Gesetze und Pharma-Tricks

Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon mirijam » Donnerstag 21. April 2011, 09:59

Die Tricks der Pharmaindustrie
Profit statt Patientenschutz
von Dana Nowak und Astrid Randerath

Sendung vom 19.04.2011

Patienten mit Schizophrenie leiden unter Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen. Oft sind sie nicht zu einem eigenständigen Leben in der Lage. Unter anderem für diese Patienten ist das Modell der so genannten Integrierten Versorgung gedacht: Ein enges Netz aus Therapeuten, Kliniken und niedergelassenen Ärzten soll die Patienten bestmöglich betreuen.

Doch jetzt drängt sich die Pharmaindustrie in die Integrierte Versorgung hinein. Eine Tochtergesellschaft der Pharma-Firma Janssen-Cilag baut im Auftrag der AOK Niedersachsen für 13.000 Schizophrenie-Patienten ein medizinisches Versorgungsnetz auf. Gleichzeitig ist dieser Pharmakonzern einer der größten Hersteller für Schizophrenie-Medikamente. Generell ist das durch die Einführung des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) zum 1.1.2011 deutschlandweit möglich.

Experten fürchten um Wohl der Patienten

Experten wie Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, kritisieren diese Entwicklung: "Da besteht die ganz große Sorge, dass der Absatz der Pharmazeutika im Vordergrund steht und nicht die optimale Therapie der Patienten".

Professor Peter Schönhöfer, einer der bekanntesten Kritiker der Pharmaindustrie, fürchtet um das Wohl der Patienten: "Es geht den Firmen nur um Profit." An die Gelder der Versicherten ranzukommen sei immer das Ziel der Pharmaindustrie gewesen, entweder als reiner Warenanbieter oder jetzt als Anbieter der kompletten Behandlung, so der Bremer Pharmakologe.

Mit Einführung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes zum 1. Januar 2011 ist genau das möglich - nicht nur im Bereich Schizophrenie. Frontal21 über ein Beispiel, das Schule machen kann und Patienten in die Hände der Pharmaindustrie begibt.


http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,8232175,00.html
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Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon mirijam » Donnerstag 21. April 2011, 10:10

G-BA hält neues Arzneimittel­gesetz für gesund­heits­gefährdend

Montag, 4. Oktober 2010


Berlin – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die von der Koalition geplanten Änderungen im Arzneimittel­markt­neuordnungsgesetz (AMNOG) scharf kritisiert. „Wenn das Gesetz mit den bekanntgewordenen Änderungsanträgen in Kraft tritt, bedeutet das für die Patienten ein deutlich höheres Risiko mit Medikamenten behandelt zu werden, deren Nutzen nicht gesichert ist“, warnte G-BA-Vorsitzender Rainer Hess in einem Interview mit dem Spiegel.

Er verwies darauf, dass die Zulassung eines Medikamentes nicht automatisch auf dessen Nutzen hinweise. „Sie bedeutet nur, dann es zum Zeitpunkt der Zulassung auf einem Mindestniveau unbedenklich und wirksam ist“, so Hess.

Ohne eine unabhängige Bewertung könnten Ärzte bei der Fülle der Medikamente kaum einschätzen, ob ein neues Präparat ihren Patienten besser helfe als die alten Mittel. Deshalb sei es von enormer Bedeutung, dass der G-BA auch zukünftig Präparate mit geringem Nutzen und hohem Risiko von der Verordnung ausschließen dürfe.

Auch die von der Regierung gewünschte Herausnahme der sogenannten Orphan Drugs aus der Nutzenbewertung sieht der G-BA-Chef kritisch. Er wies darauf hin, dass fast alle neuen Krebsmedikamente unter die Kategorie der „Orphan Drugs“ fielen. „Käme das Gesetz, dürften wir den Nutzen fast keines Krebsmedikaments mehr bewerten. Das kann nicht sein“, sagte Hess.

