Habe ich wirklich eine Histaminintoleranz?

Habe ich wirklich eine Histaminintoleranz?

Beitragvon Anna-Lena » Montag 6. Oktober 2008, 16:34

Hallo

Ich habe seit einigen Tagen starke Beschwerden - nicht MCS bedingt (glaube ich zumindest), sondern schlimme Hautreaktionen.
Neulich wurde mir schonmal gesagt, dass es sein könnte, dass ich eine histaminintoleranz habe. Auch habe ich hier im Forum erfahren, dass es häufig in Kombination mit MCS auftritt.

Ich habe neulich nach langer Zeit wieder Fisch gegessen (ich mag Fleisch und Fisch seit ca. einem Jahr nicht so gerne und kann nicht genau sagen, woran es liegt) und habe keinerlei Probleme bemerkt, mir wurde weder schlecht noch hatte ich Kopfschmerzen o.ä.

Aber diese chronischen Beschwerden, die einer Histaminintoleranz zugeschrieben werden, sind mir sehr vertraut und nun bin ich ziemlich verwirrt.
Sollte ich es tatsächlich haben, müsste ich doch ziemlich heftig auf Fisch reagieren, oder nicht?
Gibt es vielleicht auch Menschen, bei denen die Symptome verzögert auftreten, sodass man die Ursache nicht finden kann oder ist so etwas generell nicht möglich?

Ich muss darüber unbedingt Klarheit haben, da dieser heftige Juckreiz nicht mehr auszuhalten ist.
Diese Flohstich-artigen Hautausschläge breiten sich nun auch auf meinem Bauch und den Unterarmen aus, monatelang hatte ich es nur auf dem Rücken und an den Oberarmen. Ich muss mich den ganzen Tag kratzen und es wird erst dann besser, wenn es blutet.

Hat jemand von Euch auch so solche Hautausschläge? Könnte vielleicht auch etwas Anderes dahinterstecken?

Liebe Grüße
Anna-Lena
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Beitragvon Anna-Lena » Montag 6. Oktober 2008, 17:13

Was ich noch erwähnen wollte:
Einmal musste ich mich heftig übergeben, als ich einen Fisch gegessen hatte, der fertig gekocht noch ca. 24 Stunden im geschlossenen Ofen lagerte.
Aber bei frischem Fisch (wir essen nur Tiefkühlfisch) habe ich so etwas noch nie gehabt.
Ich hielt es damals für eine Lebensmittelvergiftung, aber der Fisch war ja eigentlich durchgegart.
War das vielleicht wegen zu viel Histamin?

Auch ist mir aufgefallen, dass ich bei einigen Lebensmitteln, die viel Histamin enthalten sollen, die gleichen Hautreaktionen habe. Dazu gehören Nüsse, Zitrusfrüchte und Tomaten.
Davon bekomme ich immer Pickel, die entweder aussehen wie Mückenstiche (man sieht sie nicht, weil sie hautfarben sind, aber man kann die Hubbel auf der Haut fühlen) und heftig jucken, oder diese kleinen Flohstich-artigen Pickel, die genauso heftig jucken und häufig von roten Flecken umgeben sind, die nach dem Duschen immer besonders auffallen.
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Beitragvon sunday » Montag 6. Oktober 2008, 23:15

hallo,

sei als erstes mal froh, daß du die fischvergiftung überlebt hast. leichtverderbliche sachen (vor allem fisch, gehacktes, mayonaise, fleisch usw., aber auch etliche andere dinge) gehören immer in den kühlschrank. den bakterien ist es völlig egal, ob es roh oder gekocht etc. ist.

infos zur histaminintoleranz findest du bei libase.de jede menge.

die reaktionen müssen nicht immer sofort auftreten. bei mir ist es oft erst am nächsten tag. wobei hautreaktionen oft schneller sind als andere symptome.

zusätzlich zur HI kann man aber auch noch ganz "normale" allergien und andere unverträglichkeiten haben haben (ich habe so viele, daß ich schon lange überhaupt nichts ohne beschwerden essen kann).

