Desinfektionsmittel

Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Dienstag 29. Juli 2008, 10:43

Ausgehend von Luccas Beitrag am 28.07.08 in http://www.csn-deutschland.de/forum/showthread.php?id=7171&eintrag=80
beginne ich hier eine Info-Sammlung zu Desinfektionsmitteln.

Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass wir MCS-Erkrankten (und wahrscheinlich einige andere Menschen auch) gesundheitliche Probleme durch Desinfektionsmittel bekommen.

Gerade auch die Desinfektionsmittel dürften uns einen Arzt- oder Krankenhausbesuch erschweren oder gar unmöglich machen.

Speziell "Umwelt-Abteilungen" der Kliniken, die sich um Umwelterkrankte bemühen wollen, sollten diese Tatsache respektieren und in Zukunft reagieren.

Sicher, die angestrebte Reaktion der Kliniken ist ein sehr weit entferntes Ziel und möglicherweise nicht zu erreichen. Eine Reaktion der Kliniken liegt genau genommen auch nicht in unserer Verantwortung.
Die Reaktion liegt in der Verantwortung der Kliniken.

Unsere Verantwortung aber wäre ein deutliches Aufmerksam-Machen auf das Problem.

Nur am Rande:
Falls Umweltkliniken meinen, hier könne mit "Psycho" dagegen gehalten werden, so meine ich, dass nicht einmal dieses "Argument" haltbar wäre: Es käme auch niemand auf die Idee, einen Höhenphobiker zum Erstgespräch auf das Dach eines Hochhauses zu bestellen.

Einen wissenschaftlichen Anhaltspunkt in Hinblick auf Gesundheitsprobleme durch Desinfektionsmittel sehen wir in einer Studie von Millqvist,
vgl. CSN-Blog: http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/25/alkohol-in-parfums-und-duftstoffen-verstaerkt-gesundheitsbeschwerden/ .

Alkohol und Duftstoffe sind nicht nur in Parfums enthalten, sondern auch in Desinfektionsmitteln.
Darüber hinaus gibt es möglicherweise auch noch weitere Inhaltsstoffe als Ursache für die gesundheitliche Belastung durch Desinfektionsmittel.






Zu Desinfektionsmitteln:

Zur Hautdesinfektion traf ich bei niedergelassenen Ärzten und auch in Krankenhäusern häufig Kodan und Cutasept an. Auf beide reagiere ich sehr stark.

München: Das Rechts der Isar verwendet Kodan. (Prof. Zilker wahrscheinlich auch.)


Einige Links zu einzelnen Desinfektionsmitteln:

Kodan: http://www.schuelke-mayr.com/de/de/public_utility/product/31594.htm
Cutasept F: http://www.sitech.meb.uni-bonn.de/su/umweltschutz/gefahrstoff/text/cutasept_f_prod1.pdf
Sterillium: http://www.hygi.de/bode_sterillium,pd,2047.html
Sagrotan: http://www.apotheke2u.de/apotheke-medikament/3911624--sagrotan-med-spruehdesinfektion.html?sess_id=4e7e769cb3572d1595f64fdf4aaa1c38


Es gibt wohl alkoholfreie Desinfektionsmittel.
Es gibt wohl duftstofffreie Desinfektionsmittel.

Leider kann ich die gesamten Inhaltsstoffe der Desinfektionsmittel hinsichtlich Wirkung bei MCS nicht beurteilen.
Ich gehe außerdem davon aus, dass nicht sämtliche (!) Inhaltsstoffe angegeben werden müssen.




Das RKI gibt Listen heraus zu den vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmitteln und -verfahren. Ich nehme an, dass keine anderen Desinfektionsmittel in Kliniken verwendet werden, als die vom RKI anerkannten.

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Desinfektionsmittel/desinfektionsmittel__node.html

Über diese Seite kommt man zur Desinfektionsmittelliste des RKI in der zur Zeit wohl aktuellen 15. Ausgabe und den Nachtrag dazu.
In der Desinfektionsmittelliste stehen auf S. 4-13 Hersteller und Präparate der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren.




Einige Links zu Desinfektionsmittel-Herstellern und ihren Desinfektionsmitteln.
(alphabetisch, unter Einbeziehung einiger vom RKI genannter Hersteller;
Dr. nicht berücksichtigt bei der alphabetischen Einordnung, also z.B. Dr. Nüsken unter N).
Ich möchte damit jemandem, der sich mit Desinfektionsmitteln auskennt, die Weitersuche erleichtern.

Antiseptica:
http://www.antiseptica.com/

Bode:
http://www.bode-chemie.de/produkte/index.php

Braun:
http://www.bbraun.de/index.cfm?uuid=D9A0E4B32A5AE6266E8D0E445770BB28&object_id=3085715&mode=1
(Hier muss man sich leider ziemlich weit durchklicken.)

Desomed (kündigt für demnächst neue Internetpräsenz an):
http://www.desomed.de/

Dreiturm-Desinfektionsmittel und Desinfektionsreiniger:
http://www.hygi.de/dreiturm-0,1081,30.html

Ecolab:
http://www.ecolab-hygienesysteme.de/
http://www.ecolab.de/ (wird z.Zt. überarbeitet und steht nicht zur Verfügung)
(Flächendesinfektion, z.B. Incidin: http://www.ecolab.at/website/hygiene/home/divisions/health-care/flaechendesinfektion/)

Fresenius Kabi bezüglich Ultrasol F:
http://www.sitech.meb.uni-bonn.de/su/umweltschutz/gefahrstoff/text/ultrasol_f_prod.pdf

GBR Langmann (Vertrieb, Österreich):
http://www.langmann.co.at/Arcana.htm

gr-Chemie:
http://www.gr-chemie.de/desinfektionsmittel/desinfektionsmittel-pue.htm
GUROCID Q08 U ist parfumfrei (kingt aber sonst nicht so gut bezüglich Inhaltsstoffen).

(Kesla Pharma:
http://www.kesla-sales.com/Shop/Shop/default.asp?p=20)

Lysoform:
http://lysoform.de/pro.htm

Merz Hygiene:
http://www.merz-hygiene.de/sortiment/

Metasys:
http://www.metasys.com/de/redaktion.php?bereichs_id=35&publish=1

(zu MFH Marienfelde und Tensodur 103, angegeben vom RKI, habe ich nichts gefunden:
http://www.kwp-consult.de/preisvergleich/1139867/)

Dr. Nüsken Chemie:
http://www.nuesken.de/html/produktinfo.html

proCura und Heliosept:
http://www.procura-hymed.de/
(in linker Spalte anklicken)
proCura Sept ist laut Herstellerangabe parfumfrei.

