MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Melville » Dienstag 15. April 2008, 21:04

Was bei den Behörden gegen MCS Kranke läuft sollte gesammelt und dokumentiert werden.
In vielen Fällen ist schon von Verletzung der Menschenrechte zu sprechen, das kann so
nicht mehr akzeptiert werden. MCS ist als Krankheit existent und wir haben ein Recht
auf anständige Behandlung und Abwicklung unser Anliegen.
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 15. April 2008, 22:15

Ich finde die Idee ausgezeichnet. Verstöße gegen die Verfassung und die Menschenrechte haben in einem demokratischen Land nichts zu suchen. Man kann nicht ewig den Kopf in den Sand stecken. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wisst ihr noch, wer das gesagt hat? Und er hat Recht gehabt. Die Politiker müssen ihre Verantwortung bezüglich MCS endlich wahrnehmen. Man würde nicht nur den an MCS leidenden Bürgern helfen, sondern auch Kosten sparen, die durch ungeeignete, unnötige Untersuchungen, falsche Diagnosen und Therapien, die mehr schaden als nutzen, entstehen. Außerdem würde das noch vorhandene Leistungsvermögen, die Arbeitskraft eines beträchtlichen Teils der MCS-Patienten erhalten bleiben. Viele von ihnen können unter geeigneten Bedingungen arbeiten und für die Allgemeinheit ihren Beitrag leisten, wenn ihre MCS ernst genommen wird und man ihnen hilft, mit wirklich geeigneten Untersuchungen, Therapien und die Gesundheit schützenden, verträgliche Arbeits- und Lebensbedingungen schaffenden Regelungen und Maßnahmen ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und ihren gesundheitlichen Zustand zu stabilisieren.
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 16. April 2008, 07:05

@Melville was denn bitte genau? liste das doch bitte auf wenn du solche aussagen machst. danke, clarissa.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon sunday » Mittwoch 16. April 2008, 12:43

hallo,

namen sollte man besser nicht nennen. das könnte eine anzeige wegen verleumdung o.ä. geben und das kann teuer werden.

im übrigen sollte man sowieso immer, wenn z.b. ein sachbearbeiter o.ä. gegen geltendes recht verstößt sofort eine dienstaufsichtsbeschwerde o.ä. machen.
ich hab persönlich gottseidank nur sehr wenig mit solchen leuten zu tun gehabt, da ich schon seit einigen jahren einen beruf habe, in dem ich auch arbeiten kann, wenn es mir nicht gut geht und nicht mehr auf au-bescheinigungn von ärzten, krankengeld usw. angewiesen bin. aber als ich noch darauf angewiesen war, auch mal von behörden o.ä. etwas bewilligt zu bekommen, hat es bei ablehnenden sachbearbeitern usw. fast immer schon geholfen, daß ich das schriftlich mit begründung verlangt habe.

und wenn das nicht gereicht hat und das tatsächlich auch noch schriftlich kam, hab ich widerspruch eingelegt und als das in einem fall (finanzamt, anerkennung von krankheitskosten) auch nicht reichte, hab ich, obwohl das eigentlich nicht gehen sollte, gegen den ablehnenden bescheid gegen meinen widerspruch noch mal widerspruch eingelegt und den noch mit div. urteilen vom oberfinanzgericht o.ä. und den entsprechenden aktenzeichen gespickt und das reichte dann.

als ich noch in einer größeren stadt wohnte und einen sehr gutbezahlten halbtagsjob hatte, habe ich mich ehrenamtlich u.a. in einer beratungsstelle für arbeitslose und sozialhilfeempfänger engagiert und da konnten wir etlichen leuten helfen, indem wir ihnen den tip gaben, gegen ablehnende bescheide vom sozialamt sofort beim gericht eine einstweilige verfügung gegen das amt zu beantragen, dienstaufsichtsbeschwerden zu machen usw.

das ging natürlich nur, wenn die leute vom gesetz her im recht waren. aber es hatte große wirkungen, nachdem viele leute das gemacht hatten. bei den ämtern sprach sich das anscheinend rum und es wurde weniger abgelehnt und weniger gemobbt.

