Laktoseintoleranz in China

Laktoseintoleranz in China

Beitragvon Karlheinz » Mittwoch 1. August 2007, 07:54

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FORSCHUNG AKTUELL

31.07.2007 · 16:35 Uhr

Überstunden für China: Deutsche Milchkühe produzieren für den asiatischen Markt. (Bild: Stock.XCHNG / Wendy Domeni)

Appetit auf Verbotenes
Trotz Unverträglichkeit verlangen Asiaten verstärkt nach Milchprodukten
Medizin. - Milch, Quark und Butter sollen teurer werden, unter anderem deshalb, weil die Weltmärkte Milchprodukte stärker nachfragen. Dazu zählt auch China, obwohl dort viele Menschen den Milchzucker gar nicht vertragen. Der Ernährungsforscher Claus Leitzmann von der Universität Giessen erklärt im Gespräch mit Arndt Reuning, wie hoher Konsum von Milchprodukten und Milchzuckerintoleranz zusammenpassen.


Arndt Reuning: Herr Professor Leitzmann, können Sie sich den plötzlichen Appetit der Chinesen auf Milchprodukte erklären?

Claus Leitzmann: Ja, durchaus, die Chinesen haben mit ihrem Geld die Möglichkeit, teurere Produkte zu kaufen, und dazu zählen auch Milchprodukte. Sie vertragen diese Produkte in der Regel in kleineren Mengen recht gut, weil diese Laktoseintoleranz, die Sie ansprechen, nicht 100 Prozent ist. Sie ist auf etwa fünf bis zehn Prozent reduziert, so dass kleinere Mengen ohnehin ertragen werden.

Reuning: Wie sieht das denn aus mit den unterschiedlichen Produkten wie Joghurt, Quark, Butter?

Leitzmann: Das ist ein wichtiger Unterschied, denn die fermentierten Produkte wie Joghurt und mancher Hartkäse sind weniger laktosehaltig und mit dem Joghurt wird zum Beispiel auch die Fähigkeit, Laktose abzubauen mit den darin enthaltenen Bakterien, gleich mitgeliefert. Dadurch erklärt sich auch die Verträglichkeit dieser Produkte.

Reuning: Wie kommt es denn überhaupt zu diesem Unterschied, wie Menschen auf der ganzen Welt auf diesen Milchzucker reagieren?

Leitzmann: Wir als Kaukasier, als Nordeuropäer sind eher die Ausnahme, die von einer Mutation, die vor etwa 10.000 Jahren eingetreten ist, profitieren. Alle anderen Völker reduzieren ihre Laktaseaktivität auf etwa fünf bis zehn Prozent.

Reuning: Das Ganze ist also auch genetisch festgelegt?

Leitzmann: Ja, es ist genetisch festgelegt und man kann, wenn man den Milchkonsum nach dem Stillen beibehält, diese Fähigkeit auch etwas fördern, aber es wird nie den gleichen Umfang annehmen wie es bei uns möglich ist.

Reuning: Wie kann man sich denn dann erklären, dass dieses genetische Programm gestartet wurde? Was war denn in der Evolution der Auslöser?

Leitzmann: Der Auslöser waren ja unsere Veranlagungen und die eine Erklärung, die ja auch relativ logisch ist, dass eine Mutation, Milch auch im Erwachsenenalter zu vertragen, mit einem Überlebensvorteil zusammenhängt, der durch die Viehhaltung und dadurch durch den Milchkonsum bedingt wurde.

Reuning: Um noch einmal auf China zurückzukommen, kann sich denn diese Verträglichkeit im Lauf eines Menschenleben auch ändern?

Leitzmann: Wie gesagt, es ist ja genetisch festgelegt, aber es gibt eine gewisse Gewöhnung: Menschen, die fortwährend Milch und Milchprodukte verzehren, vertragen es mit der Zeit auch etwas besser, aber nie so gut wie wir, da wir diese volle Aktivität beibehalten. Aber die Mengen, die verzehrt werden müssen, um eine Laktoseintoleranz zu [gewärtigen], sind ja auch sehr individuell unterschiedlich. Kleinere Mengen werden von vielen Asiaten und von Afrikanern ganz gut vertragen, aber eben größere Mengen nicht.

Reuning: China ist ja nur ein Land in Asien, gibt es denn schon Erfahrungen mit anderen Ländern, wo schon seit längerem vielleicht Milchprodukte konsumiert werden, etwa Südkorea oder Japan?

Leitzmann: Das sind sehr gute Beispiele für Länder, die diesen Reichtum, der eine gewisse Voraussetzung für den Milchkonsum war, bereits hinter sich haben. Und dort sind Milchprodukte relativ häufiger als in China, sicher nicht so häufig wie bei uns, weil die genetische Veranlagung der Laktoseintoleranz dort natürlich auch vorhanden ist.

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Laktoseintoleranz in China

Beitragvon Juliane » Mittwoch 1. August 2007, 21:08

Ja der Herr Leitzmann arbeitet eben auch in Giessen. Kollega !! Von wem wohl , na ganz einfach Kollege von Thomas Eikmann.

Herr Leitzmann weiss sehr genau, dass 15 Prozent der einheimischen bundesrepublikanischen Bevölkerungsgruppe keinen Milchzucker vertragen.

Da braucht er gar nicht von seinen Kollegen in Wien aufgeklärt zu werden.
Die haben das nämlich schon lang ins Netz gestellt.

Aber was tun wir nicht alles für die Milchwirtschaft. Hauptsache der Euro rollt.

Über Gene reden wir nicht gerne, besonders nicht in Deutschland und schon gar nicht, wenns ums Geschäft geht.

Ja da können sich nicht nur die Milchbauern die Hände reiben und wieder ordentlich aufstallen für die weitere Klimaerwärung.

Alle Doktoren dürfen sich freuen über die vielen neuen Reizdarmsyndrome. Ach und nicht nur das, auch über die Masse neuer Psychopatienten , die entstehen, wenn der Milchzucker den Darm ruiniert hat. Diese Aussicht : Millionen von Depressiven und Hyperaktiven.

Die kann man dann wieder mit Psychopharmaka versorgen. Ein tolles Geschäft und der Euro rollt und rollt.

Ach und weil die Asiaten ja auch andere Cyp Varianten haben und des öfteren die Mittelchen nicht verstoffwechseln können , erhöht sich auch der Absatztmarkt für Haldol und Co.

Den Asiaten soll es auch an Enzymen mangeln , die den Alkohol abbauen, genetisch. Was wird denn da wohl passieren, wenn der Milchzucker wegen des Laktasemagels im Darm zu Fuselalkohol vergoren wird.

Ein Gewissen haben die Herrschaften nicht, Ich empfehle mal einige Ethikvorlesungen
zu besuchen. Oder wird in Giessen Ethik nicht gelehrt???

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