/fluglaermwirk.pdf
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 18:48

Ob das die Studienteilnehmer alles wissen?
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 6. Oktober 2011, 18:57

Nochmal giessener-anzeiger.de


Zitat


"Da die Kosten neben dem Land Hessen und den betroffenen Kommunen auch vom Flughafenbetreiber Fraport AG getragen werden, ist in die Studie wie von Letzterem gewünscht die Untersuchung der Auswirkungen von Schienen- und Straßenverkehr mit eingeschlossen. Ebenfalls beteiligt sind unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie die Universitäten in Bochum und Dresden.

"
http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/10760948.htm
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Beitragvon Juliane » Dienstag 1. November 2011, 21:58

Zitat aus

Fluglärm und seine Auswirkungen auf die Gesundheit und Belästigung der Bevölkerung
in der Rhein-Main-Region

*D. Schreckenberg1,2, T. Eikmann3, C.E.W. Herr3,4, U. Heudorf5,

M. Meis6, A. zur Nieden3

Umweltmed Forsch Prax 14 (5) 2009




"Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen den

Fluglärmpegeln und der erlebten Lärmbelästigung. Die Belastungs-

Wirkungsbeziehungen ergaben einen höheren Prozentanteil

an Fluglärmbelästigten als anhand von generalisierten Dosis-

Wirkungskurven aus der Literatur prognostizierbar. Hinsichtlich

des Gesundheitszustands zeigte sich, dass die befragten

Bewohner der Rhein-Main-Region im Vergleich zum Bundesdurchschnitt

seltener erkranken. Ein direkter Effekt der Flugverkehrsgeräuschbelastung

auf den Gesundheitszustand und die

Medikamenteneinnahme im Sinne einer Zunahme von gesundheitlicher

Beeinträchtigung mit steigendem Fluglärmpegel konnte

dabei nicht nachgewiesen werden. Allerdings wurde eine Zunahme

der Häufigkeit einzelner Gesundheitsbeschwerden und diagnostizierter

Erkrankungen mit steigender Intensität der erlebten

Fluglärmbelästigung festgestellt. Deutlicher noch waren die

Assoziationen zwischen der individuellen Lärmempfindlichkeit

und den berichteten Gesundheitsproblemen.

......."


http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/10934
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 1. Dezember 2011, 19:35

Oh je, Professor Eickmann, jetzt wird es aber eng:

Frankfurts Geldbürger in Zeiten des Fluglärms
viewtopic.php?t=16564
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Beitragvon Alex » Sonntag 4. Dezember 2011, 19:06

Falls Eikmann nichts findet. Andere haben bereits gefunden:

Bei Raten ändert sich das Verhalten, Plasma NE Werte und die Zellmorphologie im Temporallappen des Gehirns. http://de.wikipedia.org/wiki/Temporallappen

J Zhejiang Univ Sci B. 2011 Dec;12(12):969-75.
Aircraft noise exposure affects rat behavior, plasma norepinephrine levels, and cell morphology of the temporal lobe.
Di GQ, Zhou B, Li ZG, Lin QL.

Institute for Environmental Pollution Control Technology, Zhejiang University, Hangzhou 310058, China.

In order to investigate the physiological effects of airport noise exposure on organisms, in this study, we exposed Sprague-Dawley rats in soundproof chambers to previously recorded aircraft-related noise for 65 d. For comparison, we also used unexposed control rats. Noise was arranged according to aircraft flight schedules and was adjusted to its weighted equivalent continuous perceived noise levels (L(WECPN)) of 75 and 80 dB for the two experimental groups. We examined rat behaviors through an open field test and measured the concentrations of plasma norepinephrine (NE) by high performance liquid chromatography-fluorimetric detection (HPLC-FLD). We also examined the morphologies of neurons and synapses in the temporal lobe by transmission electron microscopy (TEM). Our results showed that rats exposed to airport noise of 80 dB had significantly lower line crossing number (P<0.05) and significantly longer center area duration (P<0.05) than control animals. After 29 d of airport noise exposure, the concentration of plasma NE of exposed rats was significantly higher than that of the control group (P<0.05). We also determined that the neuron and synapsis of the temporal lobe of rats showed signs of damage after aircraft noise of 80 dB exposure for 65 d. In conclusion, exposing rats to long-term aircraft noise affects their behaviors, plasma NE levels, and cell morphology of the temporal lobe.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22135145
PMID: 22135145 [PubMed - in process]
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Beitragvon CSN Tweetie » Dienstag 17. April 2012, 15:51

