BMU und Chemieverband starten Kooperation

BMU und Chemieverband starten Kooperation

Beitragvon Juliane » Mittwoch 19. Mai 2010, 23:05

Eine aktuelle Pressemitteilung:

Gemeinsame Pressemitteilung von BMU und VCI
Bundesumweltministerium und Chemieverband starten Kooperation zum Human-Biomonitoring


Frankfurt/Main (ots) - Das Bundesumweltministerium (BMU) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) haben eine Kooperation gestartet, um die Kenntnisse über Stoffe, die vom menschlichen Organismus aufgenommen werden, zu verbessern. Im Zentrum stehen dabei Stoffe, denen die Bevölkerung möglicherweise vermehrt ausgesetzt ist oder die eine besondere Gesundheitsrelevanz haben können, aber bislang im menschlichen Körper nicht messbar sind. In den nächsten zehn Jahren sollen so für bis zu fünfzig gemeinsam ausgewählte Stoffe oder Stoffgruppen geeignete Analysemethoden entwickelt werden, die dann in geeigneten Untersuchungen zur Anwendung gebracht werden. Die Kooperation soll zunächst in einer dreijährigen Pilotphase erprobt werden.

Für die Methodenentwicklung der Nachweisverfahren hat der VCI die Verantwortung übernommen. Für die Anwendung der Methoden in geeigneten Untersuchungen liegt die Verantwortung beim BMU, das hier eng mit dem Umweltbundesamt zusammenarbeitet.

Human-Biomonitoring ist für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz ein zentrales Informations- und Kontrollinstrument. Die Daten können als Frühwarnsystem für bisher nicht erkannte Belastungen dienen. Ob der Nachweis eines Stoffes mit einer gesundheitlichen Belastung einhergeht, bedarf einer Risikobewertung, die zum Beispiel medizinische und toxikologische Erkenntnisse heranzieht. Human-Biomonitoring liefert außerdem wissenschaftlich fundierte Daten darüber, ob Verbote oder Beschränkungen bedenklicher Stoffe tatsächlich zu einem Rückgang der Belastung in der Bevölkerung geführt haben.

In der chemischen Industrie stellt das Human-Biomonitoring ein wichtiges Instrument der arbeitsmedizinischen Vorsorge dar. Die in diesem Bereich seit vielen Jahren gewonnenen Erfahrungen bringt der VCI in die Zusammenarbeit mit dem BMU ein. Mit ihrem Engagement unterstreicht die chemische Industrie die hohe Bedeutung der Produktsicherheit für ihr \"Responsible-Care\"-Programm.

Im Rahmen des Projekts sind als Auftakt von VCI und BMU die ersten fünf Stoffe festgelegt worden, für die eine Messmethode entwickelt werden soll. Sie finden als Weichmacher, Flammschutzmittel, Kunststoffstabilisator und als Additiv in Treib- und Schmierstoffen Verwendung. Konkret handelt es sich um die Stoffe DINCH, DPHP, HBCDD, 2,2\',6,6\'-Tetra-tert-butyl-4,4\'-methylendiphenol und Dodecylphenol.

Die Entwicklung von Analysemethoden ist ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess. Gelingt es aber in den kommenden Jahren, für bis zu 50 Stoffe neue Analysemethoden zu entwickeln, sind damit erhebliche Erkenntnisgewinne verbunden, wie die reale Belastung der Bevölkerung mit wichtigen Industriechemikalien aussieht. Bisher muss allzu oft auf modellhafte Abschätzungen zurückgegriffen werden, mit denen gesundheitliche Risiken leicht über- oder unterschätzt werden.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2009 rund 152 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 432.000 Mitarbeiter.

http://www.presseportal.de/pm/12523/1613678/verband_der_chemischen_industrie_e_v


- Editiert von Juliane am 20.05.2010, 08:57 -
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 19. Mai 2010, 23:06

BMU-Pressedienst Nr. 068/10

Berlin, 14.05.2010

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Bundesumweltministerium und Chemieverband starten

Kooperation zum Human-Biomonitoring

Das Bundesumweltministerium (BMU) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI)

haben eine Kooperation gestartet, um die Kenntnisse über Stoffe, die vom menschlichen

Organismus aufgenommen werden, zu verbessern. Im Zentrum stehen dabei Stoffe, denen

die Bevölkerung möglicherweise vermehrt ausgesetzt ist oder die eine besondere

Gesundheitsrelevanz haben können, aber bislang im menschlichen Körper nicht messbar sind.

In den nächsten zehn Jahren sollen so für bis zu fünfzig gemeinsam ausgewählte Stoffe oder

Stoffgruppen geeignete Analysemethoden entwickelt werden, die dann in geeigneten

Untersuchungen zur Anwendung gebracht werden. Die Kooperation soll zunächst in einer

dreijährigen Pilotphase erprobt werden.

Für die Methodenentwicklung der Nachweisverfahren hat der VCI die Verantwortung

übernommen. Für die Anwendung der Methoden in geeigneten Untersuchungen liegt die

Verantwortung beim BMU, das hier eng mit dem Umweltbundesamt zusammenarbeitet.

