Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Samstag 16. April 2016, 20:56

Hallo,

Ich ( 47 Jahre,männlich)habe dieses Forum durch Zufall entdeckt und möchte 1-2 Fragen wegen MCS stellen.
Versuche meinen Leidensweg der letzten 4 Jahre irgendwie so lang wie nötig, aber hoffentlich nicht zu lang, zu beschreiben.

Bis zu meinem Einzug in eine normale Mietwohnung im März 2012 hatte ich keinerlei Allergien/Unverträglichkeiten etc.
bei mir feststellen können. Alles völlig unauffällig.
Nach meinem Umzug in die neue Wohnung begann schon am ersten Tag (!) die Problematik, das mir (gerade im Wohnzimmer) ständig die Nase lief.
Halsschmerzen, immer ein "vergripptes" Gefühl. Außerdem wurde mir in der Wohnung selbst bei normalen Temperaturen
immer so kalt, das ich dachte ich erfriere in der eigenen Wohnung. Außerhalb der Wohnung ging es mir rasch besser.

Es wurden 2 Tage vor dem Einzug alle Türen+Türrahmen mit Lack, und 2 Wochen vorher alle Wände+Decken (Ausnahme Schlafzimmer) mit normaler Baumarkt Farbe überstrichen.
Die Wohnung stank bei Einzug dementsprechend "bestialisch". Besonders der Türlack war sehr dominant im Geruch.

Merkwürdigerweise ging es mir im Schlafzimmer viel besser als im Wohnzimmer. Mein Verdacht fiel auf die Wandfarbe, denn im Schlafzimmer wurde diese ja nicht verwendet!
Habe trotzdem erst mal alle neuen Möbelstücke die ich für das Wohnzimmer neu gekauft habe, aus dem Wohnzimmer verbannt um zu gucken ob es daran lag. Hatte nichts gebracht.

Die Wochen und Monate vergingen und es wurde nicht besser. Mittlerweile hatte ich auch beruflich mit der Klimaanlage (?) im Großraumbüro Probleme. Autofahren mit Klima ging ebenfalls nicht mehr.
Habe dann nach 4 Monaten einen Baubiologen einmal messen lassen. Schimmel konnte nicht gefunden werden, Lacke und Lösungsmittel waren zuviele in der Luft.
Aber worauf ich nun genau reagierte konnte der BB natürlich nicht sagen.

Nach einem Jahr habe ich dann im Wohnzimmer neu tapezieren lassen mit "Biologischer" Farbe. Habe den Maler die Farbe aussuchen lassen. Welche Farbe verwendet worden ist, weiß ich nicht.
Es wurde nicht besser..
Die frische Wandfarbe habe ich allerdings gut vertragen, es wurde zumindest nicht schlechter.

Nach 3 Jahren (März 2015) bin ich entnervt wieder umgezogen, und es wurde in der aktuellen Wohnung noch schlimmer...

Dort wurden auch alle Wände wieder gestrichen, (Türen dieses Mal nicht) und eine neue Küche wurde geliefert.
Teppichboden wurde neu verlegt.

Zu meinen sonstigen Problemen bekam ich jetzt noch massiv Augenbrennen durch Trockenheit und ich reagiere wohl immer mehr auf "Kleinigkeiten" (Haarspray, Duft von Weichspüler etc.).

Schon nach 4 Wochen hatte ich dann 3 Räume neu tapezieren lassen mit Rauhfaser und caparol bio sylitol (vom Tüv getestet)
streichen lassen.
Es wurde nicht besser...

Mittlerweile lebe ich in der Wohnung ohne Küche, weil diese stark ausdünstete nach Formaldehyd. Kann aber nicht behaupten
das es mir besser geht.

Besonders "toll" wurde es vor einem halben Jahr bei einer orthopädischen Kur in der Klinik. Dort reagierte ich sofort auf die Reinigungsmittelchen der Klinik die diese penibel sauber hielten. Schon 20 Minuten nach Ankunft konnte ich kaum aus den Augen gucken, mir lief der Schleim aus allen Poren...

Der Arzt hat mit Antiallergika verschrieben, mit denen konnte ich die Kur einigermaßen überstehen.

Was ich aber nicht verstehe...

In der Streichphase durch den Maler (beim biologischen Anstrich) habe ich in der Wohnung trotzdem geschlafen und habe den "Frischanstrich" problemlos weggesteckt. Problemlos heißt, es wurde zumindest nicht schlimmer.

Dazu 2 Fragen

1.Wenn ich an MCS leiden würde, müßte ich dann nicht zumindest irgendwas merken bei so einem frischen Anstrich..?
2. Hat es eventuell noch Sinn den (1 Jahr alten) Teppichboden auzutauschen gegen einen (guten?) Vorwerk Teppichboden?
Diese sollen ja frei von Schadstoffen sein..?

P.S Bin gerade bei einemm Umweltmediziner wegen des Verdachts auf MCS in Behandlung. Ergebnisse stehen noch aus..
Marlon
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Sonntag 17. April 2016, 02:29

Bei der Frage 1, der biologischen Wandfarbe und caparol bio sylitol, meinst Du, weil diese Farben einen Eigengeruch hatten, hättest Du mit MCS deswegen Probleme haben müssen? Hier in dieser Themenkette (Thread) wird auch darauf hingewiesen, dass es neben den Gemeinsamkeiten bei MCS auch indivduell Unterschiede gibt:

Renovierung Treppenhaus
viewtopic.php?f=60&t=20098

Auch gibt es Dinge mit Geruch, die man mit MCS verträgt, z.B. Kaffee und nach meiner Erfahrung vertrage ich auch den Geruch einiger Pflanzen. Und es gibt auch noch die Chemikalien, die ohne Geruch sind, aber sehr schädlich. Also das ist dann auch unabhängig von MCS für jeden schädlich. Die Parfüms sind Chemikaliencocktails, für jeden schädlich, ob die Leute es schon merken oder nicht, so ähnlich wie beim Rauchen von Zigaretten. Dazu gibt es viele Infos im Forum und im csn blog, hier mal Beispiele,

27. Januar 2010
… Dutzende Jungen und Mädchen hatten über Übelkeit, Atem- und Kreislaufbeschwerden geklagt. Bei einigen waren die Beschwerden so stark, dass sich der Notarzt um sie kümmern musste, 30 Kinder wurden in Kliniken gebracht. Die 550 Schüler der Gesamtschule wurden evakuiert. Als Ursache wurde ein Kanister mit einem Reinigungsmittel für den Fußboden gefunden, dessen Deckel offenstand. ...

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010 ... usgesetzt/

19. März 2012
… schädliche Ausdünstungen in Wohn- und Aufenthaltsräumen hin. Synthetische Lacke, Farb- und Anstrichmittel zählen neben einigen anderen Kunstprodukten zu den Hauptauslösern von steigenden Allergiekrankheiten, bis hin zur immer mehr verbreiteten, sogenannten vielfachen Chemikalienunverträglichkeit (MCS Multiple Chemical Sensitivity). ...


http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... terialien/


zur Frage 2

hier mal ein Einstieg von mir (aus dem umfangreichen Suchergebnis.
Vielleicht kennt da jemand auch noch wichtigere für Deinen Fall,
oder kann Dir auch schon direkt antworten.)
Probleme mit Berberteppich
viewtopic.php?f=37&t=22010

Teppich: 1. Auslegware 2.Vorleger
viewtopic.php?f=37&t=16750

billiger giftfreier bodenbelag???
viewtopic.php?f=60&t=8468

und in der csn Suchfunktion 10 Ergebnisse für vorwerk, aber die Reinigung ist vielleicht ein Problem, falls man keinen Staubsauger verträgt u.a.
search.php?keywords=vorwerk
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Twei » Sonntag 17. April 2016, 07:24

Hi Marlon,

es ist teilweise recht schwer MCS-Symptome von anderen allergischen Reaktionen zu unterscheiden. Bei einer MCS-Erkrankung kommt beides meistens zugleich in einem wechselhaftem Wirrwar :?

Einige Chemikalien kommen geruchslos / geruchsarm daher, die für "gesundheitsfreundliche" und-oder "bio" Farben im Handel gerne verwendet werden.

...1.Wenn ich an MCS leiden würde, müßte ich dann nicht zumindest irgendwas merken bei so einem frischen Anstrich..? ...


Reaktionen auf Chemikalien (egal ob auf Geruchslose oder Stinkende) sind individuell und einige Stoffe wirken auf den Körper mit einer zeitlichen Verzögerung z.B. 2. Stunden, 2 Tage oder später .... - diese hauen den ganzen Stoffwechsel durcheinander bzw. Organe .... es gibt dann auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Durchfall, Verstopfungen, Schwindel, Sehstörungen, Nierenprobleme usw... mal das Eine, dann das Andere oder Alles zugleich ... so dass man am Ende gar nicht weiß, von welcher Chemikalie bzw. welchem Produkt die Beschwerden stammen :shock:

Eine anfängliche MCS drückt sich häufig erst in einem (Sick Building Syndrom) SBS aus, siehe:
Studien: SBS Sick Building Syndrome - viewtopic.php?f=30&t=19505

Wenn die Symptome und Nachwirkungen des SBS nicht auf das Gebäude beschränkt sind, dann spricht man erst von einer MCS - also an verschiedenen Orten auftritt, auch im Freien ohne sich selbst gesundheitlich adäquat erholen zu können .... :(


... 2. Hat es eventuell noch Sinn den (1 Jahr alten) Teppichboden auzutauschen gegen einen (guten?) Vorwerk Teppichboden? - Diese sollen ja frei von Schadstoffen sein..? ...


