Bartram einzige effektive Möglichkeit zu heilen

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Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:14

Dr. Bartram hat im Sommer 2011 auf einem Vortrag festgestellt:


"......Meiden oder stark Minimieren nachweislich krankheitsauslösender und krankheitsunterhaltender Umweltsubstanzen die einzige effektive und langzeitige Möglichkeit ist, Umwelterkrankungen zu heilen...."

http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/downloads/shortver_6teumwelt.pdf
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:28

Dr. Bartram weiss natürlich:


"Ein mögliches Scheitern des Prinzips „Expositionsvermeidung” zeigt sich immer öfter an den sozialen Verhältnissen, in denen die Erkrankten leben. Beispielsweise kann bei eindeutigem Nachweis einer krankheitsauslösenden Exposition am Arbeitsplatz der erkrankte Familienvater nicht einfach einen anderen Arbeitsplatz bekommen. Oder Mieter, die in einer Wohnung residieren, in der z B versteckte, krank machende Schimmelpilze vorhanden sind, um nur 2 Beispiele zu nennen..."

http://multishop.diealternativen.de/index.php/info/p614_dr_frank_bartram:_therapieoptionen.html
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:30

Tja, da können dann auch neue Leitlinien nicht helfen.

Keine Umerziehung, keine Traumatherapie...
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:38

Und warum schreibt man dann Leitlinien?

Man braucht Leitlinien zur Verwaltung des Elends.


Unsere Lebensweise produziert Kollateralschäden. Unter anderem MCS. Und nicht nur MCS, wie wir wissen.

Die Zahlen steigen.

Wer soll das bezahlen?

Eine schadstofffreie Wohnung und einen schadstofffreien Arbeitsplatz auf Krankenschein? Gar Berentung wegen Berufskrankheit?

Geht nicht.

Also wie händeln wir das?

Risikomanagement.

Und wie kann man das auch noch in die sogenannte Marktwirtschaft integrieren?

Ganz einfach:

In Zukunft werden wir den "Patienten mit nicht-spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden" seiner systemkompatiblen Behandlung zuführen.


Nebeneffekt: Der Arzt muss sich nicht mehr hilflos vorkommen kann mithin sogar besser abrechnen.

Traurig aber wahr.
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 29. Februar 2012, 14:42

Lassen wir uns mal aufklären, wie das geht mit der Verwaltung der Kollateralschäden.

Die GHUP-Chefin Caroline Herr kennt sich damit bestens aus:



Hausarzt online Mittwoch, 01. Dezember 2010 um 12:49

Mobilfunk und Gesundheit

Empfehlungen für die ärztliche Praxis

Für Patienten und Personen, die vermuten, dass ihre meist unspezifischen Beschwerden in einem Zusammenhang mit der Exposition zu Feldern des Mobilfunks stehen, konnte bisher in Studien nicht gezeigt werden, dass sie, bei entsprechender Exposition in Labor-
studien, diese Felder sensibler wahrnehmen als Personen, die dies nicht vermuten. Gleichwohl müssen diese Patienten in ihrer Beschwerdelage ernst genommen werden, ohne dass ihnen dabei der angenommene Umweltbezug leichtfertig bestätigt wird. Im Rahmen einer vorzugsweise interdisziplinären Diagnostik und Risikokommunikation muss es gelingen, sie für alternative Konzepte zur Ursache ihrer Beschwerden und Krankheiten zu öffnen um ihnen dann eine angemessene Therapie zukommen zu lassen [10].......


Prof. Dr. Caroline Herr: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Oberschleißheim, E-Mail:
Caroline.Herr@lgl.bayern.de

http://www.hausarzt-online.at/hausarzt/index.php?option=com_content&view=article&id=251:mobilfunk-und-gesundheit&catid=1:fortbildung&Itemid=2


Man merke auf
"vorzugsweise interdisziplinären Diagnostik und Risikokommunikation"
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Beitragvon Yol » Donnerstag 24. Mai 2012, 13:05

Es braucht keine Leitlinie die Kollateralschäden zu managen.
Es braucht eine Leitlinie in der Arbeitswelt.
Es braucht eine Leitlinie am Bau.
Es braucht eine Leitlinie für Mietwohnungen.
Es braucht eine Leitlinie für den öffentlichen Raum.
Es braucht eine Leitlinie für den modernen Menschen - ohne Leitlinie findet er selbst sich nicht mehr zurecht - bisher wurde ihm ja alles vorgegeben - abgenommen - vorgegauckelt. Also nun eine Leitlinie zum autonomen leben.
Diese Leitlinie für den Menschen wird dann wohl auch das soziale Umfeld mit einbeziehen - also nahezu alles abdecken.

Wenn wir alle diese Leitlinien haben - dann, denke ich, braucht es andere Leitlinien nicht zu geben. Ausser dann Leitlinien wie man die hinkende Ramschwirtschaft dennoch in Schwung hält - bei fehlender Nachfrage infolge Aufklärung...
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Beitragvon Flaunt » Donnerstag 24. Mai 2012, 13:09

Schon eine Leitlinie gesehen die keine bestimmte oder die herausgebende Lobby bevorzugt?
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Beitragvon Beobachter » Freitag 25. Mai 2012, 08:18

Danke an Juliane für das Eröffnen dieses Threads.

Hier wird es auf den Punkt gebracht, wohin sich die bisher "seriöse deutsche Umweltmedizin" entwickelt.

