Mal über Psychoedukation informieren

Mal über Psychoedukation informieren

Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 23:30

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
sehr geehrte Angehörige,

wir möchten Sie auf dieser Website über Psychoedukation informieren. Dabei geben wir Ihnen Antworten auf verschiedene Fragen wie beispielsweise 'Was ist Psychoedukation überhaupt?'

http://www.psychoedukation.net /home.jhtml



http://www.psychoedukation.net /sitemap/index.jhtml


http://www.psychoedukation.net /bgdisplay.jhtml?itemname=fruehwarnsymptome

Checkliste psychischer Veränderungen und Beschwerden

http://www.psychoedukation.net /content/backgrounders/ http://www.psychoedukation.net /checkliste-psychischer-veraenderungen-und-beschwerden.pdf
Juliane
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Mal über Psychoedukation informieren

Beitragvon mirijam » Montag 21. November 2011, 23:48

Auszug aus der Checkliste:

"Checkliste psychischer Veränderungen und Beschwerden
1
Ja Nein
1
Haben sich Ihr Fühlen, Denken und Erleben in letzter Zeit deutlich
verändert oder haben andere Sie auf eine solche Veränderung
angesprochen?
£ £
2 Sind Sie in letzter Zeit sehr niedergeschlagen, deprimiert oder – im
Gegenteil – sehr euphorisch und übertrieben heiter? £ £

3 Fühlen Sie sich in letzter Zeit ganz wertlos und überflüssig oder – im
Gegenteil – war Ihr Selbstvertrauen ungewöhnlich groß? £ £
4
Haben Sie in letzter Zeit das Interesse an Ihrer Arbeit, Ihren Freunden
und/oder Ihren Hobbies verloren oder – im Gegenteil – finden Sie an fast
allem ein zumindest kurzzeitiges starkes Interesse?
£ £
5 Können Sie sich in letzter Zeit noch aufrichtig über etwas freuen? £ £

6 Fühlen Sie sich in letzter Zeit meist energielos und antriebsarm oder – im
Gegenteil – ungewöhnlich energiegeladen und unternehmungslustig? £ £

7 Sind Sie in letzter Zeit angespannter, empfindsamer oder reizbarer als
gewöhnlich? £ £

8 Sind Sie in letzter Zeit deutlich weniger oder mehr gesprächig als sonst? £ £

9 Bleiben Sie in letzter Zeit am liebsten nur noch für sich oder – im
Gegenteil – können gar nicht genug andere Menschen um sich haben? £ £

10 Haben Sie das Gefühl, in letzter Zeit deutlich weniger belastbar zu sein,
oder – im Gegenteil – deutlich leistungsfähiger als sonst zu sein? £ £

11 Sind Ihre Leistungen in Schule, Ausbildung oder Beruf noch genauso
gut? £ £

12 Haben Sie in letzter Zeit deutliche Probleme, sich zu konzentrieren? £ £

13 Hat Ihre Aufmerksamkeit in letzter Zeit nachgelassen? £ £

14 Gehen Ihnen manchmal ganz viele verschiedene Gedanken durch den
Kopf, die sich nicht oder nur schwer bändigen lassen? £ £

15 Sind Sie in letzter Zeit insgesamt ängstlicher oder schneller und schon
wegen Kleinigkeiten besorgt? £ £

16 Hat sich Ihr Essverhalten in letzter Zeit deutlich verändert? £ £

17 Haben Sie in letzter Zeit Schlafstörungen oder benötigen Sie plötzlich
deutlich weniger Schlaf als gewöhnlich? £ £

18 Haben Sie eigenartige Körper- oder Schmerzempfindungen, wie Sie sie
von früher nicht kennen? £ £

19
Haben Sie den Eindruck, dass manchmal etwas mit Ihren Augen, Ohren
oder Ihrem Geruchs- oder Geschmackssinn nicht stimmt oder – im
Gegenteil – das Gefühl, dass Ihre Sinne deutlich geschärft sind?
£ £
27 Vermeiden Sie aus Unsicherheit oder bestimmten Befürchtungen heraus
Dinge oder Situationen, die früher kein Problem darstellten? £ £"


http://www.psychoedukation.net /content/backgrounders/ http://www.psychoedukation.net /checkliste-psychischer-veraenderungen-und-beschwerden.pdf
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Beitragvon bling.bling » Montag 21. November 2011, 23:50

Netter Psychiatrie-Fang-Fragebogen.
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Beitragvon Clarissa » Dienstag 22. November 2011, 05:31

toll gemacht, egal was du antwortest es ist immer das richtige für diese vollpfosten.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Twei » Dienstag 22. November 2011, 19:13

Die Psychoedukation, frei Übersetzt "Seelenerziehung", ist meiner Auffassung nach leider ein realitätsgewordenes Hirngespinnst. Diese "duce" wirkt im Hirn nach. Bei fast jedem Alltagsgeschehen wird man an diese medizinische Maßnahme erinnert. Die Gefahr sind Selbstgespräche im Hirn - "ein Mann im Ohr" und berauben einem Menschen ein sorgloses Lebensgefühl (Freiheit). Ich sehe die Gefahr des sich "Rechtfertigen müssens" - immer wieder und immer wieder.

