Artikel zu TRPV und TRPA1

Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 10. Juli 2012, 06:53

Ich habe mir gedacht, dass wir vielleicht unter diesem Thread Artikel sammeln können zu den TRP Rezeptoren und deren Auswirkungen.

Heute fange ich mit einem Auszug zum Thema Anästhesie und Schmerz an.

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 13441.html
Dienstag, 24.06.2008, 12:46


...
US-Forscher haben nachgewiesen, dass einige gängige Mittel für die Anästhesie eine unerwünschte Nebenwirkung haben: Sie aktivieren schmerzempfindliche Zellen. Die Folgen sind neben einem brennenden Gefühl an der Einstichstelle, stärkerer Wundschmerz und eine höhere Schmerzempfindlichkeit unmittelbar nach einer Operation. Verschlimmernd wirkt, dass die überaktiven Nervenzellen Entzündungsreaktionen auslösen, die wiederum die Schmerzen verstärken.
...
Die Substanzen lösten in schmerzempfindlichen Nervenzellen Signale aus, indem sie auf zwei Rezeptoren namens TRPA1 und TRPV1 einwirkten. Diese Schlüsselmoleküle sind auch für die Schmerzen durch große Hitze sowie durch scharfe Stoffe wie Capsaicin, Senföl und Tränengas verantwortlich. Die Testmäuse zeigten Schmerzreaktionen an der Kontaktstelle mit den Wirkstoffen. Auch verschlimmerten sich vorhandene Entzündungen. Eine Kontrollgruppe von Nagern, denen die fraglichen Rezeptoren fehlten, zeigten dagegen keine Anzeichen von Unwohlsein.
...
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Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Samstag 11. August 2012, 06:35

TRPV1 – Einleitung

Stell Dir mal einen Wachhund vor. Er liegt in seiner Ecke und döst vor sich hin. Er hört draußen ein Geräusch und eines seiner Ohren dreht sich in diese Richtung aber weiter rührt er sich nicht, weil er merkt, dass es nur ein Nachbar ist, der auf der Straße entlang geht. Kein Grund sich zu erheben und zu bellen.

Plötzlich hört er Geräusche. Er hebt seinen Kopf. Er merkt, dass es keine vertrauten Geräusche seiner Familienmitglieder sind. Er lauscht und nimmt einen unbekannten Geruch auf. Er fängt an zu bellen, um seine Familienangehörigen zu warnen. Der Einbrecher dringt ins Haus ein und der Hund ist kampfbereit. Ein Schritt weiter und der Hund greift den Einbrecher an. Wenn der Besitzer auf der Bildfläche erscheint, kann er den Hund zurückrufen und die Polizei alarmieren. Der Hund wird sich dann zurückziehen und sich langsam beruhigen.


Der TRPV – Rezeptor verhält sich unter normalen Umständen, wie dieser gute Wachhund. Wir bemerken ihn nicht, weil er vor sich hin döst. Erst wenn eine konkrete Gefahr droht, reagiert er. Er sendet Substanzen aus, die Schmerzen und Entzündungen hervorrufen. Dadurch werden wir aufmerksam, dass etwas nicht stimmt und eine Gefahr droht: z.B ziehen wir sofort unsere Hand weg, wenn wir eine heiße Fläche berühren oder wenn wir uns verletzen. Außerdem werden Mechanismen im Körper aktiviert, die Eindringlinge wie z.B. Bakterien vernichten sollen. Wenn z.B. die Wunde oder Infektion am Abklingen ist, dann beruhigt sich der Rezeptor und die Schmerzen und die Entzündung gehen zurück.

Sicherlich kennst Du auch Hunde, die bei dem kleinsten Geräusch sofort bellen und sich wie wild gebärden. Selbst der Besitzer hat Schwierigkeiten seinen Hund zu bändigen und zu beruhigen.

Wenn der TRPV Rezeptor sensibilisiert ist, dann reagiert er auch schon auf kleinste Reize. Stell dir vor du streichst über deinen Arm. Unter normalen Umständen wirst du keinen Schmerz spüren (der Wachhund döst vor sich hin). Wenn Du aber eine Wunde am Arm hast, dann wird die Stelle schon bei einer kleinen Berührung schmerzhaft sein Auch die Umgebung wird viel empfindlicher sein als normal (der TRPV ist nun zum Kläffer geworden).

In der Fachsprache nennt man diese Phänomene:
Hyperalgesie - verstärkte Schmerzempfindung
Allodynie - Schmerz bei Reizen, die normalerweise nicht schmerzhaft sind
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Beitragvon Sternentaenzer » Sonntag 12. August 2012, 10:49

Wer jetzt neugierig geworden ist, welche weiteren Stoffe diesen Rezeptor aktivieren können, der kann mehr Informationen unter
Sternentänzer: MCS - versteckten Ursachen auf der Spur
viewtopic.php?t=6923
ab S.2
finden.
Ich hatte diese Zusammenstellung schon 2008 gemacht. In der Zwischenzeit sind sicherlich noch einige weitere Stoffe dazu gekommen.
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Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 12. September 2012, 09:57

Im Thread "MCS in Pubmed 2012"
viewtopic.php?t=18446
hat Amazone einen wichtigen Artikel zu MCS und Hypoxie (Sauerstoffmangel) reingestellt.
Mir fiel dazu gerade dieser Artikel in die Hände:

]
Hypoxia-induced sensitization of transient receptor potential vanilloid 1 involves activation of hypoxia-inducible factor-1 alpha and PKC.

Ristoiu V, Shibasaki K, Uchida K, Zhou Y, Ton BH, Flonta ML, Tominaga M.
Source
Department of Anatomy, Physiology and Biophysics, Faculty of Biology, University of Bucharest, Bucharest 050095, Romania.
Abstract
The capsaicin receptor, transient receptor potential vanilloid 1 (TRPV1), acts as a polymodal detector of pain-producing chemical and physical stimuli in sensory neurons. Hyperglycemia and hypoxia are two main phenomena in diabetes associated with several complications. Although many studies on streptozotocin-induced diabetic rats indicate that early diabetic neuropathy is associated with potentiation of TRPV1 activity in dorsal root ganglion neurons, its underlying mechanism and distinctive roles of hyperglycemia and hypoxia have not been completely clarified. Here, we show that hypoxic and high glucose conditions (overnight exposure) potentiate the TRPV1 activity without affecting TRPV1 expression in both native rat sensory neurons and human embryonic kidney-derived 293 cells expressing rat or human TRPV1. Surprisingly, hypoxia was found to be a more effective determinant than high glucose, and hypoxia-inducible factor-1 alpha (HIF-1α) seemed to be involved. In addition, high glucose enhanced TRPV1 sensitization only when high glucose existed together with hypoxia. The potentiation of TRPV1 was caused by its phosphorylation of the serine residues, and translocation of protein kinase C (PKC)ε was clearly observed in the cells exposed to the hypoxic conditions in both cell types, which was inhibited by 2-methoxyestradiol, a HIF-1α inhibitor. These data suggest that hypoxia is a new sensitization mechanism for TRPV1, which might be relevant to diabetes-related complications, and also for other diseases that are associated with acute hypoxia.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21376466

Pain. 2011 Apr;152(4):936-45. Epub 2011 Mar 4.
Copyright © 2011 International Association for the Study of Pain. Published by Elsevier B.V. All rights reserved.
PMID:21376466
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Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 5. Februar 2013, 07:11

Coffein kann den TRPV1 aktiveren und dadurch kann Calcium in die Zelle einströmen. Wenn eine zu große Menge Calcium in die Zelle gelangt, kann dadurch eine Kaskade von Reaktionen ausgelöst werden, die zu Veränderung/Schäden führen können.

Coffein/Tein findet sich in Kaffee, Tee, Mate

”These observations suggest that caffeine can induce Ca2+ influx by activating TRPV1 channels.”

Daher JP, Gover TD, Moreira TH, Lopes VG, Weinreich D.
The identification of a caffeine-induced Ca2+ influx pathway in rat primary sensory neurons.
Mol Cell Biochem. 2009 Jul;327(1-2):15-9. Epub 2009 Feb 6.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19199006
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Beitragvon Sternentaenzer » Donnerstag 7. Februar 2013, 07:32

Mir war aufgefallen, dass einige von Euch Seife und ähnliche Produkte nicht vertragen können. Ein Grund könnte sein, dass die darin enthaltenen Tenside den TRPV Rezeptor aktivieren können. Aus dem normalen Leben kennen wir es, dass Seife in den Augen brennt. Bei uns MCSlern können diese Stoffe sicherlich noch andere Symptome hervorrufen

..."The results show that anionic alkyl linear surfactant ingredients such as sodium lauryl sulphate, sodium laureth sulphate, ammonium lauryl sulphate, sodium C12-15 pareth sulphate and N-lauroylsarcosine concentration-dependently induced Ca(2+) influx that could be addressed to TRPV1."

Lindegren H, Mogren H, El Andaloussi-Lilja J, Lundqvist J, Forsby A.
Anionic linear aliphatic surfactants activate TRPV1: a possible endpoint for estimation of detergent induced eye nociception?
Toxicol In Vitro. 2009 Dec;23(8):1472-6. Epub 2009 Jun 18.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19540328


Bei wikipedia de habe ich folgende Informationen zu einigen der Tenside gefunden:

sodium lauryl sulphat – Natriumlaurylsulfat
http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumlaurylsulfat
Natriumlaurylsulfat wird als Emulgator in Salben und Lotionen sowie Reinigungsmitteln, vor allem in Handspülmitteln und flüssigen Waschmitteln verwendet



sodium laureth sulphate - Natriumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat
http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumdod ... n%29sulfat
anionisches Tensid
Natriumlaurylethersulfat ist ein starkes öl- und fettlösendes Reinigungsmittel. Durch seine zusätzlich schäumende Eigenschaft wird SLES in vielen Körperhygieneprodukten, aber auch zur Herstellung von Schaumbeton[5], als Schaumbildner und als Fettlöser verwendet. SLES wird in Zahnpasten, Shampoos, Kosmetika, Duschgels, Flüssigseifen etc. eingesetzt


N-Lauroylsarcosin
http://de.wikipedia.org/wiki/N-Lauroylsarcosin
N-Lauroylsarcosin ist ein Derivat des Sarcosins. Seine Salze (vor allem das Natriumsalz, Sarkosyl NL) sind anionische Tenside, die als Detergentien Verwendung finden.
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Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Donnerstag 7. Februar 2013, 11:21

@Sternentänzer,

schön das du wieder im Forum bist;0)
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Maria Magdalena » Donnerstag 7. Februar 2013, 19:13

Das mit der Seife kann ich bestätigen. Auch die meisten Stoffe (zumindest diejenigen, die ich überprüfen konnte), die mit dem TRPV-Rezeptor assoziiert werden, sind bei mir Auslöser der typischen Symptome.

- Editiert von Maria Magdalena am 07.02.2013, 18:14 -
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Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Montag 11. Februar 2013, 07:54

Ich bin froh, dass meine Arbeit für Euch hilfreich ist. Danke für Eure Rückmeldung!!!

Heute habe ich 2 Artikel gefunden, die einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und den TRPV1 und auch TRPA1 herstellen.

Antonio F. Hernández, Tesifón Parrón, Raquel Alarcón
Pesticides and Asthma
Curr Opin Allergy Clin Immunol. 2011;11(2):90-96.
http://www.medscape.com/viewarticle/738955_5
Conclusion
Pesticide aerosols or vapors may damage the airways directly or by interacting with irritant receptors in the bronchial mucosa causing release of mediators that eventually lead to persistent airway inflammation and nonspecific bronchial hyper-reactivity. The activation of TRPV1 and TRPA1 ion channels in bronchial C-sensory fibers, inflammatory cells and epithelial cells following exposure to multiple environmental chemicals, such as irritants and air pollutants including pesticides, may release chemical mediators that trigger a neurogenic inflammation. If airway inflammation is sustained over time, nonspecific bronchial hyper-reactivity may ensue leading to asthmatic symptoms. The dysregulation of neurogenic inflammation by chemical exposures is considered an important mechanism underlying irritant-induced asthma. Further studies at molecular level are needed to clarify the mechanistic role of pesticides as a risk factor for allergic and nonallergic asthma in occupational and environmentally exposed populations.



Zusammenfassung
Pestizideaerosole oder Dämpfe können die Atemwege direkt oder durch die Interaktion mit Rezeptoren, die auf Reize reagieren und sich in der Bronchialschleimhaut befinden, durch die Freisetzung von Mediatoren schädigen, die schließlich zu anhaltenden Entzündung der Atemwege und unspezifische bronchiale Hyperreaktivität führen. Durch die Aktivierung der Ionenkanäle TRPV1 und TRPA1 in bronchiale C-sensorischen Fasern, entzündlichen Zellen und Epithelzellen nach Exposition gegenüber verschiedenen Umweltchemikalien, wie beispielsweise Reizstoffe und Luftschadstoffe einschließlich Pestizide, können Stoffe freigesetzt werden, die eine neurogene Entzündung auslösen. Wenn die Entzündung der Atemwege über längere Zeit aufrechterhalten wird, kann daraus unspezifische bronchiale Hyperreaktivität folgen, was zu asthmatischen Symptomen führt. Die Dysregulation der neurogenen Entzündung durch chemische Belastungen wird als ein wichtiger Mechanismus des durch Reize induzierten Asthmas betrachtet. Weitere Studien auf molekularer Ebene sind notwendig, um die mechanistische Rolle von Pestiziden als Risikofaktor für allergisches und nichtallergischen Asthma in Populationen zu klären, die beruflich oder durch die Umwelt diesen Stoffen ausgesetzt sind.


Der andere Text kommt später :-)
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Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Montag 11. Februar 2013, 08:04

http://www.allergysa.org/journals/Nov20 ... kPlaCe.pdf
Allergies in the Workplace
Vuyelwa Ndlovu... 2011

These results suggest that organophosphate and carbamate
insecticides may be interacting with inflammatory pathways
involved in asthma. Inhaled pesticides may cause
damage to the airways either directly or through the
activation of TRPV1 and TRPA1 ion channels in bronchial
C-sensory fibres, inflammatory cells and epithelial
cells. This triggers neurogenic inflammation which
when sustained over time may lead to nonspecific
bronchial hyperreactivity and the subsequent development
of asthmatic symptoms.59 This is an important
mechanism underlying irritant-induced asthma caused
by pesticides.


Übersetzung:
"...Diese Ergebnisse legen nahe, dass Organophosphat- und Carbamat-
Insektizide mit Entzündungswege interagieren, die bei Asthma
beteiligt sind. Inhalative Pestizide können Schäden in den Luftwegen entweder direkt oder durch dieAktivierung der TRPV1 und TRPA1 Ionenkanäle in bronchiale
C-sensorischen Fasern, Entzündungszellen und Epithelzellen verursachen. Dies löst eine neurogene Entzündung aus, die, wenn sie längere Zeit anhält, zu einer unspezifischen bronchiale Hyperreaktivität führen kann und anschließend zu einer Entwicklung
von asthmatischen Symptomen.59 Dies ist ein wichtiger
Mechanismus, der dem Reizinduziertem Asthma verursacht
durch Pestizide zu Grunde liegt."
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 25. Juni 2013, 09:02

Ich habe eben einen guten Artikel zum Thema TRPV1 Rezeptor gefunden. Er ist relativ einfach geschrieben und eignet sich gut zum Einstieg in die Thematik.

„Hitze, Schärfe, Schmerz - Drei reizen den Rezeptor“
Sebastian Marquardt und Claudia J. Schwartzkopff
http://archiv.aktuelle-wochenschau.de/2 ... oche4.html
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Donnerstag 4. Juli 2013, 07:55

Heute beschäftige ich mich mit den Salicylaten.

In dem ersten Artikel wird erwähnt, dass Methylsalicylat neben Eugenol (Gewürznelke), Gingerol (Ingwer), Zimtaldehyd den TRPA1 Rezeptor aktiviert.

