Gesunde Ernährung – alles relativ

Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Nachtigall » Dienstag 24. November 2015, 18:18

Nur weil etwas für den einen gesund ist, muss das für den anderen nicht ebenfalls gelten. Haben somit allgemein empfohlene Ernährungsmodelle ausgedient? ;)

20. November 2015

Ernährung

Gesunde Ernährung – alles relativ

Von Cornelia Dick-Pfaff

Aufwendige Studie belegt: Jeder reagiert anders auf Lebensmittel

Rehovot (Isreal) - Es soll ja durchaus gesund sein, sich ausgewogen zu ernähren, mit viel Obst und Gemüse, wenig Kohlenhydraten und nicht zu viel Fleisch. Doch ganz so einfach ist das alles wohl doch nicht. Gesund ist nicht gleich gesund, denn nicht für jeden Menschen gelten dieselben Ratschläge. Was dem einen gut tut, ist für den anderen womöglich ungünstig. Das verdeutlicht jetzt eine aufwendige Studie israelischer Forscher, die mit Hilfe kontinuierlicher Blutzuckermessungen untersucht hatten, welche Lebensmittel wie verstoffwechselt werden und wie sich die jeweilige Mahlzeit individuell auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Universelle Ernährungsempfehlungen sind von limitiertem Nutzen, schreiben sie im Fachblatt „Cell”. Sie schlagen vielmehr eine personalisierte Diät vor, die sich exakt nach den individuellen Bedürfnissen richtet. ...

http://www.wissenschaft-aktuell.de/arti ... 90008.html
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Leckermäulchen » Dienstag 24. November 2015, 22:54

Natürlich ist es relativ, welche Ernährung für wen gesund ist. Das ist aber auch schon mindestens seit Jahren bekannt.

Vor vielen Jahren hatte mir ein Naturarzt vor Ort - unabhängig von der Diagnose des Umweltarztes - ein Faltblatt gegeben, aus dem hervorgeht, warum Zitrusfrüchte (die ja ach so "gesund", weil vitamin-C-haltig sind) von sehr vielen Menschen gar nicht vertragen werden und sogar ungesund sind.

Trotzdem ich aber eine genaue uwmed. Diagnose zu meiner Ernährung seit elf Jahren habe, womit ich seitdem beste Erfahrungen mache und mich gesündest möglich ernähre, hat zu meinem seit etlichen Jahren extrem schwerfällig verlaufenden Sozialgerichtsverfahren gegen das Jobcenter wegen haarklein schriftlich nachgewiesenem ernährungsbedingten Mehrbedarfes das Gericht sich dennoch im krassen Gegensatz dazu auf die Empfehlungen des DV https://www.deutscher-verein.de/de/uplo ... ulagen.pdf berufen, die seit 2014 gelten, und sie versuchen allen Ernstes, damit die Diagnosen zu konterkarieren. Da wird mir "Vollkost" bzw. "gesunde Mischkost", was dasselbe ist und vor allem keinerlei Mehrkosten verursacht, zu essen empfohlen. Dass ich davon dann natürlich wieder wie in der Vergangenheit kollabieren und anaphylaktische Komazustände haben würde, was ich denen auch begründet erläutert hatte, ignorieren sie dabei geflissentlich. Aber berufen sich auf Ergebnisse der Amtsermittlung :!: :!: :!: - Das Amt hat nie, nie nie ermittelt, welche Ernährung für mich gesund ist. :evil:

So sieht die Realität aus, wenn eigentlich schon längst alles klar ist, aber die Offiziellen es partout nicht wahrhaben wollen und den Faktor gesunde Ernährung für sich beanspruchen.
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Twei » Mittwoch 25. November 2015, 15:30

Gesund ist auf jeden Fall eine schadstoffarme Ernährung - also kontrollierte Bioware...

