Urlaub vom krank-sein

Urlaub vom krank-sein

Beitragvon Monja » Samstag 20. Juni 2009, 09:10

Ich wünsche mir nichts mehr auf der Welt, als endlich mal
"Urlaub vom krank-sein" machen zu können. Kein MCS, keine
Schmerzen, endlich mal mit Leib und Seele ENTSPANNEN, keine
Sorgen darum, wie es weitergeht, keine Verzweiflung über Ärzte,
die ihren Job nicht richtig machen, keine Angst, ob ne Woche vorm
Ersten noch genug Essensgeld da ist, keine Wut auf Krankenkassen,
die jeden Schwachsinn bezahlen, aber uns nicht helfen, keine Ver-
achtung für Politiker, denen Geld mehr bedeutet, als Gesundheit,
auch mal Unternehmungen mit Gesunden fröhlichen Leuten, auch mal
am Meer liegen, einfach mal gaaanz normal wie jeder Gesunde leben.

MCS ist sooo anstrengend, immer und immer... Ich hasse es !!!
Herzlichst Monja

Entspannung pur:
http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,1117530,00.jpg
Monja
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Beitragvon Clarissa » Samstag 20. Juni 2009, 09:32

Mädel, du sollst MCS nicht lieben oder für MCS leben, nein wir müssen damit leben und wir müssen es annehmen, sonst frisst es uns auf und vergrätzt das bisschen lebensqaulität was wir noch haben, ganz und gar.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Urlaub vom krank-sein

Beitragvon Lady in Black » Samstag 20. Juni 2009, 19:35

Gut ausgedrückt Clarissa.
Es nutzt ja auch nichts, die MCS haben wir.
Machen wir trotzdem das Beste aus unserem Dasein.
Erfreuen wir uns an dem was noch geht in unserer kleinen Welt.

Ich genieße Musik und das Forum hier ist auch etwas was mich aufbaut weil ich mich verstanden fühle.
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Beitragvon Frona » Samstag 20. Juni 2009, 19:48

Es ist genau so wie Clarissa sagt.

Man muss mit dem klar kommen was ist und das Beste daraus machen.

Das es dieses Forum für uns gibt ist doch so viel. Man weiß, dass man nicht allein ist.
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Beitragvon Monja » Sonntag 21. Juni 2009, 09:40

Sorry ihr Süßen,
ich kann und will mich nicht damit abfinden, ich weiß, dass es
einen Weg geben MUSS, diese Pest loszuwerden. Immerhin kenne ich schon
2 Frauen die sich fast gesund fühlen und 2, die wieder arbeiten können,
bei denen außer dem Parfümgestank nicht mehr viel passiert. Allerdings
haben sie alle auch sehr viel Geld ausgegeben für Privat-Ärzte und Heil-
praktiker. Man weiß nicht, welche Einstellung die richtige ist, aber mir
innerlich zu sagen, solch ein Sch...Leben werde ich noch jahrzehnte haben?
Nein, never, ein absolutes no-go. Die Hoffnung stirbt zuletzt.- Habe gestern
auch schon wieder ein gaaanz neues Mittel ausprobiert, ich höre nicht auf,
zu suchen. Aber ich konnte mich eh noch nie im Leben mit unerträglichen
Situationen oder Menschen arangieren, habe immer gegen alles rebelliert, was
mein Leben nicht bereichert, ist wohl ne Natur von mir. Außerdem krieg ich
auch immer wieder geistigen Pfeffer von einem jungen Kumpel, der mit Gegen-
argumenten kommt, wenn ich mich so hängen lasse mit der Einstellung, ich bin
ja für alles viel zu krank, zu alt, zu gebrechlich, zu empfindlich usw. Er
kriegt jedes Mal ne Krise, wenn er das hört, sein Motto ist: Du bist, was du
denkst, das du bist. Und denkst du immer nur, du bist ein Wrack, dann ist es
auch so. Denkst du aber, ich schaffe es, wieder nach oben zu kommen, dann wird
alles in dir aktiviert. Aber da spalten sich sicherlich die Meinungen, ist klar.
Selbst eine MCS- betroffene junge Frau sagte zu mir: lass dich doch nicht immer
von all dem Elend so runterziehen, beschäftige dich mal mit Posetivem und mit
Gesunden, lass nichts krankmachendes mehr an dich ran. Ich fand das auch erst
ziemlich daneben, so eine Einstellung, aber immerhin gehts ihr inzwischen damit
wirklich viel viel besser. Sie blockt alles ab, was mit Kranksein zu tun hat
und nimmt ihre Mineralien. Jeder hat seinen Weg, wenn ich aufgebe und mich ab-
finde, stehe ich jedenfalls schon mit einem Bein im Grab. Kann sein, dass es
Proteste hagelt, aber innen drin kann ich nicht anders.