Human-Biomonitoring ist für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz ein zentrales

Informations- und Kontrollinstrument. Die Daten können als Frühwarnsystem für bisher nicht

erkannte Belastungen dienen. Ob der Nachweis eines Stoffes mit einer gesundheitlichen

Belastung einher geht, bedarf einer Risikobewertung, die zum Beispiel medizinische und

toxikologische Erkenntnisse heranzieht. Human-Biomonitoring liefert außerdem

wissenschaftlich fundierte Daten darüber, ob Verbote oder Beschränkungen bedenklicher Stoffe

tatsächlich zu einem Rückgang der Belastung in der Bevölkerung geführt haben.

In der chemischen Industrie stellt das Human-Biomonitoring ein wichtiges Instrument der

arbeitsmedizinischen Vorsorge dar. Die in diesem Bereich seit vielen Jahren gewonnenen

Erfahrungen bringt der VCI in die Zusammenarbeit mit dem BMU ein. Mit ihrem Engagement

unterstreicht die chemische Industrie die hohe Bedeutung der Produktsicherheit für ihr

"Responsible-Care"-Programm.

Im Rahmen des Projekts sind als Auftakt von VCI und BMU die ersten fünf Stoffe festgelegt

worden, für die eine Messmethode entwickelt werden soll. Sie finden als Weichmacher,

Flammschutzmittel, Kunststoffstabilisator und als Additiv in Treib- und Schmierstoffen

Verwendung. Konkret handelt es sich um die Stoffe DINCH, DPHP, HBCDD, 2,2', 6,6'-Tetratert-

butyl-4,4'-methylendiphenol und Dodecylphenol.

Die Entwicklung von Analysemethoden ist ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess.

Gelingt es aber in den kommenden Jahren, für bis zu 50 Stoffe neue Analysemethoden zu

entwickeln, sind damit erhebliche Erkenntnisgewinne verbunden, wie die reale Belastung der

Bevölkerung mit wichtigen Industriechemikalien aussieht. Bisher muss all zu oft auf modellhafte

Abschätzungen zurückgegriffen werden, mit denen gesundheitliche Risiken leicht über- oder

unterschätzt werden.


http://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/pdf/46016.pdf
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Beitragvon Blonde Babe » Mittwoch 19. Mai 2010, 23:22

Ziemlich starker Toback zu später Stunde.
Der Schnee wird grün sein in Zukunft...
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 20. Mai 2010, 07:18

Zur Erinnerung


Zitat aus einer Pressemitteilung Sommer 2007


"Für die Risikobewertung von Umweltchemikalien ist es wichtig, die Belastung zu kennen. Dabei spielt das Instrument des Human-Biomonitorings eine wichtige Rolle, um die Belastung des menschlichen Körpers durch Umweltschadstoffe zu erfassen. Ergebnisse aus Untersuchungen des Umweltbundesamtes und des Robert-Koch-Instituts wurden auf der Tagung vorgestellt.

Um der zunehmenden Bedeutung des Human-Biomonitorings auf nationaler wie internationaler Ebene Rechnung zu tragen, hat das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt die Informationsstelle Human-Biomonitoring eingerichtet. Das Projekt wird aus Mitteln des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. gefördert. Inhaltlich verantwortlich ist das Helmholtz Zentrum München."



Informationsstelle Human-Biomonitoring

Helmholtz Zentrum München, GmbH, Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg, Deutschland

http://www.helmholtz-muenchen.de/infostelle-humanbiomonitoring/veranstaltungen/nachlese-fachtagung-kinder-kranke-und-senioren/index.html


Siehe auch

viewtopic.php?t=5179
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Beitragvon Schnaufti » Donnerstag 20. Mai 2010, 09:35

Das hört sich zuerst ja ganz nett an, aber ich bin
mir nicht sicher, ob die Chemische Industrie sich
ihr eigenes Grab schauffelt. Hat das alles nur
Alibifunktion?

LG
Schnaufti
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Re: BMU und Chemieverband starten Kooperation

Beitragvon Kira » Dienstag 7. Februar 2017, 20:47

siehe auch

Neue Ziele für Human-Biomonitoring viewtopic.php?f=47&t=20741


07.02.2017
dpa

Chemieverband und SPD: Naturwissenschaftliche Bildung

Wiesbaden.
Die SPD-Landtagsfraktion und die chemische Industrie in Hessen haben einen Ausbau der naturwissenschaftlich-technischen Ausbildung an den Schulen gefordert. Nur mit Wissen könne die Innovationskraft der Branche gesichert werden, sagte Helmut Prestel vom Vorstand des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) Hessen am Dienstag in Wiesbaden.
...
SPD Mitteilung http://www.taunus-zeitung.de/_/tools/bb ... id=2464370


http://www.taunus-zeitung.de/rhein-main ... 91,2464370

VCI Online - Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)

https://www.vci.de/startseite.jsp
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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