Schülke und Mayr, Produkte in der linken Spalte anklicken :
http://www.schuelke-mayr.com/de/de/service/38984.htm

Dr. Schumacher:
http://www.schumacher-online.com/php/index.php?language_id=DE

Tanat PROFESSIONAL:
http://www.tana.de/



Was wisst ihr über Desinfektionsmittel?
Eventuell auch: Welche Reaktionen habt ihr darauf?

Luccas Frage war z.B.:
"Kennt sich einer näher mit Desinfektionsmitteln in Krankenhäusern / Umweltambulanzen / Umweltkliniken aus?
Wir sollten Infos sammeln und dann zur Tat schreiten."

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Beitragvon Ma Baker » Dienstag 29. Juli 2008, 21:26

In Bredstedt wird Sterillium ohne Duft verwendet.
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Beitragvon Annamaria » Dienstag 29. Juli 2008, 22:46

Danke für deine Auskunft, Ma Baker.

Das dürfte in Bredstedt also Sterillium classic pure sein, farbstoff- und parfumfrei:

http://www.bode-chemie.de/produkte/haende/sterillium_classic_pure.php
Und hier das Sicherheitsdatenblatt: http://www.bode-chemie.de/sida/DE_R10449.PDF
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Beitragvon Annamaria » Donnerstag 31. Juli 2008, 12:56

Hallo, war das schon alles?
Hat jemand noch Beiträge zu diesem Thema?



STECKBRIEF

GESUCHT WERDEN:

1. Namen der tatsächlich verwendeten Desinfektionsmittel in Krankenhäusern / Umweltambulanzen / Umweltkliniken zur Haut-, Geräte- , Flächen- und Raumdesinfektion. (Entsprechendes auch in Arztpraxen.)

2. Wissenschaftliche Studien oder Artikel, die sich mit der Auswirkung von Desinfektionsmitteln auf Mensch / Tier befassen. (Ausgenommen sind hier "tendenziöse" Artikel, sprich: Werbung)

3. Experten aus dem Forum, die uns zu den Inhaltsstoffen von Desinfektionsmitteln mehr oder Näheres hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen sagen können, als aus den Datensicherheitsblättern zu entnehmen ist.

4. am Rande auch: Betroffene, die ihre Reaktionen auf spezielle Desinfektionsmittel genau beschreiben können und mitteilen wollen.


BELOHNUNG:

In anderen Beiträgen des Forums erfahren wir zur Zeit, dass Wissenschaft käuflich ist.
Da ich über keine Drittmittel verfüge, biete ich Folgendes an:

Für jeden Teilnehmer, der hier 3 oder mehr weiterführende Beiträge einstellt, spende ich 10.- € an Greenpeace. Die Spendenquittung lasse ich euch zukommen.

Zugegeben, das ist nicht so der Renner. Ansonsten (und das ist jetzt gleichzeitig die Frage an den Administrator, ob wir mit meinem Angebot in den Bereich eines kommerziellen Forums abgleiten)
könnte ich nur noch Immaterielles anbieten, wie Ehre oder Dankbarkeit.

Mein Angebot gilt bis einschließlich 31. August 2008.



- Unabhängigkeitserklärung: Ich bin nicht abhängig von Greenpeace, und Greenpeace nicht von mir.
Dies soll auch keine Werbung sein. Falls jemand einen anderen Spendenempfänger bevorzugt, bin ich bereit zu verhandeln.


Annamaria
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Beitragvon Mary Poppins » Sonntag 3. August 2008, 21:13

Sind z.B. Umweltambulanzen nicht sogar verpflichtet einem Patienten vorab
Auskunft zu erteilen was genommen wird?
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Beitragvon Monja » Montag 4. August 2008, 11:03

Hi liebe Anamaria,
KODAN, was du als erstes oben nennst, bekam ich vor einer Woche
in eine frische Wunde, da ich einen Unfall hatte. Trotz meiner Bedenken
kam keine Reaktion, bin selbst überrascht. Evtl.liegt es daran, dass
ich sagte: "nicht sprühen!!!", also wurde es per Tupfer 3 x über die
offene Wunde gewischt. Hat ziemlich gebrannt und es kam ordentlich Schmutz
raus. Für Zuhause die nächsten Tage hatte ich dann OCTENISEPT Wunddesinfektion,
weil es billiger ist, auch damit passierte nichts. Wie ich in einem thread ja
schon schrieb, hatte ich danach fast 5 Tage so gut wie keine MCS, was ich
ebenfalls als unbegreifliches Wunder sehe.

Auch bei jeder Blutabnahme etc. sollte man immer sagen: "nicht sprühen !!!",
nur wischen, das machen sie dann auch. Gerade ganz junge Helferinnen sprühen
gern mal richtige Massen, völlig sinnlos. Man muss echt schnell reagieren.
Ich denke, der "Sprühnebel" ist für uns das schädlichste.

Bei einem größeren Unfall vor 8 Jahren bekam ich zur Reinigung WASSERSTOFF-
PEROXID-Lösung (heißt das so?) und ebenfalls danach Betaisodona-Salbe, trotz
MCS ist auch das gut gegangen. Allerdings habe ich beide Male Tetanus-Impfungen
abgelehnt, die machten mir nun doch zu viel Angst bei MCS.

Eine Schweizer MCS-Dame empfahl nach der Wunddesinfektion ein Puder, CITATREX,
das gibts aber leider in Deutschland nicht, auch nichts ähnliches, es ist der
Nachfolger von NEBACETIN- Puder, was ich im Tropeninstitut vor 30 Jahren mal bekam.
Es enthielt Antibiotika. Sie verträgt das Puder gut, trotz MCS, wir müssen danach
wohl weiter Betaisodona nehmen, auch das wurde gut vertragen, obwohl ich sonst
auf kleinste Zusatzstoffe reagiere, z.B. in Calcium oder anderen Medikamenten.
Liebe Grüße von Monja
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Beitragvon Silvia K. Müller » Dienstag 5. August 2008, 16:02

Hallo Annamaria,
ich habe eine Dokumentation, dass in der Umweltambulanz Giessen laut Prof. Herr, damals noch Dr. Herr, keine Desinfektion durchgegführt wird. Ich hätte dort von Gericht aus begutachtet werden. Da meine Reaktionen auf Desinfektionsmittel lebensbedrohlich sind, gingen meine Eltern und ich den Dingen auf den Grund.

Meine Mutter und mein Vater fuhren nach Giessen und besichtigten die Umweltambulanz. Es zeigte sich genau das Gegenteil.
Mein Mann rief dort an und sprach als Arzt mit dem Assistenzarzt, der ebenfalls Desinfektion in der Umweltambulanz bestätigte.
Ich schrieb den Leiter des Uniklinikums an und erfuhr von dort schriftlich, dass man desinfiziere, auch in der Umweltambulanz, weil es das Gesetz vorschreibe.

