Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Amazone » Donnerstag 20. August 2009, 09:42

Unter diesem Link könnt Ihr eine MCS Ärzteinformation downloaden, die zur Verteilung bei Ärzten und Patienten gedacht ist:


http ://i8t.de/c14wly80
- Editiert von Amazone am 20.08.2009, 16:38 -
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Amazone » Donnerstag 20. August 2009, 16:39

Unter diesem Link könnt Ihr eine MCS Ärzteinformation downloaden, die zwecks Aufklärungsarbeit zur Verteilung bei Ärzten und Patienten gedacht ist:


http ://i8t.de/c14wly80
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon schlumpf » Donnerstag 20. August 2009, 16:57

Super Dateiformat, bei funktioniert weder drucken, speichern noch kopieren ! (Zumindest nicht ohne Anmeldung)
- Editiert von schlumpf am 20.08.2009, 17:03 -
schlumpf
 

Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Donnerstag 20. August 2009, 17:07

Bei mir geht es, Schlumpf. Erst herunterladen und dann drucken.
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon schlumpf » Donnerstag 20. August 2009, 17:18

Hat geklappt! Mußte mich aber erst bei Google anmelden. Umständlich!
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Donnerstag 20. August 2009, 17:20

Es ist jedenfalls eine gute Idee dem http://www.dbu-online.de/ ein solches Papier anzutragen.

Es war viel Arbeit für die Initiativ-Gruppe. Danke an die Aktivisten.

Würde das der dbu auf seiner Seite einstellen, wäre es ein Signal.
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Donnerstag 20. August 2009, 17:22

Ich habe mich nicht bei Google angemeldet, Schlumpf.

Vielleicht sollten wir Clarissa fragen.
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Thommy the Blogger » Donnerstag 20. August 2009, 17:36

Wir stellen die Datei auf CSN online, das ist problemloser.
Kann einen Tag oder so dauern.

Gruß,
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Clarissa » Donnerstag 20. August 2009, 22:22

vorab hier der inhalt.