allergien kann man zwar per test feststellen. aber zum einen ist der bei nahrungsmitteln sehr unzuverlässig, zum anderen sind die üblichen hauttests absolut nicht empfehlenswert, vor allem bei mcs nicht, weil die testlösungen konservierungsstoffe enthalten.

wenn test, dann nur im blut (rast-test, ltt usw., am besten alle, weil jeder nur eine allergie-art mißt und ein negatives ergebnis nicht bedeutet, daß man keine allergie hat, obwohl es von den ....ärzten oft so hingestellt wird). den machen die kassenärzte aber nicht gern, weil er teurer ist und sie selbst am hauttest sehr viel mehr verdienen.

wenn man keine gefährlichen reaktionen (schwellungen im hals etc.) hat, kann man auch selbst herausfinden, was man nicht verträgt, indem man ein paar tage nur sachen ißt, die man verträgt (bei vielen z.b. reis und kartoffeln) und sobald die beschwerden weg oder sehr viel weniger sind, andere dinge eins nach dem andern testet, aber max. 1 nahrungsmittel pro tag. falls man zu spätreaktionen neigt besser nur alle 2 tage.

oder man macht gleich die rotationsdiät (das buch "rotationsdiät" von anne calatin gibt es kostenlos in der stadtbücherei per fernleihe). zuerst mit wenigen nahrungsmitteln, von denen man annimmt, daß man sie verträgt, schreibt die reaktionen auf und sieht dann nach einer weile, was geht und kann dann nach und nach wieder neues dazunehmen und da man jedes nahrungsmittel nur jeden 4. tag ißt, werden auch spätreaktionen zuverlässig erfasst.

das ist oft die bessere variante, da bei zu langem meiden von nahrungsmitteln der effekt auftreten kann, daß man sie zuerst scheinbar wieder verträgt und nach einer weile dann doch nicht, das aber nicht realisiert, weil man sie ja beim testen gut vertragen hat.

bei histaminintoleranz nützt rotieren allerdings nichts, da muß man die histaminbomben schon ganz weglassen und alles ganz frisch essen. dann geht es einem aber auch deutlicher besser und es verschwinden (oder werden weniger) auch symptome, die man durch die mcs auch hat, die aber nicht nur von chemikalien, sondern auch vom essen kommen können (z.b. kopfschmerzen, schwindel etc.).

seit ich weiß, daß ich HI habe und aufpasse, habe ich sehr viel weniger kopfschmerzen, schwindel etc. als nur durch die chemikalienvermeidung, die sowieso oft nicht funktioniert, weil man parfümierten, autoabgasen, flammschutzmitteln etc. garnicht immer komplett ausweichen kann, wenn man zum einen berufsbedingt mit anderen menschen zu tun hat, in der großstadt leben muß und kein geld für eine mcs-gerechte wohnung hat. die schlimmen symptome (innere blutungen etc.) kommen bei mir aber leider alle nur durch chemie.

tiefgekühlter fisch ist meist ok, der aus dem laden meist nicht, weil da der "frische" fisch ja schon einige tage alt ist.

hinter hautjucken etc. kann natürlich auch etwas anderes stecken, aber das kann man ja leicht herausfinden, indem man einige tage hi- und allergenarm ißt und wenn es dann nicht besser wird, mal zum arzt geht und nachschauen läßt, ob es nicht vielleicht doch flöhe sind *g* oder sonstiges.

liebe grüße
sunday
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Habe ich wirklich eine Histaminintoleranz?

Beitragvon Anna-Lena » Donnerstag 16. Oktober 2008, 16:54

Hallo Sunday

Ich war ein paar Tage nicht da, möchte mich erstmal herzlich für Deine Ratschläge bedanken und werde sie beherzigen.
Ich habe mich nun bei libase angemeldet und mir auch ein gebrauchtes Buch über HI bestellt.
So wie es aussieht, werde auch ich nicht um das Testen herumkommen und werde es dann erstmal so machen.
Hoffentlich wird es dann bald wieder besser mit dem Hautjucken.

