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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:01

Huxley läßt grüßen. Befriedungsmedizin aus Nordfriesland.

"Die Fachkliniken Nordfriesland gGmbH ist eine der wenigen Einrichtungen in Deutschland, die umweltmedizinische Patienten auch stationär aufnimmt und über 20 Jahre therapeutische Erfahrung vorweisen kann.

Chefarzt Dr. Christoph Mai weiß um die Probleme des jungen Fachgebietes: „Seit der Geburt der Umweltmedizin in den 80er Jahren wird in der Wissenschaft über die Ursachen der Symptome umweltmedizinischer Patienten kontrovers diskutiert. Dabei zeigt die wissenschaftliche Studienlage, dass eine Vielzahl von biologischen, entwicklungspsychologischen und aktuellen Belastungsfaktoren die Entstehung und den Verlauf der Erkrankungen beeinflusst. Ohne wissenschaftlich eindeutigen Nachweis, dass zum Beispiel Schadstoffe in Innenräumen krank machen können, werden die Beschwerden der Betroffenen oft als ausschließlich psychische Störung interpretiert“, so der Experte.

Aufgrund der Häufigkeit umweltmedizinischer Erkrankungen, des hohen Leidensdrucks, vielfältiger Funktionsbeeinträchtigungen und folglich der erheblichen sozialmedizinischen Bedeutung sind viel größere Forschungsanstrengungen und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten erforderlich.

Vor diesem Hintergrund haben sich Dr. Christoph Mai und weitere Mitarbeiter der Fachkliniken mit umweltmedizinischen Fach- und Berufsverbänden in einer interdisziplinären Autorengruppe zusammengefunden und die „Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie“ erarbeitet.

„Eine Einigkeit auf Seiten der Wissenschaft ist nicht in Sicht, die Patienten gibt es trotzdem“, erklärt Dr. Frank Bartram, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (dbu), die Notwendigkeit für die Leitlinie. „Auf etwa 5 Prozent der Bevölkerung in der EU wird die Häufigkeit umweltmedizinischer Erkrankungen geschätzt. Allein einer von 200 Mitbürgern ist sogar von einer so ausgeprägten Chemikalienempfindlichkeit betroffen, dass er täglich Symptome hat. Das zeigen Umfragen und Studien“, erläutert Bartram.



Die europaweit einzigartige Leitlinie orientiere sich an der Realität in der Praxis der niedergelassenen Kollegen, so Dr. Anke Bauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachkliniken und Co-Autorin. Im Kern wird empfohlen, sich bei umweltmedizinischen Verdachtsfällen nicht allein auf Messwerte zu verlassen, vielmehr müsse eine individuell angepasste Bewertung und Diagnose anhand der gesamten Krankengeschichte, Laborbefunde und des Verlaufes durchgeführt werden. Die Leitlinie soll Grundlage für die Arbeit der in Praxen, Ambulanzen und Kliniken umweltmedizinisch tätigen Ärzte sein.

Die Fachkliniken Nordfriesland sind in ihrer psychosomatischen Abteilung auf die Diagnose und Behandlung von Mehrfacherkrankungen spezialisiert. Im Bereich stationärer Umweltmedizin werden Patienten aufgenommen, die neben einer umweltmedizinischen Erkrankung seelische Störungen, wie etwa Depressionen entwickelt haben. Umweltmedizinische Patienten ohne besondere Begleiterkrankungen können sich an niedergelassene Umweltmediziner wenden (Liste unter: http://www.dbu-online.de ).

Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie.
Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V. (Hrsg.) Berlin, November 2011. Autoren: Bartram F, Bauer A, v. Baehr V, Bückendorf C-H, Donate H-P, Engelhardt V, Huber W, Klehmet M, Müller K, Ohnsorge P, Mai C, Träder J-M.

