Die EU-weiten Regelungen zu Rückstandshöchstmengen für Pestizide in Lebensmitteln, die innerhalb der EU verkauft werden, treten am Montag (1. September) in Kraft. Umweltgruppen bezeichneten diese als Verstoß gegen die Lebensmittelsicherheit, da die Konsumenten in inakzeptablem Ausmaße kontaminierten Lebensmitteln ausgesetzt würden. Sie kündigten deshalb gestern (28. August) an, gerichtlich dagegen vorgehen zu wollen.
http://www.euractiv.com/de/gap/umweltgruppen-ziehen-eu-gegen-gefahrliche-pestizid-grenzen-gericht/article-174964
Greenpeace hatte in einer Studie festgestellt, dass rund 700 Höchstwerte bei Pestizide derzeit zu hoch sind.
PAN und andere Umweltorganisationen verstärkten hierauf ihren Druck auf die Politiker und die EU Kommission.
Umweltorganisationen reklamierten vorallem, dass nur Einzelwerte betrachtet würden und nicht, dass verschiedene
Pestizide akkumulieren und dann mit anderen Pestiziden und Chemikalien in Wechselwirkung treten.
Greenpeace schätzt, dass über die Hälfte des Obstes und Gemüses in der EU mit Pestiziden kontaminiert ist.
Über 170 000 Grenzwerte für Pestizide wurden von der Umweltorganisation unter die Lupe genommen. Bei
Äpfeln, Birnen, Trauben und Paprika stellten sie Pestizidwerte fest, die dazu in der Lage sind, akute und
chronische Gesundheitsbeschwerden auszulösen.
Pestizidhersteller verteidigen sich damit, dass sie sagen ihre Produkte seien erforderlich um die Preise für Lebensmittel
auf dem Markt stabil zu halten.
http://www.euractiv.com/en/cap/green-groups-take-eu-court-dangerous-pesticide-limits/article-174959
- Editiert von Silvia K. Müller am 29.08.2008, 22:00 -