... was bei MCS und bei einigen Allergien eine spürbare Linderung verheißt :mrgreen:


Und wenn die Ämter sich da stur stellen; nicht locker lassen :!: , siehe dazu auch:


Mehrbedarf für kostenaufwendige Ernährung u.ä. - viewtopic.php?t=18986#p117644
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 25. November 2015, 19:39

Ja Twei, genau das Urteil aus Bremen, das in dem letzten Link von dir angeführt ist, hatte daaaamaaaals - vor Jahren schon - meine RAin, noch lange bevor sie auf Weltreise ging - auch als Beispiel genommen für mein Verfahren, das bis heute kein Ende nimmt, denn das Urteil darf ja leider nicht als Präzedenzfall genommen werden (ha, warum wohl nicht?), und der Deutsche Verein hat sehr offenkundig immer noch nichts dazugelernt. Jetzt führt meine RAin diese Sache ja weiter für mich, aber alle MCS-Gegner bzw. -Ignoranten drehen fleißig das Rad rückwärts...

Jedenfalls hat die Richterin, die meinen Fall zu meinen Ungunsten entschieden hat, überhaupt keine Ahnung und das Gericht besteht hartnäckigst durch diverse Leute darauf, die Umweltmediziner, die meine ernährungsrelevante Diagnose ja ursprünglich ausdrücklich gestellt haben, was ich alles eingereicht hatte, kpl. zu ignorieren :evil: , während es Pseudomöchtegern-Ernährungsfachleute ausführlich zitiert und mich ausgerechnet darauf verweist :roll: :roll: ohne Ende.
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Twei » Mittwoch 25. November 2015, 21:26

Oft kommt man leider wirklich nicht weiter; steht ja allzu oft an einigen Stellen im Forum. RECHTSSTAAT heißt ja nicht, dass man grundsätzlich Recht bekommt, sondern dass man das Recht auf einen Prozess hat :roll:

... und wenn man kein Geld und keine Kraft mehr hat, dann hat man leider verloren :evil:


Auf jeden Fall finde ich es schon mal gut, dass es immer mehr an die Öffentlichkeit kommt, dass viele Studien gefälscht oder falsch gedeutet wurden und es somit den "Rechtsverdrehern" immer mehr an Fundament fehlt ;)


...Aufwendige Studie belegt: Jeder reagiert anders auf Lebensmittel ...
siehe oben 1.Post oder http://www.wissenschaft-aktuell.de/arti ... 90008.html

... und so werden die Hausärzte in Zukunft hoffentlich bei "Verordnungen" mehr Berücksichtigung finden - denn jene kennen ja ihre lang betreuten Patienten am Besten - finde ich.
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 25. November 2015, 22:12

Twei hat geschrieben:... und so werden die Hausärzte in Zukunft hoffentlich bei "Verordnungen" mehr Berücksichtigung finden - denn jene kennen ja ihre lang betreuten Patienten am Besten - finde ich.


Das wäre wirklich zu hoffen. Allerdings müssten da auch die jeweiligen Gegebenheiten stimmen. Denn wie viele MCS-Kranke sind ihrem Hausarzt jahrelang treu?

In wie vielen Fällen aber sind sie gezwungen, ihn alle naselang zu wechseln? Da ist ein echtes Kennenlernen schwierig.
In meinem Fall gab es über die letzten Jahre viele Wechsel aus verschiedenen Gründen. Nach meiner MCS-Diagnose ging ich

1.
zum besten Naturarzt in der Stadt, der mich jahrelang sehr zufriedenstellend behandelte. Das war auch der Arzt, der mit den Besonderheiten bei der Ernährung Bescheid wusste. Nach meinem Unfall mit inneren Verletzungen und dem Krankenhausaufenthalt von 2 1/2 Tagen, den ich MCS-bedingt knapp überlebte, wurde ich mit dem Entlassungsschreiben der Klinik in der Hausarztpraxis von einer auf die andere Sekunde nicht mehr als menschenwürdig geachtet sondern miss- bzw. verachtet, im Behandlungszimmer des Arztes vergessen, nachdem er grußlos rausgegangen war und nicht mehr wiederkam, entsprechend angepöbelt, als ich das dann merkte und mich zum Empfang schleppte usw. usf. - Die Jahre vor dem Unfall wurde ich sehr zuvorkommend behandelt. Da konnte ich ja auch allein dort hinfahren und alles war okay. In dem Moment, wo ich aber jetzt ein Taxi brauchte, das man mir höchst ungern bestellte, sah man die Gefahr, dass evtl. ein Hausbesuch nötig werden könnte. Da die Praxis nicht in meinem Stadtteil liegt, hat man es fortan abgelehnt mich zu behandeln.