Twittermeldung:
NRW-Regierung beschließt #Nachtflugverbot für Passagierflüge in #Köln http://bit.ly/HPTjcN Frachtflüge nachts erlaubt (= ca 90%)
CSN Tweetie
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Beitragvon Juliane » Freitag 3. August 2012, 08:37

FR aktuell:


"Schlechte Nachricht für Fraport und den Flughafen Frankfurt: Fast 100 Ärzte aus dem Rhein-Main-Gebiet gehen gegen eine großangelegte Fluglärm-Studie der Hessischen Landesregierung auf die Barrikaden. Diese sei kontraproduktiv, weil sie schnelles Handeln zum Schutz der Bevölkerung verzögere.

Namhafte Mediziner aus Kliniken im gesamten Rhein-Main-Gebiet fordern den sofortigen Abbruch der NORAH-Studie zu den gesundheitlichen Auswirkung von Lärm. Das geht aus einem offenen Brief der Ärzte hervor, der der Frankfurter Rundschau vorab vorliegt. Sie argumentieren, dass bereits ausreichende nationale und internationale Studien mit sicheren Erkenntnissen darüber vorlägen, welche Auswirkungen der Fluglärm und die Emissionen auf die betroffene Bevölkerung haben. Die neuerliche Studie sei deshalb kontraproduktiv, weil sie auf Jahre ausgelegt sei und so „ein erforderliches und sofortiges Handeln zum Schutz der Bevölkerung mit dem Hinweis auf die laufende Studie verzögert wird“.

Unterschrieben ist der offene Brief von 90 Medizinern, darunter der Hirnforscher Wolf Singer, der Kardiologe Martin Kaltenbach, der Internist Ernst Scheuermann sowie zahlreiche Chefärzte verschiedener Kliniken. „Die Studienlage ist erschöpfend und vollkommen eindeutig, es ist deshalb überflüssig, dringend erforderliches Handeln mit einer neuerlichen Studie zu verzögern“, sagte Scheuermann der FR. Die Studie sei zudem unethisch, der Bevölkerung werde eine „scheinbare, nicht vorhandene Fürsorge vorgetäuscht“, so der Internist.

Ergebnisse Mitte 2014 erwartet

Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus, das die Studie in Auftrag gegeben hat, widersprach dieser Darstellung: Mehrere Ethikkommissionen hätten die Studie befürwortet, erklärte Geschäftsführer Günter Lanz. Auf einer Experten-Diskussion im April 2010 seien sich die Teilnehmer einig gewesen, dass es „noch Forschungslücken“ gebe. Im September 2010 habe der Hessische Landtag einstimmig beschlossen, die Studie zu unterstützen. Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus in Kelsterbach hat die Aufgabe, den Dialog aller vom Flughafen-Ausbau Betroffenen zu fördern.

Die Lärmwirkungsstudie NORAH (Noise Relatet Annoyance, Cognition and Health) wird über sieben Millionen Euro kosten. Abschließende Ergebnisse werden Mitte 2014 erwartet. Insgesamt sollen über zwei Millionen Bürger und Bürgerinnen mit einbezogen werden. Für die wissenschaftliche Qualitätskontrolle würden erhebliche Anstrengungen unternommen, sagte Lanz. „Wir wollen eine absolut saubere Studie hinlegen.“ Wenn NORAH „gut gemacht ist“, könnte die Studie den Druck, das Fluglärmgesetz zu verschärfen, „maßgeblich erhöhen“.

Die Mediziner berufen sich in ihrem offenen Brief an die Ärztekammern, die Deutsche Herzstiftung, das Umweltbundesamt und den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auch auf eine Resolution des Deutschen Ärztetages vom Mai. Darin wird die Politik aufgefordert, „die Bevölkerung vor den Folgen des Flugverkehrs durch Flugzeug-Abgase und Lärmemissionen nachhaltig und umfassend zu schützen“. Diese Forderung, so die Resolution ergebe sich „aus der wissenschaftlichen Evidenz“.

http://www.fr-online.de/flughafen-frankfurt/norah-studie-fluglaerm-aerzte-fordern-abbruch-der-fluglaermstudie---sofort,2641734,16787488.html
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Beitragvon Clarissa » Freitag 3. August 2012, 08:46

Ja die Volksgesundheit hat keinen hohen Stellenwert in diesem Land, hier in Berlin und Brandenburg werden mehr oder weniger alle Beschwerden und Klagen der Bürger abgewiesen.