Herzlichst Monja
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Beitragvon Clarissa » Sonntag 21. Juni 2009, 09:48

wenn das dein weg ist, musst du ihn gehen. jede(r) hat da bestimmt sein eigenes rezept um damit umzugehen.
du sollst ja auch nicht aufgeben aber du solltest es auch nicht ignorieren.

ich kann dir nur viel erfolg wünschen.
lg clarissa
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Beitragvon Monja » Sonntag 21. Juni 2009, 09:58

Moin liebe Clarissa,
ich denke, was die enorme treibende Kraft in mir ist, ist diese starke
Sehnsucht, der starke Wille, meine Lebensaufgabe Gnadenhof noch zu ver-
wirklichen und auch, mich doch noch mal zu verlieben. Ohne diese beiden
Dinge erscheint mein Leben öde und sinnlos, ich fühle mich sinnlos, ich
hab mir einfach alles jahrzehntelang ausgemalt, wie es später mal sein
sollte und dann kam MCS und übernahm zu 100% die Macht über mein Leben.
Außerdem habe ich als buddhistisch angehaucht auch den Glauben an Reinkar-
nation, also MUSS ich sowieso noch viel Gutes tun, abgesehen davon, dass
ich es sowieso auch will. So jedenfalls darf es nicht zuende gehen, dann
war es ein verplempertes Leben, jedenfalls seit MCS.

Herzlichst Monja
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Beitragvon Seelchen » Sonntag 21. Juni 2009, 15:47

Hallo Monja!
Vielleicht machst du es dir aber auch ziemlich schwer,mit dem Momentanen klarzukommen.
Viele von uns Schwerstbetroffenen sind einfach sehr froh,wenn ein Tag einigermaßen ohne schlimme Symptome läuft,wenn wir unser Essen bei uns behalten,wenn wir für 3-7 Minuten als elektrosensibel mal 1 mal die Woche telefonieren können,damit wir wir in der langen Isolation mal eine Stimme hören oder wenn wir einen Spaziergang schaffen,ohne dass die Beine einknicken oder wenn wir mal keine Abgase abkriegen oder wenn wir uns an wirklich kleinen Dingen erfreuen können oder oder oder....

Wir dürfen unsere Ziele eben nicht mehr so hoch stecken und die MCS lehrt uns auf uns zu achten und auch anderen Menschen als kostbar zu sehen,wenn sie sich für 1-2 Stunden für uns verträglich machen.

Es kommt immer auf den Schweregrad der MCS an und noch soviel zu "wollen" macht nur unglücklich.
Natürlich geben wir nicht auf und kämpfen täglich,aber Bedingungen stellen sollten wir nicht..schon gar nicht an das Verschwinden der MCS.

Denek daran...es wird nicht für immer sein und es gibt so viele,die können noch viel weniger wie du..die leben im Wald..in einem gefliesten Bad nur noch...im Hausflur...im Wohnwagen ständig verjagt..in gläsernen Bushaltestellen...
Also warum lamentieren,wenn es "noch" !!!!nicht so ist???