Angesichts der mit neuen Krebsmedikamenten zu erzielenden Umsätze unterstellte er der Pharma-Industrie, ihr gehe es weniger um die wirksame Behandlung seltener Erkrankungen als um eine „überaus fragwürdige Marketingstrategie“.

Auch die Neuregelung, dass der G-BA die Verordnung von Arzneimitteln künftig nur dann einschränken oder ausschließen darf, wenn er deren Unzweckmäßigkeit nachweisen kann, stößt bei Hess auf Widerstand. „Man kann sagen: Es gibt keinen Beweis, dass ein Mittel nützt. Aber man kann fast nie sagen: Es gibt einen Beweis, dass es nicht nützt“, warnte Hess vor einer Umkehr der Beweislast. Bislang konnte der G-BA Medikamente bei nicht belegtem Nutzen ausschließen. © hil/aerzteblatt.de


http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42951/G-BA_haelt_neues_Arzneimittelgesetz_fuer_gesundheitsgefaehrdend.htm
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Odysso - Gesundheitssystem: Die gefährlichen Tricks der Phar

Beitragvon Kira » Dienstag 23. Dezember 2014, 07:10

44:40 min | 11.12. | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen

Gesundheitssystem: Die gefährlichen Tricks der Pharmaindustrie



Viele Pharmaunternehmen haben in der Vergangenheit gegen Gesetze verstoßen, um ihren Profit zu maximieren. odysso zeigt, wie wir als Patienten und Bürger dadurch geschädigt werden.

http://www.swr.de/odysso/gesundheitssys ... index.html
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Die Tricks der Pharma-Industrie

Beitragvon shadow » Mittwoch 25. März 2015, 17:54

Die Tricks der Pharma Industrie - UNGEKÜRZT - Dokumentation von Kurt Langbein
Veröffentlicht am 08.12.2013

Kurt Langbein, Mitautor des Bestsellers "Bittere Pillen", auf einem aktuellen Streifzug durch die Tricks und Täuschungen der Arzneimittelhersteller mit konkreten und hochaktuellen Beispielen, Betroffenen, Pharmaverantwortlichen und Lobbyisten.

Die Pharmaindustrie erwirtschaftet die höchsten Renditen aller Branchen, sie beherrscht die medizinische Forschung, verkauft teure Medikamente, über deren Unwirksamkeit und Gefahren sie längst Bescheid weiß. Immer wieder werden negative Studienergebnisse über produzierte Medikamente verheimlicht. ...

https://www.youtube.com/watch?v=h-EXfwz8X6Q



Dienstag, 17. März 2015
Die Tricks der Pharma-Industrie



Sie beherrschen die medizinische Forschung, verheimlichen negative Studienergebnisse und verkaufen uns sündteure Medikamente, über deren Unwirksamkeit und Gefahren sie längst Bescheid wissen. Und sie erwirtschaften damit die höchsten Renditen aller Branchen: die Manager der Pharma-Industrie. Oft sind die Pillen nicht die Lösung, sondern das Problem. Die größten Profite machen die Konzerne neben den Schmerzmitteln auch mit Vitaminen und Vitaminpräparaten.


Kurt Langbein, Mitautor des Bestsellers "Bittere Pillen", der vor mehr als 30 Jahren erstmals erschienen ist und inzwischen eine Auflage von 2,7 Millionen erreicht hat, untersucht die Tricks und Täuschungen der Arzneimittelhersteller.
Die Pharmaindustrie erwirtschaftet die höchsten Renditen aller Branchen, sie beherrscht die medizinische Forschung, verkauft teure Medikamente, über deren Unwirksamkeit und Gefahren sie längst Bescheid weiß. Immer wieder werden negative Studienergebnisse über produzierte Medikamente verheimlicht.

Tabletten sollen Schmerzen lindern und heilen, möglichst ohne Nebenwirkungen. Das tun sie auch, aber nicht immer. ...

http://www.3sat.de/page/?source=/dokume ... index.html
http://www.3sat.de/mediathek/index.php? ... &obj=45883
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Donnerstag 26. März 2015, 19:51

27. September 2014
Netzfrau Doro Schreier



Die Tricks der Pharma-Industrie – Alte Arznei für den vierzigfachen Preis!