Der Flughafen BER "Willy Brandt" ist zum Politikum verkommen und die Gerichte entscheiden auch brav in diese Richtung.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Beitragvon Twei » Freitag 3. August 2012, 13:40

...Die Lärmwirkungsstudie NORAH (Noise Relatet Annoyance, Cognition and Health) wird über sieben Millionen Euro kosten....


Gewinner sind vermutlich die Studienersteller....
Wenn man die anschließende Verneinung zur Umsetzung der Lärmverhinderung von Anfang schon in Betracht gezogen hat, dann ist die Studie eine Verschwendung von Steuergeldern...
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Beitragvon Juliane » Freitag 3. August 2012, 15:13

Zitat aus

Umwelt-Wahrnehmung und Umwelt-Bewertung
Rainer Guski & Anke Blöbaum
Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Psychologie Kognitions- und Umweltpsychologie

"Ebenso können auch personale Faktoren die empfundene Belästigung verstärken oder abschwächen. Hier sind besonders die individuelle Lärmempfindlichkeit, die subjektive Bewertung der Schallquelle und die Beurteilung eigener Bewältigungsstrategien zu nennen...... "

Schätzungsweise wird man mit NORAH feststellen, dass Fluglärm nur Denjenigen schädigt, der sich über den Fluglärm aufregt. Und damit sind dann alle Ethik-Kommisionen und selbstverständlich auch alle Risikomanager in diesem Land absolut befriedigt.
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Beitragvon Juliane » Freitag 3. August 2012, 15:29

Der Wahnsinn hat Methode:

Professor Dr.Dr.Andreas Henselüber gefühlten Risiken

viewtopic.php?t=9647
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Beitragvon Schneeweisschen » Freitag 3. August 2012, 15:40

Ein Vorschlag:

Die Studienleiter erhalten zum Objektivieren des Sachverhaltes ein Büro und eine Dienstwohnung in der Haupteinflugsschneise.
Vor, während und nach der Studie wird ein psychologischer Test und eine körperliche Untersuchung durchgeführt.

Das wäre fair.
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Beitragvon Clarissa » Freitag 3. August 2012, 16:21

Genialer Vorschlag, der wird aber bestimmt nicht umgesetzt, denn diese Fachleute handeln immer nach dem Skt. Floriansprinzip.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Beitragvon Juliane » Freitag 3. August 2012, 16:32

Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus hat die Studie in Auftrag gegeben
http://www.forum-flughafen-region.de/forum/umwelthaus/


Na und da schau her auch wieder so eine GmbHG:

"Verwaltungsrat

1. Die Gesellschaft hat einen Verwaltungsrat, für den die in § 52 Abs. 1 GmbHG genannten Bestimmung des Aktiengesetzes nicht zur Anwendung kommen, soweit nicht in dieser Satzung anders bestimmt. Der Verwaltungsrat besteht aus mindestens 9 Mitgliedern. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch die Gesellschafterversammlung bestellt und abberufen. Die nachfolgend benannten Einrichtungen und juristischen Personen haben ein Vorschlagsrecht für die nachfolgend bezeichnete Anzahl von Verwaltungsratsmitgliedern:

- Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt: 1 Mitglied

- Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide: 1 Mitglied

- Stadt Neu-Isenburg: 1 Mitglied

- Land Hessen: 2 Mitglieder

Fluglärmkommission: 1 Mitglied

Expertengremium „Aktiver Schallschutz" als Bestandteil des „Forums Flughafen und Region": 1 Mitglied

- Deutsche Lufthansa AG: 1 Mitglied

- Stadt Frankfurt: 1 Mitglied "

http://www.forum-flughafen-region.de/uploads/media/Satzung_Umwelthaus_GmbH_endg.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 5. August 2012, 16:12

PD Dr. med. Ursel Heudorf

7 2012 • Hessisches Ärzteblatt

Die NORAH-Studie zu Fluglärmwirkungen

(Noise Related Annoyance, Cognition, and Health)

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Köln, Hörzentrum Oldenburg GmbH, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, Möhler und Partner Ingenieure AG aus München, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, Sozialwissenschaftliches Umfragezentrum GmbH in Duisburg, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der Technischen Universität Dresden, Abteilung Psychologie II der Technischen Universität Kaiserslautern, Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung in Hagen (ZEUS GmbH). ......