Meine schlechten Erfahrungen mit Teppichen oder ähnlichem haben mich dazu bewogen, nur auf glasiertem Fliesenboden zu leben. Jeder zusätzliche Belag ist ein Risiko, eine zusätzliche gesundheitliche Belastung - wenn nicht erheblich, dann doch immer noch gering - und die Summe aller Dinge in einem Raum, machen die MCS-Beschwerden aus :roll:


Weitere Informationen findest Du in folgendem Thread ab Beitrag:
MCS - EntScheidung: Expositionsvermeidung - viewtopic.php?t=18986#p109582 - sowie in den dort angegebenen Weiterverlinkungen 8-)
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Sonntag 17. April 2016, 15:04

...so dass man am Ende gar nicht weiß, von welcher Chemikalie bzw. welchem Produkt die Beschwerden stammen ...


@Marlon @Twei, andererseits kann man es aber auch feststellen, falls man an einem Ort ist, wo man endlich mal keiner Exposition ausgesetzt ist. Dann stoppt die Verschlechterung. Das kann zuhause sein im Innenraum, wenn die Nachbarn keine Chemikalien, z.B. Putzmittel, Waschmittel einsetzen, die einem am Fenster usw. entgegenschlagen, weil sie z.B. außer Haus sind. Oder das kann im Freien sein, z.B. wenn dort wegen Regen nur wenige Leute mit ihren Chemikaliencocktails von Parfüm und Waschmittel unterwegs sind, und ihre Schwaden verteilen und man ihnen rechtzeitig ausweichen kann.

Da den meisten MCS Kranken aber weder adäquater Wohnraum noch Schutzräume draußen und auch keine Gärten mit Abstand zu anderen gegeben werden, wird auch gleichzeitig erschwert, diese hier zitierte Charakteristik von MCS ausfindig zu machen! Aber es gibt noch immer einige MCS-Betroffene, die viel draußen sind, da sie dort Ecken finden mit besserer Luft. Aber da sie ja dann wieder einkaufen müssen oder durch den parfümierten Hausflur usw., geht es wieder von vorne los mit vielen Beschwerden.

... Konsenskriterien nach Cullen ... 4. Die Beschwerden bessern sich bzw. verschwinden nach Elimination des Agens. ...

http://www.csn-deutschland.de/PDF/merz_mcs_stategie.pdf

Zudem gibt es Krankheitsphasen, in denen dieses Kriterium 4 nicht geschieht, weil im Stoffwechsel gerade alles durcheinander ist. Aber nur sofern MCS sich verschlimmert.

Geändert: Sorry, ich hatte auch den Begriff MCS´ler verwendet, da mir die Bedeutung, die hier erklärt wird, nicht klar war: Im Thread – Begriff MCS ler - viewtopic.php?f=91&t=422 , auf den ich dann traf.

sowie Hinweise zum draußen aufhalten (Parks, Gärten, mitten in der Natur usw.): Thread - Draußen aufhalten: Planungen für Wölfe geraten aus dem Ruder - vom 8. August 2016, 10:24 bzw. nicht nur ab diesem Post
viewtopic.php?f=37&t=21195#p125600
Zuletzt geändert von Tüpfelponcho am Samstag 20. August 2016, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Sonntag 17. April 2016, 15:22

Danke für die Antworten..!


MCS scheint ja einer der "fiesesten" Krankheiten zu sein. Es ist ja unmöglich alles auszuschließen und vor allem, zu umgehen..!

Ich werde versuchen mir einiges anzulesen, aber das ist ja wirklich so komplex.

Da es bei mir momentan von Tag zu Tag schlechter geht, werde ich wohl wieder umziehen müssen. Ich finde einfach nicht heraus was mir in der aktuellen Wohnung am "akutesten/schlimmsten" zu schaffen macht.

Irgendeinen "Hauptgrund" muß es geben, denn nur 4 Wochen nach Einzug (nach Neu tapezieren mit Biofarbe..) kamen im Vergleich zur Ex Wohnung noch meine massiven Augenprobleme (Trockenheit, Bindehautentzündugen) dazu.
Zumindest diese Symptome hatte ich in den 3 Jahren meiner alten Wohnung überhaupt nicht!

Vielleicht gehe ich an die ganze Sache auch zu "logisch" heran. Ich versuche immer (und mir selbst) alles mit Logik
zu erklären.
Und darum ist es für mich auch überhaupt nicht logisch, das ich in 2 verschiedenen Wohnungen das erneute Tapezieren/Austausch der alten Tapete mit biologischer Farbe problemlos vertrage,also den "Frischanstrich", aber mich dann sozusagen am 300ten Tag nach streichen schlechter fühle als nach dem 3. Tag...!?

Vielleicht hat die Wandfarbe auch Null mit meinem Problem zu tun, aber nachdem ich mittlerweile in fast ner halbleeren Wohnung lebe, bleibt doch eigentlich nicht mehr soviel übrig..?

Ich kann jetzt aktuell nur noch den Teppichboden austauschen. Mehr fällt mir nicht ein.

Und bei einem erneuten Wohnungswechsel kann man ja nur in eine komplett unrenovierte Wohnung einziehen. Egal wie alt der Bodenbelag ist und wie lange da die Tapeten hängen und welche Farbe sie auch hat. Hauptsache alt, alt und nochmals alt...!?

Wenn man ständig am umziehen ist, ist es auch leider kein Wunder das viele MCS Kranke schlicht finanziell am Ende sind..!
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 20. April 2016, 06:25

Hallo Marlon,
bei mir wurde mein Schlafzimmer und auch das Treppenhaus mit Silikatfarbe gestrichen. Ich konnte sie gut vertragen. Da Du erst nach längerer Zeit nach dem Streichen reagierst, vermute ich, dass es nicht an der Farbe liegt.

Es ist nicht leicht den Auslöser zu finden. Es kann der Teppichboden sein. Wie reagiert Dein Körper, wenn Du vorsichtig an ihn schnupperst oder mit der Haut ihn berührst? Wenn Du den Teppichboden an einer Stelle vorsichtg anhebst, schau, was darunter ist. Manchmal ist er verklebt und der Kleber kann auch Probleme machen.

Durch die Küchentür kann natürlich auch immer noch etwas Formaldehyd in die anderen Räume strömen. Das kann zu den Symptomen führen.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Ursachen bzw. eine neue Wohnung findest.
Liebe Grüße
Sternentaenzer
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Karlheinz » Mittwoch 20. April 2016, 11:03

Bei vielen treten Symptome auch erst nach "Entzug" mit Verzögerung ein.

Bei mir in der schlimmsten Phase immer mit ca 7 Tagen (jedenfalls so richtig, von dem Grundzustand zu unterscheiden, der auch miserabel war).
Zunächst nach Exposition fühlt man sich u.U. sogar erst mal etwas besser und bildet sich ein, es ginge aufwärts.

Das macht das ganze zusätzlich zu der Unzahl möglicher Auslöser nicht gerade einfacher.

Die jeweiligen Auslöser zu finden ist Detektivarbeit erfordert viel Erfahrung und funktioniert auch nur dann einigermaßen zuverlässig, wenn man sicher weiß, dass es nur eine relevante
Exposition gibt, die man dann weglassen kann. (Logisch, gell)

Grundsätzlich allen denkbaren Expositionen möglich radikal ausschließen, ist das einzige, was zuverlässig hilft.(Ebenfalls logisch).
Aber für die meisten fast unmöglich zu realisieren. Insbesondere kurzfristig.
Karlheinz
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Sonntag 24. April 2016, 13:39

Hallo,

Die "Unlogik" der Ausdünstungen worauf ich anscheinend reagiere nimmt zu.

Habe in meiner Wohnung nun auch noch den 1 Jahr alten Teppichboden entsorgt, den ich jetzt auch noch austesten wollte.
Kurzum, Beschwerden sind nicht besser geworden. Gefühlt sogar noch schlimmer..

Dieser Teppich war nur fixiert mit doppelseitigem Klebeband, um diesen von dem darunter liegenden PVC Boden (in Laminatoptik) zu entfernen mußte ich mit Haushalts/Waschbenzin (!) arbeiten. Nichts anderes konnte diesen Sch...Kleber entfernen.
Ich hatte anfangs Bedenken, dachte eigentlich das mir bei dieses Benzin den Rest geben würde. Aber weit gefehlt..!
Problemlos hab ich da die Träufelei/Wischerei mit diesem stinkenden Zeug vertragen.
Allerdings riecht dieser PVC sehr streng, würde ssgen sehr sehr muffig. Vielleicht weil der Teppichboden immer darüber lag..?

Versteh ich einfach nicht. Frische Wandfarbe macht mir nichts aus, Benzin macht mir nichts aus.
Aber Duftstoffe und irgendwas (?) was auch immer. Auch in dieser Wohnung.

Habe im Verhältnis zur Ex Wohnung folgende Sachen, neben der Wohnung natürlich an sich, neu angeschafft und mittlerweile
erfolglos weggestellt/entsorgt/verkauft.

Neue Couch = weg
Neue Küche = weg
Tapete/Farbe = Zumindest in 3 Räumen (von 5) in Biologische Farbe mit neuer Raufaser ausgetauscht.
Teppichboden = weg

An Möbeln habe ich jetzt ausschließlich nur noch Sachen stehen, die auch schon in der EX-EX Wohnung standen. Dort wo noch ALLES gut war..!

Bin absolut ratlos. Habe "Duftstoffmäßig" auch alles gegen "unparfümeriert" ausgetauscht.