Ich suche den ganzen Vorgang aus meinen Akten heraus und stelle ihn ein.
Ihr werdet staunen.

Viele Grüsse,
Silvia
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Mittwoch 6. August 2008, 00:27

Liebe Silvia,

das klingt ja enorm spannend. Ein richtiger Krimi. Ob auch Frau Professor schon zittert?
- Nimmt man den Titel "Professor" eigentlich automatisch mit, wenn man die Uni verlässt? Frau Professor ist jetzt ja an einem Amt in Bayern, glaube ich.-
Bin schon sehr gespannt auf deinen Beitrag, Silvia.

Liebe Mary Poppins, liebe Monja,
auch euch möchte ich sehr danken für eure Beiträge.

Also mir hat noch nie jemand gesagt, was er / sie gerade zum Desinfizieren nehmen möchte.

Ich mache es ähnlich wie Monja. Ich rufe schnell "Halt" und bitte darum, nichts oder wenn schon, dann reinen Alkohol zu nehmen. Nicht gesprüht, sondern damit abgetupft (zum Beispiel zur Blutabnahme) geht reiner Alkohol für mich. Ob er auch das bewirkt, was er soll? Ob er die gesetzlichen Vorschriften erfüllt? Auf alle Fälle beruhigt er das Gewissen der Blutabnehmenden.

Selbst wenn das eine oder andere Mittel bei mir selbst nicht gesprüht wird, setzt mir der "Sprühnebel" oder "Niederschlag" der früher in diesen Räumen durchgeführten Desinfektionen zu.

Außerdem habe ich mit Desinfektionsmitteln noch eine weitere Erfahrung gemacht.
Monja, neulich bekam ich an mehreren Stellen Pflaster aufgeklebt. Am Rücken, wo vorher mit Kodan eingesprüht war (die Ärztin hatte es wieder vergessen, das mit dem Kodan), bekam ich unter dem Pflaster nach einer knappen Woche total rote, brennende Streifen, die auch 4 Wochen nach dem Entfernen des Pflasters noch vorhanden waren. Am Oberarm, wo nicht mit Kodan vorbehandelt war, war keine Reaktion unter dem Pflaster.
Ich bin nicht allergisch auf Kodan.
(Wahrscheinlich kann ich meine Psyche schon so steuern, dass ich Rücken und Arm unterschiedlich beeinflussen kann. Ja, jahrelange Übung macht es, meine Damen und Herren Professoren aus der Umweltmedizin!)

Nochmal danke für eure Beiträge
Annamaria
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Juliane » Mittwoch 6. August 2008, 07:55

Hallo Annamaria,

mir hat mal ein Arzt vor Jahren erklärt, es sei eh Unsinn, zu Sprühen und sofort zu Stechen. Damit das Mittel überhaupt seinen Zweck erfüllen kann, müsste man dann schon die Zeit abwarten, bis es gewirkt hat. Und wecher Arzt, welche Helferin macht das schon. Und wenn man bedenkt, dass viele Helferinnen und Ärzte erst mal (oft ohne Handschuhe) auf der Vene rumtasten und reiben. Na ja.

Was mir gerade noch eingefallen ist. Ist zwar schon eine Generation her, aber auf der Wochenbettstation der Klinik, in der ich mein erstes kind bekam, hat man jeder Mutter eine Flasche Desinfektionsmittel auf den Nachttisch gestellt. Damit sollte man unbedingt die Hände vor dem Stillen desinfizieren. Eine Junge Mutter (glaube türkischer Herkunft) nahm die Anweisung sehr genau. Sie rieb sogar ihre Brust vorher damit ab. Das Drei-Bett-Zimmer war dann immer geschwängert mit dem Geruch des Desinfektionsmittels.Nur gut, dass es damals noch kein Rooming-In gab. So waren die Kinder wenigstens nicht dauernd in dieser Dunstwolke.


Liebe Grüße Juliane
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Beitragvon Silvia K. Müller » Mittwoch 6. August 2008, 09:21

Liebe Annamaria,

einen Teil der Unterlagen habe ich jetzt zusammen.
Wir scannen und stellen die Dateien online, dann können sich alle
die Dokumente über Link anschauen.

Dr. Ionescu von der Klinik Neukirchen wollte zu unproblematischen Desinfektionsmitteln wechseln.
Er fragte nach Erfahrungswerten und guten Produkten die bei MCS toleriert werden.
Wir sollten versuchen solche Produkte ausfindig zu machen und interessierten Ärzten zur Verfügung stellen.

Liebe Grüsse,
Silvia
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Mittwoch 6. August 2008, 12:40

Liebe Silvia,

dein Vorschlag, relativ unproblematische Desinfektionsmittel heraus zu finden, ist prima.

Somit erweitere ich meinen STECKBRIEF :

5. Wenn ihr Probleme mit Desinfektionsmitteln habt:
Mit welchem Desinfektionsmittel kommt ihr noch einigermaßen gut zurecht?
Wenn möglich bitte Name des Desinfektionsmittels (hilfsweise auch Hersteller oder chemische Gruppe etc.).

Annamaria
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Beitragvon Alex » Mittwoch 6. August 2008, 13:04

Gute Idee harmlose Desinfektionsmittel zu recherchieren.
Denkt dran, sie müssen auch zugelassen sein.
Ich hatte ein Produkt gefunden vor ein paar Monaten, das war auf
Alkoholbasis. Ich suche danach. Ob es was ist sehn wir dann.

Gute Idee mit der Desinfektionsmittelaktion Annamaria, danke.
Alex
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 6. August 2008, 18:39

Danke Alex.
Letzendlich stammt die Idee von Lucca.
Lucca, wo bist du überhaupt?
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Beitragvon Kallewirsch » Mittwoch 6. August 2008, 19:14

Tolle Aktion Annamaria und Lucca.
Je mehr Fakten wir sammeln und damit Druck machen,
um so mehr lässt sich damit erreichen.

Gruss Kalle
Kallewirsch
 

Die Hitze schafft mich

Beitragvon Lucca » Donnerstag 7. August 2008, 08:43

Hallo Annamaria,
ich bin auf gut Deutsch weggeschmolzen im Moment:(

Keine Bange, ich bleib mit Euch am Thema dran, es ist (überlebens-) wichtig
für uns.