Methylsalicylat spielt aber auch beim TRPV1 Rezeptor eine Rolle, wie im 2. Artikel gezeigt wird.


Marilia Z. P. Guimaraes and Sven-Eric Jordt
Chapter 11TRPA1 : A Sensory Channel of Many Talents
Neuron. 2004 Mar 25;41(6):849-57.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK5237/
“…In addition to mustard oil, TRPA1 is activated by other pungent plant products such as cinnamaldehyde, eugenol, gingerol, and methyl salicylate [16]…”

Toshio Ohta et al. 2009
Involvement of Transient Receptor Potential Vanilloid Subtype 1 in Analgesic Action of Methylsalicylate
Mol Pharmacol 75: 307-317, 2009
http://molpharm.aspetjournals.org/conte ... 7.full.pdf
"…Methylsalicylate (MS) is a naturally occurring compound that is used as a major active ingredient of balms and liniments supplied as topical analgesics. Despite the common use of MS as a pain reliever, the underlying molecular mechanism is not fully understood. Here we characterize the action of MS on transient receptor potential V1 (TRPV1)….”



Methylsalicylate kommen natürlich in Wintergrün, Heidekrautgewächsen und in Birken vor.

Ich habe noch bei Wikipedia nachgeschaut:

Salicylsäure
http://de.wikipedia.org/wiki/Salicylate
Salicylsäure (o-Hydroxybenzoesäure) kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor..
…Salicylsäure dient zur Herstellung von Farb- und Riechstoffen und der Acetylsalicylsäure (ASS, besser bekannt unter dem Markennamen Aspirin), die als schmerzstillender, entzündungshemmender und blutverdünnender Arzneistoff Verwendung findet. In Form des unlöslichen Salzes Bismutsubsalicylat wird sie gegen Durchfall und Störungen des Gastrointestinaltraktes eingesetzt.
…In bis zu 2%iger Konzentration ist sie häufiger Bestandteil von Kosmetika.[14]
Ab 5%iger Lösung zeigt Salicylsäure einen für die Aknetherapie ausreichenden kerato- und somit auch komedolytischen Effekt.[14] In 10%iger Lösung wird sie zur Behandlung von Hühneraugen und Warzen eingesetzt.
…Die Salicylsäure ist das Wirkprinzip vieler analgetischer Medikamente wie der Acetylsalicylsäure. Diese werden im Organismus rasch zur Salicylsäure hydrolysiert. Nebenwirkungen sind vor allem allergische Reaktionen, Blutungsneigung, Bronchokonstriktionen (Asthma bronchiale), Magenschleimhautschädigung mit Blutungen, in Einzelfällen Leberschädigung. Auch Harnsäureretention, Hyperurikämie und Nierenschädigung wurden beobachtet.

Salicylsäureester werden hauptsächlich in der Kosmetik- und Parfumindustrie als Antirheumatika in Badezusätzen, Salben oder Cremes, sowie als Riechstoffe und als UV-Filter in Sonnenschutzmitteln verwandt.


Wer merkt, dass er mit Obst, Gemüse und Beeren Schwierigkeiten hat, dem könnte diese Aufstellung weiterhelfen. Achtet darauf, dass hier Kohlsorten etc. als verträglich aufgeführt werden. Wenn aber der TRPA1 empfindlich reagiert, dann kann es sein, dass man auch keinen Kohl etc. verträgt.
http://salicylatintoleranz.blogspot.de/ ... n-mit.html
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 30. Oktober 2013, 06:42

Dies kann sehr wichtig sein, weil in diesem Artikel gesagt wird, dass NO - Stickoxid TRPV1 und TRPA1 aktivieren kann. Das bedeutet, dass es zwar andere Startpunkte geben kann, aber durch die Produktion von NO diese Rezeptoren aktiviert und sensibilisiert werden können. Deshalb beachtet die Arbeiten von Pall!

Takashi Miyamoto et al.
TRPV1 and TRPA1 Mediate Peripheral Nitric Oxide-Induced Nociception in Mice
http://www.plosone.org/article/info%3Ad ... ne.0007596


Nitric oxide (NO) can induce acute pain in humans and plays an important role in pain sensitization caused by inflammation and injury in animal models. There is evidence that NO acts both in the central nervous system via a cyclic GMP pathway and in the periphery on sensory neurons through unknown mechanisms. It has recently been suggested that TRPV1 and TRPA1, two polymodal ion channels that sense noxious stimuli impinging on peripheral nociceptors, are activated by NO in heterologous systems. Here, we investigate the relevance of this activation. We demonstrate that NO donors directly activate TRPV1 and TRPA1 in isolated inside-out patch recordings..."

..."[29]. Regardless, NO appears to activate TRPV1 and TRPA1 through S-nitrosylation, which involves transfer of a nitric oxide group to cysteine sulfhydryls on proteins "
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 30. Oktober 2013, 07:03

Medikamente:
Gasförmige Betäugungsmittel (Vollnarkose)
Tramadol
Gadolinium (Kontrastmittel - Kernspintomographen)



In diesem Artikel wird erwähnt, dass gasförmige Betäubungsmittel, die bei einer Vollnarkose benutzt werden, TRPV1 sensitivieren und Schmerzen und Entzündungen nach der OP verschlimmern können.



Joris Vriens, Giovanni Appendino, and Bernd Nilius
Pharmacology of Vanilloid Transient Receptor Potential
Cation Channels
MOLECULAR PHARMACOLOGY Vol. 75, No. 6
Mol Pharmacol 75:1262–1279, 2009 Printed in U.S.A.
http://molpharm.aspetjournals.org/conte ... l.pdf+html

General anesthetics [gas (e.g., isoflurane, sevoflurane, enflurane,
and desflurane)] sensitize TRPV1 at clinically relevant
concentrations in a process that can exacerbate postsurgical
pain and inflammation (Cornett et al., 2008; Harrison
and Nau, 2008). In addition, tramadol activates TRPV1, and
it has been suggested that the “unexpected” local side effects
of this analgesic (initiation of burning pain and erythema)
are due to TRPV1-mediated local release of vasoactive neuropeptides
(Marincsa´k et al., 2008).


In einem anderen Abschnitt desselben Artikels wird erwähnt, dass Tramadol TRPV1 aktiviert und dass die "unerwarteten" lokalen Nebenwirkungen wie brennende Schmerzen und Erythema (Hautrötung) hervorgerufen werden durch die Freisetzung von vasoaktiven Neuropeptiden vermittelt durch den TRPV1 Rezeptor

"... In addition, tramadol activates TRPV1, and
it has been suggested that the “unexpected” local side effects
of this analgesic (initiation of burning pain and erythema)
are due to TRPV1-mediated local release of vasoactive neuropeptides
(Marincsa´k et al., 2008)..."


Außerdem wird erwähnt, dass Gadolinium den TRPV1 aktiviert.
Surprisingly, TRPV1 is also activated by gadolinium


http://de.wikipedia.org/wiki/Gadolinium#Verwendung
...Intravenös injizierte Gadolinium(III)-Verbindungen, wie zum Beispiel Gadopentetat-Dimeglumin, dienen als Kontrastmittel bei Untersuchungen im Kernspintomographen.
...
Auch für Untersuchungen am Gehirn können diese Kontrastmittel verwendet werden, da die Gadolinium-Komplexe die Blut-Hirn-Schranke bei gesunden Patienten nicht überwinden und somit eine Blut-Hirn-Schrankenstörung – ein Hinweis auf ein pathologisches Geschehen (z.B. Mangeldurchblutung, Tumor, Entzündung) – sichtbar machen können.
Zuletzt geändert von Sternentaenzer am Samstag 2. November 2013, 07:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Freitag 1. November 2013, 15:22

Kohlensäure


Hier ein Artikel aus dem Focus vom Mittwoch, 29.09.2010

Schmerzempfinden - Limonade brennt wie Chili

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehru ... 56852.html

"Harmloses Mineralwasser kann die Kehle wie eine feurige Pfefferschote reizen. Denn Kohlensäure aktiviert den gleichen Schmerzschaltkreis wie scharfe Lebensmittel..."


"... Um die Frage zu klären, gaben die Wissenschaftler eine kohlensäurehaltige Salzlösung auf isolierte Nervenzellen von Mund und Nase. Dabei entdeckten sie, dass nur eine bestimmte Art von Zellen auf die Säure reagierte. Es waren diejenigen, die auch Senf oder Chili wahrnehmen können. Dafür verantwortlich ist ein Gen namens TRPA1, das essenziell für die Schmerzempfindung nach Kohlensäurekontakt ist. Mäuse, denen das TRPA1-Gen fehlte, reagierten auf Kohlensäure deutlich weniger sensibel..."
Zuletzt geändert von Sternentaenzer am Samstag 2. November 2013, 07:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Samstag 2. November 2013, 07:27

Anmerkung zu dem vorherigen Artikel. Ich habe eben noch einmal nachgeschaut und nichts darüber gefunden, dass Capsaicin (die Substanz, die den Chilis/Peperonis die Schärfe gibt) den TRPA1 aktiviert. Vielleicht wird dieser Zusammenhang mal gefunden, aber zur Zeit ist Capsaicin typisch für den TRPV1-Rezeptor!
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Samstag 2. November 2013, 07:42

Phthalate


Im Artikel unten wird erwähnt, dass Phthalate den TRPA1 und TRPV1 aktivieren.

Kurohane K, Sahara Y, Kimura A, Narukawa M, Watanabe T, Daimon T, Imai Y.

Lack of transient receptor potential melastatin 8 activation by phthalate esters that enhance contact hypersensitivity in mice.
Toxicol Lett. 2013 Mar 13;217(3):192-6. doi: 10.1016/j.toxlet.2012.12.025. Epub 2013 Jan 4.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23296101

...These results show that phthalate esters activate TRPA1 and TRPV1 with selectivity. TRPM8 activation is not likely to be involved in the sensitization to FITC...


http://de.wikipedia.org/wiki/Phthalate
...
Verwendung

Der überwiegende Teil der industriell in großen Mengen erzeugten Phthalate wird als Weichmacher für Kunststoffe wie PVC, Nitrocellulose oder synthetisches Gummi verwendet. Die wichtigsten Vertreter der Phthalate sind Dioctylphthalat (DOP, Veresterungsprodukt aus o-Phthalsäure mit 2-Ethylhexanol, Alternativbezeichnung: Diethylhexylphthalat, DEHP) und Diisononylphthalat (DINP). Dimethyl-, Diethyl- oder Dibutylphthalat kommen auch als Bestandteil von Kosmetik oder Körperpflegemitteln und pharmazeutischen Produkten zum Einsatz...

..Toxikologie
...Niedermolekulare Phthalate sind gesundheitlich problematische Verbindungen, da sie im Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken und beispielsweise Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes beim Mann[2] hervorzurufen.[3] Eine EU-Untersuchung hat festgestellt, dass niedermolekulare Phthalate, Parabene und PCBs unter anderem den Hormonhaushalt von männlichen Föten und Kindern stören, und so zu einer Feminisierung führen.[4][5]...
...Als problematisch an niedermolekularen Phthalaten erweist sich außerdem, dass, wie nachgewiesen wurde, ihre Giftigkeit sich im Gemisch mit anderen Substanzen potenziert...

...Welche Arzneimittel Phthalate enthalten, können Apotheken über die ABDA-Datenbank ermitteln.

Bei Kosmetika sind einzelne Phthalate bereits verboten, die Details sind in der Kosmetik-Verordnung zu finden[10]; die Verpackungsaufschrift muss über die anderen (zum Beispiel DMP und DEP) informieren.

Neben Weichmachern gibt es auch Hartmacher in Kunststoffen; siehe Bisphenol A (BPA)...


Weitere Links hier in diesem Forum zum Thema Phthalate/Weichmacher
Gefahren von Pthtalaten erkannt viewtopic.php?f=33&t=4413
Vinylbodenbelag im Zusammenhang mit Asthma bei Kindern viewtopic.php?f=33&t=19993
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Samstag 16. November 2013, 10:51

TRPA1 detects environmental chemicals and induces avoidance behavior and arousal from sleep

Toru Yonemitsu, Chiharu Kuroki, Nobuaki Takahashi, Yasuo Mori, Yuichi Kanmura, Hideki Kashiwadani, Youichirou Ootsuka & Tomoyuki Kuwaki
Affiliations Contributions Corresponding author

Scientific Reports 3, Article number: 3100 doi:10.1038/srep03100 Received 16 September 2013 Accepted 16 October 2013 Published 31 October 2013

Detecting threats and escaping before serious confrontations are important for animals to avoid danger and death. Transient receptor potential ankyrin 1 (TRPA1), a member of the TRP superfamily, is expressed in a subset of sensory neurons and mediates nociception evoked by pungent chemicals. Using behavioral testing, we found that TRPA1 knockout mice failed to avoid entering a chamber filled with vapor of formalin, allyl isothiocyanate, and acrolein. The avoidance behavior was blocked by nasal but not subcutaneous administration of a blocker to TRPA1. We also found that TRPA1 knockout mice did not wake when exposed to formalin during sleep. Additionally, the spinal trigeminal nucleus, the first relay neurons of the trigeminal system, showed massive expression of c-Fos after a brief (3 min) exposure to formalin vapor. TRPA1 seems to be a sentinel for environmental chemicals and induces avoidance behaviors and waking by way of the trigeminal system. ...


ganzer wissenschaftlicher Bericht siehe http://www.nature.com/srep/2013/131031/ ... 03100.html
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon hank » Montag 18. November 2013, 00:55

Bei Wikipedia wurde dies dazu geschrieben:


TRPA1 ist das einzige bisher identifizierte Mitglied dieser TRP-Familie. TRPA1 wird durch eine breite Palette potentiell schädigender Substanzen aktiviert und fungiert als zentraler chemischer Nozizeptor.
https://de.wikipedia.org/wiki/TRP-Kan%C3%A4le

Ein Nozizeptor ist eine freie sensorische Nervenendigung, die eine Gewebeschädigung bzw. Verletzung infolge thermischer, chemischer oder mechanischer Noxen in elektrische Signale (Aktionspotentiale) umwandelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nozizeptor




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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon hank » Montag 18. November 2013, 01:34

Dr. Engel der Uni Erlangen will durch Deaktivierung von TRPA1 autoimmune Darmerkrankungen beim Menschen ohne Beseitigung der TRPA1-aktivierenden Ursachen einmal heilen können.

http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/forschung/2011/11/9/87.shtml





.
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Montag 18. November 2013, 18:02

Danke Euch beiden, dass Ihr hier in diesem Thread aktiv mitmacht und so gute Artikel gefunden habt!!!
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 19. November 2013, 12:01

Unter diesem Link findet ihr eine schematische Darstellung von der Rolle, die TRPV1 bei Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) spielt.
http://origin-ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S1471491408002190-gr2.jpg

Figure 2. The complex role of TRPV1 in the pathogenesis of asthma and chronic obstructive pulmonary disease (COPD). TRPV1 is present both in airway epithelial cells (where it is a target for negatively charged inhaled microparticles) and on sensory nerve endings. Sensory neuropeptides (e.g. SP and CGRP) released from TRPV1-expressing nerve endings are involved in smooth-muscle contraction, immune-cell migration and mucus overproduction. Added to the complexity is the proposed expression of TRPV1 in endothelial cells and immune cells (lymphocytes, dendritic cells and mast cells).