Link zum dbu: http://www.dbu-online.de
Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie - Langfassung (PDF)
Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie - Merkblatt (PDF) "


http://www.fklnf.de/projekte/umweltmedizin.html
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:07

"Umweltmedizinische Patienten ohne besondere Begleiterkrankungen können sich an niedergelassene Umweltmediziner wenden"

http://www.fklnf.de/projekte/umweltmedizin.html

??????
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:09

Seite 27 LEID-Linien nachlesbar was der niedergelassene Arzt machen wird:


"Es wird empfohlen, dem Patienten mit Empathie und Einfühlungsvermögen zu begegnen
und das berichtete Beschwerdebild zunächst wertfrei aufzunehmen.
Die Hinführung zu einem multifaktoriellen Krankheitsmodell ist häufig erst im längeren Verlauf der Behandlung nach dem Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient möglich. Bezüglich der mnestischen Probleme sollte Zeit eingeplant und ggf. Hilfspersonen (Partner, Kinder o.ä.) mit hinzugebeten werden........


Obsolete bzw. schädliche Verfahren

Folgende Verfahren sind als obsolet oder nachteilig für den Verlauf zu betrachten:


Monokausale Zuschreibungen („Vergiftungshypothese“) bei chronischen Verlaufsformen "

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:14

Auf Seite 15 der LEID-Linien nachlesbar, wie der niedergelassene Arzt vorgehen wird:


"4.6 Anamnese von Beeinträchtigungen

Es wird empfohlen, die mit den körperlichen und psychischen Beschwerden assoziierten Beeinträchtigungen in Alltagsfunktionen (Arbeit, Haushalt, Freizeit, Sexualität) zu erfragen.


4.7 Anamnese von Ursachenüberzeugungen

Es wird empfohlen, die Ursachenüberzeugung bzw. subjektive(n) Krankheitstheorie(n) sowie Ressourcen, Bewältigungsstrategien und krankheitsfördernde Mechanismen zu erfragen.



4.8 Anamnese von Stressoren

Es wird empfohlen, aktuelle Stressoren (biologische, biochemische, biophysikalische und psychosoziale Stressoren (z.B. Beruf, Partnerschaft, Schule, Familie)) und biographische Belastungsfaktoren zu erfragen. Personen mit deutlich erhöhtem Level an Stressoren gehören zu den Risikogruppen bezüglich der Entwicklung einer UME. Sie tragen ebenfalls ein erhöhtes Risiko, chronifizierte Folgeerkrankungen entwickeln."


http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:19

Auf Seite 26 der LEID-Linien dann nachlesbar, was der niedergelassene Mediziner machen soll:


"7.4.1 Einweisung in ein Krankenhaus

In folgenden Situationen wird die Einweisung in ein Krankenhaus empfohlen:

· Stationäre Behandlungsnotwendigkeit komorbider körperlicher und psychischer Erkrankungen

· Notwendigkeit (teil-)stationärer multimodaler Therapie bei chronischen Verlaufsformen, die ambulant nicht mit ausreichendem Erfolg therapiert werden können
Die Behandlung sollte in einem Krankenhaus erfolgen, welches Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin vorweisen kann. "

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:33

Alles in Allem:


Befriedungsmedizin, Risikomanagement, Lobbyarbeit.
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Beitragvon Palau » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:06

Zitat:

"Die Behandlung sollte in einem Krankenhaus erfolgen, welches Fachkenntnis auf dem Gebiet der Umweltmedizin vorweisen kann."

Wie ich in Erfahrung bringen konnte, gibt es in der ganzen Bundesrepublik kaum ein Krankenhaus, in dem die Ärzte Fachkenntnis auf dem Gebiet der UMWELTMEDIZIN vorweisen können.
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:31

Ach da wird es in naher Zukunft jede Menge geben, wenn diese tollen Leid-Linien erst einmal Fuss gefasst haben, dann ist die Welt rund und 5 wird zur geraden Zahl erklärt.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:34

@ Clarissa

Das ist zu vermuten.

