Amygdala Retraining

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Beitragvon Juliane » Mittwoch 7. September 2011, 07:55

Amapola schrieb am 5.9.2011 auf http://www.symptome.ch/vbboard/mcs

MCS und Amygdala Retraining - Erfahrungsberichte

http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/7256 ... post718545

Zitat

"Ich meditiere oft, zur Zeit täglich, mache ab und dann die Atemübungen, nehme Vit. B12 Tropfen, Vitamin C-Pulver und Schindeles Mineralien.
Ausserdem kneippe ich ab und dann. Ich habe mich früher mit NLP beschäftigt.
Und... Wenn ich daran denke, mache ich das Amygdala Retraining, ganz locker und ohne Stress.

Was ich früher nicht für möglich gehalten hätte... geht nun.

Früher hatte ich grosse Probleme mit neuen Kleidern und Schuhen (Leder!) und auch, Hände zu geben, da ich Angst hatte, die Leute seien parfümiert.

Nun habe ich neue Kleidungsstücke ausprobiert. Das letzte Mal hatte ich ziemliche Reaktionen. Vor allem auch einen extrem geblähten Oberbauch, Zittern in den Beinen, wie bei einer Traumaentladung, Weinen. Dinge sind mir da herauf gekommen, Erlebnisse. Dass ich so einsam bin, dass meine Mutter nur Zuwendung erhalten und gegeben hat, wenn sie krank war, etc. Ich habe mir eine Zeitlinie am Boden gemacht, bin zurück gegangen und jedem Elternteil das gegeben, was sie gebraucht hätten, um mir ein anderes Vorbild sein zu können (Rollenspiel mit runden Zetteln auf dem Boden). Und ich habe mir, ganz nach Gupta, einen neuen Gedanken kreiert: "Ich überlebe auch, wenn ich gesund bin.", "ich erhalten Zuwendung, auch wenn ich gesund bin." Beim Gedanken "Es bringt mich um." umgewandelt in: "Ich bin in Sicherheit, es ist harmlos, ein Freund meines Körpers".
Das Ganze habe ich unterstützt mit EMDR, aber mit der Schnipsel-Version (rechts und links vor den Ohren mit den Fingern schnipseln). Das ist eine Traumaauflösungsmethode. Und ich bin sicher, das löst auch körperliche Beschwerden.
Die Reaktion hat ca. einen halben Tag gedauert. Danach war gut. Ich war aber extrem müde.

Bei den Schuhen ist es erstaunlich problemlos gegangen, ganz ohne Reaktionen. Ich habe zuvor Jahre in alten Turnschuhen verbracht.

Ich gebe nun ab und dann die Hand, wenn jemand nicht gerade überparfümiert ist.

Für mich sind das grosse Veränderungen. Viel mehr ist möglich. Ich bleibe dran."

http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/7256 ... post718545
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 7. September 2011, 08:00

chandsen schrieb am 6.9.2011 auf http://www.symptome.ch/vbboard/mcs

Kritische Auseinandersetzung mit dem Amygdala Retraining Programm


http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/9176 ... post718848

Zitat


" Prof. Pall hatte sich auch mal über die Amygdala-Retraining-Programme (gibt ja inzwischen mehrere) geäußert:


Zitat:
“This is basically what Iris Bell has been claiming since 1992. I think that it is basically correct, although a partial explanation and only for the brain-derived symptoms, not the peripheral sensitivities that also occur in most MCS patients. It is the interaction of the NO/ONOO- cycle mechanism with the known mechanisms involved in neural sensitization – namely what is called long term potentiation that is central to our understanding of the brain derived symptoms of MCS. Both the NO/ONOO- cycle and long term potentiation involve elevated NMDA activity, intracellular calcium, nitric oxide and superoxide and it is this confluence that gives great plausibility to my model.”

The false promise of miracle cures for Multiple Chemical Sensitivity » The Canary Report' "

http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/9176 ... post718848
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Beitragvon mirijam » Donnerstag 8. September 2011, 14:39

Wer wirklich MCS hat, dem hilft das Amygdala-Retraining bestimmt nicht. Das ist m. E. Volksverblödung.