liebe grüße
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Beitragvon Gatano » Samstag 26. April 2008, 15:25

Jedem steht es frei aus seinem eigenen Gutachten zu zitieren
und den Gutachter zu nennen. Da kann keiner was gegen haben.
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Beitragvon Dundee » Donnerstag 5. Juni 2008, 22:49

Man sollte bei Diskriminierung immer in Betracht ziehen eine Dienstaufsichtsbeschwerde
bei der jeweiligen Behörde und/oder Ärztekammer einzureichen. Sie muss bearbeitet
werden.
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Clarissa » Dienstag 17. Juni 2008, 08:31

ich habe diese verwandschaft und sog. freunde in den wind geschossen, was soll das,dann bin ich lieber alleine als das ich mich auch noch aus nächster umgebung mobben lassen muss.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Beitragvon Arnfried » Dienstag 17. Juni 2008, 11:56

Kritik von uneinsichtigen Personen ignoriere ich. Wenn es jemand ist, mit dem man nicht im gleichen Haus wohnt, ist das auch kein Problem. Schwierig wird es, wenn im engsten Umfeld keine Rücksicht auf Geruchsempfindlichkeit usw. genommen wird. Da bleibt oft nur die Flucht.
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Twei » Samstag 17. Januar 2009, 13:31

A) Vor 2 Tagen bin ich zur Rentenstelle gegangen, um meinem Kurantrag Nachdruck zu verleihen.
Diskriminierung drückt sich für mich in mehreren Formen aus.

1. Über den Dienstweg
Ich hatte über meinen Hausarzt einen Kurantrag "zur Teilhabe am sozialen Leben" bei der Krankenkasse gestellt. Diese änderte die Begründung einfach selbständig um und meinte, daß dieser Antrag hervorragend zu Rehabilitierung ins Berufsleben geeignet wäre und verwies ihn zur Rentenstelle.

Die Rentenstelle verlangte von mir einen weiteren seitenlangen Antrag zu stellen, auf der zur "Rehabilitation ins Berufleben" stand. Ich kam mit den Fragestellungen Überhaupt nicht klar. Nichts traf auf mich zu, schon alleine die Überschrift nicht. Ebenfalls sollten nochmals alle Arztunterlagen eingereicht werden, wie bei der Krankenkasse.

Nach ein paar Tagen ging ich zur Rentenstelle hin und wünschte eine Hilfe zur Antragsstellung. Der Sachbearbeiter bemerkte ebenfalls, daß der Antrag gar nicht auf meine Belange zutraf. Er änderte die Überschrift und strich einige Fragen. Trotzdem sollte mein Hausarzt nochmals einen ähnlichen Fragebogen ausfüllen, wie für die Krankenkasse.
Der Hausarzt sagte, daß sei nicht nötig; die Krankenkasse müsse diese Auskunft weiterleiten und er hatte Recht (also nochmals unnötigerweise zur Rentenstelle).

Nach einigen Wochen erhielt ich Antwort, mit der Entschulidigung drauf "dies ist ein maschinell Ausgedruckter Bescheid....". Die Formulierung ging Überhaupt nicht auf den Antragssachverhalt ein.
Ich rief dort an und man teilte mir mit, daß die Rentenstelle nicht mehr zuständig sei und alles weitere zur Krankenkasse geleitet wurde.

Die Krankenkasse riet mir telefonisch einen Widerspruch einzulegen. Sie könne mit der Begründung nichts anfangen. Ich versuchte die Irrtümer per Telefon zu erledigen, weil alles kurz vor Weihnachten war und ich diesen Monat eigentlich in die Kur fahren sollte. Beide Seiten versprachen sich Gegenseitig und mir, daß sie das erldigen würden. Mein Briefkasten blieb leer.

