Wer kennt Prof.Dr.Hüttemann, Göttingen

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Beitragvon Schnaufti » Freitag 28. Mai 2010, 09:25

Hallo an Alle,

Wer kennt Prof. Dr. Hüttemann aus Göttingen?

Ich soll zu einem Gutachten zu Ihm.
Er ist Pneumologe und Allergologe und führt Umweltmedizin und Verkehrsmedizin mit auf.

Ich habe nun einen Termin bekommen mit der Aufforderung meine Lungenbefunde mit zubringen.

LG
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Beitragvon Husky » Freitag 28. Mai 2010, 13:05

Die Webseite von Prof.Dr.U.Hüttemann

http://www.prof-huettemann.de
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Beitragvon Schnaufti » Freitag 28. Mai 2010, 13:09

Danke Husky,
aber die sagt leider nichts zu MCS.
Mich würde interessieren, wie MCS von Prof. Hüttemann
gesehen wird.

LG Schnaufti
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Beitragvon Husky » Freitag 28. Mai 2010, 13:17

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Beitragvon Husky » Freitag 28. Mai 2010, 13:21

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Beitragvon Schnaufti » Freitag 28. Mai 2010, 15:06

Ja Husky,

Prof.Hüttemann scheint keine öffentliche Meinung zu MCS zu haben.

Ist das nun gut oder schlecht?

LG
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Beitragvon Frank-N-Furter » Freitag 28. Mai 2010, 15:56

Wenn ich es richtig beurteile, hat man Deinen Fall sozusagen zur "Chefsache" erklärt.
Der o.g. Gutachter bildet andere Gutachter aus und ist in vielen Komissionen.
Ein Gutachten von ihm ist dann wie etwas in Stein gemeistelt - unumstößlich.
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Beitragvon Palau » Freitag 28. Mai 2010, 18:12

Mich macht die Bezeichnung "Allergologie" stutzig. MCS ist ja keine KEINE ALLERGIE im herkömmlichen Sinne und kann auch nicht durch allergologische Testverfahren festgestellt werden.

http://www.allergiker-und-asthmatiker.de/html/mcs.html

MCS
Kriterien der Krankheit

Von der Umwelterkrankung MCS sind in Deutschland nach neuesten Schätzungen mindestens 1 Million Menschen betroffen, die meisten, ohne es zu wissen.
Sie besuchen verzweifelt einen Arzt nach dem anderen, die Ursache der Beschwerden aber bleibt meist unklar.

MCS bleibt vielen Ärzten verborgen, weil sie erweitere Bluttests und andere neuere Methoden der Diagnostik wie PET und SPECT nicht kennen bzw. nicht anerkennen wollen, obwohl diese inzwischen zu den standardisierten schulmedizischen Verfahren zählen.

Erst bei gezielten (u.a. auch Schadstoff-) Untersuchungen, die von den wenigsten Ärzten durchgeführt werden, stellen sich in der Mehrzahl Abweichungen von der Norm fest.

Häufige Symptome sind
Extreme Geruchsempfindlichkeit, Atemwegsprobleme, Augenschwellungen, Augenränder, Augenbrennen, Knochen- und Gelenkschmerzen, starker Körpergeruch, wiederkehrende Infekte, Grippesymptomatik, Übelkeit, Schwindel, Schwitzen, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Hautleiden, Persönlichkeitsveränderungen, Verwirrtheit und Depressionen, Kreislaufstörungen bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Typisch für MCS ist, dass die Symptome nicht immer einzeln, sondern häufig gleichzeitig auftreten.
Unter dem Einfluss von Schadstoffen spielt das Immunsystem verrückt.

Weiße Blutkörperchen werden vermehrt gebildet.
Antikörper greifen ohne Vorwarnung den eigenen Organismus an,
die Konzentration hormonähnlicher Substanzen zur Abwehrsteuerung gerät aus dem Gleichgewicht.

Die MCS-Auslöser verhindern die Funktion der Enzyme, die die Umweltgifte ausscheiden sollen.

Da umseitig genannte Substanzen "allergieähnliche" Reaktionen auslösen, wird MCS häufig damit verwechselt.
Blutanalysen belegen den UNTERSCHIED;
reagiert der Körper allergisch, produziert er Antikörper, Immunglobuline der Gruppe E (IgE).
Diese sind bei MCS seltener zu finden.

Übliche Allergietests (Epikutan, RAST u.ä.) sind nicht aussagekräftig oder versagen ganz.