Dazu kommt m. E. in der Folge eine sehr unseriöse Mitentwicklung aller Bereiche, die unmittelbar/mittelbar mit "Umweltmedizin" zu tun haben oder es für sich in Anspruch nehmen oder auch "nur" unter diesem Deckmantel agieren.
Hier kommt es zu "Entgleisungen" (aus Gründen der Gewinnmaximierung), die ich als skandalös und gefährlich betrachte.

"Umweltmedizin" ist nicht nur ein medizinisches Problem, sondern auch und gerade ein politisches -
denn die Zahl der Erkrankten nimmt ständig zu, weil die
schädigenden Umwelteinflüsse ständig zunehmen.

Und die Entscheidungsträger sitzen in Politik und Wirtschaft/Industrie - und überall dazwischen und mittendrin die Lobbyisten.

Wenn z. B. die Bundesregierung schon die zuständige EU-Kommission verklagen muss, um zu verhindern, dass noch mehr Schadstoffe in Kinderspielzeug zugelassen werden - und sei es auch nur, um ihr Gesicht zu wahren - so ist das mehr als bezeichnend.

Meine persönliche Meinung zum Thema "(ärztliche) Umweltmedizin" allgemein:
Ein verantwortungsbewußter unabhängiger (sofern es das noch gibt) Umweltmediziner, der zum Wohle seiner Patienten handelt, dürfte sicherlich zunehmend Gegenwind und einen schweren Stand haben.
Das liegt in der Natur der Sache bzw. des Tätigkeitsfeldes.
Und es erfordert sicherlich viel Durchhaltevermögen, Kraft und Charakterstärke, sich angesichts der gesellschaftlichen Umstände nicht breitschlagen zu lassen oder nicht aufzugeben, zum Wohle/im Interesse des Patienten zu handeln.

Auch ein Arzt braucht kein "sich aufopfernder, Fahnen schwingender Held" zu sein - es würde reichen, bei bestimmten Entwicklungen einfach nicht mitzumachen, wenn man sie für sich selbst und seine Patienten nicht verantworten könnte oder sie für nicht zuträglich hielte.
Das wäre nur konsequent.


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Beitragvon Kira » Sonntag 18. November 2012, 11:05

"Die Ursachen der chronischer umweltmedizinischer Störungsbilder werden seit langem sehr kontrovers mit verhärteten Fronten diskutiert (Psychologie versus Toxikologie). Im Gegensatz zu dieser Kontroverse, gibt es mittlerweile deutliche Hinweise darauf, dass gerade das Zusammenwirken von Schadstoffen und körperlichen, sozialen und seelischen „Vulnerabilitätsfaktoren“ bei exponierten Bevölkerungsgruppen als Risikofaktor für die Entstehung und Erhaltung von chronischen umweltmedizinischen Erkrankungen zu werten ist. Daher arbeiten wir mit einem "Bio-Psycho-Sozialen Modell" umweltmedizinischpsychosomatischer Störungsbilder (Bartram et al. 2011)."
http://www.fklnf.de/fileadmin/downloads/Umwelt/C2_Konzept_Psychosom_Schwerp_Umwelt_11_2011.pdf
und
viewtopic.php?t=6709
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Beitragvon Kaloo » Sonntag 18. November 2012, 11:35

"Im Gegensatz zu dieser Kontroverse, gibt es mittlerweile deutliche Hinweise darauf, dass gerade das Zusammenwirken von Schadstoffen und körperlichen, sozialen und seelischen „Vulnerabilitätsfaktoren“ bei exponierten Bevölkerungsgruppen als Risikofaktor für die Entstehung und Erhaltung von chronischen umweltmedizinischen Erkrankungen zu werten ist."

Ach ja, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:

"...Zusammenwirken von Schadstoffen und körperlichen, sozialen und seelischen „Vulnerabilitätsfaktoren“ bei exponierten Bevölkerungsgruppen als Risikofaktor für die Entstehung und Erhaltung..."
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Beitragvon Kira » Montag 19. November 2012, 18:36

"Bei jedem Giftproblem wiederholt sich das Gleiche: ein Verständnis von Wissenschaft, dass – spätestens (!) – seit den 80er Jahren überholt war, überzeugt die Laien: die Journalisten, die Techniker, die Juristen, ja auch die Betroffenen zu deren Schaden.

Wir wissen seit den 80er Jahren, dass chronische Intoxikationen keine spezifischen Symptome kennen. Solche als Nachweis zu verlangen, ist nichts anderes als den Opfern ihre Recht zu entziehen. Wir wissen auch seit der 80er Jahren, dass Einzelstoffbewertungen abwegig sind. Es sind nur sehr selten Einzelstoffe, die zu toxischen Nervenschäden, Hyperreagibilitäten, chronischer Müdigkeit u. ä. führen. Hier den Einzelstoffnachweis als Nachweis der Schädigung zu verlangen, ist ebenfalls Rechtsbruch:............

Wer den Kausalitätsnachweis vorab fordert, handelt ohnehin entgegen die Gesetze (Stichwort: Gefahrenabwehr). Wer einen Nachweis fordert, der die Wirkung eines oder gar jedes dieser Stoffe im konkreten Krankheitsfall “bewiesen” haben will, hat haarsträubende Vorstellungen von Toxikologie. Solcher Unfug hat den Charme von Beihilfe zur Körperverletzung.
Ein solches Wissenschaftsverständnis ist aber das übliche Leitbild und es wird auch von diversen Gutachtern gepflegt........

Diese Denkweise ist letztlich der Grund, warum so viele Menschen irreversibel erkranken. Diese Menschen werden meistens ruiniert. Für die Gesellschaft ist das aber keine Kostenersparnis."
http://www.blog.dr-merz.com/?p=267
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