Kann man denn auch auf nen (alten) PVC Boden reagieren..?? Das wäre in der Wohnung die letzte Möglichkeit, alles andere hab ich ausgeschlossen.
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Karlheinz » Sonntag 24. April 2016, 17:45

Hatte ich in einem früheren Schlafraum auch.

Hab der Reihe nach alles rausgeschmissen.

Zuletzt auch den alten PVC-Belag.

Nur der Kleber da drunter war noch schlimmer.

Duftstoffe wieder aus der Wohnung raus zu kriegen ist schwierig.

Ich hatte mal wen getroffen, die sich für mittlerweile duftstofffrei hielt dabei aber stank wie eine Parfümerie.
Das Problem ist, dass man das selber nicht mehr riecht.
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Kira » Dienstag 26. April 2016, 09:59

Wurde in der Vergangenheit in der Wohnung oder auch nur in einem Zimmer evtl. ein Pestizid gesprüht?
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Dienstag 26. April 2016, 14:05

Und hoffentlich wendet niemand im Treppenhaus oder Keller Pestizide an, völlig unangebracht, an Pflanzen oder an die Wände gesprüht gegen Insekten. Es gibt auch Leute, die das Treppenhaus nochmal extra mit ihren eigenen Reinigungsmitteln putzen, noch zusätzlich zu der eh stattfindenden z.B. wöchentlichen Reinigung. Auch wenn jemand Besuch erwartet, wird eventuell extra geputzt,gesprüht.... Hoffentlich ist das nicht auch noch der Fall. Hier ein Tipp:
Wohnungstür abdichten - Tippsammlung
viewtopic.php?f=60&t=19235


!!!!!!!!!! Bei Renovierungsarbeiten kommt es oft zu Verschlimmerungen, Staub mit Schadstoffen gelangt dann in die Atemluft. !!!!!!!!!

Es ist ein enormer Skandal, dass die Anerkennung von MCS von vielen Seiten gezielt verhindert wird, und es von keiner Seite einen Dienst für die Renovierung gibt. Da würde ich nicht zuviel auf einmal angehen, mehr dazu siehe z.B. in meinem Beitrag vom 16. Februar 2016, 14:03 in der Themenkette
Bitte um Hilfe f. Renovierungsmaßnahmen / Dekontamination
viewtopic.php?f=37&t=21920#p124084

... Schadstoffarme Baumaterialien sollten ausfindig gemacht und eingesetzt werden. Dieses bezieht sich auch auf Mörtel, Putz, Grundierungen, Farben, glasierte Fliesen, Abdichtungsmaterialien u.s.w. ...

...So könnte ein Sonderbeauftragter sich schützend vor dem Betroffenen stellen und mit fachlicher Kompetenz helfen als auch, dass zur Mängelbeseitigung nicht mehr der Hauseigentümer anzusprechen wäre (Seite 11) ...

http://www.csn-deutschland.de/MCS_Ueber ... hnraum.pdf

Eine Info zu PVC in der Wohnung:
Die Giftbombe im Bad
http://www.purenature.de/giftbombe


Hoffentlich ist der PVC-Bodenbelag nicht mit Steinkohlenteer angeklebt (PVC Platten)?
Dann allerhöchste Vorsicht auch mit dem Entfernen. Hier Infos zur enormen Giftwirkung von Steinkohlenteer als Kleber in Wohnungen:
Kündigung nach Beschwerde über Parkettkleber
viewtopic.php?f=64&t=19205

Wie viele Rückschläge es vor allem wegen fehlender Hilfe und Rücksichtnahme gibt, davon können viele ein Lied singen. Immerhin gibt es manchmal ein paar Entlastungen, wenn man lüften kann und sich die Luft dazu eigenet usw. Hier auch mal ein Beispiel für kleine Auswege, die man nach und nach findet ...
Verträgliche Spülmaschine gesucht
viewtopic.php?f=164&t=21932
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Freitag 29. April 2016, 22:17

@Kira

Also von Pestiziden ist im Hause, bzw. mir hier überhaupt nichts bekannt.

Mittlerweile habe ich das Gefühl das ich sogar schon auf meinen PC Monitor (Flammschutz..?) reagiere.
Mir fällt auf, das ich dann extrem mit Nase laufen etc. zu tun habe.
Fakt ist, das ich an Gegenständen ansonsten (vermeintlich) alles raus habe was mit Formaldehyden zu tun hat.
Als Hauptübeltäter kann für mich nur das in 4 Räumen verlegte PVC schuld sein. Nach entfernen des Teppichbodens im Wohnzimmer stinkt der PVC darunter immer noch ziemlich heftig.

Also diese Unlogik der Beschwerden macht mich echt fertig. Bei nem Kollegen hab ich neulich problemlos ne neu gestrichene Wandfarbe vertragen, aber in meiner eigenen Butze (wo fast nichts mehr drin steht) geht nichts mehr.

Klar, Duftstoffe vertrag ich nicht. Aber worauf soll ich bei nem wohl unvermeidlichen Umzug denn achten..?
Sicherheitshalber in ne unrenovierte Wohnung..? Also zumindest frische Wandfarbe scheine ich doch problemlos zu vertragen.
Kein PVC..?

Es ist schon schwierig aller Chemie auszuweichen, aber wenn man noch nicht mal weiß worauf man so alles reagiert was irgendwie in der Luft liegt..?

Fürs erste hab ich mir jetzt nen PC Monitor ohne Flammschutz bestellt, vielleicht bringt das wenigstens ein bißchen.
Obwohl ich momentan das Gefühl habe, das wenn ich einen "Feind" eliminiere gleich 3 Neue vor der Tür stehen...
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Samstag 30. April 2016, 11:09

Guten Morgen Marlon,

ich kann auch noch mal kurz schreiben.

Allerdings riecht dieser PVC sehr streng, würde ssgen sehr sehr muffig. - 24. April 2016, 13:39


Steinkohlenteer riecht muffig, nach Mottenkugeln. (Durch das Naphthalin darin, das früher in Mottenschutzkugeln eingesetzt wurde, aber wegen der Giftigkeit nicht mehr darin eingesetzt wird. DAS ist unlogisch, dass das zuerst einfach eingesetzt wurde! 'Und noch heute in den Wohnungen im Kleber verblieben ist!) Und etwas nach Teer.

worauf soll ich bei nem wohl unvermeidlichen Umzug denn achten..?


Zum Beispiel Erdgeschoss, da dann die Waschmittel und Reinigungsmittel mit den auch für jeden schädlichen Chemikaliencocktail von Parfüms, auf die Du ja stark reagierst nicht über Ritzen im Baumaterial durch die Böden Deiner Zimmer nach oben zu Dir gelangen.

Im Thread Brainstorming: plötzlich MCS und nun?

Umzug und Wohnungsfindung mit MCS/Armut
viewtopic.php?f=37&t=18986#p109181
und etwas weiter unten findest Du dann bald die Überschrift Wohnungsfindung - Ortsfindung mit MCS

...Wohnung im Dachgeschoß des mehrstöckigen Hause...

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010 ... eschichte/


Also diese Unlogik der Beschwerden macht mich echt fertig.


Schau Dir das nochmal genauer an bei den anderen hier, es ist nicht unlogisch, hat nur den Anschein: So hatten ja auch viele Raucher den Eindruck, dass es nicht schädlich ist, aber nur weil sich das Zeug erst einmal ansammelt. Wie in einem Fluss, der ein wenig verschmutzt aussieht (ggf. auch nicht sichtbar...), bis es zuviel ist und die Lebewesen darin krank werden. Und für jeden einzelnen schädlichen Stoff kann das für jeden individuell sein, wann man dann krank davon wird.

Hast Du vielleicht noch gerde den Link/Links parat zum Thema PC ohne Flammschutzmittel? (Würde mich echt freuen.)
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D i e E i n w i r k z e i t

Beitragvon Tüpfelponcho » Samstag 30. April 2016, 12:47

Hier noch mitten dazu aus dem Blog von Dr. Tino Merz, dort auch zur Einwirkzeit...:

... Die Wirkschwelle ist außerdem eine individuelle Größe. ...


http://www.blog.dr-merz.com/?p=346

Das alles im Zusammenhang mit rechtlichen Themen und mit sehr viel Logik, sehr viel Inhalt:

... Es geht um Recht. Recht bzw. die Rechtsprechung orientiert sich an Bewertungskriterien. Um solches Recht geht es immer, Gerechtigkeit ist etwas anderes. ...


http://www.blog.dr-merz.com/?p=329
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Sonntag 1. Mai 2016, 21:01

Also um einen PC ohne Flammschutz habe ich mich noch nicht gekümmert.

PC Monitore ohne Flammschutz bietet in vielen Fällen Philips an.

Ich habe den jetzt hier [url]http ://www.philips.de/c-p/19S4QAB_00/brilliance-lcd-monitor-mit-led-hintergrundbeleuchtung-und-smartimage[/url] bestellt.

Sind wohl in erster Line Büro PC Monitore [url]http ://www.philips.de/c-m-pc/monitore/bueromonitore/neueste#filters=OFFICE_LCD_MONITORS_SU&sliders=FG_SCREEN_SIZE_MONITOR_V2%3A18%3A23&support=&price=&priceBoxes=&page=&layout=12.subcategory.p-grid-icon[/url]die Flammschutzfrei sind, aber das ist ja für den Privatgebrauch auch ok.
Wenn man dann den Monitor anklickt erscheint im Überblick in den ersten Zeilen ob er Flammschutzfrei ist.