Unsere Aufgabe ist es, diese Betroffenen zu betreuen, da sie durch Umweltfaktoren und Intoxikationen Probleme mit Anerkennung, Diagnostik und Therapie haben.

Um auch bei Ärzten, Behörden u. ä. zu dokumentieren, dass bei Ihnen MCS vorliegt, bieten wir allen MCS-Betroffenen einen Unverträglichkeitsausweis - den MCS-Umweltpass - an, den Sie bei Bedarf vorlegen sollten.
Kriterien der Krankheit

o extreme Geruchsempfindlichkeit
o Atemwegsprobleme
o Augenschwellungen, Augenränder, Augenbrennen
o Knochen- und Gelenkschmerzen
o starker Körpergeruch
o wiederkehrende Infekte
o Grippesymptomatik
o Übelkeit
o Schwindel
o Schwitzen
o Erschöpfung
o Kopfschmerzen
o Hautleiden
o Persönlichkeitsveränderungen
o Verwirrtheit und Depressionen
o Kreislaufstörungen bis hin zum anaphylaktischen Schock

o Typisch für MCS ist, dass die Symptome nicht immer einzeln, sondern häufig gleichzeitig auftreten
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Beitragvon Schnaufti » Freitag 28. Mai 2010, 18:33

@Palau
Die meisten Pneumologen sind auch Allergologen, ich habe auch
keine Angst vor einem Allergologen.
Ich möchte nur nicht als "Psycho" hingestellt werden.

@ Frank-N-Futer
Dass er andere Gutachter ausbildet habe ich wohl überlesen, danke
für den Hinweis.

LG
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Beitragvon Stier » Freitag 28. Mai 2010, 22:07

In München findet am 12.06.2010 ein Aufbauseminar II statt zum Thema:

Medizinische Begutachtungen für Pneumologen

O. Blome, Köln - Prof Dr. U. Hüttemann, Göttingen, Prof. Dr. D. Nowak, München

http://www.pneumologe-goettingen.de/attachments/050_03%20Programm_Aufbau%20II%2012.06.2010.pdf


Bezüglich Prof. Nowak gibt es Hinweise, dass für ihn Umwelterkrankungen und MCS primär "psychisch" bedingt sind.
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Beitragvon Juliane » Samstag 29. Mai 2010, 07:12

In München arbeitet Prof. Nowack mit Provokationstestung:


Zitat aus dem BLOG-Beitrag:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/28/eu-rente-bewilligt/


"Bei der nächsten Kollegin verbrachte ich fast drei Stunden. Sie erklärte mir zunächst, dass ich die folgenden Tests jederzeit abbrechen könnte. Für den Provokationstest saß ich in einer Prüfkammer (Glaskasten mit Inhaliergeräten), und bei jeder neuen Einatmung bekam ich etwas mehr „Straßenstaub“ verabreicht. Die Kurvenparameter sollten zeigen, ob Lunge und Atemwege generell empfindlich auf Reize reagieren. Ständig wurden dabei das Lungenvolumen und der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen. Die Blutentnahme erfolgte aus dem Ohrläppchen, das vorher mit Bienengift eingerieben worden war. Während des Untersuchungstages hatte ich einen Blutdruck von 190/90.

Erst kurz vor Schluss war deutlich ein unangenehmes Kratzen im Hals zu spüren. Um die Lunge wieder schneller zu entkrampfen, konnte ich nach eigenem Ermessen ein Aerosol inhalieren, das auch bei Kleinkindern angewendet wird. Es folgten ein Belastungs-EKG und ein Allergietest. Anschließend wurde ich noch geröntgt."



Provokationstestungen verstoßen gegen Gebote der medizinischen Ethik . Es gilt nämlich : "Primum non nocere " will heißen "Zuerst nicht schaden".


Ein Provokationstest aber kann den Gesundheitszustand erheblich verschlechtern mithin das Leben des Patienten aufs Spiel setzen:


Silvia schrieb am 06.02.2008, 17:20:17 hier im Forum


"Provokationstests stellen ein nicht abzuschätzendes Risiko dar,
bei dem jeder für sich ganz alleine entscheiden muss, ob er es tragen kann oder will.