Warum wohl? Ganz einfach- weil es die allgemein gültigen, durch zahlreiche seriöse Studien nachgewiesenen Ursachen für MCS ignoriert. Man kann die Natur nicht überlisten. Man fügt sich dabei selbst nur Schaden zu.
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 15. September 2011, 11:34

Wer liefert was zu welchem Preis:

149,75 EUR
http://www.guptaprogramme.com /html/prog_german.asp

249 Dollar $
http://www.dnrsystem.com/index.html
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 15. September 2011, 11:40

Hier kann man ein Video anschauen:


Renate Schröder erklärt, wie die Methode des Amygdala-Retraining wirkt

http://www.krankheitserfahrungen.de/mod ... holfen-hat

http://www.krankheitserfahrungen.de/mod ... -schroeder


Und wo steht Frau Schröder online:


Impressum

Herausgeber

Arbeitsgruppe krankheitserfahrungen.de unter der Leitung von

Prof. Dr. Lucius-Hoene
Institut für Psychologie
Abteilung Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie
Engelbergerstr. 41
D-79085 Freiburg
http://www.krankheitserfahrungen.de/impressum
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Beitragvon Karlheinz » Freitag 16. September 2011, 08:46

Schon Viktor Frankel empfahl eine liebende Beziehung zu seinen Symptomen aufzubauen, was dann im Idealfall zu ihrer Beseitigung führen sollte.

Prima wenns wem hilft, aber der hatte dann definitionsgemäß nicht MCS. Insbesondere nicht das von einigen synonym gebrauchte IEI.
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Beitragvon Mia » Freitag 16. September 2011, 08:52

Da bin ich ja gespannt, ob auch z.B. Yoga, verbunden mit viel Achtsamkeit für sich selbst, bald die MCS heilen kann :)

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Beitragvon Pianist » Freitag 16. September 2011, 13:44

Das sind künstlich hoch gepushte Therapien die Heilung versprechen.
Genau wie SanaZon und Dunkelfeld. Plötzlich spricht dann keiner mehr davon und die Tausende von angeblich Geheilten bekommt nie einer zu Gesicht.
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 22. September 2011, 12:26

http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/7256 ... post724386


In der New York Times erschien grade ein Photoserie über MCS Kranke in
einigen ihrer tyischen Lebenssituationen.
Die Photographin war jahrelang selbst schwerst von MCS betroffen und
wurde durch ein sogenanntes "Dynamic Neural Retraining System"
geheilt, welches wahrscheinlich auf dasselbe abzielt, wie das Amygdala
Retraining.

Hier der Bericht

http ://www.thecanaryreport.org/2011/09/18/nyt-photo-essay/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+TheCanaryReport+%28The+Canary+Report%29

NYT photo essay on Multiple Chemical Sensitivity; photographer
recovered from MCS through experimental neural retraining


Die New York Times Bildserie:
Everything Makes Them Sick - Interactive Feature - NYTimes.com


Das Training:
Dynamic Neural Retraining System


Und hier erzählt sie ihre Geschichte:

http://www.youtube.com/watch?v=Hy3CnXS7 ... r_embedded
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Beitragvon Silvia K. Müller » Donnerstag 22. September 2011, 13:59

Dr. Ann McCampell sagte in einer unserer amerik. Newsgroup folgendes:


In talking with people who have taken Annie's workshops, I think the results are similar to most treatments for MCS,

some are helped (a little to a lot), many are not helped (although many report enjoying three days of company

for a change), but at least I do not know of anyone being harmed, except in the pocketbook.



Annie did a couple of workshops here in Santa Fe last year. She is coming again in Nov.

Most people I talked to who took the workshop enjoyed the experience and liked Annie,

but few were able to keep up with the hour a day "homework" for 6 months, which according

to Annie, is almost always required to reap the benefit.


Ann McC

---

Übersetzung:

Bei Gespächen mit Leuten die Annie's Workshops mitgemacht haben, denke ich, dass die Ergebnisse ähnlich sind wie bei anderen MCS-Behandungen. Einige half es (ein wenig bis viel), vielen half es nicht (wenn auch viele die drei Tage genossen in denen sie mit anderen zusammentrafen um eine Änderung herbeizuführen), aber zumindest kenne ich niemanden, dem es Schaden zugefügt hätte, außer in der Brieftasche.