Liebe und Lachen ist das Rezept.

Alles Liebe
Seelchen
 

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Beitragvon Marion » Sonntag 21. Juni 2009, 22:21

Liebe Monja,

Du könntest eine Seelenverwandte von mir sein, ich bin genau wie Du. Abfinden was ist das?

Von Donnerstag auf Freitag hab ich schreiend vor Nervenschmerzen im Bett gelegen. Gestern war hier Demo genau vor meiner Haustür, geht um das ehemalige Flugfeld Tempelhof, das eigentlich für die Allgemeinheit zugänglich sein sollte), da wurde mein kämpferischer Geist geweckt, also raus auf die Strasse. Da die Demonstranten nicht nach Parfüm stanken ging das auch ganz gut.

Endlich mal wieder ein paar sehr gute Gespräche geführt und auch einige negative mit ein paar dummen Anwohnern hier. Früher hab ich in solchen Gruppen mitgearbeitet, heute geht das ja leider nicht mehr. Ich hab mich mal wieder lebendig gefühlt.

Mir fehlt der Austausch mit Menschen, die auch meine Interessen haben. Gestern musste ich dann feststellen, das die meisten Leute hier spiessiger und kleinbürgerlicher urteilen, als die Menschen, dort wo ich jahrelang gelebt habe.

Ich wünsch Dir was

Marion
Marion
 

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Beitragvon Monja » Montag 22. Juni 2009, 10:56

@ Seelchen
ja stimmt, ich habe schon immer zu hohe Erwartungen gestellt, besonders
an Männer, Menschen allgemein, Wohnsituationen, Arbeitsplätze, etc. Ich
mache das aber nicht absichtlich, es ist halt in mir. Das Problem Partner
liegt auch nur einzig daran, dass ich hohe Erwartenshaltung habe und nicht
etwa, dass ich nicht genügend kennenlerne. MCS kann ich auch nicht anders
angehen. Ich will sie nicht. Punkt aus. Keine Kompromisse. Weg mit ihr, sie
nicht so in meinem Leben breitmachen lassen. Was du beschreibst ist natürlich
grauenhaft, mir ist das alles sehr wohl bewusst, aber ich verharre nie länger
in unerträglichen Situationen, ich ziehe dann um (10 mal in den ersten 11
Jahren MCS), ernähre mich sofort anders, nehme neue, andere Naturheilmittel,
suche mir neue Ärzte, ändere meine Hobby, wechsel ständig die Arbeitsplätze,
früher jedenfalls. Ich halte einfach nichts aus, was nicht wohltuend ist. Ich
bewundere einerseits die Betroffenen, die wie du in der Situation bleiben, aber
andererseits wird sich dann auch nichts ändern, sage ich mir, also geht es für
mich absolut nicht. Ich bin es gewohnt seit ich 17 bin, für mich allein zu sorgen,
selbst die Bohrmaschine in die hand zu nehmen und alles was anfällt, selbst zu
machen, niemals auf andere angewiesen sein, denn das hat mir bei Mutter fürs Leben
gereicht, echt. Mag sein, dass ich deshalb so geworden bin, mit der Krankheit.

@ Marion,
das tut guuut, jawohl, ich auch, auch ich war auf diesen Demos, und jawohl, sie
stinken nicht (nach Duft), die jungen Wilden, gell. Ich komme gut klar mit deren
Art zu reden, tausendmal besser, als mit spießigen Normalos, es ist gut, wenn
Menschen sich in jungen Jahren austoben, das werden dann über 40 nicht diese ge-
störten Perverslinge, die sich an Kindern erfreuen und all sowas. Auch ich war ein
wilder Hippie und freu mich noch heute darüber. All meine Kumpels aus damaliger
wilder Zeit sind heute so feine Leute geworden, also fein in der Seele, egal wie
verrückt auch die jungen Jahre waren und irgendwie hab ich das immer gewusst.