meine Übersetzung - bin kein Fachmann!!!
TRPV1 ist sowohl in den Epithelzellen der Atemwege (wo es ein Ziel für negativ geladene inhalative Mikropartikel ist) als auch in sensorischen Nervenenden vorhanden. Sensory Neuropeptide (zB SP und CGRP), die von TRPV1-exprimierenden Nervenenden freigesetzt werden, sind beteiligt an der Kontraktion der glatten Muskulatur, Immun-Zell-Migration und der Überproduktion von Schleim. Ergänzend zu der Komplexität ist die vorgeschlagene Expression von TRPV1 in Endothelzellen und Immunzellen (Lymphozyten, dendritische Zellen und Mastzellen).
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 19. November 2013, 12:04

http://origin-ars.els-cdn.com/content/i ... 90-gr1.jpg
Ein weiteres Schema, durch was der TRPV1 aktiviert wird (z.B. Histamin)
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Freitag 17. Januar 2014, 19:32

TRPA1: einen Wandler und Verstärker von Schmerzen und Entzündungen



TRPA1: A Transducer and Amplifier of Pain and Inflammation

Ari Koivisto1,*, Hugh Chapman1, Niina Jalava1, Timo Korjamo1, Marja Saarnilehto1, Ken Lindstedt1, Antti Pertovaara2

Article first published online: 7 OCT 2013

DOI: 10.1111/bcpt.12138

© 2013 Nordic Pharmacological Society. Published by John Wiley & Sons Ltd


Abstract

The transient receptor potential ankyrin 1 (TRPA1) ion channel on peripheral terminals of nociceptive primary afferent nerve fibres contributes to the transduction of noxious stimuli to electrical signals, while on central endings in the spinal dorsal horn, it amplifies transmission to spinal interneurons and projection neurons. The centrally propagating nociceptive signal that is induced and amplified by TRPA1 not only elicits pain sensation but also contributes to peripheral neurogenic inflammation through a peripheral axon reflex or a centrally mediated back propagating dorsal root reflex that releases vasoactive agents from sensory neurons in the periphery. Endogenous TRPA1 agonists that are generated under various pathophysiological conditions both in the periphery and in the spinal cord have TRPA1-mediated pro-nociceptive and pro-inflammatory effects. Among endogenous TRPA1 agonists that have been shown to play a role in the pathogenesis of pain and inflammatory conditions are, for example, methylglyoxal, 4-hydroxynonenal, 12-lipoxygenase-derived hepoxilin A3, 5,6-epoxyeicosatrienoic acid and reactive oxygen species, while mustard oil and cinnamaldehyde are most commonly used exogenous TRPA1 agonists in experimental studies. Among selective TRPA1 antagonists are HC-030031, A-967079, AP-14 and Chembridge-5861528. Recent evidence indicates that TRPA1 plays a role also in transition of acute to chronic pain. Due to its location on a subpopulation of pain-mediating primary afferent nerve fibres, blocking the TRPA1 channel is expected to have antinociceptive, antiallodynic and anti-inflammatory effects. ...



http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... 12138/full
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 18. März 2014, 15:24

Juckreiz

Pharmawiki
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Juckreiz
Juckreiz
...
Physiologischer Hintergrund

Juckreiz entsteht durch Aktivierung spezialisierter afferenter unmyelinisierter C-Fasern in der Haut. Diese Fasern sind anatomisch identisch mit jenen, die Schmerz leiten, unterscheiden sich aber in der Funktion und Reizweiterleitung ins Gehirn. Sie enthalten eine Reihe von Rezeptoren wie zum Beispiel Histamin-Rezeptoren, PAR-2, Endothelin-Rezeptor und TRPV1. Bei der Auslösung und Verstärkung sind Mediatoren wie Histamin, Tryptase, Endothelin, Interleukine, Substanz P, Bradykinin und Prostaglandine beteiligt. Diese werden unter anderem aus Mastzellen freigesetzt. Wie Schmerz kann auch Juckreiz peripher oder zentral ausgelöst werden.
...
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Donnerstag 20. März 2014, 07:53

Refluxerkrankung (Sodbrennen)

A Kandulski 1, T Wex 1, K Mönkemüller 1, D Kuester 2, L Fry 1, P Malfertheiner 1
Verstärkte Genexpression von PAR-2 und TRPV-1 in Patienten mit erosiver (NERD) und nicht-erosiver Refluxerkrankung (ERD)
Z Gastroenterol 2008; 46 - P336
DOI: 10.1055/s-0028-1089711
https://www.thieme-connect.com/ejournal ... 28-1089711

Hintergrund: Die Aktivierung des Proteinase-aktivierten Rezeptors 2 (PAR-2) durch Trypsin induziert ein proinflammatorisches Zytokinmilieu, modifiziert neuroinflammatorische Prozesse und führt zu viszeraler Hypersensitivität. Der Vanilloid-Rezeptor 1 (TRPV-1) ist ein unselektiver Kationenkanal und wird auf intramukosalen C-Nervenfasern des menschlichen Ösophagus exprimiert. Die Bindung von Capsaicin an TRPV-1 verursacht typisches Sodbrennen.
Ziel: Ziel der Studie war es, den Zusammenhang der PAR-2 und TRPV-1 Genexpression in der Ösophagusmukosa von Patienten mit GERD zu untersuchen.
...
Zusammenfassung: GERD ist mit einer verstärkten Genexpression von PAR-2 und TRPV-1 im Plattenepithel des menschlichen Ösophagus assoziiert, die unabhängig von der Ausprägung erosiver Veränderungen bei diesen Patienten auftritt. Diese Daten lassen eine funktionelle Bedeutung beider Rezeptoren für die Entstehung typischer Symptome und viszeraler Hypersensitivität bei Patienten mit GERD vermuten.


Ösophagus - Speiseröhre
Refluxerkrankung - Sodbrennen
GERD - engl. gastroesophageal reflux disease
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 1. April 2014, 06:45

Zigarettenrauch, Dieselabgase, Holzrauch

Shapiro D1, Deering-Rice CE, Romero EG, Hughen RW, Light AR, Veranth JM, Reilly CA.
Activation of transient receptor potential ankyrin-1 (TRPA1) in lung cells by wood smoke particulate material.
Chem Res Toxicol. 2013 May 20;26(5):750-8. doi: 10.1021/tx400024h. Epub 2013 Apr 25.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23541125

"Abstract
Cigarette smoke, diesel exhaust, and other combustion-derived particles activate the calcium channel transient receptor potential ankyrin-1 (TRPA1), causing irritation and inflammation in the respiratory tract...

… This study demonstrated that TRPA1 is a molecular sensor for wood smoke particulate and several chemical constituents thereof, in sensory neurons and A549 cells, suggesting that TRPA1 may mediate some of the adverse effects of wood smoke in humans.


meine Übersetzung:
"Kurzfassung:
Zigarettenrauch, Dieselabgase und andere Partikel, die sich aus Verbrennungen herleiten, aktivieren den Calcium-Kanal-Transient -Receptor -Potential Ankyrin-1 (TRPA1), was zu Reizungen und Entzündungen in den Atemwegen führt...

…Diese Studie zeigte, dass TRPA1 ein molekularer Sensor n sensorischen Neuronen und A549-Zellen für Partikel des Holzrauchs und mehrere weiterer chemischer Bestandteile davon ist, was darauf hindeutet, dass TRPA1 einige der nachteiligen Wirkungen von Holzrauch im Menschen vermitteln kann.“
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Molly2 » Dienstag 1. April 2014, 09:51

Vielen Dank, Sternentänzer!

Es ist also hinreichend bekannt, warum ein Mensch auf bestimmte Stoffe wie reagiert und ein anderer vielleicht nicht.
Die Chemikaliengeschädigten werden aber weiterhin für dumm verkauft.

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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 1. April 2014, 10:21

Lokale Betäubungsmittel (LA) - Lidocain

Falls jemand Schwierigkeiten mit lokalen Betäubungsmitteln z.B. beim Zahnarzt hat, dann könnten TRPV1 und TRPA1 eine Rolle spielen.
Falls jemand eine Behandlung mit so einem Medikament braucht, dann sprecht vorher mit dem Arzt darüber. Vielleicht kann er abschätzen, wie Ihr darauf reagiert.

Andreas Leffler1, Michael J. Fischer2, Dietlinde Rehner1, Stephanie Kienel1, Katrin Kistner2, Susanne K. Sauer2, Narender R. Gavva3, Peter W. Reeh2 and Carla Nau1
The vanilloid receptor TRPV1 is activated and sensitized by local anesthetics in rodent sensory neurons
J Clin Invest. 2008;118(2):763–776. doi:10.1172/JCI32751
http://www.jci.org/articles/view/32751#ABS

„…TRPV1 has been attributed a central role in peripheral nociceptive transduction and is therefore being extensively studied. We show here that LAs activated and sensitized TRPV1 and thus add one more to the growing list of compounds that gate TRPV1…"


"...TRPV1 wurde eine zentrale Rolle in peripheren nozizeptiven Übertragung zugeschrieben und wird daher intensiv untersucht. Wir zeigen hier, dass LAs TRPV1 aktivieren und sensibilisieren und damit wird der wachsenden Liste von Stoffen, die TRPV1 aktivieren ein weiterer hinzu gefügt..."

"… we found that TRPA1 — a channel coexpressed with TRPV1 in a subset of unmyelinated, peptidergic nociceptors — is also activated by lidocaine…”


"...Wir fanden, dass TRPA1 - ein Kanal, der mit TRPV1 in einer Untergruppe von unmyelierten , peptidergischen Nozizeptoren coexprimierten wird- auch von Lidocain aktiviert wird..."
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Samstag 5. April 2014, 11:20

Google-Übersetzer
Abstrakt
Stichwort:

LE135; TRPV1; TRPA1; Schmerzempfindung; thermische Hyperalgesie; mechanische Allodynie

Hintergrund und Ziel


Retinoide, durch deren Aktivierung von Retinsäure-Rezeptoren (RARs) und die Retinoid-X-Rezeptoren regulieren diverse zelluläre Prozesse und pharmakologischen Eingriff in ihre Handlungen erfolgreich war bei der Behandlung von Hauterkrankungen und Krebs. Trotz der vielen positiven Auswirkungen, die Verwaltung der Retinoide verursacht irritierende Nebenwirkungen mit unbekannter Mechanismen. Hier zeigen wir, dass LE135 [4 - (7,8,9,10-Tetrahydro-5 ,7,7,10,10-pentamethyl-5 H-benzo [e] naphtho [2,3-b] [1, 4] diazepin-13-yl) benzoesäure], ein selektiver Antagonist von RAR-β, ist ein starker Aktivator des Capsaicin (TRPV1) und Wasabi (TRPA1)-Rezeptoren, zwei kritische Schmerzauslösende Kationenkanäle.

Experimenteller Ansatz

Wir geführt, um die erregenden Wirkungen der LE135 auf TRPV1 und TRPA1 Kanäle in HEK293T-Zellen und in Hinterwurzelganglienneuronen mit Calcium-Imaging und Patch-Clamp-Aufnahmen zum Ausdruck zu untersuchen. Wir haben auch eine ortsgerichtete Mutagenese der Kanäle verwendet werden, um die strukturelle Basis LE135-induzierte Aktivierung von TRPV1 und TRPA1 Kanäle und Verhaltenstests bestimmen, zu prüfen, ob pharmakologische Hemmung und genetische Deletion der Kanäle beeinflusst LE135 bewirkten Schmerzbezogenen Verhaltensweisen.

Wesentliche Ergebnisse

LE135 aktiviert sowohl die Capsaicin-Rezeptor (TRPV1) und des Allylisothiocyanats Rezeptor (TRPA1) heterolog in HEK293T-Zellen exprimiert und endogen durch sensorische Schmerzrezeptoren exprimiert. Mutationen stören die Capsaicin-Bindungsstelle gedämpft LE135 Aktivierung des TRPV1-Kanäle und eine einzige Mutation (K170R) eliminiert TRPA1 Aktivität durch LE135 hervorgerufen. Intraplantare Injektion von LE135 evozierte schmerzbezogenen Verhaltensweisen. Beide TRPV1 und TRPA1 Kanäle wurden in LE135 ausgelöste Schmerzen im Zusammenhang mit Antworten beteiligt, da durch pharmakologische und genetische Ablation Studien gezeigt.

Schlussfolgerungen und Implikationen

Dieser Blocker der Retinsäure Signalisierung ausgeübt wird auch nicht-genomische Effekte durch die Aktivierung der Schmerzauslösende TRPV1 und TRPA1-Kanäle.


Original

LE135, a retinoid acid receptor antagonist, produces pain through direct activation of TRP channels

Shijin Yin1,2,*,
Jialie Luo2,3,
Aihua Qian2,4,
Weihua Yu2,5 and
Hongzhen Hu2,*

Article first published online: 4 MAR 2014

DOI: 10.1111/bph.12543

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... 3/abstract
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Samstag 5. April 2014, 11:23

Metalle

Saeko Miura1, Kenji Takahashi1, Toshiaki Imagawa2, Kunitoshi Uchida3, Shigeru Saito3, Makoto Tominaga3 and Toshio Ohta1*
Involvement of TRPA1 activation in acute pain induced by cadmium in mice
Molecular Pain 2013, 9:7 doi:10.1186/1744-8069-9-7
http://www.molecularpain.com/content/9/1/7

"...TRPA1 is a nonselective cation channel expressed in sensory neurons and acts as a nociceptive receptor. Some metal ions such as Ca, Mg, Ba and Zn are reported to modulate TRPA1 channel activity...."

"...Conclusions
Cd excites sensory neurons via activation of TRPA1 and causes acute pain, the mechanism of which may be similar to that of Zn. The present results indicate that TRPA1 is involved in the nociceptive or inflammatory effects of Cd. ..."


meine Übersetzung
"...TRPA1 ist ein nicht-selektiver Kationenkanal in sensorischen Neuronen und fungiert als Nozizeptor. Einige Metallionen , wie Ca, Mg, Ba und Zn modulieren die Aktivität des TRPA1 Kanals. ..."

"...Schlussfolgerungen
Cd erregt sensorischen Neuronen durch die Aktivierung von TRPA1 und verursacht akute Schmerzen, deren Mechanismus ähnlich dem von Zn sein kann. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass TRPA1 in den nozizeptiven oder entzündlichen Wirkungen von Cd beteiligt ist. ..."


„Ein Nozizeptor (von lat. nocere, ,schaden’) – auch als Nozisensor oder fälschlicherweise als Nozirezeptor bezeichnet – ist eine freie sensorische Nervenendigung, die eine Gewebeschädigung bzw. Verletzung infolge thermischer, chemischer oder mechanischer Noxen in elektrische Signale (Aktionspotentiale) umwandelt. …“
http://de.wikipedia.org/wiki/Nozizeptor


Cd – Cadmium
Zn – Zink
Ca – Calcium
Mg – Magnesium
Ba - Barium
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Twei » Montag 14. April 2014, 08:27

Google-übersetzt:
... PLoS One 2014 2. April, 9 (4): e93688. doi: 10.1371/journal.pone.0093688. eCollection Jahr 2014.

Aktivierung der Mu-Opioid-Rezeptoren sensibilisiert transient receptor potential Vanilloid Typ 1 (TRPV1) über β-Arrestin-2-vermittelten Kreuz Talk.

Rowan MP 1 , Bierbower SM 2 , Eskander MA 3 , Szteyn K 1 , Por ED 3 , Gomez R 1 , Veldhuis N 4 , Bunnett NW 4 , Jeske NA 5 .
Autoreninformation
Abstrakt

Die transient receptor potential Familie V1-Kanal (TRPV1) wird aktiviert durch mehrere Reize, einschließlich Capsaicin, Säure, endovanilloids und Hitze (> 42C). Post-translationale Modifikationen TRPV1 führen dynamische Änderungen der Empfindlichkeit der Rezeptoraktivierung. Wir haben bereits gezeigt, dass β-Arrestin2 beteiligt sich aktiv an einer Gerüstmechanismus zu TRPV1 Phosphorylierung hemmen, wodurch TRPV1 Reduzierung Empfindlichkeit .