Annie führte im letzten Jahr einige Workshops hier in Santa Fe durch. Sie kommt im November wieder.
Die meisten Leute, mit denen ich sprach, die den Workshop mitgemacht hatten, genossen die Erfahrung und mochten Annie,
aber nur wenige waren in der Lage 6 Monate lang die "Hausarbeiten" von einer Stunde täglich durchzuführen, was laut Annie notwendig ist um Erfolg zu haben.
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 22. September 2011, 14:11

Also mal meine Meinung:

Wer MCS hat, wird diese Krankheit nicht durch Dynamic Neural Retraining System und /oder Amygdala Retraining heilen können.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei all diesen Heilungserfolgen um Menschen handelt, die ein SBS hatten und deren Kopf auf das SBS na sagen wir mal im weitesten Sinn fehlreagiert hat.

Na ja und das kann man natürlich umprogrammieren.
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Beitragvon Maria Magdalena » Donnerstag 22. September 2011, 22:21

Man kann solche Dinge nur beurteilen, wenn man ausreichend auswertbare Fakten hat. Hier gibt es keine Fakten, aus denen man schliessen kann, welche Krankheit bei der oben genannten Person vorlag, welche Mechanismen und Wirkweisen bei der so genannten Therapie im Spiel waren.

Das Ganze ist abstrakt und beruht auf irhgendwelchen Behauptungen, die keiner nachvollziehen kann. Deshalb kann man daraus niemals brauchbare Erkenntnisse gewinnen. Es ist einfach nur eine Story.
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Beitragvon Karlheinz » Samstag 24. September 2011, 09:20

Daunderer hatte auch mit Scheinbehandlungen experimentiert und festgestellt, dass ca. 50% sich dadurch besser fühlen, was aber nur vorübergehend ist.

Ich finde McCampel's statement passt ganz gut dazu.

Wenn man unerwünschte autonome Reaktionen einfach umprogrammieren könnte, wäre Psychotherapie eine effektive Behandlungsmethode.
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Beitragvon Kaloo » Dienstag 27. September 2011, 08:54

Umprogrammierung des Gehirns nimmt Chemikalien nicht ihre Toxizität.
Wer so blöd ist und daran glaubt, es könne doch funktionieren,
der wird sich irgendwann mit Folgeschädigungen konfrontiert sehen.
Bei Chemikalien reden wir da meistens von Krebs.

MCS ist keine Fehlleistung des Gehirns.
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Beitragvon Tohwanga » Dienstag 27. September 2011, 09:04

Das Ganze ist abstrakt und beruht auf irhgendwelchen Behauptungen, die keiner nachvollziehen kann. Deshalb kann man daraus niemals brauchbare Erkenntnisse gewinnen. Es ist einfach nur eine Story.

Dem stimme ich zu, so ist auch meine Meinung.

Es ist eine der vielen unbelegbaren Stories, die uns in den letzten Monaten aufgetischt wurden, "echte" MCS ist weder mit Wunderheilmitteln, Z-Therapie noch durch Umprogrammierung heilbar.
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Beitragvon alena-norge » Dienstag 27. September 2011, 10:57

Das ist leider nicht nur einfach eine Story.Die Leute werden gesund,Und auch auf Facebook wird man nur bombadiert mit der neu Therapie.

Frage ist nur hatte Els und alle andre wirkelich mCS? Falls MCS durch Chemikalien verursacht wird und Biochemische hintergrund hat wie Pall bahauptet kann kein Art Psychotherapi helfen.

Prof.AAS sagt falls die alle jetzt so schnell gesund werden versteht er Psychologen und Psychiater die behaupten mCS sei psychisch.

Aber meint er es gibt auch andre die durch Chemikalien vergiftet worden sind und solche Therapie nicht hilft.


Machmal kann man sich wirklich uber Jahren lang anlernen/einbilden auf bestimmte Duft zu reagier mit Symptomen uber Jahren.Als Betroffen weiss man natuerlich nicht ob das Psychisch ist weil Symptomen sind genau gleich wie bei Leute die durch Chemikalien vergiftet worden sind. Falls solchen Leuten so eine Psychotherapie hilft bedeutet das Empfindlichgeit ueber Duftstoffer eingebildet war, oder das war immer wieder ein unbewusste Reflex auf Chemikaliern das man Symptome bekommt wenn man bestimmte Duftstoff riecht. Es kan auch sein das Betrofen wirkelich MCS hatte mit Biochemischenfehlfuntionen aber durch Jahre lang vermeidung sind die Gesund geworden aber troztem weiter hin auf Chemikalien reagiern weil die Psychische denkt man muss jetzt Koerpaliche reaktion auf diesse Duftstoff bekommen....Auch in diessem Fall konnte psychotherapie helfen aber nimals gegen MCS selbst ,meinte er. Hoffe man versteht was ich versucht habe zu erkleren;))
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Beitragvon Twei » Dienstag 27. September 2011, 19:46