Bei anderen Herstellern sieht das wohl eher mau aus.
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon PappaJo » Montag 2. Mai 2016, 12:20

Frei von brommierten Flammschutzmitteln sind eigentlich alle seit letzter Aktuallisierung der RoHs* (2011/65/EU) - dafür sind dann andere ungiftigere Ersatzstoffe drin. Früher rochen die süßlich, heute muffig!

Alle Produkte müssen nun RoHs konform und nicht compliant sein! Steht jeweils unter dem LOGO!
Die Übergangsphase ist längst abgelaufen und der Handel macht sich strafbar wenn dieser RoHs compliant noch in den Verkehr bringt.

Das gilt natürlich für alle PC-Teile!

*englisch: Restriction of Hazardous Substances -
*deutsch: Beschränkung (der Verwendung bestimmter) gefährlicher Stoffe
"Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen."
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Montag 26. September 2016, 19:03

Ich meine in einigen Beiträgen in diesem Forum herausgelesen zu haben das viele dann erst recht Probleme
mit "ihrer" MCS bekommen, wenn es sehr trocken und heiß draußen ist. Dadurch würde sich bei einigen die Symptomatiken noch
verstärken.

Ich weiß nicht ob ich da fast schon ein Einzelfall bin, aber auch in meiner aktuellen Wohnung ist es so wie in der Ex Wohnung.
Je heißer und trockener es draußen ist (und dann demzufolge auch in der Wohnung) je besser geht es mir in der Wohnung..!

Ist die Wohnung richtig schön durchgeheizt, ob durch die starke Sonne im Sommer oder das massive Heizungsaufdrehen im Winter,
desto weniger Probleme habe ich in der Wohnung.
23 Grad aufwärts in der "Butze" und es geht mir weitestgehend ok. Sobald es draußen kühler wird im Herbst, oder auch an manchen kühleren Sommertagen und sinkt die Wohnungstemperatur auch vielleicht noch unter 20 Grad geht es mir richtig besch...
Die Nase läuft wie verrückt, Augenbrennen etc. und ich habe das Gefühl in der Wohnung zu erfrieren so kalt ist mir.
In anderen Wohnungen auf die ich nicht so stark reagiere, da kann ich auch bei 15-16 Grad mit T-Shirt sitzen und es geht mir gut.

Jedes Grad kühler merke ich extrem, als wenn sich das was da so ausdünstet erst recht mit kühlerer und feuchterer Luft verbindet und so extremer "ausgast"..?
Merkwürdig finde ich auch das in der aktuellen Wohnung dieses exakt genauso ist wie in der Ex Wohnung. Kann mir irgendwie nicht vorstellen
das in beiden Wohnung genau die gleichen Schadstoffe sitzen die exakt gleich auf kühlere und feuchtere Luft reagieren..?

Schimmel ist/war in beiden Wohnungen definitiv nicht vorhanden...!

Bin ich da ein Einzelfall das es mir wesentlich besser geht, wenn es richtig heiß UND trocken in der Wohnung ist..?
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Dienstag 27. September 2016, 09:35

@Marlon
...Es ist zum Teil sehr unterschiedlich und zum Teil gibt es viele Gemeinsamkeiten. Es gibt auch leichte, mittelschwere, schwere und sehr schwere MCS. Hat eigentlich jemand noch ein paar Links zu den Schweregraden gerade auch noch parat? Danke. Im Thread - unverträgliche bettdecken und matratzen- schrieb Kira am 25. Juli 2014, 19:40
viewtopic.php?f=37&t=20743#p118803

...Das alles führt zu einem Mix an Chemikalien, die der Körper nicht mehr toleriert -da die Symptome und Trigger ein breites Spektrum haben. Jede Person ist individuell, somit ist auch die Erfahrung anders. ...


Hier gibt es vielleicht auch noch Anhaltspunkte zur Info für Dich, in den Thread`s:

Wieder Verschlechterung - Entwicklung der letzten Jahre
viewtopic.php?f=55&t=22194

Chemikalien in geringer Konzentration giftig
viewtopic.php?f=93&t=15483

Wohnschadstoffe meiden - die unterschätzte Gefahr
viewtopic.php?f=30&t=21400

Mettendorfer Grundschule:erhöhte Formaldehydwerte in Raumluft
viewtopic.php?f=30&t=22306#p126021

Vom Umgang mit Schadstoffbelastungen an Schulen in Deutschland
viewtopic.php?f=39&t=21970#p124397

Mieter klagt dieser Fussboden vergiftet mich
viewtopic.php?f=91&t=20816

Übelste Darstellung von MCS durch SWR – auf Seite 2 schrieb dort Kira am 28. Februar 2011, 08:53
viewtopic.php?f=91&t=15070&start=50#p80882

...Dass selbst harmlose Pollen Menschen sehr krank machen können, das bestreitet komischerweise niemand mehr. Bäume können ja auch nicht zum Schadenersatz verpflichtet werden.....


Ambrosia: Gefährliche Pflanze breitet sich aus, dort schrieb PappaJo am 22. August 2015, 15:19
viewtopic.php?f=28&t=19659#p122277

...mit der generellen Pollenbelastung. Die wirken viel heftiger wenn die Pollen mit Industriedreck beladen sind. Deshalb hat man auch in den Umgebungen wesentlich mehr Probleme mit den Pollen. ...


Sowie: Chemikalien-Sensitivität ist kein Buch mit sieben Siegeln
http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... n-siegeln/



Zum muffig richenden Bodenbelag, Steinkohlenteer, Bitumenkleber usw., Achtung:

:!:

DRINGEND Tipps und Hilfe benötigt!! dort schrieb Yol am 23. April 2008, 00:14
viewtopic.php?t=6305#p26429

...Teerabdichtungen, die in älteren Gebäuden verwendet wurden. ...


Dundee schrieb am 28. Mai 2008, 22:28
viewtopic.php?t=6305#p27601

Es gibt Bitumenestrich, das ist das Schlimmste.
Er ist schwarz und riecht wie Teer. ...


Sileah am 7. Juni 2008, 23:23
viewtopic.php?t=6305#p27931

...Er ist schwarz, riecht nach Mottenkugeln un das Baujahr des Hauses kommt auch hin...


mehr Infos siehe in Juliane`s Link vom Sonntag 8. Juni 2008, 20:52
viewtopic.php?t=6305#p27953
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Dienstag 27. September 2016, 17:21

Fortsetzung:

...Inzwischen wird das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Gefährdung deutlich: 
Belastungen wurden in folgenden Klebersorten (Bitumenkleber) des Parketts (verlegt vor 1970) in ganz Deutschland (nicht nur Alliiertenwohnungen) ermittelt:

-gelblicher Parkettkleber
-brauner Parkettkleber
-schwarzer Parkettkleber

Bis Ende der sechziger Jahre wurde Parkett u.a. mit in organischen Lösemittel gelöstem Steinkohlenteerpech verklebt.

Mosaikparkett wird seit Anfang der sechziger Jahre und Stabparkett seit Ende der sechziger Jahre nicht mehr mit PAK-haltigem Material verklebt.

Diese Klebstoffe wurden durch Kunstharzklebstoffe ersetzt, die nicht schwarz gefärbt sind.

Beim Verlegen von Holzpflaster in gewerblichen Räumen wie Werkstätten ist der Einsatz der steinkohlenteerhaltigen Klebstoffe, Vorstriche und Pappen noch lange Stand der Technik gewesen.

Da die Klebstoffe im Ausland weiterhin produziert werden, kann eine derzeitige Anwendung in Deutschland nicht völlig ausgeschlossen werden. ...

http://www.umweltanalytik.com/lexikon/ing2.htm

von Dr. Tino Merz:

Symptome – große Vielfalt ist meist toxisch


...Warum ist das so und wer hat das anerkannt?

Gifte stören ein, zwei oder alle drei Steuerungsmechanismen des Organismus: Immun- und Nervensystem und das Endokrinum (Hormone). So erklärt sich sofort die Symptomvielfalt.

Der Umweltbeirat (Sachverständigenbeirat Umwelt (SRU), Bundesebene) hat bereits 1987 in einem Umweltgutachten festgestellt, dass die Symptome chronischer Vergiftung durchweg unspezifisch sind und dass für etliche Umweltsubstanzen die Wirkschwelle allgemein – d. h. im Durchschnitt – erreicht ist. ...

...Kommen wir zur Wissenschaft zurück: Die einzelnen Symptome sind durchweg unspezifisch (SRU). Dennoch zeigen die Umwelterkrankungen wiederkehrende Muster und diese wiederkehrenden Muster sind als anerkannte Diagnosekriterien festgelegt: TE, TPNP, MCS, CFS, FM.

Dazu haben wir (Workshop Anerkennungsverfahren in Zusammenarbeit mit CSN) ein Infoblatt herausgegeben. Das hat schon große Verbreitung gefunden. Trotzdem sei noch einmal der Sinn erklärt: Die Patienten können damit zu ihrem Arzt gehen (der wird Ausreden suchen und auch finden). Die Ärzteinfo sagt: Der Patient mit den vielen Symptomen ist wissenschaftlich im Recht; es ist am Arzt sich schlau zu machen. (Das gleiche gilt für den Anwalt: Mithilfe von ICD-Nr. und Diagnosekriterien kann man Prozesse im eigenen Sinne gestalten): aerzteinfo_edited_5

Vertiefendes dazu in diesem Blog und im CSN-Gästeblog. ...


http://www.blog.dr-merz.com/?p=227

Mischintoxikationen im Cockpit

...Wir wissen seit den 80er Jahren, dass chronische Intoxikationen keine spezifischen Symptome kennen. Solche als Nachweis zu verlangen, ist nichts anderes als den Opfern ihr Recht zu entziehen.