Ich selbst habe verschiedene Provokationstests über mich ergehen lassen, um die Beweisführung
in meinen Prozessen zu stärken. Die Tests zeigten, aber ich lebte zwei mal fast ab dabei.
(Anästhesist wurde gerufen, Puls weg)"

viewtopic.php?t=5800
http://www.csn-deutschland.de/altlasten.pdf



Maria schrieb am 06.02.2008, 21:38:37 hier im Forum

"Nach einem Bronchial-Provokationstest bekommt man, falls man auf das Reizgas mit Symptomen reagiert hat, ein Asthmaspray, also Bronchialspray als Gegenmittel verabreicht. Leider ließ sich der nach dem Test entstandene Hustenreiz nicht mehr auf den Stand vor dem Test zurückdrehen, im Gegenteil, er wurde extrem schlimm, und zwar jeden Tag schlimmer, da ich die gesamte Pallette der Bronchialsprays absolut nicht vertrage. Ich habe die Hölle durchlebt! Der Hustenreiz wurde zum Dauerproblem, verbunden mit ständiger Atemnot und Entwicklung einer extremen Geruchsüberempfindlichkeit, die sich vor dem Test noch einigermaßen im Rahmen hielt. Das Resultat von dem Provokationstest bedeutet für mich, dass ich seither dermaßen eingeschränkt bin, wie man es eben mit sehr schwerer MCS ist. Diese hat sich seit der Bronchialprovokation bei mir erst richtig entwickelt. Seit dem Provokationstest kann nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen. Vor der Testung ging einiges mehr."

Provokationstests - 06.02.2008, 21:38:37

viewtopic.php?t=5800






"In einem weiteren Verfahren gegen einen Rentenversicherungsträger wird eine bereits seit ihrer Kindheit an allergischem Asthma bronchiale, Neurodermitis und u.a. zahlreichen, schwerwiegenden Allergien leidende Mandantin durch eine Fachärztin für Allgemeinmedizin im Auftrag des Rentenversicherungsträgers untersucht. ...(es ) werden für die Begutachtung bei ihr intrakutane sowie inhalative Provokationstests vorgenommen. Innerhalb von vier Wochen verliert die Patientin ... ihre komplette Behaarung (primäre wie sekundäre ..). Fast sämtliche Nahrungsmittel werden nicht mehr vertragen.. Sie leidet unter Schwindel. Schlafstörungen, extremen Leistungsabfall und ist nur noch mit fremder Hilfe in der Lage, ihren Haushalt zu versorgen."

Zitat aus umwelt-medizin-gesellschaft Heft 3/2004 Seite 247






Zitate aus einer Vorlesung an der Uni Köln

"50 jährige Frau
20 Jahre Arbeit in der Lackherstellung
Kollaps in der Arbeit

Provokationstest:

Reaktion auf Toluol
keine Reaktion auf Ethanol oder Formaldehyd

Damalige Diagnose MCS

Seitdem psychiatrische Behandlung

Diagnosen: posttraumatische Stress-Störung, Depression, Angststörung, Panikattacken"

http://cms.uk-koeln.de/live/betriebsarzt/content/e8/e10/e946/e1313/VorlesungUmweltmedizin(2).pdf
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Beitragvon Schnaufti » Montag 12. Juli 2010, 11:20

Also ich kenne nun Prof Hüttemann und
seine Einstellung zu MCS.
Für ihn ist MCS = psychosomatisch.
Wer weitere Informationen haben möchte,
kann sich per PM an mich wenden.

LG
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Beitragvon Kira » Montag 12. Juli 2010, 13:48

@Schnaufti,
du kannst das Gutachten ja mit Hilfe eines Anwaltes anfechten. U.a. berufe dich auf das Bundesgesetzblatt,Änderung vom 01.März 2010 "Somatisierungssyndrom“ für MCS in der Versorgungsmedizin fällt weg.

http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/24/bundesgesetzblatt-teilt-mit-die-bezeichnung-somatisierungssyndrom-fur-mcs-in-der-versorgungsmedizin-verordnung-fallt-weg

Das würde ich nicht so auf mir sitzen lassen!!