ÄRZTEINFORMATION
(MCS-Patienteninitiative in Abstimmung mit dem Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner)
Was ist multiple Chemikaliensensitivität (MCS) - ICD-10 GM Klassifikation T 78.4
Nach den Krankheitsdefinitionen der internationalen Literatur handelt es sich bei MCS um eine (in Folge einer oft über Jahre
vorhandenen Exposition zu einem Gemisch verschiedener Umweltschadstoffe (Chemikalien, aber auch natürliche Stoffe wie
z.B. Schimmelpilze/Mykotoxine und deren Emissionen in Innenräumen oder kurzzeitig einmalig zu einer hohen Konzentration
einer Einzelsubstanz) erworbene, chronische Hypersensitivität auf geringste Dosen inhalativ, oral und dermal
aufgenommener Umweltschadstoffe. Chemische und/oder natürliche Stoffe lösen bei den Patienten triggerabhängig
multiple Organreaktionen aus (angefangen von leichten über schwere Gesundheitsstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen
anaphylaktoiden Schockreaktionen). Des weiteren können auch Dentalmaterialien das Krankheitsbild mit auslösen oder
unterhalten.
Zu den Triggern gehören u.a. DUFTSTOFFE, wie sie in alltagsüblichen Produkten vorkommen, LÖSEMITTEL,
DESINFEKTIONSMITTEL, PESTIZIDE, VOCs z.B. Emissionen von FARBEN, LACKEN, KLEBERN, TEPPICHEN, KUNSTSTOFFE,
FLAMMSCHUTZMITTEL, u.v.a.m.
Die MCS-Symptome sind aufgrund der biochemischen Individualität jedes Patienten sehr unterschiedlich. Sie sind vielfältig
und können einzeln sowie in Kombination auftreten. Es können Teile oder auch alle Organsysteme betroffen sein. Mögliche
Kennzeichen der MCS sind z.B. folgende Gesundheitsbeschwerden, wobei der Bezug zu Umweltfaktoren durch gezielte
Fragen bzw. spezielle Fragebögen hergestellt und dokumentiert werden kann:
• Zentrales Nervensystem: z.B. Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Konfusion, Konzentrationsstörungen,
Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Erschöpfung, Unruhe, Sprach-/Wortfindungsstörungen,
Verdrehen von Wörtern, Schriftbildveränderung, Seh- und Hörstörungen,
vermehrtes Schwitzen/Schweißausbrüche, Verlangsamung. Beachten Sie bitte:
Psychische Symptome bei den Patienten können durch Exposition zu neurotoxischen
Substanzen/Substanzgemischen und deren Wirkung auf das ZNS erklärt werden.
Depressionen/psychische Symptome als Folgereaktion und nicht als Ursache.
• Immunsystem: chronische Überstimulation. Einer der wesentlichen Grundmechanismen von Immunstörungen
durch Exposition zu Umweltschadstoffen sind chronische Entzündungsreaktionen,
insbesondere indem weiße Blutkörperchen verschiedene Entzündungsfaktoren
wie z.B. Zytokine durch den Kontakt mit Xenobiotika absondern. Häufig
vorkommende, nachweisbare Zytokinreaktionen beziehen sich auf Interferon-gamma,
TNF-alpha und Interleukin 1-beta.
• Herz-/Kreislauf: Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen oder Herzstolpern, zu schneller
oder zu langsamer Puls, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, starke Blutdruckschwankungen,
Gefäßkrämpfe - Cave: anaphylaktoide Schockreaktionen!
• Muskulatur/Knochen/ Brennschmerzen, Kribbel- und/oder Taubheitsgefühle, Nerven- u. Muskelschmerzen,
Gelenke Muskelzuckungen und/oder -zittern, Muskelschwäche, Händezittern, Gangstörungen,
Knochen- und/oder Gelenkschmerzen, Anschwellen und Rötungen der Gelenke,
Steifheit
• Atmungsorgane: verstärkte Sekretproduktion in den Nasennebenhöhlen und Bronchien (insbesondere
bei Pestizidexposition, z.B. durch rückstandsbelastete Nahrungsmittel), Husten,
Atemnot, allergie-ähnliche Symptome wie Fließschnupfen sowie Husten-/Asthmaanfälle,
Heiserkeit, veränderte Geruchs- und Geschmackswahrnehmung
• Magen-/Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall, verstärkter
Harndrang, Entzündung der Harnwege, Blasenentleerungsstörungen
• Haut: Jucken, Brennen, Kribbeln, Rötungen, Hauttrockenheit und Risse (insbesondere durch
Lösemittel), Ausschlag, Blau-Weiß-Rot-Verfärbung analog Raynaudsymptomen,
trophische Störungen der Hand- und Fußnägel, Neurodermitis, Psoriasis, Haarausfall
• Augen: Trockenheit, stechende, pochende oder brennende Schmerzen, tränende Augen,
blutunterlaufene Augen (insbesondere bei Pestizidexposition), Lidödeme
Für die Diagnose werden die Konsensus-Kriterien von Bartha et al. (1999) verwendet:
1. Die Symptome sind reproduzierbar bei wiederholten Chemikalienexpositionen
2. Der Zustand ist chronisch
3. Symptome werden durch niedrige Expositionsdosen ausgelöst, die von anderen im Allgemeinen toleriert werden
bzw. vor Beginn der Erkrankung toleriert wurden
4. Die Symptome bessern sich oder verschwinden ganz wenn die Auslöser vermieden oder entfernt werden
5. Die Auslösung der Symptome erfolgt durch verschiedene, chemisch nicht miteinander verwandte Stoffe