Was das \"Abfinden\" betrifft, das schein ein sehr sehr wichtiges Thema zu sein. Ich
kann mich mit NICHT abfinden, nicht damit, dass es Kriege gibt und Tierversuche,
nicht damit, dass der Mensch sich für die Krönung der Schöpfung hält, aber dabei
die ganze Erde vergiftet, alles quält und verdreckt und schändet. Ich kann mich
nicht damit abfinden, dass wir zu viele Menschen sind auf der Erde und so viele
hungern müssen, auch nicht damit, dass es nie die intelligentesten Leute sind, die
regieren und längst nicht immer die herzlichsten, die Ärzte werden... und und und,
hunderte Beispiele könnte ich nennen, auch dass Alkohol erlaubt ist und immernoch
Autos gebaut werden etc. Ich halte diesen ganzen Schwachsinn schon seit Jahrzehnten
kaum aus und dazu dann noch MCS... Ich kann nichtmal nachvollziehen oder verstehen,
wie man sich mit all dem abfinden kann, keine Gedanken machen oder ignorieren.

Aber mit dieser Sichtweise bleibt man immer ein Außenseiter, doch der bin ich gerne,
die angepassten, schweigenden Mitläufer waren noch nie mein Ding. Schade nur, dass
man als junger Mensch viele Gleichgesinnte hat als Freunde, jedoch später die Aus-
wahl immer geringer wird. Wie soll man sich auch auf der Straße erkennen? Ich möchte
eh nur noch mit kranken Außenseitern befreundet sein, die aber nicht aufgegeben haben,
sondern kämpfen bis zum umfallen, bis zum Ziel einer besseren Welt, einer besseren
Gesundheit.

Herzlichst Monja
sorry, manchmal bin ich halt so ne kleine Sabbeltasche wie man in Hamburg sagt und muss
mal Dampf ablassen, aber nie bösartig... Hier noch was zum entspannen
http://www.katercom.de/AH/images/lustigetiere030.jpg

- Editiert von Monja am 22.06.2009, 12:03 -
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Beitragvon Marion » Montag 22. Juni 2009, 11:33

Hallo liebe Monja,

auch in Deiner Antwort an Seelchen erkenne ich mich wieder. Immer auf der Suche nach irgendetwas, rastlos, es könnte mein Lebenslauf sein.

Ja, wie soll man die anderen erkennen? Ich hab die Erfahrung gemacht, das all die früher so anders waren, heute auch ins Spiessertum abgedriftet sind.

Gestern bin ich explodiert, einer hier in der Wohnanlage beschwerte sich doch darüber, das an seinem freien Tag hier eine Demo stattfindet. Ich hab nur noch geschrien, ihr kotzt mich alle so an hier, wo ihr geht und steht lasst ihr eueren Müll liegen, nehmt alles hin und beschwert euch über Leute die was ändern wollen? Und dann hab ich ihm noch an den Kopf geknallt, das er mit seinen 30 jahren für mich einer der schlimmsten ist und heute wieder versuchen wird, sich in den Aufsichtsrat der Genossenschaft wählen zu lassen, um noch ein paar Euros abzugreifen. Immer nur das eigene Wohl vor Augen.

Wir machen uns selber das Leben schwer, Monja, aber wir können nicht anders. Ich habe am Samstag erlebt, was Polizeipräsenz ist, Taschen- und Ausweiskontrolle für Anwohner, der Weg am Flugplatz vorbei gesperrt. Hundertschaften von Polizisten in Kampfanzügen gegen junge Leute, die unbewaffnet waren. Ich war einfach nur noch entsetzt. Wird das die Zukunft sein?