Vor vier Tagen rief ich noch mal bei der Krankenkasse an und sie sagte, daß sie auf eine Stellungnahme der Rentenstelle warte. Die 4-wöchige Widerspruchsfrist war kurz vorm Ablaufen. - Also wieder zur Rentenstelle -
Nach langer Wartezeit teilte man mir dort mit, daß das alles von meiner Seite aus mit der Krankenkasse zu Regeln sei und ein Widerspruch hier bei der Rentenkasse kein anderes Ergebnis erziehlen würde und demnach überflüssig sei.

Ich nahm meine letzten Kräfte zusammen und ging zur Krankenkasse. Die war natürlich auch wieder nicht Zuständig, zumal die Formulierung der Rentenstelle unzureichend sei. Nach vielem Ärger dort, blieb mir nichts anderes übrig, als nochmals zur Rentenstelle zu gehen und dort auf einen Widerspruch zur "Sachbezogenen Begründung" einzulegen und ganz wichtig - die Widerspruchsfrist einzuhalten.

Wäre für mich die schnelle Entscheidung zu einer Kurgenehmigung nicht so wichtig gewesen, hätte ich sofort über einen Rechtsanwalt Widerspruch eingelegt. - Ich dachte Gesundheit geht immer vor. -

2. Über die Geruchsschwellen
Vor 2 Tagen kam ich wieder an meine Belastungsgrenze.

a) Bei der Rentenstelle gibt es einen riesigen Z-artigen Gang, ohne Fenster oder Frischluft. Dieser Gang ist gleichzeitig der Warteraum. Am Rand entlang, sind die Eingänge für die Sachbearbeiterzimmer. Das WC befindet sich ganz hinten am Gang. Inmitten des Ganges wird eine riesige Kopieranlage betrieben. Aus dem Keller steigt eine weitere gesundheitsschädliche Wolke in das Treppenhaus alsauch in den Gang.

Also konnte ich nur draußen bei sehr kalt-nassem Wetter über eine Stunde warten. Draußen ist eine mehrspurige Kreuzung einer Hauptstraße. Viele Autos und LKWs rasen dort vorbei oder stehen an der Ampel, um dann wieder anzufahren. Die Innenluftgebläse der Autos bliesen die Duftstoffe der Innsassen kräftig in die Straße.
Ebenfalls wurde die Luft angereichert von einem nahen Haarstyling-Geschäftes, von den Passanten ganz zu schweigen.

b) Bei der Krankenkasse war ein übermäßiger nicht gewohnter Reinigungsmittelgeruch vorhanden. Ich schaffte es gerade mal, kaum atmend, bis zum Fenster des Großraumbüros. Eigenmächtig öffnete ich das Fenster und holte erstmal lange Luft. Die Sachbearbeiter meinten, sie hätten es nicht so gerne geöffnet, sie frören, aber das war mir egal. Meine Belange vermochte ich unter diesen Umständen nicht richtig vorzubringen, weil ich mich nur mit nach draußem gewendeten Körper dort aufhalten konnte.

Allerdings telefonierte ein Sachbearbeiter mit der zuständigen Außenbehörde und sagte mir, daß der Kurantrag abgelehnt sei und ich mir ambulante Hilfe vor Ort zu suchen habe. Ich sagte, daß es hier vor Ort Überhaupt keine ambulante Hilfe für mein Krankheitsbild gibt und daß ich in ein anderes Zimmer möchte, wo ich vernünftig mit einem Vorgesetzten sprechen kann.

Es gab einen kleinen Besucherraum, der nicht so stark Geruchsbelastet war. Trotzdem mußten die Fenster geöffnet sein. Die Sachbearbeiterin die nun kam, hatte Haarspray und Düfte auf sich, die alles erlebte noch übertrafen. Ich konnte nur noch sagen bitte, sofort raus. Bitte gehen sie raus. Packen sie meine Unterlagen nicht weiter an. Bitte einen anderen Sachbearbeiter - gehen sie raus - schnell.