6. Mehrere Organe oder Organsysteme sind von den Symptomen betroffen
Fortsetzung siehe Rückseite
Einschluss-/Auschlusskriterien:
- MCS soll bei Erfüllung der Kriterien 1-6 auch bei gleichzeitigem Vorliegen evtl. anderer Krankheiten, die teilweise zur
Erfüllung der Kriterien führen (z.B. Allergien, Asthma, Chronic Fatigue Syndrome und Fibromyalgie), diagnostiziert
werden.
- MCS soll nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Beschwerden und ihre Assoziation mit Chemikalienexposition
vollständig (ganzes Spektrum) durch eine andere Multi-Organerkrankung des Patienten (z.B. Mastozytose oder
Porphyrie) erklärt werden können.
Genetische Suszeptibilität:
Patienten mit Störungen der CYP450 Enzymfunktionen und anderen geno-/phänotypischen Veränderungen im Fremdstoffmetabolismus
haben bei Chemikalienexposition ein erhöhtes Risiko an MCS zu erkranken. Adverse Effekte treten dann ein,
wenn die Phase I - II Enzymaktivitäten entweder erhöht und/oder reduziert sind bzw. nicht schnell genug greifen oder
überlastet sind, so dass es zu einer Toxifizierung oder Störungen der Detoxifikation von Metaboliten kommt.
Therapie:
weitestgehende Vermeidung der Triggersubstanzen
Fragebogen zur Diagnostik:
Schnellinventur für Umweltfaktoren und erhöhte Sensitivität (SUS) auf der Basis des Quick Environmental Exposure and
Sensitivity Inventory V-1 (QUEESI) nach Miller und Mitzel (1995) zum Preis von: 10 Stück € 5,-- zzgl. Versandpauschale zu
beziehen bei:
umwelt-medizin-gesellschaft,
Frielinger Str. 31, 28215 Bremen
Tel. 0421 4984251 – Fax 0421 4984252
E-Mail: umg-verlag@t-online.de
Literaturquellen:
BARTHA L, BAUMZWEIGER W, BUSCHER DS, CALLENDER T, DAHL KA et al. (1999): Multiple Chemical Sensitivity: A 1999
consensus. Arch Environ Health 54(3): 147- 149.
DAVIES R., Ghouse A., FREER T., Psychiatric aspects of chronic exposure to organophosphates: Diagnosis and Management,
Advances in Psychiatric Treatment (2000), vol. 6, pp. 356-361: http://apt.rcpsych.org/cgi/reprint/6/5/356
Research on Multiple Chemical Sensitivity (MCS) Compiled by Professor Anne C. Steinemann and Amy L. Davis University of
Washington Seattle, WA 98195-2700 This document lists citations for peer-reviewed journal articles that support a
physiological basis for MCS: http://mcs-america.org/SteinemanDavis.pdf
Anne C. Steinemann (2008), Fragranced consumer products and undisclosed ingredients, Environ Impact Asses Rev
http://www.ce.washington.edu/people/fac ... dients.pdf
Joint WHO/Nordic Counsil of Ministers Working Group, Chronic effects of organic solvents on the central nervous system and
diagnosis criteria, 1985: http://whqlibdoc.who.int/euro/ehs/EURO_EHS_5_(part1).pdf
Eckart Schnakenberg, Karl-Rainer Fabig , Martin Stanulla, Nils Strobl , Michael Lustig , Nathalie Fabig and Werner Schloot, A
cross-sectional study of self-reported chemical-related sensitivity is associated with gene variants of drug-metabolizing
enzymes, Environmental Health (2007), 6:6
McKeown-Eyssen G, Baines C, Cole DE, Riley N, Tyndale RF, Marshall L, Jazmaji V: Case-control study of genotypes in multiple
chemical sensitivity: CYP2D6, NAT1, NAT2, PON1, PON2 and MTHFR. Int J Epidemiol (2004), 33:971-978
Haley, RW, Billecke, S, La Du, BN (1999). Association of low PON1 type Q (type A) Acetyl esterase activity with neurologic
symptom complexes in Gulf War Veterans. Toxicology and Applied Pharmacology 157(3):227-33
Martin L. Pall, Multiple Chemical Sensitivity: Toxicological and Sensitivity Mechanisms:
http://thetenthparadigm.org/mcs09.htm
Martin Pall (molecular biosciences, emeritus) has been asked to write a review on the toxicology of MCS for a prestigious
multivolume set in toxicology, “General and Applied Toxicology, 3rd Edition” to be published by John Wiley & Sons, this
coming December.
H. Kimata,
Effect of exposure to volatile organic compounds on plasma levels of neuropeptides, nerve growth factor and
histamine in patients with self-reported multiple chemical sensitivity, Department of Allergy, Ujitakeda Hospital, Uji-City, Kyoto
Prefecture, Japan 2004, International Journal of Hygiene and Environmental Health, Volume 207, Number 2, February 2004 ,
pp. 159-163(5)
Bing-Ling Wang et al., Unmetabolized VOCs in urine as Biomarkers of Low Level Exposure in Indoor Environments, Journal of
Occupational Health (2007); 49, pp 104-110, http://www.jstage.jst.go.jp /article/joh/49/2/104/_pdf
Mariko Saito et al., Symptom Profile of Multiple Chemical Sensitivity in Actual Life, Psychosomatic Medicine 67: pp 318-325
(2005): http://www.psychosomaticmedicine.org/cg ... t/67/2/318
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Freitag 21. August 2009, 22:13