Hitzefrei-Grüße,
Lucca
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Beitragvon Clarissa » Donnerstag 7. August 2008, 09:19

Hersteller für Klinikdesinfektionsmittel
SM Schülke&Mayer
B. Braun Melsungen
Dr. Weigert
Merck
Lysoform
Henkel
Bode

Marina hat noch welche bei gesteuert:
Ich erweitere die Liste von Clarissa:

Firma Kiehl mit den Produkten:
Prosmop System zur Flächen und Inventarreinigung,
Desinet,
Desinet compact Konzentrat,
Iodex


ich glaube das waren die bekanntesten und grössten
- Editiert von Clarissa am 07.08.2008, 10:20 -
- Editiert von Clarissa am 07.08.2008, 21:09 -
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Maria » Donnerstag 7. August 2008, 11:56

Hallo Annamaria,

schön dass Du Dich für diese Aktion einsetzt. Wenn es mir wieder besser geht, helfe ich gerne mit. Im Moment und eigentlich schon längere Zeit, geht es mir ziemlich übel.

Liebe Grüsse
Maria
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Beitragvon Marina » Donnerstag 7. August 2008, 15:44

Ich erweitere die Liste von Clarissa:

Firma Kiehl mit den Produkten:
Prosmop System zur Flächen und Inventarreinigung,
Desinet,
Desinet compact Konzentrat,
Iodex

Liebe Grüße
Marina
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Monja » Donnerstag 7. August 2008, 21:18

Es muss da ja sowieso zwei ganz verschiedene Arten
Desinfektionsmittel geben, was ist denn damit? Bei
der Arbeit in Tierheimen sollten wir die Flaschen
nicht verwechseln, eine war nur für die Hände, die
andere nur für Flächen, Käfige usw. Wo ist der Unter-
schied? Das gleiche wäre dann ja, das eine, was manche
nehmen zum Klodeckel reinigen, das andere um Wunden zu
reinigen. Welches ist schädlicher?
LG Monja
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Beitragvon Annamaria » Freitag 8. August 2008, 00:10

Hallo liebe Schreibende vom 07.08.2008,

vielen Dank für eure Beiträge.

Bis bald und gute Gesundheit
Annamaria
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Freitag 8. August 2008, 01:33

Liebe Monja,

die von dir angesprochene Unterscheidung hinsichtlich Anwendungsgebiet der Desinfektionsmittel ist interessant.
Soviel ich weiß (aber ich bin leider kein Desinfektionsmittel-Experte) kommt es bei dem, was du angesprochen hast, auf Folgendes an:
1. Gegen welche Erreger soll das Desinfektionsmittel wirken? (Wen killt es?)
2. Wie lange dauert es, bis es gewirkt hat? (Wann killt es?)
3. Zu wem soll es "freundlich" sein? Zur Haut oder zu den Flächen? ("Hautfreundlich" oder nicht)
Danach richten sich dann natürlich die Inhaltsstoffe.


Wenn wir mal von der Millqvist-Studie (Alkohol + Duftstoffe = schlecht) ausgehen, dann könnten für uns folgende Unterscheidungen wichtig sein:

Ist das Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis oder ist es ein alkoholfreies Desinfektionsmittel?
Falls das Desinfektionsmittel Alkohol enthält: enthält es auch Duftstoffe oder enthält es keine Duftstoffe?


Wir bräuchten hier dringend die Namen der Desinfektionsmittel, die wir "gut" vertragen

und die Namen der Desinfektionsmittel, die wir "schlecht" vertragen.

(Mal vorausgesetzt, es gibt für uns einen Unterschied in der Verträglichkeit.)


Dann könnten wir die Inhaltsstoffe dieser Desinfektionsmittel nachlesen und kämen vielleicht zu einer generellen Aussage was die Verträglichkeit für uns betrifft.

Ansonsten würde es natürlich auch schon viel bringen, wenn wir sagen könnten:
Häufig wird das Mittel "XYZ" relativ gut vertragen

Bitte beim nächsten Arztbesuch auch aufpassen und auf Namen und Verträglichkeit achten.

(Wir wollen doch nicht, vgl. Franz, zum Coping nach Bayern!)

Viele Grüße
Annamaria
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Desinfektionsmittel

Beitragvon jule » Freitag 8. August 2008, 09:53

Hallo Silvia,
zu deinen Beitrag -von der Anfrage -

>Dr.Ionescu von der Klinik Neukirchen wollte zu unproblematischen Desinfektionsmitteln wechseln.
Er fragte nach Erfahrungswerten und guten Produkten die bei MCS toleriert werden.
Wir sollten versuchen solche Produkte ausfindig zu machen und interessierten Ärzten zur Verfügung stellen.>

ich würde ihn an die Klinik Bredstedt verweisen, er möge doch bitte sich das vor Ort mal mit seinem Verwaltungsleiter ansehen. Ein 50 Jahre altes Haus,
wie die Spezialklinik Neukirchen es ist, ist nicht für Umwelterkrankte geeignet (verborgener Schimmel)
Der Neubau an den Fachkliniken Nordfriesland ist Teil
dieses Projektes (http://www.eu-hospitals.net).

\"Auf der Umweltstation (MCS-Patienten) werden sowohl Reinigungs- als auch Desinfektionsmaßnahmen abends unter Lüftungsmaßnahmen durchgeführt.
Die desinfizierenden Maßnahmen werden dort durch den (arbeitsintensiven) Einsatz eines Dampfreinigers unterstützt.
Die Instrumentendesinfektion erfolgt in einem für Patienten nicht zugänglichen Raum.
Alle Desinfektionsmittel sowie Reinigungsmittel, Waschmittel, Spülmittel, Handreinigungsmittel etc. sind weiterhin frei von Duftstoffen oder anderen stark riechenden Komponenten (außer Alkoholen).\"
Minimierung elektromagnetischer Felder wurde ebenso durch Installation
von Motoren im Keller durchgeführt. Es wurde wenig Stahl im Beton verbaut.


- Editiert von jule am 08.08.2008, 11:02 -
- Editiert von jule am 08.08.2008, 11:05 -
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 8. August 2008, 15:23

Hallo!

Kleine Ergänzung der Info-Sammlung über Desinfektionsmittel gefällig?

http://www.kantonslabor-bs.ch/files/infos/Desinfektion_Version_5_07.pdf

http://www.auva.at/mediaDB/121674.PDF

http://www.hyg.uni-heidelberg.de/hygieneordner/Tabelle.htm

Übrigens das Thema ist in vieler Hinsicht interessant, vielleicht nicht auf den ersten, jedoch auf den zweiten Blick. Welche Stoffe spielen welche Rolle, welche sind problematisch und welche verträglichen und unschädlichen Alternativen gibt es?