In dieser Studie haben wir die Wirkung von β-Arrestin2 Sequestrierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) auf thermische und chemische Aktivierung von TRPV1. Hier berichten wir, dass die Aktivierung von mu-Opioid-Rezeptor entweder durch Morphin oder DAMGO Ergebnisse in β-Arrestin2 Anwerbung für den mu-Opioid-Rezeptor in sensorischen Neuronen, während die Aktivierung von herkinorin nicht. Weiterhin Behandlung von sensorischen Neuronen mit Morphin oder DAMGO stimuliert β-Arrestin2 Dissoziation von TRPV1 und erhöhte Empfindlichkeit des Rezeptors.

Umgekehrt hat herkinorin Behandlung keine Wirkung auf TRPV1 -Empfindlichkeit . Zusätzliche Verhaltensstudien zeigen, dass GPCR getriebenen β-Arrestin2 Bindung spielt eine wichtige periphere Rolle in der Entwicklung der thermischen Empfindlichkeit . Zusammen, die gemeldeten Daten zu ermitteln, ein neues Cross-Talk-Mechanismus zwischen GPCRs und TRPV1, die dazu beitragen können mehrere klinischen Bedingungen.
PMID: 24695785 [PubMed - in process] PMCID: PMC3973553 ...
ausführlich im Originaltext http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24695785

... wesentlich ausführlicher siehe http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3973553/
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Freitag 25. Juli 2014, 10:16

Säure Base TRPV1 TRPA1

Ajay Dhaka, Valerie Uzzell, Adrienne Dubin, Jayanti Mathur, Matt Petrus, Michael Bandell, Ardem Patapoutian
TRPV1 senses both acidic and basic pH
J Neurosci. Jan 7, 2009; 29(1): 153–158.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2729567/

„…Ammonia and intracellular alkalization activate TRPV1 through a mechanism that involves a cytoplasmic histidine residue, not utilized by other TRPV1 agonists such as heat, capsaicin or low pH. Our studies show that TRPV1 detects both acidic and basic deviations from homeostatic pH. …”


"... Ammoniak und intrazelluläre Alkalisierung aktivieren TRPV1 durch einen Mechanismus, der einen Histidin-Rest im Zytoplasma beinhaltet, der von anderen TRPV1-Agonisten wie Hitze, Capsaicin oder niedrigen pH-Wert nicht verwendet wird. Unsere Studien zeigen, dass TRPV1 sowohl saure als auch basische Abweichungen vom homöostatischen ph-Wert erkennt...“


“…TRPV1 and TRPA1 are remarkable in their ability to sense a wide range of noxious stimuli. Here, we have provided conclusive evidence that both TRPV1 and TRPA1 directly sense ammonia and intracellular base. TRPA1 responses to ammonia and intracellular base are mediated by a known mechanism involving cysteine modification. In contrast, we have identified a novel and distinct means of TRPV1 activation by ammonia and base that depends on a single intracellular histidine residue..."


"... TRPV1 und TRPA1 sind in ihrer Fähigkeit bemerkenswert, eine breite Palette von schädlichen Reizen wahrzunehmen. Hier haben wir schlüssige Beweise, dass sowohl TRPV1 als auch TRPA1 direkt Ammoniak und intrazelluläre Base wahrnehmen. TRPA1 Antworten auf Ammoniak und intrazelluläre Base werden durch einen bekannten Mechanismus mit Cystein Modifikation vermittelt. Im Gegensatz dazu haben wir einen neuen und deutlich anderen Mechanismus bei der TRPV1-Aktivierung durch Ammoniak und Basen identifiziert, der auf einem einzelnen intrazellulären Histidinrest beruht..."

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Auf der folgenden Seite http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-grund/kap_14.htm
stehen Beispiele für Saüren und Basen im alltäglichen Leben.

14.2 Beispiele für Säuren im häuslichen Umfeld

14.3 Beispiele für Basen im häuslichen Umfeld
finden
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Montag 4. August 2014, 08:13

TRPA1 Kanäle vermitteln akute neurogene Entzündungen und Schmerzen, die durch bakterielle Endotoxine produziert werden
Bakteriengifte – direkte Ursache für Schmerz und Entzündung


Lungenentzündung, Hirnhautentzündung und Sepsis gehören zu den besonders gefürchteten Erkrankungen, denn sie lassen sich nur schwer behandeln. Alle diese Krankheiten haben eines gemeinsam: Sie können von sogenannten Gram-negativen Bakterien ausgelöst werden, zu denen auch viele Krankenhauskeime gehören. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben jetzt gezeigt, dass die von diesen Bakterien erzeugten Giftstoffe eine direkte Ursache für starke Schmerzen und Entzündungen sein können. Dieses Ergebnis könnte zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen, mit denen sich viele Entzündungserkrankungen besser behandeln lassen.

Zuckermoleküle als Schmerzauslöser

Die Zellwände der Gram-negativen Bakterien werden von Lipopolysacchariden (LPS), fetthaltigen Zuckerkettenmolekülen, stabilisiert. Werden die Bakterien nun vom Immunsystem oder von Antibiotika angegriffen, zerfallen sie und setzen große Mengen der LPS frei. In der Regel wirken die LPS als Signalstoffe und aktivieren die Zellen des Immunsystems. Ein europäisches Forscherteam aus Alicante, Leuven und Erlangen, an dem auch eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Peter Reeh vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der FAU beteiligt ist, hat entdeckt, dass LPS auch die direkte Ursache für Schmerzen sein können. Sie sind nämlich in der Lage, Nozizeptoren – feine Nervenverästelungen, die Schmerz erzeugen können – zu aktivieren und zu sensibilisieren.

Verantwortlich für die leichte Erregbarkeit der Nervenfasern ist wiederum ein höchst universeller Chemorezeptor – das Eiweißmolekül TRPA1. Es handelt sich dabei um einen Ionenkanal, der in der Zellwand sitzt. Durch diesen Kanal strömen Ionen ein, die die Nerven erregen. Die Folge davon kennt jeder, der schon einmal Zwiebeln geschnitten hat: Der TRPA1 spricht auf den Schadstoff, das „Tränengas“, an und verursacht das unangenehme Brennen in Augen und Nase.

Rezeptor reagiert auf LPS

Die Forscher um Peter Reeh haben nachgewiesen, dass LPS den TRPA1 schnell und direkt ohne Umwege über Immunzellen und Entzündungshormone aktivieren können. „Dabei haben wir gleichzeitig auch einen bisher unbekannten Mechanismus entdeckt“, erklärt Peter Reeh. „Der gemeinsame Fettanteil der LPS-Moleküle scheint sich in die Nervenzellmembran, die ebenfalls aus fettartigen Stoffen besteht, hineinzudrängen und diese dabei einzudellen.“ Die Folge davon: TRPA1 gerät unter Zugspannung, was die Öffnung des Ionenkanals erleichtert – Natrium- und Kalziumionen dringen ein und erregen die feinen Verästelungen der Nerven. „Im Krankheitsfall treten LPS natürlich nicht alleine auf, sondern stets zusammen mit Säuren und anderen Schadstoffen, die durch die bakterielle Entzündung entstehen“, sagt Reeh. Die Forscher der FAU haben zum Beispiel gezeigt, dass bei einem Zusammentreffen von LPS mit solchen Schadstoffen am Rezeptor TRPA1 hochwirksame Signalstoffe, sogenannte Neuropeptide, aus den erregten Nervenfasern ausgeschüttet werden, die die Blutgefäße erweitern, die Durchlässigkeit ihrer Wände steigern und Immunzellen anlocken. Reeh: „ Wenn das an mehreren Stellen im Körper passiert, besteht die Gefahr, dass der Kreislauf zusammenbricht, was wiederum zu einem sogenannten Endotoxinschock führen kann.“

TRPA1-Blocker als Lebensretter?

Für die Pharmaindustrie ist dieses Ergebnis ein weiterer Anlass, ein Mittel gegen TRPA1 zu entwickeln. Denn TRPA1 steht schon lange unter dem Verdacht, eine fatale Rolle bei Asthma, bei Dickdarm- und Bauchspeicheldrüsenentzündung zu spielen. „Vielleicht ließen sich mit einem TRPA1-Blocker auch die oft tödlichen Folgen einer Blutvergiftung abwenden, die zu Ganzkörperentzündung und Multiorganversagen führen kann“, sagt Reeh.


*****
Victor Meseguer, Yeranddy A. Alpizar, Enoch Luis, Sendoa Tajada, Bristol Denlinger, Otto Fajardo et. al.: TRPA1 channels mediate acute neurogenic inflammation and pain produced by bacterial endotoxins, Nature Communications 2014, doi:10.1038/ncomms4125

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
http://www.nature.com/ncomms/2014/14012 ... s4125.html


31.07.2014

http://www.vbio.de/informationen/alle_n ... x_ger.html


TRPA1 channels mediate acute neurogenic inflammation and pain produced by bacterial endotoxins
Victor Meseguer, Yeranddy A. Alpizar, Enoch Luis, Sendoa Tajada, Bristol Denlinger, Otto Fajardo, Jan-Albert Manenschijn, Carlos Fernández-Peña, Arturo Talavera, Tatiana Kichko, Belén Navia, Alicia Sánchez, Rosa Señarís, Peter Reeh, María Teresa Pérez-García, José Ramón López-López, Thomas Voets Carlos Belmonte, Karel Talavera & Félix Viana

Nature Communications 5, Article number: 3125 doi:10.1038/ncomms4125 Received 04 November 2013 Accepted 16 December 2013 Published 20 January 2014

Abstract

Gram-negative bacterial infections are accompanied by inflammation and somatic or visceral pain. These symptoms are generally attributed to sensitization of nociceptors by inflammatory mediators released by immune cells. Nociceptor sensitization during inflammation occurs through activation of the Toll-like receptor 4 (TLR4) signalling pathway by lipopolysaccharide (LPS), a toxic by-product of bacterial lysis. Here we show that LPS exerts fast, membrane delimited, excitatory actions via TRPA1, a transient receptor potential cation channel that is critical for transducing environmental irritant stimuli into nociceptor activity. Moreover, we find that pain and acute vascular reactions, including neurogenic inflammation (CGRP release) caused by LPS are primarily dependent on TRPA1 channel activation in nociceptive sensory neurons, and develop independently of TLR4 activation. The identification of TRPA1 as a molecular determinant of direct LPS effects on nociceptors offers new insights into the pathogenesis of pain and neurovascular responses during bacterial infections and opens novel avenues for their treatment....

http://www.nature.com/ncomms/2014/14012 ... s4125.html
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 6. August 2014, 05:57

Hallo Kira,
Danke für den tollen Artikel.
Ich habe noch folgende Stelle gefunden, die besagt, dass auch der TRPV1 durch LPS von Bakterien sensibilisiert werden kann:

“…Analysis of these data, collectively, demonstrates that LPS is capable of directly activating trigeminal neurons, and sensitizing TRPV1 via a TLR4-mediated mechanism …"


“…Die Analyse dieser gesamten Daten, zeigt, dass LPS in der Lage ist direkt die Trigeminus-Neuronen zu aktivieren und TRPV1 über eine TLR4-vermittelten Mechanismus zu sensibilisieren…“

Diogenes A1, Ferraz CC, Akopian AN, Henry MA, Hargreaves KM.LPS sensitizes TRPV1 via activation of TLR4 in trigeminal sensory neurons.J Dent Res. 2011 Jun;90(6):759-64. doi: 10.1177/0022034511400225. Epub 2011 Mar 10.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21393555
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Freitag 19. September 2014, 06:50

Vagusnerv steuert Bronchokonstriktion bei allergischem Asthma
Deutsches Ärzteblatt
Medizin – 23.07.2014
http://m.aerzteblatt.de/news/59492.htm



"... TRPV1 ist ein Ionenkanal auf sensorischen Nervenzellen, der für die Bronchokonstriktion benötigt wird. Ohne TRPV1 kam es bei den Tieren zwar zu einer lokalen allergischen Reaktion in den Schleimhäuten, eine Reaktion der Muskelzellen, die die Atemwege verengen, bleib jedoch aus.
...
Auf der anderen Seite konnten die Forscher durch die Steigerung der TRPV1-Signale in den Ganglien die Bronchokonstriktion nach allergischer Reizung der Atemwege steigern. Ein Bindeglied zwischen Immunsystem und Nervensystem könnte das Signalmolekül Sphingosin-1-Phosphat sein, das bei einer Immunreaktion vermehrt von den Abwehrzellen gebildet wird. ..."
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Samstag 20. September 2014, 08:44

Google-Übersetzung
Br J Pharmacol. 2014 Sep; 171 (18): 4289-99. Doi: 10.1111/bph.12786.

Die Blockade der transienten Rezeptor potenzielle Ankirin 1 (TRPA1) signalisieren, Antidepressivum und Anxiolytic-ähnliche Aktionen in den Mäusen vermittelt.

de Moura JC1, Noroes MM, Rachetti Vde P, Soares BL, Preti D, Nassini R, Materazzi S, Marone IM, Minocci D, Geppetti P, Gavioli EG, André E.


Abstrakt

HINTERGRUND UND ZIEL:

Transient Receptor potential Vanilloid 1 (TRPV1) und viele biologische Prozesse, einschließlich Nociception und Hyperalgesie TRP Ankyrin 1 (TRPA1) beteiligt sind. Während die Beteiligung der TRPV1 an psychiatrischen Störungen wie Angst und Depression gemeldet wurde, ist wenig über die Rolle der TRPA1 unter diesen Bedingungen bekannt.

EXPERIMENTELLEN ANSATZ:

Wir untersuchten die Rolle von TRPA1 bei Mäusen Modelle der Depression [erzwungene schwimmen Test (FST)] und Angst [erhöhten plus Labyrinth (EPM) Test].

WICHTIGSTEN ERGEBNISSE:

Verwaltung des TRPA1 Antagonisten (HC030031, 30 Nmol in 2 μL i.c.v.) konnte die Zeit der Unbeweglichkeit in der FST. Ähnliche Ergebnisse wurden erzielt, nach oraler Verabreichung von HC030031 (30-300 mg·kg(-1)). Der Rückgang der Unbeweglichkeit mal in FST induziert durch HC030031 (100 mg·kg(-1)) wurde vollständig durch Vorbehandlung mit TRPA1-Agonist, Zimtaldehyd (50 mg·kg(-1), p.o.), die per se inaktiv war verhindert. Das EPM verhinderte Test, Vorbehandlung mit Zimtaldehyd (50 mg·kg(-1), p.o.), die per se nicht Verhalten Antwort ausgewirkt hat, den Anxiolytic-Effekt (erhöhte offenen Arm Exploration) hervorgerufen durch TRPA1-Blockade (HC030031, 100 mg·kg(-1), p.o.). Behandlung mit Zimtaldehyd oder HC030031 keinen Einfluss auf die spontane Gehfähigkeit. Ferner zeigte TRPA1-defizienten Mäusen Anxiolytic und Antidepressiva wie Phänotypen im FST und EPM Test bzw..

FAZIT UND FOLGERUNGEN:

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass genetische Auslassung oder pharmakologische Blockade von TRPA1 hemmenden Wirkung in Mausmodelle von Angst und Depression produziert. Diese Ergebnisse bedeuten, dass TRPA1 Tonic Kontrolle übt, Angst und Depression zu fördern, und dass TRPA1-Antagonismus Potenzial als eine innovative Strategie für die Behandlung von Angst und Stimmung Störungen hat.

© 2014 der britischen pharmakologischen Gesellschaft.


Original

Br J Pharmacol. 2014 Sep; 171 (18): 4289-99. Doi: 10.1111/bph.12786.