Grüsse Marion
Marion
 

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Beitragvon Monja » Montag 22. Juni 2009, 12:13

na meine liebe,
gaaanz ruhig Brauner ! Das wird nicht nur die Zukunft sein, das
war auch schon in der Vergangenheit so, berittene Polizei und
Wasserwerfer, wenn die jungen Leutz für eine bessere Welt demon-
strierten. In anderen Ländern sieht man regelmäßig, wie sie mit
Knüppeln zusammengeschlagen werden. Dennoch, wer ein Kämpferherz
hat, der wird nie aufgeben, naja früher haben sie solchen dann
die Zunge herausgeschnitten, die Menschen waren schon immer ver-
rückt. Bloß nichts ändern... hilfe kreisch, es könnte ja den ganz
normalen Trott durcheinanderbringen. Eine Nachbarin sagte mal zu
mir: bei mir wird auch Punkt zwölf Mittag gegessen, danach gibts
nichts mehr. Ich musste es mir verkneifen, zu sagen: von Ihnen hab
ich auch nichts anderes erwartet. Das war immer so, das muss immer
so bleiben, das ist offenbar die Divise der Mehrheit. Als ich meinem
Alki- Nachbarn letztens sagte, benutzen sie doch den Wäschetrockner,
wenn Sie so Probleme mit Wäsche-aufhängen haben, sagte er auch nur:
nein, das hab ich noch nie gemacht. Er ist 72, das geht also über
seine Hutschnur. Und genau so ist es auch allgemein. Einstein und Co.
waren mit Sicherheit unangepasste Rebellen, sonst lebten wir eh noch
in der Steinzeit. Danke für deine überaus wohltuenden Worte !

Herzlichst Monja
da: http://www.tu-chemnitz.de/phil/leo/bilder_neu/pferd.jpg
Monja
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Beitragvon kf-forum » Montag 22. Juni 2009, 17:35

@ Monja / Marion

Ich kann Euch aus Erfahrung (die mich ja zu der Gesundheit gebracht hat, die ich heute habe) nur folgendes empfehlen:
(1.) MCS werdet Ihr nie ganz los, weil ein gesunder Körper immer anzeigen wird, wenn Gifte auf ihn einwirken.
(2.) Es geht darum, die Belastungen so weit wie möglich zu reduzieren, wobei es Belastungen gibt, die unbedingt weg müssen und andere, die in Maßen bleiben können (wen es nicht anders geht).
(3.) Prinzip: Alte Belastungen abbauen - neue Belastungen verhindern.
(4.) Zunächst ganz wichtig: So oft wie möglich raus aus der Belastung! Denn nur so habt Ihr dauerhaft Kraft für die nötigen Veränderungen. Am besten alle Aufgaben bis Mittag erledigen und dann ab nach draußen zum Erholen (im Sommer besonders gut möglich). Je mehr Belastungen zu hause noch auf Euch einwirken, um so mehr Zeit müsst Ihr Euch erholen!
(5.) Ebenso wichtig: Veränderung mit System. Was belastet am meisten? Das muss zuerst weg. Dann das nächste, usw. Dabei am besten immer eine große Belastung pro Woche beseitigen und ansonsten LEBEN und ERHOLEN! (das gibt nämlich auch Kraft). Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut ...
(6.) Nicht vergessen, die alten Belastungen aus dem Körper zu bringen: viel Rohkost, Chlorella, Bärlauch, Sauna, Joggen (noch besser Krafttraining), Wandern, ...


So kommt man nach und nach von den Belastungen runter. Anders ist es natürlich, wenn starke Belastungen gar nicht zu beseitigen sind (Zigarettenrauch aus der Wohnung darunter, etc.). Dann hilft nur Umzug! Da nützt alles Hinterhertrauern wegen des vielleicht schönen Wohnortes nichts. Meistens findet sich dann doch was viel Besseres.

gruß klaus
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Beitragvon Marion » Montag 22. Juni 2009, 17:53

@ Liebe Monja,

viele werden uns beide für ein paar durchgeknallte Trullas halten. Solange es irgendwie geht, wird nicht aufgegeben.

Bin heute Nachmittag in der Stadt unterwegs gewesen, ist doch auch egal, ich bekomme eh genug hier mit, mitten in der Stadt. Also was solls. Die Symtome hab ich eh und ständig darübe rnachzudenken, wie ich was oder etwas vermeide, will ich auch nicht, dann bin ich Sklave dieser Krankheit.