Nach einem vernünftigen Gespräch mit einem anderen duftverträglichen Sachbearbeiter konnte ich nochmals die Rentenstelle ertragen. - Hilfe - Ich kann da nirgendswo mehr reingehen. -

Es waren alle Freundlich zu mir. Jedoch manchmal genervt und mit eigenartigen Gesichtsausdrücken (ein Ausdruck der Situationsüberforderung). - Trotzdem fühle ich mich Diskriminiert und meiner Persönlichkeit beraubt. -
Ebenfalls wurden einige Unterlagen von mir verseucht (aus meiner Sicht beschädigt).

B) Gestern war ich auf Gericht
Es wurde die Einstufung des Behindertengrades für mich verhandelt (wegen Widerspruchs hatte ich einen Rechtsanwalt). Nun gewährte man mir doch einen Höheren und zwar 70 Prozent ohne "G" (schriftliche Formulierung erhalte ich noch).

Damit wurde eine fast dreijährige Akte geschlossen, zumal diese Einstufung auch die Rente rechtfertigt. Ebenfalls klärte man mich auf, daß mir ein bevollmächtigter Vertreter zusteht, der meine Angelegenheiten künftig erledigen kann. Somit bräuchte ich mich dann nicht mehr selbst, solchen 'psychischen' Balastungen aussetzen. (Aus meiner Sicht finden immer permanente physiche Belastungen statt, die für mich eine zusätzliche psychische Belastung bedeuten).

Dies ist für mich, einem MCSler, endlich eine Möglichkeit, die rechtlichen wie auch gesundheitschädlichen Schwellen zu überwinden und einer Diskriminierung vorzubeugen.
- Na - dann schau ich ma'. - Weiteres später.....
Twei
 

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Beitragvon Amazone » Sonntag 18. Januar 2009, 11:41

Hallo Twei,

ich hatte dir eine PM geschickt. Es wäre wirklich hilfreich, wenn du meine Frage, wie du die 70 GdB im Schwerbehindertenverfahren erreicht hast, und ob du zum Gutachter mußtest, beantworten würdest. Auch die Frage, um was für einen bevollmächtigten Vertreter es sich handelt (Betreuung?), der für dich die Behördensachen erledigen würde, wäre für alle Betroffenen von Interesse.

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Beitragvon sunday » Sonntag 18. Januar 2009, 14:34

sei vorsichtig. wenn von einem amt ein bevollmächtigter vertreter vorgeschlagen wird, handelt es sich meist um das, was man früher entmündigung nannte.

besser wäre es, wenn du demnächst bei widersprüchen usw. die sache einem anwalt übergibst, falls es bei dir in der gegend auch so geregelt ist, daß leute mit geringem einkommen einen beratungsschein bekommen (der auch den notwendigen schriftverkehr umfaßt) und daher für den anwalt insgesamt max. 10 euro zahlen müssen (bei netten anwälten garnichts).

dann mußt du nicht zum amt gehen und eine zunahme der beschwerden riskieren und auf briefe vom anwalt reagieren viele leute und auch ämter eher als wenn man selbst etwas erreichen will.

wäre ein aufenthalt in bredstedt für dich eine alternative? da brauchst du nur die krankenhauseinweisung vom arzt und die kasse stimmt leichter zu, weil es keine kur, sondern ein krankenhaus ist.

lg
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Twei » Sonntag 18. Januar 2009, 20:59

Hallo Amazone,
ich hatte versucht Dir das Rüberzumailen; möchte es vor schriftlicher Bestätigung nicht weiter und unwissend falsch veröffentlichen.
Hallo Sunday,
Danke für diesen Tip, genauso läuft das. Ich lasse mich nicht entmündigen. Das ging alles so schnell, daß ich die genauen Formulierungen nicht behalten konnte.
Leider habe ich kein Fahrgeld und darum streite ich so. Die Einrichtung halte ich auch für Richtig. Wenn Du meinen Text oben gelesen hast, siehst Du vielleicht, wieviel vertrauen ich noch zu diesen Einrichtungen haben könnte. lg.
Twei
 

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Beitragvon Betty Zett » Freitag 30. Januar 2009, 11:01

Hallo Twei,
ist in Deinen 70% Schwerbehinderung auch MCS berücksichtigt?

liebe Grüße,
Betty Zett
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Twei » Freitag 6. Februar 2009, 23:13