Nebenbei bemerkt: ich persönlich verwende zur Desinfektion Ethanol und Calendulaöl. Honig wäre auch eine Möglichkeit bei Wunden. Aber hier geht es um Desinfektion nicht im privaten, sondern im medizinischen Bereich.
Maria Magdalena
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Samstag 9. August 2008, 14:46

Liebe Maria Magdalena,

du hast gestern unter viewtopic.php?t=7004
einiges über quartäre Ammoniumverbindungen geschrieben.

Könntest du bitte über Schädlichkeit und Verbreitung (Vorkommen) auch hier schreiben.

Ich habe mich inzwischen darüber gemacht, die einzelnen Desinfektionsmittel daraufhin durchzugehen und hoffe, hier demnächst eine Namensliste der entsprechenden Desinfektionsmittel einzustellen.

Liebe Grüße
Annamaria
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Samstag 9. August 2008, 16:13

Liebe Maria Magdalena,

auch das Kapitel Vergällung in Wikipedia könnte bezüglich Einsatz quartärer Ammoniumverbindungen (Denatonium, Denatoniumbenzoat, Denatoniumsaccharinat) interessant sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verg%C3%A4llung

(Auf dieser Seite "Vergällung" werden übrigens auch Capsaicin und Minzöl genannt, vgl. dazu auch http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/29/chemikalien-sensitivitaet-ursachen-fuer-symptome-auf-der-spur/ )

Liebe Grüße
Annamaria
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Silvia K. Müller » Samstag 9. August 2008, 18:16

In manchen US Umweltkliniken werden dort wo es sein muss
Benzalkoniumchlorid Pads zum Desinfizieren der Haut benutzt.
(alkyldimethylbenzylammonium chloride)

Auf Sprays wird ganz verzichtet, weil sie durch die Verteilung in der
Raumluft wesentlich problematischer sind, da der Patient sie
länger einatmet.
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Sonora » Samstag 9. August 2008, 19:58

Muss man denn eigentlich bei jedem Einstich desinfizieren?
Reicht es nicht mit einem Pad mit Wasser abzureiben?
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Juliane » Samstag 9. August 2008, 20:36

Die Sprüherei ist Augenwischerei. Es wird gespüht und sofort gestochen. So schnell kann das Mittel gar nicht wirken.
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Spotlight » Samstag 9. August 2008, 21:26

Strephtokokken lassen sich recht schnell abtöten, aber wer fasst sich vor einer
Spritze in den Arm vorher an den Hintern?

Resistentere Sachen fallen bei der lokalen Sprühdesinfektion eher durch's Raster,
den keiner lässt das Desinfektionsmittel erst einwirken.Es wird in der Regel sofort
gestochen. Der Wischeffekt ist bei der lokalen Desinfektion
schätzungsweise wirksamer als alles andere.
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Desinfektionsmittel

Beitragvon Annamaria » Sonntag 10. August 2008, 02:02

Warum wird desinfiziert bei der Blutabnahme und ist die Desinfektion überhaupt wirksam.
Sprühen, wischen.


Hallo liebe Letzt-Schreiber,

warum wird bei Blutabnahme desinfiziert, reicht da nicht auch Wasser?

Mit dem Desinfizieren will man sicherstellen, dass keine Außenkeime von der Haut ins Körperinnere "hineingeimpft" werden, evtl. sogar in die Blutbahn, und eine Infektion auslösen.

Wasser würde für diesen Zweck nicht reichen (besonders auch in juristischer Hinsicht).

Julianes Hinweis darauf, dass ein Desinfizieren so, wie es gemacht wird, sowieso nicht klappen kann, hat volle Berechtigung.

Und leider dürfte das Problem letztlich woanders liegen:

Warum wird desinfiziert bei Blutabnahmen, egal, ob es wirklich etwas nützen kann oder nicht?

Weil derjenige, der das (eventuell rituelle) Desinfizieren unterlassen hätte, juristisch belangt werden könnte, wenn danach tatsächlich etwas (z.B. in Richtung Infektion) passieren würde; oder wenn der Patient vermuten würde, seine Probleme kämen davon, weil nicht desinfiziert wurde.

Und es würde in dem Fall, dass irgendeine Komplikation auftritt, nicht einmal etwas nützen, wenn der Nicht-Desinfizierende sagen könnte: "Der Patient hat mich aber extra darum gebeten, dass nicht desinfiziert wird." Dann würde vor Gericht nämlich argumentiert: Der Patient kann die Gefahren nicht wirklich kennen und einschätzen. Aber Sie als medizinische Fachkraft müssen das wissen und hätten deshalb nicht auf den Wunsch des Patienten eingehen dürfen.

Mit anderen Worten: Egal, ob wirklich wirksam oder nicht, es wird desinfiziert !

Warum wird gesprüht und nicht (mehr wie früher) gewischt?

Sprühen ist einfacher, Sprühen ist "hygienischer" und Sprühen ist billiger.

Seit es die Sprühflaschen gibt, braucht man nur mehr 1 Handgriff und "pfd" - und schon kann es losgehen.
Würde man wischen, müsste man z.B. den Zellstoff oder Tupfer holen, das "pfd" da drauf machen, den Tupfer wegwerfen, den Müll ausleeren. Ja und natürlich zwischendurch noch "wischen". Sprühen stellt für den Normalmenschen einen Ergonomiegewinn dar. Anderes wäre aufwändige Sonderbehandlung.

Sprühen ist "hygienischer" im Vergleich zu früher, als das Desinfektionsmittel aus einer normalen (Nicht-Sprüh-) Flasche auf den Tupfer kam. Da hätte nämlich bei nicht sachgerechter Anwendung etwas in die Flasche zurück reinkommen können. Und dieses Argument sprach wohl auch sehr für die Sprühflaschen. (Wenn wir allerdings heute das "Wischen" mit einem Desinfektionsmittel wollen, das sowieso aus einer Sprühflasche stammt, ist dieses "Hygieneargument" hinfällig, vorausgesetzt der Tupfer ist hygienisch einwandfrei, was wir ja mal annehmen wollen.)

Sprühen ist billiger. Das stimmt nicht ganz. Sprühen ist nur billiger im Vergleich zu fertigen Wischtüchern, wie Silvia sie beschrieben hat. Die sind nämlich noch teurer als die Sprühflaschen.

Am billigsten, verträglichsten und wirkungsvollsten wäre - ja, leider, die gute alte Methode: Wischen aus der (Sprüh-) Flasche. Wäre diese Methode halt nur nicht so anstrengend und zeitaufwändig!


(Übrigens: Wenn ich mich an alte Filme erinnere, damals befand sich das Desinfektionsmittel in Glasflaschen. Heute ist es in Plastikflaschen, die ich auch nicht in jedem Fall mag.)

Liebe Silvia, auch dir danke für deinen Hinweis.