Ich verstehe aber nicht, warum ich auf so viele unterschiedliche Duftstoffe bzw. deren beinhaltenden Chemikalien und auch auf andere Chemikalien, die nichts mit Duftstoffen zu tun haben, reagiere.
Wir Menschen sind doch heute so vielen Chemikalien ausgesetzt, dass ein notwendiges Maß an Vermeidung zur Gesundung an MCS, mir gar nicht möglich erscheint.

Ich wünsche mir eine unbelassene Insel, weit weg von Allem, schön warm, mit frischem sauberem Wasser, sauberer Nahrung und lieben Menschen und keine Ärzteschaft, die mir erklärt, dass mein Gehirn falsch funktioniert.
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 27. September 2011, 22:46

Viele Jahre reagiere ich, ohne zu wissen, worauf. Erst seit 3 Jahren kenne ich die Ursache, also was habe ich mir eingebildet?

Vielleicht bilde ich mir ein, dass ich existiere und bin lange tot und ein Geist mit Chemikaliensensibilität. hehhehehe

Was kann mir Amygdalaretraining bringen, Geister haben kein Hirn oder?

Kleiner Scherz
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 27. September 2011, 23:04

Ich hatte schon vor einiger Zeit im Forum berichtet, dass meine Lippen durch Kunststoffe in den Zaehnen sensibilisiert wurden.

Die obere Lippe ist nach der Entfernung der Kunststoffe im Oberkiefer wieder vollkommen normal (letztere verblieben dort circa 2-3 Jahre).

Im Gegensatz dazu hatte ich im unteren Kiefer circa 7 Jahre lang Kunststoffe. Meine untere Lippe hat sich nach der Entfernung der sensibilisierenden Materialien bisher immer noch nicht vollstaendig erholt.

Dieses Beispiel veranschaulicht die Unterschiede und bietet moegliche Erklaerungen fuer Besserungen bei manchen Patienten.

Sollte dieses Amygdalaretraining wirklich helfen, dann waere es an der Zeit, es durch serioese Studien zu beweisen. Da bin aber wirklich gespannt. Bis dahin bleiben uns die bisherigen wissenschaftlichen Fakten und Studien. Und diese sprechen gegen das Amygdala-Retraining.




- Editiert von Maria Magdalena am 29.09.2011, 11:40 -
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 27. September 2011, 23:28

Noch eine wichtige Anmerkung bzw. Frage:

Abgesehen davon, dass manche Leute sich dies und jenes einbilden, solltet ihr die Frage beanworten:

Wie und warum sollten sich Millionen Menschen auf der Welt einbilden, auf Duftstoffe und andere Chemikalien mit solchen extrem unangenehmen Beschwerden zu reagieren?

Man muss nicht sehr intelligent sein, um zu begreifen, was wirklich los ist.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 11. Oktober 2011, 22:53

Nutzerin Oregano schrieb heute auf symptome.ch/:

Zitat

"In Kanada gibt es eine Seite, die sich mit MCS befaßt. Die wird jetzt für ein halbes Jahr mindestens ausgesetzt, weil die "Leiterin" jetzt erst einmal das Amygdala Retraining machen möchte.


Sie wird darüber berichten, und zwar hier: The Canary Report: About Multiple Chemical Sensitivity.

http ://www.thecanaryreport.org/ "


http://www.symptome.ch/vbboard/mcs/7256 ... post731896
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Beitragvon Juliane » Dienstag 11. Oktober 2011, 23:06

Susie Collins Original Text:

"During the entire six months, this blog will remain online but Our Canary Report network and forum will be offline and inaccessible to our members...."


