Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Clarissa » Dienstag 1. September 2009, 09:11

Zypries: Endlich mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit Patientenverfügungen
Berlin, den 29. August 2009

Am 1. September 2009 tritt die gesetzliche Regelung zur Wirksamkeit und Reichweite von Patientenverfügungen in Kraft. Damit sind die Voraussetzungen von Patientenverfügungen und ihre Bindungswirkung eindeutig im Gesetz bestimmt. Patientenverfügungen erläutern dem Arzt den Willen des Patienten, der sich zur Frage seiner medizinischen Behandlung nicht mehr selbst äußern kann.

"Das Gesetz zur Patientenverfügung bringt endlich Sicherheit und Klarheit für die etwa acht Millionen Menschen, die schon heute eine solche Verfügung haben - und natürlich auch für alle, die sich in Zukunft dafür entscheiden. Patienten und ihre Angehörigen haben nun Gewissheit: Der Patientenwille ist in allen Lebenslagen oberstes Gebot. Neu ist die Schriftform. Ab dem 1. September müssen Patientenverfügungen schriftlich sein und eigenhändig unterschrieben sein. Frühere schriftliche Verfügungen bleiben wirksam. Auf höhere bürokratische Hürden oder eine Reichweitenbegrenzung haben wir bewusst verzichtet. Das Gesetz sagt klipp und klar: Jede schriftliche Patientenverfügung, die der aktuellen Lebens- und Behandlungssituation entspricht, ist für alle Beteiligten verbindlich. So stellen wir sicher, dass die Menschen in jeder Phase ihres Lebens selbst entscheiden können, ob und wie sie behandelt werden möchten. Zugleich gewährleisten wir, dass bei Missbrauchsgefahr oder Zweifeln über den Patientenwillen das Gericht als neutrale Instanz entscheidet", sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.


Den kpl. Pressetext könnt ihr unter http://tinyurl.com/l86d65 nachlesen.

Material für eine Patientenverfügung findet ihr hier http://tinyurl.com/nejbvp


Ich empfehle euch das demnächst mal zu machen bzw zu überdenken.

LG Clarissa
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Sonora » Dienstag 1. September 2009, 12:48

Hab Ihr eine Patientenverfügung?
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Beitragvon Kallewirsch » Dienstag 1. September 2009, 13:40

Nein, und Du?
Ich überlege aber, ob ich eine machen soll.

Gruss Kalle
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Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Marina » Dienstag 1. September 2009, 16:54

Vor ein paar Monaten habe ich mich mal tiefer mit so einer Patientenverfügung befasst und kam zu keiner richtigen Entscheidung. Diese ganzen Fragen haben mich total überfordert. Alle Fragen schlußendlich mit ja oder nein zu beantworten fand ich echt schwierig. Ich kann doch jetzt noch nicht wissen, was ich zu dem Zeitpunkt, wenn es einmal so weit kommen sollte, wünsche. Es kann doch sein, dass ich in der Situation, dann doch einen anderen Weg gehen möchte. Was dann, wenn ich mich aber nicht mehr artikulieren kann???
Es ist für mich echt sehr schwer.

Liebe Grüße

Marina
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Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Wasabi » Dienstag 1. September 2009, 21:39

Man muss eine Patienenverfügung bei Notar machen.
Sie muss individuell sein damit man damit eine Chance hat.
Für meine Frau adäquat zu schützen meinte die Notarin: Werden Sie zur Not handgreiflich. Da wird nichts passieren. So ein Fall ist immer Notwehr. Holen Sie den Arzt am Schlips wenn's sein muss und schützen Sie Ihre Frau.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 26. Januar 2010, 12:08

Finanztest berichtet:

"Rund 800 000 Einweisungen in die Psychiatrie zählt das Statistische Bundesamt im Jahr.."


„In der Psychiatrie dürfen Ärzte eine Behandlung notfalls mit Gewalt erzwingen. Doch rechtlos sind psychisch Kranke nicht. Vieles können sie vor der Behandlung selbst bestimmen.“ Ratgeberumfeld: Finanztest sagt, was psychisch Kranke tun können, damit sie nicht machtlos jede Behandlung erdulden müssen.


Titel: Patientenrechte: „Diagnose: Psychisch krank“

http://www.testberichte.de/volltextsuche/finanztest-172973-1.html
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Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Monja » Dienstag 26. Januar 2010, 12:16

Kann man hier mal kurz und knapp auflisten, WIE vorzugehen ist???
Ich hab nur 1 Blatt Papier vorn im Ordner, das nützt ja nichts.
Dennoch ist es grad bei MCS doch wirklich extrem wichtig, nicht
der Schulmedizin ausgeliefert zu sein im Ernstfall. Angehörige
haben ja meist keine Ahnung von MCS und können das nicht beurteilen.

Also
1. Wo bekommt man das Formular? Und kostet?
2. Muss man absolut Alles ausfüllen oder reicht das Wesentliche?
3. Muss ein Notar sein? Der ist doch sicher extrem teuer ?
4. Wie findet man einen Notar, der günstig ist?
5. Er soll ja nicht beraten, nur aufbewahren, gibts das günstiger?
6. Geht auch ein Rechtsanwalt?
7. Reicht es nicht, einem Bekannten ne Kopie zu geben?
8. Kann man Unterlagen bei sich tragen, dort gibts eine Verfügung einzusehen
9. wie erfahren die Ärzte ansonsten überhaupt davon?
u.s.w. - tausend Unklarheiten, wer kann sie beseitigen?

Danke, Monja
Beim Versuch vom download dauerte das speichern 2 Sekunden, dann gabs ein
Plim-Geräusch und das Ding lässt sich auf dem Desktop nicht öffnen...

- Editiert von Monja am 26.01.2010, 12:19 -
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Beitragvon Juliane » Dienstag 26. Januar 2010, 12:29

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Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Energiefox » Dienstag 26. Januar 2010, 15:03

Also ich hab schon vor Jahren bei bei einer Rechtsanwältin eine Patientenverfügung gemacht.
Ist nur ein kleines Schriftstück welches auch bei der Rechtsanwältin hinterlegt ist. Stimmte es war recht teuer damals noch in DM, ich meine weit über 100 DM wenn nicht sogar über 200 DM. Am Fernsehen sagten die mal, man solle am Besten jedes Jahr noch mal unterschreiben. Das Schriftstück solle man auch dauernd bei sich führen. Also das mach ich nun nicht.
Ich habe jemand eingesetzt der für mich entscheiden kann was zu machen ist, falls ich dazu nicht mehr in der Lage sein sollte.
Was ich nicht gemacht habe und unbedingt noch machen muss, ich möchte verbrannt werden wenn ich Tod bin , wenn man es aber nicht schriftlich festlegt gibt es große Probleme, sagte mir jedenfalls einer aus meinem Verwandtenkreis. Die Hinterbliebenen dürfen einen dann nicht einfach verbrennen lassen.
Gruß Energiefox
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Endlich Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen

Beitragvon Tonda » Dienstag 26. Januar 2010, 21:48

Ich glaube, ich mache auch eine Patientenverfügung. Leider habe ich mich bisher nicht damit befasst, aber ich glaube, es ist unheimlich wichtig für uns, hier aktiv zu werden.
Tonda
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