Dr. H.U. Hill zu Suizid bei MCS, Chemikalien

Dr. H.U. Hill zu Suizid bei MCS, Chemikalien

Beitragvon Croft » Mittwoch 18. Februar 2009, 15:56

Soziale Auswirkungen von chemikalieninduzierten Krankheiten
Hinweise für eine erhöhte Selbstmordrate bei Betroffenen

Dr. Hans-Ulrich Hill
Dipl. Biol. und Fachtoxikologe

Einige Selbsttötungsfälle unter bekannten MCS-Patienten legen nahe, dass die schweren Krankheiten, die durch Chemikalien ausgelöst werden, zu einer vielfachen Erhöhung der Suizidrate bei betroffenen Patienten führen. Schon allein dieser Aspekt sollte
genügen, die Anstrengungen für eine fachgerechte umweltmedizinische Therapie und eine wirksame präventive Umweltschutz-Politik in allen Umweltbereichen zu intensivieren.

Zur Situation der Umweltkranken
Die Symptome umweltbedingter Krankheiten wie des Chronischen Erschöpfungssyndroms (CFS) oder der Multiplen Chemikalien-Überempfindlichkeit (Multiple Chemical Sensitivity,MCS) äußern sich in der Regel unspezifisch. Dies stellt viele Haus- und Fachärzte vor ein Diagnose-Problem: Die Krankheit ist keinem der bekannten spezifischen Organleiden zuzuordnen, sodass als Ausweg anscheinend lediglich die psychische Diagnose übrig bleibt. Die Routine-Blutwerte der internistischen Labordiagnostik sind bei MCS- Patienten, anders als bei Allergikern, unauffällig. Selbst umweltmedizinische Ambulanzen, wie sie an einigen
Universitätskliniken bestehen, verfahren im Prinzip nicht anders, indem wie in Gießen etwa 70 Prozent der bei ihnen vorgestellten Patienten mit einer psychischen Diagnose belegt und entsprechend behandelt werden (EIKMANN 2002, HERR et al. 2008). Die dort zur Anamnese angewendeten Fragebögen führen regelrecht zur psychischen oder psychiatrischen Diagnose. Es scheint so, dass diese Institute, viele Gutachter und auch die Berufsgenossenschaften und Versicherungen in vielen Fällen bestrebt sind, Diagnosen möglichst nicht zuzulassen, mit denen Umweltbelastungen und hier insbesondere Chemikalien als Krankheitsursache in Frage kommen. Über politische und gesellschaftliche Hintergründe soll hier nicht spekuliert werden. Vielmehr sollen Folgen für Betroffene aufgezeigt werden:

Patienten mit schweren Krankheitssymptomen, die nachweisbar mit Chemikalien belastet...

Weiterlesen: http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/408_mag1.pdf
Croft
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Dr. H.U. Hill zu Suizid bei MCS, Chemikalien

Beitragvon Monja » Mittwoch 18. Februar 2009, 16:11

Danke Croft,
sehr bewegende Berichte!, zumal ich die zweite Person auch
noch selbst kannte (unter anderem Namen). Unbedingt lesen.
Das totale Versagen unseres Gesundheitssystems...

Herzlichst Monja
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