Während der gesamten 6 Monate, wird dieses Blog online bleiben, aber unsere Canary Bericht Netzwerk und Forum werden offline und unzugänglich für unsere Mitglieder. Vielen Dank für all eure Unterstützung! Aloha, Susie

http ://www.thecanaryreport.org/about/editor/
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Beitragvon alena-norge » Mittwoch 12. Oktober 2011, 09:22

Ja ,sage ich es wird immer schwerer zu behaupten das MCS nicht psychisch ist..ICH finde es so traurig das jezt mCS Grupen auf damit anfangen.WIR kaempfen seit Jahren das MCS als koerpaliche Krankheit anerkant wird und jetzt wird alles kaput gemacht. Leute glauben daran nur weil die die diesses Program verkaufen schreibe" wir glauben euch MCS ist nicht psychisch.ABER fakt ist das Gupta program funktioniert als ablernen auf Chemikalie zu reagiern.DAS was alle andre Psychiater seit Jahren behaupten.


Ich denke wenn ich denken werde das meine empfidlichgkeit psychisch ist und das wirklich machen werde diesse Gupta terhapie werde ich nimals damit so in der Offentlichgkeit gehen, weil so werden Chemikalien und Parfuems nimals reduziert sonst alle zum Therapie geschickt.Es schadet alle andre die wirklich durch Chemikalien vergiftet sind...EINFACH tarurig finde ich was die alle machen!Haben die Gehiren waesche bekommen?!



Das steht auf facebook. :((( Received email from The canary Report (Susie) and she is already experiencing improvements after only one week of Gupta. I will be signing up to receive her Gupta blog that she started while her site is down for the retraining. This is very good news!
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 12. Oktober 2011, 18:54

Susie Collins lebte auf Hawaii . Feuchtes Inselklima, sicher auch Schimmel. Dann zog sie um.

Wahrscheinlich besseres Klima in Bezug auf Schimmel.


Aloha kakahiaka
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Beitragvon mirijam » Donnerstag 13. Oktober 2011, 00:03

Das sind und bleiben nur Gerüchte. Wo bleiben bitte schön die Studien, die nachprüfbaren Fakten? Wo sind die Beweise? Facebook ist keine wissenschaftliche Institution- wer auf diese Masche reinfällt, ist selber schuld.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 16. Oktober 2011, 12:49

Hier noch mal eine Information, um was es sich handelt bei diesen Programmen:


Eine Psychotherapeutin beschreibt,was das Gupta Amygdala Retraining konkret beinhaltet und auch, dass dieMethoden so neu nicht sind:

Cognitive Behavioral Therapy

Visualisierung
Yoga-Atmung
Achtsamkeit Meditation.

http://aboutmecfs.org.violet.arvixe.com /Trt/AmygdalaTamara.aspx
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Beitragvon Kira » Dienstag 18. Oktober 2011, 10:33

Die falschen Versprechen der Wundermittel
http://mcs-america.org/december2009.pdf
Seite 20-24
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Kira » Dienstag 18. Oktober 2011, 10:40

Übrigens,
"Susie" nennt sich jetzt "Gupta girl"
http://www.facebook.com /TheCanaryReport
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Juliane » Dienstag 18. Oktober 2011, 18:53

Also besser wäre da doch Gupta Groupie.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 18. Oktober 2011, 18:53

Aber egal. Sollen es doch Alle machen, die sich von den Programmen angesprochen fühlen.

Sollte man vielleicht als Ausschlussdiagnostik einführen. So könnte man dann herausfinden, wer MCS hat und wessen Körper/Kopf nur ein falsches Programm abspielt.

Wie schon gesagt. Es gibt ja auch Herzkranke und es gibt Kranke mit einer Herzneurose.
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Beitragvon mirijam » Mittwoch 19. Oktober 2011, 00:18

Wer weiß, was dahinter steckt. Es könnte sich auch nur um ein falsches Spiel zwecks Diffamierung und Psychiatrisierung bzw. Irreführung oder Marketing für das Gupta-Programm handeln.

