Endlich gibt es sie: Milch mit dem Siegel "ohne Gentechnik". In Hessen und Thürigen sowie in Teilen von Bayern und Niedersachsen kann man seit Montag konventionell erzeugte Milch kaufen, die mit dieser verbraucher-freundlichen Kennzeichnung versehen ist. Das ist in Deutschland einzigartig. Greenpeace begrüßt die Markteinführung, da sie Verbrauchern eine Alternative bietet und sich gegen die Ausbreitung von Gentechnik wendet.
Das Prädikat garantiert eine Milchproduktion, ohne Fütterung der Milchkühe mit genmanipulierten Futterpflanzen. Hergestellt wird die Milch von der hessischen Molkerei Upländer Bauernmolkerei und unter dem Namen Bergweide in Filialen des Lebensmittelhändlers tegut... verkauft. Bislang gilt dieses Angebot nur für Hessen und Thüringen.
"Die Initiative setzt ein Signal für die deutschen Milcherzeuger, auf Gentechnik zu verzichten. Sie beweist, dass eine gentechnikfreie Milchproduktion in Deutschland möglich ist", sagt der Greenpeace-Gentechnikexperte Alexander Hissting.
"Das ist auch ein großer Erfolg für die hartnäckige Arbeit von Greenpeace gegen den Anbau genmanipulierter Pflanzen", so Hissting weiter. "Der Lebensmittelhandel in anderen Regionen Deutschlands sollte diesem Beispiel folgen und konventionelle Milch ohne Gentechnik ins Sortiment aufnehmen, um seinen Kunden Wahlfreiheit zu gewähren."
Greenpeace arbeitet seit über einem Jahr intensiv daran, die Molkereiwirtschaft davon zu überzeugen auf Gen-Pflanzen bei der Tierfütterung zu verzichten. Damit könnte den Wünschen der Verbraucher entsprochen und die massive Ausbreitung der genmanipulierten Pflanzen in den Anbauländern Südamerikas aufgehalten werden. Marktführer wie Müller-Milch behaupten nach wie vor, eine Umstellung der Fütterung sei nicht möglich.