Die Zuhörer der Tagung Flughafenhygiene waren beeindruckt von dem NORAH-Projekt und wünschten den Leitern viel Erfolg bei der Durchführung der Studie. Die Vorträge sind – wie die Beiträge bei den früheren Tagungen auch – im Internet eingestellt unter http://www.frankfurt.de Suchwort Flughafenhygiene. Weitere Informationen zur NORAH-Studie finden Sie unter http://www.umwelthaus.org und http://www.norah-studie.de

Anschrift der Verfasserin
PD Dr. med. Ursel Heudorf
Amt für Gesundheit
Breite Gasse 28, 60313 Frankfurt

E-Mail: ursel.heudorf@stadt-frankfurt.de


http://ww4.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2012/2012_07/2012_07_07.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 5. August 2012, 16:18

Zitat von http://ausbaugegner.info

"Dr. Ursula Fechter sagte am 3. August 2012 um 14:59 :
Hier der offene Brief in voller Länge:
Frankfurt den 01.08.2012

Offener Brief der unterzeichnenden Ärzte zur Veröffentlichung von U. Heudorf
„Die NORAH-Studie zu Fluglärmwirkungen“, Hessisches Ärzteblatt 73: 447-452, 2012

Die hier unterzeichnende Ärzteschaft weist mit Nachdruck darauf hin, dass die vorhandenen Studien und Forschungsgrundlagen bereits ausreichend sichere Erkenntnisse darüber bieten, welche Auswirkungen Fluglärm und Emissionen auf die betroffene Bevölkerung haben.

Die Resolution des 115. Deutschen Ärztetages 2012 fordert die Politik unmissverständlich auf, „die Bevölkerung vor den Folgen des Flugverkehrs durch Flugzeugabgase und Lärmemissionen nachhaltig und umfassend zu schützen“ und betont weiter, „es ist nicht hinnehmbar, wirtschaftliche Interessen wider besseres Wissen flächendeckend zu Lasten der Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung durchzusetzen.“

Diese Forderung ergibt sich, so der Deutsche Ärztetag, aus der „aktuellen wissenschaftlichen Evidenz“, die eindeutig ist. Die Entschließung des Deutschen Ärztetages weist klar auf die deutlich zu hohen Grenzwerte im Fluglärmgesetz hin, die in einem offensichtlichen Widerspruch zu vorhandenen Erkenntnissen von nationalen sowie internationalen Studien stehen.

Um jetzt politisch handlungsfähig zu sein, sind nach Auswertung der vorhandenen aktuellen Studienlage weitere Studien, wie z.B. die NORAH-Studie nur kontraproduktiv, da diese auf Jahre ausgelegt sind und so ein erforderliches und sofortiges Handeln zum Schutz der Bevölkerung mit dem Hinweis auf laufende Studien verzögert wird. Es ist absurd, wenn in Kenntnis wissenschaftlich belegter Risiken des Fluglärms und der Abgase für die Gesundheit der betroffenen Menschen die Belastung erst rücksichtslos gesteigert wird, um anschließend die zu erwartenden Auswirkungen in einer Studie zu erfassen.

Insbesondere nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest, seit dem 21.10.2011, durch den Frankfurter Flughafen sind tagtäglich weitere, mehr als 100.000 Menschen, einer massiven, maximalen Belastung durch Flugzeugabgase und Lärmemissionen schutzlos ausgeliefert.

Zudem verstößt die NORAH-Studie gegen die Leitlinien und Empfehlungen zur Sicherung von „Guter epidemiologischer Praxis“ der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Diese legt u.a. eindeutig fest: Epidemiologische Studien müssen im Einklang mit ethischen Prinzipien durchgeführt werden und Menschenwürde sowie Menschenrechte akzeptieren.
Mit der NORAH-Studie wird gegen diese Leitlinie vorsätzlich verstoßen. Der Bevölkerung wird eine scheinbare, nicht vorhandene Fürsorge vorgetäuscht, um die gesundheitsgefährdenden Fluglärmbelastungen nach Belieben weiter zu steigern.