Annamaria
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 10. August 2008, 05:08

das dieses ganze "desinfizieren" ist eine reine augenwischerei, um da wirklich auf eine halbwegs sichere seite zu kommen, müsste man die selben prozeduren durchführen, wie sie bei der chirugischen hände-desinfektion vorgeschrieben sind.

wer wirklich wissen möchte was notwendig wäre um halbwegs sicher zu sein, sollte mal hier lesen, ich habe das 10 jahre lang gemacht, mehrmals täglich. >>> http://www.pflegewiki.de/wiki/Chirurgische_H%C3%A4ndedesinfektion#Wie_wird_eine_chirurgische_H.C3.A4ndedesinfektion_durchgef.C3.BChrt.3F
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Beitragvon Maria Magdalena » Sonntag 10. August 2008, 15:12

[u]QUARTÄRE AMMONIUMVERBINDUNGEN[/u]


Benzalkoniumchlorid gehört zu den quartären Ammoniumverbindungen und wird als Desinfektionsmittel verwendet, hauptsächlich zur Gerätedesinfektion.

Quartäre Ammoniumverbindungen ( QAV ) werden durch Umsetzung von Aminen ( Abkömmlinge des Ammoniaks ) mit Alkylierungsmitteln, wie z. B. Methylchlorid, Benzylchlorid, Dimethylsulfat, Dodecylbromid oder Ethylenoxid, hergestellt.

Sie sind geruchlos und besitzen Emulgatoreneigenschaften. QAV kommen als kationische Tenside zum Einsatz in Produkten wie Weichspülern oder als Invertseife.

Aufgrund ihrer bioziden Eigenschaften finden sie Verwendung in Krankenhäusern, der Lebensmittelverarbeitung, der Landwirtschaft, im Holzschutz und in der Industrie.

Biologisch bedeutsam ist die Anreicherung von QAV in den Zellmembranen lebender Organismen und die Beeinträchtigung ihrer lebenswichtigen Funktionen.

Quartäre Ammoniumverbindungen werden in Kläranlagen schlecht eliminiert und belasten die Gewässer. Als Hauptquellen gelten Krankenhäuser und Wäschereien.


BENZALKONIUMCHLORID

Dient vor allem zur Desinfektion und Konservierung. Es wirkt gegen Bakterien, Pilze, Hefen, Algen, Lipoviren, HIV. Wirkstoff in vielen Desinfektions- und Reinigungsmitteln ( Sagrotan ), Halstabletten. Auch zur Prophylaxe von Fußpilz, zur lokalen Empfängnisverhütung, Konservierung von Augentropfen. Bestandteil vieler Algizide ( Schwimmbäder etc. ). Neuerdings sogar als Desinfektionsmittel für Kleidung und Stoffe für Endverbraucher.

Gesundheitliche Risiken: verringert die Stabilität des Tränenfilms und kann ein trockenes Auge verursachen; greift die Hornhaut an und kann zu erheblichen Hornhautschäden führen; Sensibilisierungen und Entstehung von Allergien sind möglich.
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Beitragvon Annamaria » Sonntag 10. August 2008, 16:10

Liebe Maria Magdalena,
hab vielen Dank.
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Beitragvon Spotlight » Sonntag 10. August 2008, 17:18

Die Gefahr der Sensibilisierung, bzw. des bereits sensibilisiert seins
auf eine bestimmte Substanz, ist MCS immer Risiko und Russisch Roulette.

Wer alle paar Monate eine Spitze haben muss oder zur Blutentnahme soll, hat nicht unbedingt
sofort mit gesundheitlichen Risiken zu rechnen, wie sie bei Langzeitanwendung durch
med. Personal zu erwarten sind.

Knackpunkt bei der ganzen Desinfizierei ist die MCS und was mit der eigenen Sensibilität noch
geht und was eine gesundheitliche Katastrophe anbannt.

Wir müssen die Desinfektionsmittel rauskriegen, die das geringste Risiko darstellen und
noch behördlich zugelassen sind für lokale Desinfektion und für Raumdesinfektion.
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Beitragvon Maria Magdalena » Montag 11. August 2008, 21:17

[u]ALDEHYDE[/u]


Eine weitere Stoffgruppe, die bei der Desinfektion eingesetzt wird, sind die Aldehyde. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Gruppe ist Methanal, besser bekannt als Formaldehyd.

FORMALDEHYD

Formaldehyd ist ein außerordentlich wichtiger Grundstoff in der chemischen Industrie, da er als Ausgangsstoff für viele andere chemische Verbindungen dient. Er wird als Desinfektionsmittel und zur Produktion zahlreicher Präparate verwendet. In Deutschland werden pro Jahr 500 000 Tonnen hergestellt.

Formaldehyd wird als Konservierungsmittel für Kosmetika genutzt und ist auch in Textilien enthalten. Außerdem zur Herstellung von Kunststoffen, Lösungsmitteln, Farbstoffen, Parfums, Medikamenten, Impfungen. Bei der Kunststoffverarbeitung der s. g. POM-Materialien ist der Formaldehyd-Anteil bei der Verbrennung sehr hoch.

Viele Holzwerkstoffe, Bodenbeläge, Möbel und Textilien können durch Ausgasung eine Kontamination der Atemluft in geschlossenen Räumen bewirken. Weitere Quellen für die Emission von Formaldehyd sind die Verbrennung von Holz in Kleinfeuerungsanlagen, Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen, Gießereien, Produktionsstätten von Kunststoffartikeln, das Rauchen von Zigaretten ( im Gesamtrauch einer einzigen Zigarette finden sich 1,5 mg Formaldehyd ), formaldehyd-belastete Gebäude, sogar auch sehr oft Kinderbetten.

Durch seine stark ausgeprägte biologische Reaktivität verursacht Formaldehyd Reizungen der Schleimhäute ( Augen, Nase, Rachen, Atemwege, Magen-Darm-Trakt, urogenitale Organe ) bereits bei kurzfristiger Exposition und geringen Konzentrationen. Weitere gesundheitsschädigende Wirkungen sind Sensibilisierungen, Allergien, Erblindung durch Denaturierung der Proteine der Netzhaut. Höhere Konzentrationen verursachen Lungenentzündung, toxisches Lungenödem, Leberschäden. Chronische Expositionen führen zu Befindlichkeitsstörungen wie Schlaflosigkeit, Mattigkeit, Antriebsverlust, Appetitmangel, Nervosität, Bindehautentzündung, Hautreizungen, chronischem Husten, Erkältungen, Bronchitis, Kopfschmerzen, Depressionen etc.