Schade, dass es das Buch über die Rotationsdiät nicht mehr zu kaufen gibt. So etwas habe ich immer gerne komplett in meinem Besitz, damit ich immer wieder hereinschauen kann.
Aber vielleicht kann ich ein paar wichtige Seiten einscannen, wenn ich es in der Leihbücherei finde.

Ich bin nur froh, dass ich (noch) nicht so schwer krank bin wie Du und einige andere hier im Forum und unglaublich dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, mich im Internet zu informieren und dementsprechend zu handeln.

Liebe Grüße
Anna-Lena
- Editiert von Anna-Lena am 16.10.2008, 16:55 -
- Editiert von Anna-Lena am 17.10.2008, 00:22 -
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Beitragvon Yol » Donnerstag 16. Oktober 2008, 23:51

@ Anna-Lena

Sunday ist immer gut informiert, deshalb sind ihre Infos sehr wertvoll.
Was sie zu dem Fisch sagt, ist mir auch aufgefallen. Ich hätte mich nicht getraut, ihn noch zu essen.

Frischer Fisch, so wie man ihn heute überall kaufen kann ist für 21 Tage lang konditioniert, dass er nicht stinkt. Frisch ist er aber zu Ende seiner Brauchbarkeit sicherlich nicht mehr. Ein guter Freund, brillanter Koch, mat mich darauf gebracht, dass es vieleicht dieser Umstand sei, warum ich manchmal Fisch vertrug, manchmal nicht. Alter Fisch, altes Fleisch, alter Käse u.a. (insbesondere gut abgehangene Steaks die dementsprechend zart sind, verdanken die Zartheit der nahenden Verwesung) haben einen enorm erhöhten Histamingehalt. Deshalb sollte man mit MCS eher frischere Ware kaufen.

Der Juckreiz und die Beschreibung, das passt zu meinem Hautbild seit 30 Jahren. Es gibt mehrere Möglichkeiten, warum das so sit.
Kann auftreten bei Duftstoffexposition
Kann auftreten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Medikamentenunverträglichkeiten usw.

Bei mir hilft nur ggf. eine zusammengemixte leichte Cortisoncreme.
Dies hilft allerdings nur die Symptome zu lindern. Mehr als 2-3 Tage ist meine Haut aber nie brav.

Dem Juckreiz beizukommen hilft mir folgendermassen:

Ich kaufe mir einige Flaschen stark sprudeliges Wasser und setz es in den Kühlschrank.
Bei starken Juckreiz bade ich die betroffenen Stellen darin. Das hilft nur für eine Zeitlang dann wiederhole ich es. Der hilfreiche Stoff ist Kohlensäure und Kälte.
Yol
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Habe ich wirklich eine Histaminintoleranz?

Beitragvon Anna-Lena » Freitag 17. Oktober 2008, 00:35

Hallo Yol

Vielen Dank für die Tipps, das mit dem Mineralwasser werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren :)
Wie "badest" Du denn in dem Sprudel? Kann man es vielleicht auch sparsam auftupfen?
Und hilft bei Dir auch ein Bad mit Totem Meer-Salz? Das wird ja allgemein bei Hautproblemen empfohlen, leider habe ich nur keine Badewanne.

Ich habe auch eine Cortisoncreme für meine Ekzeme bekommen, habe sie jedoch seit mehreren Wochen nicht mehr angerührt. Meine Ekzeme sind auch so gut wie verschwunden, seitdem ich meine Kleidung nur noch mit parfümfreiem Waschmittel wasche. Dafür habe ich jetzt halt dieses extreme Jucken.

Wie mischst Du Deine Cortisoncreme denn an? Könntest Du mir vielleicht das Rezept verraten? Das wäre wirklich super lieb.
Kann man das denn auch großflächig auftragen (weil die Haut dadurch doch so dünn wird)?