Deshalb suche ich ja auch die Interessenkonflikt-Erklärung in diesem Papier hier:

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Juliane » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:35

Anstatt einer Interessenskonflikterklärung finden wir das:


Seite 4

3.1 Beteiligung von Interessengruppen

Die Autorengruppe der S1- Leitlinie ist folgendermaßen zusammengesetzt:

Niedergelassene Umweltmediziner (Ärzte für HNO-Heilkunde, Umweltmedizin, Akupunktur,

Dermatologie, Allergologie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin) (6), wissenschaftliche Mitarbeiter

(Epidemiologie) einer Fachklinik (1), Institut für Allgemeinmedizin/Universität (1),

Facharzt für Laboratoriumsmedizin (1), Zahnarzt mit Umwelt-Zahnmedizin (1), Arzt für Psychiatrie

und Psychotherapie, Umweltmedizin und Akupunktur

http://www.dbu-online.de /fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf
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Beitragvon Beobachter » Montag 19. Dezember 2011, 07:05

Was mir große Sorgen macht, ist die Tendenz bei vielen Umweltkranken, nun prinzipiell garnicht mehr zum Arzt (auch andere Fachbereiche) zu gehen, weil "die ja doch nur verdienen wollen" etc.
Das ist ein Pauschalurteil und kann ganz böse Folgen im Einzelfall haben; das habe ich gerade durch eigene Anschauung im Bekanntenkreis erfahren müssen.
Es kann bei jedem Behandlungsbedürftigen fatale bis lebensbedrohliche Auswirkungen haben, überhaupt nicht oder zu spät zum Arzt zu gehen (z.B. Internist, Orthopäde).

Denn das Vertrauen der Umweltkranken in die gesamte Ärzteschaft ist erschüttert worden; nachdem, was alles ans Licht kam (Zielsetzung Leitlinien bei dbu, AWMF; Interessengeflechte; Profitdenken) - und das haben sich die Herren Umweltmediziner selbst zuzuschreiben.

Außerdem wird es zur Folge haben, dass nun die "Selbstbehandlung" Pi mal Daumen wieder anfängt zu blühen und die Leute wieder verstärkt nach "letzten Strohhalmen" greifen wie Esoterik-Mist bis Mystik, Wasserenergetisierern und Trainings-Kassetten etc. etc. - trotz aller Aufklärung.
Denn was soll man sonst machen, wenn man sich bald nicht mehr ohne Zeugen/Anwalt zum "Umweltarzt" traut?
Weil einem dort u.U. die Zwangspsychiatrisierung droht, wenn`s dumm läuft?!

Es steht eine enorm große Verunsicherung im Raum ...
Der Patient als Spielball "ärztlichen Denkens und Handelns" - und deren Eigeninteressen ...


Viele Grüße
Beobachter
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Beitragvon Juliane » Montag 19. Dezember 2011, 08:05

@Beobachter

Bei MCS gibt es bisher noch keine Therapie außer der Vermeidung der Trigger.

MCS Patienten hatten ohnehin in vielen Fällen nie die Möglichkeit einen jener niedergelassenen Umweltmediziner aufzusuchen.

Mithin macht es in der Regel immer Probleme, wenn man als MCS Patient einen Arzt, einen Zahnarzt oder gar ein Krankenhaus aufsuchen muss.

Also insofern hat sich die Lage kaum verändert.

Und dass sich Menschen, denen die Schulmedizin nicht helfen kann, an jeden Strohhalm klammern, das trifft für sehr viele Krankheiten zu.


Was sich in Zukunft allerdings grundlegend ändern wir, wenn aus die neuen Leitlinien in eine AMWF Leitlinie münden, ist die Tatsache, dass einem MCS Patienten eine Leitlinien-Ausschluss-Diagnostik angetragen wird. Wahrscheinlich auch von dem bisherigen Hausarzt, der MCS anerkannt hat als körperliche Erkrankung.
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Beitragvon Beobachter » Montag 19. Dezember 2011, 09:05

Zu "Juliane":

Also muss sich künftig der MCS-Patient vom Hausarzt bis zum Facharzt durch die "Psycho-Mühle" drehen lassen ("Leitlinien-Ausschlussdiagnostik") - von der "Anamnese bis zur Therapie"?

Und was machen Neuerkrankte angesichts dieser neuen Anfangssituation?
Es besteht kaum noch eine Chance, dass MCS als MCS diagnostiziert wird - weil alle in Frage kommenden Patienten sofort in der Psycho-Schublade landen, da entsprechende ärztliche Leistungen besser abzurechnen sind.