Vom Versorgungsamt habe ich noch keine Antwort erhalten. Im Urteil steht \"ergeben sich darüber hinaus auch erhebliche Beeinträchtigungen im soziokommunikativen Bereich\".
Vorab ist die Rede von \"aufgrund seiner psychischen Erkrankung eine Rente wegen voller Erwerbsminderung\".
In dem hinzugezogenen Gutachten stehen für die Erhöhung die Diagnosen:

Multiple Chemikaliensensitivität (ICD 10: T78.4 V)

Die anderen Krankheiten, darunter auch \"bronchiale Hyperreagibilität\" wurden nicht weiter berücksichtigt und haben nur jeweils 10 Prozent. Eine Addition findet meines Wissens auch nicht statt.


Ich war nochmals bei der Krankenkasse und mußte die Erkenntnis machen, daß sich an dieser chemischen Duftbelastung sich nichts verringert hat. Mir ist es unmöglich gemacht worden, meine Interressen als Kunde wahrnehmen zu können. Man versicherte mir, daß der Gebäudedienst reinigt und sie selber keinen Einfluß darauf hätten. Na - toll - interressiert mich aber nicht mehr.

Es ist schon ein beklemmendes Gefühl, so aufs Abstellgleis verfrachtet zu werden. Das ist so antrengend, auch damit im Kopf fertig zu werden. Ich kann keinem diesen nächsten Schritt von mir empfehlen. Für mich erscheint es Ersteinmal eine Erleichterung zu sein, besitze aber keinerlei Erfahrung in diesen Dingen.


Nun - Herr .... benötigt wegen Bestehender Erkrankung eine von ihm bestimmte Person zur Betreuung (Amtsgänge, wegen Atemwegsbeschwerden bei Hyperreagibilität und psychischer Überlastung nicht möglich).

Mit einer solchen ärztlichen Bescheinigung vom Hausarzt, ging ich zum Amtsgericht und beantragte selbst eine Betreuung für behördliche Angelegenheiten. Da ich selbst der Antragssteller war, konnte ich auch ankreuzen, daß es sich um eine körperliche Krankheit und nicht Psychische handelt.

Es gibt Personen, die diese Betreuung beruflich durchführen, auch Rechtsanwälte. Eine solche fachkundliche Person des Vertrauens sollte man sich im Vorfeld im gegenseitigem Einvernehmen suchen, da man sie angeben muß. Anschließend wird man nochmals zur kurzen Anhörung geladen. Personen, welche ein geringfügiges Einkommen haben, wird der Betreuer bezahlt.
Durch diese ganzen Zwangsgänge bin ich wieder kränker geworden. Das muß aufhören.
- Editiert von Twei am 02.03.2009, 20:11 -
Twei
 

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Beitragvon Eddy » Montag 9. Februar 2009, 19:33

Da kann ich auch ein Liedchen von singen, durch Befunde belegte Diagnosen werden von den Gutachtern schlichtweg ignoriert und dafür bekommt man andere Krankheiten angedichtet. Das ist Diskriminierung und Falschbegutachtung. Das seelische Leid der Betroffenen nimmt zwangsläufig zu, durch diese menschenunwürdigen Methoden.

Gruß Eddy
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Beitragvon Lady in Black » Montag 14. September 2009, 20:09

Welche Handhabe hat man gegen Diskriminierung bei Behörden wenn man MCS hat?
Wie kann ich als BEtroffener damit umgehen, vorallem wenn ich kein Geld für einen Anwalt habe?
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Beitragvon Clarissa » Montag 14. September 2009, 20:28

Dienstaufsichtsbeschwerde heisst das Zuberwort, den Dienststellenleiter verlangen ist auch Alarm, Anzeige bei der Polizei, Antidiskriminierungsgesetz namentlich gegen den bestimmten Mitarbeiter und den Dienststellenleiter. Das sind alles Sachen wo du keinen Anwalt benötigst.
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Beitragvon Marcel S. » Montag 14. September 2009, 20:49

Hast Du mit solchen Dingen Erfahrungen Clarissa?
Ich glaube auch, dass wir einige Möglichkeiten haben uns zu wehren, von denen wir nichts wissen.

