Kohlenhydratarme Ernährung als Therapie

Kohlenhydratarme Ernährung als Therapie

Beitragvon Juliane » Montag 25. Februar 2008, 00:06

Hallo, ich habe vor einiger Zeit mal in meinem Bioladen mit einer Frau gesprochen, die mir berichtete, Sie habe ihre MCS Erkrankung mit kohlehydratarmer Nahrung unter Einbeziehung der Gerson Diät (frische Säfte, Einläufe mit Kaffee) behandelt und es gehe ihr wieder gut. Ich habe damals nicht länger über dieses Gespräch nachgedacht. Aber heute ist es mir wieder eingefallen, als ich einen Artikel in der Neuen Züricher Zeitung gelesen habe. Ich stelle den Link mal hier ein.


13. Februar 2008, Neue Zürcher Zeitung

Kohlenhydratarme Ernährung als Therapie


\"Erst seit wenigen Jahren diskutiert die Fachwelt darüber, ob sich eine ketogene Diät eventuell auch bei weiteren Erkrankungen günstig auswirken könnte, die mit einem Defekt im Energiestoffwechsel einhergehen – etwa bei der Alzheimer-Krankheit, bei der die Verwertung von Glukose im Gehirn verringert ist, oder bei der Parkinson-Krankheit, bei deren Entstehung ein Defekt in den Mitochondrien eine Rolle spielen soll. Tatsächlich war bei Mäusen, die für Alzheimer anfällig sind, die Ablagerung des sogenannten Amyloid-beta-Proteins im Gehirn durch eine ketogene Diät um 25 Prozent verringert. Und Mäuse, bei denen die Parkinson-Krankheit durch ein Nervengift ausgelöst worden war, waren während einer einwöchigen Ketonkörper-Infusion teilweise vor den typischen Nervenschäden und Bewegungsstörungen geschützt. Vereinzelt gibt es sogar Studien mit Alzheimer-Kranken oder Parkinson-Patienten, die eine positive Wirkung gezeigt haben.\"


\".Eine solche ketogene Diät bewährt sich seit langem bei der Therapie von Epilepsie.

Ein Grund für die positive Wirkung der Diät könnten die sogenannten Ketonkörper sein, die die Leber während der Ketose als Energieträger bildet. Die Zugabe von Ketonkörpern zu Nervenzellen schwächt im Tierversuch nämlich deren spontane Aktivität ab, am stärksten bei schnell feuernden Nervenzellen; möglicherweise drosselt die Ketose auf diese Weise bei Epilepsie die Hyperaktivität der Gehirnzellen. In der Ketose kommt es aber noch zu vielen anderen möglicherweise relevanten Veränderungen: Bei jungen Ratten wird etwa die Zellatmung im Gehirn gesteigert, wenn zur Energiegewinnung statt Glukose Ketonkörper verbrannt werden müssen.

Die Bereitstellung von Ketonkörpern als Energieträger macht man sich aber auch bei Krankheiten zunutze, bei denen im Gehirn Glukose nur ungenügend verbrannt wird; etwa, wenn diese wegen eines Enzymdefekts nicht richtig abgebaut werden kann oder wenn nicht genügend Glukose ins Hirn gelangt, weil das dafür notwendige Transporterprotein in der Blut-Hirn-Schranke beschädigt ist\"


Der gesamte Artikel unter

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/kohlenhydratarme_ernaehrung_als_therapie_1.670055.html?printview=true
- Editiert von Juliane am 25.02.2008, 08:22 -
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Beitragvon schlumpf » Montag 25. Februar 2008, 09:32

Das Ganze erinnert mich an die Theorien von Dr. Kuklinski. Die Aussagen von Dr. Kuklinski sind auch ähnlich wie die von Prof. Pall.

http://www.kfs-medizin.at/kuklinski/nahrungsfett.pdf

- Editiert von schlumpf am 25.02.2008, 08:35 -
schlumpf
 

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Beitragvon Juliane » Montag 25. Februar 2008, 11:34

Hallo Schlumpf, ich habe dabei auch an Kuklinski gedacht.

Allerdings würde ich Kuklinskis Vorschlag zu Käse, Sahne. Butter widersprechen.
Auch das würde in die Krankheit führen. Ich suche noch einen Text dazu heraus.

Hier noch ein Text aus der FR aus einem Interview mit Dr. Ulrich Strunz:


Der Fitness-Bestsellerautor Ulrich Strunz hat sich nach seinem Unfall auch auf eine neue Diät eingestellt.

"Fitness-Papst

Fit fürs zweite Leben


Dabei hält er sich strikt an seine "Steinzeit-Diät": Morgens nur etwas zu trinken, mittags Nüsse, abends Gemüse und Obst bis zum Abwinken, Bioqualität natürlich, aber auch gutes Fleisch. "Das muss sein, obwohl ich eigentlich Vegetarier bin", sagt Strunz. Genussmittel sind tabu."

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?em_cnt=1280407&
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Kohlenhydratarme Ernährung als Therapie

Beitragvon Juliane » Montag 25. Februar 2008, 12:36

Hallo Schlumpf, nochmal zu den Milchprodukten:

"Am beweiskräftigsten in Sachen Brust- und Prostatakrebs ist nach wie vor der Zusammenhang zwischen Konsum von Milch und Milchprodukten -die weder für erwachsene Menschen gedacht noch in unserer Evolution begründetet sind- und der Entstehung von Tumoren, gerade angesichts der heutigen Intensivmethoden der Agrargrindustrie. Außerdem nehmen wir mit Milch und Milchprodukten besonders viele Schadstoffe auf, darunter Stoffe aus der Umwelt, die in die endokrinen Vorgänge eingreifen; viele davon sind fettlöslich und akkumulieren sich am Ende in
der Nahrungskette." Zitat aus Jane Plant, Das Leben in deiner Hand, München, 2004

Hier noch eine interessante Seite, ein Fundus zu Ernährungstheorien, auf dem man auch Aussagen über die Probleme mit Milch und Getreide findet:

" An Getreide und Milch sind wir genetisch noch nicht angepasst: diese beiden verwendet der Mensch als Nahrung erst seit etwa 8.000 Jahren - rund um das Mittelmeer, in vielen Gegenden Europas aber erst seit weniger als 5.000 Jahren - vorher, in den Eiszeiten, waren wir Jäger und Sammler. Nicht ohne Grund gibt es viele Allergien gerade bei diesen beiden "neuen" Nahrungsmitteln!"


http://josef-stocker.de/welt2.htm
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