Ich habe das mal sortiert, Clarissa.
So ist es übersichtlicher. Schon mal zum Vorablesen

ÄRZTEINFORMATION

(MCS-Patienteninitiative in Abstimmung mit dem Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner)


Was ist multiple Chemikaliensensitivität (MCS) - ICD-10 GM Klassifikation T 78.4

Nach den Krankheitsdefinitionen der internationalen Literatur handelt es sich bei MCS um eine (in Folge einer oft über Jahrevorhandenen Exposition zu einem Gemisch verschiedener Umweltschadstoffe (Chemikalien, aber auch natürliche Stoffe wiez.B. Schimmelpilze/Mykotoxine und deren Emissionen in Innenräumen oder kurzzeitig einmalig zu einer hohen Konzentration einer Einzelsubstanz) erworbene, chronische Hypersensitivität auf geringste Dosen inhalativ, oral und dermal aufgenommener Umweltschadstoffe. Chemische und/oder natürliche Stoffe lösen bei den Patienten triggerabhängig multiple Organreaktionen aus (angefangen von leichten über schwere Gesundheitsstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden Schockreaktionen). Des weiteren können auch Dentalmaterialien das Krankheitsbild mit auslösen oderunterhalten.

Zu den Triggern gehören u.a. DUFTSTOFFE, wie sie in alltagsüblichen Produkten vorkommen, LÖSEMITTEL,DESINFEKTIONSMITTEL, PESTIZIDE, VOCs z.B. Emissionen von FARBEN, LACKEN, KLEBERN, TEPPICHEN, KUNSTSTOFFE, FLAMMSCHUTZMITTEL, u.v.a.m.Die MCS-Symptome sind aufgrund der biochemischen Individualität jedes Patienten sehr unterschiedlich. Sie sind vielfältig und können einzeln sowie in Kombination auftreten. Es können Teile oder auch alle Organsysteme betroffen sein. Mögliche Kennzeichen der MCS sind z.B. folgende Gesundheitsbeschwerden, wobei der Bezug zu Umweltfaktoren durch gezielte Fragen bzw. spezielle Fragebögen hergestellt und dokumentiert werden kann:


• Zentrales Nervensystem:


z.B. Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Konfusion, Konzentrationsstörungen,

Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Erschöpfung, Unruhe, Sprach-/Wortfindungsstörungen,

Verdrehen von Wörtern, Schriftbildveränderung, Seh- und Hörstörungen,

vermehrtes Schwitzen/Schweißausbrüche, Verlangsamung. Beachten Sie bitte:

Psychische Symptome bei den Patienten können durch Exposition zu neurotoxischen

Substanzen/Substanzgemischen und deren Wirkung auf das ZNS erklärt werden.

Depressionen/psychische Symptome als Folgereaktion und nicht als Ursache.