Liebe Grüße
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Beitragvon sunday » Freitag 17. Oktober 2008, 02:19

cortisoncreme sollte man möglichst nicht großflächig auftragen, weil dann zuviel in den körper aufgenommen wird und auch nur sehr selten, wenn garnichts anderes hilft benutzen (es zerstört die haut).
mit der zeit findet man eigentlich immer heraus, was zu hautausschlägen, -jucken usw. führt und kann es fast immer vermeiden. wobei auch schon mal etwas unverträglich werden kann, was man lange vertragen hat. das erschwert das herausfinden, macht es aber nicht unmöglich.

liebe grüße
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Beitragvon Anna-Lena » Freitag 17. Oktober 2008, 08:17

Okay, dann lass ich lieber in Zukunft die Finger davon.
Habe ja die letzten Wochen auch ohne die Cortisoncreme überstanden.
Meine Haut ist an den Ellenbogen auch sehr dünn geworden, und ich habe dort nun einen großen dunklen Fleck (weiß nicht, ob das mit der Creme zu tun hat, sieht aber sehr unschön aus).

Die ProBalance Körperlotion von Dadosens vertrage ich übrigens ganz gut, sie macht zwar den Juckreiz nicht weg, aber sie pflegt gut und beruhigt die geröteten Stellen.

Liebe Grüße
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Beitragvon Yol » Samstag 18. Oktober 2008, 01:10

@ Anna-Lena

Wie sunday schon sagte, cortison-haltige cremes nie grossflächig auftragen. Ein sehr versierter Hautarzt lässt die cremes vom Apotheker mischen, so wie er es der Anwendung nach für nötig hält. Als Basiscreme dient Neribase -eine gut verträgliche Hautcreme, die ich auch solo benutzen kann.Als Cortisonzusatz 2 verscheidene Produkte im Wechsel, damit die Haut sich nicht zu sehr an ein Cortisonpräparat gewöhnt. Auftragen tue ich es sehr sehr sparsam mit einem Ohrstäbchen nur an den Stellen, wo Punkte oder Pusteln sind (werden durch nassmachen sichtbar, sonst juckt nur die Haut entsetzlich).
Die Ursachen? Seit 30 Jahren wechseln die Stellen und die Intensität. Im Sommer ist es besser, schlechter wird es ab Herbst, steigert sich bis zum Jahreswechsel, abflauend bis gegen Mai. Obwohl in der guten Jahreszeit eine Besserung eintritt, beschwerdefrei dauert nie länger als 3 Tage.
Auch die Umstellung der Nahrung hat eine ganz erhebliche Besserung gebracht, aber keine Heilung (Kein Gluten, Kuhmilch, Eier als Basisprobleme).
Ich habe keine Histaminintoleranz habe aber Beschwerden bei gut abgehangenem Fleisch und älterem Käse. Fisch kann ich sowieso nicht mehr essen, also die 21 Tage Präparation stören mich nicht mehr.
Colimune (Natriumcromoglicat) hilft mir histaminreiche Nahrung beschwerdefrei zu essen (Sauerkraut, Tomaten usw.)Als Nebenwirkung nimmt bei mir ungewöhnlicherweise die Geruchsempfindlichkeit ab, was ich sehr schätze.

Das Baden in kohlesäurehaltigem kalten Wasser ist nur lokal für die betroffenen Stellen zu verstehen.

Wünsch Dir Besserung
Yol
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Beitragvon Anna-Lena » Samstag 18. Oktober 2008, 11:08

Hallo Yol

Vielen Dank für das Rezept und die Tipps, habe es mir gleich notiert.

Bei mir ist es auch in der kalten Jahreszeit am schlimmsten, obwohl im Sommer die Stellen an den Ellenbogen teils auch ziemlich stark jucken, wenn ich geschwitzt habe.
Ich hoffe, dass ich bald alle meine Unverträglichkeiten herausgefunden habe, damit sich vielleicht mal eine Besserung einstellt.