Oder aber es ist nur pure Naivität und der Griff nach dem Strohhalm, die von anderen ausgenutzt werden. Was auch immer dahinter stecken sollte- Strategien wie Vorsicht, kritische Betrachtung und gründlich auf die Probe stellen wären durchaus sinnvoll, um sich nicht aufs Glatteis führen zu lassen.
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Beitragvon alena-norge » Donnerstag 20. Oktober 2011, 20:41

Und mehr davon :(( http ://www.thecanaryreport.org/2011/10/19/gupta-101/
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Beitragvon Juliane » Montag 21. November 2011, 23:35

Hier erklärt sich eine Bloggerin für geheilt:

Zitat


Heute ist der 25. April 2011. Ich erkläre mich von MCS geheilt.

http://mcsamygdalaretraining.wordpress.com/2011/04/25/geheilt/
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Beitragvon Beobachter » Dienstag 22. November 2011, 00:55

Salopp und zynisch ausgedrückt:

M. E. haben genau diese Eso-/Pseudopsycho-/Spiritualismus-Schienen und das teilweise Abfahren darauf durch Umweltkranke erst mit zu einer kommerziellen Ausschlachtung dieser Bereiche geführt und dann Einzug in vermeintlich seriösere Umfelder gehalten (Praxen, Kliniken).
Wenn sich damit schon soviel Geld verdienen lässt, warum nicht auch über Krankenschein?
Da eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten; denn:

Die Anzahl der Umweltkranken wird weiter ansteigen, weil schädigende äußere Einflüsse zunehmen werden, weil die Hauptmaxime weiterhin wirtschaftliches Wachstum ist - was sich quasi verselbständigt hat ...

Um dieser fatalen Spirale Einhalt zu gebieten, wäre politisches Handeln geboten ... - und warum wird nicht politisch gehandelt?


Grüße
Beobachter
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Beitragvon Clarissa » Dienstag 22. November 2011, 05:21

meine güte wenn man die inhalte dieser seite liest, fragt man sich was dieser mensch wirklich hatte, vermutlich aber kein mcs. ich schüttel nur noch den kopf über soviel unvernunft und das schlimmste wirklich echte mcs-kranke auf solche pfade zu locken empfinde ich als menschen verachtend.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon alena-norge » Dienstag 22. November 2011, 11:28

Also in Dk ist Gupta program ganz oben, alle werden geheilt ich weiss nur nicht wo von;))aber gleichzeitig sagen alle das hat nichts med psychische Krankheiten zu tun. Das ist Resultat , alle neue Krankheiten sind psychisch in DK http://www.me-cfs.info/termmodellen.htm

Ich wie ich bin kann nicht Mund halten und muss mein Meinung dazu sagen da werde ich beschimpft als mobber gegen Gupta und Leute die gesund werden.Hallo?

Ich glaube durch Gupta bekommen Leute Agression und Gehirenwaesche.

Auf Facebook sind es jetzt auch ueber 50% die das machen , hat mann etwas gegen Gupta zu sagen wird man einfach als Freund entfernt.Lach... Meistens aerket mich das die beschreiben MCS Symptome wie Derpression, Stress nicht mehr da sind. Wenn das Mcs ist dann habe ich kein!
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Beitragvon Mia » Dienstag 22. November 2011, 22:59

"Der Mensch will betrogen werden". Von wem dieser Ausspruch stammt, weiß ich nicht, aber er scheint zeitlos zu sein!

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Beitragvon Mia » Dienstag 22. November 2011, 23:03

Wenn man diese Pseudo-Heilmethoden so verteidigt, wie hier beschrieben wurde, dann darf man sich über die Betrüger der "Kaffeefahrten", die den Rentnern das Geld aus der Tasche ziehen, auch nicht aufregen.

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Beitragvon Herbert » Mittwoch 23. November 2011, 18:50

Schade, dass hier viele so ablehnend auf diese Behandlungsmethode reagieren. Ich habe schon mal davon gehört und werde mich nun darüber informieren. Ich finde, es klingt interessant! Danke für den Hinweis!
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 23. November 2011, 19:15

Na da wünsche ich dir ganz viel Glück wenn es funktioniert hast du vermutlich nie MCS gehabt und damit ein Riesenglück.
Viel Erfolg.
LG
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Beitragvon mirijam » Mittwoch 23. November 2011, 21:03

Hallo Herbert,

diese Methode ist kritisch zu betrachten, weil man mit Suggestion (welcher Art auch immer) keine toxischen Schäden beseitigen kann.

Und man kann vermutlich auch nicht die Funktionen der Amygdala dauerhaft manipulieren, wie es einem passt. Die Amygdala hat schon einen Sinn, gegen den man nicht arbeiten sollte und auch kaum kann.

Solche psychischen Manipulationen bringen keine Genesung, wenn es sich um organische Erkrankungen handelt.