2.
Eine Freundin, die mich in dieser schweren Zeit unterstützte, gab mir dann die Adresse einer Ärztin, die eigentlich sehr pfiffig ist und auch schnellstmöglich die notwendigen Untersuchungen durchführte. Die Praxis liegt in meinem Stadtteil und sie wurde dann für einige Jahre meine Hausärztin, weil sie auch meine MCS anhand meiner Unterlagen und derjenigen für Ärzte von CSN akzeptierte. Das ging genau so lange gut, bis sie, die diese Praxis gemeinsam mit ihrem Mann führt, einmal bei einem Termin, den ich bei ihr bekam, leider außer Haus musste und ich zu ihrem Mann ins Sprechzimmer kam. Der hat mich total abgebügelt und mir eine notwendige Überweisung im neuen Quartal verweigert, die mir einige Tage zuvor im alten Quartal seine Frau noch ausgestellt hatte. Nun stand ich da mit meinem angenähten Hals.

3.
Wieder auf der Suche und mit einigen MCS-Kranken in regelmäßigem Telefonkontakt, bekam ich von einer Leidensgenossin die Adresse meines jetzigen Hausarztes, eines Naturheilkundlers, Homöopathen und Allergologen und, wie sein Praxisschild ausdrücklich besagt, Hausarztes, zwar nicht in meinem Stadtteil, aber noch halbwegs in der Nähe, wo mir meine Frage, ob Hausbesuche möglich sind, ausdrücklich bejaht wurde. Er kennt und akzeptiert meine MCS-bedingt besondere Ernährungssituation. Ich hoffe, ich kann auch dort bleiben. Jedoch ist er schwer telefonisch zu erreichen und hat auch meist ein volles Wartezimmer, so dass ich dort verschiedentlich schon vor der Praxis warten musste.
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 25. November 2015, 22:33

Und da dieser für mich derzeit optimale Hausarzt ja aber leider weder die Diagnose MCS stellen noch meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten feststellen kann (was nicht mit Allergien, die ich auch auf Nahrungsmittel habe, zu verwechseln ist), das hatten ja schon die umweltmedizinischen Kollegen vor 11 Jahren getan, das Gericht aber eben diese Diagnosen nicht akzeptierte und darauf hinwies, dass mein Hausarzt diese nicht gestellt hatte, glauben sie womöglich, einen weiteren Trumpf gegen mich in der Hand zu haben, das Verfahren weiter in die Länge zu ziehen.

So bin ich neben dem Umweltarzt, der das vor 11 Jahren diagnostizierte, nach wie vor die einzige, die weiß, dass meine Ernährung für mich seitdem optimal ist, und niemand anderes akzeptiert es (Gericht, Jobcenter) oder bestätigt es (meine Mutter, die es nach Jahrzehnten von Anbeginn meines Lebens bis ich 50 Jahre alt war, nur erlebte, dass es mir immer wieder schlecht bis sehr schlecht ging und gar nicht - genau wie ich auch - wusste, dass unverträgliche Nahrungsbestandteile schuld gewesen sind, hat meine diesbezügliche Normalisierung in ihren letzten Lebensjahren mit grenzenlosem Staunen zur Kenntnis genommen, ist aber nun schon tot). Für andere Menschen, die mich seit Jahrzehnten kennen, die ich aber nur selten mal sehen oder sprechen kann, ist das Thema MCS als Nichtbetroffene zu kompliziert, um zu verstehen, dass dessen Ignoranz ganz, ganz weit oben aufgehängt ist und die meisten Ärzte, Ämter, Institutionen und sonstigen zuständigen Stellen feige Marionetten sind, die lieber systemgetreu agieren als MCS-Kranken mutig zu helfen bis sich Erfolg einstellt.
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Twei » Donnerstag 26. November 2015, 00:12

Das ist leider hier in unserem System oft so kompliziert und häufig spürbar ungerecht.