Toxikologische Diagnostik wird laut Leitlinien kaum/nicht mehr betrieben.
Das ist fatal bei der Anerkennung von Berufskrankheiten, zumal die Beweispflicht ja immer noch beim Erkrankten liegt!

Die "Strohhalm-Mentalität" gibt es natürlich bei sehr vielen Krankheiten; aber ich denke, bei Umweltkranken ganz besonders, eben weil es keine Therapien gibt.
Außer Triggervermeidung, wie du sagst.
Und das ist ein persönliches praktisches und ursächlich ein politisches Problem.
Es werden aber trotzdem und zunehmend unzählige fragwürdige bis wirkungslose "Therapien" angeboten ...!


Viele Grüße
Beobachter
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Beitragvon Alex » Montag 19. Dezember 2011, 10:31

Ganz neu ist diese "Welt" nicht. Einige hier im Forum haben eine jahre-/jahrzehnte lange Odyssee hinter sich.
Neu ist die unverblümte Offenheit "unserer" Umweltmediziner, die sie aktuell in einer Leitlinie manifestierten.
Ich bin erfreut darüber. Jetzt wissen wir was wir von wem zu erwarten haben.

@ Beobachter
Auch von "unseren" Umweltärzten hat kaum einer bei BG- und Rentenverfahren großartig geholfen. Anfangs ja, dann wurde es immer weniger
was von dort kam. Einige der Umweltärzte schrieben/schreiben nicht einmal mehr Befundberichte. Dann steht man da als Umweltkranker.
Gesundheitlich kaputt und allein gelassen.
Alex
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Beitragvon Kira » Montag 19. Dezember 2011, 10:57

@Alex,
da stimme ich dir ganz und gar zu !!!
Finde diesen Blogbeitrag nach wie vor aktuell:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/01/mutige-aerzte-fehlen-unserem-land/
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Clarissa » Montag 19. Dezember 2011, 15:08

Bitte alle wirklich Kranken NICHT weiterlesen!


Beten statt Notarzt? Dass Heils- und Segenssprüche bei Krankheiten wirklich helfen können, behauptet der Neurologe Wolfgang Ernst in seinem neuen Buch "Beschwörungen und Segen. Angewandte Psychotherapie im Mittelalter".

Übrig geblieben ist der Blasiussegen. Er wird in katholischen Regionen einmal im Jahr erteilt, in der Regel am 2. Februar, Maria Lichtmess. Mit der einen Hand hält der Priester dem Empfänger zwei gekreuzte Kerzen vor den Kehlkopf, macht mit der anderen das Kreuzzeichen und betet den Spruch: "Durch Fürsprache des Heiligen Blasius, des Bischofs und Märtyrers, befreie dich Gott von Kehlkrankheit und jedem anderen Übel." Das wirkt dann ein Jahr lang. Wenn es wirkt.


Den kpl. Artikel und die Quelle findet ihr hier: http://www.sueddeutsche.de/kultur/neues-sachbuch-mit-blasius-gegen-den-erstickungstod-1.1238462
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Beitragvon Twei » Dienstag 20. Dezember 2011, 00:22

Hallo Beobachter,

wenn jemand den Namen MCS kennt, hat er schon halb gewonnen. Den meisten Ärzten ist dieser Name völlig unbekannt. Deshalb läuft ein Erkrankter, der noch nicht einmal weiß, dass er unter Umständen durch seine Umwelt krank geworden ist, erst einmal zu zig anderen Ärzten, bzw. wird hin und her geschickt.
Das dauert so seine Jahre.....

Am Anfang stehen z.B. - Rückenschmerzen, Gliederschmerzen, Allergien, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme, Dauererkältung oder das Gegenteil davon - jedoch ohne Sekrete - also alles immer trocken und und und....

Für mich kam ein Umweltmediziner ziemlich am Schluss und der war für mich völlig Wertlos....

mfg Twei
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Re: Schöne neue Welt

Beitragvon Twei » Sonntag 26. Mai 2013, 14:57

Der dbu-Link oben, der als Zitat-Quelle angegeben wird, funktioniert nicht mehr..... darum:

Aktueller dbu-Link zur "Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie" - http://www.dbu-online.de/fileadmin/reda ... Praxis.pdf
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