Gruß Kira
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Beitragvon Kira » Dienstag 17. Mai 2011, 22:46

Umweltmedizin – MCS interdisziplinär behandeln
Referent: Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann, Göttingen

http://www.naturheilmagazin.de/kongressberichte/medizinische-woche-2010/umweltmedizin/umweltmedizin-msc.html">http://www.naturheilmagazin.de/kongressberichte/medizinische-woche-2010/umweltmedizin/umweltmedizin-msc.html
Immer mehr Menschen leiden unter umweltbedingten Krankheiten. Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen sind nur einige Beschwerden, die durch Schadstoffe in der Umwelt ausgelöst werden. MCS-Kranke (MCS = multiple chemical sensitivity) reagieren weitaus empfindlicher auf bestimmte Chemikalien als Gesunde. Bei ihnen lösen Chemikalien teilweise schon Beschwerden in derart niedrigen Konzentrationen aus, dass sie technisch kaum nachweisbar sind. Oft ahnen Betroffene daher gar nicht, dass sie unter MCS leiden. Und auch aus ärztlicher Sich gestaltet sich die MCS-Diagnose oft ausgesprochen schwierig. Prof. Dr. Hüttemann zeigt auf der Medizinischen Woche, wie die Diagnose einer MCS durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte dennoch gelingen kann.

DIE THEMENUmweltmedizin – MCS interdisziplinär behandeln
Symptome bei MCS
Wodurch wird man MCS-krank?
Diagnosestellung bei MCS
Literatur- und Linktipps zu MCS
Umweltmedizin – MCS interdisziplinär behandeln
Referent: Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann, Göttingen

Redaktion: Dr. rer. nat. Inge Ziegler

Der Leidensdruck von MCS-Patienten ist oft enorm. Immer wieder werden sie von verschiedenen Beschwerden geplagt, die z.T. nur sehr schwer zuzuordnen sind. Dabei kann sich eine zunächst auf einzelne Stoffe beschränkte Empfindlichkeit im Laufe einer MCS-Karriere auf immer weitere Stoffe ausdehnen. Daher spricht man auch von einer „multiplen“ Empfindlichkeit gegenüber Umweltbelastungen. Die niedrige Schwelle, bei der MCS-Kranke auf Stoffe reagieren und die Vielfalt der Stoffe, gegenüber sie empfindlich sind, machen Diagnose und Therapie zu einer echten Herausforderung.
Selbst unter Ärzten ist MCS noch unzureichend bekannt. Und Spezialisten zu MCS sind schwer zu finden. Prof. Hüttemann, gehört zu den Ärzten, die sich näher mit dem Thema MCS beschäftigt haben. „Umweltbelastungen und Umwelterkrankungen“ gehören zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Hüttemann, der in den Fächern „Innere Medizin“ und „Pneumologie“ habilitiert hat. Auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden ging er insbesondere folgenden Fragen nach:


Was ist MCS?
Welche Symptome verursacht MCS?
Wodurch wird man MCS-krank?
Wie kann die Diagnose einer MCS gelingen?
Was ist MCS?
MCS steht für „multiple chemical sensitivity“, zu Deutsch: Multiple Chemikalien Sensibilisierung. Nach der Definition von Cullen (1992) beschreibt MCS eine „dauernde Überempfindlichkeit auf Schadstoffe (Chemikalien). Die Wirkstoffkonzentrationen (Expositionen) liegen weit unter denen, die in der übrigen Bevölkerung – auch arbeitsplatzbezogen – toxische Effekte auslösen.“
Das bedeutet, dass für MCS-Kranke die „normalen“ Grenzwerte für Chemikalien nicht ausreichen. Schon unterhalb von Chemikalienkonzentrationen, die von anderen Menschen oft problemlos toleriert werden, können bei MCS-Kranken Beschwerden auftreten.
Frauen sind von MCS häufiger betroffen als Männer. Betrachtet man die Altersverteilung, so nimmt MCS bei Menschen über 30 deutlich zu. Die meisten MCS-Kranken findet man in der Altersmitte, zwischen 50 und 59 Jahren.
Deutliche Unterschiede gibt es bei den betroffenen Berufsgruppen. Mit Abstand am häufigsten trifft MCS Büroangestellte, aber auch Techniker, Lehrer und Hausleute [nach Maschewski, W., 1998]. Auf den ersten Blick erstaunt, dass diese Berufsgruppen deutlich häufiger unter MCS leiden als z.B. Landwirte, Lackierer, Drucker oder Chemiearbeiter, bei denen man eher eine Exposition gegenüber giftigen Stoffen erwarten würde. Als mögliche Faktoren für das häufige Auftreten von MCS bei Büroangestellten werden Belastungen der Räume, z.B. durch Laserdrucker, aber auch psychische Faktoren, wie berufliche Unzufriedenheit diskutiert.

http://www.naturheilmagazin.de/kongressberichte/medizinische-woche-2010/umweltmedizin/umweltmedizin-msc.html">http://www.naturheilmagazin.de/kongressberichte/medizinische-woche-2010/umweltmedizin/umweltmedizin-msc.html
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 18. Mai 2011, 07:17

Das steht auch dort:



Bevor die Diagnose MCS gestellt wird, muss gesichert sein, dass nicht andere Grunderkrankungen für die Beschwerden verantwortlich sind (sog. Differenzialdiagnose). Dafür sollten die verschiedensten Fachrichtungen einbezogen werden.