Liebe Grüsse Marion


@ Klaus

so einfach ist das für uns nicht, sich an das zu halten, was Du empfiehlst. Für vieles fehlt das Geld, anderes könnte ich aus gesundheitlichen Gründne nicht, das ich nicht nur an der MCS leide und umziehen, da hat noch eine Behörde ihre Hand im spiel und wenns drauf ankommt arbeite die im Schneckentempo.
Marion
 

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Beitragvon Monja » Mittwoch 24. Juni 2009, 20:39

liebe Marion,
immer schön Nasendusche mit Salz machen nach dem Stadt- Aufenthalt,
das bringt echt schon ne Menge ! Und hochdosiert Vitamin C, = ich nehme
neuerdings Acerola-Pulver aus dem Reformhaus, manchmal auch Nasenspray
nach der Nasendusche, homöopathisch Euphorbium. Du sprichst genau meine
Sprache, durchgeknallte Trullas, ich musste eben so losquietschen, süß !

Liebe Grüße Monja

@ Klaus,
danke, das mit Rohkost hab ich sehr selten probiert, weils auf dem Markt
in Bio so schweineteuer ist. Auch Bärlauch kostet auf Dauer zu viel, ich
nehme dann Knobi. Chorella konnte ich mir auch noch nicht leisten, wie viel
nimmst du denn davon? (falls ich es mal schaffe). Mit Sauna geht leider nix,
die kann ich weder zahlen, noch die Parfümierten darin aushalten und Joggen,
Wandern, geht nicht wegen Meniskus- Riss 3. Grades im Knie, schöner Mist, gell?
Bei Krafttraining, was ich vor MCS gern gemacht hab für einen schönen Body, da
passiert auch son heftiger seltsamer Muskelschmerz, es ist schier zum Mäusemelken.

Aber ich habe eben auch inzwischen meine eigenen speziellen Überlebensdinge rausge-
funden. Dennoch danke für die Tipps, schön dass es dir besser geht, das freut
einen ja sehr. Ist es wie bei mir immer auf und ab oder auf Dauer besser?

Herzlichst Monja
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Beitragvon Rilla » Donnerstag 25. Juni 2009, 16:17

Mit der Sauna hätte ich eine Idee. Es gibt doch heutzutage welche in Privathäusern. Wenn man da jemanden finden würde, der seine etwas eher aufheizt und dann die Vornutzung gegen einen geringen Obulus gestattet. Ich für mein Teil könnte mir das schon vorstellen, denn ich weiss, wie gut das für Körper und Seele ist. Nur wohnen wir halt viel zu weit entfernt.

Gruß
Rilla
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Beitragvon Monja » Freitag 26. Juni 2009, 11:53

Gute Idee Rilla,
leider kenne ich überhaupt keinen, der ne Saune hat. :-(
Aber ich habe MCS den KRIEG angesagt und kämpfe weiter. Vielleicht
hab ich ja Glück, als ich mit Mitte 50 meinen ersten Computer bekam,
keine Ahnung von nichts und keine Anweisung, also da saß ich auch so
verzweifelt davor, dass ich ihn am liebsten aus dem Fenster geschmissen
hätte. Irgendwann sagte ich zu ihm: DU oder ICH, einer wird gewinnen !
Ha, ich habe gewonnen, habe begriffen, wie das alles funktioniert. Das
gleiche war, als ich im hohen Alter von 28 meinen Führerschein machte,
irgendwann sagte ich mir, jeder Depp kann autofahren, und zack, schon
klappte es. Man muss sich selbst immer wieder Mut machen, ich musste
lernen, mich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen in so vielen
verzwickten Lebenssituationen. Das gleiche übe ich mit MCS, eine andere
Chance hat man ja nicht, ich akzeptiere einen lebenslangen Dauer-Leidens-
Zustand durch MCS nicht. Jeder hat seinen eigenen Weg.