Aber um beim Thema zu bleiben.

Ich bin froh, dass diese Studie veröffentlicht wurde. Sie beweist eigentlich das Einfachste vom Einfachen - und zwar, dass jeder Mensch so verschieden funktioniert, wie es auch verschiedene Fingerabdrücke gibt :lol:

Vielleicht versteht der Mensch irgendwann mal alle Zusammenhänge im Kleinsten des Menschen ... aber das wird wohl noch eine lange Weile dauern. Solange bleibt vieles "Glaubwürdig" und eben nicht "Tatsächlich".

Tatsächlich ist es aber, wenn es mir nach bestimmten Mahlzeiten bzw. Nahrungsmitteln oder Gerichten schlecht geht, Stuhlgang nicht ok ist usw... - aber auch so was auf alle Menschen zu verallgemeinern, ist halt absurd ;)

Bei MCS und so was wie "Allergien nicht näher bezeichnet" als auch tatsächlichen Allergien und Unverträglichkeiten, werden Nahrungsmittel aber zur MEDIZIN - und das sollte mal endlich bei den Entscheidungsträgern kapiert oder zu mindest akzeptiert werden :!:
Denn das kostet etwas mehr Geld - und zwar soviel etwas mehr Geld, dass es sich ein Betroffener mit "Grundsicherungsleistung" nicht ohne "Mehrbedarf für kostenaufwendige Ernährung" leisten kann :evil:
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Leckermäulchen » Donnerstag 26. November 2015, 19:50

Oh wie recht du hast Twei :!:
So einfach erklärt (was mir mitunter sehr schwer fällt, wisst ihr ja leider auch, die ihr meine Texte "durchkämmt") und so logisch :)
Und ebenso wie Fingerabdrücke sind auch genetische und immunologische Anlagen unterschiedlich, was "eigentlich" jedem klar ist. Aber ein personalisierter Fingerabdruck kostet nichts im Gegensatz zur personalisierten gesunden Ernährung. Die "da oben" haben lang und breit bewiesen, dass sie die Fakten nicht glauben WOLLEN, weil sie nicht zahlen WOLLEN.
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Re: Gesunde Ernährung – alles relativ

Beitragvon Nachtigall » Dienstag 14. Juni 2016, 18:54

bei Quarks&Co
07.06.2016

Die Moden der Ernährung: teuer, widersprüchlich, unsinnig?

Wer will sich nicht gesund ernähren? Doch was genau gesund ist, scheint abhängig vom Zeitgeist zu sein. Bestimmte Lebensmittel sind mal "in", mal "out": etwa Margarine statt Butter, Vollkorn- statt Weißbrot oder Fisch statt Fleisch. Oft gibt es einen vermeintlich wissenschaftlichen Grund für oder gegen ein Lebensmittel und entsprechende Ernährungstipps zum Schutz vor Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt, Bauchweh, Blähungen oder gar Krebs. Was jedoch heute als gesund gilt, kann morgen schon wieder überholt sein. Mythen und Halbwahrheiten gibt es zuhauf. Ranga Yogeshwar stellt die bekanntesten und skurrilsten Ernährungs-Moden der letzten Jahre vor und beleuchtet die Hintergründe: Welche Ernährungsempfehlungen sind sinnvoll und haben Bestand?

Das Geschäft mit den Ernährungsmoden
...

http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sen ... g-100.html

07.06.2016, Die Moden der Ernährung: teuer, widersprüchlich, unsinnig?

30.05.2016 | 44 Min. | Quelle: WDR

Wer will sich nicht gesund ernähren? Doch was genau gesund ist, scheint abhängig vom Zeitgeist zu sein. Bestimmte Lebensmittel sind mal "in", mal "out". Doch wer findet sich im Dschungel der Ernährungstipps noch zurecht? Quarks & Co klärt auf © WDR Videopodcast

http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co ... d=35823028

auf Youtube https://www.youtube.com/watch?v=-CwoQYRPvwY
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