Trägst Du eigentlich Bio-Baumwollsachen, bzw. hat das Tragen ökologischer Kleidung evtl. auch einen geringen Einfluss auf diese Hautreaktionen?
Ich bin noch auf der Suche nach relativ günstiger langer Unterwäsche für den Winter aus Bio-Baumwolle, denn die Sachen sind leider extrem teuer.

Liebe Grüße
Anna-Lena
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Beitragvon Yol » Samstag 18. Oktober 2008, 23:50

@ Anna-Lena.

Teils trage ich Bio-Baumwolle, aber als Unterwäsche, die am nächsten am Körper ist noch nicht, vielleicht auch nie. Ich finde leider bei Bio-Baumwolle nichts, was fein genug ist. Wenn Kleidung ein bisschen grob gestrickt/gewebt sind, dann kann ich sie nicht am Körper ertragen, dies besonders bei Strümpfen.
Ich kann nur sagen, dass es keine Regeln für alle gibt bei MCS. Z.B. ich trage Polair (Fleece) aus Ramschläden, billig und sehr alt, das vertrage ich sehr gut. (Aus teuren Sportläden Polair war nicht zu gebrauchen, roch extrem chemisch, auch nach allen erdenklichen Prozeduren - musste ich verschenken).

Wieso vertrage ich Polair/Fleece, das aus Plastikflaschen u.ä. hergestellt wird, also wirklich nicht empfehlenswert bei MCS? Ich werde nie krank, vertrage dieses Material besser als alles andere, brauche es auch um nicht zu erfrieren.
Alles gegen vernünftige Regeln. Bei Wolle gibt es nur Probleme, auch unbehandelt, dieses Produkt hält bei mir nicht warm, ich bin immer krank (ich habe nur Wolle noch die 10-20 Jahre (und mehr) alt ist, meist unbehandelt?). Vielleicht ist es so, dass ich die Kleidung, die ich jetzt noch habe, vertrage, weil sie sehr alt ist, nicht selten sogar 30-40 Jahre alt (wurde gelagert, weil Platz da war, ich zu fett um sie zu tragen, deshalb nicht viel getragen - heute pass ich wieder in alles rein und der Modekreislauf wiederholt sich mehrmals in sovielen Jahren)
Ich wasche Kleider und Stoffe immer wärmer als angegeben. Das trägt sicherlich auch bei zur Verträglichkeit, schadet in der Regel nur sehr selten.
Ausprobieren, was für Dich verträglich ist, ist wohl die Alternative.
Yol
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Beitragvon Anna-Lena » Sonntag 19. Oktober 2008, 08:57

Hallo Yol

Vielen Dank für deine Tipps :)
Das mit der Kunstfaser klingt zwar im ersten Moment eigenartig, aber wenn die Sachen so alt sind, sind sie wahrscheinlich viel verträglicher als so manche neue Baumwollsachen.
Vielleicht vertrage ich das ja auch, müsste ich mal ausprobieren. Hier in Hamburg gibt es ja einen riesigen Second-Hand-Shop zum Stöbern.

Liebe Grüße
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Beitragvon Anna-Lena » Sonntag 19. Oktober 2008, 08:59

Achso, wegen der Feinheit der Fasern: Wie ist es denn mit Seide?
Die ist doch schön glatt, oder gibt es damit auch Probleme?
Manchmal findet man ja echte Schnäppchen bei Ebay, denn sonst ist Seide unbezahlbar.
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Beitragvon Yol » Montag 20. Oktober 2008, 00:25

@Anna-Lena,

Ich muss schmunzeln, wieder kann ich etwas tragen, was gegen alle Regeln ist. Seide kann ich tragen, habe auch noch viele Blusen (aus meiner Karrierezeit-wie alles bei mir sehr alt). Auch gestrickte feine Seiden Rollis gehen. Im Sommer trage ich immer Seidenschals, bisher ohne Probleme
Dennoch habe ich eine echte Allergie auf Seidenabrieb..., was ich so gar nicht merke.
Leider ist Seide nicht warm genug für meine Bedürfnisse, aber sehr angenehm im tragen.
Yol
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Beitragvon sunday » Sonntag 26. Oktober 2008, 21:40

hallo anna-lena,

gerade habe ich zufällig sehr preiswerte winterunterwäsche aus bio-bw entdeckt. bei hessnatur. z.b. 2 leggings zusammen nur 17,90.

lg
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Beitragvon Anna-Lena » Montag 27. Oktober 2008, 08:26

Hallo Sunday

Ich habe sie mir gerade angeschaut, vielen Dank für den Link!
Die sind wirklich sehr preiswert.