Rückruf Antibabypille von Bayer wegen Allergiegefahr!

Ein bewährtes Krebsmedikament wird unter neuen Namen als Mittel gegen Multiple Sklerose wieder auf den Markt gebracht – für den vierzigfachen Preis!

Wie hier zu Lasten aller Patienten getrickst wird, möchten wir in diesem Beitrag aufzeigen.



Wann können Vitamine gefährlich werden …

Die folgende, nicht vollständige Übersicht zeigt, was Wissenschaftler über mögliche Risiken von Vitaminpräparaten und Mineralstoffen bisher herausgefunden haben. ...


...
Gekaufte Leitlinien – Kritische Mediziner zeigen auf: Bei den Expertengremien, welche die Behandlungsleitlinien erstellen, gibt es dutzende Interessenskonflikte – Die Autoren stehen auf der Payroll der Industrie. Insider enthüllen, wie die Industrie mit Ghostwritern die angeblichen Arbeiten der Professoren manipuliert. Und ein Professor gesteht, dass die Konsensusberichte der Fachgesellschaft zu den Antidepressiva von Vertretern der Industrie redigiert wurden. Die Firmenmanager jedoch zeigen sich gegenüber den enthüllten Praktiken nur wenig auskunftsfreudig. Das kommt uns auch aus anderen Branchen bekannt vor....

http://netzfrauen.org/2014/09/27/die-tr ... chen-preis
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Montag 28. September 2015, 17:33

Die Tricks der Pharma Industrie - UNGEKÜRZT - Dokumentation von Kurt Langbein

Veröffentlicht am 11.08.2015


Fast nirgendwo auf der Welt sind Arzneimittel so teuer wie in Deutschland. Rund 30 Milliarden Euro geben die gesetzlichen Krankenkassen hierzulande jährlich .
...

https://www.youtube.com/watch?v=Rbe__BI4fDY
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Samstag 14. November 2015, 18:17

Arzneimittel - der kontinuierliche Skandal

Jörg Auf dem Hövel 27.12.2012

Über Studiendesign, beauftragte Institute und geistiges Eigentum - Teil 1

Die verschiedenen Bestandteile des Systems der Arzneimittelzulassung und Kontrolle sind degeneriert und ihrer ursprünglichen Funktionen beraubt worden. Dies betrifft sowohl Design und Vollzug der klinischen Studien am Patienten, als auch die Kontrollmacht der Wissenschaftsorgane und Regulierungsbehörden. Einblicke in eine kranke Welt, die uns gesund halten soll.
...

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38165/1.html


Die Zulassungsbehörden und medizinischen Fachmagazine werden ihrer Aufgabe kaum noch gerecht

Jörg Auf dem Hövel 29.12.2012

Arzneimittel - der kontinuierliche Skandal Teil 2

Jedes in Europa verschriebene Medikament ist von einer nationalen oder der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) genehmigt worden. Die Behörden entscheiden auf Grundlage von Studiendaten darüber, ob das Medikament wirksam und sicher ist, später beobachten die Mitarbeiter, ob die Substanz im paneuropäischen Großeinsatz bei manchen Bürgern doch zu Problemen führt und entfernen solche Medikamente wieder vom Markt. Das Zulassungssystem wird ergänzt durch die Arbeit der wissenschaftlichen Fachmagazine, in denen die Studiendaten vorgestellt und diskutiert werden. Das klingt reibungsloser, als es in der Praxis ist.
...