Aber jeder muss selber wissen, welchen Weg er geht. Ich persönlich bevorzuge nachprüfbare Ergebnisse. Denn irgendwelche unbewiesenen Gerüchte bzw. trickreiche Marketing-Kampagnen sind mir völlig zweifelhaft.
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Amygdala Retraining

Beitragvon Karlheinz » Montag 26. Dezember 2011, 08:08

Warum eine Kombinationsstrategie gegen psychische Erkrankungen empfehlenswert ist
Von Volkart Wildermuth
Psychologie. - Viele psychischen Erkrankungen lassen sich mit Medikamenten oder einer Psychotherapie. Beide Ansätze sind wirksam, das zeigen Studien, am effektivsten ist es aber, Pillen und Gespräche zu kombinieren. Aber warum das so ist, an welcher Stelle im Gehirn die beiden Therapieansätze in Wechselwirkung treten, das haben Forscher aus Helsinki jetzt geklärt. Die Wissenschaftszeitschrift "Science" berichtet darüber.
...

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1636805/
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Beitragvon Leckermäulchen » Montag 26. Dezember 2011, 12:04

Wenn ich in dem Forschungsbericht im Deutschlandradio vom Vergleich Menschen und Mäuse lese, denke ich automatisch an das Buch von Menschen und Ratten von Prof. Schöndorf.

Das lässt sich sicherlich ähnlich betrachten.
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Beitragvon Janik » Montag 26. Dezember 2011, 13:20

Falls diese Kombi-Therapie Schule macht, könnte das sehr gefährlich werden.
Der Artikel bewirbt die tollen Vorzüge von Psychopharmaka und man soll die Gabe vor Beginn der Gesprächstherapie beginnen.
Psychopharmaka haben durch die Bank sehr bedenkliche Nebenwirkungen.
Vielen Ärzten scheint das nicht bewusst und den Patienten erst recht nicht.
Die Pillen werden wie bunte Bonbons geschluckt, ohne dass aufgeklärt wurde dass sie abhängig machen und das Wesen verändern können. Manche Psychopharmaka kann ein Patient nicht selbst absetzen oder ausschleichen, weil es zu verheerenden Nebenwirkungen wie bspw. Suizidzwang kommen kann.

Bevor einer von Euch eine pharmakologische/psychologische Kombi-Therapie beginnt, bitte genau informieren.
Auch wenn Ihr in einer Klinik seid. Schluckt nicht Psychopharmaka nicht gutgläubig in der Meinung,
dass der verabreichende Arzt schon wissen wird was er macht. Er weiß es oft nicht, nicht einmal ansatzweise!

Möglich, dass die Amygdala Therapien auch irgendwann in Kombination mit Psychopharmaka angeboten werden.
Lasst Euch nicht verschwatzen zu solchen Experimenten!
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Amygdala Retraining

Beitragvon Janik » Montag 26. Dezember 2011, 13:33

Schade, ich wollte Euch ein paar Tweets von Guptha Girl einstellen.
Sie hat offensichtlich alle älteren Tweets gelöscht und nur noch einen Tweet stehen lassen mit dem sie auf ihre Webseite verweist.

Einer der letzten Tweets sagte, dass man mit dem Guptha Anwendungen nachhalten muss und wenn man nicht täglich praktiziert, der Erfolg nachlässt.
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Beitragvon Clarissa » Montag 26. Dezember 2011, 13:39

Zum Thema Tabletten und Krankenhaus, kontrolliert eure Tabletten, es könnte sonst sein das man euch welche unterschiebt, die ihr nicht haben wollt. Verlangt die Originalverpackung, lasst euch die Waschzettel geben, verlangt nach einem Arzt und klärt das mit den Tabletten, droht notfalls mit einer Anzeige. Ich habe so etwas schon erlebt.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Amygdala Retraining

Beitragvon Karlheinz » Montag 26. Dezember 2011, 18:20

Man wartet gespannt auf die Python-basierte softwaregestützte Amygdalareprogrammierung von Schwuppda Pharmaceuticals. Der Anwender muß nur noch das zu reprogrammierende Objekt ausreichend definieren. Den Rest übernimmt dann die Software. Um Missbrauch zu verhindern ist die Anwendung codegeschützt. Man schluckt erst eine speziell angefertigte chemisch codierte Pille und hat dann nach sechs Stunden drei Stunden zeit um das ganze durch dreimaliges lautes Aufsagen eines zweiten Codes zu aktivieren.