Die Berufsordnung für Ärzte und Ärztinnen in Hessen beschreibt u.a. in ihren Grundsätzen: „…Aufgabe des Arztes ist es, an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mitzuwirken.“

Um weiteren Schaden von der betroffenen Bevölkerung abzuwenden, sehen wir es als unsere ärztliche Pflicht an, auf diese Umstände hinzuweisen, wie auch zu fordern, dass die Politik durch sofortige geeignete Maßnahmen die Rahmenbedingungen zum ausreichenden Schutz schafft und umgehend, und nicht erst in sechs Jahren auf der Grundlage einer ethisch fragwürdigen Studie, realisiert."

http://ausbaugegner.info/


http://www.facebook.com/pages/BIS-B%C3%BCrgerinitiative-Sachsenhausen-gegen-neue-Landebahn/177124605669498
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 5. August 2012, 16:24

Jetzt mal bitte wieder ganz langsam für mich als dumme deutsche Kartoffel.
Das ist eine Lärmstudie über den Fluglärm am Flughafen Frankfurt am Main in Deutschland - warum ist es dann schon wieder auf Englisch?

"Die NORAH-Studie zu Fluglärmwirkungen
(Noise Related Annoyance, Cognition, and Health)"


So behaupten unsere Kapazitäten immer sie könnten mit den englischsprachigen Studien nichts anfangen weil sie nicht so perfekt in dieser Sprache sind. Aber plötzlich kommen dann Studien auf den Markt von deutschen Universitäten mit deutschen Steuergeldern finanziert und sie sind auf Englisch.

Wie lange wollen die uns eigentlich noch verar...en?
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Juliane » Sonntag 5. August 2012, 16:30

@ Clarissa

es soll halt "wissenschaftlich" klingen

Aber schau mal rein:



Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Köln, Hörzentrum Oldenburg GmbH, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, Möhler und Partner Ingenieure AG aus München, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, Sozialwissenschaftliches Umfragezentrum GmbH in Duisburg, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der Technischen Universität Dresden, Abteilung Psychologie II der Technischen Universität Kaiserslautern, Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung in Hagen (ZEUS GmbH)

http://ww4.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2012/2012_07/2012_07_07.pdf

http://www.norah-studie.de/

Na, ist doch klar, was dabei rauskommen soll.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 5. August 2012, 16:49

Mal alle Links zu den genannten Unis und GmbHs aus dem Ärztenlattartikel:
http://ww4.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2012/2012_07/2012_07_07.pdf



Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Köln

http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10258/


Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen,

http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_hyg/index.html

Möhler und Partner Ingenieure AG aus München
http://www.mopa.de/

Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum,
http://www.psy.ruhr-uni-bochum.de/


Sozialwissenschaftliches Umfragezentrum GmbH in Duisburg,
http://www.suz-umfragen.de/

Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der Technischen Universität Dresden,
http://www.tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/medizinische_fakultaet/inst/ias/

Abteilung Psychologie II der Technischen Universität Kaiserslautern
http://www.sowi.uni-kl.de/psychologie-ii/home/


Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung in Hagen (ZEUS GmbH)

http://www.ipu-ev.de/sites/default/files/dateiablagen/Zeus_06.%202012.pdf



Spin-Offs Psychologie
ZEUS GmbH
Theorie hat nichts mit Praxis zu tun? Nicht so bei der ZEUS GmbH, dem Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung! Hier wird wissenschaftlich-methodische Kompetenz direkt in die Praxis umgesetzt, sei es durch Testkundeneinsätze im öffentlichen Nahverkehr, Befragungen zur Wirkung von Fluglärm, ..... Im Zentrum des Interesses steht immer die Wechselwirkung zwischen Menschen und ihrer physischen und sozialen Umwelt. Gutachten, Evaluationen und Beratung erfolgen durch interdisziplinäre Arbeitsteams und werden flexibel auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Auftraggeber aus der Praxis abgestimmt.

http://www.ruhr-uni-bochum.de/wissenstransfer/forschungstransfer/spin-offs/psychologie/index.html

Hörzentrum Oldenburg GmbH,
http://www.hoerzentrum-oldenburg.de/web/start/index.shtml
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Beitragvon Juliane » Sonntag 5. August 2012, 16:52

Wahrscheinlich wissen die Aktivisten in Frankfurt und Umgebung gar nicht, was inhaltlich von NORAH zu erwarten ist.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 12. August 2012, 08:12

http://www.fr-online.de


Um die Norah-Fluglärmstudie ist inzwischen ein regelrechter Streit
entbrannt: Ärzte bezeichnen die Studie als überflüssig, schlagen eine
Einladung der Initiatoren zum Dialog aus und fordern ethische
Kontrollen. Die Initiatoren verteidigen ihre Untersuchung.