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38188/1.html


Arzneimittel-Werbung, Ärzte-Fortbildung und Grundzüge eines optimierten Kontrollsystems

Jörg Auf dem Hövel 02.01.2013

Arzneimittel - der kontinuierliche Skandal Teil 3

Schon seit längerem wird berichtet, dass das Marketingbudget der Pharma-Konzerne deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (R&D) ◥wahrscheinlich um das Doppelte übersteigt. Auf der anderen Seite stehen Zahlen, die ◥Booz & Company regelmäßig veröffentlicht. Danach stehen Pharma-Giganten wie Novartis, Hoffmann-La Roche, Merck und Pfizer seit Jahren unter den Top 10 der weltweit forschungsaktiven Unternehmen. Sie stecken aktuell zwischen 14 und 20 Prozent ihres Umsatzes in R&D – weitaus mehr als beispielsweise die Automobilbranche. Teil 2: ◢Die Zulassungsbehörden und medizinischen Fachmagazine werden ihrer Aufgabe kaum noch gerecht.
...

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38263/1.html
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Sonntag 15. November 2015, 07:40

02.02.2015
Zentrum der Gesundheit

Ghostwriting der Pharmaindustrie

Unglaublich, aber wahr: Pharmafirmen schreiben die Bewertungen zu ihren eigenen Medikamenten in der Regel selbst. Es wird allerdings so dargestellt, als hätten unabhängige Gesundheitsexperten, denen ausschließlich das Wohlergehen der Verbraucher am Herzen liegt, diese Bewertungen verfasst.

Nebenwirkungen werden verharmlost

Wen wundert es angesichts dessen noch, dass diese Bewertungen nichts anderes sind, als wirkungsvolle Werbeanzeigen der Pharmafirmen, wobei die Nebenwirkungen der Medikamente ganz selbstverständlich heruntergespielt werden.
...

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ph ... ng-ia.html


bei Plos Medicine
27 results for Ghostwriting

http://journals.plos.org/plosmedicine/s ... ine&page=1


27.04.2015

Unseriöse Pharmawerbung: Übertreiben, verschweigen, schummeln

Von Nicola Kuhrt

Die Pharmaindustrie hat sich selbst Regeln auferlegt, damit beim Marketing nicht getäuscht wird. Doch die Konzerne halten sich oft nicht daran. Forscher haben besonders krasse Fälle gesammelt. ...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medi ... 25105.html
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Mittwoch 27. Januar 2016, 09:51

©NeurologyFirst 2013

Nebenwirkungen

Wie unerwünschte Medikamentenwirkungen versteckt und verschwiegen werden


Klinische Studien schließen heute meist 500 bis 2000 Patienten ein. Das ist genug, um auch schwachen Substanzen zu einem statistisch signifikanten Ergebnis zu verhelfen – und zu wenig, um relativ seltene, aber schwere Nebenwirkungen zu erkennen.

So können beispielsweise 5 zusätzliche Herzinfarkte pro tausend Patienten und Jahr bei einer Studiendauer von einem Jahr unterhalb der Signifikanzschwelle bleiben. Zusammenfassende Auswertungen mehrerer Studien, sogenannte Metaanalysen, können seltene Nebenwirkungen besser erkennen, sind jedoch meist auf die therapeutische Wirkung einer Substanz ausgerichtet.

Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln bleiben auch aus anderen Gründen leicht unerkannt:

-Wenn Patienten nicht darüber berichten. Da heute Studien oft in armen Ländern durchgeführt werden, befürchten viele Teilnehmer, ausgeschlossen zu werden, sobald sie über Nebenwirkungen berichten – und damit ihren einzigen Zugang zu medizinischer Behandlung zu verlieren.

-Wenn Studienärzte Nebenwirkungen nicht dokumentieren, da sie einen Zusammenhang mit dem Medikament für wenig wahrscheinlich halten.

