von Marina » Mittwoch 12. November 2008, 04:13
Das Problem ist halt, die meisten haben nicht den leisesten Simmer, wie es ist, tagtäglich mit dieser Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes überleben zu müssen. Zu meist redet man gegen eine Wand wenn man den Menschen, mit denen man zusammenarbeiten muss, ausführlich und immer wieder erklärt, was ihre Duftstoffe für Reaktionen bei unsereins auslösen. Das ganze Gerede kann man sich oft sparen. Und wenn es z. B. um das Problem mit den Waschmitteldüften geht, dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Männer dann sagen: "Mit Waschmittel habe ich nichts zu tun, dafür ist meine Frau zuständig und die möchte das Duftende benutzten und nicht das Duftfreie." So, und damit ist dann auch nach exzessiver Aufklärung (Flyer, Internetlinks etc.) klar, dass ich bei der Sache mal wieder den Kürzeren gezogen habe und solche Horrortage erleben muss und so wie jetzt mal wieder nicht schlafen kann, weil ich nicht mehr weiß, wie lange ich das noch durchhalte und für welchen Preis. Der Preis der noch mehr ruinierten Gesundheit ist eigenlich viel zu hoch. Er steht schon längst nicht mehr in dem Verhältnis, was man dafür bekommt, geldtechnisch und menschlich gesehen. Mit der Ausgrenzung, wegen der Stinker nicht an Besprechungen, Ausflügen und Feiern teilnehmen zu können, kann ich ja noch leben. Da steh ich drüber. Aber mit der Tatsache, dass neben denen eine Kollegin bzw. Mitarbeiterin verrecken kann und es die scheinbar nicht die Bohne kümmert, das ist schon echt heftig. Ich habe keinem etwas getan, bin immer hilfsbereit, gerecht, freundlich und mache meine Arbeit, wie ich finde recht gut. Es kann sich eigentlich keiner bei mir beschweren. Ich verstehe das nicht, aber scheinbar bin ich zu gut erzogen worden, oder habe andere Vorstellungen von einem Miteinander, wie es z. B. am Arbeitsplatz zugehen sollte. Es ist einfach nur noch schade und traurig. Aber es muss wie auch immer weitergehen.
Gute Nacht.