• Immunsystem:




chronische Überstimulation. Einer der wesentlichen Grundmechanismen von Immunstörungen

durch Exposition zu Umweltschadstoffen sind chronische Entzündungsreaktionen,

insbesondere indem weiße Blutkörperchen verschiedene Entzündungsfaktoren

wie z.B. Zytokine durch den Kontakt mit Xenobiotika absondern. Häufig

vorkommende, nachweisbare Zytokinreaktionen beziehen sich auf Interferon-gamma,

TNF-alpha und Interleukin 1-beta.





• Herz-/Kreislauf:



Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen oder Herzstolpern, zu schneller

oder zu langsamer Puls, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, starke Blutdruckschwankungen,

Gefäßkrämpfe - Cave: anaphylaktoide Schockreaktionen!





• Muskulatur/Knochen/Gelenke


Brennschmerzen, Kribbel- und/oder Taubheitsgefühle, Nerven- u. Muskelschmerzen,


Muskelzuckungen und/oder -zittern, Muskelschwäche, Händezittern, Gangstörungen,

Knochen- und/oder Gelenkschmerzen, Anschwellen und Rötungen der Gelenke,

Steifheit




• Atmungsorgane:






verstärkte Sekretproduktion in den Nasennebenhöhlen und Bronchien (insbesondere

bei Pestizidexposition, z.B. durch rückstandsbelastete Nahrungsmittel), Husten,

Atemnot, allergie-ähnliche Symptome wie Fließschnupfen sowie Husten-/Asthmaanfälle,

Heiserkeit, veränderte Geruchs- und Geschmackswahrnehmung





• Magen-/Darm-Trakt:



Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall, verstärkter

Harndrang, Entzündung der Harnwege, Blasenentleerungsstörungen





• Haut:






Jucken, Brennen, Kribbeln, Rötungen, Hauttrockenheit und Risse (insbesondere durch

Lösemittel), Ausschlag, Blau-Weiß-Rot-Verfärbung analog Raynaudsymptomen,

trophische Störungen der Hand- und Fußnägel, Neurodermitis, Psoriasis, Haarausfall





• Augen:



Trockenheit, stechende, pochende oder brennende Schmerzen, tränende Augen,

blutunterlaufene Augen (insbesondere bei Pestizidexposition), Lidödeme




Für die Diagnose werden die Konsensus-Kriterien von Bartha et al. (1999) verwendet:

1. Die Symptome sind reproduzierbar bei wiederholten Chemikalienexpositionen

2. Der Zustand ist chronisch

3. Symptome werden durch niedrige Expositionsdosen ausgelöst, die von anderen im Allgemeinen toleriert werden

bzw. vor Beginn der Erkrankung toleriert wurden

4. Die Symptome bessern sich oder verschwinden ganz wenn die Auslöser vermieden oder entfernt werden

5. Die Auslösung der Symptome erfolgt durch verschiedene, chemisch nicht miteinander verwandte Stoffe

6. Mehrere Organe oder Organsysteme sind von den Symptomen betroffen




Einschluss-/Auschlusskriterien:

- MCS soll bei Erfüllung der Kriterien 1-6 auch bei gleichzeitigem Vorliegen evtl. anderer Krankheiten, die teilweise zur

Erfüllung der Kriterien führen (z.B. Allergien, Asthma, Chronic Fatigue Syndrome und Fibromyalgie), diagnostiziert

werden.

- MCS soll nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Beschwerden und ihre Assoziation mit Chemikalienexposition

vollständig (ganzes Spektrum) durch eine andere Multi-Organerkrankung des Patienten (z.B. Mastozytose oder

Porphyrie) erklärt werden können.




Genetische Suszeptibilität:

Patienten mit Störungen der CYP450 Enzymfunktionen und anderen geno-/phänotypischen Veränderungen im Fremdstoffmetabolismus

haben bei Chemikalienexposition ein erhöhtes Risiko an MCS zu erkranken. Adverse Effekte treten dann ein,

wenn die Phase I - II Enzymaktivitäten entweder erhöht und/oder reduziert sind bzw. nicht schnell genug greifen oder

überlastet sind, so dass es zu einer Toxifizierung oder Störungen der Detoxifikation von Metaboliten kommt.