Formaldehyd ist krebsauslösend. In 2004 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Substanz als krebserregend für den Menschen ein, als CMR-Gefahrstoff ( CMR bedeutet [b]C[/b]ancerogene, [b]M[/b]utagene und [b]R[/b]eproduktionstoxische Stoffe ). Die krebsfördernden, erbgutverändernden und fruchtschädigenden Eigenschaften von Formaldehyd machen seine Substituierung durch weniger gefährliche Stoffe notwendig.
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Beitragvon Clarissa » Dienstag 12. August 2008, 05:21

Ich reagiere extrem auf Formaldehyd, da muss nur jemand in 10-20 m Entfernung eine Zigarette zu rauchen oder im Umkreis von 100 m einen Grill oder ein Terassenofen / Feuerkorb anzuzünden und mich legt es flach, der Hals schwillt zu, das Herz rast, Herzschmerzen, Muskelkrämpfe, Nervenschmerzen, die Lunge brennt, die Bronchien entzünden sich, die Beine versagen, die Ohren fühlen sich an als ob sie auslaufen, im Mund- Rachenraum entstehen lauter offene Stellen, und der Trigeminusnerv liegt an mehreren Stellen offen und muss von mir mit Medikamenten abgedeckt werden.

Der Prof. der meine MCS diagnostizierte äusserte den Verdacht das meine Formaldehyd-Überempfindlichkeit evtl. aus meinem ehemaligen Berufsumfeld stammen könnte.
Er hätte so etwas schon bei mehreren Personen die aus diesem Bereich kommen gefunden, vielleicht hat er recht, nur nutzen tut es mir leider nichts und geändert wird auch nichts daran.
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 12. August 2008, 09:48

Formaldehyd ist giftig und ist nach Vorschrift ( unter Abfallschlüssel 070703 ) in dicht schließenden Behältern zu entsorgen.
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Beitragvon Silvia K. Müller » Dienstag 12. August 2008, 10:18

Die Hygienevorschriften in Praxen und Kliniken sind sehr streng geworden und lassen nicht viel Handlungsspielraum. Ein Desinfektionsmittel, was zugelassen und verträglich für uns alle ist, werden wir schwerlich finden.

Aus dem zahnmedizinischen Bereich bekam ich folgende Rückmeldung:

Von Hersteller Henry Schein hat sich bewährt und entspricht der Hygieneverordnung

Eurosept Waschlotion sensitiv (ohne Duftstoffe)
Wird für Ellbogenwandspender angeboten

HS - Haut-und Handdesinfektion
(reines Isopropanol)
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Beitragvon Monja » Dienstag 12. August 2008, 11:01

"Formaldehyd", von dem hier mehrfach geschrieben wurde,
ist auch das, was in den Zahn- Wurzelfüllungen zur Abtötung
der Pulpa benutzt wurde, nachdem man dort mit Arsen aufhörte
in den 70-er, 80-er Jahren, schreibt Prof. Daunderer.Ich habe
noch diese uralt- Wurzelfüllungen drin, da beim ziehen eines
dieser Zähne direkt MCS ausbrach. Zu wissen, wie giftig es ist
und zu wissen, dass es noch in 2 Zahnwurzeln liegt, ist ganz
schön heftig. Und nicht zu wissen, was passiert, wenn sie gezogen
werden. Vielleicht reagieren wir auch deshalb so stark auf Form-
aldehyd, weil wir seit jahrzehnten die Dauerbelastung in den
Zahnwurzeln haben...?
Liebe Grüße Monja
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Beitragvon Annamaria » Dienstag 12. August 2008, 11:24

Danke an alle.
Silvias Beitrag lässt bei mir wieder Hoffnung aufkeimen.
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Beitragvon Maria Magdalena » Mittwoch 13. August 2008, 10:34

Für besonders Interessierte finde ich die Abhandlung des Themas Desinfektion in Wikipedia gut und übersichtlich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Desinfektion
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 13. August 2008, 18:33

Hallo,

inzwischen ging ich Silvias Empfehlung nach und kann zu dem empfohlenen Desinfektionsmittel folgendes aus dem Internet mitteilen:

HS - Haut- und Händedesinfektion SafeSept - Henry Schein

Gebrauchsfertige, alkoholische, sehr hautverträgliche Desinfektion für Haut und Hände. Ohne Farbstoffe, Parfümöle oder kumulierende Langzeitwirkstoffe. Kompatibel mit allen Waschlotionen. Frei von Aldehyden, Phenolen und quartären Ammoniumverbindungen. Wirkt bakterizid (inkl. TbB und MRSA), fungizid und virusinaktivierend (HBV / HIV, BV/DV, HCV, Rota-Viren und
Vakzina). Anwendungsgebiete: Desinfektion der Haut vor Injektionen, hygienischer Händedesinfektion, für Kühlumschläge. Einwirkzeiten: zur hygienischen Händedesinfektion die Hände mit der Lösung einreiben und 30 Sekunden lang feucht halten; für chirurgische Händedesinfektion Hände und Unterarme mit der Lösung einreiben und 5 Minuten lang feucht halten. Zur Desinfektion vor einfachen Eingriffen und Punktionen periphärer Gefäße die Haut sorgfältig mit der Lösung abreiben und 15 Sekunden lang feucht halten. Zur Desinfektion vor Operationen und vor Punktionen von Gelenken die Haut mit der Lösung sorgfältig abreiben und eine Minute lang feucht halten. Zur Desinfektion von talgdrüsenreicher Haut die Haut sorgfältig mit der Lösung abreiben und 10 Minuten lang feucht halten. Die Zeitangaben sind Mindestangaben. Je nach zusätzlichen Erschwernissen (z.B. feuchte Haut, starke Verschmutzung usw.) sind die Einwirkzeiten entsprechend zu verlängern. Für Allergiker und hautempfindlichen Personen empfohlen! VAH/DGHM-gelistet.
Zusammensetzung:100 g Lösung enthalten 2-Propanol 62,8 g, gereinigtes Wasser 37,2 g. Gegenanzeigen: Ist nicht zur Desinfektion offener Wunden anzuwenden. Nebenwirkungen: Bei Hauteinreibung können Hautrötungen und leichtes Brennen auftreten. Warnhinweise: vor Feuer schützen. Gut verschlossen aufbewahren.

( http://shop.henryschein.de/katalog.php?merker=12&merker2=103&katread=01&group=1804
Es ist dort etwas schlecht zu lesen. )

Den drittletzten Satz bearbeiten wir mit Coping.
Ansonsten klingt das doch tatsächlich recht gut ! Was meint ihr?

Da wir sicher keine Provokationstests durchführen werden:
Kennt ein MCS-Erkrankter das Mittel in der Anwendung? Wenn ja, bitte davon erzählen.