Auch wird einfach behauptet, dass "Chemie und Seele" zusammenpassen. So wird das Aufschwazen von Medikamenten erleichtert.
Eine zusätzliche Gruppenpsychoedukation schließt Nichtpatienten in die Therapie mit ein. Grausam - Psychiater wissen bald mehr über die Menschen als Geheimdienstleute ....
Als wenn die Menschheit nichts besseres zu tun hätte, als immer nur zum Psychiater zu rennen.
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Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 23. November 2011, 14:47

Frage an diejenigen, die diesen Fragebogen bei Patienten anwenden wollen:
(Ja oder Nein)
Haben Sie sich in letzter Zeit öfter als sonst gefragt, ob der Erfindungsgeist von in der Psychobranche Beschäftigten offenbar keine Grenzen mehr kennt, um irgendwie irgendeine Therapie für die Behandlung einer durch diese Beschäftigten neu geschaffenen Krankheit (nicht etwa MCS, denn da sind die Kriterien klar) irgendwo rechtfertigen zu können?
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 23. November 2011, 20:11

Ursprünglich ging es wohl um Psychosen. Fraglich, ob es dabei blieb.
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Mal über Psychoedukation informieren

Beitragvon Juliane » Mittwoch 23. November 2011, 20:11

Prof. Dr. Klaus Dörner:

"Ich habe aus zwei Zeitungen zwei Jahre lang alle Berichte über wissenschaftliche Untersuchungen zur Häufigkeit behandlungsbedürftiger psychischer Störungen gesammelt, etwa Angst, Depression, Essstörung, Schmerzen, Süchte, Schlaflosigkeit oder Traumata. Danach habe ich die für jede Störung ermittelten Prozentzahlen addiert: Ich kam auf 210 Prozent. Jeder Bundesbürger wäre also wegen mehr als zwei psychischen Störungen therapiebedürftig! Die von den bekanntesten Forschungsinstituten stammenden Studien intendierten bei dem Leser in der Regel zunächst ein Erschrecken über den hohen Prozentsatz der jeweiligen Einzelstörung, um ihn dann wieder zu entlasten, weil es heute doch dagegen die zauberhaftesten Heilmethoden gäbe, fast immer in der Kombination von Psychopharmaka und Psychotherapie, damit auch jeder davon profitieren kann."

Prof. Dr. Klaus Dörner, geboren am 22. November 1933, leitete von 1980 bis 1996 die Westfälische Klinik für Psychiatrie in Gütersloh, lehrte Psychiatrie an der Universität Witten-Herdecke und ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie. Seit den 60er Jahren schon kämpfte er für eine Psychiatriereform. Der Arzt und Historiker hat zahlreiche Bücher zur Geschichte der Psychiatrie und zur Medizinethik geschrieben. Er lebt in Hamburg

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 6.12.2003

http://web.archive.org/web/20080519030159/http://uk.geocities.com/franz_daniels/doerner.html
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Abschiebung psychisch Kranker - Es ist immer noch üblich, Pa

Beitragvon shadow » Sonntag 5. Juli 2015, 18:28

2. Juli 2015, 07:30 Uhr

Abschiebung psychisch Kranker
"Es ist immer noch üblich, Patienten sozial zu isolieren"

Kaum etwas fürchten Menschen so sehr, wie nicht mehr gebraucht zu werden. Macht der Kapitalismus uns zum Wegwerfartikel? Ein Gespräch mit Klaus Dörner, einem großen Reformer der Psychiatrie.


Von Hans von der Hagen

Klaus Dörner, 81, war 16 Jahre lang ärztlicher Leiter einer Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Neurologie und lehrte als Professor an der Universität Witten/Herdecke Psychiatrie. Er gilt als einer der führenden Köpfe der Reformbewegung in seinem Fachbereich. Seit Langem wirbt er für neue Formen der Versorgung psychisch kranker und alter Menschen. ...

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/a ... -1.2542962
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