Liebe Grüße
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Beitragvon Monja » Montag 27. Oktober 2008, 12:21

@ Yol !!!
du schreibst von Colimune = Natriumcromoglicat,
wovon auch die " Geruchsempfindlichkeit " zurückgeht, das ist ja
der absolute Renner! Toll, was ist da für ein Mittel und wie nimmt
man es ein? Wäre das nicht etwas für uns alle wegen der unerträglichen
Gerüche überall? Und dadurch auch eine Erklärung für unsere extreme
Geruchswahrnehmung? Ein Zusammenhang mit Histamin vielleicht? Ich
suche sehnlichst Antworten, will unbedingt "verstehen" was bei MCS
passiert. Danke.
Herzlichst Monja
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Habe ich wirklich eine Histaminintoleranz?

Beitragvon sunday » Montag 27. Oktober 2008, 12:36

colimune gibt es schon lange. wird von schulmedizinern bei nahrungsmittelallergien verschrieben, um bei vorbeugender einnahme allergische reaktionen wie hautausschlag und durchfall zu verhindern. ist also lediglich ein antihistminikum. und wirkt selbst bei allergien nicht immer.
außerdem ist es bei den bekannten nebenwirkungen mit sicherheit nicht bei mcs verträglich. https://http://www.shop1.europa-apotheek.com/prdview.php?p=2701623&#whstoffe

wenn es irgendwelche wundermittel bei mcs geben würde, wäre das doch zumindest den guten umweltmedizinern bekannt und allen ihren patienten ginge es so gut, daß sie wieder normal leben und arbeiten könnten. aber da das nicht der fall ist, sollte man bei allem, was irgendwo angepriesen wird mehr als kritisch sein.

das einzige was nach wie vor wirklich hilft,sind die längst bekannten dinge wie vermeiden, entgiften (mit billigen bewährten, leicht selbst anzuwendenden dingen, bio-nahrung usw.) und wenn man da zuerst mal all die ding nutzt, die nichts oder nur sehr wenig kosten, geht es einem meist schon sehr viel besser.
und dann reagiert man auch auf kleine mengen parfüm etc. nicht mehr ganz so heftig (wenn ich da nicht eine deutliche besserung erreicht hätte, könnte ich meinen beruf garnicht mehr ausüben, aber so geht es für ein paar stunden pro woche und demnächst, wenn ich endlich mal eine andere wohnung finde, mit sicherheit auch noch mehr).

lg
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Habe ich wirklich eine Histaminintoleranz?

Beitragvon Anna-Lena » Samstag 8. November 2008, 13:11

Hallo zusammen

Ich habe meine Ernährung seit einigen Tagen umgestellt und meine Hautausschläge am Körper sind fast verschwunden. Kein Juckreiz mehr.
Ich weiß nicht genau, woran es liegt, ich muss einige Sachen testen. Auf Milchprodukte verzichte ich im Moment und ich versuche, mich möglichst biologisch zu ernähren (soweit es mein Vater zulässt).
Aufs Frühstück verzichte ich komplett aus Kostengründen.

Ich muss mich unbedingt auf einige Sachen testen lassen (Laktose-, Fruktose- und Histaminintoleranz sowie Milcheiweißallergie).
Hoffentlich wird das von der KK übernommen.

Leider habe ich dafür wieder andere Probleme bekommen, dazu aber mehr in einem anderen Thread.

Liebe Grüße
Anna-Lena
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