Therapie:

weitestgehende Vermeidung der Triggersubstanzen







Fragebogen zur Diagnostik:

Schnellinventur für Umweltfaktoren und erhöhte Sensitivität (SUS) auf der Basis des Quick Environmental Exposure and

Sensitivity Inventory V-1 (QUEESI) nach Miller und Mitzel (1995) zum Preis von: 10 Stück € 5,-- zzgl. Versandpauschale zu

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Literaturquellen:

BARTHA L, BAUMZWEIGER W, BUSCHER DS, CALLENDER T, DAHL KA et al. (1999): Multiple Chemical Sensitivity: A 1999

consensus. Arch Environ Health 54(3): 147- 149.

DAVIES R., Ghouse A., FREER T., Psychiatric aspects of chronic exposure to organophosphates: Diagnosis and Management,

Advances in Psychiatric Treatment (2000), vol. 6, pp. 356-361: http://apt.rcpsych.org/cgi/reprint/6/5/356

Research on Multiple Chemical Sensitivity (MCS) Compiled by Professor Anne C. Steinemann and Amy L. Davis University of

Washington Seattle, WA 98195-2700 This document lists citations for peer-reviewed journal articles that support a

physiological basis for MCS: http://mcs-america.org/SteinemanDavis.pdf

Anne C. Steinemann (2008), Fragranced consumer products and undisclosed ingredients, Environ Impact Asses Rev

http://www.ce.washington.edu/people/fac ... dients.pdf

Joint WHO/Nordic Counsil of Ministers Working Group, Chronic effects of organic solvents on the central nervous system and

diagnosis criteria, 1985: http://whqlibdoc.who.int/euro/ehs/EURO_EHS_5_(part1).pdf

Eckart Schnakenberg, Karl-Rainer Fabig , Martin Stanulla, Nils Strobl , Michael Lustig , Nathalie Fabig and Werner Schloot, A

cross-sectional study of self-reported chemical-related sensitivity is associated with gene variants of drug-metabolizing

enzymes, Environmental Health (2007), 6:6

McKeown-Eyssen G, Baines C, Cole DE, Riley N, Tyndale RF, Marshall L, Jazmaji V: Case-control study of genotypes in multiple

chemical sensitivity: CYP2D6, NAT1, NAT2, PON1, PON2 and MTHFR. Int J Epidemiol (2004), 33:971-978

Haley, RW, Billecke, S, La Du, BN (1999). Association of low PON1 type Q (type A) Acetyl esterase activity with neurologic

symptom complexes in Gulf War Veterans. Toxicology and Applied Pharmacology 157(3):227-33

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h ttp://thetenthparadigm.org/mcs09.htm

Martin Pall (molecular biosciences, emeritus) has been asked to write a review on the toxicology of MCS for a prestigious

multivolume set in toxicology, “General and Applied Toxicology, 3rd Edition” to be published by John Wiley & Sons, this

coming December.

H. Kimata,

Effect of exposure to volatile organic compounds on plasma levels of neuropeptides, nerve growth factor and

histamine in patients with self-reported multiple chemical sensitivity, Department of Allergy, Ujitakeda Hospital, Uji-City, Kyoto

Prefecture, Japan 2004, International Journal of Hygiene and Environmental Health, Volume 207, Number 2, February 2004 ,

pp. 159-163(5)

Bing-Ling Wang et al., Unmetabolized VOCs in urine as Biomarkers of Low Level Exposure in Indoor Environments, Journal of

Occupational Health (2007); 49, pp 104-110, http://www.jstage.jst.go.jp /article/joh/49/2/104/_pdf

Mariko Saito et al., Symptom Profile of Multiple Chemical Sensitivity in Actual Life, Psychosomatic Medicine 67: pp 318-325

(2005): http://www.psychosomaticmedicine.org/cg ... t/67/2/318
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Samstag 29. August 2009, 16:32

Der dbu hat es auf seine Seite gestellt. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.
Nur mit der Technik gibt es noch Probleme.


Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e. V.

ÄRZTEINFORMATION

http://www.dbu-online.de /index.php?id=203&tx_ttnews[tt_news]=99&tx_ttnews[backPid]=13&cHash=c89c4001b4
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Clarissa » Samstag 29. August 2009, 16:46

Na gut dann repariere ich mal den Link http://www.dbu-online.de /index.php?id=203&tx_ttnews[tt_news]=99&tx_ttnews[backPid]=13&cHash=c89c4001b4

und nun geht er wie geschmiert ;-)

lg clarissa
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Amazone » Samstag 29. August 2009, 19:53

Leider ist dem dbu beim Einstellen ein Link über den Titel geraten. Ich habe sie gebeten, das zu korrigieren und die Ärzteinformation noch als PDF zum Download zur Verfügung zu stellen. Ob sie's machen, weiß ich nicht. Wäre wegen der Strukturierung jedenfalls besser.

Gruß Amazone
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Christina » Sonntag 30. August 2009, 17:43

Mensch, wißt ihr eigentlich, wie gut ihr seid?
Ich bin über die ganzen Info´s, die ihr herausbekommt immer wieder erstaunt und sofort begeistert.
Herzlichen Dank an alle... (mußte ich mal loswerden)
Viele Grüße
Christina
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Amazone » Montag 31. August 2009, 16:41

Die Ärzteinformation steht jetzt auf der Website des dbu ganz unten zum Download zur Verfügung unter folgendem Link:

http://www.dbu-online.de /fileadmin/news/Aerzteinformation_MCS.pdf
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Montag 31. August 2009, 22:46

Das ist eine gute Nachtricht, Amazone.
Eigentlich hätte man beim dbu ja auch schon mal auf so eine Idee kommen können.
Manche Menschen brauchen halt doch eine Anstoß oder jemand, der unter die Arme greift.

Herrn Dr. Stück könnte man auch mal fragen, ob man Interesse hat an so einen Papier.
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Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Juliane » Montag 31. August 2009, 23:08

Also warum mir Dr. Stück einfiel:



Der Umweltmediziner Dr. Wolfgang Stück (Ökologischer Ärztebund) hingegen warnte vor dem unkritischen Einsatz von Chemikalien in der Umwelt. Seiner Ansicht nach werden Grenzwerte oft auf einer unsicheren Basis festgelegt: „Die Umweltmedizin gäbe es nicht, wenn die Grenzwerte immer funktionierten“, betonte Stück und wies darauf hin, dass durch die Belastung mit verschiedensten Chemikalien Komplexkrankheiten wie MCS (multiple chemical sensitivity) hervorgerufen werden könnten.

http://www.helmholtz-muenchen.de /infostelle-humanbiomonitoring/veranstaltungen/nachlese-presseseminar-in-frankfurt/index.html


Mancher Umweltmediziner wirkt alarmiert: „Egal, ob Baustoffe oder Ausdünstungen aus Teppichen – wir leben mit vielen Substanzen, deren langfristige Wirkung auf den menschlichen Körper nicht erforscht ist“, glaubt Wolfgang Stück vom Ökologischen Ärztebund. Immer mehr Patienten seien umweltkrank.

http://www.welt.de/wissenschaft/article ... _Gift.html
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Re: Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Captain K » Freitag 24. Mai 2013, 19:20

Ärzteinformation
"Patienten mit chronischen Multisystemerkrankungen, wie SBS, MCS, EMS TE, FMS, CFS ..."
zum Runterladen / Drucken : http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf


Ärzteinformation zu MCS, CFS, FMS, EMS und TE zum Weitergeben - http://www.csn-deutschland.de/blog/2009 ... itergeben/
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Re: Aufklärung über MCS für Ärzte und Patienten

Beitragvon Kira » Donnerstag 4. Juni 2015, 09:37

"Multiple Chemical Sensitivity: A 1999 Consensus"
by Archives of Environmental Health
http://www.heldref.org/aeh.php


http://www.mcs-international.org/downlo ... s_1999.pdf
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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