Die Blockade der transienten Rezeptor potenzielle Ankirin 1 (TRPA1) signalisieren, Antidepressivum und Anxiolytic-ähnliche Aktionen in den Mäusen vermittelt.

de Moura JC1, Noroes MM, Rachetti Vde P, Soares BL, Preti D, Nassini R, Materazzi S, Marone IM, Minocci D, Geppetti P, Gavioli EG, André E.
1Abteilung für Biophysik und Pharmakologie, Federal Universität Rio Grande do Norte, Brasilien, Natal, RN.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2484 ... t=Abstract
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Samstag 20. September 2014, 08:48

Goole-Übersetzung
J Pharmacol Exp Ther. 2014 Aug; 2:223-31. Doi: 10.1124/jpet.114.215574. EPub 2014 Jun 3.

Maus monoklonalen Antikörper gegen Transienten Rezeptor potenzielle Ankyrin 1 wirken als Antagonisten des mehrere Modi der Kanal-Aktivierung.

Lee KJ1, Wang W1, Padaki R1, BI-V1, Plewa-CA1, Gavva NR2.

Abstrakt

Transient Receptor potential Ankyrin 1 (TRPA1) Kanal hat in verschiedenen Pathophysiologies, die Asthma, Husten, Juckreiz und entzündliche Schmerzen enthalten verwickelt worden. Agonisten von TRPA1 wie Senföl und seine Schlüsselkomponente Allylisothiocyanat (AITC) verursachen Schmerzen und neurogene Entzündung bei Mensch und Schmerz Verhaltensweisen bei Nagern. Daher werden TRPA1-Antagonisten als potenzielle Therapeutika verfolgt. Mit dem Ziel Generieren von monoklonalen Antikörpern (mAbs) bis hin zu menschlichen TRPA1, die als selektive Antagonisten fungieren könnte, immunisiert wir Mäuse mit einer Vielzahl von Antigenen TRPA1 Kanäle zum Ausdruck zu bringen. Nach Generierung von Hybridomzellen wurden die Hybridom-klimatisiert-Medien Ermittlung der mAbs, die TRPA1 Kanäle binden gezeigt, durch eine Flow Cytometry Probe mit U2OS oder Chinesisch Eierstock (CHO) Hamsterzellen TRPA1 stabil zum Ausdruck zu bringen. Die gereinigten IgGs aus der Hybridomzellen, dass zeigte selektive Bindung an TRPA1 für Antagonismus in Agonist-induzierte ausgewertet wurden (45)Ca(2+)-Aufnahme-Assays mit CHO-TRPA1 Zellen. Einige der mAbs zeigte Konzentration abhängige Hemmung der AITC und kalt (4° C) Aktivierung von TRPA1. Die potentesten mAb, 2B10, hatte die beiden Assays bzw. IC50-Werte von etwa 260 und 90 nM. Dieser Antagonist mAbs auch osmotisch blockiert aktiviert TRPA1 sowie Aktivierung durch eine endogene Agonist (4-Oxo-2-Nonenal). Zusammenfassend lässt sich sagen generierten wir Maus mAbs gegen TRPA1, die als Antagonisten der mehrere Verkehrsträger TRPA1 Aktivierung dienen.

Copyright © 2014 durch die American Society for Pharmacology and Experimental Therapeutics.


Original
J Pharmacol Exp Ther. 2014 Aug;350(2):223-31. doi: 10.1124/jpet.114.215574. Epub 2014 Jun 3.

Mouse monoclonal antibodies to transient receptor potential ankyrin 1 act as antagonists of multiple modes of channel activation.

Lee KJ1, Wang W1, Padaki R1, Bi V1, Plewa CA1, Gavva NR2.

Abstract

The transient receptor potential ankyrin 1 (TRPA1) channel has been implicated in different pathophysiologies that include asthma, cough, itch, and inflammatory pain. Agonists of TRPA1 such as mustard oil and its key component allyl isothiocyanate (AITC) cause pain and neurogenic inflammation in humans and pain behaviors in rodents. Hence, TRPA1 antagonists are being pursued as potential therapeutics. With the goal of generating monoclonal antibodies (mAbs) to human TRPA1 that could act as selective antagonists, we immunized mice with a variety of antigens expressing TRPA1 channels. After generation of hybridomas, the hybridoma conditioned media were screened to identify the mAbs that bind TRPA1 channels by a flow cytometry assay utilizing U2OS or Chinese hamster ovary (CHO) cells stably expressing TRPA1. The purified IgGs from the hybridomas that showed selective binding to TRPA1 were evaluated for antagonism in agonist-induced (45)Ca(2+) uptake assays using CHO-TRPA1 cells. Several of the mAbs showed concentration-dependent inhibition of AITC and cold (4°C) activation of TRPA1. The most potent mAb, 2B10, had IC50 values of approximately 260 and 90 nM in the two assays, respectively. These antagonist mAbs also blocked osmotically activated TRPA1 as well as activation by an endogenous agonist (4-oxo-2-nonenal). In summary, we generated mouse mAbs against TRPA1 that act as antagonists of multiple modes of TRPA1 activation.

Copyright © 2014 by The American Society for Pharmacology and Experimental Therapeutics.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2489 ... t=Citation
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Sonntag 21. September 2014, 08:53

Google-Übersetzung
Untersuchung der möglichen Rolle von TRPA1 in Fortbewegung und Herz-Kreislauf Kontrolle während Bluthochdruck

Jennifer V. Bodkin 1, Pratish Thakore 1,2, Aisah A. Aubdool 1, Lihuan Liang 1, Elizabeth S. Fernandes 1,3, Manasi Nandi 2, Domenico Spina 2, James E. Clark 1, Philip I. Aaronson 4, Michael J. Shattock 1 und Susan D. Gehirn 1, *

Artikel zuerst online veröffentlicht: 23 JUN 2014


Stichworte:
Blutdruck; Zimtaldehyd; Bluthochdruck; Fortbewegung; TRPA1

Abstrakt

Radiotelemetrie wurde verwendet, um die in vivo-Aktivität und Herz-Kreislauf-Phänotyp sowohl TRPA1 (transient receptor potential Ankyrin 1) Wildtyp (WT) und TRPA1-Knockout (KO) Mäusen zu untersuchen. Nach Baseline-Aufnahme wurde mit experimentellen Bluthochdruck Angiotensin-II-Infusion (1,1 mg kg -1 -1 einen Tag, für 14 Tage) induziert. TRPA1 WT und KO-Mäusen zeigten ähnliche morphologische und funktionelle Herz-Kreislauf-Parameter, einschließlich ähnliche basale Blutdruck (BP), Herzfrequenz, Größe und Funktion. Ähnliche Hypertonie wurde auch als Reaktion auf Angiotensin II angezeigt (156 ± 7 und 165 ± 11 mmHg systolischer BP ± SEM, n = 5-6). TRPA1 KO-Mäuse zeigten eine erhöhte hypertensiven Hypertrophie (Herzgewicht: Tibia Länge: 7,3 ± 1,6 mg -1 mm vs 8,8 ± 1,7 mg mm -1) und mit abgestumpften Interleukin 6 (IL-6) Produktion vorgestellt, verglichen mit hypertensiven WT-Mäusen (151 ± 24 vs 89 ± 16 pg mL -1). TRPA1-Expression in Hinterwurzelganglien (DRG) Neuronen während Bluthochdruck (163% des Ausgangswertes Ausdruck) hochreguliert. Untersuchungen unter Verwendung der TRPA1-Agonisten Zimtaldehyd (CA) auf mesenterialen Arteriolen aus naiven Mäusen isoliert schlug einen Mangel an TRPA1-abhängigen Vasoreaktivität in diesem Gefäßbett; eine Website mit bemerkenswerten Fähigkeit, totalen peripheren Widerstand verändern. Allerdings angezeigt mesenterialen Arteriolen von TRPA1 KO hypertensiven Mäusen isoliert deutlich verminderte Fähigkeit, als Reaktion auf Stickstoffmonoxid (NO) (P <0,05) entspannen. Unerwartet erscheint naiv TRPA1 KO-Mäusen auch körperliche Hyperaktivität Merkmale bei Studienbeginn, die bei Bluthochdruck noch verschärft wurde. Im Ergebnis unserer Studie stellt eine neue kardiovaskuläre Charakterisierung TRPA1 KO-Mäusen in einem Modell der Hypertonie. Ergebnisse zeigen, dass TRPA1 hat eine begrenzte Rolle in der globalen Herz-Kreislauf Kontrolle, aber wir eine unerwartete Kapazität für TRPA1, um körperliche Aktivität regulieren zu demonstrieren. ...


Original:
Investigating the potential role of TRPA1 in locomotion and cardiovascular control during hypertension

Jennifer V. Bodkin1, Pratish Thakore1,2, Aisah A. Aubdool1, Lihuan Liang1, Elizabeth S. Fernandes1,3, Manasi Nandi2, Domenico Spina2, James E. Clark1,
Philip I. Aaronson4, Michael J. Shattock1 and Susan D. Brain1,*

Article first published online: 23 JUN 2014


Keywords:

Blood pressure; cinnamaldehyde; hypertension; locomotion; TRPA1

Abstract

Radiotelemetry was used to investigate the in vivo cardiovascular and activity phenotype of both TRPA1 (transient receptor potential ankyrin 1) wild-type (WT) and TRPA1 knockout (KO) mice. After baseline recording, experimental hypertension was induced using angiotensin II infusion (1.1 mg−1 kg−1 a day, for 14 days). TRPA1 WT and KO mice showed similar morphological and functional cardiovascular parameters, including similar basal blood pressure (BP), heart rate, size, and function. Similar hypertension was also displayed in response to angiotensin II (156 ± 7 and 165 ± 11 mmHg, systolic BP ± SEM, n = 5–6). TRPA1 KO mice showed increased hypertensive hypertrophy (heart weight:tibia length: 7.3 ± 1.6 mg mm−1 vs. 8.8 ± 1.7 mg mm−1) and presented with blunted interleukin 6 (IL-6) production compared with hypertensive WT mice (151 ± 24 vs. 89 ± 16 pg mL−1). TRPA1 expression in dorsal root ganglion (DRG) neurones was upregulated during hypertension (163% of baseline expression). Investigations utilizing the TRPA1 agonist cinnamaldehyde (CA) on mesenteric arterioles isolated from näive mice suggested a lack of TRPA1-dependent vasoreactivity in this vascular bed; a site with notable ability to alter total peripheral resistance. However, mesenteric arterioles isolated from TRPA1 KO hypertensive mice displayed significantly reduced ability to relax in response to nitric oxide (NO) (P < 0.05). Unexpectedly, naïve TRPA1 KO mice also displayed physical hyperactivity traits at baseline, which was exacerbated during hypertension. In conclusion, our study provides a novel cardiovascular characterization of TRPA1 KO mice in a model of hypertension. Results suggest that TRPA1 has a limited role in global cardiovascular control, but we demonstrate an unexpected capacity for TRPA1 to regulate physical activity....

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/prp2.52/full
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Montag 20. Oktober 2014, 09:40

Danke an Sternentänzer auch für diesen Blogbeitrag

Chemical Sensitivity - MCS: Substanzen, die die Vanilloidrezeptorgruppe aktivieren können


http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... en-koennen
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 22. Oktober 2014, 05:34

Damit wir hier in diesem Thread alles zusammen haben, füge ich an dieser Stelle noch einmal meine Artikel ein, die ich 2008 geschrieben habe.
-------------------------------
Die ersten Listen können auch unter
Sternentänzer: MCS - versteckten Ursachen auf der Spur
viewtopic.php?t=6923
gefunden werden:

Die Familie der Vanilloidrezeptoren (TRP –transient receptor potential channels) und Substanzen, die dort eine Rolle spielen


Mein Start in dieses Jahr war nicht so gut gewesen. Ich reagierte auf den Geruch von Pfeffer und es ging mir schlecht, nachdem ich einige Seiten aus einem älteren Buch eingescannt hatte. Die akuten Symptome waren nicht so stark, aber ich wurde immer empfindlicher und ich musste neu lernen, was ich vertragen konnte. Sonst reagierte mein Körper sehr heftig und es war schwierig genau zu erkennen, welche Systeme involviert waren.
Diesmal war ich mir sicher, dass noch etwas anderes eine Rolle spielte, was ich bis dahin nicht in meinen Überlegungen berücksichtigt hatte. Ich hatte das Gefühl eine innere Gitarrensaite wurde angeschlagen aber anstatt nach kurzer Zeit aufzuhören zu schwingen, beruhigte sie sich erst nach langer Zeit. Über so etwas hatte ich mal in einem Biobuch gelesen: Wissenschaftler reizten ein bestimmtes Neuron (Nervenzelle) und beobachteten die übliche Antwort. Wurde das Neuron aber viele Male hintereinander auf diese Weise stimuliert, dann verstärkte (potenzierte) sich die Antwort und diese Veränderung hielt tage- oder wochenlang an.(1) Man nennt dies Langzeitpotenzierung LTP (long time potentiation). Nun war ich gespannt, ob es Informationen über LTP und MCS im Internet gab. Im Artikel von Pall (3) geht er auf den Zusammenhang zwischen Stickoxid (NO), Erregung des NMDA Systems und der neuronalen Sensibilisierung und LTP ein. (Wenn man den NMDA –und den GABA Rezeptor mit einem Auto vergleicht, dann ist der NMDA Rezeptor das Gaspedal und der GABA Rezeptor die Bremse).
In einem weiteren Artikel von Pall ML und Anderson JH (2) wird der Vanilloidrezeptor erwähnt. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, wenn Ihr diesen Begriff hört. Ich habe gedacht:“ Hmmmm Vanille, das klingt lecker.“
Während der letzten Wochen habe ich mich weiter in das Thema eingearbeitet und ich habe herausgefunden, dass dieser Vanilloidrezeptor ein richtiger Wolf im Schafspelz ist! Ihr kennt ihn alle. Wenn Ihr etwas sehr scharfes esst, dann fängt es in Euerem Mund an zu brennen und weh zu tun. Der Vanilloidrezeptor TRPV1 gehört in die Gruppe der TRP Ionenkanäle (transient receptor potentiation channel) und sie befinden sich unter anderem an den freien sensorischen Nervenendigungen (Nozizeptoren). Deshalb spielen sie bei allen sensorischen Reizen (sehen, riechen, schmecken, tasten) eine Rolle. Sie reagieren mit der Ausschüttung von Substanzen, die Entzündungen und Schmerzen hervorrufen (z.B. Substanz P, Neurokinin A, CGRP)(5). Außerdem werden an der „Entzündungsstelle“ noch mehr dieser Rezeptoren gebildet. Dadurch wird diese Region noch empfindlicher. Ihr kennt das, wenn Ihr Euch geschnitten habt. Auch das Gebiet in der Nähe fängt zum Beispiel bei Berührung an weh zu tun.
TRPV1 kann man bei den „Eintrittstoren“ finden, wie z.B. in der Haut, dem Darm, den Luftwegen, der Bindehaut und den Schleimhäuten. Diese Rezeptorart tritt auch bei vielen verschiedenen Zelltypen entlang der vorher genannten Bereiche auf : Keratinozyten – Zellen der Oberhaut; Epithel – Deck- und Drüsengewebe; Endothel – inneren Wandschicht von Blut- und Lymphgefäßen. Außerdem kommt TRPV1 auch in peripheren nicht neuronalen Zellen vor: Niere, Lunge, Hoden, Prostata, Bauchspeicheldrüse, Milz, Leber, Magen, glatte Muskulatur, Hornhaut des Auges, Gebärmutter und Harnblase (4).
Diese Rezeptoren kommen auch in vielen Regionen des zentralen Nervensystems ZNS vor: Limbisches System (Hypothalamus, zentrale Amygdala), Cerebellum, Hippocampus, frontaler Cortex, Motorneuronen (Bewegungsn.) im Rückenmark…(4)und bei Zellen, die involviert sind bei Entzündungen und Neurodegeneration (z.B. Astrozyten und Mikroglia) (4) (5)

Nun war ich neugierig, wodurch dieser Rezeptor aktiviert werden kann. Temperatur (>43°C), Säure (ph <5,3), mechanische Stimulans /Verletzung, aber auch Stoffe des alltäglichen Lebens können ihn aktivieren. Es handelt sich hierbei um ein Schloss –Schlüssel - Prinzip , nur in diesem Fall können mehrere unterschiedliche Stoffe die „Tür“ öffnen, damit z.B. Calcium durch die Pore des Rezeptors ins Innere treten kann. Die Stoffe, die einen Rezeptor aktivieren können, bezeichnet man als Ligand oder Agonist. Antagonisten wirken hemmend. In den Tabellen 1 -3 habe ich für TRPV1, TRPV3 und TRPA1 einige Agonisten und Antagonisten aufgeführt, die ich in der Literatur gefunden habe. Der TRV1 wird durch „scharfe“ Substanzen wie z.B. Capsaicin in Pfeffer oder Chilischoten aktiviert. Außerdem wirkt die Milch in Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia) um ein Vielfaches stärker auf den TRPV1 Rezeptor als Capsaicin. Seid da extrem vorsichtig!
Der TRPA1 Rezeptor kommt oft zusammen mit TRPV1 vor. Er wird durch Senföle (Kohl etc ) und Substanzen in Zwiebeln aktiviert. Viele Agonisten des TRPV3 Rezeptors kann man in den ätherischen Ölen von Gewürzpflanzen finden.


