Wir werden überall vergiftet:
WISO – 3.11.08
Giftalarm zur Grünkohlzeit
Pestizide verderben den Appetit auf Gemüse
Das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) hat in seinem jährlichen Lebensmittel-Monitoring festgestellt, dass ein Fünftel der untersuchten Grünkohl-Proben mehr Pestizidrückstände hatte als gesetzlich erlaubt. In den letzten zehn Jahren ist damit die Belastung mit Spritzmitteln alarmierend angestiegen, sagt die Verbraucherzentrale Bremen.
Besonders schlimm sind die Rückstände des "Insektengiftes Dimethoat". Das Spritzmittel ist für Grünkohl überhaupt nicht zugelassen.
Es ist hochgiftig und kann innere Organe und Nerven schädigen.
Schon eine Mahlzeit kann gesundheitsschädlich sein, schätzt das BVL. Das Bundesamt veröffentlicht jedes Jahr die Ergebnisse eines bundesweiten Lebensmittel-Monitorings.
Dabei wird eine festgelegte Gruppe von Lebensmitteln von den Bundesländern untersucht.
Die Verbraucherzentrale Bremen fordert nach den aktuellen Ergebnissen verstärkte Kontrollen beim Anbau von Grünkohl und bei der Weiterverarbeitung. Bauern, die zu viel Gift spritzen, sollten bestraft werden. Für das traditionelle Grünkohlessen in Norddeutschland solle man möglichst bei Direktanbietern oder auf dem Biohof einkaufen .