Herzlichst Monja
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Beitragvon Marion » Freitag 26. Juni 2009, 11:56

Ja Monja,

so ist das halt mit uns durchgeknallten Trullas, viele die hier schreiben, können auch vielleicht nicht nachvollziehen, wie das ist ohne finanzielle Mittel, geeeigenten Wohnraum, etc. oder einen Partner auf den man sich stützen kann, zu leben. Wir haben garnicht die Zeit, uns gross Gedanken zu machen, was uns jetzt wieder belästigen könnte.

Es ist ein Kampf an allen Fronten und man kann nie aufgeben. Ich versage mir nix mehr, wenn ich irgendwo hinwill, gehe ich, Reaktionen hab ich eh.

Ich wünsche Dir, das Du Deine Ziele Gnadenhof und Verlieben erreichst.


Liebe Grüsse Marion
Marion
 

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Beitragvon Monja » Freitag 26. Juni 2009, 12:05

Danke liebe Marion,
was sind denn Deine Ziele und Wünsche fürs Leben???
Außer naklar MCS los zu werden.
Wenn man nur so vor sich hindümpelt, reißt es einen sicher nicht
aus dem Krankheitszustand heraus, man braucht schon Perspektiven.
Einen Sinn, einen Grund, eine Aufgabe, what ever...

Ich gehe auch wohin ich will, genau wie du, aber Cafes und so gehen
natürlich nicht, und weißt du was? Ich "will" inzwischen auch gar
nicht mehr wo sitzen, wo "Parfümierte" sind. Lieber die Botanik, aber
davon hält mich oft Fahrgeld ab und die Dauer- Beinschmerzen, mecker.

Dennoch, meine Parkinson- Nachbarin bekam jetzt einen Rollstuhl und eine
schwere Rücken- OP. Dagegen ist mein Zustand ja echt nix, SO versuche ich
das zu sehen. Es könnte einem viel besser gehen, aber eben auch noch viel
viel schlimmer.

Herzlichst Monja
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Beitragvon kf-forum » Freitag 26. Juni 2009, 17:27

@ Monja

Bio kaufe ich in einer Genossenschaft zum Großhandelseinkaufspreis(zzgl MwSt) + 19 Euro Monatsgebühr. Solche Genossenschaften gibt es schon in vielen Orten!

Chlorella gibt es wirklich preiswert bei keimling.de und ich nehme 3 Tabs am Tag (mittags). Wenn man eine besondere Ausleitung machen will, können es auch mal mehr sein.

Meine Besserung ist dauerhaft, sofern ich nicht größeren Mengen oder ganz bestimmten einzelnen Stoffen ausgesetzt bin. Ich stehe aber wie Du auf dem Standpunkt, dass ich gar nicht mehr dorthin will, wo die ganzen Parfümierten sind. Lieber die Natur! Wer was von mir will, muss eben ohne Parfüm kommen.
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Beitragvon Marion » Freitag 26. Juni 2009, 21:46

Liebe Monja,

was ich mir wünsche, eine zündende Idee womit ich

1.) hier aus der wohnung kann

2.) genug zum leben habe

sitze hier und warte auf den nottierarzt, der rüde bekommt mal wieder starke astmaanfälle, etc., letzten monat waren es für ihn euro 120,-- und jetzt, na warten wir ab

ich möchte wenigstens soviel geld verdienen, so wie früher, das mich eine tierarztrechnung nicht in angst und schrecken versetzt.

ich zermarter mir den kopf wie ich das erreichen kann..


liebe grüsse marion
Marion
 

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Beitragvon Monja » Samstag 27. Juni 2009, 09:05

Liebe Marion
ich schick dir mal ne PM, was deinen Hund betrifft.
Zu deiner Wohn- Situation- und Suche weiß ich zu wenig, aber vielleicht
hilft es dir, dass ich mit damals noch schwerster MCS, allein, kaum Geld,
immer Haustiere, ohne Auto DENNOCH 10 x umgezogen bin in andere Städte.