So richtig wollte sich Johann-Dietrich Wörner am Freitagnachmittag im
Umwelt- und Nachbarschaftshaus nicht freuen. Lieber hätte er mit den
Ärzten diskutiert, die den Abbruch der Lärmwirkungsstudie Norah
gefordert haben. Stattdessen nun diese kurzfristig einberufene
Pressekonferenz, um die Notwendigkeit der Studie noch einmal zu
unterstreichen. Wörner, der als Vorsitzender des Forums Flughafen &
Region den Dialog zwischen den Menschen im Rhein-Main-Gebiet und der
Luftverkehrswirtschaft fördern soll, hatte Verstärkung mitgebracht:
die Leiter der verschiedenen Bausteine, aus denen diese über drei
Jahre geplante, interdisziplinäre Studie besteht.

Nach Angaben von Rainer Guski, Ruhr-Universität Bochum, wurde der
Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen-Ausbau auf Grundlage
„alter Daten“ getroffen. Jetzt gehe es darum, Erkenntnisse zu sammeln,
die die seiner Ansicht nach zu hohen Grenzwerte im Fluglärmgesetz
infrage stellen könnten. Guski führt zusammen mit Dirk Schreckenberg
von der Zeus GmbH in Hagen so etwas wie die Oberaufsicht über das
ambitionierte Projekt.

Norah biete, so Schreckenberg, die Möglichkeit zu erforschen, welche
Auswirkungen die neue Landebahn, das Nachtflugverbot und der
Flugbetrieb am frühen Morgen und am späten Abend auf die Gesundheit
haben. Erstmals werde untersucht, „was mit Menschen passiert, wenn
mehrere Lärmquellen zusammenkommen“. Maria Klatte von der TU
Kaiserslautern, die für eine Untersuchung von 29 Grundschulen im
Rhein-Main-Gebiet verantwortlich ist, beteuerte, dass es „ganz viel
Forschungsbedarf und offene Fragen“ gebe. Man habe in den bekannten
Studien „widersprüchliche Aussagen vorgefunden“, ergänzte Bettina
Brohmann vom Darmstädter Ökoinstitut.

Ebenfalls anwesend: der für die Blutdruckmessungen zuständige Thomas
Eikmann (Uni Gießen) und Andreas Siedler von der Uni Dresden. Er wird
die Daten von 1,5 Millionen gesetzlich Versicherten auswerten und
24.000 von ihnen befragen


http://www.fr-online.de/flughafen-frank ... 60816.html
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Beitragvon Juliane » Sonntag 12. August 2012, 08:32

Bundesrepublik Täuschland

viewtopic.php?t=18240
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Beitragvon Gatano » Montag 13. August 2012, 09:50

Gefühlte Risiken?
Die Deutschen sind nicht so hysterisch wie es mancher Wissenschaftler gerne hätte.


Verkannte Gefahr - Mehrheit der Deutschen unterschätzt die steigende Gefahr von Naturkatastrophen (AUDIO)
[GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
13.08.12 - 00:10

http://www.presseportal.de/meldung/2305234
--- > ots.Audio: Radiobeitrag abrufbar
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Beitragvon Thommy the Blogger » Montag 13. August 2012, 15:32

Ein informativer Artikel zur Fluglärmstudie und den Studienleitern im CSN Blog:


Beipackzettel zur NORAH- Fluglärm Studie
Fluglärmstudie, Notizen zu den Machern
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/08/13/beipackzettel-zur-norah-fluglarm-studie/
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Beitragvon Twei » Montag 13. August 2012, 20:41

Kennt jemand die ge-X-ten Stellen in jenem Dokument, was im Blog verlinkt ist?
http://www.aerzteblatt-hessen.de/pdf/haeb10_158.pdf
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Beitragvon Christoph » Montag 13. August 2012, 21:28

Kennt jemand die ge-X-ten Stellen in jenem Dokument, was im Blog verlinkt ist?
http://www.aerzteblatt-hessen.de/pdf/haeb10_158.pdf


Interessant - der Artikel fehlt in der online gestellten http://ww4.laekh.de/upload/Hess._Aerzte ... 3_2010.pdf \"vollständigen\" , die entsprechenden Seiten fehlen ganz einfach. Im Inhaltsverzeichnis steht er aber drin. Seltsam.