Viele Grüße und danke für eure Mitarbeit
Annamaria
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Beitragvon Maria » Mittwoch 13. August 2008, 21:40

Hallo Annamaria,

ich habe ja versprochen mich hier bei dem interessanten wie auch wichtigen Thema einzubringen. Nach wie vor finde ich Deine Aktion gut, aber es ist äußerst schwierig noch neue Informationen einzustellen, da hier schon sehr viel zusammengetragen wurde. Es ist besonders schwierig zu sagen, welches Desinfektionsmittel für MCS-Kranke geeignet ist, da wir alle unterschiedliche Überempfindlichkeiten aufweisen.

Aber ich habe mir überlegt, wie wäre es bei Prof. Rea in Texas anzufragen, mit welchem Desinfektionsmittel er die besten Erfahrungwerte bei MCS Kranken hat. Schließlich ist Prof. Rea ein äußerst erfahrener Umweltmediziner an einer echten Umweltklinik. Eine bessere Möglichkeit sehe ich für uns nicht.

Liebe Grüsse
Maria
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Beitragvon Annamaria » Mittwoch 13. August 2008, 23:07

@ Maria and clarissa and all the others

Good idea, indeed.

Who of you speaks enough English to do this big work? And can rite it also?

I´m not able to, really.

Annamaria
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Beitragvon Maria » Donnerstag 14. August 2008, 05:33

Hallo Annamaria,

leider bin ich ebenfalls nicht in der Lage, solch einen Brief in Englisch zu verfassen. Wir könnten aber mit der deutschen Version starten und sie dann übersetzen lassen. Hier im Forum ist sicher jemand mit guten Englischkenntnissen, der uns unterstützt.

Das wäre mein Vorschlag.

Liebe Grüsse
Maria
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Beitragvon Sato » Donnerstag 14. August 2008, 10:03

Das habe ich gefunden:

http://www.freshclean.de/umweltfreundliche-Bio-Desinfektion-fuer-Hotel-Klinik-Schwimmbad.html

Steinigt mich nicht, wenn es nichts ist;)
Sato
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Beitragvon Annamaria » Freitag 15. August 2008, 17:04

Lieber Sato,
keine Sorge, hier steinigt niemand. Danke für deinen Vorschlag. Ich werde ihm nachgehen.


Jetzt zuerst zu dem Vorschlag Brief an Prof. Rea.
Die nackte Frage, um die es geht, lautet:

Welche Desinfektionsmittel verwenden Sie bei MCS-Patienten
- zur Hautdesinfektion der MCS-Patienten
- zur Hautdesinfektion der Behandler (Ärzte etc.)
- zur Desinfektion der Instrumente, Geräte und Einrichtungsgegenstände
- zur weiteren Raumdesinfektion, z.B. der Böden ?

Vielleicht kann jemand ein nettes Drumherum als Brief verfassen. Und später jemand übersetzen.

Falls der Brief dadurch nicht zu lang würde, könnte man zusätzlich - damit uns der gute Mensch nicht Dinge schreiben muss, die wir schon wissen - schreiben:
Was die Anwendungsweise der Desinfektionsmittel betrifft, gehen wir davon aus, dass speziell bei MCS Folgendes nach Möglichkeit vermieden werden sollte:
Sprühen der Desinfektionsmittel, zu häufige und zu hoch konzentrierte Anwendung, schlechte Belüftung der Räume.
Haben Sie zur Anwendungsweise der Desinfektionsmittel noch spezielle, darüber hinausgehende Hinweise für uns?



(Nb: Silvia hatte uns am 09.08.08 schon auf die Benzalkoniumchlorid-Pads in amerikanischen Umweltkliniken aufmerksam gemacht.)

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Beitragvon Silvia K. Müller » Freitag 15. August 2008, 19:31

Hallo Annamaria,

diese Fragen sind in einem von Rea's Büchern beantwortet soweit ich mich erinnern kann.
Ich habe die Bücher und suche die Passagen raus.

Ein Problem haben wir, dass wir in Deutschland sehr strikte neue Gesetze hinsichtlich Desinfektion,
die nicht viel Spielraum lassen. Die Desinfektionsmittel müssen in jeden Fall in Deutschland
zugelassen sein, sonst kommt der Arzt oder die Klinik in große Schwierigkeiten bis Praxisschließung.

Wir sollten trotzdem alle Möglichkeiten eruieren und uns nach allen Richtungen kundig machen.
Es wird sich etwas finden.

Viele Grüsse,
Silvia
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Beitragvon Annamaria » Samstag 16. August 2008, 19:37

Danke, Silvia.

@ Sato: Lieber Sato, deinen Vorschlag habe ich weitergegeben an einen Arzt. Ich melde mich, wenn ich Antwort habe. Danke.



29.07.08 - 16.08.08: Zusammenfassung bisheriger Ergebnisse für Schnell-Leser
(Datum in Klammern: ausführlicher dazu in diesem Thread)

Verwendete Desinfektionsmittel zur Hautdesinfektion bei MCS-Patienten:

- Bredstedt: "Sterillium ohne Duft", Sterillium classic pure, farbstoff- und parfumfrei.
100 g Lösung enthalten Propan-2-ol 45,0 g; Propan-1-ol 30,0 g; Mecetroniumetilsulfat (!) 0,2 g und anderes (!) (29.07.08 abends)
- München Rechts der Isar: Kodan-Spray (29.07.08), auch das Sprühen ist ungünstig (09.08.08)
- manche Umweltkliniken USA: Benzalkoniumchlorid Pads (09.08.08)

Erfolgversprechendes Desinfektionsmittel:

HS - Haut- und Händedesinfektion SafeSept von Henry Schein:
100 g Lösung enthalten 2-Propanol 62,8 g, gereinigtes Wasser 37,2 g. Ohne Farbstoffe, Parfümöle oder kumulierende Langzeitwirkstoffe. (12./13.08.08)

(als Waschlotion HS-Eurosept sensitiv ohne Duftstoffe. Inhaltsstoffe bislang nicht verifiziert. 12.08.08)


Bestimmungen zur Desinfektion in BRD:
über http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Desinfektionsmittel/desinfektionsmittel__node.html (29.07.08)


Informationen über quartäre Ammoniumverbindungen, Benzalkoniumchlorid (10.08.08)
Informationen zu Formaldehyd (11.08.08)
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Beitragvon Annamaria » Samstag 30. August 2008, 01:22

Fresh&Clean Bio-Desinfektionierer

Hallo ihr Lieben, lieber Sato,

gestern Mittag rief mich die Praxis an, die ich wegen des Fresh&Clean Bio-Desinfektionierers um Hilfe gebeten hatte. Sie haben inzwischen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nachgefragt und jetzt ein Antwortschreiben erhalten. Sie schicken es an mich weiter. Dann werden wir sehen.

Bis bald
Annamaria
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