Bin selbst nach ca 10 Jahren als Anti-Autofahrer einen Umzug ganz allein
gefahren mit einem Transporter, zwar langsam nur Landstraße und viele
Pausen und viele Tränen, aber bin angekommen, damals von Hamburg nach Kiel.

Der innere Wille es zu schaffen, sich das zuzutrauen, muss so stark sein,
stärker als alles andere. Alle Power nur in diesen einen Gedanken geben.
Ich schaff das, ich kann das, ich konnte es auch früher! Ich mache da dann
so eine Art Selbsthypnose und steigere mich da richtig rein, bis ich selbst
davon komplett überzeugt bin. Dann Gebete für Hilfe von oben, versuchs mal.

Hört sich bestimmt sehr merkwürdig an, aber irgendwie funktionierts. Dazu
passt der Spruch, den kf-forum immer unter seinen posts hat, mit den Wundern...

Herzlichst Monja
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Beitragvon kf-forum » Samstag 27. Juni 2009, 11:51

"Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern im Gegensatz zu unserem Wissen über die Natur."
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Beitragvon Marion » Samstag 27. Juni 2009, 13:44

So Hund atmet wieder normal. Kehlkopf- und Mandelentzündung, Bronchitis, hervorgerufen entweder Viren oder Bakterien, die er sich draussen eingefangen hat oder durch seine Allergien. Ich habe noch nie gewusst, das ein Hund so husten kann, entsetzlich diese Geräusche und bei fast jedem husten würgte er weissen Schleim raus, dazu leckte er wie ein Irrer den Fussboden ab.
Er bekam was entzündunghemmendes, durch seine Allergien kann man keine starken Geschütze auffahren. Die Tierärztin blieb dann, bis sie sich sicher war, das er das Mitttel vertragen hat.
War eine lustige Nacht, er hustete und ich kämpfte mit Luft. Die Hündin brummte, weil sie nciht schlafen konnte und klammerte sich förmlich an mich.
Mich ärgert das, ich kümmere mich sehr um die Hunde, die Tierärztin schätze ihn auf 3 höchstesn 4 Jahre, er ist 9, gleiches gilt für die Hündin, sie wird auch auf die hälfte ihres Alters geschätzt und dann fangen sie sich von anderen hunden was ein oder von der verunreinigten Strasse, weil hier keiner seinen Dreck wegmacht.
Hinzu kommt noch die wohnung, der ganze Putz ist feucht und die Feuchtigkeit zieht rein. Ich hatte eine Decke heute Nacht auf dem fussboden liegen lassen, die war klamm. Ich rieche nasse Wände und muss mir dann sagen lassen, ein normaler könnte hier leben. Ich leide an Einbildung, scheinbar der Hund auch.
Liebe Monja, ich würde gern umziehen, aber wohin? Wo findet man eine Wohnung, die angemessen ist und in der man leben kann.

Das Problem taucht doch hier immer wieder auf, nicht nur bei mir.

Liebe Grüsse marion
Marion
 

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Beitragvon Holly Wood » Samstag 27. Juni 2009, 19:40

In der Rubrik MCS & MCS Community steht etwas über freie MCS-taugliche Wohnungen Marion.
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Beitragvon kf-forum » Sonntag 28. Juni 2009, 09:25

@ Marion

Hast Du noch nichts von den freien Wohnungen auf Usedom gehört?

viewtopic.php?t=9931

gruß klaus
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Beitragvon Monja » Sonntag 28. Juni 2009, 10:39

Habe zu den 3 Usedom- Wohnungen eben im anderen Thread geschrieben,
Fotos über die Gegend kann ich per Mail verschicken, hab sie aus
Google-Earth kopiert. Kommt für mich leider nicht infrage, aber für
andere sicherlich.

Herzlichst Monja
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