Ich hoffe, dass die Forschung in Zukunft noch weitere Stoffe, vor allem Chemikalien, finden wird, die im Zusammenhang mit der TRP Familie stehen. Mit den Tabellen möchte ich Euch ein grobes Hilfsmittel geben, damit Ihr, wenn Ihr z.B. Vanillin nicht vertragen könnt auch bei alten Büchern vorsichtig seid, weil beim Zersetzen des Papiers Vanillin entsteht. Oder wenn Ihr verschiedene Kohlsorten nicht vertragen könnt, dann solltet Ihr vielleicht auch vorsichtig mit Radieschen, Senf und Acrolein sein…


Autor: Sternentänzer

Literaturliste
1. Purves WK, Sadava D, Orians GH, Heller HC: Biologie. Herausgegeben von Jürgen Markl,7.Auflage S 1068.

2. Pall ML, Anderson JH (2004): The vanilloid receptor as a putative target of diverse chemicals in multiple chemical sensitivity. Archives of Environmental Health, (Vol. 59) (No. 7) 363-375. http://www.cababstractsplus.org/google/ ... 0053213236
3 Pall ML (2002): NMDA sensitization and stimulation by peroxynitrite, nitric oxide, and organic solvents as the mechanism of chemical sensitivity in multiple chemical sensitivity. http://www.fasebj.org/cgi/content/full/16/11/1407
4 Veronesi B, Oortgiesen M (2006): The TRPV1 Receptor: Target of Toxicants and Therapeutics. Toxicological Sciences 89(1):1-3. http://toxsci.oxfordjournals.org/cgi/co ... ull/89/1/1

5 Geppetti P, Trevisani M (2004): Activation and sensitisation of the vanilloid receptor: role in gastrointestinal inflammation and function. Br J Pharmacol. 2004 April; 141(8): 1313–1320
http://www.pubmedcentral.nih.gov/articl ... id=1574908

6 . Calixto Joa et al.(2005): Contribution of natural products to the discovery of the transient
receptor potential (TRP) channels family and their functions. Pharmacology & Therapeutics 106, 179– 208


-------------------------------------------------------------------
Liste der Substanzem die beim TRPV1-Rezeptor eine Rolle spielen

Agonisten:
Capsaicin (1,2)
Scharfer Stoff in Paprika und Chilischoten (2,3)

RTX – Resiniferatoxin (2)
Diterpenesther aus dem Harz verschiedener Wolfsmilchgewächse (Weihnachtsstern, viele Arten, die wie normalerweise als „Kaktus“ bezeichnen)
Extrem potent – also Vorsicht (2,3)

Gingerol (3, 9)
Scharfer Stoff des Ingwers (3)

Zingeron (3)
Scharfer Stoff im Ingwer
Ingweröl dient als Fixateur in der Parfümerie (3)

Eugenol (3, 9 )
Nelkenöl (Gewürznelke), Basilikum, Bayöl (Hautantiseptikum, Haarwässer), Dentalmaterialien, Pimentöl, Zimtöl (Süßspeisen, Currypulver, Kosmetik, Mundwässer), Parfümierung von Seifen, Hyazinthen, Jasminöl, Kaskarillaöl (Parfümzwecken in Tabacken, aromatische Bitterliköre), in Labdanum (Fixateureigenschaft in Parfüms), Lorbeeröl, Muskatnuss, Myrrheöl, Patchuliöl (fixierender Parfümrohstoff Herrenparfüms, Seifenherstellung, Kosmetik), Pimentöl, Rosenöl (3)

Piperin (3)
Träger des scharfen Pfeffergeschmacks (3)

Guajakol (3)
Harz aus dem Guaiacum officinale (Zygophyllaceae).und es kommt in Buchenholzteer vor
Verw: gegen Husten und Grippe (3)

Extrakte aus den Wurzeln von Echinacea (Sonnenhut) (6)
Gegen Infektionen, entzündliche Hauterkrankungen (6)

Campher (9)
40–50jährigen C.-Bäumen (Cinnamomum camphora, bis 12 m hohes Lorbeergewächs)
Herkunft: C. od. C.-Derivate finden sich auch in Rosmarin, Lavendel, Salbei, Rainfarn, Wacholder, Baldrian, Pfefferminze
Verw:Celluloid-Industrie, wo C. als Weichmacher dient. Herst. von rauchlosen Schießpulvern, Mottenbekämpfungsmitteln, Desinfektionsmitteln (9)

Cyclohexanon (9)
Lsgm. für viele Lackrohstoffe, Polyvinylchlorid u. bas. Farbstoffe, in Form von Ketonharzen (Cyclohexanonharze), zur Verbesserung von Verlauf u. Glanz von Lacken u. als Zusatz für Lederdeckfarben, Spezialdruckfarben u. Abbeizmittel, Zwischenprodukt bei der Herstellung von Nylon (9)

Ethanol und andere Alkohole (1,12)
Propanol: Desinfektionsmittel, Lösungsmittel (1)

Lidocain (10)
Lokales Betäubungsmittel (10)

Cannabidiol (3)
Cannabispflanze (3)

Evodiamin (3)
Chinesische Medizin Evodia Pflanze (3)


Körpereigene Stoffe und andere Faktoren

Anandamide (körpereigene cannaboide Substanzen)
N-arachidonoyldopamine, oleoylethanolamide
and N-oleoyldopamine (2,3)

Produkte der Lipoxygenase (2)

Leukotriene B4 (2)

Temperatur höher als 43°C (2)

pH <5.3 (sauer) (2)


Ginsenoside (wirkt aktivierend und hemmend) (3)


Substanzen, die den Rezeptor blockieren

Thapsigargin (3)
Thapsia garganica (Apiaceae)
Gegen rheumatische Schmerzen (3)

Yohimbine (3)
Yohimbine und Rauwolfia; stark angstauslösend (GABA Rezeptor), wird in manchmal zur Blutdrucksenkung genommen (3)

Capsazepine (3)



Literaturliste:
1. Geppetti P, Trevisani M (2004) Activation and sensitisation of the vanilloid receptor: role in gastrointestinal inflammation and function British Journal of Pharmacology (2004) 141, 1313–1320. http://www.nature.com/bjp/journal/v141/ ... 5768a.html
2. Veronesi B, Oortgiesen M (2006): The TRPV1 Receptor: Target of Toxicants and Therapeutics. Toxicological Sciences 89(1):1-3; http://toxsci.oxfordjournals.org/cgi/co ... ull/89/1/1
3. Calixto JB, Kassuya CAL, Andre´ E, Ferreira J (2005): Contribution of natural products to the discovery of the transient receptor potential (TRP) channels family and their functions. Pharmacology & Therapeutics 106 (2005) 179– 208
4. CD Römpp Chemie Lexikon – Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995
5. CD Wikipedia deutsch 2007
6. Birt DF, Widrlechner MP (2008): Echinacea in infection. Am. J. Clin. Nutr. (2008). PMID: 18258644 http://www.ihopnet.org/UniPub/iHOP/pm/1 ... d=18258644
7. Pall ML, Anderson JH (2004): The Vanilloid Receptor as a Putative Target of Diverse Chemicals in Multiple Chemical Sensitivity. Archives of Environmental Health July 2004 [Vol. 59 (No. 7)]
8. Xu HX, Blair NT, Clapham DE (2005): Camphor activates and strongly desensitizes the transient receptor potential vanilloid subtype 1 channel in a vanilloid-independent mechanism. J Neurosci. Sep 28;25(39):8924-37.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16192383
9. Silver WL et al.(2006): TRPV1 Receptors and Nasal Trigeminal Chemesthesis
Chemical Senses 31(9):807-812
http://chemse.oxfordjournals.org/cgi/co ... l/31/9/807
10. Leffler A. et al.: The vanilloid receptor TRPV1 is activated and sensitized by local anesthetics in rodent sensory neurons. PMID: 18172555
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1817 ... d_RVDocSum
11. Bautista DM et al. (2006): TRPA1 Mediates the Inflammatory Actions of Environmental Irritants and Proalgesic Agents. Cell Volume 124, Issue 6, 24 March 2006, Pages 1269-1282 http://www.sciencedirect.com/science?_o ... 81634af5c7
12. Trevisani M et al. (2002): Ethanol elicits and potentiates nociceptor responses via the vanilloid receptor-1. Nat Neurosci. 2002 Jun;5(6):546-51
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1199 ... t=Abstract
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 22. Oktober 2014, 05:39

TRPV3

Agonisten (Stoffe, die ihn aktivieren):

6-Tert-butyl-m-Kresol (1)
Ähnlich wie Phenol wirken auch die Kresole stark desinfizierend; sie werden daher in Form von wäss. Seifenlsg. (Lysol) od. wäss. Salzlsg. zu Desinfektionszwecken verwendet (Sagrotan)
Bekämpfung von Blatt- u. Schildläusen
2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol (BHT, Jonol)wird als Antioxidans u. Alterungsschutzmittel für Kunststoffe, Schmieröle u. Nahrungsmittel verwendet
In der Homöopathie wird ein unter dem Namen Cresolum crudum bekanntes, aus Steinkohlenteer gewonnenes Rohkresol bei Entzündungen, Hautkrankheiten eingesetzt

Carvacrol (1)
Majoran-, Origanum- u. Thymianöl, Kümmelöl kann C. bei Lagerung aus Carvon entstehen, Desinfektionsmittel

Dihydrocarveol (1)
Vork: Kümmel, Pfeffer, Sellerie und Minze

Thymol (2-Isopropyl-5-methyl-phenol) (1)
Vork: ätherische Öle aus Thymian, Oregano und Bohnenkraut
Verw: Zahnpasta, Mundwässer, gegen Hautpilze

Carveol (1)
Kümmel, Zitrusöle
Dihydrocarveol in Kümmel, Pfeffer, Sellerie und Minze

Borneol (1)
Vork: Baldrian, Koriander, Rainfarn, Salbei, Muskat, Rosmarin, Eichenmoos (in vielen Parfüms), Ingwer, Thymian
ferner im Rosmarinöl, Lavendelöl u. in vielen Gewürzpflanzen. Die linksdrehende Form (L-Borneol) hat man im Aleppo-Kiefernnadelöl, Baldrianöl, Citronellöl, Corianderöl u. Thujaöl nachweisen können

Eugenol (2)
Nelkenöl (Gewürznelke), Basilikum, Bayöl (Hautantiseptikum, Haarwässer), Dentalmaterialien, Pimentöl, Zimtöl (Süßspeisen, Currypulver, Kosmetik, Mundwässer), Parfümierung von Seifen, Hyazinthen, Jasminöl, Kaskarillaöl (Parfümzwecken in Tabacken, aromatische Bitterliköre), in Labdanum (Fixateureigenschaft in Parfüms), Lorbeeröl, Muskatnuss, Myrrheöl, Patchuliöl (fixierender Parfümrohstoff Herrenparfüms, Seifenherstellung, Kosmetik), Pimentöl, Rosenöl

Weihrauch (Olibanum) (3)
Herk:Gummiharz aus der Rinde der in Arabien u. Somalia beheimateten Bäume Boswellia carterii u. B. frereana in oriental. Wegen seines Duftes u. seiner guten Fixateur-Eig. bei Parfüms geschätzt
Verw.: Weihrauch, Zusatz zu Kaugummis, Pflastern, Zahncremes u. wie O.-Öl.



Substanze, die ähnlich schwach wie Kampfer TRPV3 aktivieren


Campher (1)
Herk: Cinnamomum camphora, bis 12 m hohes Lorbeergewächs
C. od. C.-Derivate finden sich auch in Rosmarin, Lavendel, Salbei, Rainfarn, Wacholder, Baldrian Pfefferminze
Verw: Etwa 2/3 der gesamten C.-Produktion werden in der Celluloid-Industrie verbraucht, wo C. als Weichmacher dient. Ferner benötigt man C. zur Herst. von rauchlosen Schießpulvern, Mottenbekämpfungsmitteln, Desinfektionsmitteln u. in der Medizin
Im Körper wird Campher in Borneol umgewandelt

Fenchon (1)
Herk:Fenchel
Verw: Parfüms, Aromatisierung von Lebensmitteln

Thujone (sehr schwach) (1)
Herk: Rainfarnblüten, Salbei, Wermutöl

p-Xylenol (1)
Xylenole werden als Ausgangsstoffe zur Synthese von Pestiziden, Antioxidantien und Pharmazeutika verwendet

Kresol (1)
Vork: Steinkohle- und Buchenholzteer
Eigenschaft: bakterizid, insektizid, und fungizid.
Verw: vielfach Bestandteil von Desinfektionsmittel wie zum Beispiel Sagrotan oder Bacillol
Kunst- und Farbstoffe, Kunstharze (Kresolharze) und Arzneimittel . In der Homöopathie wird ein unter dem Namen Cresolum crudum bekanntes, aus Steinkohlenteer gewonnenes Rohkresol bei Entzündungen, Hautkrankheiten verwendet
BHT- Jonol, wird als Antioxidans u. Alterungsschutzmittel für Kunststoffe, Schmieröle u. Nahrungsmittel verwendet

Menthol (1)
Pfefferminzöl

Linalool (1)
Vork: Bestandteil vieler ätherischer Öle: Koriander, Hopfen, Muskat, Ingwer, Bohnenkraut, Zimt, Basilikum, Majoran, Thymian, Oregano und andere Gewürzpflanzen


Literaturliste
1 Vogt-Eisele AK( 2007): Monoterpenoid agonists of TRPV3 British Journal of Pharmacology (2007) 151, 530–540. http://www.nature.com/bjp/journal/v151/ ... 7245a.html
2 Xu H et al.(2006): Oregano, thyme and clove-derived flavors and skin sensitizers activate specific TRP channels. Nat Neurosci. 2006 Apr 16; : 16617338. http://lib.bioinfo.pl/pmid:16617338
3 Moussaieff A et al.(2008): Incensole acetate, an incense component, elicits psychoactivity by activating TRPV3 channels in the brain, doi: 10.1096/fj.07-101865. http://www.fasebj.org/cgi/content/abstr ... 7-101865v1
4 CD Römpp Chemie Lexikon – Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995
5 CD Wikipedia deutsch 2007

Autor: Sternentaenzer
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 22. Oktober 2014, 05:42

Liste der Stoffe, die TRPA1 aktivieren können:

Isothiocyanate (Brassica) (1,4)
Senföl in
Meerrettich, Wasabi, Kresse, Kohlarten, Raps, Radieschen, Kapern …

