Riechstörungen

Riechstörungen

Beitragvon Twei » Mittwoch 20. Februar 2013, 21:03

Warum in dieser Rubrik? - weil ich meine, dass ein Hinweis zu einer "Multiplen Chemikalien Sensibilität" sowie einer "Duftstoffallergie" hier eine Erwähnung hätte finden müssen!

Häufig werden jene Erkrankungen als "Riechstörung" fehlgedeutet und es findet deshalb eine falsche Therapie statt!

Riechstörungen
Die Nase als Wegweiser
16.02.2013 · Ärzte unterschätzen Riechstörungen noch häufig. Dabei können sie ein Fingerzeig sein, um schwere Leiden wie Parkinson früh zu erkennen

Störungen des Geruchssinns fristen in der Medizin ein Mauerblümchendasein. Dabei beeinträchtigen sie nicht nur die Lebensqualität, sondern gefährden mitunter auch die Gesundheit. Riechen ist nämlich eng verknüpft mit Schmecken: Lässt die Geruchswahrnehmung nach, verschlechtert sich zugleich auch der Geschmackssinn. Selbst das leckerste Gericht erzeugt dann keine Gaumenfreuden mehr - ein Grund, weshalb die Betroffenen vielfach depressiv werden. Darüber hinaus tragen diese ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelvergiftungen.

Denn wer verdorbene Speisen weder riecht noch schmeckt, kann sich davor schwerlich in Acht nehmen. Aber auch Bränden und anderen „riechbaren“ Gefahren sind Personen mit geringem oder fehlendem Geruchssinn - einer Hyposmie oder Anosmie - vergleichsweise schutzlos ausgeliefert. Wichtig ist es daher, die sensorische Störung wenn immer möglich anzugehen und die Betroffenen zudem über die einschlägigen Risiken aufzuklären...
hier weiterlesen http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 50741.html
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Riechstörungen

Beitragvon Twei » Mittwoch 20. Februar 2013, 22:38

Riechstörung als Berufskrankheit anerkannt - viewtopic.php?t=17459

In jenem Thread befindet sich auch ein Hinweis zu folgendem Textauszug:

...Im konkreten Fall des Klägers ist es auch hinreichend wahrscheinlich, dass seine Hyposmie durch die beruflich bedingte Einwirkung der toxischen Stoffe (Brandrauche, Clophen/Salzsäuredämpfe, Schweißrauche, Lösungsmittel) verursacht worden ist. Der Kläger war den toxischen, schleimhautreizenden Stoffen von 1970 bis 1996 und zum Teil darüber hinaus während seiner versicherten Tätigkeit in zum Teil hohen Konzentrationen ausgesetzt.

Dabei ist im Hinblick auf den Umfang der Schadstoffexposition hervorzuheben, dass der Kläger zwischen 1970 und 1996 bei der Montage/Reparatur der „Flüssigtransformatoren“ durchschnittlich wöchentlich 3 Stunden mit „Widerstandsschweißen oder Hartlöten“ beschäftigt gewesen ist. Bei dieser Tätigkeit ist der Kläger hohen Konzentrationen von Salzsäuredämpfen ausgesetzt gewesen.

Denn der Kläger hat im Zusammenhang mit diesen Arbeiten über sehr starke Reizungen von Nase, Augen, Rachen und Haut sowie Atemnot nach dem Einatmen der entstandenen Rauche und Dämpfe berichtet. Gerade aber den Salzsäuredämpfen kommt – so der Sachverständige Priv.-Doz. Dr. M.- im Rahmen der „Mischexposition“ für die Verursachung der Geruchsstörung eine herausragende Bedeutung zu.

Von der hinreichend wahrscheinlichen Verursachung der Geruchsstörung des Klägers durch die beruflich bedingte Einwirkung der bei der versicherten Tätigkeit des Klägers gegebenen toxischen Stoffen ist das Gericht überzeugt. Zumal da ddie Sachverständigen diesbezüglich keine außerberuflichen Krankheitsursachen eruieren konnten und ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der berufsbedingten Schadstoffexposition und der vorliegenden Hyposmie feststeht. Beide Umstände sind geeignet, die Wahrscheinlichkeit einer beruflichen Verursachung der Hyposmie zu erhöhen.

Mithin ist die Hyposmie des Klägers als Wie – Berufskrankheit anzuerkennen. Die Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) ist auf allenfalls 10% zu schätzen. Eine Verletztenrente kommt somit nicht in Betracht.

Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 26. Januar 2011...
sehr ausführlicher Artikel siehe http://www.rechtslupe.de/sozialrecht/ri ... eit-326365
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