Differenzialdiagnose bei MCS zum Ausschluss anderer Grunderkrankungen
Fachrichtung Untersuchung auf
Innere Medizin Autoimmunerkrankungen, Tumore
Psychiatrie Depression, die auf einer veränderten Stoffwechsellage im Gehirn basiert (sog. endogene Depression)
Neurologie Erkrankungen von Gehirn und Nerven, wie z.B. Polyneuropathie
HNO Hörschaden, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Tinnitus
Pneumologie (Lungenheilkunde) obstruktive Schlafapnoe, bei der es durch entspannte Muskeln im Bereich der oberen Atemwege während des Schlafs zu Atemstillständen kommt. Damit verbunden sind in der Regel Schlafstörungen und daraus resultierende Müdigkeit am Tage
Allergologie Allergien auf Nahrungsmittel oder Bestandteile der Raumluft
Zahnheilkunde Funktionsstörungen des Kiefergelenks

Weitere Fachrichtungen, die bei der Diagnose einer MCS eine Rolle spielen sind die Toxikologie sowie die Arbeits- und Sozialmedizin.
Hüttemann zog das Fazit, dass MCS durch einen Therapeuten alleine weder diagnostiziert noch behandelt werden kann.

http://www.naturheilmagazin.de/kongressberichte/medizinische-woche-2010/umweltmedizin/diagnosestellung-bei-mcs.html
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Beitragvon Schnaufti » Sonntag 22. Mai 2011, 19:52

Ja durch andere Therapeuten kann man die
Verantwortung von sich schieben.
Und es zeigt sich mal wieder, dass man das,
was man lehrt und auf Vorträgen erzählt nicht
mit dem übereinstimmen muss, was man dann in
der eigenen Praxis mit den Patienten macht.

LG
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Beitragvon Palau » Sonntag 22. Mai 2011, 21:39

Habe mal einen Professor erlebt, der als Sachverständiger vor Gericht bezüglich Erkrankungen durch PCBs genau das Gegenteil von dem erzählte, was er in seinen Publikationen veröffentlicht hatte.
Da jedoch niemand im Gericht - selbst der Anwalt des Geschädigten nicht - diese Publikationen kannte, wurde natürlich nur das geglaubt, was der Herr Professor vor Gericht zum Besten gegeben hatte.
Das war natürlich falsch und führte zum Schaden des Klägers zu einem Fehlurteil.
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Beitragvon Maus 22 » Dienstag 14. Juni 2011, 20:14

Mich interessiert, ob du jetzt bei dem Gutachter wars und was dabei herausgekommen ist.
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Beitragvon Juliane » Montag 21. Januar 2013, 07:53

Hüttemann jetzt unter diesem Link:


http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krankheiten-m-bis-q/mcs.htm">http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krankheiten-m-bis-q/mcs.htm


MCS interdisziplinär behandeln



Autor/en dieses Beitrages:
Referent: Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann, Göttingen.

Diagnosestellung bei MCS
Vor jeder Behandlung steht zunächst eine gesicherte Diagnose. MCS erfordert mehr als die meisten anderen Erkrankungen ein interdisziplinäres Vorgehen bei der Diagnosestellung und bei der Therapie. Zunächst einmal gilt es festzustellen, welcher Gesundheitsschaden vorhanden ist, bzw. welche Beschwerden bei dem jeweiligen Patienten vorliegen.
Am Anfang jeder Untersuchung eins MCS-Patienten sollte selbstverständlich seine ausführliche Befragung (Anamnese) stehen. Dadurch können wertvolle Hinweise auf die Krankheitsursache, die individuelle Exposition gegenüber möglichen Belastungsfaktoren sowie Substanzen, auf die der Patient besonders empfindlich reagiert gewonnen werden. Gestützt durch weitere Untersuchungen gilt es, Expositionen herauszufinden und diese medizinisch zu bewerten. Vor allem geht es darum, herauszufinden, welche Exposition(en) ursächlich für die Beschwerden des MCS-Patienten verantwortlich ist (sind).
Zur Diagnosestellung bei MCS gehören auf jeden Fall eine klassische internistische und neurologische Untersuchung. Hierzu gehören ein Elektroenzephalogramm (EEG) zur Erfassung der Hirnaktivität und die Messung peripherer Nervenleitgeschwindigkeiten. Zudem können verschiedene bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT) des Kopfes oder die Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT) zum Einsatz kommen.
Bevor die Diagnose MCS gestellt wird, muss gesichert sein, dass nicht andere Grunderkrankungen für die Beschwerden verantwortlich sind (sog. Differenzialdiagnose). Dafür sollten die verschiedensten Fachrichtungen einbezogen werden.