Wir wissen auch seit den 80er Jahren, dass Einzelstoffbewertungen abwegig sind. Es sind nur sehr selten Einzelstoffe, die zu toxischen Nervenschäden, Hyperreagibilitäten, chronischer Müdigkeit und ähnlichem führen. Hier den Einzelstoffnachweis als Nachweis der Schädigung zu verlangen, ist ebenfalls Rechtsbruch: Genau so wird derzeit mit den erkrankten Flugbegleitern und Piloten verfahren. ...


http://www.blog.dr-merz.com/?p=267

Umweltschutz und Menschenschutz

...Viele wissen nicht, dass „Grenzwerte“ ganz unterschiedlich wirken, dass sie juristisch der Vorsorge oder der Gefahrenabwehr zugeordnet sind, dass sie sich toxikologisch an der akuten oder der chronischen Wirkschwelle orientieren, die immer zwei bis drei Zehnerpotenzen auseinander liegen. Schon in den 70er Jahren hatte man anhand von DDT verstanden, dass die große Gefahr nicht von der akuten, sondern von der chronischen Wirksamkeit ausgeht und wie die Akkumulation des DDT im Körper die Sache verschärft. DDT wurde geächtet, aber die Gefahr nicht gebannt, es wiederholte sich die Diskussion bei HCB, PCB, Dioxin etc. Der neue Stoff wurde immer von vorn herein falsch bewertet und man hätte es eigentlich wissen müssen. ...


http://www.blog.dr-merz.com/?p=329
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Freitag 30. September 2016, 22:05

Danke für die Links...!


Das Ganze frustriert mich fast noch mehr...Diese MCS ist so komplex, nebulös, schwierig, heimtückisch...

Habe manchmal das Gefühl das die Psyche auch ne ganz große Rolle spielt. Es ist einfach nicht "logisch" zu erklären wieso der Körper so unterschiedlich reagiert.
Ich kann z.b. in (Haushalts) Benzin/Teer baden, kein Problem. Sobalds in meiner Wohnung aber 2 Grad kühler wird, platzt mir der Schädel und ich krieg Asthma. Trotz biologischer Farbe an den Wänden und komplett Formaldehydfreien Möbeln, verbannten Duftstoffen etc.etc.

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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Captain K » Freitag 30. September 2016, 23:30

@ Marlon
Diese MCS ist so komplex, nebulös, schwierig, heimtückisch... Habe manchmal das Gefühl das die Psyche auch ne ganz große Rolle spielt. Es ist einfach nicht "logisch" zu erklären wieso der Körper so unterschiedlich reagiert.


Erkläre uns mal bitte, was in diesem Falle eine MCS mit der Psyche zu tun haben sollte?


Ich kann z.b. in (Haushalts) Benzin/Teer baden, kein Problem.


Und was möchtest Du in diesem Forum MCS-Erkrankten damit sagen?
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 4. Oktober 2016, 06:39

@ Marlon

Diese MCS ist so komplex, nebulös, schwierig, heimtückisch... Habe manchmal das Gefühl das die Psyche auch ne ganz große Rolle spielt. Es ist einfach nicht "logisch" zu erklären wieso der Körper so unterschiedlich reagiert.


Ich kann Dir im Hinblick auf die Attribute "komlpex, nebulös, schwierig, heimtückisch" zu MCS nur zustimmen. Es ist oft schwierig die Stoffe ausfindig zu machen und/oder Zusammenhänge zu erkennen, dass man fast auf die Idee kommen kann, dass die Psyche doch eine Rolle spielen könnte.
Als bei mir MCS ausbrach, steckte das Internet noch ziemlich in den Kinderschuhen und ich musste noch 10 Jahre warten, bis ich meinen eigenen Computer hatte. Ich war damals hauptsächlich auf meine eigenen Beobachtungen angewiesen. Meine Familie und ich haben nie daran gezweifelt, dass ich körperlich und nicht psychisch krank bin. Wenn wir uns etwas nicht erklären konnten, dann haben wir gedacht, dass wir irgendwann auf die richtigen Hinweise stoßen würden und so kam es dann auch. Oft mussten wir einige Jahre warten.

Fazit, auch wenn die Erklärung der MCS durch die Psyche verlockend erscheint, sprechen all die vielen Informationen und Artikel, die z.B. auch hier in diesem Forum gesammelt wurden, dagegen. Hinweisen möchte ich unter anderem auf die Artikel von Pall z.B. Die Schlüsselrolle des NO/ONOO -Zyklus
viewtopic.php?f=93&t=16975&p=123377&hilit=Pall#p123377
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Kira » Dienstag 11. Oktober 2016, 19:08

@Marlon
zum besseren Umgang und Verstehen

Re: Mehr Akzeptanz für Multiple Chemical Sensitivity: 2016 ( Schwere MCS / ES ... Was bedeutet es? - von Linda Sepp )
viewtopic.php?f=92&t=22240&p=126264#p126264


Wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Freitag 21. April 2017, 16:50

Marlon hat geschrieben:- am 30. September 2016, 22:05 - ...Trotz biologischer Farbe an den Wänden und komplett Formaldehydfreien Möbeln, verbannten Duftstoffen etc.etc. Auf Besserung zu hoffen ist wohl vergebliche Liebesmühe...


Herbert G.schrieb am 31. Dezember 2005, 13:52 im Thread - Formaldehyd ein MCS Auslöser - :
...Chronische Gesundheitsprobleme bleiben, auch wenn die Exposition
nicht mehr vorhanden ist.
Es gibt eine starke Annahme, das Formaldehyd die Funktion des Immun-
und Entgiftungssystems beeinträchtigt, was Sensibilitäten auf
eine immer grösser werdende Anzahl von Substanzen verursacht. ...

viewtopic.php?f=33&t=1034&p=5512&hilit=Chemikaliensensibilit%C3%A4t#p10228


evt. Besserungsmöglichkeiten Beispiele:

Sauerstoffversorgung für MCS Patienten bei akuten Reaktionen und in der Therapie
http://www.csn-deutschland.de/sauerstoff.htm

Ich wollte dazu noch mal fragen, welche Erfahrungen habt ihr mit Sauerstoff gemacht und wie habt ihr das Zubehör ggf. selbst organisiert, mit evt. geringeren Anwendungen bzw. nur für unterwegs etwas gefunden/wenn das Miethaus renoviert wird und das Lüften sehr erschwert wird usw.??

Thread - Sternentänzer: MCS - versteckten Ursachen auf der Spur -

Sternentaenzer hat geschrieben: - am 1. August 2008, 14:22 - Ich danke Euch allen für Eure positiven Rückmeldungen. Während meiner Arbeit habe ich auch einige alte Bekannte getroffen und auch einige Aha –Erlebnisse gehabt. Es freut mich, dass Ihr einigen Auslösern auf die Spur kommen könnt und dass Ihr die Arbeit weiterverbreitet.
Wir sollten in der Zukunft ein Auge auf dieses Forschungsgebiet haben. Ich habe mich bei dieser Arbeit nur auf 3 Rezeptoren konzentriert. Es gibt aber noch wesentlich mehr. Ich war nicht ganz zufrieden mit der Arbeit, weil ich gerne noch mehr Chemikalien berücksichtigt hätte und weil ich das Gefühl habe, dass es noch einen Rezeptor geben muss, der stärker als die drei anderen auf Chemikalien reagiert. Wenn ich eine Exposition durch Lösungsmittel hatte, dann ging es mir sehr schlecht und ich habe auch viele Lebensmittel auf einen Schlag verloren (alle 3 TRP Rezeptoren reagierten sehr stark). Jetzt kann jemand mit einer Zeitung an mir vorbeigehen und mein Gesundheitszustand verschlechtert sich nicht. Wenn jemand mit einer Zwiebel an mir vorbeigehen würde, dann würde es mir noch schlechter gehen. Ein MCS Freund hat keine Probleme mit den Nahrungsmittel, die ich in den Tabellen erwähnt habe, aber sehr starke mit Lösungsmitteln.
Nochmals Danke für Eure positive Rückmeldungen!!!
Sternentänzer

viewtopic.php?f=73&t=6923&p=30150#p30150


Frost hat geschrieben: - am 20. Dezember 2015, 0:46 im Thread - Nicht ganz so neu - ...Ich konnte nur noch mit angelehntem Kopf sitzen, und bewegen nur noch mit Hilfe der Hände. ...
...Dann hatte ich Schimmel in der Wohnung bzw. ein Stuhlpolster war verschimmelt. Nach dem Versuch den Bezug noch zu retten durch Handwäsche und abbürsten verschlechterte sich mein Zustand immens.
Ich konnte nicht mehr aufhören zu husten, Druck im Kopf, Atemnot beim trinken aus Plastikflaschen, Zittern, wusste teilweise meinen Namen nicht mehr, schlapp, Herzrasen… ...
...Nachdem ich einen kleinen Schrank inklusive Inhalt (alles roch nach altem Parfüm) entsorgt hatte waren die Gleichgewichtsstörungen und der Schwindel 3 Wochen später verschwunden.
Holzmöbel und Plastik entfernt - Atemnot und Druck im Kopf verschwanden.
Duftfreie Shampoo und Seifen gekauft - Benommenheit verschwand...

viewtopic.php?f=104&t=21804&p=123526#p123526

Alles Gute!
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Verhältnis Belastung des Körpers durch MCS/reale Schadstoffe

Beitragvon Marlon » Donnerstag 13. Juli 2017, 15:13

Hallo,


Vielleicht eine sehr zu sehr theoretische Frage.
Aber mich interessiert die tatsächliche Belastung des menschlichen Körpers durch die MCS im Vergleich zu einem Menschen der keine MCS hat, aber Schadstoffen ausgesetzt ist die über den Normwerten (Gesundheitsgefährdend) liegen.