-Wenn Firmenmitarbeiter Nebenwirkungen umdeklarieren, damit sie harmloser aussehen. So wurden beispielsweise jahrelang suizidale Gedanken und Handlungen unter SSRI-Antidepressiva hinter der Bezeichnung „emotionale Labilität“ versteckt.1

-Wenn die gleichen Firmenmitarbeiter in der Plazebogruppe Nebenwirkungen auflisten, die gar nicht im Studienzeitraum aufgetreten sind, sondern vorher oder nachher, so dass die Prüfsubstanz im Vergleich weniger schlecht abschneidet. Auf diese Weise wurden Suizidversuche in den Plazebogruppen von SSRI-Studien in die Höhe getrieben.2

-Wenn Ghostwriter im Auftrag von Pharmafirmen wissenschaftliche Artikel über klinische Studien verfassen und dabei einen relevanten Teil der Nebenwirkungen unerwähnt lassen. Ein direkter Vergleich zwischen den ausführlichen Studienberichten, die den Zulassungsbehörden vorgelegt werden müssen, und den späteren Publikationen in medizinischen Fachzeitschriften zeigte, dass nur 51% der schweren Nebenwirkungen veröffentlicht wurden.3

-Wenn Ärzte industriegesponserte Fortbildungen besuchen, wo selbst die publizierten Nebenwirkungen noch einmal selektiert und verharmlost werden, um das Produkt des Sponsors in ein günstiges Licht zu stellen.

-Wenn Forscher keine unabhängigen Studien auf den Weg bringen, um Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln im Versorgungs-Alltag zu erfassen.

Inzwischen ist der ärztliche Blick für Nebenwirkungen derart getrübt, dass sie verkannt werden, auch wenn Patienten darüber klagen. Was nicht der publizierten Evidenz entspricht, das lässt sich nicht zuordnen und das kann auch nicht sein.
1.Healy D. Pharmageddon. Berkeley. University of California Press 2013. S.101.
2.Healy D. Did regulators fail over selective serotonin reuptake inhibitors? BMJ 2006; 333:92-95.
3.Wieseler B, Wolfram N, McGauran N et al. Completeness of reporting of patient-relevant clinical trial outcomes: comparison of unpublished clinical study reports with publicly available data. PLoS Medicine 2013, Oct 10; e1001526.

http://www.neurologyfirst.de/nebenwirkungen
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Mittwoch 27. Januar 2016, 09:59

Stand: 04.04.2013
Von: Hellmuth Nordwig / Redaktion: Nicole Ruchlak

Unterschrift genügt
Ghostwriting in der Medizin
Ghostwriter liefern für Pharmafirmen Texte nach Maß: medizinische Fachartikel, die unter dem Namen renommierter Ärzte erscheinen. Da wundert es nicht, wenn Wirkungen übertrieben und Nebenwirkungen heruntergespielt werden.


"DesignWrite": Ein schöner Name für eine Agentur, die Texte im Auftrag von Firmen schreibt. Ginge es um klar gekennzeichnete Werbung, wäre daran nichts Anstößiges. Doch "DesignWrite" hat für den Pharmahersteller Wyeth Artikel für Fachzeitschriften verfasst. Die exzellent geschriebenen Texte sind in renommierten Journalen erschienen, die etwas gelten in der Medizin. Genau wie die einflussreichen Ärzte, die als Autoren der Artikel genannt sind. Die brauchten die fertigen Artikel aus der Texteschmiede nur noch zu unterschreiben.


Medikamente werden schön geschrieben
...

http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/i ... in100.html

http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/i ... en100.html
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Mittwoch 7. Dezember 2016, 17:49

siehe auch

Schleichwerbung für Medikamente Krankes Geschäftsmodell viewtopic.php?f=78&t=22472
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon Kira » Dienstag 14. Februar 2017, 19:03

Wie die Pharma Gesunde zu Kranken macht, Marketing u.v.m.
06.08.16 #1

http://www.symptome.ch/vbboard/1124577-post.html
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Re: Gesetze und Pharma-Tricks

Beitragvon howl of wolves » Dienstag 27. Juni 2017, 03:20

Dies ist einer der Größten Maschen der Pharmazeutischen Industrie

This is One of the Pharmaceutical Industry's Biggest Scams!

Veröffentlicht am 17.06.2017

Robert Scott Bell calls this one of the pharmaceutical and doctor industry's biggest scams. Find out why one of the most commonly prescribed drugs are even around and what some of the long-term effects are that you aren't told about!

https://www.youtube.com/watch?v=dv1sgF7ZaRE
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