Allin, Allicin (Allium) (1,4)
Knoblauch, Lauch, Zwiebeln …

Formaldehyd (2)
Vork:bildet sich Spurenweise auch bei der unvollständigen Verbrennung von Holz, Kohle, Zucker usw.
Verw: zum Desinfizieren u. Sterilisieren, zur Konservierung z.B. von zoolog. Präp., in Antihidrotika (hemmen Schweißbildung) u. kosmet. Präp. (hier jedoch nur mit Einschränkungen zugelassen), zum Beizen des Saatgutes,
Vulkanisationsbeschleunigern, zum Aufbau künstlicher Gerbstoffe, als Faserschutzmittel für Wolle, in der Textilveredlung zur Permanent-Press-Ausrüstung von Reyon u. Zellwolle, zum Stabilisieren von Grundierungsbädern in der Naphthol-Färberei, in einigen Kunstharzen
Kommt natürlich in Äpfeln und Weintrauben vor, Duroplast, Bakelit

4-Hydroxynonenal (2)
wird im Körper bei oxidativem Stress gebildet

Acrolein (andere Namen: Acrylaldehyd, Propenal) (1)
entsteht beim Überhitzen pflanzlicher und tierischer Fette, zum Beispiel beim Frittieren;
ist in Tränengas und in Autoabgasen und beim Verbrennen von pflanzlicher Vegetation einschließlich Tabakprodukten vorhanden;
Beim Verbrennen organischer Nutzchemikalien (Druckertinte, Pflanzenöle, Biodiesel uvm.)
Auslöschen einer Kerze, Zigarettenrauch

Wasserstoffperoxid H2O2 (3)
Zum Bleichen von Holz, Textilien, Papier, Ölen, Fetten, zur Herst. von Bleichmitteln für die Waschmittelind. (insbes. von Natriumperborat) u. für Reinigungs- u. Desinfektionsmittel, Kosmetika, zur Haarbleiche, in der chem. Ind. als Ausgangsprod. für Epoxide, Peroxid-Katalysatoren, Glycerin, Weichmacher,

Zimtaldehyd (7)
Zimt, Kassiaöl Seifen und Parfüms, Gewürz

Lidocain (11)
Lokales Betäubungsmittel




Literatur:
1. Bautista DM et al. (2006): TRPA1 Mediates the Inflammatory Actions of Environmental Irritants and Proalgesic Agents. Cell Volume 124, Issue 6, 24 March 2006, Pages 1269-1282 http://www.sciencedirect.com/science?_o ... 81634af5c7
2. Macpherson LJ et al (2007): An ion channel essential for sensing chemical damage. J Neurosci. 2007 Oct 17;27 (42):11412-5 17942735 http://lib.bioinfo.pl/pmid:17942735
3. Yosuke Sawada (2008): Activation of transient receptor potential ankyrin 1 by hydrogen peroxide. Eur J Neurosci. 2008 Mar ;27 (5):1131-42 18364033 http://lib.bioinfo.pl/pmid:18364033
4. Bautista DM et al.(2005): Pungent products from garlic activate the sensory ion channel TRPA1, 2005, http://www.pubmedcentral.nih.gov/articl ... id=1189336
5. CD Römpp Chemie Lexikon – Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995
6. CD Wikipedia deutsch CD von 2007
7. Karashima Y et al. (2007): Bimodal Action of Menthol on the Transient Receptor Potential Channel TRPA1 2007 Society for Neuroscience 0270-6474/07/279874-11$15.00/0 http://www.jneurosci.org/cgi/content/full/27/37/9874
8. Trevisani M et al: 4-Hydroxynonenal, an endogenous aldehyde, causes pain and neurogenic inflammation through activation of the irritant receptor TRPA1. http://lib.bioinfo.pl/auth:Siemens,J
9. Meseguer V (2008): Transient receptor potential channels in sensory neurons are targets of the antimycotic agent clotrimazole. J Neurosci. 2008 Jan 16;28 (3):576-86 18199759 http://lib.bioinfo.pl/pmid:18199759
10. Kindt KS et al.(2007): Caenorhabditis elegans TRPA-1 functions in mechanosensation. Nat Neurosci. 2007 Apr 22; : 17450139 (P,S,E,B,D) http://lib.bioinfo.pl/auth:Patapoutian
11. Leffler A. et al.: The vanilloid receptor TRPV1 is activated and sensitized by local anesthetics in rodent sensory neurons. PMID: 18172555
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1817 ... d_RVDocSum

12. Calixto JB, Kassuya CAL, Andre´ E, Ferreira J (2005): Contribution of natural products to the discovery of the transient receptor potential (TRP) channels family and their functions. Pharmacology & Therapeutics 106 (2005) 179– 208

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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Montag 1. Dezember 2014, 12:00

siehe auch

Links und Infos zu pharmazeutischen Themen viewtopic.php?f=117&t=17746&p=99908
zum Thema Vanilloidrezeptor und Schmerzmedikamente
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Dienstag 6. Januar 2015, 20:09

Google-Übersetzung
Brief
Liponsäure-basierte TRPA1/TRPV1-Antagonist orofaziale Schmerzen behandeln


Roberta Gualdani †, Stefania Ceruti ∥, Giulia Magni ∥⊥, Davide Merli ∥, Lorenzo Di Cesare Mannelli ‡, Oscar Francesconi †, Barbara Richichi †, Giancarlo la Marca ‡, Carla Ghelardini ‡, Maria Rosa Moncelli †, und Cristina Nativi * †§
†Department der Chemie "Ugo Schiff″, ‡Department NeuroFarBa und §FiorGen, Universität Florenz, 50121 Florenz, Italien
∥ Lab molekularer und Zelle. Pharm. Purinergic Übertragung, Abteilung der pharmakologischen Biomol. Wissenschaften (DiSFeB), Universität Mailand, 20122 Mailand, Italien
⊥ Abteilung des Drug Discovery and Development, Italienisch Institute of Technology (IIT), 16163 Genua, Italien
ACS Chem. Neurosci., Artikel so schnell wie möglich


DOI: 10.1021/cn500248u


Datum der Veröffentlichung (Web): 29. Dezember 2014


Copyright © 2014 American Chemical Society


Abstrakt
...

Entzündung des Nervus trigeminus gilt als einer der peinlichsten Bedingungen bekannt für die Menschheit. Die Diagnose ist oft schwierig; Außerdem fehlt es sichere und effektive pharmakologische Behandlungen. Ein Molekül, ADM_12, gebildet von einem Lipoic und Omotaurine Rückstände kovalent verknüpft, wird hier berichtet. In-vitro- und in-vivo-Tests ergaben, dass ADM_12 eine sehr attraktive ursprünglichen Verbindung, die Präsentation (i) eine bemerkenswerte Sicherheitsprofil ist; (Ii) eine hohe Bindung-Konstante versus TRPA1; (Iii) eine faszinierende Verhalten gegenüber TRPV1; und (iv) die Möglichkeit, deutlich und nachhaltig mechanische Gesichts Allodynie bei Ratten zu verringern. Beachtenswert, beleuchten durch ADM_12, testen wir die beispiellosen Beteiligung TRPA1 und TRPV1-Kanäle orofaziale Schmerzen.


Original

Letter

Lipoic-Based TRPA1/TRPV1 Antagonist to Treat Orofacial Pain


Roberta Gualdani †, Stefania Ceruti ∥, Giulia Magni ∥⊥, Davide Merli ∥, Lorenzo Di Cesare Mannelli ‡, Oscar Francesconi †, Barbara Richichi †, Giancarlo la Marca ‡, Carla Ghelardini ‡, Maria Rosa Moncelli †, and Cristina Nativi *†§
†Department of Chemistry “Ugo Schiff″, ‡Department NeuroFarBa, and §FiorGen, University of Florence, 50121 Florence, Italy
∥ Lab of Molecular and Cell. Pharm. Purinergic Transmission, Department of Pharmacological Biomol. Sciences (DiSFeB), University of Milan, 20122 Milan, Italy
⊥ Department of Drug Discovery and Development, Italian Institute of Technology (IIT), 16163 Genova, Italy
ACS Chem. Neurosci., Article ASAP

DOI: 10.1021/cn500248u

Publication Date (Web): December 29, 2014

Copyright © 2014 American Chemical Society

*E-mail: cristina.nativi@unifi.it.

Abstract

...

Inflammation of the trigeminal nerve is considered one of the most painful conditions known to humankind. The diagnosis is often difficult; moreover, safe and effective pharmacological treatments are lacking. A new molecule, ADM_12, formed by a lipoic and omotaurine residues covalently linked, is here reported. In vitro and in vivo tests showed that ADM_12 is a very attractive original compound presenting (i) a remarkable safety profile; (ii) a high binding constant versus TRPA1; (iii) an intriguing behavior versus TRPV1; and (iv) the ability to significantly and persistently reduce mechanical facial allodynia in rats. Noteworthy, by testing ADM_12, we shed light on the unprecedented involvement of TRPA1 and TRPV1 channels in orofacial pain.

http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/cn500248u
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Sternentaenzer » Montag 16. März 2015, 06:37

Rhinoviren

In dem Artikel wird gezeigt, dass durch Rhinoviren, die Erkältungen und Schnupfen verursachen, vermehrt TRPV1 und TRPA1 gebildet werden.

Abdullah H1, Heaney LG, Cosby SL, McGarvey LP.
Rhinovirus upregulates transient receptor potential channels in a human neuronal cell line: implications for respiratory virus-induced cough reflex sensitivity.
Thorax. 2014 Jan;69(1):46-54. doi: 10.1136/thoraxjnl-2013-203894. Epub 2013 Sep 3.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24002057

"...CONCLUSIONS:

We show for the first time that rhinovirus can infect neuronal cells. Furthermore, infection causes upregulation of TRP channels by channel-specific mechanisms. The increase in TRPA1 and TRPV1 levels can be mediated by soluble factors induced by infection whereas TRPM8 requires replicating virus. TRP channels may be novel therapeutic targets for controlling virus-induced cough...."


"... Ergebnis

Wir zeigen zum ersten Mal, dass Rhinoviren neuronale Zellen infizieren können. Darüber hinaus verursacht eine Infektion erhöhte Expression von TRP Kanälen durch Kanal-spezifische Mechanismen. Der Anstieg von TRPA1 und TRPV1 kann durch lösliche Faktoren, induziert durch eine Infektion, herbeigeführt werden. Dagegen erfordert TRPM8 die Replikation des Virus. TRP Kanäle können neuartige therapeutische Ziele gegen den vom Virus induzierte Husten sein.... "



Mehr zu Rhinoviren findet Ihr unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rhinovirus
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Mittwoch 25. März 2015, 11:41

Google-Übersetzung
Veröffentlicht: 6. Februar 2015

Stellungnahme
Zentrale Wege zu ermüden bei Neuro-inflammatorische und autoimmune Krankheiten


Gerwyn Morris 1, Michael Berk23*, Ken Walder4 und Michael Maes25

BMC Medicine 2015, 13: 28 Doi:10.1186 / s12916-014-0259-2

Die elektronische Version dieses Artikels ist die vollständige und finden Sie online unter: http://www.biomedcentral.com/1741-7015/13/28

Abstrakt


Hintergrund

Die Entstehung von schweren Müdigkeit und Behinderungen bei Menschen, die nach akuten Pathogen Invasion beinhaltet die Aktivierung von Toll-Like Rezeptoren, gefolgt von der Hochregulation von Proinflammatory Cytokines und die Aktivierung von Mikroglia und Astrozyten. Viele Patienten leiden neuroinflammatorische und Autoimmunerkrankungen, wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und systemischer Lupus erythematodes, leiden häufig auch an schweren Behindernde Müdigkeit. Solche Patienten sind auch chronische periphere immun-Aktivierung und systemischen Entzündung unter dem Deckmantel der erhöhten Proinflammtory Zytokine, oxidativer Stress und Toll-Like Rezeptoren aktiviert. Dies gilt auch für viele Patienten mit schwerer, anscheinend idiopathischer, Müdigkeit, begleitet von tiefen Ebenen des physischen und kognitiven Behinderung oft gewährt die unspezifische Diagnose chronic Fatigue Syndrom darstellen.

Diskussion

Mehrere Textzeilen Beweise zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen dem Grad der peripheren immun-Aktivierung, Entzündungen und oxidativen Stress, Atrophie der grauen Substanz, Glukose Hypometabolism und zerebrales Hypoperfusion in Krankheit, wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und chronic Fatigue Syndrom. Die meisten, wenn nicht alle, kann diese Anomalien durch eine Verringerung der Zahlen und die Funktion der Astrozyten sekundären peripheren immun-Aktivierung und Entzündung erklärt werden. Dies gilt auch für die weit verbreiteten mitochondriale Dysfunktion gesehen im ansonsten normalen Gewebe in neuroinflammatorische, Neurodegenerative und Autoimmunerkrankungen und bei vielen Patienten mit deaktivieren, anscheinend idiopathischer, Müdigkeit. Da die starke Verbindung zwischen peripheren immun-Aktivierung und Neuroinflammation mit der Genesis Müdigkeit sollte die letztere Gruppe von Patienten mit FLAIR Magnetresonanz-Bildgebung (MRI) und auf das Vorhandensein der peripheren immun-Aktivierung getestet geprüft werden.

Zusammenfassung

Wird der Schluss gezogen, dass periphere Entzündung und immun-Aktivierung, sowie die anschließende Aktivierung von Gliazellen und mitochondriale Schäden, wahrscheinlich für die schweren Ebenen der hartnäckigen Ermüdungs- und Behinderung gesehen bei vielen Patienten mit Neuroimmune und Autoimmunerkrankungen.Dies scheint auch der Fall für viele Patienten eine Diagnose Chronic Fatigue Syndrome gewährt werden. ...


Original

Central pathways causing fatigue in neuro-inflammatory and autoimmune illnesses

Gerwyn Morris1, Michael Berk23*, Ken Walder4 and Michael Maes25

BMC Medicine 2015, 13:28 doi:10.1186/s12916-014-0259-2

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.biomedcentral.com/1741-7015/13/28


Received: 19 November 2014
Accepted: 17 December 2014
Published: 6 February 2015

© 2015 Morris et al.; licensee BioMed Central.


This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0), which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly credited. The Creative Commons Public Domain Dedication waiver (http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/) applies to the data made available in this article, unless otherwise stated.

Abstract
Background
The genesis of severe fatigue and disability in people following acute pathogen invasion involves the activation of Toll-like receptors followed by the upregulation of proinflammatory cytokines and the activation of microglia and astrocytes. Many patients suffering from neuroinflammatory and autoimmune diseases, such as multiple sclerosis, Parkinson’s disease and systemic lupus erythematosus, also commonly suffer from severe disabling fatigue. Such patients also present with chronic peripheral immune activation and systemic inflammation in the guise of elevated proinflammtory cytokines, oxidative stress and activated Toll-like receptors. This is also true of many patients presenting with severe, apparently idiopathic, fatigue accompanied by profound levels of physical and cognitive disability often afforded the non-specific diagnosis of chronic fatigue syndrome.

Discussion
Multiple lines of evidence demonstrate a positive association between the degree of peripheral immune activation, inflammation and oxidative stress, gray matter atrophy, glucose hypometabolism and cerebral hypoperfusion in illness, such as multiple sclerosis, Parkinson’s disease and chronic fatigue syndrome. Most, if not all, of these abnormalities can be explained by a reduction in the numbers and function of astrocytes secondary to peripheral immune activation and inflammation. This is also true of the widespread mitochondrial dysfunction seen in otherwise normal tissue in neuroinflammatory, neurodegenerative and autoimmune diseases and in many patients with disabling, apparently idiopathic, fatigue. Given the strong association between peripheral immune activation and neuroinflammation with the genesis of fatigue the latter group of patients should be examined using FLAIR magnetic resonance imaging (MRI) and tested for the presence of peripheral immune activation.