Bei Variante A.(MCS)

...macht der Körper ja aus einer "Mücke einen Elefanten". Alltagsausdünstungen/Schadstoffe die im normalen Bereich liegen "bauscht" dieser ja auf, gepaart mit den individuell unterschiedlichsten Symptomen. Also eine "gesundheitsgefährdende" Ausdünstung (egal welcher Art) liegt dabei ja fast nie an.
Der Körper reagiert auf die teilweise Mini-Ausdünstungen trotzdem und ist in ständiger "Alarmbereitschaft".


Bei Variante B...

...hat der "Patient" keine MCS ist aber TATSÄCHLICHEN monatelangen/jahrelangen Schadstoffbelastungen (z.B. Formaldehyd) die über der Norm liegen (beruflich oder privat) ausgesetzt. Der Körper würde auch da reagieren, da die Belastung zu hoch ist. (Unterstelle ich jetzt mal).


Ist die Belastung jetzt für den Körper eher bei Variante A (also den "Pseudo-Ausdünstungen") höher, oder für den Nicht MCSler der aber realen hohen Schadstoffbelastungen ausgesetzt ist..?


P.S.

Auch ich habe seit Jahren das Problem das ich nicht weiß worauf ich in meinen Wohnungen (diverse Umzüge deswegen) reagiere. Fakt ist nur, das ich 365 Tage im Jahr mit laufender Nase, Grippeähnlichen Symptomen, beginnendem Asthma in der Wohnung leben muß.

Habe alles erdenklich unternommen um Abhilfe zu schaffen (Möbelaustausch/entsorgung, Biologische Farbe an den Wänden etc.). Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie ich die nächsten Jahre in Wohnungen zubringen soll...
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Twei » Freitag 14. Juli 2017, 05:49

Bei MCS ist das Faß voll und der kleinste Tropfen reicht zum Überlaufen aus :(

Biologisch heißt nicht MCS-verträglich :(

Bei einer fortgeschrittenen MCS wirken auch "natürliche chemische" Stoffe / Expositionen genauso wie künstlich hergestellte :(


Hier eine international anerkannte wissenschaftliche Studie dazu von Dr. Merz:

EXPOSITIONSVERMINDERUNG / -VERMEIDUNG - http://dr-merz.com/media/Downloads/MCS+II.pdf



..."Pseudo-Ausdünstungen") ...
Ich verstehe was Du meinst. Allerdings hilft es nun nicht weiter diesen Begriff selbst zu verwenden. Es gibt nur "Pseudo-Ausdünstungen" wenn "KEINE" vorhanden sind.

Wenn es "geringe" Ausdünstungen gibt, dann sind diese Existent und nicht "Pseudo" ;)
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Freitag 14. Juli 2017, 09:10

Danke für die Antwort.

Mit "Pseudo" meinte ich die minimalsten Ausdünstungen.
Natürlich sind auch minimale Ausdünstungen real, aber normalerweise reagiert ein Körper darauf ja nicht. Darum für mich "Pseudo".


Aber noch mal zurück zur Eingangsfrage, ist die tatsächliche Belastung des Körpers bei den MCS Patienten höher (Ausdünstungen ja häufig nur minimal) oder bei den "Nicht MCSlern" die aber einer monatelangen/jahrelangen wirklich hohen (eigentlich gesundheitsgefährdenden) Schadstoffbelastung ausgesetzt sind..?


Ich habe den Beitrag vom 13.7.2017 (15.13 Uhr) in der Rubrik "Alltag, Leben, Überleben mit MCS" geschrieben und abgesandt. Gelandet ist er jetzt bei "Newcomer". Versteh ich nicht, wurde das durch die Moderatoren verschoben? Nur weil ich mal da angefangen habe zu schreiben als "Neuling"..?
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon mod13 » Freitag 14. Juli 2017, 11:20

@Marlon - Ja, Dein Beitrag wurde verschoben.
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Kira » Freitag 14. Juli 2017, 17:23

@Marlon
P.S Bin gerade bei einemm Umweltmediziner wegen des Verdachts auf MCS in Behandlung. Ergebnisse stehen noch aus..

was kam hierbei raus?

Bisher sprachst du nur vom privaten Bereich, was machst du eigentlich beruflich?

Mit "Pseudo" meinte ich die minimalsten Ausdünstungen.
Natürlich sind auch minimale Ausdünstungen real, aber normalerweise reagiert ein Körper darauf ja nicht. Darum für mich "Pseudo".


Zu "Pseudo" nur soviel, alles wissenschaftliche theoretische Erklärungen ;)
...
Bedeutungen:
[1] wissenschaftlich: falsch, täuschend ähnlich, nur so aussehen als ob
[2] umgangssprachlich, abwertend: falsch, vortäuschend, aus bestimmten Motiven heraus so tun als ob
...

https://de.wiktionary.org/wiki/pseudo-


http://www.duden.de/rechtschreibung/pseudo

https://www.openthesaurus.de/synonyme/pseudo...

https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudo-Erkl%C3%A4rung

MCS ist eine organische Erkrankung die nach einer überstandenen Intoxikation zurückbleibt, die immer mehr Menschen jedes Jahr betrifft. Die Betroffenen reagieren auf geringste Spuren von Duftstoffen und Chemikalien mit starken körperlichen Beschwerden. Toxische Stoffe, die einzeln noch harmlos wirken, können in der Kombination mit anderen Stoffen in unserem menschlichen Organismus hoch toxisch wirken. International gibt es genügend wissenschaftliche Beweise, um eine Beziehung zwischen diesen möglichen Ursachen und Symptome zu bestätigen.

MCS hat viele Gesichter - die Progressivität der Immun- und neurotoxischen Schäden verlaufen immer individuell - eine Spirale ohne Ende, in jeder Hinsicht.
Hier kommt es auf die Schübe der Intoxikationen, der Triggerfunktionen, der Maskierungen und, und, und.... an; am Ende der Spirale steht MCS!!
MCS ist ein sehr umstrittenes Thema in der medizinischen, gesellschaftlichen und politischen Gemeinschaft, da die Symptome und Trigger ein breites Spektrum haben. Jede Person erfährt es anders.

Wenn du dich hier persönlich mal schlau gemacht hast, denke ich erübrigt sich deine rein theoretische Eingangsfrage

Wieviel MUSS der Mensch aushalten MÜSSEN https://astridur.wordpress.com/2012/08/ ... ten-mussen

Werner Maschewsky; Handbuch Chemikalienunverträglichkeit (MCS); Pro Medico Verlag; Hamburg 1996; ISBN 3-9803957-4-X

Vielfache Chemikalienunverträglichkeit (MCS) http://www.maschewsky.de/mcs.html

Hans-Ulrich Hill: Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS) Ein Krankheitsbild der chronischen Multisystem-Erkrankungen; Shaker Verlag; Aachen 2005; ISBN 3-8322-4583-9
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Marlon » Freitag 14. Juli 2017, 22:13

Beim Arzt wurden Atem-Provokationstests mit irgendwelchen Chemikalien gemacht. Da ich darauf deutlich reagierte meinte der Arzt, das ich dann wohl MCS habe...
Nun gut, da ich selber merke das ich auf fast alles reagiere hätte es diese "Bestätigung" eigentlich auch nicht mehr gebraucht.
Aber so richtig "fachmännisch" empfand ich diesen Umweltmediziner in puncto MCS auch nicht.

Arbeiten kann ich aufgrund der MCS nicht mehr, als Beamter bin ich jetzt leider "Frühpensionär".

Da ich ohne Ende auf irgendetwas in meiner Wohnung reagiere müßte ich eigentlich wieder umziehen, befürchte aber das ich dann in ein noch größeres Desaster komme. Neue Wandfarbe etc..

Nach menschlichem Ermessen habe ich eigentlich nur 2 Baustellen in meiner aktuellen Wohnung. Den PVC Boden in 2 (kleineren) Räumen und normale Baumarktfarbe ebenfalls in 2 kleineren Räumen an Wand und Decke.
Die paar Möbel die ich noch habe, bestehen nur aus Glas/Metall.

Habe in großem Wohnzimmer den PVC Boden komplett entfernen dürfen seitens Vermieter. Hatte gehofft das, wenn PVC der "Hauptübeltäter", es zumindest besser werden müßte. Doch weit gefehlt. Wurde kein Stück besser. Von vorher insgesamt (alle Räume) 36qm verlegtem PVC Boden, sind es nach entfernen aus dem WZ jetzt nur noch ca. 15qm die übrig bleiben.

Meine Hoffnung das es mir dann 60% besser gehen müßte hat sich somit null erfüllt...Versteh ich nicht. Wenn der PVC Boden so schlimm wäre, dann müßte es mir doch nach entfernen eines Großteils des PVC doch zumindest besser gehen..??