Gruß Marcel
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Beitragvon Clarissa » Dienstag 15. September 2009, 07:46

bisher hat immer das begehren den dienststellenleiter sprechen zu wollen und ein gespräch mit selbem gereicht.
das AGG gibt es ja in dieser form nicht nicht allzu lange. zum Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geht es hier: >>> http://bundesrecht.juris.de/agg/BJNR189710006.html
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Sonora » Sonntag 27. September 2009, 09:12

Das stimmt, wenn man sich behauptet, werden solche Schreibtischtäter ganz schnell ganz klein.
Sie wissen ja genau, dass sie nicht gegen Kranke oder Schwache handeln dürfen.
Nur, wenn man zusammengetreten ist, dann ist es oft recht schwer noch die Stimme zu erheben.
Dann hat man nur noch einen Wunsch sich verkriechen zu dürfen. Ich bin froh, dass wir unser Forum
haben. Wir können uns gegenseitig Infos geben, uns stark machen und Mut zusprechen.
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Wüstenfieber » Sonntag 29. November 2009, 12:44

Schriftliche Diskriminierungen sollten wir sammeln und dann in einem Blog öffentlich machen.
Den Link zum Blog mit einem offenen Brief an die zuständigen Oberbehörden senden.
Öffentlichkeit ist das Einzige was heutzutage noch hilft.
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Shafira » Mittwoch 22. September 2010, 16:14

Hallo!

Ich wuerde da sofort mitmachen!!!!!
Hab schon mindestens 2 schriftliche Diskriminierungen vorliegen. Und das von sog. Aerzten!
Ich haette kein Problem damit, an die Oeffentlichkeit zu gehen!
Gesammelt haetten wir natuerlich mehr Chancen gehoer zu finden!

Shafira
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon weazer13 » Donnerstag 30. September 2010, 00:40

Ich wäre da auch sofort dabei, wie ich schon an anderer Stelle hier im Forum geschrieben habe. Man muss zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lässt!

weazer
Nur als Politiker kann man lügen, betrügen und Millionen zum Fenster
rauswerfen, ohne dass man zur Rechenschaft gezogen wird!
Mit MCS benötigt man für jeden Cent eine Quittung und hat keine Rechte!
weazer13
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon jule » Donnerstag 30. September 2010, 07:40

ML Mona Lisa im ZDF ist eine gute informaive Sendung
E-Mail-Adresse der Redaktion:
monalisa@zdf.de
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MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden

Beitragvon Twei » Sonntag 14. August 2011, 17:49

MCS Kranke - Diskriminierung bei Behörden vom 17.01.2009 - 06.02.2009

Weiteren Diskriminierungen wurde ich selbst nicht mehr ausgesetzt, da mein selbst ernannter Betreuer alle Amtsangelegenheiten für mich erledigt.
Nur die üblichen Zahlungsverzögerungen der Ämter fanden statt, die nichts mit der MCS-Erkrankung zu tun haben.
CSN - Forum / MCS & Alltag / MCS & Behörden, Gutachter, Kliniken,... / Betreuer für behördliche Angelegenheiten - viewtopic.php?f=41&t=8814

Die 70% Schwerbehinderung gilt weiter.
Ich muß nur einmal im Jahr ganz kurz zur Rentenstelle zur Nachuntersuchung.

Der Kurantrag verlief im Sande. Aufgrund Eurer Hinweise in:
CSN - Forum / Therapie & Behandlung / Ärzte, Kliniken / TV - Fachkrankenhaus Nordfriesland
vom 06.02.2009 bis zum 13.02.2009 mich betreffend hatte ich mir auch keine Mühe mehr gegeben. - viewtopic.php?f=77&t=8444#p41687

Nachtrag: Links funktionsfähig gemacht
- Editiert von Twei am 27.08.2011, 15:22 -
- Editiert von Twei am 10.12.2011, 17:03 -
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