Differenzialdiagnose bei MCS zum Ausschluss anderer Grunderkrankungen
Fachrichtung Untersuchung auf
Innere Medizin Autoimmunerkrankungen, Tumore
Psychiatrie Depression, die auf einer veränderten Stoffwechsellage im Gehirn basiert (sog. endogene Depression)
Neurologie Erkrankungen von Gehirn und Nerven, wie z.B. Polyneuropathie
HNO Hörschaden, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Tinnitus
Pneumologie (Lungenheilkunde) obstruktive Schlafapnoe, bei der es durch entspannte Muskeln im Bereich der oberen Atemwege während des Schlafs zu Atemstillständen kommt. Damit verbunden sind in der Regel Schlafstörungen und daraus resultierende Müdigkeit am Tage
Allergologie Allergien auf Nahrungsmittel oder Bestandteile der Raumluft
Zahnheilkunde Funktionsstörungen des Kiefergelenks
Weitere Fachrichtungen, die bei der Diagnose einer MCS eine Rolle spielen sind die Toxikologie sowie die Arbeits- und Sozialmedizin.
Hüttemann zog das Fazit, dass MCS durch einen Therapeuten alleine weder diagnostiziert noch behandelt werden kann.



http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krankheiten-m-bis-q/mcs.htm">http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krankheiten-m-bis-q/mcs.htm
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Beitragvon Twei » Montag 21. Januar 2013, 17:01

Interessant, so werden also die typischen Begleiterkrankungen, die häufig als Ursache einer MCS gelten, dazu verwendet, um eine MCS auszuschließen?

- oder habe ich das jetzt irgendwie falsch verstanden?


Obiger Link funktioniert nicht, darum dort klicken auf:
- "Natürlich Heilen"
dann unten - "Umweltmedizin"
dann rechts - "Umweltmedizin - MCS interdisziplinär behandeln"
dann - die verschiedenen Rubriken zu MCS...
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Re: Wer kennt Prof.Dr.Hüttemann, Göttingen

Beitragvon Kira » Sonntag 22. Juni 2014, 11:56

der oben angegebene Link geht nicht mehr, hier findet man ihn aber wieder ;)

http://www.naturheilmagazin.de/natuerli ... z/mcs.html
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Re: Wer kennt Prof.Dr.Hüttemann, Göttingen

Beitragvon PappaJo » Sonntag 22. Juni 2014, 13:54

Juliane hat geschrieben:Differenzialdiagnose bei MCS zum Ausschluss anderer Grunderkrankungen
Fachrichtung Untersuchung auf
Innere Medizin Autoimmunerkrankungen, Tumore
Psychiatrie Depression, die auf einer veränderten Stoffwechsellage im Gehirn basiert (sog. endogene Depression)
Neurologie Erkrankungen von Gehirn und Nerven, wie z.B. Polyneuropathie
HNO Hörschaden, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Tinnitus
Pneumologie (Lungenheilkunde) obstruktive Schlafapnoe, bei der es durch entspannte Muskeln im Bereich der oberen Atemwege während des Schlafs zu Atemstillständen kommt. Damit verbunden sind in der Regel Schlafstörungen und daraus resultierende Müdigkeit am Tage
Allergologie Allergien auf Nahrungsmittel oder Bestandteile der Raumluft
Zahnheilkunde Funktionsstörungen des Kiefergelenks
Weitere Fachrichtungen, die bei der Diagnose einer MCS eine Rolle spielen sind die Toxikologie sowie die Arbeits- und Sozialmedizin.
Hüttemann zog das Fazit, dass MCS durch einen Therapeuten alleine weder diagnostiziert noch behandelt werden kann.


Hä??? :shock:

Symptome die zu einer MCS gehören werden als Ausschluß gehandhabt! :lol:

Wer will denn da wieder die Welt verdrehen? :o

Also langsam reicht es mir mit diesen Dilettanten! :evil:
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