Und die paar qm Baumarktfarbe kann nach 2.5 Jahren doch eigentlich auch nicht mehr ausgasen/ausdünsten..??
Die restlichen Räume sind alle mit Schadstofffreier Farbe (Bio Sylithol Innen) gestrichen

-konservierungsmittelfrei
-Lösemittelfrei
-Weichmacherfrei
-frei von foggingaktiven Substanzen
-Raumlufthygienisch unbedenklich Zertifikat „für Allergiker geeignet“, gemäß Prüfzeugnis des TÜV Nord


In der eigenen Bude zu sitzen und ahnungslos zu sein worauf der Körper reagiert, ist für mich psychisch genauso schlimm wie die physischen Symptome.
Marlon
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Freitag 14. Juli 2017, 22:45

Hallo Marlon,

Zu Deinen Beiträgen vom Juli 2017: Soweit ich sehe ist das eine einseitige Sicht auf MCS, es geht in die Richtung, dass man das Pferd beginnt von hinten aufzuzäumen bzw. die Variante, die zutrifft, nennst Du gar nicht als Möglichkeit. Kira erläutert im Thread - TUM-TU München: Neuer Lehrstuhl für Umweltmedizin besetzt – in ihrem Beitrag vom 30. April 2016 um 10:40 sehr wichtiges dazu, vielen Dank - auch dafür - Kira!!!! :


...Und auch hier erlaube ich mir zu sagen, das folgende Faktoren den "dringend notwendigen Fortschritt" als auch die "Anerkennung" der Umwelt- und Chemikalienerkrankten verhindern:
- ein falscher Denkansatz

Man hält Multiple Chemical Sensitivity (MCS) für eine Fehlschaltung, Fehlkonstruktion der Natur

oder gar eine Einbildung der Betroffenen und will sie durch Behandlung mit Medikamenten, Mittel etc., anderen Therapien und sogar Psychotherapie behandeln und bekämpfen.
In Wirklichkeit sind die Symptome wichtige Alarmsignale des Organismus. Sie sollten Anlass sein zu erforschen, was dem Organismus fehlt, wenn er diese Signale aussendet.

Das Abschalten eines Alarmsignals beseitigt nicht den kritischen und möglicherweise gefährlichen Zustand, der den Alarm ausgelöst hat!

- und das lukrative Ergebnis des falschen Denkansatzes - mit anderen Worten Milliardenumsätze und -gewinne, die jährlich durch Symtombekämpfung, Symptomtherapien und den Verkauf von Medikamenten, Mittel etc. erzielt werden. Deshalb geht es bei dieser Forschung auch gar nicht um Wiederherstellung der Gesundheit, sondern darum, wirksamere (und als neue auch patentierbare!) Mittel zu entwickeln, um mit deren Verkauf und Anwendung weitere Milliardenumsätze generieren zu können. ...

viewtopic.php?f=47&t=20053#p124753

Besonders auffällig finde ich dabei auch die Gestaltung der gut besuchten Wartezimmern von sehr vielen Ärzten mit Werbezeitschriften und Plakaten anstatt wichtiger Informationen wie z.B. der nun folgenden. Und damit meine ich übrigens nicht nur Flyer für IGEL-Leistungen oder sofortiges ansprechen durch die Arzthelfer auf IGEL Angebote.

Ein Hinweis auf dieses Thema aus dem nun folgenden Thread z.B. hat auch schon sehr viel mit Gesundheit zu tun. Solche Themen gehören doch auf jeden Fall in ein Wartezimmer. Siehe den Thread:

Gefahr durch Aluminium (Alu) wird heruntergespielt
viewtopic.php?f=47&t=5351


Hier in den nun noch folgenden Links usw. sieht man, dass es grundsätzlich besonders wichtig ist -für alle-, dass durch MCS-Betroffene schneller klar wird, dass oft benutzte Chemikalien auch für andere toxisch sind.

Es kommt bei den anderen aber u.a. besonders darauf an, wielange die Chemikalien einwirken, bis der Körper krank wird. Unterschiedliche Entgiftungskapazitäten spielen eine Rolle.

Ähnlich wie Rauchen auch toxisch ist, aber es dauern kann, bis z.B. Lungenkrebs usw. da ist.
Es geht unterschiedlich schnell und langsam und wie Du es vom Rauchen sicherlich schon gehört hast, die Lunge wird zunehmend schwarz, auch wenn man es noch nicht merkt! Wenn man irgendwann aufhört zu rauchen, bleibt das zurück. Aber der Eintrag wird nun gestoppt. So läuft das Fass an der Stelle schon mal nicht nochmal über.

Wenn Du Chemikalien aus Deiner Wohnung entfernt hast, kann das helfen, dass es Dir nicht schlimmer geht. Es kommt auch darauf an, ob sich z.B. die Luftqualität in der Gegend verschlechtert, weil es mehr Brände gibt oder sich Industrien ansiedeln usw.

21. März 2012
Giftige Textmarker sollen von der Universität verschwinden
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... schwinden/

z.B. mein Beitrag vom Montag 25. Januar 2016 um 11:14 im Thread - Toxische Beauty-Produkte - :
viewtopic.php?f=32&t=16601#p123791

17.03.2009
Integration von Behinderten am Arbeitsplatz: Lehrer mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity und Allergien
http://www.csn-deutschland.de/blog/2009 ... allergien/

26. September 2012
Produktivität am Arbeitsplatz durch Schadstoffe reduziert
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... reduziert/

13.07.2010
Folgen einer Deo-Pflicht für Angestellte
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010 ... erletzung/

26. Oktober 2010
Ministerium für Gesundheit ordnet an
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010 ... ordnet-an/

3. Februar 2010
Professor appelliert zur Rücksichtnahme auf „Kanarienvögel“
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010 ... rienvogel/

Zu dem Begriff MCS-ler bitte beachten:
viewtopic.php?f=55&t=22194#p125794
(mein Beitrag vom 23. August 2016 um 08:44 im Thread - Wieder Verschlechterung - Entwicklung der letzten Jahre -)



Zu dem Thema Hitze und Kälte bei MCS, das Du am 26. September 2016 um 19:03 angesprochen hattest, hatte ich u.a. einen interessanten Thread entdeckt, leider finde ich ihn aber zur Zeit nicht mehr. Vielleicht gelingt es Dir mit viel lesen im Forum ihn selbst zu finden.

Ich habe übrigend schon sehr viel gute Erfahrungen mit einfach draufloslesen gemacht und auf einmal hilfreiche Threads entdeckt, obwohl ich gerade nach etwas anderem gesucht habe und noch nicht gefunden hatte.


Schadstoffe gasen bei höheren Temperaturen stärker aus. Je nachdem ob man denen ausgesetzt ist geht es einem dann, falls dass Fass überläuft. Ich weise dazu auch noch auf dieses Thema hin:

20. August 2009
Mechanismus, der erklärt, warum Sauna-Therapie bei MCS, CFS und FMS hilft
http://www.csn-deutschland.de/blog/2009 ... fms-hilft/

...Sauna ist für viele eine hervorragende Möglichkeit zu entgiften, aber sicher nicht für alle. ...


21. September 2009
Möglichkeiten für den Eigenbau einer Sauna mit einfachsten Mitteln
http://www.csn-deutschland.de/blog/2009 ... n-mitteln/
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Tüpfelponcho » Samstag 15. Juli 2017, 11:23

Hallo Marlon,

Deinen Beitrag von gestern hatte ich gestern noch nicht gesehen, aber ich kann jetzt auch erst mal nicht mehr. Ich habe den Eindruck Du hast ein paar Sachen, die auch andere in diesem Thread angesprochen haben, nicht gelesen oder nicht beachtet oder wieder vergessen?? Du hattest schon lange nichts mehr geschrieben...

Ich würde Dir echt empfehlen, mehr im Blog und Forum zu lesen ! und dann eventuell auch noch Fragen zu Blogartikeln oder Beiträgen zu stellen. Was ich noch vergessen hatte:



Unser Wasser - ein Schadstoff-Cocktail
viewtopic.php?f=33&t=16452


23. April 2012
Umweltkranke brauchen sauberes Wasser
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... es-wasser/
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Twei » Samstag 15. Juli 2017, 13:22

Schade zu hören, dass Du eine MCS hast. Als man mir das erste mal den Verdacht äußerte, hatte ich ca. 2 Jahre gebraucht, um das Überhaupt einiger Maßen verstehen oder glauben zu können. Das Thema ist so komplex, dass ein weiteres Begreifen für das richtige Handeln als auch die notwendige Maßnahmen zu ergreifen, noch ein paar Jahre gedauert hatten.
Damit andere Betroffene nicht auch so lange dafür brauchen, hatte ich zur Gedankenanregung einen Thread eröffnet:

Brainstorming: plötzlich MCS und nun? - viewtopic.php?t=18986

Wenn Du diesen gelesen hast, mit den wichtigen Linkhinweisen zusammen, dann wirst Du auch meine folgenden Aussagen verstehen.


...Und die paar qm Baumarktfarbe kann nach 2.5 Jahren doch eigentlich auch nicht mehr ausgasen/ausdünsten..?? ...
Doch - "und" zusätzlich können neue Schadstoffe durch den natürlichen Zerfall der Farbe entstehen.

...-konservierungsmittelfrei
-Lösemittelfrei
-Weichmacherfrei
-frei von foggingaktiven Substanzen
-Raumlufthygienisch unbedenklich Zertifikat „für Allergiker geeignet“, gemäß Prüfzeugnis des TÜV Nord ...
Ist kein "MCS-Tauglichkeitssiegel ! - Und leider gibt es dieses auch nicht :roll: MCS ist individuell ausgeprägt und jeder hat seine zusätzlichen speziellen Stoffe auf die er/sie regiert :(

...habe in großem Wohnzimmer den PVC Boden komplett entfernen ...
.... Und was ist da jetzt drauf :?: . Auch ist die Deckschicht vom Kleber entfernt. Kleberreste werden immer noch im Boden sein.