Summary
It is concluded that peripheral inflammation and immune activation, together with the subsequent activation of glial cells and mitochondrial damage, likely account for the severe levels of intractable fatigue and disability seen in many patients with neuroimmune and autoimmune diseases.This would also appear to be the case for many patients afforded a diagnosis of Chronic Fatigue Syndrome. ...

http://www.biomedcentral.com/1741-7015/13/28
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Montag 13. April 2015, 09:23

Google-Übersetzung
Strukturelle Modellierung und Patch-Clamp-Analyse der Schmerzen im Zusammenhang mit Mutation TRPA1-N855S zeigen, dass Inter Untereinheit Salz Brücken stabilisieren den Kanal Zustand öffnen

Vlastimil Zímab, 1, Katja Witschasa, 1, Anna Hynkovaa, c, 1, Lucie Zímováa, Ivan Barvíkb, Viktorie Vlachovaa,



Mehr zeigen

doi:10.1016/j.neuropharm.2015.02.018


Highlights


• Strukturelle Modellierung von TRPA1 zeigt Inter Untereinheit Interaktionen.

• Die E854-K868 Interaktion trägt zur Konformationen TRPA1 gating zugeordnet.

• N855S-Mutation kann die Inter Untereinheit Interaktionen ändern.

• Die gating-Mechanismen in TRPV1 und TRPA1 können erheblich abweichen.


Abstrakt


Ankyrin transient Receptor potential Kanal TRPA1 ist ein Polymodal Sensor für schädliche Reize, und daher ein viel versprechender als Ziel für die Behandlung von chronischen Schmerzen. Dieser tetramere sechs-Transmembran-Segment (S1 – S6)-Kanal kann von verschiedenen scharfen Chemikalien, wie z. B. Allylisothiocyanat oder Zimtaldehyd, sondern auch von intrazellulären Ca2 + oder depolarisierende Spannungen aktiviert werden. Innerhalb der S4-S5-Linker des menschlichen TRPA1, eine Gain-of-Function-Mutation, N855S, wurde vor kurzem festgestellt, dass familiäre episodische Schmerzsyndrom, manifestiert durch Anfälle von schweren Oberkörper Schmerzen, zugrunde liegen ausgelöst durch körperliche Anstrengung, Fasten oder Kälte. Die strukturelle Grundlage für diese Ionenkanalkrankheit zu klären, leiten wir ein strukturelles Modell des TRPA1 durch die Kombination von Homologie Modellierung, Molekulardynamik-Simulationen, Punkt Mutagenese und Elektrophysiologie. In der Nähe von N855 zeigt das Modell Inter Untereinheit Salz Brücken zwischen E854 und K868. Mit dem Heterologe Ausdruck der rekombinanten Wildtyp und Mutanten TRPA1-Kanäle in den HEK293T Zellen, fanden wir tatsächlich, dass die kostenlos-Umkehr-Mutanten, E854R und K868E drastisch verringerte Reaktionen auf chemische und Spannung Reize, stellte während die kostenlos-swapping-Mutation E854R/K868E erheblich ihre Funktionalitäten gerettet. Darüber hinaus stark konservierten aufgeladenen Rückstände innerhalb der S4-S5-Region durch Mutationsanalyse ergab einen Gain of Function-Phänotyp für R852E mit einer erhöhten basalen Kanal Aktivität, einen Verlust von Ca2 +-induzierte Potenzierung und eine beschleunigte Ca2 +-abhängige Inaktivierung. Basierend auf dem Modell und auf einen Vergleich mit der kürzlich aufgedeckten atomarer Ebene Struktur des zugehörigen Kanals TRPV1, schlagen wir vor, dass Inter Untereinheit Salz Brücken zwischen benachbarten S4-S5-Regionen zu stabilisieren die Konformationen chemisch zugeordnet und Spannung induziert von TRPA1-Ionenkanal Anspritzung von entscheidender Bedeutung sind....


Original
Structural modeling and patch-clamp analysis of pain-related mutation TRPA1-N855S reveal inter-subunit salt bridges stabilizing the channel open state

Vlastimil Zímab, 1, Katja Witschasa, 1, Anna Hynkovaa, c, 1, Lucie Zímováa, Ivan Barvíkb, Viktorie Vlachovaa, ,



Show more
doi:10.1016/j.neuropharm.2015.02.018

Highlights

• Structural modeling of TRPA1 reveals inter-subunit interactions.
• The E854-K868 interaction contributes to conformations associated with TRPA1 gating.
• N855S mutation may change the inter-subunit interactions.
• The gating mechanisms in TRPV1 and TRPA1 may substantially differ.

Abstract

The ankyrin transient receptor potential channel TRPA1 is a polymodal sensor for noxious stimuli, and hence a promising target for treating chronic pain. This tetrameric six-transmembrane segment (S1–S6) channel can be activated by various pungent chemicals, such as allyl isothiocyanate or cinnamaldehyde, but also by intracellular Ca2+ or depolarizing voltages. Within the S4–S5 linker of human TRPA1, a gain-of-function mutation, N855S, was recently found to underlie familial episodic pain syndrome, manifested by bouts of severe upper body pain, triggered by physical stress, fasting, or cold. To clarify the structural basis for this channelopathy, we derive a structural model of TRPA1 by combining homology modeling, molecular dynamics simulations, point mutagenesis and electrophysiology. In the vicinity of N855, the model reveals inter-subunit salt bridges between E854 and K868. Using the heterologous expression of recombinant wild-type and mutant TRPA1 channels in HEK293T cells, we indeed found that the charge-reversal mutants E854R and K868E exhibited dramatically reduced responses to chemical and voltage stimuli, whereas the charge-swapping mutation E854R/K868E substantially rescued their functionalities. Moreover, mutation analysis of highly conserved charged residues within the S4–S5 region revealed a gain-of-function phenotype for R852E with an increased basal channel activity, a loss of Ca2+-induced potentiation and an accelerated Ca2+-dependent inactivation. Based on the model and on a comparison with the recently revealed atomic-level structure of the related channel TRPV1, we propose that inter-subunit salt bridges between adjacent S4–S5 regions are crucial for stabilizing the conformations associated with chemically and voltage-induced gating of the TRPA1 ion channel....

http://www.sciencedirect.com/science/ar ... 0815000659
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Kira
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Donnerstag 16. April 2015, 08:47

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Br J Pharmacol. 2014 Sep; 171 (18): 4289-99. Doi: 10.1111/bph.12786.

Die Blockade der transienten Rezeptor potenzielle Ankirin 1 (TRPA1) signalisieren, Antidepressivum und Anxiolytic-ähnliche Aktionen in den Mäusen vermittelt.

de Moura JC1, Noroes MM, Rachetti Vde P, Soares BL, Preti D, Nassini R, Materazzi S, Marone IM, Minocci D, Geppetti P, Gavioli EG, André E.


Abstrakt

HINTERGRUND UND ZIEL:

Transient Receptor potential Vanilloid 1 (TRPV1) und viele biologische Prozesse, einschließlich Nociception und Hyperalgesie TRP Ankyrin 1 (TRPA1) beteiligt sind. Während die Beteiligung der TRPV1 an psychiatrischen Störungen wie Angst und Depression gemeldet wurde, ist wenig über die Rolle der TRPA1 unter diesen Bedingungen bekannt.

EXPERIMENTELLEN ANSATZ:

Wir untersuchten die Rolle von TRPA1 bei Mäusen Modelle der Depression [erzwungene schwimmen Test (FST)] und Angst [erhöhten plus Labyrinth (EPM) Test].

WICHTIGSTEN ERGEBNISSE:

Verwaltung des TRPA1 Antagonisten (HC030031, 30 Nmol in 2 μL i.c.v.) konnte die Zeit der Unbeweglichkeit in der FST. Ähnliche Ergebnisse wurden erzielt, nach oraler Verabreichung von HC030031 (30-300 mg·kg(-1)). Der Rückgang der Unbeweglichkeit mal in FST induziert durch HC030031 (100 mg·kg(-1)) wurde vollständig durch Vorbehandlung mit TRPA1-Agonist, Zimtaldehyd (50 mg·kg(-1), p.o.), die per se inaktiv war verhindert. Das EPM verhinderte Test, Vorbehandlung mit Zimtaldehyd (50 mg·kg(-1), p.o.), die per se nicht Verhalten Antwort ausgewirkt hat, den Anxiolytic-Effekt (erhöhte offenen Arm Exploration) hervorgerufen durch TRPA1-Blockade (HC030031, 100 mg·kg(-1), p.o.). Behandlung mit Zimtaldehyd oder HC030031 keinen Einfluss auf die spontane Gehfähigkeit. Ferner zeigte TRPA1-defizienten Mäusen Anxiolytic und Antidepressiva wie Phänotypen im FST und EPM Test bzw..

FAZIT UND FOLGERUNGEN:

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass genetische Auslassung oder pharmakologische Blockade von TRPA1 hemmenden Wirkung in Mausmodelle von Angst und Depression produziert. Diese Ergebnisse bedeuten, dass TRPA1 Tonic Kontrolle übt, Angst und Depression zu fördern, und dass TRPA1-Antagonismus Potenzial als eine innovative Strategie für die Behandlung von Angst und Stimmung Störungen hat.

© 2014 der britischen pharmakologischen Gesellschaft.


Original

Br J Pharmacol. 2014 Sep;171(18):4289-99. doi: 10.1111/bph.12786.

The blockade of transient receptor potential ankirin 1 (TRPA1) signalling mediates antidepressant- and anxiolytic-like actions in mice.

de Moura JC1, Noroes MM, Rachetti Vde P, Soares BL, Preti D, Nassini R, Materazzi S, Marone IM, Minocci D, Geppetti P, Gavioli EC, André E.



Abstract

BACKGROUND AND PURPOSE:

Transient receptor potential vanilloid 1 (TRPV1) and TRP ankyrin 1 (TRPA1) are involved in many biological processes, including nociception and hyperalgesia. Whereas the involvement of TRPV1 in psychiatric disorders such as anxiety and depression has been reported, little is known regarding the role of TRPA1 in these conditions.

EXPERIMENTAL APPROACH:

We investigated the role of TRPA1 in mice models of depression [forced swimming test (FST)] and anxiety [elevated plus maze (EPM) test].

KEY RESULTS:

Administration of the TRPA1 antagonist (HC030031, 30 nmol in 2 μL, i.c.v.) reduced immobility time in the FST. Similar results were obtained after oral administration of HC030031 (30-300 mg·kg(-1) ). The reduction in immobility time in FST induced by HC030031 (100 mg·kg(-1) ) was completely prevented by pretreatment with TRPA1 agonist, cinnamaldehyde (50 mg·kg(-1) , p.o.), which per se was inactive. In the EPM test, pretreatment with cinnamaldehyde (50 mg·kg(-1) , p.o.), which per se did not affect behaviour response, prevented the anxiolytic-like effect (increased open arm exploration) evoked by TRPA1 blockade (HC030031, 100 mg·kg(-1) , p.o.). Treatment with either cinnamaldehyde or HC030031 did not affect spontaneous ambulation. Furthermore, TRPA1-deficient mice showed anxiolytic- and antidepressant-like phenotypes in the FST and EPM test respectively.

CONCLUSION AND IMPLICATIONS:

The present findings indicate that genetic deletion or pharmacological blockade of TRPA1 produces inhibitory activity in mouse models of anxiety and depression. These results imply that TRPA1 exerts tonic control, promoting anxiety and depression, and that TRPA1 antagonism has potential as an innovative strategy for the treatment of anxiety and mood disorders.

© 2014 The British Pharmacological Society.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2484 ... t=Abstract
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Re: Artikel zu TRPV und TRPA1

Beitragvon Kira » Sonntag 19. April 2015, 17:16

Google-Übersetzung
Natur-Kommunikation 5, Artikelnummer: 5736 doi: 10.1038 / ncomms6736 Empfangen 18. April 2014 Akzeptiert 3. November 2014 Veröffentlicht 8. Dezember 2014


Steroidalen und nichtsteroidalen Aromatasehemmer der dritten Generation-Inhibitoren induzieren Schmerzen-ähnliche Symptome über TRPA1

Camilla Fusi, Serena Materazzi, Silvia Benemei, Elisabetta Coppi, Gabriela Trevisan, Ilaria M. Marone, Daiana Minocci, Francesco De Logu, Tiziano Tuccinardi,
Maria Rosaria Di Tommaso, Tommaso Susini, Gloriano Moneti, Giuseppe Pieraccini, Pierangelo Geppetti & Romina Nassini



Abstrakt
...

Verwendung vonAromatase -Inhibitoren (AIs),Exemestane,Letrozol undAnastrozole, für Brust-Krebs-Therapie ist schweren Schmerz-Symptomen, der zugrunde liegende Mechanismus davon unbekannt ist. Die elektrophile Natur des AIs legt nahe, dass sie sich denTransienten Rezeptor potenzielle Ankyrin 1 (TRPA1)-Kanal, einen großen Weg aus Schmerz Übertragung und neurogene Entzündung richten können. AIs evozierenTRPA1-vermittelte Kalzium Reaktion und Strom in Nagetier Nozizeptoren und menschlichen Zellen den rekombinanten Kanal zum Ausdruck zu bringen. Bei Mäusen produzieren AIs akute Nociception, übertriebene vor Gefährdung durch Proalgesic Reize, und durch die Freigabe von sensorischen Neuropeptide, neurogene Entzündung in peripheren Geweben. AIs auch mechanische Allodynie hervorrufen und verringerte Greifkraft, die Desensibilisierung auf längeren AI-Administration nicht erfolgt. Diese Effekte werden deutlich abgeschwächt durchTRPA1 pharmakologische Blockade oder imTRPA1-unzulänglichen Mäusen.TRPA1 ist ein wichtiger Vermittler der Proinflammatory/Proalgesic Aktionen des AIs, so schlägtTRPA1 -Antagonisten zur Behandlung von Schmerzen Symptome im Zusammenhang mit AI Verwendung. ...


Original
Nature Communications 5, Article number: 5736 doi:10.1038/ncomms6736 Received 18 April 2014 Accepted 03 November 2014 Published 08 December 2014

Steroidal and non-steroidal third-generation ​aromatase inhibitors induce pain-like symptoms via ​TRPA1

Camilla Fusi, Serena Materazzi, Silvia Benemei, Elisabetta Coppi, Gabriela Trevisan, Ilaria M. Marone, Daiana Minocci, Francesco De Logu, Tiziano Tuccinardi,
Maria Rosaria Di Tommaso, Tommaso Susini, Gloriano Moneti, Giuseppe Pieraccini, Pierangelo Geppetti & Romina Nassini

Abstract


Abstract•
Introduction•
Results•
Discussion•
Methods•
Additional information•
References•
Acknowledgements•
Author information•
Supplementary information

Use of ​aromatase inhibitors (AIs), ​exemestane, ​letrozole and ​anastrozole, for breast cancer therapy is associated with severe pain symptoms, the underlying mechanism of which is unknown. The electrophilic nature of AIs suggests that they may target the ​transient receptor potential ankyrin 1 (​TRPA1) channel, a major pathway in pain transmission and neurogenic inflammation. AIs evoke ​TRPA1-mediated calcium response and current in rodent nociceptors and human cells expressing the recombinant channel. In mice, AIs produce acute nociception, which is exaggerated by pre-exposure to proalgesic stimuli, and, by releasing sensory neuropeptides, neurogenic inflammation in peripheral tissues. AIs also evoke mechanical allodynia and decreased grip strength, which do not undergo desensitization on prolonged AI administration. These effects are markedly attenuated by ​TRPA1 pharmacological blockade or in ​TRPA1-deficient mice. ​TRPA1 is a major mediator of the proinflammatory/proalgesic actions of AIs, thus suggesting ​TRPA1 antagonists for the treatment of pain symptoms associated with AI use....

http://www.nature.com/ncomms/2014/14120 ... s6736.html
http://www.nature.com/ncomms/2014/14120 ... ms6736.pdf
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