Langfristig ist geplant ein Sicherheitsbackup der Persönlichkeit anzubieten, falls mal was schiefgeht. Man denkt an eine Kooperation mit Facebook, die sind ja schon auf Persönlichkeitsuploads spezialisiert. Falls versehentlich alles gelöscht wurde, können Deine Freunde dann zumindest weiterhin mit deiner Persönlichkeit kommunizieren. Evtl. soll dann auch eine softwaregestützte Persönlichkeitsrekonstrution angeboten werden (in Abhängigkeit vom technischen Fortschritt).

Außerdem wird so ein objektiver Vorher-Nachher-Vergleich ermöglicht. Deine Freunde können dann abstimmen, ob die Behandlung mehr genützt oder geschadet hat.
Und er Clou: alles kostenfrei da werbefinanziert. Jährlich soll dann die beste neue Persönlichkeit prämiert werden. Hauptgewinn soll eine Kreuzfahrt auf Flossden Paradise werden.
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Beitragvon Juliane » Montag 26. Dezember 2011, 19:47

Du hast sehr viel Phantasie, Karlheinz.
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Beitragvon Juliane » Montag 26. Dezember 2011, 19:48

Das war die Pressemeldung zu dem Bericht aus Helsinki:



Antidepressiva und Psychotherapie gelten als Mittel der Wahl, um Depressionen und schwere Angststörungen zu behandeln. Warum die Kombination aus beiden am besten hilft, konnten Tierversuche nun zeigen: Die Medikamente verändern die Vernetzung von Hirnzellen und unterstützen somit die psychotherapeutische Behandlung.

Depressionszustände lassen sich bei Versuchstieren schwer nachahmen – wohl aber chronische Angst. Forscher um den finnischen Neurowissenschaftler Eero Castrén von der Universität Helsinki versetzten Mäusen einen milden elektrischen Schlag, wobei gleichzeitig ein Piepton erschallte. Sobald die Tiere erneut den drohenden Laut hörten, erstarrten sie vor Schreck. Die Dauer dieses hilflosen Zustands registrierten die Forscher als Ausmaß der empfundenen Angst.

Die Furcht vor den Tönen konnten die Wissenschaftler den Nagern vorläufig per "Konfrontationstherapie" nehmen: Versetzt in einen anderen Käfig hörten die Tiere mehrfach die akustischen Signale, ohne den schmerzhaften Schlag zu spüren. Die Angstsymptome verschwanden dadurch zunächst, traten allerdings eine Woche später beim erneuten Klang der Pieptöne wieder auf.

Anders erging es aber Mäusen, die zusätzlich den Wirkstoff Fluoxetin erhalten hatten. Jetzt ließen sie die Töne unberührt; selbst nach einem zweiten Elektroschock verhielten sie sich wesentlich furchtloser als ihre unbehandelten Artgenossen. Allein bewirkte das unter dem Handelsnamen Prozac bekannte Antidepressivum allerdings auch keine andauernde Hilfe: Ohne Konfrontationstherapie zeigten sich die Tiere früher oder später wieder ängstlich.

Wie Psychotherapie und Pille sich gegenseitig fördern, untersuchten Castrén und seine Kollegen im Gehirn der toten Tiere: In der Amygdala – einer Hirnregion, die bei Gefühlen wie Angst eine wichtige Rolle spielt – wiesen die Neurone der mit Prozac behandelten Mäuse jugendliche Züge auf. Das Medikament hatte offensichtlich die Hirnzellen in einen unreifen Zustand zurückversetzt. Die Zellen konnten nun neue Verknüpfungen bilden und somit die neuronalen Netze umprogrammieren.

Laut den Forschern unterstützt die medikamentöse Therapie demnach die Aufnahmebereitschaft des Gehirns. Damit kann dann eine Psychotherapie effizient wirken: Neutrale Erlebnisse ersetzen schmerzhafte Erinnerungen und helfen so, die Furcht zu überwinden.

http://www.gehirn-und-geist.de/alias/angsttherapie/doppelt-hilft-besser/1137297
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Beitragvon Juliane » Montag 26. Dezember 2011, 19:49

Na, wer da wohl bezahlt hat?
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