..Meine Hoffnung das es mir dann 60% besser gehen müßte hat sich somit null erfüllt... ...
Besserungen erfährt man manchmal erst nach Monaten. Vermutlich gibt es noch viele weitere Auslöser und nicht nur "EINEN". Und es müssen alle Vermindert bzw. wenn es geht beseitigt werden. Erst dann kann Dein Nervenzentralsystem sich vom Entzündungsgrad her wieder erholen.

...In der eigenen Bude zu sitzen und ahnungslos zu sein worauf der Körper reagiert, ist für mich psychisch genauso schlimm wie die physischen Symptome ...
Ja - aber Jammern bringt nichts - pack es an und versuche z.B. die Auslöser zu finden, indem man seine Wohnung und seinen Lebensstil immer mehr für "hochgradig MCS-Erkranke" anpasst.

- Trennst Du Außen- von Innenkleidung?
- Benutzt Du doch noch irgendwelche Seifen, Parfüm oder Waschmittel? - auch wenn Du glaubst, dass Du diese immer vertragen hast?
- Hast Du Tapeten an der Wand?
- Reagierst Du eventuell auch auf Kleister?
- Reagierst Du auf Holz?
- Verwendest Du Gewürze?
- Verwendest Du Ölsprays wie Caramba? - Ist da was in Deiner Wohnung? .. in den Schlössern o.ä.?
- Wurde in den letzten Monaten bzw. 2 Jahren Bauschaum verwendet?
- Ist Deine Wohnung von der Unteren als auch Oberen abgeschottet - absolut Dicht?
- .... oder gelangen auch über Kabelschächte, Steckdosen, Lichtschalter, Rohrauslassungen die Expositionen der Nachbarn, des Kellers oder der Zwischendecken in Deine Wohnung?
- Klebst Du Deine Wohnungstür gegen den Hausflur ab?
- Lüftest Du Stoß - oder hast Du die Fenster immer geöffnet?
- Gibst Du anderen die Hand - oder fasst Du Dinge von Draußen an, die z.B. in einem Geschäft stehen oder die Haltegriffe von der Straßenbahn, oder setzt Du Dich auf fremde Stühle/Sitze?

usw. ..... Ich könnte immer weiter Fragen - aber diese Fragen und viele weitere noch, müssen bzw. sollten bei MCS nachgegangen werden, um "Hilfe" zur "Linderung" zu bekommen :roll:
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Re: Durch Wohnungswechsel MCS? Unklare Symptome

Beitragvon Kira » Sonntag 16. Juli 2017, 11:13

Twei und Tüpfelponcho haben ja schon vieles erklärt. ;)

Zu Atem-Provokationstests siehe
Tüpfelponcho hat geschrieben:Zu dieser gerade genannten Sendung vom 27.04.2016 Gefährliche Düfte - Umweltmediziner verwenden Provokationstests, dazu die Warnung:

Jan. 2008
Vorsicht: Duftstoffallergie durch Patchtest ausgelöst
http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... usgeloest/

Hinweis weiterer csn blogartikel zum Thema Umweltmedizin:

1. September 2012
Durchsichtige Strategie in der deutschen Umweltmedizin
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... ltmedizin/

24. Februar 2012
Umweltmediziner auf Kreuzfahrt
http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... reuzfahrt/

Zum Bundesuweltamt, dass über die wichtigsten Dinge in der Sendung nicht informiert:

z.B. die Themenketten (Threads):

UBA Update zu MCS
viewtopic.php?f=91&t=17946

Unser aller Umweltbundesamt
viewtopic.php?f=94&t=8074

viewtopic.php?f=47&t=20053&p=124742

als Beamter bin ich jetzt leider "Frühpensionär"


Ein weitgreifender Begriff- sagt nicht direkt aus mit was du evtl. in Berührung gekommen bist. Denn dein früherer Arbeitsplatz könnte mit Auslöser sein, zum besseren Verständnis:
Staub aus Laser-Druckern macht krank viewtopic.php?f=47&t=5189&p=120489
Studien: SBS Sick Building Syndrome viewtopic.php?f=30&t=19505
Schimmel und gesundheitsschädliche Auswirkungen viewtopic.php?f=29&t=20854
Video: Gefährliche Gifte im Haushalt viewtopic.php?f=64&t=21240
Schimmel, Asbest und Co: Diese Schadstoffe lauern in den eig viewtopic.php?f=91&t=21135&p=120391

Da ich ohne Ende auf irgendetwas in meiner Wohnung reagiere müßte ich eigentlich wieder umziehen, befürchte aber das ich dann in ein noch größeres Desaster komme
.
Versuche einfach Stück für Stück deine eigenen 4 Wände für dich ertragbar zu machen - Tipps und mehr haben dir die anderen schon gegeben und findest du genügend im Forum und CSN Blog.
Für an MCS erkrankte Menschen bedeutet Leben in einem Mehrfamilienhaus praktisch permanentes Leiden und das Immunsystem erfährt täglichen Stress!
In Kontakt zusammen mit konventionellen Mietern und des tägliches Alltags generell, ist ein symptomfreies Leben praktisch ausgeschlossen, mit anderen Worten die Lebensqualität geht verloren. Und somit kann sich dein Körper nicht erholen bzw. stabilisieren, dem musst/solltest du Zeit geben.
Einzig und alleine Expositionsstop und die nötige Ruhe helfen eine Stabilisierung zu erreichen.

Ich/wir hatten, bevor mein Sohn MCS-krank wurde, noch nie etwas von dieser Krankheit gehört, geschweige denn davon, dass es eine Erkrankung gibt, die sich durch Bewegung und Kontakte mit Duftstoffen/Chemikalienmix, Schimmel etc. verschlimmert und ihn in einen Zustand versetzt, der sich anfühlt, als sei man dem Tod deutlich näher als dem Leben, weil der Körper Symptome bildet, die ich in der Summe nur als reinste Qual bezeichnen kann.

Was tut man in so einer Situation?
Der Betroffene will seine Gesundheit zurück - also sucht man Hilfe. Um Hilfe zu bekommen, braucht man Erklärungen, um zu wissen, wie man aus diesem unerträglichen Zustand wieder gesund werden kann, um sein Leben bestmöglich fortführen zu können.
Und wohin wendet man sich? Natürlich an diejenigen, die sich beruflich mit Gesundheit und Krankheit beschäftigen.
Eine Ärzteodyssee beginnt- von Facharzt zu Facharzt. Jeder hat eine Idee, was es sein könnte. Aber diese Idee stellt sich als falsch heraus - Fehldiagnosen.

Man weiß dann aber, was man nicht hat und durchläuft so, oft ohne sich dessen bewusst zu sein, eine Ausschlussdiagnose.

Es häufen sich Berichte. Es häuft sich Ratlosigkeit. Hier und da wird die Empfehlung ausgesprochen, man solle sich z.B. mehr bewegen, einen Psychotherapeuten aufsuchen und vieles mehr - dann würde sich das alles wieder bessern ...
Das wäre, als würde man dem Diabetiker zu einem täglichen Stück Kuchen mit Kakao raten oder einem Querschnittsgelähmten raten endlich seine Beine wieder zu nutzen.
Das Vorkommen von Fehldiagnosen darf aber nicht dazu führen, eine gesamte Erkrankung in ihrer Existenz zu leugnen.

Irgendwann ist der Zusammenhang entgegen jeder Überzeugung und langjähriger Erfahrung nicht mehr zu übersehen. Verdammt - je mehr ich mich dem aussetze, desto schlechter geht es mir. Ob ich will, oder nicht - ob man mir glaubt oder nicht - es ist so.

Da dieser Zusammenhang aber so unnatürlich ist, werden Zweifel von der Familie ausgesprochen,von Freunden, Bekannten, von Ärzten ... da doch auch bei diversen Muskel- und Nervenuntersuchungen kein Anhalt dafür besteht, dass die Muskulatur nicht korrekt funktioniert.
Wie gesagt man hat keinen Herzfehler, keine Muskelerkrankung, keinen Diabetes, kein MS, kein Parkinson, kein dies, kein jenes..

Die psychologische Tür wird geöffnet. Denn das, was der Patient für Massen von Symptomen schildert, gibt es doch bei keiner Krankheit, die allgemein bekannt ist.
Es muss psychosomatisch sein... bewegen sie sich mehr...Bewegung ist gesund.. hören sie auf sich das einzureden und andere Ratschäge !!


Aha. Was jemand nicht kennt, gibt es nicht? Was den Horizont der eigenen Vorstellungsfähigkeit übersteigt, existiert nicht?
Der Betroffene spürt am eigenen Leib, was es gibt und was nicht, was wahr ist und was nicht. Tag und Nacht. Immer.

Eines Tages wird die Diagnose gestellt...
MCS ist keine Wahnvorstellung. MCS ist real. MCS hat viele Gesichter - und ist leider ziemlich ungewöhnlich.
So ungewöhnlich, dass die meisten "allgemeinen Gesundheitsregeln" hier nicht zutreffen. Einzig und alleine Expositionsstopp hilft eine gewisse Stabilisierung zu erreichen.

So ungewöhnlich, dass man es nicht einfach in einen großen Topf mit anderen Krankheiten schmeißen kann. Leider. Denn ansonsten könnte man Erfahrungen und Wissen von anderen Krankheiten super auf MCS übertragen.
Leider geht das nicht. Deshalb ist hier Abgrenzung so wichtig.

Irgendwann geht es darum, zu erkennen, dass das Umfeld nicht nachvollziehen kann/will, was man erlebt und auch nicht helfen kann.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen :!:
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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