- Editiert von Christoph am 13.08.2012, 22:37 -
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Beitragvon Twei » Montag 13. August 2012, 22:12

Ja - Christoph, dass ist wie verhext.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 14. August 2012, 01:25

Sehr merkwürdig.

Ich hatte nur geprüft, ob der Link noch geht.
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Beitragvon Twei » Dienstag 14. August 2012, 18:32

@ Juliane
Vielen Dank für Deinen Blog - http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/08/13/beipackzettel-zur-norah-fluglarm-studie/

Das ist ein Thema was uns alle angeht!
Denn die Flugzeiten und der Flugbetrieb sollen aufgrund der "Wirtschaftlichkeit" und der "Einnahmesteigerung" bundesweit immer mehr ausgeweitet werden. Und da soll NORAH gegen helfen ???
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 15. August 2012, 01:26

Hier sagt Einer, was von der Studie zu halten ist:


Martin Kessel im Interview mit der FR.

"Die Norah-Studie ist überflüssig, weil sie als Ergebnisse das bringen wird, was die Auftraggeber bezwecken. Über einen längeren Zeitraum tun die Wissenschaftler so, als würden sie etwas Neues erforschen. Am Ende wird gesagt, dass Fluglärm eine Frage der Betroffenheit ist."

http://www.fr-online.de/flughafen-frank ... 69536.html

Martin Kessel ist Vorsitzender des Vereins Deutscher Fluglärmdienst. http://www.dfld.de/DFLD/index.htm

http://www.hr-online.de /website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_43747731
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Beitragvon Kira » Mittwoch 15. August 2012, 09:31

Hier sagt Einer, was von der Studie zu halten ist:


Martin Kessel im Interview mit der FR.

"Die Norah-Studie ist überflüssig, weil sie als Ergebnisse das bringen wird, was die Auftraggeber bezwecken. Über einen längeren Zeitraum tun die Wissenschaftler so, als würden sie etwas Neues erforschen. Am Ende wird gesagt, dass Fluglärm eine Frage der Betroffenheit ist."

http://www.fr-online.de/flughafen-frank ... 69536.html

Martin Kessel ist Vorsitzender des Vereins Deutscher Fluglärmdienst. http://www.dfld.de/DFLD/index.htm

http://www.hr-online.de /website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_43747731


Damit ist schon alles gesagt!!!
Danke Juliane für deinen wichtgen Blogbeitrag;0)
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Re: Prof. Eikmann plant größte Fluglärmstudie

Beitragvon Twei » Freitag 5. Juli 2013, 08:33

Bekommen wir jetzt schon die ersten Lobby-gesteuerten Studien, die Fluglärm und Stress verharmlosen sollen oder eher gesagt verklären?

Oder ist es nur ein Gruß der NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL-Industrie?

... «Das bedeutet, dass man sich im Rahmen mehrerer Beschallungen nicht an den Fluglärm gewöhnt, sondern das Ausmass der Gefässschäden eher zunimmt», erklärte Münzel.

Vitamin C kann helfen

In der Studie zeigte sich zudem, dass sich die Gefässschädigung mit Vitamin C therapieren lässt. Vitamin C binde die freien Radikale im Blut, die sich aufgrund des Lärms gebildet hatten. «Das bedeutet freilich nicht, dass sich durch Vitamin C die Folgen von Fluglärm einfach lösen lassen», betonte Erstautor Frank Schmidt von der Universitätsmedizin Mainz.... (fko/sda)

Erstellt: 02.07.2013, 19:28 Uhr
ausführlich siehe http://bazonline.ch/wissen/medizin-und- ... y/27179326

#NORAH #Fluglärm #Lobby #Studie #Stress #Lärm
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Re: Prof. Eikmann plant größte Fluglärmstudie

Beitragvon Kira » Freitag 5. Juli 2013, 10:18

"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
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