Ein offener Brief

Ein offener Brief

Beitragvon Juliane » Sonntag 28. September 2008, 09:15

Im Juli 2001 unterzeichnete

"Eikmann, Thomas, Prof. Dr. med., Direktor des Hygiene-Institutes der Justus-Liebig-Universität

Gießen; Vorsitzender der International Society of Environmental Medicine (ISEM)"

eine offenen Brief:



"Offener Brief von über 30 Professoren und Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen

an die 29

Kultusministerinnen und -minister,

Wissenschaftsministerinnen und -minister,

Bildungsministerinnen und -minister

der 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland.

Thema dieses Briefes:

Sicherung und Ausbau von Deutsch als unsere nationale Wissenschaftssprache -

I. auf internationalen Tagungen in Deutschland

II. in wissenschaftlichen Publikationen und in der Lehre

Berlin, den 24. Juli 2001

Sehr geehrte Frau Ministerin

Die drei Erstunterzeichner dieses Schreibens und seine 36 weiteren wissenschaftlichen Unterzeichner

unterschiedlichster Fachrichtungen beobachten mit großer Sorge die Verdrängung der deutschen

Sprache aus dem Wissenschaftsbetrieb unseres Landes durch die englische Sprache.

Wir bitten Sie höflichst, sich dieses Problems anzunehmen.......



II. Ein ebenfalls kritischer Punkt ist die Veröffentlichungspraxis und die Sprache der Lehre in Teilbereichen

vieler Studiengänge. Sehr viele unserer Wissenschaftler veröffentlichen nur noch in englischer Sprache

oder werden von den Verlagen de facto dazu gezwungen."

http://www.wzb.eu/alt/uta/pdf/offenerbriefdeutsch.pdf



Nun man kann gespannt sein, wann gewisse neue Veröffentlichungen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18502687?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum

1: Int J Hyg Environ Health. 2008 Oct;211(5-6):658-81. Epub 2008 May 27

The German Multicentre Study on Multiple Chemical Sensitivity (MCS).

Eis D, Helm D, Mühlinghaus T, Birkner N, Dietel A, Eikmann T, Gieler U, Herr C, Lacour M, Nowak D, Pedrosa Gil F, Podoll K, Renner B, Andreas Wiesmüller G, Worm M.



im Volltext in deutscher Sprache erscheinen.
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Ein offener Brief

Beitragvon Lucca » Sonntag 28. September 2008, 17:07

Die angesprochenen Entscheidungsträger sollten einen offenen Brief zurückschreiben und
darum bitten, dass die 30 Briefunterzeichner damit anfangen ihre Publikationen in
Deutsch zu veröffentlichen und nicht wie die finale Endfassung der RKI MCS Studie (2008 Version)
nur in Englisch.
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Ein offener Brief

Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Juni 2011, 08:10

Siehe auch


viewtopic.php?t=15865

"Vom globalen Wissenspool abgeschnitten

Alle wesentlichen Studien dieser Welt werden in Zeitschriften mit möglichst hohem wissenschaftlichen Standard veröffentlicht. Diese Zeitschriften sind ausnahmslos englisch. Aus diesen Zeitschriften wird 50 mal häufiger zitiert, verglichen mit deutschen Zeitschriften.

Und nachdem – so Professor Antes – 80% der deutschen Ärzteschaft nichts in englischer Sprache lesen, sind wir hier in Deutschland in der Medizin zwangsläufig „vom globalen Wissenspool abgeschnitten.“

Auch „bei den deutschen politischen Instanzen und Organisationen“ ist eine „erstaunliche Ignoranz und ein weit verbreitetes Desinteresse ... festzustellen“

Resultat: „ Deutschland spielt auf dem Marsch in die globale Wissens- und Informationsgesellschaft in der Medizin nur eine Nebenrolle oder taucht an vielen Stellen überhaupt nicht auf“.

Beispiel: soeben hat ein deutscher Wissenschaftler den Nobelpreis für die Entdeckung des Virus verantwortlich für Gebährmutterhalskrebs bekommen. Die zugehörige zentrale Studie hat über 12.000 Frauen in 90 Zentren in 30 Ländern verglichen. Deutschland war nicht dabei........

PS: Der mehrfach genannte Professor G.Antes ist langjähriger Direktor des deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg ... und muss es ja wissen. "

http://www.strunz.com/news.php?newsid=676&tag=&ab=0
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